Genuesische Saettia von WAK in 1:100

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    • Genuesische Saettia von WAK in 1:100




      Hier beginne ich also meinen ersten (richtigen) Baubericht. Ausgesucht habe ich mir das Modell einer genuesischen Saettia der polnischen Firma WAK, konstruiert von T. Weremko. Der Bogen ist für 10,00 EUR bei Slawomir zu beziehen und ich habe mir den Luxus gegönnt, den Spantensatz für 6,00 EUR ebenfalls zu ordern. Alles wird von der Firma WAK sehr schön im Internet dargestellt,

      http://www.sklep.wak.pl/product_info.php?products_id=637

      so dass ich glaube, auf eine gesonderte Vorstellung verzichten zu dürfen. Als Anfänger im historischen Schiffsmodellbau muss ich mir vieles neu aneignen, baue sowieso sehr langsam – als Bauzeit rechne ich mindestens mit ½ Jahr.


      Zum Vorbild: Segelschiffsmodelle aus der Epoche der genuesischen Seerepublik (ca. 1200-1800) sind wahrhaftig selten, schon gar als Kartonmodell. Oriel hat eine genuesische Pinke im Programm, die Peter_H unter "Vorstellung eines Baubogens" in diesem Forum


      die-kartonmodellbauer.de/index…nasse-um-1800-oriel-1-100

      vorgestellt hat. Die Geschichte der reichen und mächtigen Seerepublik Genua ist übrigens ein faszinierender Lesestoff, sprengt aber den Rahmen dieses Forums. Nur so viel: der wohl berühmteste Seefahrer aller Zeiten – Christoforo Colombo – (Columbus) stammt aus Genua. Interessant auch - die genuesische Flagge - das rote St.-Andreas-Kreuz auf weißem Grund. Englische Schiffe, die das Mittelmeer befuhren, nutzten gern (gegen Gebühr) die genuesische Flagge und damit den Schutz der mächtigen Seerepublik. Und die Flagge gefiel ihnen wohl so gut, dass sie später zur Flagge Englands wurde und damit zum zentralen Bestandteil des Union Jack.

      Frage: Bin ich jetzt schon im „Klugscheißermodus“ ? – der war im alten Forum oft zu finden und diese Beiträge fand ich immer sehr interessant – haben solche einleitende Anmerkungen in Bauberichten ihre Berechtigung? – oder sollte man so etwas weglassen? Egal, ich mache mal weiter.

      Die Saettia (it. ~ Pfeil): Dieser Schiffstyp, etwa seit 1600 im westlichen Mittelmeer sehr verbreitet, war schnell und wendig mit einer Ladekapazität von ca. 80 Tonnen und einer Länge von 15 – 25 Metern. Die Saettias hatten 3 Masten und waren immer mit Lateinersegeln ausgerüstet, während die verwandten Pinken (s.o.) teilweise auch mit Rahsegeln ausgerüstet waren. Eine Besonderheit der Saettias war ihr Sporn am Bug, ein tatsächlicher Rammsporn, um den sie jede Galeere beneidet hätte. Auf Grund ihrer hervorragenden See-Eigenschaften wurden sie auch zu militärischen Zwecken genutzt. Eine mögliche Bewaffnung wird auf dem Modell von WAK nicht dargestellt.

      Zum WAK-Modell: Schwierigkeitsgrad lt. WAK 3 von 5 - das müsste doch auch für einen Anfänger zu machen sein (???). Die Anleitung ist in polnischer und englischer Sprache gehalten und für mich einigermaßen verständlich. Was aber verdoppelt / verdreifacht / auf 2,8 mm verstärkt / werden muss, habe ich spontan erst mal nicht verstanden. Es wird also ein „learning by doing“ werden und auf „try and error“ hinauslaufen. Pablo Picasso hat gesagt: „Um zu wissen, was man zeichnen will, muss man zu zeichnen anfangen“. Ich wandele den Spruch für meine Zwecke ab und fange halt an.


      Das Spantengerüst:

      Ich hatte mir den Spantensatz geleistet und so ist der erste Schritt einfach. Nur die „Sollbruchstellen“ machen mir Sorgen. Wie soll ich hier Stabilität erreichen – wenn der 1mm-Karton hier bröselt, ist das Kunstwerk schon fast reif für die Tonne. Zunächst bade ich also alles reichlich in Sekundenkleber und lasse es dann gut trocknen.



      Beim ersten Zusammenstecken ein Schreck: Spant 12 passt ja gar nicht. Bauanleitung hin und zurück gelesen – was mache ich falsch – was habe ich nicht kapiert? Durch Zufall gehe ich noch einmal auf die Seite von WAK –und finde eine download – pdf – Datei, die den Spant 12 korrigiert.




      Und nun werde ich – in Ruhe – das umfangreiche Spantengerüst komplettieren, die Festigkeit abschätzen und dann entscheiden, welche zusätzlichen Verstärkungen notwendig sind.

