Chapelle Notre Dame de Ronchamp - Le Corbusier; Canon Creativpark

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    • Chapelle Notre Dame de Ronchamp - Le Corbusier; Canon Creativpark

      Servus Klebefreunde!

      Um den Jahresbeginn nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, beginne ich meinen Baubericht über die Chapelle Notre Dame du Haut de Ronchamp von Architekt Le Corbusier.

      Seit ich als Jugendlicher in einem Bildband über die „Modernen Wunder der Neuzeit“ über dieses Bauwerk gelesen habe, fasziniert es mich. Nun habe ich auf der Seite von Canon den Bogen entdeckt und da war klar, dass ich dieses Modell bauen muss.




      Zuerst ein kurzer Überblick über die Kapelle, die ich sinngemäß und gekürzt aus der bekannten Enzyklopädie aus dem Internet übernommen habe:


      Die Chapelle Notre Dame du Hau de Ronchamp (Kapelle Unserer Lieben Frau von der Höhe) ist eine der Jungfrau Maria geweihte Wallfahrtskirche in der Gemeinde Ronchamp bei Belfort (Vogesen, Frankreich).


      Die Kapelle steht auf dem 472 Meter über dem Meer gelegenen Hügel Bourlémont und ist nach alle Himmelsrichtungen offen. Vermutlich wurde er bereits von den Kelten als Kultstätte benutzt. Eine Kirche ist seit dem 11. Jahrhundert nachgewiesen und Ronchamp ist als Wallfahrtsort seit dem 15. Jahrhundert bekannt.


      Im Zweiten Weltkrieg diente der Hügel wegen seiner Lage als wichtiger Beobachtungsposten und Riegel zur so genannten „Burgundischen Pforte“. Bei einem Artillerieangriff im September 1944 wurde die Kirche auf dem schwer umkämpften Hügel zerstört.


      Nach dem Krieg setzten sich namhafte Geistliche für die Wiedererrichtung der vielen zerstörten Sakralbauten durch namhafte Künstler und Architekten ein.

      Mit dem französisch-schweizerischen Architekten Le Corbusier (1887-1965) wurde 1949 Kontakt aufgenommen, aber dieser lehnte vorerst ab, nahm aber schließlich den Auftrag an.

      Die Planung begann 1950 und die Bauarbeiten am 9. September 1953 mit dem Abbruch der Ruine des Vorgängerbaus.


      Der Sakralbau zählt zu den berühmtesten der „Moderne“.
      Da die Kapelle aus Sichtbeton (französisch „béton brut“) errichtet wurde, gehört sie stilistisch dem „Brutalismus“ an. Wegen ihrer reichen Raumgliederung und der vielen bildlichen Metaphern gilt sie als „Ikone der Architektur“.


      Auf einem etwa 30 x 40 Meter großen Grundriss entwickelte Le Corbusier eine kombinierte Außen- und Innenkirche, die innen etwa 200 Menschen fasst und an der Ostseite vor dem Freiluftaltar rund 1200 Gläubigen Platz bietet.


      Die Wände sind zwischen 2,72(!) und 0,9 Meter dick. Auch das Dach ist aus Beton und wurde Muschelschalen nachempfunden.
      An der Nordseite befinden sich zwei kleinere Türme mit etwa 20 Metern Höhe und an der West-Süd-Ecke der Hauptturm mit etwa 27 Metern. Sie dienen als Lichtfallen für den Innenraum.
      An der Südseite befindet sich der Haupteingang und sie hat 27 rechteckige, unregelmäßige, zum Teil bunte Fenster. Im Osten befindet sich der Freiluftaltar.
      Das Geläut steht westlich der Kapelle auf freiem Feld, wurde aber erst 1975 errichtet. Zwei der drei Glocken stammen aus der Vorkriegszeit.


      Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Kapelle am 25. Juni 1955 eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.


      Am 17. Juli 2016 wurde Notre-Dame-du-Haut schließlich gemeinsam mit 16 anderen Gebäuden Le Corbusier’s in die Liste der Welterbestätten aufgenommen.

