Ozeanliner Normandie-1935, JSC, 1:400 skaliert auf 1:250

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    • Die Normandie war in den 1930er Jahren eine sehr moderne und fortschrittliche Konstruktion (siehe Wikipedia). Sie hatte schon einen Bugwulst! Damals war von einem Bugwulst kaum die Rede (nur die aus dieser Zeit stammende Bremen hatte auch schon diese Konstruktion).

      Da musste ich dann dieses Bauteil herstellen. Das habe ich jedoch nicht aus Karton gemacht sondern aus Balsaholz. Ich habe auf den Mittelspant rechts und links je 2 Lagen 2mm Balsaholz aufgeklebt und zunächst gut trocknen lassen. Dann mit unterschiedlich starkem Schmirgelpapier in Form geschliffen. Das hat gut funktioniert. Anschließend mit viel Kittifix modelliert und zum guten Schluss wieder geschliffen. Ich denke, dass das so akzeptabel ist.

      Hier nun die Bilder.



    • So vorbereitet konnte ich dann mit der Vorbeplankung beginnen. Da hat alles relativ gepasst; ich musste kaum noch Korrekturen vornehmen. Für die Vorbeplankung habe ich dann 210g Karton genommen. Nachdem der Rumpf soweit fertig war, habe ich den mit "Glattfix" von Graupner grundiert und - wie bei mir so üblich und bei all meinen Modellen so gemacht - viele Male mit Schmirgelpapier ganz glatt geschliffen. Das war bei dem 210g Karton kein Problem. Man muss nur "sanften Druck" ausüben. Die Stoßkanten der einzelnen Kartonstreifen sind fast kaum zu sehen. Wenn das Licht von der Seite auf das Modell fällt, dann hier und da schon noch, aber das kennt jeder Kartonmodellbauer, der ein Unterwasserschiff baut.

    • Die vier Schrauben und das Ruder habe ich ebenfalls schon fertig gebaut. Befestigt werden diese Teile jedoch erst ganz zum Schluss, da ich die beim Weiterbau des Modells nicht beschädigen will.

      Bei meiner nächsten Einschaltung stelle ich euch dann den fertigen Rumpf vor. Weiter bin ich dann auch noch nicht gekommen.

      Bis dann, Gruß Wolfgang.

    • Servus Wolfgang,

      mich persönlich freut es sehr, dass du die Herstellung des Unterwasserschiffes so genau erklärst. Zum einen ist der perfekt gelungen, zum anderen kann ich mich mit meinem Schiff dirket dranhängen (wenn ich meine momentane Inkompetenz abgelegt habe).

      Danke dafür!

      Da Norbert
      Das hab ich Euch schon angetan:
      Titanic - 1:200 Taschen-Verlag
      Kurenas Fischerkahn - 1:50 WAK-Verlag

      Und das müsst Ihr noch durchhalten:
      Potsdam - 1:250 cfm-Verlag
    • Piedade 73 schrieb:

      Die vier Schrauben und das Ruder habe ich ebenfalls schon fertig gebaut. Befestigt werden diese Teile jedoch erst ganz zum Schluss, da ich die beim Weiterbau des Modells nicht beschädigen will.

      Bei meiner nächsten Einschaltung stelle ich euch dann den fertigen Rumpf vor. Weiter bin ich dann auch noch nicht gekommen.

      Bis dann, Gruß Wolfgang.


