Tyrrell 020 von Orlik

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    • Tyrrell 020 von Orlik

      Das hier ist mein Hut:



      Und den werfe ich jetzt in den Ring muhaha1 Man kommt einer Lösung nicht näher, indem man monatelang das Problem bewundert. Eine Annäherung an die Herausforderung in der Praxis schafft da schon eher Abhilfe. Also kommt jetzt der absolute Klopper aus meinem Stapel heraus direkt in den Wettbewerb um die Goldene Schere, mit der Hoffnung auf eine erfolgreiche Fertigstellung:



      Ich werde den Tyrrell 020 von Orlik, unter Zuhilfenahme des zugehörigen LC-Satzes, bauen. Das Modell liegt jetzt schon gefühlt ein Jahr auf meinem Stapel und ich habe mir die ganze Zeit eine Platte um die Umsetzung der Auspuffanlage gemacht. Eine Lösung habe ich da noch nicht, aber immerhin schon mal eine Idee. Der Wettbewerb dient mir hier als Zusatzmotivation, denn die ist bei diesem Modell zwingend notwendig.

      In diesen Tyrrell-Honda habe ich mich bereits in meiner Kindheit verkuckt, im Condrad-Katalog eines Schulfreundes war er als RC-Modell drin und ich fand das Design unschlagbar, trotz oder gerade wegen seiner Schlichtheit. Über zwanzig Jahre später stolperte ich dann beim Onlineshoppen über das Kartonmodell und bestellte es mir sofort reflexartig. Beim Durchblättern traf mich dann erstmal der Schlag wegen der ziemlich hohen Detaillierung und ich ließ das Modell zunächst liegen. Seitdem habe ich ungefähr sieben Autos und zwei Flugzeuge gebaut und ich traue mir das Projekt nun einigermaßen zu, auch wenn ich glaube, daß ich mich hier an der absoluten Grenze des für mich Machbaren bewege. Aber wer sich nicht streckt, der wächst eben auch nicht. Details zur Beschaffenheit des Bogens folgen im nächsten Beitrag, ich muß erstmal Fotos machen...
    • ...hier nun einige Eindrücke zum Modell. Ich habe zu diesem Zweck ein paar Auszüge aus der sehr ausführlichen Bildanleitung ausgewählt:



      Auf dem ersten Bild sieht man die Anleitung zu besagter Auspuffanlage. Ich werde mich da zunächst mit biegsamem Draht und Zigarettenpapers versuchen und dann mal schauen, was dabei rumkommt. Ansonsten wird das Auto eine abnehmbare Motorhaube haben, unter der sich, im Erfolgsfall, ziemlich viel modellierte Technik befinden wird. Ich finde, daß die Teile überhaupt nicht so aussehen, als könnten sie zu dem werden, was die Anleitung da fordert kratz1 :



      Konstrukteur des Modells ist Sergiej Powarow, ein umtriebiger Autor, der neben zahlreichen Rennwagen (1,5 habe ich von ihm schon gebaut), auch auf dem Schiffahrtssektor (Nur echt mit drei "f", ffinde den Fehler happy1 ) aktiv ist und zur Kategorie der kategorischen Kantenkleber gezählt werden kann. Ich muß mir also gut überlegen, an welche Stellen ich mir selbst Klebelaschen konstruiere. Bevor der Schwierigkeitgrad mir aber so richtig die Zähne zeigt, werde ich jetzt erstmal ein lasergecuttetes Spantengerüst zimmern.
    • Hallo Daniel,

      schön, dass du dich zu diesem Wettbewerbsbeitrag entschlossen hast. Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß und Erfolg dabei!

      Der Tyrrell 020 ist für mich zwar designtechnisch mindestens 10-15 Jahre zu jung, soll aber mein Daumendrücken nicht verhindern. happy 2

      LG
      Thomas


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • Thomas D. wrote:

      Der Tyrrell 020 ist für mich zwar designtechnisch mindestens 10-15 Jahre zu jung, soll aber mein Daumendrücken nicht verhindern.
      Daumendrücken ist bei diesem Schwierkigkeitsgrand sehr hilfreich grins 1 Hier liegt wohl ein kleiner Generationenunterschied vor zwinker2 Die Neunziger sind designtechnisch genau meine Epoche, auch wenn ich im letzten halben Jahr ausschließlich Modelle von Rennwagen der späten Siebziger und frühen Achtziger gebaut habe (Die natürlich auch absolut ihren Reiz haben).


