Kreuzer 2. Ranges "Almas" 1903 Oriel 1:200

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    • Kreuzer 2. Ranges "Almas" 1903 Oriel 1:200

      Hallo liebe Freunde,
      ohne große Pause soll es nach der "Pereswet" mit einem eleganten Schiff der 2. Pazifikflotte weitergehen, dem Kreuzer 2. Ranges "Almas". Ursprünglich sollte ein vollwertiger Kreuzer 2. Ranges ähnlich dem Nowik gebaut werden, aber dazu fehlten die Bauunterlagen. Da die Baltische Werft in Sankt Petersburg drängelte und mit den Vorbereitungen zum Bau schon begonnen hatte, wurde entschieden, anstelle eines vollwertigen Kampfschiffs eine Yacht für den Gouverneur in Fernost Admiral Alexejew zu bauen. Der Bau begann im September 1902 nach Plänen des Schiffbau-Ingenieurs Moisejew, die Indienststellung erfolgte im November 1903. Während des russisch-japanischen Krieges gehörte die Almas zur 2. Pazifikflotte und war das einzige größere Schiff, welches aus der Seeschlacht von Tsusima nach Wladiwostok entkam. Möglicherweise haben die Japaner diese Yacht mit ihrer geringen Kampfkraft nicht für voll genommen und sich auf andere lohnenswertere Ziele konzentriert.
      Die Modellkonstruktion stammt von Sergej Bondarenko. Der Bogen macht einen sehr guten Eindruck, die Grafik ist sehr ordentlich, wie die Ausschnitte aus dem Bogen belegen. Gut finde ich, dass es auf dem Deck keine weißen Flecken gibt, wo die Aufbauten hin sollen. Auch diese Stellen sind in der Decksfarbe gehalten. Der Salon kann mit einer Vielzahl von Möbeln und Bildern ausgestattet werden. Ob ich hier bis zum Letzten gehen werde, weiß ich noch nicht. Ein Großteil der Relings war mit opulenten Handläufen ausgestattet, auch die sind im Bogen vorhanden (Bild 4).







    • Außer dem Bogen selbst habe ich mir den Ätzteilesatz beschafft. Für die Einfassungen der Bullaugen werde ich Standard-Ätzteile benutzen.
      Mit weiterführender Literatur sieht es dieses Mal schlecht aus, aber ich habe einen Baubericht in einem russischen Forum gefunden.Das Modell dort ist sehr gut gebaut. Ich glaube mich erinnern zu können, dass es in unserem untergegangenen Forum einen Baubericht gab, weiß aber nicht mehr von wem.
    • Moin Hans-Jürgen,

      ein Schiff, wovon ich noch nie gehört, geschweigedenn ein Modell gesehen habe. denk1
      Der Baubogen erscheint mir aus der Ferne als gut gelungen, warten wir die Passform ab...
      Sehr schön finde ich den Ätzsatz, in dem auch die allegorischen BUg- und Heckzier-Elemente vorhanden sind.
      Bin sehr gespannt!

      lg. Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Hallo Hans Jürgen,
      da hast Du einen guten Griff getätigt. Die Almas hat in ihrem Leben so einiges mit gemacht..
      Ich habe sie vor längerer Zeit gebaut und 2015 hier im Forum im Rahmen der Vorstellung meiner " rus.Flotte " gezeigt. Jetzt bin ich gespannt, was du daraus machst. Das es auch eine Ätz-Platine davon gibt,, ist mir unbekannt gewesen.
      Viel Spaß beim Bauen.
      Gruß Harald

    • Hallo Hans-Jürgen,

      ein echt schönes Schiff.

      Habe letztens auf Englisches Youtube ein Video gesehen (mehr gehört, ist Geschichte mit ein paar Fotos). Ging darin um die Reise der zweiten Pazifikflotte des Zarenreiches. Dort wurde die Almas zwar eher als "umgebaute Yacht" bezeichnet, es ist aber dennoch ein sehr schönes Schiff.

      So auf den ersten Blick kommt mir die Linienführung vom Rumpf bekannt vor (Gorch Fock?). Naja, ich hab nicht so viel Ahnung von Seglern verlegen1

      Werde mir Deinen Baubericht sehr gerne angucken.

