AN-26; YG-model Nr. 32; M 1:50

    • AN-26; YG-model Nr. 32; M 1:50

      Hallo zusammen,

      der Bogen weckt bei mir viele Erwartungen, besonders hinsichtlich Passgenauigkeit.
      Grund dafür ist mein inzwischen einige Jahre zurückliegender Erstkontakt mit einem YG-model Bogen der TU-95.
      Diese mir damals sehr verheißungsvoll erscheinende Produktion entpuppte sich nämlich als sehr fehlerbehaftete Konstruktion mit der Folge, dass ich bereits den dreiviertel fertigen Rumpf dem Altpapier anvertraute - den Rest des Bogens etwas später.
      Möglicherweise existieren andere Erfahrungen, meine Fähigikeiten erlaubten es zu dieser Zeit jedenfalls nicht, den Bogen in ein ansehliches Modell umzuformen.

      Inzwischen ist reichlich Zeit vergangen und nach dem Bau der Korvette "Astrachan" vom YG-Verlag - eine exzellente Konstruktion - versuche ich einen vorurteilsfreien Baustart.
      Fest steht für mich aber: Ein Bau-Spaziergang wird es nicht!
      Denn bei genauerer Betrachtung des AN-26 Bogens weckt besonders die Konstruktion des Rumpfes meine Aufmerksamkeit.
      Außerst filigrane Spanten im Heckbereich (siehe Bilder), Inneneinrichtung, schwenkbare Heckklappe, sowie separat darstellbare Tragflächen- und Leitwerkklappen. Alles optional baubar.
      Ob ich die Inneneinrichtung der Hauptrumpfzelle mit zu öffnender Heckklappe baue, weiß ich noch nicht.

      Soweit meine Randbemerkungen.

      In den nächsten Tagen hoffe ich, erste Erfahrungswerte liefern zu können.


      Viele Grüße
      Roland







    • Hallo Roland,

      heidenei, das Modell mit den vielen filigranen Details nötigt Respekt ab. Hauchdünne Spanten, das Gestühl in 1:50 usw., da sollte man vorher wirklich gut überlegen. Ich bin gespannt, zuwelchen Schlussfolgerungen Du kommst.

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Hallo zusammen,

      @ Andreas:

      OldieAndi schrieb:

      Ich bin gespannt, zuwelchen Schlussfolgerungen Du kommst.
      Wie schon angedeutet:
      Sämtliche Fenster werden ausgeschnitten und mit Klarsichtfolie hinterklebt. Rumpf-Hauptzelle und Heck bleiben leer und die Heckklappe zu.
      Cockpiteinrichtung wird komplett dargestellt und Fahrwerk in ausgefahrenem Zustand, sowie bewegliche Klappen sind bei mir sowieso Standard.

      Warum der teilweise Bauverzicht?
      Einzig und allein deshalb, weil mir eine adäquate Umsetzung der filigranen Spanten-Heckkonstruktion zu riskant ist und dem Betrachter des Modells bei geschlossener Heckklappe die Inneneinrichtung der Hauptzelle praktisch verborgen bleibt.
      Die Spantenkonstruktion der Rumpf-Bugsektion ist deutlich stabiler und der Bau der Inneneinrichtung nach meiner Einschätzung ohne Risiko umsetzbar.

      Zum Bau selbst kann ich bisher nur Bestes berichten.
      Konstruktion und Grafik überzeugen durch exzellente Passgenauigkeit.
      Für mich ebenso positiv auffallend sind die gefühlt hohe Dichte und gleiche Biegesteifigkeit des Papiers in Längs- und Querrichtung, was auf geringen Langfaseranteil, bzw. annähernd gleiche Faserlängenverteilung in Längs- und Querrichtung schließen lässt.
      Die Bauteile lassen sich auf einer Schaumgummiunterlage bestens mit Rundhölzern in die gewünschte Form "nudeln" und zeigen keine Knickneigungen.

      Lediglich die Aussagekraft der Bauanleitungsskizzen lässt für mich ein paar Wünsche offen.
      Mir persönlich sind die Skizzen einfach zu klein und die Darstellungen einiger Bauabschnitte zu unvollständig (z.B. Rumpf-Inneneinrichtung Bugsektion).
      Als echten Makel würde ich diese subjektive Anmerkung aber nicht sehen.
      Nach den ersten Bauerfahrungen scheint sich nämlich anzudeuten, dass nach der Korvette "Astrachan" eine weitere, qualitativ sehr hochwertige Produktion des YG-model Verlages auf meinen Basteltisch gefunden hat.

      Und so sieht das bisher Zusammengeklebte aus:





      Wenn auch die Rumpf-Hauptzelle ohne Inneneinrichtung auskommen muss, Pappversteifungen sind reichlich drin!


      Viele Grüße
      Roland
    • Hagen von Tronje schrieb:

      deshalb sehe ich Dir hier beim Bau mit Interesse zu und wünsche Dir viel Erfolg dabei!
      Vielen Dank, Hagen! Ebenso bedanke ich mich bei allen Interessenten mit den gehobenen Daumen!


      Aktueller Bau-Status:

      Die Bugsektion ist komplett fertig, wenn auch die vorderen drei Teile wegen vermutlich noch einzubringenden Gewichten noch nicht verklebt sind.
      Momentan erfolgt die Heckmontage einschließlich Heckklappe.

      Zwischenfazit:

      Konstruktion:
      • Passgenauigkeit und Grafik ausnahmslos exzellent!


      Bauanleitung:
      • Mindestanforderung an eine Bauanleitung ist für mich, darin möglichst zweifelsfrei lesen und/oder erkennen zu können, wie, wo und in welcher Abfolge Teile und Baugruppen zu montieren sind.
      • Die dem Bogen beiliegenden 3D-Skizzen erfüllen diese Minimalforderungen leider nicht!
      Vielleicht erklärt das den relativ niedrigen Preis für einen, aus meiner Sicht, ansonsten sehr hochwertigen Bogen: gespart wird bei der Dokumentation!
      Wenn man bedenkt, dass eine sachgerechte Dokumentation heutzutage in etwa den gleichen Zeitaufwand wie die Konstruktion erfordert, wäre das für mich eine gut denkbare Erklärung.
      Unter diese Bedingungen gestaltete sich bisher der Zusammenbau eher wie ein Schachspiel: stets versuchen, mindestens 36 Bauschritte voraus zu denken, ehe man - immer noch mit Restzweifeln behaftet - Leim aufträgt.

      Der Lohn für diese Mühen ist - wie Eingangs schon erwähnt - absolut exakte Passgenauigkeit und Farbtreue.

      Viele Grüße
      Roland





    • Railgoon schrieb:

      Hallo Roland,

      so wie Du die Pappe zusammenklebst, kann jedes Plastikmodell nur verlieren!

      Das sieht einfach verheerend gut aus!

      Hallo Roland,

      hier kann ich meinem verehrten Namensvetter nur zustimmen - mit einer Einschränkung: Den Ausdruck "verheerend" würde ich doch lieber durch "überwältigend" ersetzen wollen. grins 2
      Die Passgenauigkeit, z.B. sehr gut sichtbar bei den farbigen Längslinien, ist einfach toll!

      Schöne Grüße
      Andreas
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