      MacDiveDoc wrote:

      Ich habe als Bogen den Ferrari F2001 vom Orlik Verlag. Konstrukteur ist der selbe.
      Der Ferrari ließ sich eigentlich recht geschmeidig bauen. Eine Bauhilfe findest du hier: papirove-modely.cz/galerie/12245 Die habe ich damals auch genutzt. Ach so, schön, daß du hier dabei bist augenbraue1 Es ist auch noch gar nicht so klar, ob mir der Tyrrell nicht auch zu kompliziert ist. Das wird sich beim Bauen zeigen.



      So, nun geht's aber los. Lasercutelemente gefallen mir schon länger. Aber ein Spantensatz ist echt nochmal eine Klasse für sich, das Zusammenbasteln von LC-Spanten mach einfach nur Spaß. Eine Besonderheit ist hier, daß die Teile 1a und 1b (links und rechts) jeweils leicht geknickt werden.



      Ich habe also erst mein Gerüst gebaut und dann mal in den Bogen geschaut. Dabei ist mir aufgefallen, daß das Cockpit von innen geschwärzt ist. So perfekt wie die LC-Spanten ineinandergreifen, ist ein Bekleben mit Bogenteilen hier wahrscheinlich nicht vorgesehen. Da war es auch sowieso schon zu spät für, von daher habe ich das Teil komplett von innen mit schwarzer Acrylfarbe gestrichen. Ich muß da nachher nur aufpassen, daß ich das Acrylschwarz nicht überlackiere, weil es dann den, an dieser Stelle sehr nützlichen, rußigen Effekt verliert und glänzend wird.


    • Hallo Daniel,
      dann sind wir ja jetzt im edlen Wettstreit in Sachen historischer Rennwagen. Klasse! arbeit2
      Der Tyrell ist, wenn die Anleitung etwas über den Schwierigkeitsgrad aussagt, wirklich nur etwas für Furchtlose. Mein Respekt.
      Ich werde diesen Bau sehr genau verfolgen, da gibt es auch für mich viel zu lernen.

      Herzliche Grüße, Martin
    • dranduleta wrote:

      So, nun geht's aber los. Lasercutelemente gefallen mir schon länger. Aber ein Spantensatz ist echt nochmal eine Klasse für sich, das Zusammenbasteln von LC-Spanten mach einfach nur Spaß. Eine Besonderheit ist hier, daß die Teile 1a und 1b (links und rechts) jeweils leicht geknickt werden.
      Hallo Daniel,


      jo, das mit den 'angeknickten' Spanten kenne ich auch von anderen Konstruktionen aus dem östlichen Sprachraum.
      Kann ab und zu, je nach Kartonstärke, etwas tricky sein, aber in der Regel ist da vorher mitgedacht worden. Sieht bislang doch sehr gut aus. Da wünsche ich Dir weiterhin viel Spass und gutes Gelingen.
      Gruss, Holger zwinker1
    • Hallo Martin und HvT,

      schön, daß ihr dabei seid!


      Martin wrote:

      dann sind wir ja jetzt im edlen Wettstreit in Sachen historischer Rennwagen. Klasse!
      Sorry, mir fehlt jeglicher Wettbewerbsgeist. Mir geht es auch weiterhin nur um das Mitlesen möglichst interressanter und lehrreicher Bauberichte. Wenn einer davon besser baut, als ich und dann auch noch mit mir im Wettbewerb steht, kann ich mich daran irgendwie gar nicht so richtig stören kratz1 Mir hilft der Wettbewerb nur dabei, mich zu möglichst hochpräzisem Bauen zu motivieren. Ist der Tyrrell eigentlich schon historisch im eigentlichen Sinne? Ich glaube, er läuft noch unter "Youngtimer", oder? Da kann ich gegen deinen reinrassigen Oldtimer schwerlich anstinken zwinker2


      @Holger: Der Bau der Cockpitwanne war an sich nicht "tricky", allerdings bin ich Modellen der russischen Kantenkleber gegenüber etwas weniger vertrauensvoll. Ich bin hier eher übervorsichtig und leicht hysterisch unterwegs und neige dazu, jede Ungenauigkeit übergenau zu hinterfragen, wie auch jetzt gleich, hier an dieser Stelle...

