"Flying Dutchman" aus Fluch der Karibik 1:275

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    • "Flying Dutchman" aus Fluch der Karibik 1:275

      Hallo alle miteinander!

      Die Cleopatra ist fertiggestellt, und um hier keine Lücke entstehen zu lassen und die Seglersektion noch weiter nach vorn zu bringen (wir werden das Forum übernehmen HARHARHAR!!) geht es hier nun etwas weniger historisch akkurat weiter.

      Spantenskelett:





      Ich hatte damals den Thread mit einer kleinen Raterunde begonnen, was ich denn wohl als nächstes baue und nur das fertige Spantenskelett gezeigt.
      Darauf gab es einige gute Vermutungen, wie "La Couronne" oder "Vasa". Die waren zwar alle falsch, aber der "Stil" stimmte schon.
      Es soll die "Flying Dutchman" aus der Disney-Serie "Fluch der Karibik" oder "Pirates of the Caribbean" werden . Das Schiff kommt (bis jetzt) in Teil zwei und drei der Serie vor und wird von Davy Jones kommandiert, einem verfluchten Kapitän, der eigentlich die Aufgabe hatte, die auf See verbliebenen in die nächste Welt zu überführen. Das hat er aber scheints schludrig erledigt und wurde dafür samt seinem Schiff verflucht, weswegen es nun etwas gammlig aussieht. Die Filmdesigner haben sich starke Anleihen bei der Vasa und niederländischen Schiffen des 17. Jhd genommen, was man später noch sehen wird.

      Das Spantenskelett habe ich auf einer japanischen Website zum freien Download gefunden und auf meine 1:275 herunterskaliert.
      LINK
    • Beplankung

      Da es diesmal ein kompletter Sctrachbau geworden ist, gab es keine fertigen Plankenteile zu verbauen und ich musste mir selbst helfen. Daher habe ich den Rumpf mit Papierstreifen beplankt und den oberen Teil mit der ausgedruckten Seitenansicht versehen.
      Auf diese kam dann noch eine Schicht schmalerer Papierstreifen drauf und dann eine Runde Spachtelmasse, die verschliffen wurde.







    • Sichtbeplankung

      Wie ihr bei den Schrägaufnahmen oben seht, ist der Rumpf noch recht wellig, Das ist aber nicht so schlimm, denn es kommt ja noch die Sichtbeplankung drauf. Beim Wrack unter der Cleopatra habe ich einige Erfahrung mit "gammligen" oberflächen sammeln können. Um die Sichtbeplankung herzustellen habe ich mir im Excel 2mm breite Planken gezeichnet und ausgedruckt. Die habe ich dann mit einer Mischung aus Watte und Weißleim eingekleistert, sodass eine schön ungleichmäßige Oberfläche entstanden ist.
      Das Blatt wurde dann in einzelne Planken zerschnitten, die dann gemischt wurden und einzeln an den Rumpf kamen.



      Als ich damit durch war, kam der äußere "Rahmen" drauf, den man oft bei sehr alten Segler sieht. Ob man da noch Berghölzer sagen kann oder ob das schon wieder einen anderen Namen hat, weiß ich leider nicht.

      Außerdem kamen die ersten Teile für die Seitentaschen am Heck an den Rumpf.





      Soviel für den Moment.
      Grüße
      Ludwig
    • moin1 Ludwig,

      der Kahn durfte nicht fehlen. Eine weitere 1:275-Show! beifall 1 beifall 1 beifall 1 prost2
      Liebe Grüße / Best Regards
      Stefan

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      Im Bau:
      MS Esvagt Dana Sondermaßstab 1:160 von der Kartonwerft
      S. M. S. Stettin in der Skagerrakschlacht 31. Mai 1916 - Scratch in 1:250




      Meine fertiggebauten Modelle
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      ...na klar!
    • Hallo Leute,

      sorry für die lange Unterbrechung, hab gerade viel zu tun und wenig Zeit für Modellbau und das Ringsrum. Aber heute ist in Österreich Feiertag und da kann ich mal etwas weiter machen.

      Decks

      Die Decks sind wieder dünne Papierstreifen, die auf eine Graupappe-Grundlatte geklebt wurden. Auch die Grätings sind diesmal aus Dünnen Kartonstreifen. Da der Kehn eh sehr rottig wird, ist es nicht so schlimm, dass sie nicht so filigran ausgefallen sind. An die Stellen der Zukünftigen Nagelbänke hab ich Drahtgestelle eingeklebt, da ich bei der Cleopatra die Erfahrung gemacht habe, dass ich die sonst beim Takeln andauernd abreiße. Diese Klammern halten dagegen mehr Zug aus.