      Gruß,

      Christoph
    • Hallo Hans-Jürgen,

      kannte zwar die Geschichte mit dem Entkommen bei Tsushima, aber so präsent war mir jetzt dieses Schiff auch nicht. Da bin ich gerne als Zuschauer mit dabei!

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Oha, da hat sich aber eine Menge interessierter Zuschauer eingefunden! Nun muss ich mich besonders anstrengen, um euch einen interessanten Baubericht zu liefern. Mit Bildern aus der Werft wird es etwas dauern, da ist im Moment noch nicht viel los.
      Harald, vielen Dank für die Fotos vom Original (und von deinem Modell). Als Mutterschiff für Wasserflugzeuge war die Almas nach dem Umbau 1915 unterwegs. Ich werde aber den Bauzustand von 1903 bauen, so wie du auch.
      In dieser ursprünglichen Fassung war die Almas eher ein Kanonenboot, die Artillerie bestand gerade mal aus 4 Stück 75 mm- und 4 Stück 47 mm-Kanonen. Aufgrund ihrer Größe (Länge über alles 111 m) und ihrer Geschwindigkeit (19,5 Knoten) war sie aber als Kleiner Kreuzer eingestuft worden. Soviel zu deiner Anmerkung, Kurt. Nach ihrem Durchbruch nach Wladiwostok ist auch mächtig aufgerüstet worden, die Almas war danach mit 3 Stück 120 mm-, 10 Stück 75 mm- und 2 Stück 47 mm-Geschützen ausgestattet und hatte dann wohl auch die Bezeichnung Kreuzer verdient.
      Tommi, den Ätzsatz habe ich vor allem wegen der Zierelemente gekauft, die machen doch etwas her und bei diesem Schiff besonders. Auch das große Gräting für das Heck ist hilfreich.
      Ludwig, Kajüte mit Möbeln und Bildern hatten wir schon mal, beim Varyag. Leider war da vom Innenleben später nichts mehr zu sehen. Hier werde ich rundum verglasen und wahrscheinlich auch einen Teil der Dachluken geöffnet bauen, so dass man in den Salon schauen kann. Ob ich alle Möbel baue oder nur die im sichtbaren Bereich, entscheide ich später.
      Bis später!
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,

      da hast Du ja mal wieder ein ausgefallenes Objekt zum Bau ausgesucht. Ein wenig reicht es ja auch in den Bereich meiner Tätigkeiten hier hinein. So werde ich Dich sicher wieder auf dem Weg bis zur Fertigstellung begleiten, auch wenn ich nicht pausenlos hier "Lobhudelei" einstellen werde, auf die Du sicher auch keine Lust hast, da sie ja inzwischen fast standartisiert manchmal im Forum laufen.

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo liebe Leute,
      ihr werdet euch fragen, wieso es auf dieser Baustelle nicht vorangeht. Die Erklärung ist sehr einfach: ich habe im stillen Kämmerlein und ohne lästige Zeugen versucht, einen ordentlichen Rumpf für die "Almas" zu bauen. Bei einem so eleganten Schiff spielt der Rumpf die Hauptrolle für ein ansehnliches Modell. Leider ist das Ergebnis nicht so ausgefallen, wie ich es mir gewünscht hatte.
      Für alle, die das Modell mit UWS bauen, ist der Rumpf eine Herausforderung: bei einer maximalen Breite von 6,5 cm und einer Länge von 55 cm ist die Gefahr der Verdrehung groß. Deshalb ist es aus meiner Sicht unerläßlich, das Schiff durch eine sehr akkurate Erstbeplankung zu versteifen und in die richtige Form zu bringen. Das ist mir auch noch ganz gut gelungen, indem ich bei jedem Teil des UWS versucht habe, den natürlichen Drang des Spantengerüsts auszugleichen und in die richtige Richtung zu trimmen.Gescheitert bin ich an einem anderen Punkt: aus den Berichten zwei sehr erfahrener russischer Modellbauer wusste ich, das sowohl die Bordwände als auch die Beplankung des UWS keine Reserven in Länge und Breite beinhalten und dass es andererseits sehr zu empfehlen ist, die Decks zu verstärken, was der Konstrukteur so nicht vorgesehen hat (wahrscheinlich sein einziger Fehler bei einer sonst sehr guten Konstruktion). Ich habe die Decks mit 0,3 mm Karton verstärkt und versucht, das dadurch entstandene "Übermass" durch Schleifen wieder auszugleichen. Dann habe ich zuerst die Bordwände angebracht, da man bei denen, im Gegensatz zum UWS, nichts ausgleichen kann. Und hier war ich wohl übervorsichtig und zum Teil durch meine verstärkten Decks auch gezwungen: ich habe die Bordwände teilweise zu tief angesetzt, so dass im mittleren Bereich der die Bordwand ca. 2 mm zu niedrig ist. Man könnte das zwar ausgleichen, indem man die an der Bordwand befindlichen Teile entsprechend anpasst, trotzdem habe ich heute die Reißleine gezogen und einen neuen Bogen bei Slawomir bestellt.
      Ich werde also den Rumpf noch einmal bauen in der Hoffnung, dass ich nun besser weiß, worauf es ankommt. Bilder erspare ich euch und mir an dieser Stelle, die zeige ich lieber, wenn es dann, hoffentlich, geklappt hat.
      Slawomir wird wie gewohnt schnell liefern, in der Zwischenzeit produziere ich Kleinteile wie Beiboote etc.
      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,