      ...nach dem Cockpit wird nämlich der Tank gebaut. Die Laserspanten bauen sich auch hier recht intuitiv zusammen und zwar genau bis zu Teil 2d. Dieses wird schräg hinten auf den Tank geklebt und wenn ich mich an die Markierungen auf den anderen Teilen halte, ist 2d etwas zu klein geraten. Um zu kontrollieren, ob hier ein größeres Problem im Modell schlummert, habe ich sofort Teil 3a, die hintere Tankverkleidung, anprobiert. Die Passgenauigkeit ist eher unter "na ja, muß man sich schöntrinken" zu verbuchen. Zur Sicherheit habe ich die Rückwand des Tanks etwas abgeschliffen, um wenigstens ein paar Bruchteilmillimeter an Genauigkeit zu gewinnen. Schließlich habe ich Teil 3a unter einigem Zugdruck nach unten verklebt. Oben paßt alles prima, allerdings fehlen der Verkleidung unten in Richtung Bodenplatte etwa 0,3-0,5 Millimeter. Das muß weiter beobachtet werden ausguck1



    • Hallo Daniel,

      ein guter Anfang ist gemacht. Ich muss zugeben, dass ich durch deinen und Martins Bauberichte im Renn- und Sportwagensektor wieder Blut lecke.

      Ich habe da auch noch zwei Formel-1-Baustellen, die auf ihren Weiterbau warten. Na, mal sehen.

      LG
      Thomas


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • Moin Daniel,
      Erstmal herzlichen Dank für den Link! Sehr interessant klasse1
      Die Detailgenauigkeit ist schon gewaltig - gerade auch bei Deinem Tyrrell.
      Die Anleitung die Du abgebildet hast, ist ja erfreulicherweise doch umfangreicher als bei Deinen anderen Farzeugen. Nicht desto trotz wirst Du Deine ganze Erfahrung einfließen lassen müssen. Ich bin aber überzeugt, daß Du das hervorragend schaffen wirst freu 2
      Wir stehen hinter Dir und drücken die Daumen daumen1
      Bis jetzt hast Du das super gemeistert und sehr präzise gebaut beifall 1
      Liebe Grüße
      Jörg
    • dranduleta wrote:

      Martin wrote:

      dann sind wir ja jetzt im edlen Wettstreit in Sachen historischer Rennwagen. Klasse!
      Sorry, mir fehlt jeglicher Wettbewerbsgeist. Mir geht es auch weiterhin nur um das Mitlesen möglichst interressanter und lehrreicher Bauberichte. Wenn einer davon besser baut, als ich und dann auch noch mit mir im Wettbewerb steht, kann ich mich daran irgendwie gar nicht so richtig stören kratz1 Mir hilft der Wettbewerb nur dabei, mich zu möglichst hochpräzisem Bauen zu motivieren.
      Hallo Daniel,

      Deine Gründe zur Teilnahme teile ich vollständig. Ich nehme an dem Wettbewerb teil, weil er eine Motivationshilfe ist, ein Modell pünktlich und möglichst gut fertigzustellen. Vor allem aber sehe ich solche gemeinschaftlichen Unternehmen nicht "bierernst" und nicht mit dem Ehrgeiz, andere Teilnehmer auf hintere Plätze zu verdrängen. Dabeisein ist alles. Wieviel Spaß das Ganze macht, merke ich an diesem Modell und habe es auch an meiner Weihnachtslok erlebt, die ich ja wirklich auf den allerletzten Drücker und mit vollem Einsatz noch durch die Ziellinie geschoben habe. Der Endspurt war ein intensives modellbauerisches Erlebnis von selten erfahrener Intensität.
      Ich habe schon einige Wettbewerbsmodelle mit übermäßigem Ehrgeiz begonnen und musste dann aufgeben, weil ich mir zuviel vorgenommen hatte. Jetzt fühlt es sich deutlich besser an.
      Ich finde die Initiative so eines Wettbewerbs großartig und nehme teil, um den Einsatz der Ausrichtenden zu honorieren.
      Kann sein, dass mein nächstes Modell auch ein Youngtimer aus dem Motorsportbereich wird, es gibt ja genug feine Auswahl.

      Viele Grüße, Martin
    • Thomas D. wrote:

      Ich muss zugeben, dass ich durch deinen und Martins Bauberichte im Renn- und Sportwagensektor wieder Blut lecke.

      Ich habe da auch noch zwei Formel-1-Baustellen, die auf ihren Weiterbau warten. Na, mal sehen.
      Modellbauerische Ansteckungsgefahr. Das ist doch prima grins 2


      @MacDiveDoc: Du traust mir lustigerweise mehr zu, als ich mir selbst. Ich sitze immer noch so ein Bißchen wie das Kaninchen vor der Schlange an diesem Bogen schwitz1 Ich fummel mich aber so langsam rein und die Skepsis wird zunehmend kleiner auto2


      Martin wrote:

      Ich habe schon einige Wettbewerbsmodelle mit übermäßigem Ehrgeiz begonnen und musste dann aufgeben, weil ich mir zuviel vorgenommen hatte. Jetzt fühlt es sich deutlich besser an.
      Den Alpine solltest du jetzt aber locker über die Bühne bringen. Meinen Tyrrell kriege ich auch bis September durch, denke ich. Ein normales Formel-1-Modell dauert im schlimmsten Zeitmangelfall mal einen Monat. Der hier ist natürlich eine andere Hausnummer, aber in viereinhalb Monaten sollte ich sechs Seiten mit Teilen schon durchbringen. Ist ja auch nicht ganz so eng bedruckt.