      Peter_H baut übrigens im Rahmen unseres GS-Wettbewerbs ebenfalls ein Modell von WAK, die Allege d'Arles /Konstrukteur T. Weremko. Ich lasse ihn jetzt erst mal einen tüchtigen Vorsprung gewinnen, damit ich später in Ruhe abkupfern kann lala1 .
      VG Heinrich

    • Hallo Heinrich,

      zunächst wünsche ich Dir viel Freude beim Bau.

      Die Bauberichte im Bereich Segelschiffe lese ich besonders gern, auch wenn mir die Materie 'Segelschiff' in modellbauerischer Hinsicht für mich noch zu schwer zu sein scheint. Umso gespannter bin ich, wie Du als "Anfänger im historischen Schiffsmodellbau" damit zurecht kommst.

      Viele Grüße
      Valete! - Seid stark!
      Thomas
    • moin1 Heinrich,

      mit einer Saettia hast Du Dir einen reizvollen Schiffstyp ausgesucht: Ein voller, mitteleuropäischer Rumpf trifft auf das schnelle Rigg eines Arabers. Der schöne, verzierte Heckspiegel gibt eine Referenz an das Zeitalter des Barock. Wirst Du das Schiff mit Bewaffnung zeigen?

      Viel Freude beim Modellbau, das wird ein schönes Ergebnis welches sich auf Deinem Regal – oder wo auch immer Du Deine Modelle präsentierst – gut machen wird.

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Heinrich

      Ich freue mich riesig, dass Du Dich doch zu einem Baubericht hast ermuntern lassen!
      Ja, die polnische Finnpappe für die LC-Sätze ist so eine Sache, da kommt man um Verstärken kaum herum.

      Heros schrieb:

      Bin ich jetzt schon im „Klugscheißermodus“ ?
      Nein!

      Heros schrieb:

      haben solche einleitende Anmerkungen in Bauberichten ihre Berechtigung?
      Unbedingt!!!

      Heros schrieb:

      oder sollte man so etwas weglassen?
      NEIN!!!!!

      Heros schrieb:

      Egal, ich mache mal weiter.
      Gut so!

      Ich bin enorm gespannt auf Deinen Bau, Du kennst ja meine Erfahrungen mit dem Konstrukteur, von da her sehe ich Deinem Bau positiv entgegen! Ich finde das Modell unglaublich schön, insbesondere der von Klaus angesprochene Heckspiegel mit seinen Verzierungen.
      Besonders reizvoll finde ich die Beplankung des Rumpfes und Decks, die mit Einzelplanken erfolgt.

      Und was meinen Vorsprung angeht, so verlass Dich nicht zu sehr darauf, Du weisst, ich habe noch ein zweites Modell auf der Helling happy1

      Übrigens finde ich die Modellwahl für einen ersten historischen Segler ideal! Die Takelage ist hier noch einigermassen überschaubar und die Lateinersegel sind auch nicht so aufwändig wie die ganzen Lappen einer Fregatte grins 3

      Viel Spass und bis demnächst!
      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

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      Meine versemmelten Werke
    • Es würde interessant die beide Pinke (Orjol / WAK) parallell zu bauen. Aber wer hat Zeit dafür...

      Heros schrieb:

      Frage: Bin ich jetzt schon im „Klugscheißermodus“ ? – der war im alten Forum oft zu finden und diese Beiträge fand ich immer sehr interessant – haben solche einleitende Anmerkungen in Bauberichten ihre Berechtigung? – oder sollte man so etwas weglassen? Egal, ich mache mal weiter.
      Du hast deine Frage beantwortet und du hast meine Unterstützung für solche "Tätigkaiten"! Viel Spass!
      Best regards from / Liebe Grüsse von: Krisztián
      People buying model booklets think they also buy the time necessary for their assembly. But I am old enough to know it is not true at all. verlegen2 prost2
    • Heros schrieb:

      (...)


      Frage: Bin ich jetzt schon im „Klugscheißermodus“ ? – der war im alten Forum oft zu finden und diese Beiträge fand ich immer sehr interessant – haben solche einleitende Anmerkungen in Bauberichten ihre Berechtigung? – oder sollte man so etwas weglassen? Egal, ich mache mal weiter.


      (...)
      ... das fällt mir erst jetzt auf. Ich mag Hintergrundinformationen!!!

      Das das Wort »Saettia« »Pfeil« bedeutet wusste ich zum Beispiel nicht! Die Flagge Genuas kenne ich, dass es aber einen Zusammenhang mit der englischen Flagge gibt wusste ich bisher auch nicht. WIeder was gelernt. Da kommt aber nun ein kleiner Klugschiet zurück sorry1 : Wir haben es hier mit dem St. Georgs-Kreuz zu tun... Des Andreas' Marterinstrument führen die Schotten in ihrer Flagge, an Bahnübergängen ist es auch präsent.