      Hans-Jürgen F. wrote:

      trotzdem habe ich heute die Reißleine gezogen

      Das ist schade, hat aber auch etwas Gutes:
      ich habe die Erfahrung gemacht; wenn mal was wirklich schiefgeht, dann bleibt dass Ganze im Hirn auch dauerhaft "hängen". Bedeutet: man lernt daraus. Im Vergleich zu einem normalen Bauverlauf erheblich mehr.

      Du machst das schon ja 2

      Vorab eine Kopie ziehen, wäre natürlich gut für deine Kasse..... freundlich1


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo Jürgen,
      vor ein, zwei Jahren hätte ich weitergebaut und es wäre ein einigermaßen akzeptables Modell herausgekommen. Dieses Mal möchte ich mehr, die Ansprüche sind halt gestiegen. Deshalb möchte ich auch nicht nachgedruckte Teile aus dem Scan (den habe ich) mit Teilen aus dem Original vermischen. Dies betrifft vor allem die Decks und die Bordwände. Der Bogen ist mit 18 Euro nicht so teuer, als das man sich das nicht leisten könnte, mir tut es etwas mehr Leid um ca. 3 Wochen Bauzeit, aber die waren ja auch nicht ganz umsonst...
      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,

      den ersten Versuch habe ich leider übersehen, dabei gefällt mir diese Art Schiff sehr! Auch ich werde es beim zweiten Anlauf besser machen und Deinen Bau aufmerksam verfolgen. Der Innenausbau ist tatsächlich recht extrem: wenn ich mich recht erinnere, gibt es auch Badewannen. Stühle, Bilder, Tische ohne Ende sowieso. Und man lernt dank Deiner reichen Informationen endlich mal was über dieses Schiff.

      Ich drücke die Daumen, daß es beim zweiten Mal nach Wunsch läuft!
      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Claudia,
      bisher hast du nicht viel verpasst, weil ich mich mit Bildern zurückgehalten habe. Ich habe gute Hoffnung, dass der zweite Rumpf besser gelingt, dann zeige ich euch auch mal die Knackpunkte und Unterschiede zum ersten Versuch. Für einen Außenstehenden sind sie, wie bereits angemerkt, kaum sichtbar, aber sie hätten Folgen für den weiteren Bau gehabt. Deshalb der neue Versuch jetzt und nicht erst wenn der Ätzteilsatz verbraucht ist.
      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,

      eine konsequente und auch aus meiner Sicht, richtige Entscheidung.

      Beim Bau der beiden Eisbrecher (Lenin und Khlebnikov) hätten beim Rumpf ebenfalls bereits minimale Abweichungen von den vorgeschriebenen Dicken der Verstärkungskartons in´s Plus, zu erheblichen Problemen beim Anbringen der UW-Beplankung und Bordwände geführt.
      Die Verwendung des LC-Spantensatzes hat mich davor bewahrt.
      Gleichzeitig wird damit aber auch die Präzision dieser Konstruktionen deutlich.