      @Michael K.: Willkommen auf der Zuschauertribüne. Ich habe dich bisher nur in Sachen irdische und außerirdische Flugobjekte wahrgenommen und werde mal die Galerie nach deinen Trucks durchstöbern. Das hört sich doch interessant an...


      Und weiter geht's: Das erste Bild zeigt den Sitz, der auf Kante geklebt werden soll. Ich habe mich dagegen entschieden, Klebelaschen oder Ähnliches zu konstruieren. Das ganze Meckern hilft nichts, ich muß jetzt Kantologie einfach intensiv üben. Der Trolleybus ist ja auch nicht anders konstruiert und außerdem muß ich langsam mal einen alltäglicheren Umgang mit höheren Schwierigkeitsgranden bekommen. Viel interessanter ist der kleine Lasercutbogen unter dem Sitz. Auf ihm sind ausschließlich Teile für den Sicherheitsgurt gelasert oh1 Optional kann man auch den Gurt so bauen, wie ich das in allen anderen Bauberichten gemacht habe, aber das hier ist ja ein Wettbewerbsmodell, da darf es auch ein Bißchen mehr sein arbeit2



      Für das Schaltgestänge habe ich einen dünnen Draht mit glänzendem Süßigkeitenpapier umhüllt, was mir gute Klebeeigenschaften für das Anbringen des Hebelsockels beschert hat. Der Hebel selbst besteht aus einem gerollten Bauteilchen, dem dünnen, diesmal unumhüllten, Draht und einem dicken Tropfen Kleber obendrauf (anleitungsgetreu). Seine Klebeeigenschaften sind eher so lá lá. Also habe ich ein Bißchen geschummelt und ihn nochmal leicht am Rand des Cockpits fixiert. Schließlich habe ich den Gurt zusammengepuzzelt und das Cockpit mit dem Tank verbunden. Als Nächstes kommen die bereits auf Pappe geklebten Instrumente rein und dann wird das Lenkrad gezimmert.

    • Moin Daniel.
      Das Cockpit mit dem Sitz sieht sehr schön aus. Gerade die plastische Darstellung des Sicherheitsgurtes macht den Wagen so originalgetreu. Das Cockpit ist bei den F1-Rennwagen schnell das erste wo Betrachter hinschauen. Schön das Du die Detailmöglichkeit des Ofens voll ausschöpfst klasse1
      Wird ein tolles Modell freu 2
      Liebe Grüße
      Jörg
    • Weiter geht's mit dem Lenkrad das so gebaut werden kann, wie man ein Lenkrad eben baut, oder, optional, mit einem Ring aus Draht oder einer Gummidichtung rundherum. Ich habe mich für das klassische Papierlenkrad ohne Fremdmaterial entschieden, weil mir das bei den meisten meiner Modelle ganz gut gefällt. So auch hier. Die Lenkstange habe ich genauso konstruiert, wie das Schaltgestänge.



      Als Nächstes habe ich dann das Cockpit zusammengefügt.



      Bevor ich mit dem großen "Tapezieren" begonnen habe, mußte ich entscheiden, welche Version des Fahrzeuges ich baue. Das Auto wurde im Original von Stefano Modena aus Modena (kein Scherz happy1 ) und dem Japaner Satoru Nakajima gefahren, dem Tyrrell ein Cockpit geben mußte, um die Honda-Motoren zu bekommen. Nachdem ich dieses Stückchen Youtube-Gold hier aufgetan hatte, war die Entscheidung auch schnell getroffen happy1 :



      Also wird die Nummer drei drauftapeziert, ist doch nun keine Frage mehr tanz 2 Vorher kam aber noch die untere Schicht mit der Cockpitumrandung an die Reihe. Das Ganze ist sehr fummelig und anstrengend. Wenn hier irgendwas schief geht, kann man das Modell auch gleich in die Tonne werfen. Nach über einer Stunde Anpassungsarbeit von Innen- und Außenschicht habe ich aber immer noch ein präzises und langsam auch gutaussehendes Modellchen in der Hand hüpf1

    • Hallo Daniel,

      Deine Teilnahmeentscheidung wertet die GS 2019 auf!
      Ich freue mich, den Bau dieses Modells hier verfolgen zu können und genauso sehr, Dich und das Bauergebnis hoffentlich in Mespelbrunn live zu erleben.

      Viel Freude beim Bau und Erfolg im Wettbewerb!