      Mehr und detailliertere Informationen kann jeder im Netz leicht finden.


      Der Bogen wurde von Künstler K.Yoshinaka / STpers (ob es hierbei um ein Namenskürzel handelt, weiß ich nicht!?) konstruiert und ist seit 01/2018 auf canon Creativpark verfügbar. Einen Maßstab konnte ich noch nicht herausfinden, dürfte aber etwa 1:180 sein.
      Er besteht aus 17 Seiten mit 98 Bauteilen, die eine sehr ansprechende Grafik aufweisen. Einziger Wermuthstropfen sind wieder einmal die schwaren, strichlierten Falzlinien.
      Dazu gint es ein 12 Seiten lange Bauanleitung mit Explosionszeichnungen, die sehr anschaulich den Bau erläutern. Text dazu gibt es keinen.

      Einige Seiten der BAuanleitung will ich heir vorstellen:







      Und nun ein paar Blätter aus dem Bogen:











      In Kürze geht es weiter: hüpf1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Hallo Andreas

      Klasse Wahl! Dieses Modell habe ich mir, als es bei Canon erschienen ist sofort ausgedruckt, da ich es auch gleich für meinen Vater, einen bekennenden Corbusier-Fan, bauen wollte. Allerdings war es mir dann doch etwas zu aufwändig und ich habe das Projekt auf Eis gelegt.
      Aber ich schaue Dir sehr gespannt zu und wer weiss, mit Deinen Erfahrungen kommt e ev. doch noch zur Realisierung meinerseits?

      Jedenfalls wünsche ich Dir viel Spass mit dem Modell!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Andreas,

      mir geht es so wie Dir. Ich bin von dieser Kapelle bestimmt genauso fasziniert, seit ich erstmals Bilder davon sah. Vielleicht gelingt es mir dieses Jahr, einmal das Original zu besuchen.
      Ich freue mich daher sehr, dass Du Dich an den Bau des Modell machst. Einen weiteren notorischen Zuschauer hast Du sicher. Ich wünsche Dir viel Erfolg und bin höchst gespannt auf die Baufortschritte.

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Hallo Andreas,
      tolle Modellwahl, da schau ich gerne zu. Das Gebäude bereitet mir schöne Erinnerungen. Gebürtig komme ich aus Rheinfelden (Baden) das ja im Dreiländereck F/D/CH liegt.
      Als junger Erwachsener war ich mit Freunden oft im Elsas unterwegs und da führte uns der Weg auch mal in diese interessante Kirche.
      Ich kann mich noch gut an die vielen verschiedenen bunten Fenster erinnern die im Inneren eine besondere Stimmung verbreiteten.

      Viel Erfolg beim Bau

      LG. Thomas
    • @ Servus Wolfgang, ich freue mich, wenn meine Modelle auch andern gefallen. Diese Kapelle hat es mir angetan!

      @ Servus Peter, ich kann dir diesen Bogen ans Herz legen. Trotz der vielen geschwungenen Formen passt bisher alles perfekt klasse1 .
      Ich bin aber erst im ersten Drittel. streichel1

      Dann starten wir also! arbeit1

      Wir beginnen mit dem Dach. Klar - Häuser baut man von oben nach unten! denk1
      Zuerst sind die Streifen des Muscheldaches auszuschneiden und die dazu passenden Papierspanten. In japanischen Baubögen findet man ja keine Kartonspanten. Daher sind während des Baues die Teile meistens sehr labbrig und wenn sie groß sind auch schwer zu handhaben. Sind sie aber erst zusammengeklebt, sind sie erstaunlich stabil.



      Erwähnen möcht ich noch, dass ich die Laschen weggeschnitten habe, um eine glatte Dachfläche zu bekommen.