    • Stückpforten-Schnitzerei

      Um die Stückpforten der Hauptbatterie sind im Film Dämnengesichter angebracht. Deren "Kiefer" können herunterklappen und ersetzen so die Stückpfortendeckel...erspart mir etwas Arbeit... Die Gesichter mussten aber modelliert werden. Dazu habe ich eine grobe Form aus Holzspachtel aufgetragen und dann mit einem Skalpell die Gesichter geritzt.





      Um die beiden Jagdkanonen am Bug kamen natürlich auch Gesichter.

    • Seitentaschen

      Die Seitentaschen am Heck der Flying Dutchman sind sehr ähnlich zu denen der Vasa. Die Filmdesigner haben sehr viele Anleihen bei diesem historischen Schiff genommen. Unter anderem auch, dass es hauptsächlich unterwasser unterwegs ist und deswegen sehr rottig aussieht.

      Ich musste also zwei übereinander liegende, längliche Konstruktionen bauen. Das Grundgerüst sieht man ja schon weiter oben. Das wurde noch etwas erweitert und dann mit einer Grundplankung aus Kopierpapier (80g) versehen. Die Türmchen an den Enden sind recht aufwendig.





      Über die Grundschicht kamen dann viele kleine, geklinkerte Streifen. Das sollte dem Ganzen einen "auster-artigen" Look geben.



    • Gammelschicht

      Um die Oberfläche noch gammliger aussehen zu lassen, als sie schon ist, habe ich schön ungleichmäßig meinen Strukturspachtel aufgetragen. Der bekommt eine schöne felsartig-korallige Oberfläche, wenn er trocken ist. An einigen Stellen wurde auch noch Watte mit viel flüssigem Weißleim verschmiert, ähnlich wie beim Wrack unter der Cleopatra, das er zeugt einen schönen fasrig-algigen Effekt.



    • Galion

      Nun kam der nächste große Brocken an die Reihe, die Galion. Johnny Depp, der Captn Sparrow im Film spielt hat das Schiff mal "Davy Jones Krokodilmaschine" genannt, als ihm bei einem Interview der Name nicht eingefallen ist. Tatsächlich stand ein Schwertfisch für das Design des Schiffes auch Pate. Die Galion ist stark gestreckt und mit einer Art "Zähnen" versehen. Der Originale Bugspriet ist abgebrochen und ganz vorn ziert ein Skelett das ganze Gebilde. Ich werde nix weiter erklären, ich denke, die Bilder zeigen, was ich getan habe. Natürlich wurden auch die Latrinen nicht vergessen.







    • Galion mit Farbe

      Das Blöde beim Bemalen ist, dass man wenn man nicht alles gleichzeitig bemalt, mehrmals die gleiche Farbe treffen muss, was bei solchen Mischorgien wie hier immer schwer ist. Ich habs aber halbwegs hinbekommen und mit den Bildern der bemalten Galion schließe ich für heute ab und klebe noch etwas an echten Modellen herum.







      Grüße
      Ludwig
    • Hallo Leute,

      so es ist wieder Wochenende und damit etwas Zeit.
      Danke für eure netten Kommentare!
      @Michael: naja die Bauart unterscheidet sich schon sehr stark, aber deine Pearl ist halt ein Kartonmodell, wogegen bei mir schon viele andere Materialien zum Einsatz kommen...

      Heckspiegel I

      Der nächste große Brocken am Modell war der Heckspiegel. Wegen der vielen Schnitzereien am Original, muss man erstmal durchsehen, was es da so alles gibt. Daher habe ich mir ein Bild des Originals besorgt und die einzelnen Figurengruppen auseinander genommen.

      Unterer Balkon

      Zuerst habe ich den unteren großen Balkon gebaut, der unten von Walskeletten gehalten wird. Die Reling besteht aus Zahnstocherspitzen, die Planken sind wieder einzeln geklebte Papierstreifen.



      Figurengruppe I

      Um das große dreieckige Fenster herum und unter dem zweiten Balkon gibt es eine Gruppe von drei Gestalten, die von einer Seeschlange umschlungen werden. Deren Ende mit einer Flosse am rechten, der Kopf (Schuppen aus Papierscheiben) am linken Pfeiler. Außerdem gibts ganz links und ganz rechts noch jeweils eine Tür ins Innere der Kabine.


    • Oberer Balkon und Figurengruppe II

      Darüber kommt der zweite Balkon. Auch hier gibts wieder viele menschenverschlingende Seeschlangen...und Seeschlangenköpfe und ein Oktopus mit Drahtarmen. Umgeben wurde alles, wie schon unten mit Graukartonscheiben, die später mit dem Strukturspachtel zu einer Art "Riff" wurden. Ein paar größere Zahnstocherspitzen für die Zackigkeit und die Halterungen für die späteren "Hecklaternen" wurden auch schon eingebaut.