      Viele Grüße
      Roland
    • danke1 , HvT, Michael und Stephan!

      @PRT: Mespelbrunn ist von mir so ungefähr fünfzig Kilometer entfernt. Ich denke schon länger darüber nach, daraus einen Tagesausflug zu machen und habe mir auch schon mal vorsichtshalber das betreffende Wochenende freigeblockt. Was das Modell angeht, freu dich nicht zu früh auf eine Fertigstellung. Was ich bis jetzt gebaut habe ist zwar schwierig, aber für mich durchaus Routine. Richtig fies wird es noch beim Frontflügel, der Motorhaube, dem Auspuff und, nicht zu vergessen, bei der Verkabelung des Motors regen1 Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Ding zu Ende bringe. Aufgeben werde ich aber erst, wenn es absolut gar nicht mehr weitergeht...


      ...von dem Punkt bin ich aber jetzt noch weit entfernt grins 3 Im nächsten Schritt kam der Lufteinlass über dem Fahrerkopf an die Reihe, der aus zwei Teilen gegeneinandergeklebt und geformt werden muß. Dabei ist darauf zu achten, daß es hinten mit dem Spant und vorne mit dem Endstück paßt. Als Nächstes wird das fast fertige Cockpit noch mit einer Cockpitumrandung umrandet, was aber keine großen Schwierigkeiten auslöst.



      Beim gewölbten Bauteil mit der Kopfstütze dran ist in Sachen Passigkeit etwas faul. Auch dieses Teil habe ich ausgiebig vorgeformt und angepaßt. Trotzdem wollte es einfach nicht da sitzen, wo es hingehört kratz1 Ich habe dan den Überstand so weit wie möglich weggeschliffen und die Kante etwas gerundet.



      Als Nächstes ist der Drehzahlmesser an der Reihe, der oben vor dem Lenkrad platziert wird. Nachdem der Kleber an der Stelle ausgehärtet ist, kommt die Verkleidung obendrauf, die auch aus zwei Teilen gegeneinandergeklebt wird. Die Konstruktion dieses Bauteiles ist extrem hakelig und man muß wie verrückt am Deckel ziehen, damit es mit den schwarzroten Markierungen paßt.



      Das bringt mich nochmal dazu, generell etwas zum Bausatz zu sagen: Dieses Teil hat nahezu keine Fehlertoleranz. Mit den Lasercutspanten paßt alles auf den halben Millimeter genau und man darf sich in Sachen Genauigkeit echt keine Scherze erlauben. Von daher halte ich den Lasercut hier für zwingend notwendig. Ich glaube nicht, daß man mit handgeschnitzten Spanten die benötigte Genauigkeit erzielen kann. Also, ich meine natürlich, daß ich persönlich nicht dazu in der Lage bin. Auch in Sachen Passgenauigkeit muß man höllisch aufpassen. Es versteckt sich immer mal links und rechts ein unpäßliches Teilchen, daß man am Besten frühzeitig erkennt und anpaßt. Na ja, bis jetzt bin ich aber immer noch gut dabei.
    • @MacDiveDoc: Ich würde eher von "Ausbadezeit" sprechen, den Lerneffekt hatte ich bereits rein durch das Betrachten des Fehlers regen1

      @Martin: Da ich ein kleines Ungeduldsproblem habe, baue ich durchaus um fertig zu werden. Darüber hinaus ist jeweils der Beginn und der Abschluß eines Projektes ein sehr faszinierender Moment, den ich bestenfalls so oft wie möglich erlebe. Für mich kann ein Standmodell meinen Eigenbauten auch nicht ansatzweise das Wasser reichen, selbst wenn es noch so perfekt gegossen ist. Selbst gemacht ist immer besser tanz 2


      Damit ich nicht noch drei Tage am Abdeckungspatzer rumhänge, habe ich mal an den Seitenschwellern weitergebaut. Obendrauf kommt da jeweils schon ein Puzzleteil für die Motorhaube. So, wie alles konstruiert ist, kommt diese später leider in Konflikt mit dem weißen Streifen, der sich über die Karosserie zieht. Ich habe deswegen mal Originale und Modelle gegoogelt. Im Original überschneidet die Motorhaube natürlich nicht den Streifen, sehr wohl aber beim Tamiya 1:20 Standmodell. Ich bin also nicht alleine mit meinem zukünftigen Problem grr





      Ich habe heute tatsächlich Klebelaschen im Bogen gefunden kratz1 Das wirkt bei dieser Konstruktion irgendwie inkonsequent happy1
    • danke1 für die ja 2

      Momentan komme ich nicht so wirklich zum Basteln brüll1 Eigentlich soll ans Chassis noch die Vorderradaufhängung dran, um den Arbeitsschritt abzuschließen...