      Nein, bitte schreib' bitte alles drumherum hier auf! Ich finde, Schiffsmodellbau macht erst richtig Spaß wenn man auch zum Original eine Menge in Erfahrung bringen kann. Dann weiß man auch, was wichtig ist darzustellen und wie man es machen kann. Das Drumherum bereichert das Hobby so sehr!

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Ich vergaß vorhin hinzuzufügen, dass mir Deine Art des Bauberichts sehr gefällt. Die historischen Hintergründe interessieren mich sehr.
      Das Schöne an der ganzen Geschichte ist doch, dass es immer noch etwas gibt, was man noch nicht wusste. Insofern ging es mir genau so wie Klaus. Also bitte mehr davon! ja 2

      Viele Grüße
      Valete! - Seid stark!
      Thomas
    • KlabauterKlaus schrieb:

      Wir haben es hier mit dem St. Georgs-Kreuz zu tun
      Eine Verwechslung - sorry, peinlich. Ich hätte zur Vorsicht bei Tante Google nachfragen sollen. Also Vorsicht, wenn man im Klugschietermodus schreibt
      schwitz1 Allerdings sollte man sich wirklich auskennen. So war es seinerzeit gesünder, die genuesische Flagge NICHT mit der Rot-Kreuz-Flagge zu verwechseln. Die Genuesen waren / mit den Sarrazen / Osmanen / Nordafrika in den lukrativen Sklavenhandel involviert...

      Du baust doch diese tollen Dioramen - in einem polnischen Forum fand ich meine Saettia SO. Aber ich wäre schon froh, sie überhaupt hinzubekommen.

      kartonowki.pl/forum/temat/3432…li-zaglowiec-ktory-spekal


      Danke und viele Grüße: Heinrich
    • Servus Heinrich,

      wie schön, dass schon wieder ein Segler auf Kiel gelegt wird. Da scheue ich gerne weiter zu! freu1 ausguck1

      Verstehe ich das richtig? Bei der Saettia ist der Ramsporn das, was bei anderen Schiffen der Bugspriet ist? kratz1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Hallo Heinrich,

      sehr schön, dass Du Dich doch zu einem Baubericht aufgerafft hast! Wenn ich so Deine Anfänge hier ansehe, werde ich Deinen Bericht geniessen! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung! Übrigens, die Möglichkeit den Rumpf mit einzelnen Planken zu versehen, könnte mich auch reizen! Aber ich habe noch so viel zum Bauen hier liegen!

      Gruß
      Fritz
    • Danke für die Likes!

      Hardy schrieb:

      Umso gespannter bin ich, wie Du als "Anfänger im historischen Schiffsmodellbau" damit zurecht komms
      Hallo Hardy, ich auch denk1 . Viele Grüße Heinrich

      KlabauterKlaus schrieb:

      Wirst Du das Schiff mit Bewaffnung zeigen?
      Hallo Klaus, mir fehlt da die Literatur oder zumindest eine Zeichnung. Ein Schiffstyp, den man Saettia / Saetta / also Blitz oder Pfeil nannte, wird schnell und wendig gewesen sein, also ein wunderbares Teil für Korsaren. Bewaffnung? Ich denke, deren „Handwerkszeug“, plus vielleicht ein paar Drehbassen??? Zumindest werde ich an Deck keine Dreipfünder aufstellen, außer - ich finde noch eindeutige Hinweise, wo und wie. Viele Grüße Heinrich

      Peter_H schrieb:

      insbesondere der von Klaus angesprochene Heckspiegel mit seinen Verzierungen.
      Hallo Peter, in der Tat, die Verzierungen müssen von der zweiten in die dritte Dimension. Immerhin aber nicht so viele wie bei der barocken goldenen Yacht. Wie? – momentan noch keine Ahnung. Viele Grüße Heinrich


      petcarli schrieb:

      Aber ich habe noch so viel zum Bauen hier liegen!


      Hallo Fritz, die Zeit wird kommen, wo ich an Dich schwere Fragen zur Besegelung stellen muss. Immerhin hast Du ja schon eine Schebecke mit Lateinerbesegelung gebaut.
      Die Modelle von WAK (T. Weremko) sind reizvoll, da sie mich in der Konstruktion an den („echten“) Modellbau von Segelschiffen aus Holz erinnern – Material nur eben: Karton. Wer Fähigkeiten zum Kunstmaler hat, kann auch diese Modelle anmalen – er muss aber nicht (anders als bei Modellen aus Plastik oder der wunderbaren Lasercut-Serie von Shipyard). Das wirkliche Problem ist tatsächlich: Ich plane für die kleine Saettia eine Bauzeit von ca. ½ Jahr – und es sind noch so viele tolle Modelle zu bauen. Viele Grüße Heinrich
    • Hallo Heinrich!