      Gutes Gelingen für den zweiten Anlauf!


      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo liebe Leute,
      von der Baltischen Werft war lange nichts zu hören. Hier wurde still vor sich hin gewerkelt. Was ist inzwischen passiert?
      Slawomir hat pünktlich den Ersatzbogen und gelaserte Spanten geliefert, so dass sich das Spantengerüst ohne große Mühe zusammensetzen ließ. Doch auch bei einem perfekt passenden Gerüst war die Gefahr des Verdrillens bei den Dimensionen des Schiffes (sehr schmal bei ziemlicher Länge) immer noch sehr groß. Ich habe deshalb eine Methode unserer russischen bzw. ukrainischen Kollegen ausprobiert, die dort wohl die zweitbeliebteste nach dem Ausschäumen des Spantengerüsts mit Bauschaum ist: ich habe den Großteil der Spanten rechts und links mit 1 mm Karton verstärkt, wobei die Verstärkungsteile ca. 0,3 mm unter dem Maß der Spanten bleiben. So erhält man eine gute Auflage für die Erstbeplankung. An den oberen Spantenkanten haben die Verstärkungsteile die gleiche Höhe wie die gelaserten Spanten, so ergibt sich eine stabile Auflage für die Decks.


    • Für die Erstbeplankung habe ich dann 0,3 mm starken Karton verwendet und in die einzelnen Segmente eingeklebt. Entsprechendes Vorrunden erleichtert die Arbeit. Danach wird der Rumpf verschliffen, was dadurch erleichtert wird, dass die gelaserten Spanten mit dem vom Konstrukteur vorgesehenen Maß sichtbar sind und als Orientierung dienen. Der so vorbereitete Rumpf ist sehr stabil, von Verdrillung keine Spur. Die Bilder zeigen den Rumpf vor dem Verschleifen.


    • Auf den so vorbereiteten Rumpf habe ich zunächst die Bordwände geklebt. Die machen wegen der Länge der Bauteile einige Mühe.
      Beim Unterwasserschiff hat man dann eher die Möglichkeit etwas auszugleichen, falls erforderlich. Am Bug hat alles perfekt gepasst, am Heck war es etwas tricky. Nun sitzt die Almas auf der Arbeitshelling und der Werftdirektor kann seine Radtour durch Holland antreten. Bis demnächst also!



    • Hallo liebe Freunde,
      nach all den Aus- und Abschweifungen des Sommers geht es auch auf dieser Baustelle weiter. In den letzten Tagen sind die Salons, die Offizierskajüten und die zwei Bäder möbliert worden. Die größeren Möbelstücke habe ich alle gebaut, bei den Stühlen und Sesseln nur die, die später durch die Oberlichter zu sehen sein werden. Es sind noch 48 Stühle und 16 Sessel übrig. Ich hoffe, man wird die dezenten Markierungen für sie nicht mehr sehen, wenn die Räume durch das Deck verschlossen werden. Außerdem habe ich 13 Bilder aufgehängt. Nicht in jedem Fall konnte ich den Maler derselben ermitteln.
      Nun kommt der Almas in die Kiste, damit sich Claudia in Mespelbrunn die Badewannen ansehen kann.


    • So Leute, es wird Zeit, dass es hier weitergeht. Seit Mespelbrunn ist leider nicht so viel passiert. Um Kurts guten Rat folgen zu können, habe ich zunächst das Material für einen zweiten Salon gesichert, der dann offen bleiben soll. Dazu musste ich ein Stück Deck aus dem etwas verunglückten ersten Schiffsrumpf herausoperieren. Das ist auch einigermaßen gelungen. Hier am eigentlichen Schiff ging es auf dem Hauptdeck weiter: die Niedergänge wurden gebaut samt den Gestellen für die Abdeckplanen. Dann wurden die Unterbauten für die beiden Schornsteine gebaut, auch die kleine Brücke zwischen den Schornsteinen ist fertig. Zur Zeit sind die Lüfter in der Fertigung, die werden aber erst später an ihren Platz auf den Ecken des gelben Schornstein-Unterbaus gebracht.