      Sehr vorteilhaft ist es dabei sich die Verbindung der Lascheneinschnitte vorher auf der Rückseite einzuzeichnen, da hier später die formgebenden "Spanten" eingeklebt werden müssen und man so eine gute Linie zum Ausrichten hat.




      westlicher Dachwulst

      Anmerkung: bitte bei Bild DSC00684 nicht täuschen lassen. Die sichtbaren Laschen sind nicht passend, weil sie auf einem Steifen Abfallpapier aufgedruckt sind, den ich als Ersatzlaschen verwendet habe.
      Also, die eingezeichneten Linien laufen genau von Lascheneinkerbung zu Lascheneinkerbung (siehe unterer Rand) und müssen deshalb vor dem Abschneiden der Laschen eingezeichnet werden.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • @ Servus Andreas, ich habe vor (inzwischen vielen ) Jahren mit Freunden Urlaub im Elsass, in der Nähe von Thann gemacht. Hätte ich damals gewusst, dass diese Kapell nur einen Katzensprung entfernt lag, wäre sicher ein anderer Ausflug ins Wasser gefallen.
      Vielleicht ist es ein guter Grund, wieder einmal im schönen Elsass zu urlauben!

      @ Servus Thomas,

      AR-MEN wrote:

      ls junger Erwachsener war ich mit Freunden oft im Elsas unterwegs und da führte uns der Weg auch mal in diese interessante Kirche.
      Ich kann mich noch gut an die vielen verschiedenen bunten Fenster erinnern die im Inneren eine besondere Stimmung verbreiteten.
      ...dann muss ich dich beneiden!


      Ich freue mich, euch beide unter den Zuschauern zu wissen. hüpf1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo Andreas,
      auch ich werde dir mit großer Begeisterung zuschauen. Bei unserem ersten Urlaub in Frankreich 1994 haben wir auf der Fahrt ans Mittelmeer einen Zwischenstopp in der Nähe von Ronchamp eingelegt, um diese außergewöhnliche Kirche zu besichtigen, die mir aus dem Unterricht in Kunstgeschichte in Erinnerung geblieben war. Ich kann nur bestätigen, was Thomas schreibt: die Kirche ist durch ihre Betonwände und die farbigen Fenster absolut beeindruckend. Hier ist ein Bild vom Original:



      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • @ Danke Hans-Jürgen, und nimm Platz!
      Auch einen schönen Dank für das Foto, das die Südwand mit dem Hauptturm zeigt. Im Netz gibt es viele schöne Bilder, aber wegen des Urheberrechts, darf ich sie hier nicht einstellen.
      Wenn du noch mehr Bilder hast, darfst du sie hier gerne zeigen! dafür1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo Andreas,

      damit hast Du ja etwas ganz Feines angefangen. Ronchamps habe ich vor 25 Jahren auch einmal im Rahmen einer Studienfahrt besucht. Das Gebäude ist einzigartig und bildete einen scharfen Konstrast zu den gotischen Kathedralen, die wir uns damals vor allem ansahen.
      Ich hatte den Bogen von Canon total vergessen, lade ihn aber gleich herunter.
      Und ich werde Deinen BB sehr gespannt verfolgen, gerade weil das Vorbild eigentlich überhaupt nicht papiergerecht gestaltet ist!

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke
      Als Skizze beendet: English Electric Lightning, Fly Model, 1:33
    • @ Servus Dieter, freue mich, dass du dabei bist!

      @ Servus Martin, wie wahr - gar nicht papiergerecht! oh1
      Aber eines muss man dem oder den Konstukteur(en) lassen, die Teile passen bisher wirklich erstklassig! Die Abwicklung des Muscheldaches ist für mich eine Meisterleistung. Top!

      Ich hoffe, es geht so weiter!
      Danke fürs zuschauen und die Daumen!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • Stephan wrote:

      Das sieht ja wie am PC gerechnet aus. Da hat das Licht einfach perfekt gepasst.
      Hallo,
      das Foto stammt aus dem Jahr 1994 und ist noch altertümlich auf "Farbfilm" fotografiert, später habe ich es dann irgendwann einmal digitalisiert. Leider habe ich im Moment keine weiteren Aufnahmen griffbereit, irgendwie sind die Aufnahmen aus dem Inneren der Kirche in den Tiefen der Archive verschwunden. Vielleicht ist ja Andreas BB Antrieb genug für mich, da endlich einmal aufzuräumen...