      Das kann ein richtig schickes kleinen Schiffchen werden! Und wie schon gesagt - zum Takeln sicher ein guter Anfang, da das Rig nicht zu aufwendig ist.
      Ich hoffe aber, dass du deine Saettia im Ganzen ausführst und sie nicht, wie in dem polnischen Forum, kaputt machst!

      Bin sehr gespannt und freue mich auf das Kommende.
      Ludwig
    • Ich war in letzter Zeit nur sporadisch in diesem unseren Forum unterwegs, daher stoße ich erst heute auf deinen Baubericht. Also wenn es so weitergeht wie es angefangen hat - und ich habe keinerlei Zweifel, dass es anders kommen könnte - dann wird das ein in Wort und Bild äußerst unterhaltsamer und spannender Baubericht. Da bleib ich dran, auf jeden Fall.
      Es gibt da dieses herrliche italienische Buch: Klick mich Da ist auch eine Saettia drin - ein wunderschöner Küstensegler, und dieser aus dem 17. Jahrhundert. Elegante Linien, hervorragende Segeleigenschaften.

      Heros schrieb:

      Die Saettia (it. ~ Pfeil):
      Der Pfeil ist im Italienischen "la saetta" (oder auch la freccia - mit Pfeil und Bogen: con arco e freccia). Den Namen Saettia übersetze ich eher mit "Die Pfeilförmige". Und das trifft es ja auch irgendwie. happy 2
      Das nur, weil wir ja festgestellt haben, dass wir den Klugscheißermodus nicht von vornherein ablehnen... happy1

      Lieber @Heros , ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg mit deinem faszinierenden und spannenden Modell! daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 Winterzeit - Modellbauzeit. Regelmäßig Neuigkeiten zu entdecken!
    • @Hans-Joachim: Danke, momentan behelfe ich mich mit ein paar Bildern im Internet, mal sehen. Der Rammsporn als Bugspriet-Ersatz ist allerdings wirklich ungewöhnlich (aber dekorativ).

      @Ludwig: Solche Dioramen sind natürlich (m)ein Traum.

      @Bonden: Guter Tipp – kostet aber so einige Euronen. Und so richtig in die mittelmeerische Seefahrt wollte ich auch nicht einsteigen. Oder vielleicht doch? Wenn man erst drinsteckt, kommt man schwer wieder raus. Mal sehen.
    • Spantengerüst: fertig

      So etwas habe ich noch nie gebaut. Nun ja, es ist mein erster größerer Segler aus Karton. Nachdem ich das Spantengerüst zunächst mit größter Skepsis betrachtet habe, denke ich nun: tatsächlich stabil. Nicht, um „Nägel in die Wand zu kloppen“ – aber immerhin. Zur Vorsicht habe ich keinesfalls mit Kleber gespart, das Spantengerüst verschwindet ja sowieso unter mehrfacher Beplankung.
      Präzisionsmodellbauer müssen nun ganz stark sein: das ist der Stand der Dinge.



      Die Masten sind natürlich nur eingepasst und werden vor dem Weiterbau entfernt.

      Zuvor musste ich mehrfach Lehrgeld zahlen. DAS würde ich nächstens anders machen:
      Das Spantengerüst in Sekundenkleber baden. Keinesfalls eine gute Idee, denn der verwendete (Lasercut)-Karton saugt sich zwar sofort voll, wird dann nach dem Trocknen zu einer Art Plastik, dabei aber extrem empfindlich gegen Druck und Schleifen. Wenn die Aussparungen wegen des Sekundenklebers also nicht mehr passen, hat man schlechte Karten. „Klick“ und Bruch… Okay, lässt sich reparieren. Ich hätte dem Lasercut-Spantengerüst vertrauen und einfach wie vorgesehen unbehandelt verwenden sollen.



      Die Lasercut-Spanten passen prima ineinander. Um Stabilität zu gewinnen habe ich mehrfach die vorgedruckten Spanten des Bogens verwendet und mit 1mm-Karton verstärkt. Dann aber waren die Aussparungen zu schmal und mussten nachgearbeitet werden. Auch hier gilt: Ich hätte dem Lasercut-Spantengerüst vertrauen und wie vorgesehen verwenden sollen.



      Und - eine Marotte: Ich hatte vor, die Endbeplankung mit Mattlack zu streichen und auf Bemalung jedweder Art zu verzichten. Der Karton nahm das zunächst übel, zog sich aber nach dem Trocknen (Föhn) wieder glatt. Glück gehabt.


      Wie geht es weiter? Ich hangele mich an der Bauteil-Nummerierung entlang, suche auf dem Bogen verteilte Bauteile (!), probiere – Methode „try and error“ – immer in der bangen Erwartung eines entscheidenden, dann nicht mehr zu korrigierenden Fehlers. Die Bauanleitung ist nicht wirklich hilfreich (immerhin durchschaue ich den Takelplan).

      Die gute Nachricht: ein wirklich interessantes Modell, mit etwas sportlichem Ehrgeiz wird das Ding irgendwie fertig.

