Projekt "Hermine" - die BR E69 03 in 1:21

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    • Ein ganz herzliches Dankeschön an euch, Andy, Tom, Dieter, Ulrich, Hagen und Jörg, für euer großes Lob! Und vielen Dank für die Likes! Das geht mir so richtig runter und spornt mich gewaltig an. Im Vergleich zu früher ist mein Modellbau jetzt doch sehr "entspannt", sprich: langsam geworden. Das hatte ich mir aber auch so vorgenommen: mich nicht selbst unter Druck zu setzen... Trotzdem: Mit der Hermine geht es stetig weiter!
      Gruß Michael (maxl)
    • Hallo maxl,

      "mächtig gewaltig" kann man da nur sagen! Ich habe zwar keine Ahnung von Eisenbahnen, aber deine Art Modelle zu bauen ist schon was ganz besonderes und überzeugt auf den ersten Blick! so muss das aussehen!
      Man kann jetzt schon gratulieren, aber wir wissen ja, dass da noch jede Menge mehr kommen wird.

      Viel Spaß wünsch ich dir und vor allem uns weiterhin bei deinem Bau!
      Ludwig
    • Nach einer etwas längeren Reise-Bastelpause melde ich mich zurück mit meinem BB.
      Vor ein paar Tagen sah es für mehrere Stunden so aus, als sei das Ende für die Hermine gekommen. Das Problem hatte damit zu tun, dass bei der Lok (wie bei den meisten Elloks) vorne und hinten erst auf den zweiten oder dritten Blick zu unterscheiden sind und man (besonders bei Detailfotos) höllisch aufpassen muss, wo sich das fragliche Detail denn nun genau befindet.
      Hinzu kommt eine "Ähnlichkeitshemmung" genannte Rechts-Links-Verwechslungs-Schwäche, die bei mir besonders stark ausgeprägt ist.
      Kurz gesagt: Einen halben Tag lang hatte ich aufgrund eines Detailfotos der Bremsanlage den unschönen Verdacht, ich könnte die gesamte Anlage rechts-links-vertauscht eingebaut haben. Das wäre das Aus gewesen, denn diesen Fehler rückgängig zu machen hätte einen Rückbau (besser: Zerstörung) der Lok in einem Umfang nach sich gezogen, der eher einem kompletten Neubeginn entsprochen hätte.
      Einen halben Tag brachte ich mit der Fehlersuche zu, bis mir klar wurde, dass ich "nur" ein wichtiges Einzelteil der Bremsanlage übersehen und deshalb vergessen hatte einzubauen.
      Das immerhin eröffnete mir die Möglichkeit, den Fehler weitgehend zu beheben ohne die Lok "in die Tonne zu treten". Hier das Ergebnis:



      Die Lok verfügt nun über zwei der markanten schrägstehenden Stangen, die die Bremskräfte von einer Bremswelle auf die andere übertragen. Was mich bewogen hat zu glauben, es gebe nur eine dieser Stangen, weiß ich nicht. Ein wenig kann die Fehlinterpretation damit zu tun haben, dass meine erste Fotostrecke die Hermine mit (zu der Zeit) gerade ausgebauter Bremsanlage zeigt - eigentlich ein Glücksfall, der bessere Einblicke in die Gesamtkonstruktion erlaubt. Im Hinblick auf eine gleichmäßige Kraftverteilung sind zwei Stangen natürlich viel plausibler - aber schlauer ist man immer erst hinterher.
      Die OP geschah in drangvoller Enge und niemand möge allzu genau hinschauen, ob alle Hebel genug Spiel haben, ihren Weg aneinander vorbeizufinden (sie haben genau dies nicht...), aber weitere Bauteile werden diesen Schwachpunkt des Modells wohl gnädig überdecken. Das Abenteuer Scratchbau kann weitergehen!
      Gruß Michael (maxl)
    • Mit gesteigerter Energie nach überstandenem Schrecken sind weitere Einzelteile in reiner Handarbeit entstanden. Zum einen die Indusi-Einrichtung (zweifach), zum anderen ein Luftbehälter:



      Eingebaut schaut's dann so aus - diesmal in ungewohnter Perspektive:



      Das vom Erbauer so sehr ersehnte "Teile-Durcheinander" beginnt sich abzuzeichnen. Es wird aber noch viel mehr Durcheinander, sprich: noch viel mehr Teile geben, ehe die Unterwelt der Lokomotive unterhalb der Bodenplatte fertiggestellt ist. Es gibt viel zu tun und ich werde (zum Glück) nicht arbeitslos! Gruß Michael (maxl)
    • Ein herzliches Dankeschön allen "Likern" (auch denen vom Post davor) und dir, Stephan, für deinen Kommentar. Da freu ich mich mal wieder sehr!
      Ja, Stephan - es fehlt noch viel... z.B. ist noch keine einzige Leitung verlegt. Es ist aber noch zu früh für irgendeine Liste bezüglich der Abschlussarbeiten, wobei Abschluss nur meint: unter dem Bodenblech. Vielleicht bin ich dann für einige Zeit der Besitzer des einzigen hochdetaillierten Fahrwerksmodells der Hermine weltweit. Das wäre ja auch etwas!
      Gruß Michael (maxl)
    • Hallo Michael,

      Spitzenmäßige Arbeit, das mit den Fehlinterpretationen von Fotos kenne ich auch zu gut. Aber Du hast es erstklassig korrigiert. Deine Detailtiefe ist beeindruckend.

      beifall 1 beifall 1



      Mich würde interessieren, womit bzw. wie Du deine Modelle bemalst?
      Da hab ich echt noch Probleme mit.

      LG Ralf
      Wenn ich mich in meinem Bürostuhl zurück lehne, klappen mir die Augen zu.. Bin ich eine Puppe? kratz1
    • Herzlichen Dank für die Daumen von Andreas und Uwe und für Ralfs lobende Worte! "Detailtiefe" - das Wort muss ich mir merken. Es drückt genau aus, was ich erreichen will, wobei es nach außen und nach oben hin zunehmend leichter wird, die Details zu erfassen und nachzubilden.
      Zur Bemalung, Ralf: Sie ist mein Angstgegner von einst. Jetzt habe ich eine für mich recht narrensichere Methode gefunden: Die Teile werden nach Fertigstellung schnöde sprühlackiert - aus der Dose. Airbrush habe ich noch nie versucht... Für Alterung und Rost verwende ich eine Art "Einheitssuppe" - eine sehr dünnflüssige Mischung aus (Citrus)Terpentin, Lampenschwarz als Ölfarbe aus dem Künstlerbedarf und darin verrührtem Rostpigment. Das wird getupft, nicht verstrichen. Den Tipp habe ich von einem Modellbauerkollegen.
      Solange der Vorrat reicht, ist alles gut. Geht er zur Neige (nach ein, zwei Jahren) habe ich erneut ein Problem: Wie bekomme ich den Nachschub hin? Die neue "Rostsuppe" hat - wegen eines anderen Rostpigments (ich weiß natürlich nicht mehr, welches ich davor verwendet hatte!) - eine andere Färbung. Also tupfe ich auch längst behandelte Stellen zur Angleichung nach. Es funktioniert aber sehr gut - jedenfalls für mich.
      Liebe Grüße Michael (maxl)
    • Hallo Michael,

      Danke für die Erklärung zur Bemalung. Ich habe bisher meistens Acrylfarben und Pinsel benutzt. Ärgerlicherweise kleistere ich damit oft viele kleine Details zu, oder saubere Kanten verschwinden.
      Ich werde es beim nächsten Modell ebenfalls mit sprühen versuchen.

      LG Ralf
      Wenn ich mich in meinem Bürostuhl zurück lehne, klappen mir die Augen zu.. Bin ich eine Puppe? kratz1
    • Genau wegen des "Zukleisterns" kleiner Details bin ich auch zum Sprühen übergegangen, Ralf. Mit dem Pinsel tupfe ich grundsätzlich nur noch, und auch das nur mit sehr dünnflüssigen Mischungen. Über die Künste der "Weathering-Profis" mit ihren zahllosen Arbeitsschritten kann ich nur staunen; das ist aber nichts für mich... Zum Abschluss verwende ich dann gerne noch etwas ganz matten Klarlack, auch aus der Sprühdose, um Übergänge auszugleichen. Man muss allerdings aufpassen, dass man dabei keine Lackdose-Intoleranz entwickelt happy1 . Ich sprühe nur vor der Haustür in einem Pappkarton. Das ist meine Lackier-Werkstatt. Gruß Michael (maxl)
    • Nach der Sommerpause hat sich der Teileausstoß deutlich erhöht - die Bastelsaison bricht offenbar an. Diesmal sind es die Trittstufen zum Führerhaus, die wohl noch sehr lange ins "Nichts" führen werden. Aber Rom wurde ja auch nicht...blablabla.



