Kreuzer 2. Ranges "Almas" 1903 Oriel 1:200

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    • Hallo Tommi und Thomas,
      vielen Dank für eure freundlichen Kommentare. Das noch nicht einmal zur Hälfte fertige Modell war mit in Mespelbrunn, auch dort hat die Inneneinrichtung für Aufsehen gesorgt. Der jetzt noch offene Salon wird demnächst geschlossen, dann wird man durch die Oberlichter und die Fenster nur noch wenig sehen. Wie am Anfang des Berichts beschrieben hatte ich einige Probleme mit dem Rumpf und hatte mir einen zweiten Bogen besorgt. Dadurch bin ich in der glücklichen Lage, Kurts Idee umzusetzen und den Salon ein zweites Mal zu bauen, um ihn dann im geöffneten Zustand neben dem eigentlichen Modell zu platzieren. Bei dieser sehr ausführlichen Inneneinrichtung lohnt sich diese Mühe und ich freue mich darauf.
      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,

      das ist eine tolle Idee:

      Hans-Jürgen F. wrote:

      Dadurch bin ich in der glücklichen Lage, Kurts Idee umzusetzen und den Salon ein zweites Mal zu bauen, um ihn dann im geöffneten Zustand neben dem eigentlichen Modell zu platzieren.

      Hättest du dir fast die Inneneinrichtung im Modell ersparen können.
      Kann man ja aber nicht vorher wissen, dass ein zweiter Bogen dazu kommt.



      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo liebe Freunde,
      der Salon ist nun verschlossen, wobei mir das Deck einige Kopfzerbrechen bereitet hat. Eigentlich nicht das Deck, sondern die Reling, die man kaum als solche bezeichnen kann, sondern die eher einer Balustrade gleichkommt. Standard-Relingteile sind deshalb hier wohl nicht geeignet, sondern es war Eigenbau angesagt. Ich habe folgendes gemacht: die Relingstützen wurden aus 0,3 mm Federstahl gefertigt, wobei das Hauptproblem war, sie gleichmäßig lang (6 mm ) zuzuschneiden. Die Stützen wurden aufgeklebt und ausgerichtet. Als mittlerer Durchzug wurde ein Serafil-Faden aufgeklebt. Dann wurde dieser Teil der Reling bemalt und zum Schluß der Handlauf aus edlem Holz aufgeklebt. Diese Technologie ist schwierig und nur gut hinzubekommen, wenn man das Teil noch in alle Richtungen drehen kann. Darum habe ich die Reling installiert, bevor ich das Deck auf den Salon geklebt habe. Das gleiche steht mir an der Brücke bevor, aber es scheint ja einigermaßen zu funktionieren. Bitte, fragt nicht nach der Bauzeit...



    • Hallo liebe Freunde,
      vielen Dank für eure freundlichen Worte. Leider ist die Bastelzeit im Moment nicht sehr reichlich bemessen, darum geht es nur langsam voran. Ich habe inzwischen die Brücke gebaut, an Bord befestigt wird sie aber erst später. Inzwischen ist eine Sendung Farben eingetroffen, so dass ich jetzt auch mit den Fotoätzteilen weitermachen kann.

    • Hallo Otto, hallo Leute,
      eine passende Reling gibt es nicht als Ätzteil, da bleibt nur die Fertigung in der Manufaktur. Trotzdem lohnt sich der Ätzteilesatz. Die Verzierungen an Bug und Heck werden enorm aufgewertet, auch wenn der Gallionsadler etwas mehr Struktur vertragen hätte. Die Bullaugen sind nun auch fertig. Auf den wenigen Fotos vom Original sieht es so aus, als ob diese keine "Augenbrauen" gehabt hätten. Also lass ich sie auch weg.


    • Hallo Tommi, hallo Fritz, hallo ihr Likers,
      vielen Dank, dass ihr vorbeischaut. Zur fehlenden Masse der Ätzteile: ich werde es so lassen müssen, wie es ist. Fürs Nachbessern ist es wohl zu spät und außerdem hält das Modell noch andere Baustellen bereit, die mich aktuell fordern. Ich habe noch einmal intensiv das weltweite Netz durchsucht und habe doch noch ein paar Fotos vom Original gefunden:


      (Quelle: V.Ja.Krestjaninov "Die Kreuzer der russischen Zarenflotte 1856 - 1917", Band 1)

      Auf dem Bild vom Stapellauf sieht man, dass die Fotoätzteile die Heckzier eigentlich ganz gut wiedergeben. Die Teile sind relativ flach und durch die angedeutete Gravur sieht auch das Wappen vernünftig aus. Was besser sein könnte, ist der Gallionsadler, der war beim Original doch voluminöser. Auch sieht es so aus, dass die Flügel nicht komplett auf der Bordwand aufliegen. Ich hätte also das Ätzteil anders vorformen sollen, was aber nun nicht mehr geht. Einen neuen Ätzteilesatz werde ich mir deshalb nicht leisten. Es muss ja auch noch etwas bleiben, was man beim nächsten Modell besser machen kann.