      Viele Grüße Heinrich
    • Servus Heinrich,

      das was du bis jetzt zeigst, sieht nicht so aus, als würdest du irgendein Problem generieren. Das sieht alles sehr gut aus!
      Mach einfach weiter so und das Modell wird sicher ein Hingucker.

      Da Norbert
      Das hab ich Euch schon angetan:
      Titanic - 1:200 Taschen-Verlag
      Kurenas Fischerkahn - 1:50 WAK-Verlag

      Und das müsst Ihr noch durchhalten:
      Potsdam - 1:250 cfm-Verlag
    • Hallo Heinrich

      Ja, bei diesem Karton ist das Tränken mit Sekundenkleber nicht nur von Vorteil. Ich habe bei der Alege Die Spanten ohne zu behandeln zusammengebaut und dann die Kanten mit Sekundenkleber verstärkt. Hab das schon bei der Wolf so gemacht und bin recht gut damit gefahren.

      Ansonsten sieht das nach einer guten Grundlage aus. Und was das ausgiebige Kleben beim Spantengerüst angeht, so bin ich auch ganz bei Dir. Hier ist der falsche Ort. mit Leim zu sparen!

      Viel Spass weiterhin!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
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    • Peter_H schrieb:

      Und was das ausgiebige Kleben beim Spantengerüst angeht, so bin ich auch ganz bei Dir. Hier ist der falsche Ort. mit Leim zu sparen!
      Ja, richtig - aber eben den richtigen Leim. happy 2 Und, @Heros du hast das ja gut hinbekommen. Ich tränke Teile vor dem Zusammenbau mit Sek immer nur, wenn sie Gefahr laufen, beim Heraustrennen aus dem Lasercutbogen zu zerbröseln, weil sie zu klein sind.

      Noch ein Tipp, da du ja jetzt noch beim Rumpf bist und der noch nicht geschlossen ist: Schau mal, wo später die Rüstbretter sind und überlege dir, wie du an den Stellen den Rumpf im Inneren noch mit harten Sachen "auspolsterst", um später den Rüsten und weiter unten auch den Rüsteisen einen besseren Halt zu geben. Die Zugkräfte der Wanten sind dann später doch recht heftig, wenn man das stehende Gut steif setzt. zwinker2

      Im Bau: HMS Mercury
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    • @Hardy: Danke, Bauberichte sind für mich ebenfalls Neuland. Ich mache dann mal so weiter. Viele Grüße Heinrich


      Peter_H schrieb:

      Hier ist der falsche Ort. mit Leim zu sparen!
      Hallo Peter, ich nutze beim Spantengerüst und beim Beplanken den Kittifix-Kleber. Ist das sinnvoll oder kennst Du was besseres? Nutzt Du ebenfalls Mattlack? – er kaschiert so schön Kleber-Reste, gleicht Ausbesserungsarbeiten mittels Aquarellfarben an, ebenso Kantenfärbungen usw. Der WAK Karton ist aber (anders als andere Kartonsorten) derartig saugfähig, dass er sich sofort wellt, wenn ich mit / Vallejo Matt Acrylic Varnish / nur in die Nähe komme. Und das sofortige Trocknen mittels Föhn kann´s auch nicht sein kratz1
      Viele Grüße Heinrich

      Bonden schrieb:

      Die Zugkräfte der Wanten sind dann später doch recht heftig, wenn man das stehende Gut steif setzt.
      Hallo Bonden, ich ahne, was da auf mich zukommt. Unserem Material Karton sind halt physische Grenzen der Belastbarkeit gesetzt. Da haben es die Holz- und Plastikkünstler besser. Als Material zur Verstärkung der Bordwände / zur Anbringung von Rüsten und Rüsteisen denke ich an festen Kork, den ich mit meinen einfachen Mitteln in passende Form zu bringen hoffe und dann an der Bordwand innen / in das Spantengerüst einbringen und dort verleimen will.





      Zur Literaturempfehlung: War unser umtriebiger Lucky Jack Aubrey eigentlich auch mal im östlichen Mittelmeer aktiv und ist ihm eine Saettia (oder zumindest eine Pinke) begegnet? Bis einschließlich Band 5 nicht. Wenn später, würde ich den entsprechenden Band vorziehen.Viele Grüße Heinrich

      petcarli schrieb:

      wenn die Bordwand nicht so solide und dick ist
      Hallo Fritz, nicht nur die Bordwand. Siehe Fockmast (9 cm),


      der dann die Stenge (14 cm), das Lateinersegel nebst aller Blöcke und Taljen zu tragen hat und der dann noch die Zugkräfte der Wanten aushalten muss. Dabei ist kaum Platz nach unten, um den Mast ordentlich zu verleimen. Zu welchem Kleber rätst Du – reicht Uhu Plus? Mir fehlt bei solchen diffizilen Dingen einfach die Erfahrung. Und: man hat ja nur einen Versuch… mafia1 Viele Grüße Heinrich
    • Hallo Heinrich


      Heros schrieb:

      Ist das sinnvoll oder kennst Du was besseres?
      Kittfix kenne ich nicht, bzw. nur vom hörensagen. Ich verklebe das Spantegerüst normalerweise mit Uhu Flinke Flasche schwarz und lasse das ganze dann min. 24h unter Druck trocknen. Für die Beplankung nehme ich mittlerweile Uhu Kraft. Der ist dickflüssiger wie FF, härtet deutlich schneller aus, kann aber dennoch kurz nachkorrigiert werden.