      Moinsen,
      warum sind die schrauben rot ?? Tip : es gibt goldenes/silbernes alupapier im Schreibwarenladen. Sehr gut dafür geeignet
      Moinsen
    • Hallo,

      heute kann ich dann den fertigen Rumpf der Normandie präsentieren. Begonnen habe ich mit dem Bau Anfang Oktober, die Fertigstellung war Anfang Dezember. Gebastelt habe ich jedoch nicht jeden Tag; da waren natürlich auch noch andere Interessen vorhanden. Aber es war schon eine Vielzahl von Aktivitäten nötig.

      britanis,
      was deine Frage nach der Farbe der Schiffschrauben betrifft, so kann ich folgendes sagen:
      mit dem Kartonmodellbau habe ich wieder so Anfang der 2000er Jahre begonnen. Damals mit der v. d. Tann (das war dann allerdings eine große Herausforderung) - und direkt mit Unterwasserrumpf. Schon damals habe ich die Schiffschrauben rot angestrichen und bei den dann folgenden Modellen bin ich dann dabei geblieben. Da waren dann im Laufe der Zeit dann so viele Modelle entstanden, dass ich wegen der Einheitlichkeit nicht mehr wechseln wollte. So ist es dann bis heute geblieben, obwohl es nicht der Realität entspricht.


      Doch nun zu der Endbeplankung des Überwasserrumpfes.

      Ich hänge mal zwei Bilder an. Das linke Bild zeigt den Originalbogen. Da sind viele Bullaugen vorhanden, die dem Modell schon einen starken Eindruck vermitteln. Zusätzlich sind auch noch feine weiße Linien vorhanden, die dann wohl die Plattengänge darstellen sollen. Das war mir jedoch dann zu unruhig. So habe ich alle weißen Linien mit einem schwarzen Aquarellstift überdeckt. Je nach Lichteinfall auf das Modell kommen die dann stärker oder schwächer in Erscheinung. Damit kann ich gut leben.

      Wenn ich die Ausführung mit den Plattengängen dann auch noch konsequent fortgeführt hätte, so müsste ich diese auch auf dem Unterwasserschiff darstellen. Das wäre mir nicht möglich gewesen; zu aufwändig und sicher auch nicht sauber darzustellen. So ist es dann in der Form geblieben.

    • Die Normandie ist ein elegantes, dynamisches Schiff. In allen einschlägigen Publikationen ist immer wieder die Rede davon, dass die Normandie der schönste Ozeanliner aller Zeiten ist. Die schlanke Form zeigt dies eindrücklich; besonders das Vorschiff hat eine starke Wirkung. Wenn ich das Modell mit meinen anderen Zivilschiffen vergleiche (Bremen, Queen-Mary I, Hanseatic und Feldmarschall) so verstärkt sich immer wieder diese Wirkung und Aussage.

      Ich lasse einfach einige Bilder des Vorschiffes wirken.



    • Jetzt folgt dann das Heck der Normandie.

      Über die Herstellung dieser Sektion habe ich ja schon viel geschrieben. Wenn ich heute auf die Schwierigkeiten zurückblicke, so kann ich mit einigem zeitlichen Abstand folgende Bewertung vornehmen:
      wahrscheinlich kommen hier drei Ursachen zusammen - zum Einen die Konstruktion, dann meine Bauweise und zum Letzten auch die Hochskalierung auf 155 %. Ich denke jedoch, dass ich gut damit leben kann.

      Ich hänge nochmal die alten Bilder an. Zusätzlich eine Detailaufnahme des Schwimmbades. Das Wasser habe ich mit einigen Lagen Frischhaltefolie dargestellt.



    • ... aber die Befestigung auf der Normandie hat zu Problemen geführt ... da hat nichts gepasst.

      Warum?

      Auf dem angehängten Bild Nr. 1 habe ich provisorisch die an der Brücke anschließenden Aufbauwände befestigt. Ich habe den vorderen Teil mit rot eingerahmt. Dies ist dann die Stelle, auf die die Brücke dann ausgerichtet und befestigt werden muss.


      Das habe ich dann gemacht, Bild Nr. 2 und festgestellt, dass das nicht passt. Da war eine Differenz von ca. 5 mm vorhanden; die Brücke hing quasi in der Luft.


      So konnte es natürlich nicht bleiben. Auf Bild Nr. 3 könnt ihr sehen, dass ich den unteren Teil der Brücke um diese 5 mm erhöht habe. Wieder provisorisch auf die die Aufbauwände gelegt und dann hat alles gepasst.