      ...aber ich möchte jetzt und sofort wissen, wie das mit der Motorhaube zusammenpaßt. Von daher habe ich das mal vorgezogen. Leider habe ich in den letzten Tagen nur unglaubliche vier Teile verbaut motz1 Die Motorhaubenteile sind übrigens beidseitig bedruckt, die schwarze Farbe innen kommt also bereits vom Verlag und nicht aus meiner Flasche.
    • Hallo Daniel,
      wenn Du ein Ungeduldsproblem hast, dann betreibst Du anscheinend Selbsttherapie vom Feinsten.
      Zurücklehnen, entspannen, vielleicht einen kleinen Fußmarsch machen und dann ganz gelassen wieder drangehen.
      Vielleicht sind es auch mein Alter und der berufliche Umgang mit schwierigen Kindern, die mich inzwischen so ruhig werden lassen: Früher war ich nämlich ganz ähnlich...

      Viel Glück weiterhin,
      Martin
    • Martin wrote:

      wenn Du ein Ungeduldsproblem hast, dann betreibst Du anscheinend Selbsttherapie vom Feinsten.
      Kleber an den Fingern mag ich auch nicht happy1 Somit ist das die grobe Richtung, ja zwinker2


      Während der letzten Woche ist immerhin die Motorhaube entstanden. Ich bin der Meinung, daß ich präzise gearbeitet habe, auch wenn ich erstmal das Innenteil verkehrt herum geformt und eingeklebt habe. Ging dann aber noch zu korrigieren schwitz1



      Leichte Probleme sind dann bei der Anprobe entstanden, das habe ich aber auch genau so erwartet. Abnehmbare Motorhauben sind an sich Teufelszeug. Daher bekommt die Haube auch erstmal keinen Klarlack. Wenn ich den hinteren Chassisteil samt technischer Ausstattung und Haltepunkten gebaut habe, kann ich da vielleicht noch was mit Biegen erreichen kratz1 Speziell an den Wülsten will das noch nicht so richtig passen. Ich habe aber auch, aufgrund der fehlenden hinteren Befestigungspunkte, erstmal die inneren Schiebeverschlüsse, die in den Tank gesteckt und an der Motorhaube fixiert werden, weggelassen.

    • petcarli wrote:

      Vor allen die Rundung oben hat scher ein wenig Zeit und Können erfordert!
      Die Rundung oben ist viel einfacher, als sie aussieht. Das Bauteil habe ich einmal über den Skalpellgriff quergerundet und dann längs in Form gebracht. Anschließend eine Anpassung ohne Kleber und danach angeleimt. Es hat auch ziemlich schnell ziemlich gut gepaßt. Richtig problematisch sind die kleinen seitlichen Rundungen, da sie sich so gar nicht an die Form des bisher entstandenen Chassis anpassen wollen regen1 Aber, wie gesagt, das verdränge ich jetzt erstmal und baue an anderen Teilen weiter. Gibt ja genug zu tun an diesem Modell arbeit2

      Gruß,

      Daniel.
    • danke1 , allerseits für die Likes!

      Stephan wrote:

      Man kennt die Boliden ja nur aus dem TV, ist bestimmt interessant beim Bau die ganzen Teile mal in der Hand zu haben.
      Das ist ein ziemlich genialer Aspkekt bei der ganzen Formel-1-Bastelei, zumindest bei denjenigen Modellen, die auch in technischer Hinsicht durchdetailliert sind. Der Tyrrell sticht hier nochmal ganz besonders hervor, weil die Baugruppen von Grund auf realistisch angelegt sind.


      Nach dem Ausflug mit der Motorhaube bin ich nun wieder zur vorgesehenen Baureihenfolge zurückgekehrt. Abschnitt Nummer 5 behandelt den Bau der vier Bremsen. Auch hier wird konsequent alles auf Kante geklebt. Nach der dritten Bremse hatte ich erstmal keine Lust mehr. Das Ziel ist aber zum Glück in Sichtweite ausguck1 schwitz1 Danach kommt dann ein interessanterer Bauabschnitt, der sich dann wohl auch etwas weniger nach Sklavenarbeit anfühlen wird...





    • Moin Daniel,
      Sehr schön gebaut - sieht toll aus.

      Nur mal eine Frage zum Bogen: Auf allen vier Bremsscheiben entsteht eine Lücke. Ist die gewollt um die Bremssattel zu montieren?
      Oder hätte man die schmalen Kanten auf die Scheiben und nicht an die Scheiben kleben sollen.

      Und was sieht man von den Bremsen später überhaupt noch?