      Heros schrieb:

      Nutzt Du ebenfalls Mattlack?
      Bisher nicht. Ich habe mir aber welchen zugelegt, da mich der Glanz der Oberfläche bei meiner Wolf stört. Ich habe mich aber noch nicht getraut ihn anzuwenden... lala1

      Für die Masten würde ich auch zu Uhu Plus raten. Die Takelage und die Bläcke haben ein minimales Gewicht. Und wenn Du die Wanten gerade so stark ziehst, bis sie einfach nur gestreckt, aber ohne wirkliche Spannung sind, dann hast Du einerseits den Vorteil, dass kaum Zug auf den Verankerungen ist und anderseits, dass sich beim Gegenzug der Mast verzieht/krumm wird. Insofern meine ich, dass das mit dem Zweikomponentenkleber ausreicht.

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • @Fritz: Danke, ich werde Uhu-Plus verwenden.

      Peter_H schrieb:

      Ich habe mich aber noch nicht getraut ihn anzuwenden..
      Hallo Peter, das ist klug! Es wäre jammerschade um die WOLF haue 3 . Der Vallejo-Mattlack verhält sich bei verschiedenen Kartonsorten sehr verschieden!

      Ansonsten werde ich nun erst mal in Ruhe den Rohbau der Saettia (sprich: Beplankung usw.) abschließen und dann weitersehen. Viele Grüße Heinrich
    • Hier geht es weiter mit dem Baubericht, sagen wir eher: mit einem Zwischenbericht zum Rohbau.

      Das Deck erhält eine erste Beplankung aus 0,5 mm Kartonstreifen und wird dann -piano- mit feinem Schleifpapier soweit wie möglich plan geschliffen. Auf diese erste Beplankung sollen später die einzelnen (!) Planken verlegt werden. Ich denke, bei diesem Bauabschnitt die restlichen Unebenheiten verstecken zu können und – nein, ich frage vorher keinen Parkettleger, was er von diesem Pfusch hält. rotwerd1

      An den Stellen, wo später Fockmast und Großmast eingebracht werden müssen, habe ich die Beplankung ausgespart, um die Masten im Rumpf ordentlich befestigen zu können. Die vorgesehenen Aussparungen für die Mast –Füße sind mir gar nicht geheuer. schwitz1 Vielleicht bin ich aber nur zu vorsichtig. Die Decksbeplankung will ich erst dann ergänzen, wenn die Masten (bomben-) fest angebracht sind.



      Das Steuerruder der Saettia nebst dem Ruderstand muss bereits zu diesem frühen Zeitpunkt eingebaut werden. Es handelt sich wohl um ein sogenanntes „Steuerjoch“.





      Ich dachte immer, diese Art der Steuerung wäre typisch holländisch (sog. „Kolderstock“) und es wundert mich auch, dass auf der Saettia eine solche Steuerung genutzt wurde. Größter Nachteil des Kolderstocks war sein geringer Ausschlag – lt. Mondfeld 40 bis 50 Grad, was dann einem Ruderausschlagvon nur noch 5 bis 10 Grad entsprach. Dabei wird die Haupteigenschaft der Saettias mit „schnell und wendig“ beschrieben. Das passt m.E. nicht zusammen kratz1

      Nun zur Erstbeplankung des Rumpfes, eine Arbeit, vor der ich höchsten Respekt hatte. Auf guten Rat hin habe ich alle Segmente vorab ordentlich vorgeformt. Und wenn alle Spanten exakt angebracht gewesen wären, hätten diese Segmente auch exakt mittig die Spanten getroffen und hätten genug Klebefläche geboten. Wenn / Wären / Hätte ~ = besser wäre es gewesen, vorher Klebelaschen aus dünnem Papier anzubringen, wie vielfach empfohlen. frech 2 So gerade eben ging es dann auch ohne, wobei ich nicht mit Kleber gespart habe. Zustand jetzt: nachgeschliffen so gerade ~ okay, aber ich werde noch an einigen Stellen spachteln müssen.Wieder was gelernt, es fehlt mir eindeutig an Know-How.


      Hier das vorbereitete Heck, fertig zum An – Ein - Bau des "barocken" Spiegelhecks.


