ZiU-9B von Orlik (Oberleitungsbus)

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    • ZiU-9B von Orlik (Oberleitungsbus)

      So, ich fange dann jetzt mal an. Nachdem ich mittlerweile fast täglich vom Nachwuchs belagert werde ("Machst du den Trolleybus...?"), gibt es langsam kein Entkommen mehr vor diesem Mammut-Projekt regen1



      Der Trolleybus (=Oberleitungsbus, eine Fahrzeuggattung, die im westlichen Europa überhaupt nicht vertreten zu sein scheint ausguck1 ), fasziniert mich, seit ich zum ersten Mal in ihn eingestiegen bin. Ich habe ihn auch in diesem Zusammenhang hier schon mal kurz erwähnt: Sowjetische Fahrzeugtechnik Als ich dann über den Bausatz gestolpert bin, mußte ich den einfach umgehend bestellen, obwohl ich solche Sachen eigentlich nicht baue, sondern Bus-Bauberichte eher nur mit großem Respekt lese les 2 oh1 Der Bus eignet sich natürlich vorzüglich dazu, die CO2-Bilanz meiner Fahrzeugflotte zu senken prost2 auto1 lala1 Ich habe mir zum Modell noch den Lasercut geleistet. Auf ihm sind auch die allerschlimmsten Bauteile, wie Scheibenwischer oder mikroskopisch dünne Gitterelemente umgesetzt, wofür ich auch ganz gut dankbar bin daumen1 Der Bus ist hier leider in einer polnischen Version umgesetzt. Es gibt auch noch den Originalbausatz, der eine weißrussiche Bemalung zeigt und von Orlik hier adaptiert wurde, da war ich mir allerdings nicht sicher, ob es sich vielleicht um einen Laserdruck handelt und habe dementsprechend die Finger davon gelassen. Wenn ich den richtigen Rotton finde, kann ich mein Modell sogar vielleicht noch "russifizieren". Ich habe meine Trolleybus-Erkundungsfahrten ja schließlich nicht in Polen gemacht.
      Dieser Baubericht wird sich über eine sehr große Distanz hinziehen, da ich das als ein Nebenher-Projekt betrachte, an dem ich immer mal schrauben werde, obwohl ich als Hauptbeschäftigung eher meine Rennwagen weiterbaue. Von daher ist es auch kein Wettweberbsbaubericht, ich brauche hierbei keinerlei Zeitdruck, owohl das Modell absolut wettbewerbstauglich ist. Ein paar logistische Fragen sind auch noch offen, so habe ich irgendwie gar keinen Platz, um einen DIN A-3-Bogen oder eine 40 cm lange Modellbaustelle (kindersicher!) zu lagern. Das ergibt sich dann hoffentlich noch während des Prozesses...





      Auf dem Anleitungssektor gibt es eine wirre Mischung aus polnischen und russischen Texten, versetzt mit englischen Bauteilbezeichnungen und sehr ausführliche Bauskizzen. Auch hier habe ich im ganzen Internet keinen vollständigen Baubericht gefunden, sondern nur diesen Bloteintrag hier, der das Thema mit einigen Fotos behandelt: http://only-paper.ru/forum/33-15873-1 Somit muß ich mich auf das verlassen, was im Bogen an Anleitung vorhanden ist. Gebaut habe ich momentan noch nichts, lediglich eine kleinere Textpassage mit allgemeinen Informationen habe ich mit meiner privaten Übersetzungsagentur durchgearbeitet. Dankenswerterweise steht dort der explizite Hinweis, das die Mehrheit der Teile auf Kante geklebt wird. Wenn ich das schon vorher weiß, muß ich mich beim Bauen auch nicht ständig drüber aufregen grins 3

      Hier sind noch einige Eindrücke aus dem inneren des Fahrzeuges, im besten Falle handelt es sich hierbei auch um hilfreiches Anschauungsmaterial:





      Das tolle an meinem Modell wird sein, daß ich so die Chance habe, so ein Fahrzeug mal in fabrikneuem Zustand zu sehen. In der Realität sind die Busse bereits ziemlich betagt und leicht angegammelt.