      Jetzt eine wichtige Aussage: das war kein Fehler des Konstrukteurs, sondern mein Verschulden.

      Ich hänge jetzt die entsprechenden Bilder an und zeige dann im nächsten Schritt, wie der Fehler entstanden ist. Ich mache das deshalb so ausführlich, damit der nächste Normandie-Modellbauer nicht den gleichen Fehler macht. Leider habe ich im Forum keinen alten Baubericht gefunden, an dem ich mich vorher orientieren konnte.

    • Nun, wie ist dieser Fehler entstanden. Das zeigen die beiden angehängten Bilder.

      Bild Nr. 1 zeigt das Hauptdeck und die Stelle, wo die Brücke hinkommen soll. Auch habe ich die Decks-Nr,. und die Querspanten dort aufgeführt. Auf das Deck Nr. 52 wird die Brücke aufgeklebt. Die anschließenden Decks Nr. 55 und 56 müssten eigentlich ca. 5 mm tiefer gebaut werden. Das habe ich aber nicht erkannt.

      Bild Nr. 2 zeigt die entsprechenden Spanten Nr. 3 und 4. Da erkennt man, dass der Spant Nr. 3 um 5 mm höher ist. Ich habe das beim Bau des Rumpfes als normalen Decksprung nach vorne angesehen (der ist bei der Normandie sowieso sehr ausgeprägt) und nicht erkannt, dass das ein Absatz sein soll.

    • Da stand für mich die Frage ... was tun.

      Reparieren konnte ich das nicht mehr. Das hätte ganz tief in den bisher durchgeführten Bau des Modells eingegriffen. Wahrscheinlich hätte ich die Normandie damit nur "verschlimmbessert".

      Also habe ich alle so gelassen und weiter gebaut.

      Die beiden angehängten Bilder zeigen zunächst die Original-Aufbauwände. Das waren ca. 40 cm lange Teile, die ich zur Stabilität von hinten mit einem schmalen Kartonstreifen versteift habe; ansonsten wäre das alles sehr "labberig" gewesen.

    • Und auf den folgenden Bildern könnt ihr feststellen, wie die Normandie zum jetzigen Zeitpunkt aussieht; ich kann damit leben.

      Ich habe die Probleme bewusst so ausführlich beschrieben. Und nochmals der Hinweis: das liegt nicht am Konstrukteur der Normandie. In einem Baubericht muss auch mal dargestellt werden, wenn ein Modellbauer nicht so optimal gehandelt hat. Was mir auch wichtig ist, der zukünftige Normandie-Modellbauer soll davon profitieren und nicht den gleichen Fehler machen.

      Dann bis zur nächsten Einschaltung,

      Gruß Wolfgang.



    • Hallo Wolfgang,

      dass man mal was nicht richtig interpretiert, das passiert schon mal (da kann ich auch ein Lied davon singen - oder mehrere lala1 ) - aber der Liner sieht trotzdem bisher gut aus, finde ich!

      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3
    • Hallo Kurt, hallo Hagen v. T.,
      danke für eure aufmunternden und positiven Kommentare zum Problem des Deckssprungs und der Brücke auf dem Vorschiff und deren Lösung. Ich denke, das ich mit der Lösung zufrieden sein kann.

      Auch danke an Alle für die Likes und Klicks auf meiner Seite.

      Doch nun weiter mit dem Baubericht. Die langen Aufbauten auf dem Hauptdeck sind so gut wie abgeschlossen. Es war nur noch auf dem Achterschiff ein weiteres Deckshaus mit der Teile-Nr. 57 herzustellen. Hier zuerst die Aufbauwand.



      Und dazwischen sollte dann eine Treppe mit der Teile-Nr. 71/72 eingefügt werden.