      Dann habe ich noch das Deck mit schwarzer Aquarellfarbe eingefärbt. Auf dieses Deck sollen die einzelnen Planken verlegt werden.Perfekt wäre, zwischen den einzelnen Planken einen dünnen schwarzen Bindfaden einzulegen, um die Plankenstöße realistisch darzustellen. Aber das wäre für mich -ehrlich gesagt- eine Überforderung meiner Fähigkeiten und würde auch nicht zum Achterdeck passen, auf welchem einzelne Planken nicht vorgesehen sind.





      Der IST- Stand. Daher der Name „Rohbau“.

      Wie geht es weiter? Nach der Anleitung bzw. der Nummerierung wäre das Spiegelheck an der Reihe, welches aber einige „Uhrmacherarbeit“ (Butzenfenster, Schnitzarbeiten usw.) erfordert. Ich denke, ich gehe entgegen der Bauanleitung zunächst an die Decksbeplankung, danach an die zweite Rumpfbeplankung, danach an das Schanzkleid und dann an die dritte Rumpfbeplankung. Und nach dem Spiegelheck steht bald dieser ominöse Rammsporn der Saettia auf der Agenda, noch keine Ahnung wie und wo… Nein, das kleine Modell der Saettia ist wirklich kein Modell für „mal eben“

      VG Heinrich
    • Hallo Heinrich

      Ich finde, Deine Erstbeplankung sieht astrein aus! Die Vorformung hat sich ausbezahlt!
      Was die Plankenstösse mittels schwarzem Faden angeht, so denke ich, dass das in diesem Massstab nicht wirklich notwendig ist.
      Ich habe angefangen bei einzelnen Planken, die Kanten nach dem Ausschneiden mit dem Fingernagel zu glätten, dadurch entsteht eine winzige Fase, was die Stösse sichtbar macht. Der dadurch entstehende Schatten reicht als Effekt massstäblich aus, meiner bescheidenen und dilettantischen Meinung nach happy1

      Ansonsten: Einfach so weiter machen, das wird auf jeden Fall immer besser!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

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      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Die Fortschritte sehen prima aus.
      Wenn Du eine Kalfaterung darstellen möchtest, solltest Du die Kanten der Planken einfärben. Im Holzmodellbau gibt es mehrere Techniken, die aber leider bei Papier in dem Maßstab nicht funktionieren.
      Ich würde versuchen die Kanten der einzelnen Planken mit antrazith-farbener Pastellkreide zu färben. Evtl. geht auch ein Buntstift.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Heros,

      der Tipp von Christian klingt gut! Ich habe das aber bisher nicht so probiert. Ich habe in solch einem Fall immer jede einzelne Planke auf der freien seite vor der Anbringung mit einem ganz dünnen Zwirnfaden beklebt. Danach lies sich die neue Planke dann immer gut an den freien Faden derdavor bereits angebrachten Planke anfügen. Sieht eigentlich auch ganz gut aus.

      Gruß
      Fritz
    • Rohbau Teil 2

      Ich merke beim Bau der kleinen Saettia, dass mir meine Erfahrungen beim Bau von passgenauen Kartonmodellen 250´er Wasserlinie entmutigend wenig nützen. Segelschiffe aus Karton sind offensichtlich ganz etwas anderes, wobei ich am praktischen Beispiel natürlich nur über diesen WAK-Bogen berichten kann. Die SHIPYARD 1:96 - Modelle werden ähnlich sein, während die 1:72 Lasercut - Modelle eine ganz andere Nummer darstellen und z.B. komplett anzumalen sind. Das WAK-Modell hat feine, sehr realistische Holztexturen, zwingt dadurch aber auch zum allzeit EXAKTEN Vorgehen und zum großen Vertrauen in die Konstruktion nebst Druck. Die Bauanleitung gibt vor: * = einfach verdoppeln auf 0,5 mm (mit Bristolkarton), ** = 1,0 mm, *** = 1,5 mm und meint genau auch diese Materialstärke (incl. Klebstoff), ansonsten passen die farblichen Übergänge nicht und das Modell ist reif für die Tonne. Das hält ungemein auf und macht den Bau langwierig und arbeitsintensiv. Na ja - und zwingt manchmal zum "pfuschen" rotwerd1 = spachteln, schleifen, retuschieren. Beschönigend gesagt: Das Modell wird halt zum echten Unikat und der Bogen (Bausatz) zum (wichtigsten) Hilfsmittel...

      Und ich merke noch einmal, dass ein erster Baubericht schon eine sportliche Herausforderung ist, wenn bastlerisches Neuland betreten wird. Auf der anderen Seite fördert so etwas den Durchhaltewillen box 1 .
      Okay, nach der Bauteile-Nummerierung wäre nun das Spiegelheck an der Reihe. Aber dieses filigrane Teil mit Butzenfenstern und Schnitzwerken noch VOR den Decks- und Rumpfbeplankungen? Die Chance, durch diese Grobarbeiten einen nicht mehr zu reparierenden Schaden anzurichten, liegt bei 100%. Ich kopiere die wichtigsten Bauteile und schließe provisorisch das Heck.