      Eine Frage habe ich zum Schluß noch: Kann mir jemand sagen, was es bedeutet, wenn das Bauteil zu Ende ist und sich vorgelagert noch eine blaue Markierung befindet? Das ist mir jetzt schon in mehreren Bögen begegnet und ich habe keinen blassen Schimmer, was das bedeuten soll. Siehe hier am rechten Bildrand:

    • Moin Daniel,

      Respekt für deine Modellauswahl daumen1 .
      Mich reizt so ein Bus auch schon länger, habe aber noch sooo viel anderes auf Lager ….. schwitz1

      Kindersichere Aufbewahrung = großen "Wäsche"korb (Kiste) oben auf dem Kleiderschrank ??

      Blaue Linie = Das Bauteil scheint ja zum Dach zu gehören und zwar wo die Formgebenden Spanten für die Form der Dachhaut aufgeklebt werden. Diese Blaue Linie markiert wohl den späteren Dachüberstand (Ende der Spanten?), wie in den Seitenansichten der Anleitung zu sehen ist.

      Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Spaß bei deinem Projekt.

      Gruß aus Bremen
      Stephan
    • Hallo Daniel,

      ich wünsche Dir bestes Gelingen beim Bau des O-Busses! daumen1 Ein wirklich sehr interessantes Projekt.

      Oberleitungsbussysteme gibt es allerdings nicht nur im Osten. Ich erinnere mich sehr gerne an die vielen Fahrten in meiner Jugendzeit mit dem O-Bus in St. Gallen/CH, damals in den 70ern noch mit Personenanhängern. Die Stromabnehmer und deren Bewegungen zu beobachten, hat mir immer viel Spaß gemacht.

      Eine Liste der weltweit bestehenden O-Bus-Systeme findest Du hier.

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Hallo Daniel,

      interessante Modellwahl!
      Für den Bau wünsche ich Dir gute Passgenauigkeit und viel Freude - mein baubegleitendes Interesse ist Dir sicher!

      In meinem Bogenfundus lagert ein Jelcz-Berliet PR-100 (Modelik 12/2007). Nichts aufregendes, aber auf den Bau freue ich mich auch schon.


      Viele Grüße
      Roland
    • Servus Daniel,

      das Teil zeigt doch die Unterseite des Daches im Fahrgastraum? Richtig?
      Ich meine, diese Linie gibt vor wie das Dach geformt werden soll.
      Also einen Bogen, der im Scheitel etwas flacher ist.

      Auf alle Fälle ein interessantes Vorhaben.
      Ich fuhr während meiner Schulzeit in der HTL jeden Tag mit einem etwas älteren Modell dieser Gattung - war sogar ein Gelenkbus - zur Schule und retour.
      die O-Busse wurden dann in den 1990ern durch Busse mit Flüssiggasantrieb ersetzt.

      Gutes Gelingen!

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Vielen Dank erstmal für die Daumen und Interessensbekundungen! Ich hätte eigentlich nicht erwartet, daß ein schnöder Bus auf derartige Gegenliebe stößt klasse1


      OldieAndi wrote:

      Eine Liste der weltweit bestehenden O-Bus-Systeme findest Du hier.
      danke1 , der Link hat mich bestimmt eine Stunde lang an Wikipedia gefesselt daumen1 Du bist mit diesem Hinweis leider zum Boten schlechter Nachrichten geworden, denn das Trolleybussystem der Stadt Lipezk, in dem ich die ganzen Jahre mit diesem Fahrzeug unterwegs war, wurde kurz nach meinem letzten Besuch dort scheinbar abmontiert heul1 Es befindet sich jedenfalls auf der Liste der ehemaligen Trolleybussysteme. Hier der Link dazu: de.wikipedia.org/wiki/Liste_de…itungsbussysteme#Russland Schuld daran ist wahrscheinlich unser kilometergroßes Bedürfnis nach sauberer Luft in den Städten happy1 Lustigerweise gab es in Deutschland mal massenweise Oberleitungsbussysteme, die aber nach und nach verdieselt wurden, wie ich jetzt recherchieren konnte stirn1