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Andreas,

      ein gute Wahl hast Du mit dem schönen Modell getroffen. daumen1
      Ich bin mir auch sicher, dass Du es ebenso schön bauen wirst. Die ersten Bilder sprechen ja schon wieder dafür.

      Es ist wirklich schade, dass die (meist) sehr gut ausgearbeiteten Baubögen von Canon oft so die überdeutliche Knicklinien haben. Aber dass wird dem fertigen Modell wohl keinen Abbruch machen. Ich habe mir oft dadurch geholfen, dass ich bei den Canon-Vorlagen knapp neben der Markierung geritzt und gefaltet habe, so dass die Markierung hernach unter dem anzuklebenden Bauteil weitgehend verschwindet. Ich weiß aber nicht, ob das bei der Kapelle von Le Corbusier wegen der Passgenauigkeit auch geht.

      Viel Spaß beim Bau.

      Viele Grüße
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
    • Ehe es weitergeht - die Post!

      @ Stephan und Hagen, ich freue mich, dass ihr dabei seid!

      @ Hans-Jürgen,

      Hans-Jürgen F. wrote:

      ...irgendwie sind die Aufnahmen aus dem Inneren der Kirche in den Tiefen der Archive verschwunden. Vielleicht ist ja Andreas BB Antrieb genug für mich, da endlich einmal aufzuräumen...
      du musst ja nicht gleich das ganze Archiv aufräumen, sondern nur die Bilder von der Kapelle suchen. frech 3

      @ Adolf, bei derart geballtem Bau- und Ingenieurswissen in der Familie ist es kein Wunder, dass dir dieses Baujuwel bekannt ist.
      Ich freue mich, dass du meinen Baubericht begleitest.

      So, nun aber weiter im Text:
      Im Beitrag 6 habe ich ein paar Ergänzungen eingefügt.

      Am letzten Bild sind die Teile des westlichen Dachwulstes zu sehen. Der Spant ganz rechts wird erst später verbaut. Amnächsten Bild sit schön zu sehen, dass die Spanten genau von Laschenkerbe zu Laschenkerbe laufen. Die vier Papierspanten geben die Form schon sehr gut vor.



      Der südliche Dachwulst ist etwas komplexer. Klebelaschen in den Schlitzen habe ich dem Fotografieren entfernt.



      Rechts unten ist die Dachspitze zu sehen, die auf Hans-Jürgens Foto so demonstrativ in ide Höhe ragt. Bereits ohne Spanten formt sich die Muschelschla schön heraus.

      Beim einkleben der Spanten ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Ich habe die genau bündig mit der Oberkante eingeklebt und alles hat super gepasst. Allerdings sollte ein ein ganz klein wenig Luft zur Oberkante bleiben - ich zeige in Kürze warum. Trotzdem ist alles einwandfrei zu bauen.



      Der einzeln liegende Teil mit dem kleinen Wasserspeier bildet den Abschluss des Dachwulstes.





      In den spitzen Winkel am letzen Bild wird die Ostwand eingebaut. arbeit1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Servus Christoph,

      ich versuche, genau wie du, die Knicklinien so zu ritzen, dass sie verschwinden. Sie zu färben verschlimmert meist das Ergebnis. Oft denke ich mir, das unser Gehirn diese unschönen Linien sowieso ausblendet, weil sie da nicht hingehören. Wenn ich mir meine Canonmodelle ansehe, fallen sie mir jedenfalls meistens nicht auf.
      Die Randlinien schneide ich, wenn es möglich ist, weg. Bisher gab es keine Probleme, aber ich ban ja noch nicht fertig! frech 2
      Ich freu mich über deine Begleitung!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo Andreas,

      das Vorbild ist eine interessante Modellvorlage. Schön, dass es von Canon die Möglichkeit der Umsetzung gibt. Und: Schön, dass du es umsetzt!

      Der Anfang sieht jedenfalls sehr gelungen aus. Ich freue mich auf weitere Fortschritte.

      LG
      Thomas


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • @ Danke an Kurt, Dieter und Matthias für die Likes! ich freu mich immer, wenn meine Bauberichte Zustimmung finden.

