March 811 von m.a.s.s.

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    • March 811 von m.a.s.s.

      moin1 verehrteste Modellbaukollegen,

      ich habe nach dem McLaren MP 4/13, Oreol-Verlag (abgebrochen) tatsächlich noch einen weiteren Rennwagen in die Tonne gebaut. Es ist gerade irgendwie keine gute Zeit zum Modelle bauen regen1 Und weil das so ist, schreibe ich jetzt mal wieder einen Baubericht. Aufgeben und Sand in den Kopf stecken kommt hier absolut nicht in Frage box 1
      Passend zu meiner momentan etwas miesen Modellbaustimmung baue ich jetzt ein Auto, über das sein Besitzer folgendes gesagt hat: „This car is a pile of shit, and that’s official“ (Quelle: Wikipedia) Mein Modell wird im Idealfall kein "pile of shit" sein, da das Auto in konstruktorischer Hinsicht nahezu ein Zwilling des ATS HGS 1 von m.a.s.s. ist und somit einige Probleme mitbringt, die ich bereits erfolgreich lösen konnte. Ich werde auch hier wieder einen "Testbody" bauen, da mir die Nasenkonstruktion etwas schleierhaft daherkommt und ich das gerne erstmal üben möchte.





      Ich baue "this pile of shit" übrigens, weil es mich in optischer Hinsicht absolut überzeugt und weil ich unbedingt ein Auto mit irischer Bierwerbung im Regal haben will. Das muß einfach prost1
    • Ganz zu Beginn habe ich in einer Hauruck-Aktion den Probebody hochgezogen, inklusive Eigenbau-Lasercut. Ich empfehle jedem, der so ein Modell bauen möchte, die paar Euro für den Lasercut zu investieren. Wenn man diese Teile mit ausreichend dicker Pappe selbst schnitzt, ruiniert man sich in Null komma Nix sowohl Klinge als auch Nerven.



      Dieser Probelauf hat mir leider keine Erkenntnisse zur Nasenkonstruktion geliefert, lehrreich war die Sache dennoch und zwar in folgender Hinsicht:

      • Auch wenn man Dinge baut, die man fast genauso schon mal gebaut hat, sollte man doch noch eine gewisse Achtsamkeit an den Tag legen motz1
      • Schwarze Laserdrucke sind auch in vorlackiertem Zustand um einiges sensibler als Andersfarbige.
      • Man sollte sich nur an die Schneidematte setzen, wenn man enstpannt ist und die Ruhe weg hat. Sonst kann man auch gleich seine Bögen abfackeln kippe1
      Nachdem diese Lektion nun gelernt und das Probechassis entsorgt ist, beginne ich nun mal mit dem Bau des Modells happy1 Es handelt sich hier wirklich fast um eine Kopie des ATS, die Unterschiede liegen momentan hauptsächlich in der Lackierung, der anders geformten Nase und der abweichenden Befestigung des Frontspoilers. Dazu aber später.



      Nachdem ich bei meinen vorherigen Modellen die Cockpitinstrumente hervorgehoben habe, bin ich nun dazu übergegangen, sie im Amaturenbrett zu versenken. Das wird allerdings ein einmaliges Experiment bleiben, da sich das Ganze dann doch nicht so ganz toll anschaut.



      Die Nase habe ich so gebaut, wie es in meinem tschechischen Anschauungsmaterial auch gehandhabt wurde (papirove-modely.cz/velkynahled/235659 und papirove-modely.cz/velkynahled/177136) Damit bin ich auch ganz gut gefahren. Ich werde vielleicht nochmal alles abschleifen und den Bereich mit schwarzer Acrylfarbe anstreichen. Darüber schlafe ich allerdings erst noch mal, nicht daß ich wieder völlig überhastet ein Modell hinrichte.




      Nach stundenlangem Rumbiegen und Lackieren habe ich das zentrale Chassiselement erstmal soweit hinbekommen. Leider habe ich eine Ungenauigkeit von ungefähr 1,5 Millimetern drin, die mich noch eine Weile ärgern wird. So muß ich zum Beispiel den Lasercut für die Seitenkästen versetzt anbringen, damit das Auto am Ende symmetrisch ist. Das wird wohl alles noch eine Weile recht spaßig bleiben regen1


      Jetzt ist aber erstmal eine weihnachtsbedingte Kartonmodellbaupause angesagt Xmas 2 Ein Bißchen Abstand zu dem ganzen Gefummel macht sich auch bestimmt nicht schlecht...
    • Die kurze Verschnaufpause zwischen Weihnachts- und Sylvesterwahnsinn konnte ich tatsächlich für ein Bißchen Modellbau nutzen freu 2