      Liebe Grüße
      Jörg
    • MacDiveDoc wrote:

      Und was sieht man von den Bremsen später überhaupt noch?
      Wenn es danach ginge, könnte man sich sicher bei vielen Modellen einiges an Bauteilen und Details sparen. Aber darum geht es nicht. Der Erbauer weiß, dass es da ist und hat bestimmt auch Spaß beim Bau dieser Feinheiten. happy 2

      Jörgs Fragen kann Daniel bestimmt erschöpfend beantworten.

      Auf jeden Fall sieht der Renner prima aus. daumen1

      LG
      Thomas


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • Moin Thomas,
      Nein,nein, so hatte ich das nicht gemeint. Ich wollte Daniel nicht zum Fuschen animieren.
      Ich wollte nur inhaltlich wissen was von den Bremsen zusehen ist. Ggf. Kann man ja noch Bremsleitungen supern.
      Ich selbst versuche die letzten Details zu bauen, auch wenn man sie nicht sieht - einfach für mich halt.
      Liebe Grüße
      Jörg
    • MacDiveDoc wrote:

      Ich selbst versuche die letzten Details zu bauen, auch wenn man sie nicht sieht - einfach für mich halt.
      Hallo Jörg,

      so hatte ich es auch gesehen, keine Anleitung zum Pfuschen natürlich. happy 2

      Man stellt sich halt selbt gelegentlich durchaus die Frage, ob dieses oder jenes Detail tatsächlich Sinn macht.

      LG
      Thomas

      Sorry Daniel, wenn wir deinen Thread hier offtopic zuspammen. Bot sich gerade aber an. zwinker2


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • Thomas D. wrote:

      Man stellt sich halt selbt gelegentlich durchaus die Frage, ob dieses oder jenes Detail tatsächlich Sinn macht.
      Macht es. In meinen elektronischen Geräten ist auch soviel Zeugs verbaut das kein Menscht sieht, geschweige denn erahnt wird, das es überhaupt vorhanden ist. happy 2 Aber trotzdem gut das man es eingebaut hat.

      Bin mal gespannt ob Du einen Reifenwechsel - oder das aufziehen des ersten Reifensatzes - auch in 2 Sekunden hinbekommst. frech 2

      Gruß,
      Stephan
    • Offtopic zuspammen? Es ging doch im Prinzip nur um "Bremse oder nicht Bremse", da kann ich doch wunderbar drauf eingehen;

      Also, zuerstmal zur Frage, ob man die Bremse sieht: Man sieht sie nicht auf den ersten Blick aufs fertige Modell. Wenn man aber nochmal genauer hinsieht, dann bemerkt man ihre Existenz durchaus. Zum Einen beim Blick auf die Innenseite des Reifens, zum Anderen, wenn man durch die Aussparungen in der Felge schaut. Darüber hinaus baue ich die Räder meistens abnehmbar, wenn detaillierte Bremsen drinstecken. Details, die man nicht sieht, habe ich in diesem Forum hier auch schon gebaut. Es handelt sich um die Motoren der folgenden Modelle: March 811 und ATS HGS 1 Sie sind zwar unsichtbar, allerdings, völlig originalgetreu, als tragende Elemente des Fahrzeuges vorhanden und somit auch sinnvoll.

      Zum Thema "Supern von Bremsleitungen": An dieser Stelle bevorzuge ich es, zu "Pfuschen" muhaha1 Jörg, deine Fragestellung in dieser Angelegenheit ist aber wirklich interessant. Ich sichte für meine Modellbauten ziemlich viel Originalfotomaterial. Mir ist bei diversen Formel-1-Autos noch keine Leitung an der Vorderradaufhängung entlang zur Bremse aufgefallen, sehr wohl jedoch Behälter mit Bremsflüssigkeit im Inneren der Fahrzeugnase. Vielleicht laufen die Leitungen ja irgendwo innen entlang kratz1 Das möchte ich mir dann aber wirklich nicht zusammensupern nein1


      Stephan wrote:

      Bin mal gespannt ob Du einen Reifenwechsel - oder das aufziehen des ersten Reifensatzes - auch in 2 Sekunden hinbekommst.
      Ich bin schneller, denn ich habe Steckverbindungen und keine Radmuttern zum Schrauben tanz 2


      Es geht nun weiter mit Bauabschnitt Nummer sechs, der Vorderradaufhängung, an die später auch die Bremsen drankommen. Angefangen habe ich aber erstmal mit dem Gestänge. Dieses ist, wie bei allen Orlik-Modellen, ungeachtet des Konstrukteurs, vierlagig und verdammt stabil. Auch die Passgenauigkeit ist der Wahnsinn, im Vergleich zu vielen anderen Modellen aus diesem Genre, bei denen in diesem Bereich ein hohes Maß an Improvisation und sonstiger Fummelei erforderlich ist.