    • Der Bau der Treppe war einfach. Ich habe die lediglich um ca. 1 mm schmaler gemacht, damit sie gut zwischen die beiden Aufbauwände passt. Hier zunächst die Teile auf dem Original-Baubogen ...



      ...und so sieht es dann aus, wenn die Teile ausgeschnitten sind. Ich habe diese Teile zunächst mit 160g Karton verdoppelt und zusätzlich wurden diese dann auch nochmal mit den gedruckten Bauteilen verdoppelt...



      ...hier seht ihr dann die fertige Treppe...



      ... die ich dann an ihrem Platz zwischen den beiden Aufbauwänden eingeklebt habe.

    • Hier zeige ich euch nochmals den Stand der Treppe zwischen den beiden Aufbauten. Welchen Zweck diese Treppe jedoch hatte, kann ich nicht richtig sagen. Sie führt nicht auf das vorher erwähnte Deck, rechts der Treppe sind bodentiefe Fenster vorhanden und links der Treppe eine geschlossene Aufbauwand. Aber so ist es nun mal. Im Internet habe ich mal Bilder der Normandie gesucht und dort war die Treppe in der gleichen Form vorhanden.



      Ich muss zugeben, dass das nicht viele Bauinfos waren. Damit ist jedoch der Bereich der langen Aufbauten auf dem Mittschiff der Normandie abgeschlossen und bei der nächsten Einschaltung kann ich dann mit anderen Bauteilen anfangen.

      Bis dann, Gruß Wolfgang.
    • Hallo,
      im Nachbarforum "kartonbau.de" wurden einige Stellungnahmen zur Treppe und deren Bedeutung gemacht (dort Einschaltungen Nr. 54-57). Die Modellbaukollegen Nils, Pianisto und Ulrich haben im Internet recherchiert und festgestellt, dass da zeitlich unterschiedliche Bauphasen waren mit Änderungen in diesem Bereich. Schaut einmal dort nach. Ich will euch hier nur kurz die Kommentare und meine Antwort zur Kenntnis geben. Ich denke, das ist auch hier interessant.

      Kommentare an die Kollegen
      "Hallo Nils, hallo Pianisto,
      die kleine, unscheinbare Treppe zwischen den
      Aufbauten hat doch zu einigen Recherchen eurerseits geführt. Danke für die
      Arbeit und die Erklärungen.

      Nils,
      deine Links und die darin zu
      findenden Bilder und Strichzeichnung zeigen deutlich den Unterschied im
      zeitlichen Ablauf der Bauphase der Normandie. So wie ich das verstehe (auf der
      Risszeichnung in Wikipedia) war zunächst ein relativ flaches Deck vorhanden, auf
      das man dann mit der Treppe gelangen konnte. Später wurde dann an der Stelle ein
      größerer Aufbau installiert - so wie es das Modell zeigt."

      Ich habe dann geschrieben
      Damit die
      Treppe jedoch nicht ganz nutzlos ist, habe ich an dem erwähnten hinteren Aufbau
      eine Doppeltür aufgeklebt. Die Passagiere sollen auch von der Treppe ins das
      große Deckshaus kommen können. Nur ... wie steigen die dann im Inneren ca. 1,50
      m nach unten ab!? . Wenn da nicht auch eine Treppe vorhanden
      ist, dann ... .

      Ich hänge mal das entsprechende
      Bild an.

      Dann noch eine Info zum Schluss: in den nächsten Tagen
      werde ich eine textliche und bebilderte Zusammenfassung vom Bau des Rumpfes, den
      Aufbauten und den Decks präsentieren. Ich bin noch dabei, alles logisch zusammen
      zu stellen. Jetzt sind die Eindrücke und Abläufe noch frisch und präsent; ich
      denke, dass das für künftige Normandie-Modellbauer interessant ist. Von mir kann
      ich sagen, dass ich, wenn ich mit dem Bau eines neuen Modells begonnen habe,
      stets in den Foren nachgesehen habe und von meinem "Vorbauer" profitiert
      habe.