      Entspannt und ausgeruht durch die Modellbau-Zwangspause habe ich mich nun um die Motorabdeckung und den hinteren Teil des zentralen Karosserieelementes gekümmert. Da ich im vorderen Bereich ziemlich unpräzise gearbeitet habe (siehe oben stirn1 ), habe ich nun kleine Schnitte an den Mittelpunkten der Bauteile gesetzt und diese aneinander angepaßt. Was soll ich dazu noch sagen? grr trifft es ganz gut, denke ich, denn mit ein Bißchen Nachdenken hätte ich von Anfang an die Präzision haben können, die ich jetzt erzielt habe...



      Die Pedalerie habe ich auch noch gebaut und unten eingepaßt. Ich schätze mal, die Übereinstimmung dieses Modelles mit dem ATS HGS 1 liegt momentan so bei 90 Prozent (Das ist jetzt keine Kritik, da ich das Modell im vollen Bewußtsein dieser Tatsache gekauft und angeschnitten habe).

    • Man sollte dem Weihnachtsmann nochmal einhämmern, daß das einzig wahre Geschenk ungestörte und ewig währende Bastelzeit ist... Na gut, vielleicht noch dieses Holzmodell mit Aufziehmotor, daß hier nebenan gezimmert wird xmas 1


      So, zurück in die Realität, in der es zum Glück gerade ausreichend Bastelzeit gibt freu1 Der Grund, warum dieses Auto niemals fahren wird? - Na ja, der Konstrukteur hat den Tank unten offen gelassen, so wird das dann wohl nix oh1 Oben auf dem undichten Benzinbehälter habe ich diverse verstärkte Kreise und Ringe montiert, die wahrscheinlich einen Einfüllstutzen und den Ausgang der Srpitleitung zum Motor darstellen sollen. Laut Bauanleitung soll ich auch Kabel verlegen. Dazu habe ich, mit reichlich Bauchschmerzen, ein Ersatzkabel aus meiner Carrera-Bastelkiste geopfert, abisoliert und die Drähte verzwirbelt. Bei der nächsten vergleichbaren Aktion werde ich nur die Hälfte der Drähte nutzen, denn das hiesige Exemplar ist mir fast ein Bißchen zu dick geraten. Das Kabel habe ich dann mehrmals in Klarlack getaucht und getrocknet, dann ließ es sich prima verarbeiten.
      Den Sitz habe ich, getreu meines Vorbildbauberichtes (papirove-modely.cz/velkynahled/180630) vorne an den Tank geklebt und dann das versammelte Ensemble geschlagene 45 Minuten lang in das Chassis eingepaßt schwitz1





      Jetzt kommt der Kampf mit dem Lasercut für die Seitenkästen, den ich, wegen meiner anfänglichen Schlamperei, jetzt versetzt anbringen muß, was die ganzen auf den Fahrzeugrumpf aufgezeichneten Hilfslinien nutzlos macht motz1 stirn1 kratz1
    • Der Tag des großen Baufortschritts ist damit auch Geschichte. Mit dem Seitenkastenlasercut bin ich auch soweit durch, aber der Reihe nach...



      Zuerst habe ich in den Tank 1,5 mm starke Stabilisierungspappe reingeklebt. Ob das wirklich notwendig ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich gehe an dieser Stelle mal auf Nummer sicher. Als Nächstes habe ich dann den großen Spant unten in die Karosserie geklebt. Er hat erstaunlich gut reingepaßt und das Modell ist bisher überhaupt nicht verzogen, geschweige denn an irgendeiner Stelle krumm. Damit hätte ich, ehrlich gesagt, nach dem bisherigen Verlauf überhaupt nicht gerechnet daumen1



      Nun zum kritischen Punkt an den Seitenkästen. Die Ungenauigkeit an der rechten Seite habe ich bestmöglich ausgebügelt und den Lasercut an der hinteren oberen Kante ausgerichtet. Die Auswirkungen dieser Verschiebung sind letztendlich weniger schlimm, als ich das befürchtet habe. Auf der linken Seite konnte ich ganz normal arbeiten, da hat ja alles soweit gepaßt. Jetzt muß ich nur noch später den Frontflügel leicht in die Mitte rücken und dann werde ich meinen Patzer gekonnt verschwunden lassen haben.



      Schließlich habe ich noch die Seitenteile fertiggestellt und mit Lasercut versehen. Das ist mir alles schon vom Schwestermodell her bekannt und baut sich ganz gut weg.

