Bahnhofshalle in XXL Maßstab 1:160

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies. More details

    • Bahnhofshalle in XXL Maßstab 1:160

      Hallo Pappequäler,

      ich habe mich ja in letzter Zeit etwas rar gemacht, leider bringt auch das Rentnerdasein nicht immer das gewünschte Mehr an Zeit fürs Hobby mit sich.

      Für einen Modellbahnfreund baue ich nun seit einigen Wochen eine Bahnhofshalle in XXL. Die Bezeichnung dürfte bei den Maßen 117cm lang und 55 cm breit sicher zutreffend sein.

      Wie schon bei manch anderen Projektenhabe ich mir für einige Bauteile Unterstützung von Thomas Heuser, microwelten.de, geholt. Ausgangspunkt ist nämlich sein Bausatz für eine Bahnsteighalle. Hier malein Beispielfoto.



      Bei diesem Bausatz beträgt der Stützenabstand aber nur 3,5 cm, was bei großen Länge der Halle zu einem unschönen "Wald" aus Trägerelementen geführt hätte.






      Ich habe daher den Stützenabstand verdoppelt indem ich die seitlichen Fachwerkträger stumpf aneinander klebte und oben zwischen die Trägerleimte. Daß diese nun an der Seite fehlen ist kein Beinbruch. Sie werden durch großflächige "Glasscheiben" ersetzt.






      Jetzt ein paar Aufnahmen aus der Bauphase









      Zur Zeit bin ich dran,die unzähligen Scheiben für die Dach-und Seiteneindeckung anzufertigen.

      Man sagt ja oft "learning by doing" und gerade bei diesem Projekt habe ich das erfahren müssen. Wie man erkennen kann habe ich die festen Teile der Dacheideckung aus einzelnen Kartonstreifen angefertigt. Leichtergeht es natürlich, wenn ich aus entsprechenden Kartonplatten die Öffnungen für die Scheiben ausschneide. Diese umständliche Bauart habe ich abernur auf dem kurzen Teil der Halle der herausnehmbar sein wird, angewendet. Beimgroßen Rest kommt die zweite Methode zur Anwendung.

      Noch ein Wort zu den Bauteilen.

      Wer die Hallenträger evtl. für eine Lagerhalle nutzen will, man muß nicht einen kompletten Bausatz bei Thomas kaufen. Die Stützen und Fachwerkträger sind auf einer Platine und man kann sie auch ohne die restlichen Bauteile erwerben.
      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Moinsens,

      RICHTIG ein Kopfbahnhof. Und das schöne an diesem Kopfbahnhof, die Halle wird nur etwa 50% der Gleise überdecken. Vorbildgerecht führen die Bahnsteige aus der Halle heraus, so daß einige Reisende auch im Freien auf ihren Zug warten können

      Die Halle wird insgesamt 8 Gleise überdecken und rechts und links kommt noch eine normale Bahnsteigüberdachung dran. Davon aber später mehr.

      Ich habe nämlich noch eine kleine Arbeit vor mir: Scheiben, Scheiben und nochmals Scheiben.

      Um die feinen Fensterkreutze zu markieren habe ich auf ein DIN A 3 Blatt alle 5 mm waagerecht und senkrecht eine Markierung gesetzt an der ich das Lineal anlegen kann. Und nun fröhliches Ritzen........




      Für die Scheiben verwende ich eine 0,4mmstarke VIVAK PET Folie.
      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Moinsens,

      schiebe noch schnell ein paar Bilder nach.Dann gehts aber ab zur Schneidmatte, ich brauche rd. 200 Scheiben für das Monster. Die senkrechten Glaselemente kommen nicht nur an die Außenseiten sondern auch innen zwischen jede Stütze. Dadurch erhält das Modell seine Stabilität und was jetzt noch etwas krumm aussieht wird schön gerade.



      Auf die Verbreiterung der Außenstützen kommen noch die Träger für die Bahnsteigüberdachung des außerhalb der Halle liegenden Gleises


      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Hallo Pappequäler,

      mittlerweile ging es natürlich weiter mit dem Bau der Halle.

      Zur Zeit bereite ich die Glaselemente für das Dach und die Seitenteile vor. Es werden deutlich über 200 Teile sein.

      Damit das alles filigran aussieht ritze ich die "Scheibeneinfassung" mit einem Körner in die PET Folie.



      Dazu habe ich die Folie (50 x 25 cm) auf einem Blatt Millimeterpapier fixiert und ritze nun alle 5 mm senkrecht und waagerecht die Einfassung.
      Bei der großen Zahl der Scheibenelemente brauche ich zwei von den PET Folien. Ich überlasse es euch, die Ritzvorgänge zu zählen.
      Der Arbeitsplatz mit dem Werkzeug sieht dann so aus:



      Das ist eine Arbeit für jemand, der Vater und Mutter erschlagen hat, aber ich mache nun alle Scheibenelemente fertig, denn dann kann ich nachher zügig weiterarbeiten.

      Apropos nachher, weitere Bilder folgen.
      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Moinsens Pappequäler,

      die Halle ist -fast- fertig. Es fehlen noch ein paar Kleinteile und die Alterung. so sind auch die Überdachungen der beiden Außengleisenoch nicht angebracht. Da die Gleisanlage ein wenig modifiziert werden muß um dann Stellproben vorzunehmen würden diese Teile nur stören.

      Ein paar Bilder noch aus der Bauphase und dann der Ist-Zustand.

      Übrigens, trotz der Größe ein preiswertes Modell. Die Materialkosteninkl. 300 einfachfiguren beliefen sich auf 120 Euronen.












      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Moinsens,

      danke für die Anerkennung.War schon ein großes Teil das jetzt auf demWegvon Potsdam nach Oberhausen ist. Bis aber die letzten Feinheiten vor Ort fertig sind und die Halle ihren endgültigen Platz gefunden hat werden sicher noch ein paar Wochen vergehen.
      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz
    • Hallo zusammen,

      eure anerkennenden Worte gehen runter wie alter Cognac. Vielen Dank dafür!

      Rein technisch gesehen war die Herausforderung gar nicht so groß. Problem bereitete nur die Größe des Modells auf dem Basteltisch. Und ab und an habe ich auch leider den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht, oder anders gesagt, man lernt dazu und heute würde ich in anderer Reihenfolge bauen.

      Aber das Modell ist gut gelungen und Frank für dessen Anlage ich gebaut habe ist happy.

      Wenn ich da mal einen kurzen Schlenker zu Claudias Beitrag bezüglich der Fotos machen darf, die Fotolinse ist unerbittlich und neben Selbstkritik unser größter Gegner. Wir sollten aber nicht vergessen, in den seltensden Fällen kommen wir später mit den Augen so nahe ans Modell wie während der Bauphase. Und bei normalem Betrachterabstand verschwinden viele kleine Fehler einfach.

      Wenn der Beitrag gefallen hat habe ich ein Ziel erreicht. Und wenn sich nun der eine oder andere auch mal an ein Freelance Modell ran traut, um so besser.

      VG
      LG Richard

      der mit dem Hund, nicht Löwenherz