Projekt "Hermine" - die BR E69 03 in 1:21

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    • Ein ganz herzliches Dankeschön an euch, Sieghard, Dieter, Andy und Helmut - und natürlich an alle "Liker". Ich freue mich sehr über eure positive Resonanz. Das gibt mir zusätzlichen Ansporn, dieses Modell - irgendwann einmal - in der begonnenen und nun natürlich als Anspruch vorgegebenen Detaillierung zu Ende zu führen. Bis dahin wird aber wohl noch viel Zeit vergehen... Naja - Geduld haben wir Modellbauer ja, sonst wären wir keine! Gruß Michael (maxl)
    • Vielen herzlichen Dank auch für dein Lob, Tom, über das ich mich sehr freue. Was meinen Modellbau betrifft, möchte ich aber - trotz allen Beifalls - festhalten: Materialauswahl, Mangel an tech. Zeichnungen, Maßstab und zunehmendes Alter setzen Grenzen. Mein unerreichtes Vorbild wären dann doch die 1:10 Modelle im DB-Museum Nürnberg z.B. mit der unschlagbaren Präzision der Ganzmetallausführung. Das ist (mir) in 1:21 und Holz und Karton eben doch nicht möglich. Die händische Fertigung der Teile hat immer wieder deutliche Maßabweichungen zur Folge. Unterhalb eines Millimeters spätestens beginnt bei mir ohnehin das Glücksspiel. Auch identische Teile geraten nicht wirklich gleich. Das Krumme und Schiefe wird beim Zusammenbau "geschickt" kaschiert. Die Gesamtwirkung entsteht über die Vielzahl der Einzelteile und vielleicht auch gerade durch diesen "sympathischen" Mangel an fertigungstechnischer Präzision. Mit dieser Gesamtwirkung bin ich allerdings - um Missverständnissen vorzubeugen - selbst durchaus zufrieden. Gruß Michael (maxl)
    • Das wird trotzdem wieder ein Schmuckstück Michael

      maxl wrote:

      Die Gesamtwirkung entsteht über die Vielzahl der Einzelteile und vielleicht auch gerade durch diesen "sympathischen" Mangel an fertigungstechnischer Präzision. Mit dieser Gesamtwirkung bin ich allerdings - um Missverständnissen vorzubeugen - selbst durchaus zufrieden. Gruß Michael (maxl)
      Du hast es wirklich wunderbar formuliert Michael grins 3

      Gruss Uwe
      Manche sehen Bäume dicht an dicht, andere Zwischenräume und das Licht.
    • Es wird Zeit, von einigen Baufortschritten zu berichten. Zunächst hatte ich das Rätsel der Kühlluftzufuhr der Fahrmotoren gelöst. Es sind Lederbälge, durch die aus dem Fahrzeuginneren Frischluft über Filter angesaugt wird. Die entsprechenden Teile für das Modell habe ich nicht hohl ausgeführt, was man mir verzeihen möge... Zu sehen sind sie später ohnehin kaum:



      In der Lok schaut's dann so aus:



      Im Wesentlichen habe ich den Transformator hergestellt, der die Fahrdrahtspannung von 15.000 V auf niedrigere Spannungen für Motoren und Zugheizung heruntertransformiert. Da ich von diesem Teil keine Zeichnungen sondern nur Fotos habe, musste ich sehr nach Gefühl arbeiten. Mit einer Rohform aus Holz habe ich begonnen:



      Dann waren die Kühlrohre und -bleche an der Reihe:



      Und hier der fast fertige Transformator, auch Umspanner genannt (von unten gesehen):



      Und schließlich die aktuelle Einbausituation. Langsam wird es eng im Rahmen! Gruß Michael (maxl)
    • Hallo Michael (maxl),

      oh1
      das, was Du uns hier zeigst, ist nach meinem Dafürhalten Modellbau vom Allerfeinsten. klasse1
      Ich bin total begeistert und deshalb umso gespannter, wie die nächsten Baufortschritte aussehen werden.
      Super!