    • Reling

      Zum Schluss für heute zeige ich euch noch die Reling. Sie besteht größtenteils aus Graupappestreifen und Zahnstocherspitzen. Es ist immer einfacher, etwas ganz zu bauen und dann kaputt zu machen, deswegen habe ich sie erst komplett gebaut und dann Löcher hinein geschnitten. Schlussendlich wurde auch sie mit Spachtel überzogen.







    • Hallo Wolfgang, ich mags auch nach wie vor zwinker2

      Krakenhammer

      Was man vielleicht auf den ersten Blick für ein normales Gangspill halten würde, ist tatsächlich der "Krakenhammer". Wird der bedient, fährt das mittlere Teil in die Höhe und fällt dann aus der obersten Position hammermäßig nach unten. Der Impuls ruft dann Davy Jones "Haustier", den KRAKEN. Und der wiederum holt sich dann sein Frühstück. Den mittleren Teil (Zahnstocher) kann man rein- und rausschieben, aber das hab ich bisher noch nicht allzu oft gemacht^^


    • Masten

      Für die Takelage waren bei den Plänen, die ich gefunden habe leider keine Angaben dabei, aber dafür gibts ja den "Mondfeld". Dort stehen hinten in diversen Tabellen die Mastgrößen und Abmaße für Schiffe verschiedener Zeitalter und Provinienzen. Die Filmemacher scheinen sich recht genau an die orgaben fürHolland im 17.Jhd gehalten zu haben, denn die Größen passen ganz gut.

      Zuerst kamen also die Masten, die aus diversen alten Pinseln (für die dickeren Abschnitte) und Zahnstochern gefertigt wurden. Die Marse sind rund ausgeführt und mit einer Reling, damit keiner der untoten Matrosen runterfällt und sich wehtut. Auch die Masten wurden natürlich etwas eingesudelt...




      Jungfern

      Es mussten natürlich auch wieder jede Menge Jungfern her. Diesmal sind alle unterschiedliche lang, da beim Filmschiff auch alle unterschiedlich sind. Diesmal habe ich in Graukartonscheiben jeweils drei Löcher gestochen und Kupferlitze durchgefädelt...hat einiges an Zeit verschlungen, sieht aber ganz passabel aus. Für die kleineren Varianten musste wieder Drahtisolierung herhalten.


    • Wanten

      Die Jungfern wurden dann an den vorgelochten Rüsten angebracht..schön ungleichmäßig in den Spannhöhen und die Wanten selbst oben am Mast festgeknotet.
      In der "Mahlstrom"-Schlachtszene am Ende von Teil drei ist zu sehen, dass die Wanten für die Obermasten nur an der Reling der Marse festgesetzt sind. Ist natürlich wenig stabil, aber wenns im Film so ist, mach ich es halt auch so...



      Größenvergleich

      Die Dutchman ist im Vergleich mit der kleinen Cleopatra schon ein ganz schönes Trumm...hier mal ein Größenvergleich


    • Rahen

      Ich habe mich diesmal für eine etwas andere Herangehensweise für die Masten entschieden und den größten Teil schon angebracht, bevor ich die Masten festgeklebt habe. So kommt man viel besser ran. In den Bildern oben sind die Masten auch nur eingesteckt.
      Die Rahen wurden wieder aus Zahnstochern gemacht und mit Klingeldraht umwickelt. Die diversen nötigen Blöcke wurden auch schon angebracht und schlussendlich alles mit Racks und Fallen am Mast festgesetzt.






    • Masten II

      Erst als alles, was zu diesem Zeitpunkt möglich war, an den Masten befestigt war, habe ich sie der Reihe nach auf dem Schiff aufgestellt und verwantet.




      Fockmast

      Zur Stablisierung wurden also erstmal die Wanten angebracht und mit Webleinen versehen. Die Webleinen der Untermasten sind aus Zwirn, die der Obermasten aus Kupferlitze.
      Anschließend wurden die Stage und Pardunen gesetzt und die Toppnanten angebracht.


    • Gnost schrieb:

      ...wird von Davy Jones kommandiert, einem verfluchten Kapitän, der eigentlich die Aufgabe hatte, die auf See verbliebenen in die nächste Welt zu überführen. Das hat er aber scheints schludrig erledigt und wurde dafür samt seinem Schiff verflucht, weswegen es nun etwas gammlig aussieht...
      Hallo Ludwig,

      dieses "gammlige" Modell hast du perfekt hinbekommen. Es sieht richtig unheimlich aus; das ist aber auch eine gewisse Herausforderung, denn perfekte Modelle können die meisten Kartonmodellbauer bauen.
      zwinker1

      Weiterhin alles Gute, Gruß Wolfgang.

      Schön, dass man hier viele alte Bekannte trifft.