      Ich vermute, für die abgeschafften Trolleybusse fahren jetzt noch mehr germanische Veteranen des öffentlichen Nahverkehrs in Lipetsk rum. Leider ist mein Vorhaben, demnächst vor Ort möglichst viel Fotomaterial für mein Modellbauprojekt zu sammeln, damit auch völligst torpediert. Ich kann ja dann bei Gelegenheit nochmal einen Mercedes-Bus aus den Neunzigern basteln brüll1


      Positiv ist zu vermelden, daß ich jetzt mal den Anschnitt gemacht habe. Zwei riesige Bauteile sind präzise aufeinanderzuleimen. Nicht kleine, sondern große Bauteile sind der wahre Horror des Kartonmodellbaus regen1 Ich habe es aber einigermaßen hinbekommen und die Ungenauigkeiten an der Stirnseite bewegen sich irgendwo bei 0,3 bis 0,5 Millimetern. Das liegt hoffentlich im tolerablen Bereich engel1 Das Oberteil, das später den Busfußboden darstellt, habe ich mit möglichst vielen Schlitzen für die spätere Montage der Sitze versehen. Man soll nämlich, wenn es mal soweit ist, die Außenwände komplett bauen und dann von oben die Inneneinrichtung quasi "landen". Da dachte ich mir, daß die Schlitze bestimmt helfen. Bloß an den Schlitz für die Wand, die das Führerhaus abtrennt, habe ich micht nicht rangetraut, denn damit hätte ich beinahe das Bauteil zertrennen müssen. Ich lasse die Bodenplatte jetzt unter einer anständigen Gewichtseinwirkung übernachten und dann schau' ich mal weiter...




    • Ulrich wrote:

      Bin mir fast sicher, dass das irgendwo im Ruhrgebiet war.
      Hallo Ulrich und schön, daß auch du dabei bist. Wenn ich mir dein angegebenes Lebensalter so anschaue, dann muß das wohl in Essen gewesen sein. Das dortige System wurde 1995 dichtgemacht. Der nächste Kandidat im Ruhrgebiet wäre Dortmund gewesen, da wurden die Trolleybusse, laut Wikipedia, schon 1967 abgeschafft. Ich entdecke gerade meine Vorliebe für unnützes Wissen les 2 les1 pirat1

      Ich habe mich jetzt mal weiter in den Bogen reingeschnippelt und die hinteren Radkästen gebaut. Es gibt im Trolleybus hinten ein leichtes Gefälle, das auf eine ziemlich große, unbestuhlte Stehplatzfläche führt.
      Der Bogen selbst hat mir gleich zu Anfang sein Gesicht gezeigt, so daß ich gleich mal weiß, wo der Hammer hängt; Dadurch, daß alles auf Kante geklebt wird, ist sofort ein gewisser, gehobener Schwierigkeitsgrad vorhanden. Das Modell hat eine ziemlich kleine Ungenauigkeitstoleranz, man muß höllisch aufpassen, daß alles auf den halben Millimeter genau an seinem Platz sitzt schwitz1 Andererseits ist die Konstruktion teilweise leicht unpräzise. Die schwarzen Unterseiten der Radkästen sind zu kurz konzipiert, wodurch große, weiße "Bilitzer" entstehen. Dadurch werde ich das Fahrzeug auch nicht mehr in fabrikneuem Zustand bauen können. Ich werde nämlich die Blitzer später mit schwarzer Acrylfarbe streichen, das sieht dann am Ende so aus, wie frische Farbe direkt auf Rost, was übrigens eine russische Spezialität ist und somit auch die Autentizität des Modelles erhöht happy1







      Nach diesem Bauabschnitt habe ich meinen Sonntagsspaziergang gemacht.... Dann kam ich nach Hause und mußte den rechten Radkasten nochmal abreißen und neu platzieren, weil mir das alles zu unpräzise war arbeit1 Jetzt bin ich leidlich zufrieden.

    • danke1 für Eure Daumen!