      Im nächsten Schritt wird dann das Chassis zusammengezimmert, das wird dann nochmal knackig. Mal sehen, ob und wie das dann hinhaut...
    • Ich wünsche hiermit den Verfolgern meiner Bauberichte (und mir selbst im besten Falle auch grins 3 ) ein ertragreiches, frustrationsarmes, spannendes und katastrophenfreies Modellbaujahr 2019, in dem hoffentlich genug und noch mehr Bastelzeit vorhanden ist Newyear 1

      Der aktuelle Bauabschnitt dreht sich um die Montage der Seitenkästen. Das Ganze hat mein Nervenkostüm ordentlich verschlankt schwitz1 Das Ausschneiden der Lufteinlässe ist so eine Sache für sich, ich habe erstmal schön das Bauteil zerschossen. Ist aber nicht so schlimm, da das Lasercut-Lufteinlassgitter anschließend auf den Unfall geklebt wird, was die ganze Geschichte quasi wieder ungeschehen macht grins 1



      Beim Anpassen der großen Seitenteile hat mich die Physik dann ordentlich überrascht. Vom Baubeginn des Modelles an war ich damit beschäftigt, die von mir durch Leichtsinn verhunzte rechte Fahrzeugseite zurechtzukaschieren. Plötzlich habe ich bemerkt, daß das Seitenteil rechts paßt wie angegossen, sich dafür aber plötzlich links alles krumm, schief und verzogen gestaltet, obwohl ich dort eigentlich die ganze Zeit präzise gearbeitet habe. Ich kann mir das nicht wirklich erklären, habe mich aber immerhin noch so lá lá aus der Nummer rausgebogen.



      Die gebogenen Abschlußkanten über und unter den Lufteinlässen habe ich, aus einer miesen Erfahrung beim Schwestermodell heraus, mit einem dünnen Pappstreifen verstärkt, damit sich diesmal nichts wellt. Diese Idee gehört ganz klar in die Kategorie "Warum habe ich das nicht gleich so gemacht?"



      Das Chassis ist jetzt im Grunde soweit vollendet, es fehlt jetzt noch Kleinkram, wie der Überrollbügel, die obere Cockpitkante oder die Ausbuchtung für den Schalthebel. So ganz überzeugt bin ich bisher nicht, es ist aber auch echt ein sauschwieriges Modell.
    • petcarli schrieb:

      Sehr schön gebaute Seitenteile. Chassis sieht schon recht gut aus!
      Danke für diese Rückmeldung aus der Außenperspektive. Wenn ich in so einem Projekt emotional verhaftet bin, sehe ich an allen Ecken und Enden nur noch Fehler und Katastrophen arbeit1 schwitz1 motz1 Da ist ein Hinweis darauf, daß es ja eigentlich gar nicht so schlimm ist, schon sehr hilfreich happy1


      Heute im Programm: Kleinfrickelfummelfutzel. Der Schalthebel im inneren des Cockpits ist deutlich vor der Wölbung auf der Außenhaut platziert. Das hat aber diesmal ausnahmsweise der Konstrukteur, den ich übrigens für den absoluten König des Formel-1-Modelles halte, höchstselbst verschlamasselt. Stört aber nicht weiter...

    • dranduleta schrieb:


      Danke für diese Rückmeldung aus der Außenperspektive. Wenn ich in so
      einem Projekt emotional verhaftet bin, sehe ich an allen Ecken und Enden
      nur noch Fehler und Katastrophen Da ist ein Hinweis darauf, daß es ja eigentlich gar nicht so schlimm ist, schon sehr hilfreich
      Das ist eigentlich fast immer so! Man selbst sieht die Fehler und Haken , die man gemacht hat, immer wieder und anderen fallen sie nicht auf!

      Gruß
      Fritz
    • Eine der für mich schlimmsten Torturen im Kartonmodellbau ist das Anbringen von Metallteilen an Papiermodelle regen1 Und genau das war mit dem Bau des Überrollbügels jetzt an der Reihe. Ich habe das ganze Teil zuerst "offline" gebaut, dann verschwenderisch von innen lackiert und es anschließend in noch feuchtem Zustand an das Chassis angeklebt. Ein ziemlich blöder Knick ist mir an der rechten Seite reingekommen, den kriege ich auch nicht mehr raus. Muß man am Ende sehen, wie sehr das dann stört. Ich gehe jetzt erstmal eine Woche lang Räder bauen...





