Speisewagen CCÜ Mitropa Pirlingmodell 1:45

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    • Speisewagen CCÜ Mitropa Pirlingmodell 1:45

      Hallo Kartonmodellbauer

      Ein neues Modell von Albrecht Pirling kündigt sich an. Es handelt sich um einen Speisewagen der Mitropa nach dem Vorbild eines CCÜ D-Zugwagens (Bild 01). Das Model besteht aus 20 Bögen (Bild 02).



      Ich freue mich das Modell im Maßstab 1:45 Probe-Bauen zu dürfen und in diesem Baubericht vorstellen zu können. Albrecht hat zu dem Modell eine sechsseitige schriftliche Anleitung verfasst, die gut verständlich und leicht nachvollziehbar ist. Wie bei anderen Modellen von Albrecht sind die Bögen durchnummeriert und die Bauteile einzeln bezeichnet. Begonnen wird das Modell des Speisewagens mit dem soliden Rahmen. Die aus zwei Teilen bestehende Bodenplatte wird zusammengeklebt (Bild 3), und von innen mit verstärkten Streben in gleichem Abstand versehen (Bild 04).



      Dem vorgeschlagenen Fixieren des Rahmens mit Reißzwecken auf einer Holzunterlage bin ich nicht gefolgt, da ich keine Löcher im Boden haben wollte und die Reißzwecken im Rahmen verbleiben würden. Nach Aufkleben des verstärkten Innenraumbodens habe ich den Rahmen unter einer Glasplatte 24 Stunden durchtrocknen lassen. Ein Verzug ist danach nicht aufgetreten (Bild 05).

    • Als nächste Baumaßnahme folgt der Aufbau des Wagenkastens. Auch hierbei bin ich ein wenig von der vorgeschlagenen Bauweise abgewichen und habe nach dem Ausschneiden zuerst die Wagenkastenwände zusammengeklebt und verglast (Bild 06). Danach folgte der Anbau der Stirnwände und anschließend das Anbringen der kompletten Seitenwände. Es geht nun weiter mit dem Innenausbau. Als nächstes werden die geschlossenen Übergangsplattformen mit Innenwänden versehen. Zuerst die Stirnwände (Bild 07),



      dann werden Innenwände gezogen und die Türen verkleidet (Bild 08/Bild 09).



      Auf den Einbau der Längsverstrebung im Plattformbereich habe ich verzichtet, da die Konstruktion durch die Kartonverstärkung bereits genügend Stabilität besitzt. Es folgt der Innenausbau des schmalen Buffetganges (Bild 10), der dann mit der Küchenlängswand abgeschlossen wird. Die Querwand zum Speiseraum wird zuletzt in dieser Bauphase angebracht. Nun kann die Kücheneinrichtung gefertigt werden (Bild 12).

    • Die Kücheneinrichtung ist schnell gemacht, sie besteht aus drei Thekenschränken und dem Herd. Leider habe ich vergessen die Möbel einzeln abzulichten. Daher geht es weiter mit der Speiseraumeinrichtung. Bild 13 zeigt die verfügbaren Versionen. Ich habe mich für die ausgestaltete Variante entschieden. Somit waren 7 große Tische, 5 kleine Tische und 38 Stühle zu bauen. Bild 14 zeigt den Versuch einen Zweiertisch von außen durchs Fenster zu fotografieren.



      Das einbaufertige Mobiliar (Bild 15) eingebaut im Speiseraum des Waggons (Bild 16).

    • Es folgt der Bau und Anbau des Daches. Zuerst hab ich alle Dachteile ausgeschnitten und mit Sprühkleber beschichtet. Der Zusammenbau war wegen der hohen Anfangsklebkraft des beidseitig verwendeten Sprühklebers schwierig, vielleicht wäre einseitige Beschichtung einfacher. Nachdem alle Teile zusammengefügt waren, habe ich sofort (noch nicht ausgehärteter Kleber) das Dach geformt. Am nächsten Tag habe ich dann das Dach auf den Wagenkasten geklebt. Nach Trocknung erfolgte der Aufbau des Oberlichtaufsatzes (Bild 17). Die Oberlichtfenster habe ich ausgeschnitten und verglast. Nach dem Anbringen der Spanten, die wegen der verglasten Oberlichtfenster nicht an die markierten Stellen gesetzt werden konnten, wurde der Aufsatz mit dem Dach versehen. Hier bin ich nun anders vorgegangen. Ich habe erst die Unterteile einzeln aufgeklebt, und nach Trocknung die Oberteile auf die Unterteile geklebt. Das Ergebnis zeigen die Bilder 18 und 19.



      Als nächstes kommen die Lüfter auf dem Dach und am Aufsatz. Die Anfertigung der Dachaufsätze und Dachlüfter birgt keine Schwierigkeiten (Bild 20), die stilisierten Luftsauger der Bauart Wendler an dem Oberlichtaufsatz sind ebenfalls schnell gemacht. Man sollte die Röhrchen aber vorher von hinten grau einfärben (Bild 21). Die weiteren Teile des Wagenkastens werden erst später angebracht.

    • Die Drehgestelle

      Es beginnt mit dem Bau des Grundkörpers (Bild 22). Im weiteren Bauverlauf bin ich dann aber von der vorgesehenen Baufolge abgewichen,



      nach dem Verstärken und Zusammensetzten der Räder habe ich erst die Rahmenbauteile und weitere Anbauteile zusammengeklebt (Bild 23, 24) und die komplette Einheit an die Drehgestellkörper angebaut. Eventuell auftretende Verschiebungen in Bezug zu den Markierungen fallen dann nicht mehr auf, da sie von den Rädern, bzw. den Rahmenanbauteilen verdeckt werden.



      Die Bilder 25 und 26 zeigen die fertigen Drehgestelle, Bild 27 vermittelt den Eindruck mit aufgesetztem Wagenkasten.

    • Die Restteile

      Ich habe begonnen mit dem Faltenbalg, der einen geschützten Übergang zwischen den Wagen ermöglicht, und die Gattung des D-Zuges erst entstehen lies. D-Zug steht für Durchgangszug. Das Anbringen des Faltenbalges sollte mit viel Ruhe und Zeit erfolgen, um die weiße Markierung gut zu verdecken. Ich habe denselben in mehreren Teilklebungen auf das Wagenende geklebt. Bei den beiden Leitern habe ich die Zwischenräume ausgeschnitten, was sehr gut möglich ist. Die Pufferbohle und die Trittbretter vervollständigen die Wagenenden. Als Pirling-Zurüstteil habe ich die Goon-Kupplung verwendet. Nun war nur noch der Gastank und die Leiter am Wagenboden anzubringen. Die Bilder 28 – 32 zeigen die einzelnen Baustufen.



    • Das Sprengwerk

      Das Sprengwerk sorgt beim Original für die Durchbiege-Stabilität des Wagens. Es ist das filigranste Detail an dem Wagen Die für eine Seite benötigten Teile zeigt das Bild 34. Ich habe erst alle Teile miteinander verklebt und die Drahtstücke lackiert, dann erst wurde das fertige Detail (Bild 35) an dem Wagenboden angebracht.



      Die Bilder 36 – 38 zeigen das angebrachte Sprengwerk.



      Der Wagen ist nun fertig zum Einsatz (Bilder 39 – 40). Es ist ein sehr schönes Modell und kurzweilig zu Bauen. Ein ganz herzliches Dankeschön an den Konstrukteur Albrecht Pirling, für die Möglichkeit den Kontrollbau durchführen zu dürfen.



      Gruß Rudolf