      Ich habe mich als Nächstes an die vorderen Radkästen und Treppenstufen gemacht. Vorne paßt alles etwas besser zusammen, aber auch hier bleibt ein weißer Spalt an der Unterseite, der später übertüncht werden muß. An den Treppenstufen hätte man auch ruhig mal eine Klebelasche anbringen können, aber der Konstrukteur scheint hier seine Prinzipien zu haben les 3 Ich kann mich allerdings nicht an beleuchtete Stufen erinnern, schon gar nicht mit so großen Lampengläsern. Vielleicht ist das hier ja eine Nobelvariante des Busses grins 1
      Schließlich habe ich noch den Rahmen vorbereitet. Man soll die einzelnen Teile jeweils mit 0,5 mm Pappe verstärken. In diesen Größenordnungen gibt der Verpackungsmittelsektor allerdings nicht mehr so viel her, von daher habe ich einen 1 mm starken Apothekenkalender genommen und nur die Hälfte der Rahmenteile verstärkt. Müßte am Ende auf das Gleiche rauskommen les 2 kratz1 grins 3







    • Die Längselemente habe ich nun verklebt und angebracht. Die Markierungen auf der Fahrzeugunterseite stimmen hinten und vorne nicht überein. Ich nehme aber mal an, daß das meine eigene Schuld ist, zumal auch die Spantenpappe etwas zu dünn ist und da links und rechts noch weiß rausblitzt. Was mir Hoffnung macht ist, daß die Zapfen für die Hinterradbefestigung bündig übereinstimmen. Ich werde mich bei den Querspanten an den Markierungen am Fahrzeugboden orientieren und dann alles weiß überstehende einfach zupinseln. Mir ist so nebenher aufgefallen, daß dieses Modell ein gigantischer Kleberfresser ist. Ich habe vorher noch nie gesehen, wie vor meinen Augen beim Basteln meine Klebervorräte in so einer rasanten Geschwindigkeit dahinschmelzen oh1

    • Es ist großartig, dass Du sich für diese zivile Technik entschieden hast. Es gibt einen anderen Orlik ZIU, einen roten Bus im selben Maßstab.Ich wünsche Dir viel Erfolg.
      Best regards from / Liebe Grüsse von: Krisztián
      People buying model booklets think they also buy the time necessary for their assembly. But I am old enough to know it is not true at all. verlegen2 prost2
    • Jan wrote:

      Obussen gibt es nicht nur im Osten: auch wir haben noch so etwas :)
      ist zwar fur uns im Osten, aber vom Osten aus gesehen ist es im Westen :)
      Auch in Deutschland haben noch drei Systeme überlebt, wie ich jetzt recherchiert habe:

      de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Eberswalde

      de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Esslingen_am_Neckar

      de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus_Solingen

      Was mich allerdings völlig wundert: In der Debatte über saubere Luft in den Städten redet absolut niemand über Oberleitungsbusse. In Wiesbaden soll jetzt, um Dieselfahrverbote zu verhindern, eine Straßenbahn gebaut werden. Wenn ich richtig rechnen kann, müßte doch eine Straßenbahn mit Oberleitungen, aber ohne Schienen um Einiges günstiger sein, als eine Schienenbahn. Trolleybusse sind mutmaßlich auch billiger als akkubetriebene Elektrobusse. Juckt aber scheinbar niemanden kratz1 kratz1 kratz1


      kriszme wrote:

      Es gibt einen anderen Orlik ZIU, einen roten Bus im selben Maßstab.Ich wünsche Dir viel Erfolg.
      Es gibt noch diesen Bus hier:

      kartonmodellshop.de/shop/-trol…srussland-1970er-132.html

      Wenn ich es richtig verstanden habe, hat der Orlik-Verlag diesen Bogen überarbeitet, polnisch lackiert und im A3-Format rausgebracht. Sogar der Lasercutsatz wird für beide Modelle empfohlen. Ich baue hier die Orlik-Variante, obwohl ich eigentlich die russische Beschriftung auf der Karosserie brauche. Ich hoffe, ich kann das Problem später noch lösen. Jetzt allerdings habe ich erstmal ein anderes Problem gelöst hüpf1
      Der Rahmen ist nämlich fertig hüpf1 Die Querspanten habe ich aus zwei Lagen Bogenpapier und dazwischen einer Schicht 0,3-mm-Schokoladenverpackung gebaut. Ist sehr stabil geworden. Die nachträgliche Anbringung dieses "Außenskelettes" war allerdings eher nervig, weil man bei jedem Teilchen präzise kleben und gleichzeitig noch Druck in zwei Richtungen ausüben muß regen1 Leider ist das Modell jetzt nicht mehr hochpräzise, aber zum Glück noch in einem Zustand, der mir das Weiterbauen erlaubt frech 2 Allerdings habe ich erstmal die Nase voll und tröste mich in der Zwischenzeit mit dem endgültigen Zusammenbasteln des March 811 von m.a.s.s. Der Bus bekommt solange eine kleine Denkpause schweig1