    • Hallo Daniel,

      nimm es entspannt. Ich mache das gezwungenermaßen auch so.- So lange es sich nicht um ein Wettbewerbsmodell handelt, dann werde ich richtig akribisch. Und für Außenstehende sehen die Modelle immer 2-3 Klassen besser aus als für einen selbst. Ich habe auch noch einige historische Rennfahrzeugmodelle herumliegen, aus denen ich vielleicht das diesjährige Wettbewerbsmodell auswählen will. Gerade, weil sie so komplex geformt sind, fordern sie einen richtig. Umso mehr Respekt habe ich vor all denen, die sich trotzdem daran wagen.

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke
      Wieder im Bau: Renault Alpine A 443 in 1:24 als Wettbewerbsmodell 2019.
    • Martin schrieb:

      So lange es sich nicht um ein Wettbewerbsmodell handelt, dann werde ich richtig akribisch.
      Vom aktuellen Wettbewerb muß ich aus Fähigkeitsgründen noch die Finger lassen. Sollte ich aber dieses Jahr mindestens drei Modelle bauen, mit denen ich selbst zufrieden bin, gibt es vielleicht nächstes Jahr ein Wettbewerbsmodell. Bei mir steht, davon abgesehen, jedes Modell im Wettbewerb mit seinem Vorgänger, da es im Vergleich zu Diesem eine qualitative Steigerung darstellen soll les 3

      Harry schrieb:

      eine Möglichkeit ist auch ausgesuchte Teile als Duplexdruck mit einer schwarzen Rückseite zu versehen.
      Ich habe die Rückseite hier bewußt weiß gelassen, weil das auf der Titelseite des Bogens auch so abgebildet ist. Ich denke, das wurde so gehandhabt, damit man die Konturen des Bauteils besser sehen kann. Einfarbige Rückseiten mache ich, nach dem Filzstift-Auspuffhorror beim Schwestermodell, nur noch mit Acrylfarbe. Das geht absolut unfallfrei. Ich weiß gar nicht, ob ich so einen Duplexdruck überhaupt auf die Reihe kriegen würde.

      So, jetzt zum Reifenbau. Das aktuelle Problem: Zeitmangel regen1 Mehr als ein Stündchen links und rechts für die absolut stupide Fleißarbeit ist gerade nicht drin. Dafür ist die jetzt aber schon mal erledigt. Auf dem ersten Bild kann man nochmal die Reifenschablonen mit einer Querschnittskizze für die Verwendung der Scheibchen finden. Das ist bei Antonicky-Modellen so Standard beifall 1 Einfach genial, könnten eigentlich alle Fahrzeugkonstrukteure so handhaben.

    • Das mit dem Zeitmangel zieht sich irgendwie gerade so durch. Die Bilanz der letzten sechs Tage: Ganze zwei Vorderreifen motz1 Die Vorderräder sind von der Grundidee her gut durchdacht und lassen sich eigentlich auch ziemlich gut wegbauen. Allerdings sind die Seitenwände zu groß, die Schablone in der Anleitung zu klein und die Lasercut-Regenreifenläuffläche ist zu lang. Beim ersten Rad habe ich das nicht so ganz kapiert, weswegen es in der Qualität etwas zu Wünschen übrig lässt. Den zweiten Reifen habe ich dann so zurechtgeschnippelt, daß er ganz annehmbar aussieht. Die "Nichtpräzision" im Baubogen überrascht mich ehrlich gesagt etwas, weil die Modelle dieses Konstrukteurs eigentlich ziemlich durchdacht und (vom Laserdruck mal abgesehen) hochwertig daherkommen. Na ja, das sind immerhin alles lösbare Probleme, ich werde jetzt bei den Hinterrädern einfach von Anfang an etwas wachsamer basteln...





    • petcarli schrieb:

      Die Reifen sehen doch gut aus. Mich wundert aber, dass die Reifen Rillen haben. In der Regel werden doch in der Formel 1 Slicks gefahren!
      Schön, daß sie dir gefallen. Ich bin morgen früh bestimmt auch etwas zufriedener damit schwitz1 Ich baue das Auto in der Version des Großen Preises von Kanada 1981. Da hat es wohl geregnet (Keine Ahnung, in Ermangelung einer physischen Existenz konnte ich damals noch keine Formel-1 im Fernsehen schauen), weswegen ich hier geriffelte Regenreifenprofile verbaue. Ansonsten hatten die Autos natürlich Slicks. Nur von 1998 bis 2008 gab es in der Formel 1 die unansehlichen Rillenreifen. Da gibt es allerdings bei m.a.s.s. auch Lasercut-Laufflächen für.
    • danke1 Martin und Stephan, für eure Daumen!