      @ Servus Thomas, mir gefallen die Canon-Bögen auch deshalb so gut, weil sie eine sehr schöne Grafik haben.
      Schön, dich unter den Zuschauern zu wissen.

      Da nun alles schön trocken ist, können die drei Teile des Daches zusammengfügt werden.



      Alles passt wiederum sehr genau! freu1 daumen1

      Aber... nun kommt, was ich im Beitrag 18 erwähnt habe. Da ich die Spanten ganz genau in die Muschelformen eingeklebt habe, bildet das flache Dach an der Kante kleine Wellen. Nämlich genau dort, wo die Querspanten durch die oberen Klebelasche und den Klebstoff nun ganz leicht überstehen.



      Es ist für mich aber nur ein kleiner Schönheitsfehler, der mich nicht wirklich stört. Ich erwähne es nur für Nachbauer, dass sie mit diesen Spanten ein wenig unter der Oberkante bleiben solen.



      Am letzten Bild ist die Spitze der Südostecke schön zu sehen.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Martin, Kurt und Dieter, danke! hüpf1
      @ Servus Thomas,
      die Schwierigkeit ist nicht so sehr der Bau der Formen, dass geht alles sehr gut, sondern der Zusammenbau. Es sind beim dicken Wulst immerhin 17 Laschen zu verkleben. Durch die größe der Teile sind sie sehr unhandlich und man kann das Dach eben auch nicht auflegen, um die Laschen anzudrücken. Das geschieht also alles freihand.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Martin, Kurt, Dieter und Christoph ihr überschüttet mich mit ja 2 - vielen Dank dafür!

      @ Martin, im Grunde sind es nur das Dach und und fünf Wände und drumherum einige Teile. Der Bogen hat ja nicht einmal 100 Teile. Es sieht wirklich komplizierter aus, als es ist.
      Es geht nur um´s anfangen. Also - ran an den Speck! dafür1

      Ich zeige noch einige Bilder vom Dach:





      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • @ Servus Matthias, danke fürs Like!

      Da das Dach nun fertig ist, kommt als nächster Bauabschnitt die Ostwand unter das Messer.
      Was mir an den japanischen Bögen auch sehr gut gefällt, dass alle zusammengehörenden Teile auf einem Blatt zu finden sind. Da braucht man nicht mühsam suchen.



      Schön zu sehen ist die konkave Krümmung der Wand.

      Das Fenster, in dem in der Originalkapelle eine Marienstatue steht und die Sängerempore samt Türe, beides nur gefaltet:



      Das Fenster ragt aus der Wand heraus und wird so gefaltet, dass sowohl Innen- als auch Aussenseite aus einem Teil gefertigt werden.



      Die Sängerempore ist ohne Probleme zu bauen.



      Im nächsten Bild ist die Ostwand mit eingebautem Fenster und Sängerempore zu sehen. An den vielen Markierungen wir das Dach fixiert.



      Die Ostwand bildet links eine sehr spitzen Winkel, der in die Ausnehmung am Dach eingeschoben wird. Die Markierungen passen einmal mehr sehr genau.
      Die vielen Laschen zu verkleben, ist etwas verzwickt. Ich habe rechts begonnen, damit die Wand nicht mehr verrutschen kann und habe die ersten Laschen ordentlich anziehen lassen. Dann wurde mit Schaschlikspießchen der Kleber eingebracht und Lasche für Lasche befestigt, wobei ich immer darauf geachtet habe, dass der Kleber ordentlich anziehen kann und alles richtig sitzt.
      Das hat zwar einige Zeit in Anspruch genommen, aber es hat sich ausgezahlt.

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • @ Servus Andreas, Krisztián, Stephan und Martin, schön, dass die Kapelle bei euch so viel Anklang findet! hüpf1

      Die Ostwand sitzt nun fest an ihrem Platz. Die leicht erhöhte Fläche auf der der Freiluftaltar und die Kanzel stehen, baue ich zwar, lege sie dann aber zur Seite. Ich verbinde sie erst später mit der Ostwand, da ich fürchte, die Plattform zu beschädigen.