    • In Arnheim war 'frissche 'Luft' ein wichtiges Thema. Mann wollte dass ding ausser betrieb stellen,aber wegnes die Luft-qualitaet hat mann dass damals nicht getan, und neue Buse gebaut.
      Problem der Trolleys ist aber dass sie nicht so flexibel sind: sie koennen nur unter ein Draht fahren, und nicht ueberall ist so ein Draht.....

      Jan
    • Nach dem Abschluß des letzten Rennwagenprojektes geht es nun mal wieder ein Bißchen am Bus weiter.

      @Jan: Ich würde den Trolleybus eher mit einer Straßenbahn vergleichen und nicht so sehr mit einem Omnibus. Und da müßten theoretisch die Vorteile überwiegen?! Sind hier zufällig irgendwelche Ingenieure anwesend, die sich richtig auskennen? Ich verfüge leider nur über gefährliches Halbwissen happy1

      Der Nummerierung folgend geht es unten weiter mit dem Anbringen von Details, Details und Details. Es wird hier radikal alles auf Kante geklebt, was auf Dauer schon ein wenig nervt. Die Passigkeit ist weiterhin so eine Sache. Wenn ich meine Teile angebracht habe, blitzen immer noch millimetergroße Stücke der Markierung heraus. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Die mehrseitige Bildanleitung ist dafür aber echt klasse und aussagekräftig, das bin ich von meinen Rennwagen eher nicht gewohnt.



    • Da ich mich gerade nicht so richtig für ein neues Projekt entscheiden kann (Über meine Weltkrieg-1-Flugzeuge möchte ich zuerst mit erfahrenen Modellbauern sprechen, bevor ich sie anschneide), geht es jetzt erstmal an der Langzeitbaustelle weiter.

      Zur Zeit geht es hier recht entspannt und unspektakulär zu. Es werden diverse Kesselchen und Kistchen unter den Bus geklebt, was eigentlich recht einfach ist. Was ich mich nur frage ist, ob ich nicht die ganzen Verstrebungen später hätte einbauen sollen. So muß ich jetzt da alles mühsam drunterfummeln. Andererseits stiften die Streben auch Stabilität und geben dem Gesamtwerk Form. Somit geht es wohl nicht anders kratz1



    • @maxl: Dann Herzlich willkommen an Bord dieses äußerst faszinierenden Verkehrsmittels!

      @Albrecht Pirling: Ich finde es ziemlich großartig, wie immer wieder verschiedenste Modellbauer ihre persönliche Trolleybus-Erinnerung in diesen Baubericht reinschreiben klasse1 Meine jüngste Geschichte diesbezüglich ist leider nicht so schön: Ich habe dieses Jahr die trostlose sowjetische Retortenstadt Lipezk zum ersten Mal ohne Oberleitungsbusse erleben müssen, da diese vor zwei Jahren aus dem Verkehr gezogen wurden. Fazit: Das Busfahren dort hat nun beinahe komplett seine Faszination verloren. Mit vergammelten germanischen Euro-1-Oldtimern rumzufahren ist einfach nicht das Gleiche. Die Trolleybusse wurden durch Busse mit Gasantrieb aus russischer Herstellung ("Wolgabus") ersetzt. Auf diesen wurden eigens Aufkleber angebracht die darauf hinweisen, daß diese Busse sehr, sehr umweltfreundlich sind stirn1 Das ist zwar nicht wirklich gelogen, aber in Relation gesehen doch eine recht steile These happy1 Eigentlich wollte ich auf meiner diesjährigen Reise frisches Fotomaterial für diesen Modellbau hier sammeln heul1 Aber Gasbusse knipsen hilft mir hier nicht wirklich weiter denk1


      danke1 auch an alle Daumenspender!