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Freunde,
      es gibt wieder einen kleinen Baufortschritt: ich habe Schornsteine und Lüfter montiert, auch wenn noch nicht alle Details vorhanden sind. Die Niedergänge habe ich aus Karton gebaut, weil die Standardfotoätz-Niedergänge etwas zu schmal waren. Die Almas war ja als Gouverneursjacht gebaut worden und hatte wohl deshalb etwas komfortablere Niedergänge.







      Bis später!
      Hans-Jürgen
    • Hallo Leute,
      ich hoffe ihr habt mich über die Feiertage nicht vergessen. Weihnachten bedeutet immer eine größere Baupause bei mir, weil wegen der Enkelinvasion immer Bastelkammer und Fotoecke geräumt werden müssen. Nun ist wieder Ruhe eingezogen und es kann weitergehen auf der Werft. Noch vor Weihnachten hatte ich die Oberlichter gebaut, aber nicht mehr fotografieren können. Sie sind, wie alle Kleinteile der Almas, ziemlich filigran und haben eine Menge Arbeit gemacht. Mir ist es nicht gelungen, beim Aussticheln die Fensterkreuze unbeschädigt stehen zu lassen, darum habe ich sie zunächst herausgeschnitten und dann aus sehr schmalen kartonstreifen wieder hergestellt. "Verglast" habe ich mit crystal clear. Durch die geöffneten Luken sieht man sogar noch etwas vom möblierten Salon.
    • Weiter ging es dann auf dem Vorschiff. Bevor man die Brücke montieren kann, sollte man sich um die Reling kümmern. Eigentlich wollte ich meine fotogeätzten Relingpfosten benutzen, habe dann aber doch wieder eine Reling aus Federstahlpfosten und Serafil gebaut. Nun sieht sie so ähnlich aus wie auf dem Mittelschiff, obwohl sie diesen opulenten Handlauf nicht hat. Außerdem ist schon eine Menge Kleinkram auf den dafür vorgesehenen Plätzen gelandet. So sieht es im Moment aus:



    • Servus Hans-Jürgen.

      Man kann sagen was man will, es ist ein schöne, elegante Yacht! beifall 1

      Eine Frage, führt es den Sinn von Lüftern nicht ein wenig ad absurdum wenn sie, so wie bei den Kaminen zum Kaminmantel hin ausgerichtet sind?

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Wolfgang, Tommi, Lars und Krisztián,
      vielen Dank für eure Wortmeldungen. Ich bemühe mich, weiter ordentlich zu bauen. Ich bin ja kein Seemann und darum weiß ich auch nicht, warum die Mannschaft die Lüfter alle zum Schornstein gedreht hat denk1 kratz1 .
      Das Oberteil ist ja im Original drehbar (meine leider nicht) und darum ist wohl auch eine solche Stellung wie bei mir denkbar. Ich habe einfach die Lüfter sehr frühzeitig gebaut und damals noch nicht gewußt, dass sie auf den Schrägen des Deckshauses sitzen und dadurch die Richtung der Lüfterköpfe vorgegeben ist. Ich hatte also Oberteil und Unterteil anders verbinden müssen. Vielleicht hilft mir ja einer von euch alten Fahrensleuten und sagt mir, ob es den Befehl: "Lüfter zum Schlot" gibt, ansonsten müsste ich da vielleicht noch etwas ändern...
    • Hallo liebe Freunde,
      fältt euch etwas auf?





      Richtig! Die Lüfterhutzen wurden gedreht! Was ist passiert? Es gab eine lange Diskussion zwischen den Heizern und der Decksmannschaft. Dabei stellte sich heraus, dass es die Leute vom Deck nur gut gemeint hatten mit ihren Kollegen an den Kesseln. Sie hatten nämlich den Expeditionsbericht von Vitus Bering (1681 - 1741) von seiner 2. Kamtschatka-Expedition 1733- 1743 gelesen, auf der der bekannte Seefahrer der arktischen Meere dann auch verstarb.

      (Quelle: meine Briefmarkensammlung)

      In seinen Expeditionsaufzeichnungen schrieb Vitus Bering, dass es "in Zeiten, wenn gar garstige Temperaturen herrschen, es durchaus förderlich sein kann, die Lüfterhutzen in Richtung der warmen Schlote zu drehen, dabyi (damit) die Mannschaften an den Kesseln nicht die kalte Zugluft abbekommen, sondern den Genuß vorgewärmter Luft haben sollen." Damit könnte den häufigen Erkältungskrankheiten unter den Heizern Einhalt geboten werden.
      Da die Almas aber nun nicht in arktische Gefilde unterwegs war, beschloss die Mannschaft, die Lüfterhutzen wieder in die übliche Position zu bringen. zwinker2