      Lieben Gruß
      Ralf

      Sommer- und Winterzeit gehören abgeschafft und durch Mehrzeit ersetzt! happy 2
    • Ein herzliches Dankeschön allen "Likern" und euch, Ralf und Stephan, für euer Statement. Ich bin selbst gespannt, wie der Baubericht weitergeht... Eigentlich warte ich nur ab, was kommt und versuche dann, eine modellbauerische Lösung dafür zu finden. Ich "hangele mich von Detail zu Detail", wie Andy (Railgoon) das mal so schön formuliert hat.
      Mit dem Farbfinishing habe ich lange Zeit sehr gekämpft und dann (mit Hilfe) eine überraschend einfache Lösung gefunden: Lampenschwarz als Künstlerölfarbe gelöst in (Zitrus)Terpentin mit sehr viel Rostpigment. Die dünne Suppe tupfe ich nach Bedarf und Eingebung auf das Modell - solange, bis ich mit der Wirkung zufrieden bin.

      Herzliche Grüße Michael (maxl)
    • Moin Michael,

      „Mit dem Farbfinishing habe ich lange Zeit sehr gekämpft und dann (mit Hilfe) eine überraschend einfache Lösung gefunden: Lampenschwarz als Künstlerölfarbe gelöst in (Zitrus)Terpentin mit sehr viel Rostpigment. Die dünne Suppe tupfe ich nach Bedarf und Eingebung auf das Modell - solange, bis ich mit der Wirkung zufrieden bin.„

      Toller Modellbauer und dann auch noch Chemiker happy1
      Aber im Ernst: da wird man blaß, so gut wie Du baust klasse1 klasse1 klasse1
      Stephan hat recht: ich hol auch meinen Briefmarkensammlung wieder raus...

      Liebe Grüße
      Jörg
    • Trotz sommerlicher Hitze und eingeschobenen Urlaubstagen geht es mit Hermine weiter. Ich habe mich der Bremsanlage zugewandt, die überraschend komplex ist. Erste Bauteile sind entstanden und eingepasst:





      Mit der Detaillierung bin ich zufrieden, mit der Sauberkeit der Ausführung nicht so ganz. Krumm und schief bleiben meine Begleiter... Wie schon gesagt kann ich damit aber leben, denn der Grad der Detaillierung überwiegt im Gesamteindruck etwaige Schwächen in der Ausführung.
      Euch allen schöne, nicht zu heiße Sommertage! Gruß Michael (maxl)
    • Du kannst auf Dein Werk wirklich stolz sein daumen1 daumen1 daumen1

      Auch im Original - gleich welches - war nicht Alles perfekt wie wir annehmen!
      Typisches Beispiel: "überrestaurierte Autos" gleich welcher Marke.. auch da waren z. B. nicht alle Schraubenkopfschlitze im Original in einer Richtung bei der Türverkleidung!

      Perfekt gemacht daumen1 daumen1 daumen1 daumen1 daumen1 daumen1 daumen1
      Wer klebt der lebt holmes1 !
    • Hi Michael,

      das ganze Gerödel wirkt in der Gesamtheit.

      Und kleine Abweichungen sind, wie schon angemerkt, vollkommen normal.