      Die Arbeit am Chassis hört jetzt erstmal auf, weil diverse Markierungen nicht so passen wollen, wie ich mir das vorstelle. Also baue ich jetzt zuerst die komplette Hinterachse und passe sie dann so ein, daß es paßt. Hier ist nun der Anfang:



    • Im nächsten Schritt habe ich die Achse dann mit Details versehen. Ich habe keine Ahnung, was die beiden Zylinderchen darstellen sollen kratz1 Dann habe ich die Blattfedern angebracht und das Ganze an meinen vorherigen Ungenauigkeiten so ausgerichtet, daß die Achse gerade ist.



      Die Markierungen für die Teile 36 sind übrigens diejenigen, die nicht richtig gepaßt haben. Umd die Hinterachse herum wird jetzt noch eine Art Gestell gebaut. Wenn das getan ist, klebe ich alles zusammen ein und kann Nr. 36 dann so ausrichten, daß ich den Bau nicht abbrechen muß ausguck1 schwitz1
      Im Folgenden entstanden die großen Zylinder, auf die später die Räder geklebt werden. Ich habe das Teil nur mal zur Ansicht angesteckt. Ich denke, ich werde die Zylinder mitsamt montierten Rädern erst ganz zum Schluß an den Bus anbringen. Nicht, daß da am Ende die Proportionen nicht stimmen. Ich bleibe da mal vorsichtshalber vorsichtig...

    • Hallo Daniel,

      ich mische mich auch noch unter die Runde der Obus-Nutzer. Das ist allerdings auch mal locker 50 Jahre her, und hat auch nur einige Monate gedauert, weil danach der Betrieb eingestellt bzw. umgestellt wurde. Das war die erste Zeit auf dem Gymnasium, und der Obusbetrieb Moers war nach Wikipedia der größte Deutschlands. War mir bis heute nicht bewusst.

      Es sind aber mehr technisches Interesse als nostalgische Gefühle, die mich deinen Baubericht mit großem Interesse verfolgen lassen.

      Und der lässt sich ja schon mal gut an, weiter so. Ich bin dabei.

      LG
      Thomas


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • @Thomas D.: Willkommen an Bord! speziell das, was jetzt gerade unter dem Bus entsteht, ist in technischer Hinsicht mit das Interessanteste, was das Fahrzeug zu bieten hat. In der Mitte wird es dann eigentlich ein ganz ordinärer Bus werden, bevor oben die Stromabnehmer kommen.

      Nach der eigentlichen Achse habe ich das Gestell gebaut, das auf dem linken Bild zu sehen ist. Danach kam eine ziemlich geduldsberaubende Anpassungsorgie. Nach über einer Stunde hatte ich dann alles am Platz.



      Es hat nicht alles so wirklich gut zueinandergepaßt und ich mußte Achse und Federn beim Kleben in verschiedene Richtungen drücken, was ich mit fortgeschrittener Improvisationstechnik bewältigt habe happy1 Von den beiden Teilen mit der Nummer 36 (Der Sockel mit dem Einschnitt) sind bei einem die angebrachten Markierungen seitenverkehrt, was ich aber bereits im Vorhinein gesehen und entsprechend berücksichtigt habe.
      Nach der ganzen Biegerei mit ziemlich üblem Nervenverlust sieht es jetzt so aus:



      Die Radnaben sind nur zur Ansicht locker aufgesetzt, das habe ich aber schon im letzten Beitrag erwähnt. Nach dieser Nummer bin ich vom Bus jetzt wieder einigermaßen genervt regen1
    • Der etwas kapriziöse rote Baron braucht mal dringend eine Denkpause haue 1 Also geht's jetzt hier weiter mit der Vorderachse. Zunächst ist alles ganz harmlos:



      Ich muß sagen: Es ist echt prima, so eine angefangene Langzeitbaustelle rumliegen zu haben, an der man immer mal in Abständen ein paar Teile klebt. Das sorgt doch für eine gewisse, manchmal durchaus erfrischende, Abwechslung ja 2 Nur der Staub ist hier leicht problematisch. Der Bus ist ja schon seit Februar in Bearbeitung und ich habe nach längeren Baupausen regelmäßig leichte Probleme beim gründlichen Abstauben sauber1 kratz1
    • Hallo Ulrich,

      schön, daß du auch hier mitliest. Meinen Nerven geht es eigentlich prima, zumindest was dieses Modell hier angeht kippe1 Ich habe vier (!!!) DIN A3-Seiten mit sehr guten Skizzen und das Modell ist bisher ziemlich logisch aufgebaut, so daß ich mich einfach an den Nummern entlang "hochbauen" kann. Darüber hinaus habe ich diverse Runden mit der Originalvorlage gedreht und weiß ungefähr noch, wie das Ganze mal aussehen soll. Allerdings, wenn ich Radnaben und Räder bereits jetzt montieren muß, habe ich ein Bißchen Angst, daß mir der Bus einknickt, wenn ich oben die Aufbauten mache. Ich muß mir dann wahrscheinlich so eine Art Montageständer bauen, um dieses Problem zu umschiffen kratz1 Ob das auch wirklich so ist, oder ich mir nur unnütz einen Kopf mache, wird sich aber bald zeigen...

      Gruß,

      Daniel.
    • @ullie46: Das sind nur die ganz normalen modellbauerischen Stimmungsschwankungen. Ich baue einfach so lange an einem Modell herum, bis es richtig nervt und dann greife ich mir für ein paar Tage ein anderes Projekt und zwar genau so lange, bis ich davon auch genervt bin schwitz1 lala1 Dadurch entsteht dann wieder genug Abstand zur ursprünglichen Nervensäge, so daß man an ihr entspannt weiterbauen kann pirat1 So lange, bis es nervt happy1


      @Stephan: Danke für den Hinweis mit dem Rollmaterial. Ich werde mal umgehend ein wenig in deinem Baubericht spionieren. Vielleicht beantwortet mir das ein paar Fragen ausguck1


      Ich habe nun die Vorderachsfragmente zur Vorderachse zusammengefügt und sie schließlich mitsamt Radnaben in den Bus eingebaut. Wenn ich nochmal irgendwann irgendwas mit Blattfedern baue, werde ich die Dinger zu gegebener Zeit etwas vorformen. So war es wieder ein elendes Gebiege. Aber nun ist es geschafft frech 2




      Als Nächstes kommt jetzt noch einige Lenkungsmechanik. Oder vielleicht mal wieder für ein paar Tage ein anderes Projekt unters Messer. Ist ja gerade genug angeschnitten hüpf1
    • Moin Daniel,


      Dranduleta wrote:

      Als Nächstes kommt jetzt noch einige Lenkungsmechanik.
      So wie‘s in der Bauanleitung ausschaut gibts dort keine richtige Mechanik, fährt also nur geradeaus.
      Oder wolltest Du da noch was zaubern?

      Ich freu mich auf weitere Bilder.

      Gruß aus Bremen
      Stephan
    • Moin Stephan,

      das hier gibt's an Mechanik:



      Das müßte zumindest in entferntem Sinne mit der Lenkung zu tun haben. Der Sozialarbeiter ist aber an dieser Stelle mal wieder völlig ahnungslos les 2 kratz1 Das kleine Maschinchen unten sitzt später ziemlich genau unter dem Fahrersitz. Wozu das genau gut sein soll, kann ich mir aber beim besten Willen nicht ausmalen.



      Wie auch immer, das Bauen macht mal wieder ordentlich Spaß, auch wenn ich keinen blassen Schimmer habe, was das alles sein soll lala1

      Gruß,

      Daniel.
    • danke1 , für alle eure Daumen!

      Hier ein zweifelhaftes Schmankerl für die Freunde des schlechten Reimes: Unter dem Bus ist jetzt Schluß stirn1 regen1 happy1 Ich habe in der aktuellen Bastelsitzung insgesamt zwei undefinierbare Geräte sowie den Motor gebaut und angebracht. Bei der hellen Maschine habe ich sowohl vorne und hinten vertauscht sowie idiotischerweise die Klebelinie schön sichtbar nach unten gedreht. Nicht gut, sowas grr Es läßt sich zwar momentan alles schön entspannt und schlüssig bauen, allerdings gibt es bei den ganzen zylindrischen Teilen keine genauen Angaben, wo denn überhaupt vorne und hinten ist. Das ist ein Bißchen schade, da dadurch einerseits oben bereits erwähnter Fehler entstanden ist und ich andererseits den fertigen Motor nochmal zerschnippeln und andersherum zusammenbauen mußte. Hier hätte man zumindest ein paar Richtungspfeile bei den Bauteilen im Bogen platzieren können. Von diesem Ärgernis mal abgesehen bin ich aber mit dem Bausatz bisher überwiegend zufrieden. Als Nächstes kommen die Reifen dran, da muß ich mir jetzt nochmal Gedanken über die richtige Verwendung der LC-Laufflächen machen...