      Das zunehmende Gewimmel auf dieser Lokseite stimmt mich sehr zufrieden. Ein Detail reiht sich an das nächste. Das macht schon Spaß!
      Gruß Michael (maxl)
    • Hallo Michael,

      das zusehen macht auch mächtig Laune, auch wenn ich so langsam darüber nachdenke ob es nicht doch besser wäre, wenn ich Briefmarken sammeln würde. Die Anreihung und Formung der Nieten bekommen ja nicht einmal die originalen Lokschlosser so exakt hin.

      Ich geh mir schon mal ein Album besorgen frech 1

      Gruß,
      Stephan
    • Herzlichen Dank für eure lobenden Kommentare, Stephan und Ralf! Freut mich halt doch immer wieder...
      Die Nieten fertige ich mit dem "Rivets Maker" von RP Toolz (das z am Schluss stimmt tatsächlich), mit dem ich Nieten von (theoretisch) 0,6 bis 2,0 mm Durchmesser anfertigen kann, wobei ich kaum unter 1mm gehe. Als Material für die Nieten verwende ich seit längerem statt Karton sehr dünne Polystyrolplatten, da die Nieten wegen der hohen Homogenität des Materials sehr sauber ausgestanzt werden können und gleichzeitig automatisch in ihre halbrunde Form gebracht (gewissermaßen "tiefgezogen") werden. Alles andere als Hexenwerk also!
      Gruß Michael (maxl)
      P.S.: Stephan, ich kenne deine Projekte und kann nur feststellen, dass das Umschwenken aufs Briefmarkensammeln definitiv und ultimativ die falsche Entscheidung wäre. Ich sage nur: Reisebus JELCZ... Da fällt mir der Unterkiefer runter mit hohem Verletzungsrisiko an einer in der Nähe liegenden Goldenen Schere, wenn ich mal eine Prognose wagen darf.
    • Hallo Michael,

      da ich Deine früheren Machwerke aus eigener Anschauung kenne, habe ich dem gemeinen Volke hier etwas voraus. Aber genau DAS macht es mir fast unmöglich, zu ermessen, was da alles so angebaut worden ist.

      Ich hoffe also auf mal irgendwann, wenn ich diese kleinen Meisterwerke mal in live erleben können werde!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Herzlichen Dank auch dir, Andy, mit der großen (Rück)Versicherung, dass es mir eine Riesenfreude sein würde, dich in naher oder weiterer Zukunft wiederzusehen! Ich bin mir sehr sicher, dass es spätestens 2020 soweit sein wird. Lass uns nur erst den Winter überstehen!
      Gruß Michael (maxl)
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      Nun war die Sifa dran. Das ist die "Sicherheitsfahrschaltung", die - weil zur Bedienung einer Elektrolokomotive eine Person genügt - gewährleistet, dass, wenn diese Person aus irgendwelchen Gründen unterwegs plötzlich fahruntüchtig wird (Ohnmacht etc.), die Lok oder der Zug nicht führerlos weiterfahren.
      Die Sifa ist ein komplexes System, das zu diesem Zweck registriert, ob der Lokführer den sog. Totmannsknopf (einen Hand- und/oder Fußschalter) gedrückt hält bzw. immer wieder mal kurzzeitig loslässt. Geschieht dies nicht, ertönt ein Warnton. Reagiert der Lokführer auch darauf nicht, werden die Motoren ausgeschaltet und die Notbremsung wird eingeleitet. Wie die Sifa diese Anforderung technisch bewältigt, habe ich mir zwar angelesen aber nicht restlos verstanden.
      Umso mehr Spaß machte der Nachbau des Aggregates. Erfreulich war auch, dass ich ein paar Farbtupfer setzen konnte:



      Der rote Hebel auf weißem Kreisblech kennt nur zwei Stellungen: "Null Mann" und "Ein Mann". Das gefällt mir: Totmann, Nullmann, Einmann. (Steigerung: Fielmann?) In Stellung Null ist die Sifa praktisch abgeschaltet und die Lok kann geschoben werden, ohne zu blockieren. Eingebaut schaut's so aus:



      Und zum Schluss noch das gefährliche Vorbild-Vergleichsfoto. Die Sifa steht in Verbindung mit einem Radlager, der Bremsanlage und der Elektrik. Ein Glück, dass ich das Innenleben nicht darstellen musste...
      Liebe Grüße Michael (maxl)
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      Diese Sorte von Wortfindungsstörung ist mir sehr sympathisch, Andy! Irgendwie bin ich gespannt, wie weit die Hermine gediehen sein wird, wenn wir uns dereinst bei einem Treffen wiedersehen...
      Auch dir, Tom, ein großes Dankeschön für dein großes Lob!
      Gruß Michael (maxl)