      So, die Räder sind nun dann doch endlich mal fertig geworden. Beim Bau der Hinterräder gab es nahezu keine Probleme mit falsch dimensionierten Bauteilen, nur der erste Ring direkt auf der Felge ist zu kurz konzipiert, was aber mit ein paar Handgriffen zu korrigieren ist. Als ziemlich biestiger Gegner erwiesen sich allerdings die Lasercut-Laufflächen, die sich an den Rändern hochgewellt haben, was ich nicht wirklich wieder abstellen konnte. Die ganz schlimm versauten Stellen sind allerdings so klein, daß sie am fertigen Modell einfach nach unten gedreht werden und dann is auch gut mit dem Thema kippe1 Die Laufflächen kann man übrigens bedenkenlos mit Schleifpapier behandeln, die Maßnahme hatte keinerlei negative Konsequenzen. Jetzt wird wieder am Auto gebastelt, allerdings wohl weiterhin in diesem unerträglichen Schneckentempo brüll1





    • Hallo Daniel,

      ich lese mich gerade in die Geschichte dieses Autos ein. Dafür, dass sie irgendwie "halbseiden" daherkommt und der March besser aussieht als er konstruiert war, ist es ein bemerkenswert charismatisches Auto.
      Die Themen Deiner Bauberichte sind wirklich eine Bereicherung für dieses Forum!

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke
      Wieder im Bau: Renault Alpine A 443 in 1:24 als Wettbewerbsmodell 2019.
    • danke1 , Andy, Fritz und Martin!

      Martin schrieb:

      Dafür, dass sie irgendwie "halbseiden" daherkommt und der March besser aussieht als er konstruiert war, ist es ein bemerkenswert charismatisches Auto.
      Schon als ich noch aktiver Formel-1-Schauer war, hatte ich eine große Vorliebe für langsame Autos mit überragender Ästhetik. Da sind zum Beispiel die Tyrrells von 1995 und 1997 oder der gelbe Forti-Ford, ebenfalls von '95. Der Prost-Peugeot von 1998 oder der goldene Jordan von '96. Der Stewart-Ford von 1997, die Liste ist endlos und ich fand es damals schade, daß man statt der schönen immer nur die schnellen Autos im Fernsehen bewundern durfte. Und jetzt baue ich hier die lahmen, gutaussehenden Kisten von weit, weit vor meiner Zeit. Wenn ich mich nicht ständig so über meine kleinen Baumängel aufregen würde, könnte es nochmal mehr Spaß machen, als es sowieso schon tut daumen1


      Zurück zum aktuellen Modellbau: Ich habe jetzt mal die Vorderradaufhängungen gebaut. Aus meinen Erfahrungen mit dem Williams FW 09 B (viel zu dünn) und dem ATS HGS 1 (viel zu dick) habe ich meine Schlüsse gezogen und einen Mittelweg gewählt. Jeweil ein halbes Aufhängungsteil habe ich auf Schokoladenverpackungspappe geklebt. Die fertigen Aufhängungsteile habe ich dann an den Rändern nochmal mit Weißleim beschmiert, zwecks Härtung. Ob das am Ende das Fahrzeuggewicht trägt, wird sich zeigen, ich bin aber mal vorsichtig zuversichtlich. Das Oberteil der rechten Aufhängung hat überhaupt nicht in die dafür vorgesehene Aussparung gepaßt... Ich habe mir die Teile dann kurzerhand zugeschnitten und etwas Realitätstreue geopfert. Man hat sowieso nicht den Hauch einer Chance, das am fertigen Modell noch zu sehen grins 1 Die rechte Aufhängung sieht dementsprechend etwas mieser aus, als die Linke. Davon lasse ich mir aber nicht die Laune verderben. Anschließend habe ich das Chassis unten zugeklebt und schon mal mit dem Lasercut für die Bremsscheiben losgelegt.





    • Hallo Daniel,

      da bringst Du mir einige fast vergessene Typenbezeichnungen wieder ins Gedächtnis.
      Ich hatte einen Freund und Studienkollegen, der ein wandelndes Rennsportlexikon war und der mir seinerzeit viel darüber erzählt hatte. Die Zeit endete mit dem Tod Ayrton Sennas 1994, als wir uns beide wieder einmal tief betroffen klar machten, dass dieser faszinierende Sport auch ganz große Risiken für die "Gladiatoren unserer Zeit" bietet und die Fahrer oder Zuschauer (wie 1955 in Le Mans) letztendlich die am schlimmsten betroffenen sind, wenn (wie bei Senna vermutet - Bruch der Lenksäule) die Techniker geschlampt haben, die aber mit heiler Haut davonkommen.
      Mit dem zeitlichen Abstand von 25 Jahren ist das verschmerzt, daher arbeite ich auch mit solchem Genuss an dem Renault Alpine oder lese hin und wieder meine alten Michel Vaillant Comics.