      Schöne Grafik.


      Wir wechseln in den Westen.

      Die Westwand erstreckt sich vom Hauptturm bis zum linken, nördlichen Turm, der mit seinem Nachbarturm den nördlichen Eingang in die Kapelle bildet.

      Die Wand krümmt sich scheckenförmig, den Turm einbindend ins Innere der Kapelle. Mit einer Grundrissskizze wäre das einfacher zu veranschaulichen. Leider habe ich keine (siehe im Netz!), doch während des Baues wird sicher klar, was ich meine.


      Zuerst ein Bild der Einzelteile:



      Links ist der nördliche Turm mit seinem Fenster zu sehen. Die Westwand hat keine schmückenden Elemente. Es ist lediglich eine Ausbuchtung in der Mitte zu sehen, die innen Beichtstühle aufnimmt. Oberhalb der Mauer ragt ein Wasserspeier hervor, durch den das gesamte Dachflächenwasser in einen Brunnen abgeleitet wird.

      Wasserspeier (im Original sind die dunklen Bereiche hohl und offen)

      Das Fenster des Nordturms dient als Lichtfalle. Daneben ist die Ausbuchtung der Beichtstühle zu sehen. Selbst die Fenster sind bei dieser Kapelle schief.



      An der Halbkuppel schneide ich sämtliche Laschen weg und ersetze sie durch hinterklebte Laschen.

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Servus Thomas, wenn dir mein Baubericht und die Kapelle gefallen, freut mich das sehr! Schön, dass du dabei bist! prost2


      An der Kuppel bringe ich statt der abgeschnittenen Laschen nun Streifen aus dünnem Papier (Kassa-Rolle) an, schneide sie ein und beginne dann vorsichtig, die Kuppel zu formen. Langsam nimmt sie die richtige Krümmung an. Streifen für Streifen wird dann verklebt und ich lasse mir bei dieser Arbeit Zeit.





      Wieder mache ich die Erfahrung, dass die Größe der Teile es erschwert, die Klebestellen gut anzudrücken. Irgend etwas ist immer im Weg.
      Aber - und das gehört auch wieder betont, die Kuppel passt perfekt.

      Das Fenster kommt in seinen Rahmen.



      Nun sind die Wände des Turms zu runden und mit der Kuppel zu verbinden.



      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Reihum gehend kommt nun die Nordseite auf die Schneidmatte. Ich schneide wieder alle Teile aus und beginne mit dem Turmfenster.







      Da alles problemlos zu verarbeiten ist, kann ich kaum etwas zum Bau berichten.

      An der Nordwand sind die größten Fenster in 3D darzustellen. Die kleinen Winkel sind etwas fizzelig zu biegen.



      Bei der Stiege überlege ich kurz, sie zu supern, entschließe mich aber, nach dem Bogen zu bauen.
      Das ist der erste Bauteil, der vom Original wirklich abweicht, denn dort ist der untere Stiegenteil gut einen Meter von der Nordwand entfernt, während der obere Teil an der Wand anliegt. Im Modell kleben beide Anschnitte direkt an der Wand. Es gibt Schlimmeres!

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Matthias und Kurt, vielen Dank! daumen1

      @ Servus Ludwig, ich denke während meiner Bastelarbeiten oft an die Schalungsbauer, die diese Formen für den Betonguss umsetzen mussten und ziehe demütig meinen Hut (oder war vielleicht alles rechtwinkelig geplant und der Elsässerwein hat die Wände gekrümmt??? frech 3 )!
      Ich freue mich, dass du meinen Baubericht verfolgst!

      @ Servus Hans-Jürgen, ich bin ebenso gespannt, wie sich die einzelnen Bauteile schließlich zu einem Bauwerk zusammenfügen. Bisher waren die einzelnen Bauabschnitte sehr problemlos (ausgenommen die Kuppeln!) zu bauen.