    • Hallo Daniel,

      so Kleinigkeiten passieren im Eifer des Gefechts. Wenn man es noch beheben kann ist es doch gut, und wenn es an später kaum einzusehende Stelle ist: Schwamm drüber - auch wenn man selber das da was nicht so ist wie es soll.

      Ich hab gestern selber einen echten Bock geschossen - aber den sieht später auch kaum einer, dabei ist der richtig groß.

      Der Unterboden sieht gut aus, viel Spaß mit den Rädern.

      Gruß,
      Stephan
    • danke1 an alle Leiker freu1

      @Stephan: Es sind jetzt ein paar Wochen vergangen und ich habe in der Zwischenzeit an diversen anderen Modellen rumgeklebt. Sieht gar nicht mehr so schlimm aus grins 1


      Stephan wrote:

      viel Spaß mit den Rädern.
      regen1 brüll1 dagegen1 nein1 So richtig Spaß haben sie irgendwie nicht gemacht muhaha1

      Im Grunde bauen sich die 1:33er Busräder genauso wie 1:25er Formel-1-Räder. Ich bewege mich also auf gewohntem Terrain.



      Leider muß der gesamte Lasercut angemalt werden, wozu ich mal wieder Grau anmischen mußte. Farben anmischen und Modelle bemalen mag ich eigentlich überhaupt nicht. Andererseits will ich aber auch keine weißen Räder haben...



      Ab hier ist alles wieder Standard-Reifen-Geduldsarbeit. Aufgrund der Zwillingsreifen hinten hat der Bus sogar sechs Räder.





      Die Felgen sehen am Ende genau so aus wie am Original, was mir ziemlich gut gefällt.



      Damit steht die Busbaustelle jetzt auf eigenen Reifen und es kann mit den Aufbauten weitergehen. Vorher werde ich das Projekt aber wieder mal für eine Weile einmotten und woanders weiterkleben...



      ...zuvor aber noch ein Nachtrag zu den elenden Reifen: Ich habe hier den Lasercut verbaut. Die Laufflächen sind leicht zu kurz, was ich aber ohne Weiteres kaschieren konnte. Ansonsten paßt alles prima zusammen. Wenn ich nun die Reifenteile im Bogen betrachte...



      ...finde ich eine abstruse "Wickelkonstruktion" vor. Würde ich diese Teile so zusammenrollen, wie es offensichtlich vorgesehen ist, könnte ich die Räder schlicht und einfach vergessen. Ich habe jedenfalls keine Idee dazu, wie man mit diesen Teilen passige Räder bauen soll kratz1
    • dranduleta wrote:


      Wenn ich nun die Reifenteile im Bogen betrachte...

      ...finde ich eine abstruse "Wickelkonstruktion" vor. Würde ich diese Teile so zusammenrollen, wie es offensichtlich vorgesehen ist, könnte ich die Räder schlicht und einfach vergessen. Ich habe jedenfalls keine Idee dazu, wie man mit diesen Teilen passige Räder bauen soll kratz1
      Das geht am besten mit Experimenten an einer Testkopie. Ich hatte dergleichen vor vielen Jahren mit den kleinen "Donut-Rädern" an einer großen Piper Cub eines leider nicht mehr existenten Verlags. Der beste Weg war das Aufrollen und Kleben, dann Aufspannen auf einen Dorn an der Dremel und Zurechtschleifen. Drecksarbeit mit viel Staub. Da ist Dein Weg eindeutig besser.
      Meine Machwerke

      07.12.2019 Baubeginn Wettbewerbsmodell EMD F-7B. Aktuell: Drehgestelle.