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke
      Wieder im Bau: Renault Alpine A 443 in 1:24 als Wettbewerbsmodell 2019.
    • Hallo Martin,

      ich habe erst 1995 angefangen, sklavisch jedes Rennen zu schauen. Die Senna-Geschichte habe ich erst so nach und nach über die Jahre Stück für Stück immer ausführlicher erfaßt, bis hin zu dieser genialen Doku vor ein paar Jahren. Die Tatsache, daß Rennsport gefährlich ist, hält mich jetzt nicht besonders vom Modellbau ab, im Gegenteil, ein wenig modellbauerische Würdigung für den einen oder anderen Unglücksraben von damals ist doch nie verkehrt arbeit2 Ich neige auch nicht dazu, die ganze Sache zu verherrlichen, seit dem Jahr, in dem überlegt wurde, ob man den Autos nicht ein künstliches Motorgeräusch verpassen sollte, weil sie sich eigentlich wie Staubsauger anhören, bin ich sowieso fertig mit dem Thema muhaha1 Ich feiere hier nur ästhetisch wertvolle Rennwagen aus längst vergangenen Zeiten ab auto2


      Ich komme gerade aus dem Sklavenmodus gar nicht mehr raus. Nach der Reifensklaverei läuft jetzt die Bremsenskaverei. Herr Antonicky verpaßt scheinbar allen seinen Modellen die gleichen Bremsen, von daher baue ich jetzt diese Version einer Bremsanlage zum zweiten Mal und entwickle langsam eine gewisse Routine. Ich mag meine Bremsen Blume 2 Ich mag allerdings nicht daran denken, wie lange ich noch an ihnen rumbasteln muß...
      Ich habe heute zum ersten Mal zu präsentationszwecken in den Geldbeutel gegriffen, allerdings finde ich diese Methode nicht so richtig überzeugend. Die Quadratzentimeter-Quadrate auf der Schneidematte sind doch, genaugenommen, noch niedlicher als der Cent lach 2

    • danke1 , Martin, Stephan und Fritz!

      Ich habe mir nach der Fertigstellung des ATS HGS 1 die ganze Zeit den Kopf darüber zermartert, was ich da wohl für schwarze Kleinteilchen übrig habe...
      Jetzt ist mir irgendwie aus dem Nichts in den Sinn gekommen, daß das ja Bremsbeläge sind freu1 Soweit die gute Nachricht... Leider habe ich sowohl die Bremsscheiben, als auch die Beläge nicht ausreichend verstärkt und somit zu dünn konstruiert. Das wird man aber einerseits am fertigen Modell kaum merken und andererseits habe ich insgesamt noch sechs Antonicky-Modelle vor mir, dann sind die perfekten Bremsen eben am Nächsten oder Übernächsten dran. Bis zur Goldenen Schere 2020 sollte ich den Dreh auf jeden Fall raus haben pirat1

    • Ulrich schrieb:

      Ich erinnere mich aber ganz grob, dass es da mal so einen Tyrell gab mit zwei Vorderen Achsen.
      Leider ist der dazugehörige Papierbausatz vergriffen und der Verlagsinhaber bietet ihn nur noch zu absoluten Mondpreisen als Laserdruck an. Habe ich schon mal abgeklopft. Damit ist das Projekt gestorben, bevor es überhaupt begonnen hat. Es gibt aber auch ohne den sechsrädrigen Tyrrell noch genug zum Basteln da draußen arbeit2