      Bisher bin ich beim Bau strikt nach der Bauteilnummerierung vorgegangen. Jetzt verlasse ich diese wichtige (einzige) Orientierung und hoffe, dass der folgende Blindflug nicht mit einem Crash endet.

      Zur Decksbeplankung: Das Spantengerüst solllte wirklich exakt gebaut und ausgerichtet sein und das erste Deck sollte WIRKLICH plan sein. Nicht umsonst prüft ein Parkettleger vorab, ob ein Untergrund wirklich plan ist und nivelliert so lange herum, bis alles passt. Mein erstes Deck sah aus, als ob es plan wäre, hätte aber gut einen Eimer (sagen wir: einen Teelöffel) Fließestrich vertragen können. Warum? die einzelnen Decksplanken sind NICHT zu verdoppeln, sondern als einfache Kartonstreifen zu verlegen.



      Hier ging es mit der geliebten Schere nicht mehr weiter. Obwohl ich nur sehr ungern mit dem Skalpell arbeite.

      Tipp für Nachbauer: möglichst Decksplanken verdoppeln (@Fritz hat, glaube ich, mal dünnstes Balsaholz genommen, was zweifellos noch besser ist) - ansonsten werden die Unebenheiten des ersten Decks gnadenlos sichtbar.



      Die Zweitbeplankung des Rumpfs mit Längsstreifen war dagegen ausnahmsweise mal einfach - BIS auf das darein integrierte Schanzkleid, welches ja genau in das Deck eingepasst werden musste. Es funktionierte schließlich - wie aber der charaktertisch hochgezogende Bug nebst Rammsporn am Ende eine harmonische Einheit ergeben soll, ist mir zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar.



      Ansonsten hatte ich schon immer eine Affinität zur Historie - sprich: was baue ich da eigentlich, die Zeit, in der das Original gebaut wurde - usw. Die Geschichte der Seerepublik Genua ist schon interessant - während die Hanse (sh. @Christian - Kogge) im nördlichen Europa den Handel beherrschte, teilten sich die italienischen Seerepubliken das Mittelmeer, Venedig z.B. die Adria bis Konstantinopel, Genua das östliche Mittelmeer rund um Spanien nebst den arabischen "Barbaresken"- Staaten, was nicht immer ganz ungefährlich war. Und die Saettias wieselten dort als eine Art "Mercedes Sprinter" umher und besorgten wichtige Kleinfrachten. So stelle ich es mir jedenfalls vor (mehr Phantasie- als Klugscheissermodus) lala1 VG Heinrich
    • Heros schrieb:

      Das hält ungemein auf und macht den Bau langwierig und arbeitsintensiv. Na ja - und zwingt manchmal zum "pfuschen" = spachteln, schleifen, retuschieren.
      Ahoi Heinrich @Heros darum musst du dir doch keine Gedanken machen. Der Modellbauer, der nicht auch schon mal "gemogelt" hat, werfe die erste Leimflasche! happy1 Und Bauanleitungen? Das sind Handlungsempfehlungen, keine Dogmen. Modellbauer handeln nie dogmatisch. grins 2

      So, genug gealbert - jetzt wird gelobt! Dein Deck sieht klasse aus. Ganz echt. daumen1 Und was man da auf dem unscharfen Foto von der Beplankung erkennen kann, lässt erahnen, dass dir auch das bestens gelingen wird.

      Also, dranbleiben - ich mach es auch hier auf meinem Zuschauerplatz. grins 3

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 Winterzeit - Modellbauzeit. Regelmäßig Neuigkeiten zu entdecken!
    • Hallo Heinrich

      Auch ich finde, dass Dein Deck sehr gut gelungenist und unglaublich realistisch aussieht. Was Unebenheiten angeht, so denke ich, waren diese beiden Originalen genauso vorhanden.
      Ja, die Schanzkleider von T. Weremko, die sind sicher eine sehr eigenen Sache.Wobei ich bie der Allegeerstaunt war, wie gut das letztendlich ging und auch wirkte.
      Ich gehe mal davon aus, dass Du nun die Haupthürden bald geschafft hast, und das Lustprinzip wiedermehr in den Vordergrund rückt!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Heinrich,

      gemogelt wird eigentlich immer, mache ich auch!

      Das Deck ist Dir klasse gelungen und Du hast natürlich recht, dass man in ein gelungenes Modell einiges an Zeit und Geduld aufbringen muss. Das habe ich erst über längere Zeit mir antrainieren müssen.
      Die Sache mit der Balsabeplankung habe ich eigentlich nur einmal durchgezogen. Ich hatte es irgendwo gesehen und wollte es einfach mal nachmachen, zumal es zu der Zeit noch keinen Bogen mit einzelnen Planken gab.

      Gruß
      Fritz