      Die Qualität Deiner Bauweise ist absolut unschlagbar und wie ich denke, über alle Zweifel erhaben. Und: Wer vonn uns hier weiß denn schon, wie es da drunter tatsächlich aussehen muss? Nietenzähler, Nörgler und ewig Unzufriedene mag es geben. Die sollten aber besser wo anders schreiben!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Herzlichen Dank, Hagen, Sieghard, Tom und Andy, für eure lobenden und aufmunternden Kommentare. Das tut gut! Eure Überlegungen zur Präzision des Modellbaus teile ich durchaus. Reine Handarbeit hat eben auch ihren Reiz. Was heutzutage mit CAD, Lasercut und 3D-Druck möglich ist, würde meine Hermine natürlich alt aussehen lassen, aber damit kann ich leben. Leider aber gibt es auch Stellen, die mit etwas mehr Voraussicht und Geduld auch händisch besser zu fertigen gewesen wären. Aber - psst - die bleiben mein Geheimnis. Mit der Gesamtwirkung bin ich schon zufrieden! Gruß Michael (maxl)
    • Kannst du selbstverständlich, Stephan! Oder vielleicht eben nicht: Dein Tatra-Bus ist verarbeitungstechnisch in Sachen Präzision noch eine andere Hausnummer... Unter uns - ich fotografiere mein Modell nun nicht gerade so, dass die ganz unvorteilhaften Perspektiven sichtbar werden. So eitel bin ich schon... Vielen Dank für dein gut verpacktes Lob! Gruß Michael (maxl)
    • Die Bremsanlage nähert sich der Fertigstellung. Ein wenig unübersichtlich ist sie schon und ich musste gut tüfteln. Die erste Bremswelle zeige ich im Rohbau, dann die Einbausituation zusammen mit der zweiten Bremswelle:



      Ich mag die schrägstehende Stange zur Kraftübertragung. Sie durchbricht zum ersten Mal die Symmetrie der Lokomotive. Noch fehlen der Bremszylinder, die Wurfhebelbremse und die Rückholfedern.
      Innerhalb des Rahmens bin ich fast durch. Rechts und links davon außerhalb aber geht das Gewurschtel weiter, solange eben, bis man von allem, was bis jetzt gebaut ist, fast nichts mehr sehen wird. Modellbauerschicksal eben! Gruß Michael (maxl)
    • Besinnlich und mit großen Bastelpausen geht es mit meiner Hermine weiter. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h durchaus angemessen... Wie überraschend komplex die Bremsanlage aufgebaut ist, zeigt noch einmal recht gut das erste Bild. Immerhin müssen acht Bremsklötze in gleichmäßiger Kraftverteilung auf die vier Räder einwirken, was doch einen gewissen konstruktiven Aufwand erforderlich macht:



      Im zweiten Bild sieht man meine Bemühungen, mit der Darstellung der Zughaken voranzukommen. Der Versuch, sie aus Alu-Draht zu "schmieden", schlug fehl. Letztlich habe ich den ersten dann aus Holz gefertigt. Rechts seht ihr die Rohbauteile. Alles etwas tüftelig, aber die Pufferbohle bekommt langsam ihr Gesicht!
      Gruß Michael (maxl)
    • Sehr schön!

      Hallo Michael,

      so langsam wirds voll, auch an der Pufferbohle.

      Gerade diese Dinge machen Modelle zu Modellen oder zum Spielzeug. Ich suche derzeit auch nach einer für mich gangbaren Lösung. Aber wie bei Dir: Kommt Zeit kommt Rat. Und Zeit kommt unweigerlich....
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Ja, Andy, ich mag's auch, wenn es voll wird! Dann schaut es so richtig schön kompliziert aus. Dabei wird das Rahmeninnenleben am Ende noch nahezu verschwinden hinter den Anbauten rechts und links außen. Kühlrohre, Druckluftbehälter, Trittstufen, Werkzeugkästen, Rohrleitungen, nicht zu vergessen die Schneeräumer vorne und hinten, das ganze "Gerödel" eben, wie du so gern zu sagen pflegst. Ich drück dir die Daumen, dass du mit deinen Vorhaben auch gut weiterkommst bzw. gute Lösungen findest! Liebe Grüße Michael (maxl)
    • Uwe F. wrote:

      Hier wird dir sicher niemand davon laufen Michael
      Da stimme ich dem Uwe zu - auch der Tronjer linst trotz der helmbedingten Sichtbehinderung mit einem Auge immer wieder hier herein.... grins 2

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Da freu ich mich aber, Uwe und Hagen, dass ihr nicht davonlaufen werdet!