      Eigentlich war dieses Fahrzeug als ein sehr wichtiges Ojekt in meiner Sammlung gedacht. Da mir der fast baugleiche ATS sehr gut gelungen ist, war ich der Meinung, daß sich das Ding hier quasi von selbst baut. Auf diesem Wege schleicht sich dann eine gewisse Oberflächlichkeit ein, die sich dann von vorne bis hinten durch das Modell zieht. Ich habe es jetzt auf den Status "Lernmodell" runtergestuft. Ich baue hier ganz viel Mist, aus dem ich meine Schlüsse für zukünftige Modelle ziehe, die ich dann hoffentlich gründlicher und pedantischer angehe motz1 Von selbst baut sich die Geschichte übrigens auch nicht.
      So werde ich beim nächsten Modell erst dann das untere Element der Vorderradaufhängung befestigen, wenn ich die Bremsscheibe anpasse, damit ich die Geschichte noch ausrichten kann und das Ganze nicht so krumm gerät, wie es hier zu sehen ist stirn1 Den Lenkungsdraht habe ich jetzt nicht mehr aus einer Büroklammer, sondern aus dem etwas besser zu biegenden Kaffeetütenverschlußbiegedraht konstruiert. Das werde ich in Zukunft so beibehalten, allerdings muß ich die Lenkstange anders am Modell fixieren. Ich habe sie hier zwischen Bremsbelüftung und Radbefestigung geklemmt und verklebt, was mich aber viel Zeit und Nerven gekostet hat.
      Zum Schluß noch eine gute Nachricht: Die Stärke der Aufhängungsbauteile ist völlig in Ordnung, sie trägt locker das Fahrzeuggewicht. Noch eine Erkenntnis für die nächsten Modelle...



    • Dein Renner macht sich bisher schon sehr gut! daumen1

      An den 6-Rad-Tyrell kann ich mich auch noch gut erinnern - der läuft bei mir als altes Carrera-Universal-Modell auf der Rennbahn....

      War auch im Original schon ein recht eigenartiges Bild, diese beiden kleinen Rädlein vorne...

      Servus
      hvt
      Römischer Militärschriftsteller Flavius Vegetius Renatus (um 400 n. Chr.) im Vorwort zu Buch III seines De re militari:
      "Qui desiderat pacem, bellum praeparat“


    • moin1 , Stephan. Du kannst deinen Daumen wieder ein Stückchen runternehmen lala1 Schau mal das letzte Foto in Beitrag Nr. 22 an. Diese kleinen Zahnräder werden zwischen die Bremsscheiben geklebt. Kein Wellkarton, nur schnöder Lasercut zwinker2


      @HvT: Ich habe mich über das Auto informiert. Man sieht wirklich nur an den sechs Rädern, daß es der Tyrrell sein soll. Aber die Universal ist einsame Spitze. Die von meinem Vater haben wir leider kurz und klein gefahren, bis nichts mehr ging. Somit muß ich nun mit meiner, im Fahrzeugbereich stark modifizierten, Flohmarkt-Carrera-Profi-Bahn Vorlieb nehmen cool2 auto2 Macht auch Spaß, Gut zu wissen, daß hier auch noch Carrerianer unterwegs sind ja 2


      @Chris und Martin: Ich meinte mit dem vergriffenen Modell dasjenige von Petr Spinler aus dem PKAA-Verlag. Diesen Japaner, von dem ihr da sprecht, kannte ich noch gar nicht.


      @Alle, die hier noch so mitlesen: Ich habe den March erstmal in den Schrank gestellt, damit er nicht so einstaubt. Ich mußt da jetzt unbedingt erstmal ein anderes Projekt zwischenschieben, bevor ich den hier fertigbaue arbeit2 arbeit2 arbeit2

      Gruß,

      Daniel.
    • Hallo Chris,

      das Auto ist schon so weit fortgeschritten, das kann mich gar nicht mehr ärgern. Das Ende ist ja schon zum Greifen nah. Ich wollte nur jetzt und sofort den Porsche basteln, der mich aber mittlerweile ziemlich ärgert motz1

      Ich habe das Getriebe und den Papierblock, an den später der Motor kommt, unterschlagen. Die habe ich noch vor der Schrankpause gezimmert. Ich baue jetzt vorwiegend aus dem Gedächtnis, die Motor- und Getriebeeinheit ist ziemlich identisch mit derjenigen am Schwestermodell.

    • Nach einer ganzen Woche habe ich dann auch mal den Motor fertiggestellt. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen in diesen Tagen grr Ich habe dabei streng nach diesem Vorbild hier gewerkelt: papirove-modely.cz/velkynahled/177845 Die Kabel habe ich aus Nähgarn gefertigt, daß ich zuvor in Klarlack getaucht habe und das kleine, runde gelbe Teilchen hebe ich mir einfach mal für später auf. Öltank und Getriebe habe ich noch nicht ans Aggregat geklebt, ich baue da erst die Aufhängung dran, bevor ich alles zusammenfüge. So muß ich in nächster Zeit nicht so viel am Motor rumfummeln arbeit2