      Bei diesem Modell habe ich die "Kraft der zwei Bögen", deshalb war es nicht so schwierig, die Lüfter teilweise neu zu bauen. Ich hoffe, nun habt ihr mich wieder lieb.
      Ich überlege mir nun, generell zwei Bögen von den Modellen anzuschaffen, bei denen feststeht, dass sie auf der Schneidmatte landen, sofern es der Preis der Bögen hergibt natürlich.
      Bis bald!
    • Hallo Jürgen,
      eine gute Entscheidung, die Lüfter wieder in Fahrtrichung zu drehen. Bei diesem Anstrich wohl authentischer ......
      Aber auch die andere Lösung kann ich gut nachvollziehen, bei meinen Recherchen zur AURORA habe ich Bilder aus dem Winter 1917/18 gefunden auf der man genau diese "Zentralheizung" auch noch praktiziert hat. Neben der Wärme des Schlotes gab es auch Schutz gegen kalte Winterwinde, in die können in Rußland sehr kalt sein .... winter 3
      Das wird ein gaaaanz tolles Modell ! daumen1

      Gruß Markus
    • Servus Hans-Jürgen,

      wir hätten dich auch lieb gehabt wenn du die Lüfter so gelassen hättest.
      Aber so ist es wesentlich gefälliger! ja 2

      Was das Thema Heizung angeht.
      Mein Großvater schrieb in seinen Erinnerungen über die Zeit auf SMS Panther (k.u.k.) in Triest, daß sie in der Kesselfeuerung einen großen Ankerschäkel glühend gemacht und in einem großen Eimer mit Sand vergraben haben und als Heizkörper in ihrem Quartier in der Back aufgestellt haben.

      Man glaubt es nicht, aber in der nördlichen Adria kann es im Winter saukalt werden. winter 4

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Ja also, so echt sie auch klingt, die Geschichte mit Vitus Bering habe ich mir ausgedacht. Wenn man sich sein Expeditionsschiff Sankt Peter (24 m lang!) so ansieht, so hatte das wohl noch keine Heizer. Es gibt übrigens wirklich ein überliefertes Expeditionstagebuch dieser extrem interessanten 2. Kamtschatka-Expedition, und zwar von einem der deutschen Teilnehmer, dem Naturforscher Georg Wilhelm Steller. Der hatte, bevor er nach Russland ging, in Halle/Saale unter anderem Botanikvorlesungen bei Friedrich Hoffmann, dem Erfinder von Hoffmann`s Tropfen, gehört. In Sibirien hat er dann eine Reihe von Tieren das erste Mal beschrieben, so den Stellerschen Seelöwen und die inzwischen ausgestorbene Stellers Seekuh.
      Das Foto zeigt ein Modell der St. Peter im Museum der Schwarzmeerflotte in Sevastopol (Quelle: commons.wikimedia.org, Free Art licence).

    • Hallo Otto, hallo Markus,
      vielen Dank für euer freundliches Interesse. Ja, Markus, mit den großen Handrädern wurden die S-förmigen Davits geneigt. Sie waren zur damaligen Zeit auf den russischen Schiffen ziemlich verbreitet, wie das Bild von der Pereswet zeigt, die ich auch schon gebaut habe. Zum Glück gab es die Räder im Ätzteilesatz, das hat die Arbeit erleichtert.


      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,
      Danke für das sehr aufschlußreiche Foto, das sind ja gewaltige Spindeln ! Ich hatte es ja schon bei der AURORA mit großen Handrädern an den Davits der Dampfbarkassen zu tun, aber die wirken dagegen recht handlich. Man hat wohl recht zügig vernünftige Untersetzungen für diese Spindeln entwickelt.
      Tolles Detail, sollte ich nochmal einen "alten Russen" bauen, würde ich wohl ein Paar Davits in "abgeneigter" Position darstellen.

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo liebe Freunde,
      böse Mächte haben mich wochenlang von der Bastelkammer ferngehalten, aber inzwischen gibt es wieder ein bißchen was zu berichten.
      Die Anker samt Kran sind fertig geworden und auch schon an Bord. Als nächstes kommen die Geschütze an die Reihe. Davon hatte dieser kleine Kreuzer zur Zeit des russisch-japanischen Krieges nur eine bescheidene Anzahl: 4 x 75 mm und 8 x 47 mm, wobei von letzteren nur 4 Stück an Deck installiert waren und zu bauen sind. Die anderen wurden wohl auf den Barkassen benutzt oder bei Bedarf hin und her geschleppt.
    • Danke Markus, danke Lars,
      ja mir gefällt die Back auch sehr gut. Das liegt aber in erster Linie an der erstklassigen Konstruktion des Bogens (Konstrukteur Sergej Bondarenko). Es ist der beste Bogen, den ich bisher von Oriel in den Händen hatte und er toppt auch die guten Konstruktionen von Alexander Kustow. Hier passt einfach alles, und auch die Kleinteile sind sehr gut konstruiert. Das zeigen auch die Geschütze, die leider noch etwas wacklig auf den Beinen sind. An Bord kommen sie erst, wenn die Masten stehen.

      Zuerst die 75 mm Geschütze:


      und hier sind die 47 mm Kanönchen:


      Bis bald!