Burg Siegmundseck von Schreiber, versupert

    • Burg Siegmundseck von Schreiber, versupert

      Liebe Klebensgenossen,
      während im Hintergrund die Lightning langsam wieder die Triebwerke hochfährt, fange ich mit einem kleinen Projekt an, das ich schon lange vorhabe:
      Die Burg Siegmundseck vom Schreiberverlag, gestaltet von Hubert Siegmund.
      Dieser Bogen ist Teil einer Serie von 3 gleichartigen kleinen Burgen, angeblich im Maßstab 1:120, aber dafür so klein geraten, dass sie auch sehr gut auf Spur N-Anlagen (1:160) passen. Die Modelle sind so ausgelegt, dass sie alleine, zu zweit und zu dritt gebaut werden können. Zu dritt heißen sie dann Burg Dreienfels und waren sozusagen eine Sammelpackung. Ich habe in den 80-er Jahren etliche davon gebaut und war daher nur mäßig erstaunt, als ich beim Durchwühlen meiner Bogensammlung sogar auf 2 davon stieß.
      Burg Siegmundseck hat es mir besonders angetan, weil sie vom Grundriss her nicht exakt rechteckig ist, sondern ein bisschen verschoben. Als hätte man den Platz auf einem felsigen Plateau maximal ausnützen wollen.
      Schon in den 80-er Jahren fand ich die Modelle schön, aber irgendwie zu glatt und simpel. Und jetzt reizt es mich, da etwas mehr Dreidimensionalität hineinzubringen und mit Bäumen und Rasen für die Modellbahn, die ich auf dem Dachboden gefunden habe, sowie Baumrinde vom Feuerholz als "Felsen" zu beleben.
      Ich habe die Bögen von DIN A4 auf A3 vergrößert, je 2x in 141% Größe kopiert. Damit sind sie im Maßstab 1:85, also recht genau Spur HO (1:87).
      Ich habe übrigens vor einigen Jahren, noch zu Zeiten des alten Forums, beim Schreiberverlag persönlich angerufen und um Erlaubnis für die Kopie und die Erstellung eines Bauberichts im Internichts gebeten. Die wurde mir gewährt, unter der Voraussetzung, dass ich weder die Ursprungsbögen noch die Kopien weiter veräußere. Ehrensache.
      Inzwischen sind die Modelle nicht mehr im aktuellen Verlagsprogramm.
      Unten seht Ihr die Bilder der 3 Bögen sowie des Felsensockels und des Titelblatts und der rückseitig aufgedruckten Bauanleitung. Falls das nicht als Authentifikation ausreicht, bitte ich um Nachricht. Ich reiche dann gerne weiteres Material nach.

      Viele Grüße, Martin


      Lebe so, dass sich Deine Bekannten langweilen werden, wenn Du verstorben bist!
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      03.11.2018 fertig: Mal wieder ein 2CV... happy1
      Nächstes Projekt: Wartet´s einfach ab...
    • Hallo Martin,

      ein schönes Projekt, für das ich Dir viel Spaß und gutes Gelingen wünsche.
      Diese Burgen hatte ich in meiner Jugend auch unterm Messer und habe mir die Bärenfels bei Slawomir als Bauobjekt für meinen Filius mitbestellt.

      Bin sehr gespannt, wie Dir das Struktur-Einbauen gelingt! ja 2 ja 1 prost1

      Liebe Grüße
      Peter
    • Hallo Martin,
      ein schönes Projekt, das mich ein bisschen an die vielen Schweizer Burgen und Schlösser erinnert, die ich als Kind gebaut habe: die waren auch recht einfach, aber graphisch sehr schön gemacht, und sicher ebenfalls "superbar".

      Und alle diese Burgen sind in einem einzigen Bogen? Der muß aber dick gewesen sein, denn Deine Burg allein hat ja schon ordentlich Teile.

      Keine Sorge, wir haben wegen eines einzigen schwarzen Schafes gewiss nicht das gesamte Forum im Generalverdacht, Raubkopien und dergleichen zu verbauen. Eher noch könnte es passieren, daß jemand auf einer "Gratis-Download"-Seite etwas einfängt, was nicht koscher ist (das kann ganz ohne böse Absicht geschehen, aber eine Raubkopie wäre es trotzdem, und dann wird es eben heikel, darum muß man da mehr aufpassen). Alles paletti, schneid' an!