      Das bringt mich auch gleich dazu, meine gesammelten Gedanken zum Thema "Bauanleitung" mal abzusondern: Ich habe meine m.a.s.s.-Modelle nicht über den gängigen deutschen Bestellweg, sondern direkt beim Verlag bezogen. Direkten Kontakt zum Konstrukteur hatte ich dabei nicht, jedoch bat mich ein Herr Sobotka darum, auch gerne auf Fehler oder Probleme hinzuweisen. Es gibt bei diesen Modellen generell wirklich fast nichts zu meckern (vom Laserdruck und einigen kleinen Nummerierungsfehlern mal abgesehen), allerdings gab ich ihm die Rückmeldung, daß die Bildanleitungen mich nicht wirklich zum Zusammenbau der Modelle befähigen. Speziell der Aufbau des Motor/Getriebesegmentes ist aus der Anleitung heraus fast gar nicht logisch nachzuvollziehen. Es gibt zwar immer auch noch eine tschechische Textanleitung, aber ich glaube, daß es, selbst wenn man diese versteht, immer noch ziemlich hart ist, ein m.a.s.s.-Modell allein mit den mitgelieferten Instruktionen zusammenzuzimmern. Herr Sobotka antwortete mir ziemlich schnell, daß er den Konstrukteur auch schon auf das Thema Bildanleitung hingewiesen habe, allerdings sei dieser ziemlich "Oldschool" und das Übersetzen der Textanleitungen sei einfach zu teuer (Trotzdem hat er mir noch englische Textinstruktionen zu einigen wenigen Modellen mitgeschickt). Es geht mir jetzt hier auch nicht ums Meckern, denn mithilfe der Bildbauberichte auf papirove-modely.cz bekommt man die Modelle letztendlich dann doch irgendwie zusammengebaut. Darüber hinaus hat der Konstrukteur einen sehr markanten, sich in seinen Grundelementen wiederholenden, Stil, der, wenn man ihn einmal verinnerlicht hat, eine ziemlich geniale "Modellbausprache" darstellt.
      Mir geht es hier eher um den Begriff "Oldschool", denn der Modellautor Petr Spinler wurde mir gegenüber in einem Dialog mit dem Konstrukteur Rado Radevicz von Ebendiesem als im "Klassischen tschechischen Stil" konstruierender bezeichnet (Im Gegensatz zu ihm selbst, der mehr Wert auf noch mehr Details legt, aber das ist eine andere Geschichte...). Nach allem, was ich an Bauanleitungen, auch von Petr Spinler, so gesehen habe, ist damit mutmaßlich gemeint, daß diese Konstrukteure nicht so sehr vom grundlegenden stilistischen Einfluß des tschechischen Überkonstrukteurs Richard Visnovsky abweichen möchten, der in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts happy1 wohl als Erster einige handgezeichnete Formel-1-Modelle entworfen hat. Sollte ich hier unwissentlich Mist erzählen, korrigiere man mich bitte les1 Ich kann das alles absolut nachvollziehen, allerdings finde ich, daß die gewählte Darstellungsmethode bei derartigen Hochkomplexmodellen an ihre Grenzen stößt. Spinler-Modelle nach derartigen Skizzen zu bauen ist meist überhaupt kein Problem, da sie viel simpler aufgebaut sind.



      Als Nächstes habe ich mir schon mal die hochkomplexgefalteten Radbefestigungen vorgefertigt. Die sind nicht besonders kompliziert, allerdings schon fummelig und nervig zu basteln.
    • danke1 , Stephan!

      So. Weiter geht es mit der Bastelei der Hinterradaufhängung rund um das Getriebe herum. Ich habe dabei die erprobte und bewährte Papierstärke von zweimal Bogenpapier und einmal 0,3 mm Verstärkerpappe gewählt. Leider habe ich es verrafft, von Anfang an die aufgefächerten Enden zu berücksichtigen, was ich aber noch reparieren konnte. Ich habe allerdings die Teile, aus denen die Stoßdämpfer gebaut werden sollen, nicht im Bogen gefunden. Laut Anleitung sollte das die Nummer 80 aus der blauen Baugruppe sein. Ich kann aber nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob ich die Dinger versehentlich weggeworfen habe, oder ob sie überhaupt nicht im Bogen vorhanden waren. Bei dem Teilegewusel kann man sich solche Unachtsamkeiten eigentlich nicht erlauben... Ich nutze dann jetzt die Zahnstocherstoßdämpfer, die ich noch von einem früheren Mülltonnenbauversuch übrig habe.