    • Hallo,

      bevor ich mit den weiteren Bauarbeiten an der Normandie beginne, will ich heute noch eine Zusammenfassung über den bisherigen Verlauf der Herstellung von Rumpf, Deck und Mittschiffsaufbauten geben. Jetzt sind die Eindrücke noch frisch und daher auch noch gut zu benennen.

      Spantengerüst
      Die von JSC vorgesehen Konstruktion mit einem langen dreieckigen Mittelspant habe ich nicht umgesetzt. Durch die Skalierung von 1:400 auf 1:250 entstand ein ca. 1,20 m langes Modell und da war mir die Lösung mit einer durchgehenden Grundplatte doch sicherer und gab auch noch mehr Stabilität. Die Grundplatte, den Längsspant und auch alle Querspanten habe ich lediglich mit 160g Karton verdoppelt. Ich weiß von meinen vielen eigenen Modellen, dass das ausreichend ist; eine Verdoppelung mit 1- oder 2mm Graukarton ist nicht nötig. Es war aber nötig, dass ich noch zwei weitere Längsspanten rechts und links vom Mittelspant eingefügt habe (siehe Baubericht Nr. 7).

      Die Spantenabstände waren durch die Vergrößerung auf 1:250 ca. 7,5 cm lang. Das ist einfach zu groß, um einen sauberen Rumpf herzustellen; in den großen Zwischenräumen bilden sich dann leicht Dellen, die dem Modell ein unsauberes Erscheinungsbild geben. Also habe ich Zwischenspanten eingefügt (siehe Baubericht Nr. 5). Das hat im Mittschiff gut funktioniert; im Vorschiff und am Heck traten jedoch Probleme auf. Die von mir gefertigten Zwischenspanten waren dort nun nicht so optimal hergestellt;später mussten da Korrekturen durchgeführt werden (siehe Baubericht Nr. 16).

      An den Außenseiten der Querspanten habe ich zusätzliche Klebestreifen aus Karton angebracht (siehe Baubericht Nr. 7). Das ist meiner Meinung auch nötig, da die späteren Bordwandteile ca. 7 cm hoch und bis zu 40 cm lang sind. Das bedarf einer soliden und ausreichend großen Klebefläche; ein verkleben nur unten an der Grundplatte und oben am Hauptdeck reicht meiner Meinung nicht aus.So vorbereitet konnte ich mit der

      Rumpfbeplankung/Vorbeplankung beginnen.
      Die Bordwandteile – wie vorher gesagt – waren bis zu 40 cm lang. Da war mir der 160g Karton zu „labberig“. Also habe ich diese Teile mit 80g Papier verstärkt. Das hat dem Karton viel Festigkeit gegeben und trotzdem waren die nötigen Rundungen gut herzustellen. Die Beplankung hat im Mittschiff gut geklappt. Im Bereich des Vorschiffes haben sich jedoch einige Dellen gebildet, die mit kleinen Papier- oder Kartonstreifen ausgeglichen wurden (siehe Baubericht Nr. 16). Das hat dann auch zu meiner Zufriedenheit geklappt.

      Ganz problematisch war jedoch das Heck. Davon dann später. Nachdem die Vorbeplankung so abgeschlossen war, befasste ich mich mit dem