      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Martin,

      diese Burgen inkl. Bärenfels haben allesamt eine wunderschöne Grafik und sind einfach gut getroffen.
      Bärenfels hatte ich vor einiger Zeit "einfach mal so" gebaut, ohne jede Verfeinerung. Daher bin ich besonders neugierig, was und wie Du jatzt anstellen wirst. Viel Freude dabei!

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Hallo Martin,
      Die Schreiber Haeuser und Burgen von Hubert Siegmund waren meine allerersten Papiermodelle als ich als Achtjaehriger mit dem Kartonmodellbau unter der Fuehrung meines Vaters damit anfing.
      Deshalb liegt mir dein Bau besonders am Herzen und ich werde ihn mit groesstem Interesse verfolgen.
      Ausserdem habe ich noch nie eine Siegmund-Superung gesehen. Das wird ein Fest! hüpf1
      Gruesse,
      Norm
      bä1

      Zehntausend Teile sind auch nicht schwieriger.
      Die dauern nur länger... les 3
      ______________________________

      Versemmelte Werke ach1
    • Hallo Kameraden,

      da habe ich ja was angerührt...
      Ich habe den gestrigen Abend und einen Teil des heutigen Tags damit verbracht, mir vorzustellen, wie ich das am besten hinkriege.
      Was ich bisher weiß: Am wichtigsten dürfte sein, die "Mittelebene" festzulegen, von der aus vorspringende und zurückliegende Partien aufgeklebt bzw. ausgeschnitten werden. Und Hubert Siegmund hat in seiner einzigartigen Grafik etliche Ebenen angedeutet. Hier heißt es jetzt entscheiden, welche ich plastisch mache und welche nur graphisch angedeutet werden. Weiterhin sind die zahlreichen Schießscharten etwa 45° "angefast". Sie sind wichtig, um die sehr gleichförmigen, glattflächigen Außenmauern etwas aufzulockern. Außerdem sind sie mittig schwarz. Wenn ich die ausschneide, dann brauche ich in der Mitte der Gebäude eine dunkle "Schattenpappe", damit es nicht fröhlich von außen nach innen durchscheint.
      Ich werde diesen Beitrag später noch ergänzen, wenn ich die ersten Ergebnisse vorweisen kann.

      Viele Grüße, Martin
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    • Und die ersten Bauteile sind fertig. Genauer gesagt, das erste Teilgebäude, da Burgtor. Es war ein Versuchsbauteil, weil recht übersichtlich und trotzdem mit mehreren Techniken, die ich später noch häufiger anwenden will.
      Als erstes die Schießscharten. Die habe ich an den Seitenkanten und der Unterkante zum knicken vorgerillt, dann den schwarzen Strich in der Mitte weggeschnitten und die schrägen Kanten, die zwischen den vertikalen und dem senkrechten Teil der "Laibung" (richtiger Ausdruck?) angeschnitten. Jetzt konnte ich diese Kanten nach innen biegen und war erstaunt, wie plastisch das schon wirkt. Fein, damit wäre schon eine Frage beantwortet.
      Die Tore waren schon etwas komplexer. Ich wollte deren Relief herausholen und habe dazu auf der einen Seite Karton von 1,1 mm Stärke hinter die Außenwand geklebt, dahinter das Tor selber, auf der anderen Seite habe ich testhalber nur mit dem 200 Gramm-Karton gearbeitet. Ergebnis: Der 1,1mm-Karton erzeugt einen sehr schönen Effekt, der Standardkarton keinen sichtbaren.
      Das Burgtor habe ich auf der Innenseite geöffnet dargestellt, ging ganz gut.
      Dann habe ich zwischen die äußeren und die inneren Schießscharten einen "Schattenstreifen" aus grauem Karton gesetzt, sieht auch nicht übel aus. Die Ergebnisse sehr Ihr unten.
      Gut möglich, dass ich das Tor noch einmal baue, nachdem ich meine ersten Lektionen gelernt habe. Es sollte von außen noch ein stärkeres Relief und teilweise geöffnete Torflügel erhalten, damit die Partie noch lebendiger wird. Diese Arbeit erfordert ein bemerkenswert genaues räumliches Vorstellungsvermögen. Mir macht es Spaß, wenn beim Bauen die kleinen grauen Zellen gefordert werden.

      Viele Grüße, Martin





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    • Genau! Es ist ja auch gar nicht so einfach, die "gemalte Dreidemensionalität" tatsächlich in 3D zu übertragen. Da sind halt schon mal die Schattierungen usw. im Weg.
      Ich bleibe neugierig und gespannt dabei!

      Schöne Grüße
      Andreas
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