      Ich habe die letzten Details innerhalb des Rahmens wie (noch freischwebenden) Bremszylinder, Zughakenfederungen und Stromzuleitungen zu den Motoren eingebaut und mit der Grundplatte ein Problem gelöst, indem ich Öffnungen hineingeschnitten habe, die den weiteren Zugang zur und Blick in die "Unterwelt" sichern:



      Das ist zwar nicht vorbildgerecht, aber diese Öffnungen sind ja jederzeit wieder verschließbar. Ich habe sogar schon überlegt, ob ich hier Acrylglasplatten einsetze und die inneren Aggregate auf einem durchsichtigen Boden anordne. Mal schauen.
      In der Vorderansicht hat sich scheinbar nicht viel geändert und doch ist die Montage der Bodenplatte ein Durchbruch, weil sie mir gestattet, mich sowohl den Aufbauten als auch den Details rechts und links des Rahmens zu widmen:



      Ich hoffe und glaube, dass ich diesen Zwischenschritt richtig entschieden habe. Gruß Michael (maxl)
    • Hallo Michael,

      die Idee, in den Ausschnitten der Bodenplatte Acrylglasscheiben einzusetzen, solltest Du unbedingt weiter verfolgen. Das wäre doch ein sehr schöner Kompromiss zwischen nicht zu realisierender abnehmbarer Bodenplatte oder hinterher kaum noch etwas sehen können. Also ich würde da gerne mal durchgucken wollen. zwinker2

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Ein herzliches Dankeschön allen Likern und Sieghard, Ulrich und Andreas für ihre Wortbeiträge und das Lob!

      Die Idee eines "gläsernen Bodens" in den Maschinenräumen ist so schnell nicht vom Tisch, Andreas. Für Notre Dame denkt man ja auch über ein Glasdach nach... Aber so oder so wirst du das Innenleben des Rahmens unter der Bodenplatte zu Gesicht bekommen - da bin ich mir ziemlich sicher!

      Im Augenblick stehen gerade größere Baufortschritte an: Der Hilfsrahmen ist dazugekommen. Mit ihm wurde Hermine erst 1939/40 ausgestattet, um mehr Höhe für leistungsfähigere Aggregate in den Maschinenräumen zu erhalten, die wiederum erforderlich wurden, weil man zugleich stärkere Fahrmotoren eingebaut hat. Exakt um diesen "schwarzen Gürtel" hat Hermine also ihr Aussehen und ihre Proportionen Ende der dreißiger Jahre verändert.



      Der Hilfsrahmen ist eigentlich aus U-Profilen zusammengeschweißt. Da er nach außen glatt ist, habe ich ihn aus Stabilitätsgründen aus Vollholz gefertigt. Nun ist die Grundlage geschaffen, um Hermine in allen Richtungen "wachsen" zu lassen. Dazu ist wieder Kleinteil-Gefummel angesagt - es kann also dauern, bis es hier wieder etwas zu sehen gibt... Gruß Michael (maxl)
    • Nach über einer Woche unfreiwilliger Abstinenz lässt mich die Forensoftware nun "wieder ran". Das will ich schnell nutzen, ehe sie es sich anders überlegt... Ein paar Baufortschritte sind zu verzeichnen. Ich habe mich am Kühlsystem des Luftpressers (Kompressor) versucht. Zumindest bin ich mir einigermaßen sicher, dass es sich um dieses Bauteil handelt. Die Kartonringe habe ich mir zur Abwechslung von meiner Tochter auf ihrem Cricut Maker herstellen lassen. Knapp hundert Kreisringe mit der Hand auszuschneiden war mir dann doch zu kritisch - von der zu erwartenden Qualität der Ringe ganz zu schweigen. Links der Rohbau, rechts das einbaufertige Teil:



      Eingebaut schaut es dann so aus. Daneben der Vorbildvergleich. Etwas gewagt, aber dass man sich dem Vorbild ohnehin nur nähern kann, ist ja allgemein bekannt. Wie ihr seht, fehlen noch etliche Details, aber die Richtung scheint zu stimmen.



      Wer ganz genau hinschaut, erkennt, dass beim Vorbild das Bremsgestänge vor dem Rad fehlt. Die Bremsanlage war 2017, als ich das Foto machte, ausgebaut.

      Ganz liebe Grüße an die Kartonkollegen! Michael (maxl)