    • danke1 , Stephan und SchnippSchnapp!

      @MacDiveDoc: Ich habe deine Frage nach der Bremskonstruktion übergangen stirn1 : So, wie ich sie gebaut habe, sind das schon meine dicksten Bremsscheiben überhaupt. Hätte ich es so konstruiert, wie du es vorschlägst, wären die Dinger noch breiter geworden. Die Bremsbacken haben bei meiner Konstruktionsweise perfekt gepaßt, von daher gehe ich stark davon aus, daß der Ring für außenrum schlicht und einfach zu kurz konzipiert ist. Das macht aber nix, den Fehler kann man einfach unter dem korrekt ausgerichteten Bremsbacken verschwinden lassen.

      Gruß,

      Daniel.
    • Die Radaufhängung bekommt in Sachen Baubarkeit und Passgenauigkeit von mir nur Bestnoten hüpf1 Ich kann an dieser Stelle des Modells einfach munter drauflosbauen und muß mir keine Gedanken machen, welche Folgeprobleme ich auslöse, wenn ich dieses oder jenes Teil jetzt verstärke. Es ist einfach mal alles schon von Grund auf verstärkt konzipiert beifall 1 An die fehlenden Klebelaschen habe ich mich langam gewöhnt. Als Achse ist ein 1,5 mm dicker Draht vorgesehen, was dem sehr entgegenkommt, was ich in letzter Zeit in Sachen Achsbau an Grundsätzen entwickelt habe. Beim Verbauen der Achse habe ich versucht, so viel Kleber wie nur möglich in die Hohlräume zu stopfen, damit der Draht, trotz seiner miesen Klebeeigenschaften, am Ende festsitzt. Dieses Experiment ist mir auch gelungen. Jetzt kommt noch die rechte Seite dran.



    • Eigentlich ginge es jetzt mit dem Getriebe weiter kratz1 Uneigentlich habe ich nach Fertigstellung der Vorderradaufhängung eine kleine Ungenauigkeit an selbiger ausfindig gemacht, woraus die Befürchtung resultierte, daß das Unpäßlichkeiten an den Streifenübergängen zur Fahrzeugnase provozieren könnte denk1 Das mußte jetzt unbedingt noch vor dem Getriebe abgeklärt werden.
      Die Nasenspitze sitzt auf einem LC-Spantengerüst und muß sehr ausgiebig vorgeformt werden. Letztendlich hat alles funktioniert, bis auf einen kleinen Patzer ganz vorne, an der kniffligsten Stelle. Wie sehr das ins Gewicht fällt, klärt sich aber erst am fertigen Modell. Das mit den Streifenübergängen wird am Ende zum Glück ganz gut passen. Oben sitzt die Außenhaut nicht ganz am Spantengerüst auf, hier habe ich dann später noch etwas "Rundungsreserve".



    • Ein danke1 an alle Daumenerheber!

      Aus der Nasenspitze habe ich nun einen, in designerischer Hinsicht, genialsten Frontflügel aller Formel-1-Zeiten gebastelt. Die Konstruktion hat es aber in sich. Zuerst benötigt man vier identisch gebogene Drahtstückchen (Durchmesser 0,5 mm), die man dann schablonengetreu an den einzelnen Flügelelementen entlangklebt. Damit es auch hält, habe ich den Drähten nochmal ein kleines Klebertauchbad verpaßt, was auch den erwünschten Erfolg brachte.





      Um diese Konstruktion wurden als Nächstes schwarze Außenhautscheibchen gepuzzelt. Die beiden Teile werden dann mittels hoher Mengen Weißleim und einer Drahtsteckverbindung an die Nasenspitze gebaut. Das war es dann zum Glück mit dem ganz harten Tobak, danach kam standardmäßiges Frontflügelseitenteilkleben an die Reihe. Das Bauteil mit dem "Essilor"-Schriftzug habe ich etwas umkonstruiert. Ich mußte es unten kürzen, weil es eigentlich in verlängerter Form gemeinsam mit dem schwarzen Gegenstück nach innen geknickt werden sollte. Meine Erfahrung sagte mir aber, daß dabei nichts gutes rauskommen kann. Das Ergebnis gibt mir auch recht.





      Ich glaube, ich mache jetzt hier mal eine Pause und baue erstmal ein kleines "Zwischendurchmodell" mit niedrigerem Schwierigkeitsgrad. Irgendwie geht mir hier gerade der Spaß an der Freude verloren denk1 les 2 arbeit2 schwitz1