      An der Nordwand ist wiederum der zweite Nordturm mit seiner Halbkuppel eingeschlossen. Ich ändere meine Bauweise insofern, als ich nicht mehr einzelne Laschenstreifen verwende, sondern einen breiten Papierstreifen hinterklebe und erst danach die Laschen herausarbeite. Das funktioniert gut.
      Geformt wird wieder sehr vorsichtig auf dem breiten Radiergummi und mit der selbstgebauten, hölzernen Kugelform und der Embosserkugel. ganz kleinen "Falten" kann ich leide rnicht vermeiden, sie fallen aber kaum auf.





      Anschließend werden die Fenster eingepasst.



      Die Stiege baue ich erst am Schluss an.

      Nächster Bauabschnitt ist der etwa 27 Meter hohe Südturm, der gleichzeitig die Südwest-Ecke der Kapelle bildet. Dieses Blatt beinhaltet nur das hohe Fenster und den Kuppelbau. Diese größere Halbkuppel ist sehr gut zu bauen.



      Die Streifen müssen sehr genau geschnitten werden (also knapp innerhalb der schwarzen Linie), sonst passiert das:



      Die Streifen habe ich zuerst bündig mit der Turmwand verklebt und die dadurch entstehende Tasche nachgearbeitet. Mit einer gekrümmten Nagelschere werden die Klebenähte ganz vorsichtig aufgeschnitten und dabei sehr feine Streifen Material abgenommen und frisch verklebt.



      Mit diesem Ergebnis bin ich zufrieden!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Servus Andreas,

      die beiden Halbkuppeln sind absolut perfekt geworden! beifall 1
      Die tiefergelegten Fenster haben eine unglaubliche Wirkung!

      Diese Kugeln zum Formen sind unbedingt nötig um ein so schönes Ergebnis zu erzielen.
      Habe mir mit der Zeit auch schon ein kleines Arsenal zugelegt.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • @ Servus Kurt, Hagen, Martin und Matthias, schön, dass ihr mich mit so vielen "gefällt mir" ausstatten! Das motiviert zusätzlich!

      @ Servus Thomas,
      von den 14 Fenstern der Nordwand sind nur 4 in 3D ausgeführt. Die tolle Grafik und die Tiefenwirkung erzeugen diesen schönen Effekt.

      Beim Runden der Kuppeln habe ich meine Kugelformen nicht gerieben, sond ern mit leichtem Druck gerollt. das ergibt meines Erachtens ein schöneres Ergebnis.

      @ Servus Wolfgang,
      "absolut perfekt" ist etwas übertrieben, aber ich bin zufrieden damit (wenn ich das kritische Auge zudrücke!). happy 2
      Ohne Kugelformen würde man die Rundungen nicht schön herhausarbeiten können. Trotzdem sind immer wieder kleine Falten und Knicke aufgetreten.
      Ich freue mich, dass es dir gefällt!

      Am Hauptturm ist das große Fenster, das als Lichtfalle für die darunterliegende Kapelle dient, zu bauen.



      Bilder vom eingebaiuten Fenste rfolgen in Kürze.

      Hier ein Überblick über die beiden Nordtürme mit ihren Mauern. Dazwischen liegt der nördliche Eingang.



      An der Ostwand muss der linke Flügel gefertigt werden. Dieser bildet mit der Südwand den spitzen Winkel, der die Südansicht dominiert. Es sind Nischen und Mauervorsprünge einzubauen.



      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Hallo lieber Namensvetter,

      es ist wirklich eine große Freude, diesen Baubericht zu verfolgen. Ich merke, wie ich innerlich mitfiebere und auf das Endergebnis sowas von gespannt bin. Weiterhin gutes Gelingen! klasse1

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • @ Servus Andreas, das geht runter wie Honig! freu1

      Ein paar Bilder kann ich heute noch beisteuern:

      Es handelt sich um jenen freistehenden Bauteil der Ostseite, der den Stützpfeiler der Dachkonstruktion umschließt. Welchem Zweck er dient oder wie er heißt, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.
      Eine Tür gibt es jedenfalls. Vielleicht ist es ein WHZ ("Wirf hinein Zimmer")? tanz 2



      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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