      Unterwasserrumpf
      Hier hat mir der Modellbaukollege Oldenburger 67/Thomas aus den Tiefen des Internet einen guten Spantenriss übermittelt. Aber auch hier musste ich Zwischenspanten einfügen, da der Abstand der Originalspanten ebenfalls ca. 7,5 cm war. Diese Zwischenspanten habe ich jedoch mit einem „Abstandshalter“ (siehe Baubericht Nr. 39) ausgerichtet. Das war meiner Meinung eine gute Hilfe und ich konnte gleich sehen, ob der Verlauf der Spanten exakt war, ob ich etwas zurückschneiden oder auffüttern musste. DenRumpf habe ich mit 210g Karton beplankt. Wie bei mir so üblich erst eine Vorbeplankung. Die Stoßkanten der einzelnen Klebestreifen mit 120er- und dann mit Micro-Schleifpapier mit „sanftem Druck“ glatt geschliffen und mit Glattfix von Graupner grundiert. Dann die zweite, endgültige Beplankung auch mit 210g Karton durchgeführt. Wieder mit Schmirgelpapier geglättet. Wenn man mit „sanftem Druck“, wie ich vorher beschrieben habe, arbeitet, erhält man einen schönen, gleichmäßigen Rumpf. Dann nochmals mit Glattfix grundiert und schließlich dreiMal mit rot von Revell SM 330 endlackiert.

      Ich muss zugeben, das war ein relativ aufwändiges Vorgehen, aber der Rumpf sieht dann auch akzeptabel aus; denke ich doch.

      Jetzt konnte ich dann mit der

      Endbeplankung des Überwasserrumpfes beginnen.
      Die Fotokopien auf 160g Karton habe ich wieder mit 80 g Papier kaschiert (!). Aus dem gleichen Grund wie zu Anfang erwähnt: lange, hohe Bauteile. Durch die aufwändigen Vorarbeiten bei der Vorbeplankung hat die Endbeplankung auch gut geklappt.

      Bis auf das Heck! Darüber habe ich ja viel geschrieben (siehe Baubericht Nr. 19 und 27-32). Wer sich nochmal darüber informieren will, möchte dort nachsehen. Jeder zukünftige Normandie-Modellbauer muss unbedingt vor Beginn dieser Arbeiten Versuche mit Fotokopien machen. Das erscheint mir sehr wichtig.

      Aufbauten auf der Normandie
      Hier handelt es sich um gerade, lange Bauteile, die relativ leicht zu bauen sind. Wenn dann das Holzdeck aufgeklebt wurde, geben sie dem Schiff eine noch stärker ausgerichtete dynamische Linienführung.

      Über meinen Fehler beim Bau und der Kommandobrücke habe ich ja ebenfalls viel geschrieben (siehe Baubericht Nr. 59-62). Wer sich auch darüber nochmal informieren will, möchte dort nachsehen. Ich denke, dass dem zukünftigen Normandie-Modellbauer dieses Missgeschick dann nicht passieren wird.

      Zusammenfassung
      Bis zu diesem Zeitpunkt stellte der Bau der Normandie keine außergewöhnlichen Anforderungen oder Schwierigkeiten dar (bis auf das Heck). Auch die Passgenauigkeit war zufriedenstellend. Kleinere Korrekturen hier und da waren zwar nötig; aber jeder Kartonmodellbauer weiß, dass diese auch bei anderen Modellen und Konstrukteuren immer wieder mal auftreten. Sie waren auch nicht so gravierend, dass ich diese hier besonders beschreiben muss. Wichtig ist die bestmögliche Lösung dieser Differenzen.

      Damit will ich meine Erklärungen abschließen. Eine kleine Hoffnung habe ich, dass daraus für Andere die entsprechenden Anregungen gezogen werden. Ich selbst betrachte die Bauberichte im Forum von Modellen, die ich dann selbst baue, sehr ausführlich; manche Lösungen sind dann einfacher.

      Hier dann die ersten Bilder als Gesamtansichten, mit der Kamera herangezoomt.

    • Moin Wolfgang,
      wahnsinn wie Du das hinbekommen hast; die viele Arbeit, die Du in den Rumpf investiert hast, hat sich wirklich gelohnt. So macht das Betrachten Spaß ( ich bin Rumpffreak!).
      Aber (!) was sind das für Rutschen an den achteren Decks? Nee, das sollen doch Niedergänge sein. Aus dem Originalbogen ließe sich optimal Niedergänge schneiden.
      Weiter viel Spaß mit Deinem tollen Schiff
      Gruß aus dem hohen Norden
      Ralph