Frachter "Westerplatte", GPM 11/2016, M 1:200

    • Frachter "Westerplatte", GPM 11/2016, M 1:200

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      Hallo zusammen,

      das U-Boot "Tula" ist bis auf die Raketen (sind in Fertigstellung) fertig und die leere Schneidmatte wünscht eine Entscheidung, um ihre Blöße schnellstens wieder zu bedecken.
      Im Stapel ruhend, mahnen noch gefühlte 36 Soubore der "Mittelalterlichen Stadt" zur finalen Attacke - Mespelbrunn 2019 markiert nämlich die selbstverpflichtete Zielline.
      Doch der Anblick der bunten DIN A 4 Bögen rief heftigsten Widerwille in mir hervor.
      "Gegen den muss ich nicht ankämpfen", sagte ich mir und Pfingsmontag schon zweimal nicht.
      Und als heute Nachmittag dann - wie von unsichtbarer Hand gereicht - der Bogen der "Westerplatte" auf dem Basteltisch lag, fanden Herz und Verstand wieder einträchtig zueinander.

      Ende der Bastlerprosa!

      Vorgestellt wurde der Bogen hier
      Erleichtern wird mir den Bau ein LC-Spantensatz, sowie ein Reling-und Detailsatz.

      Also kann es ohne viel weitere Vorrede an die Arbeit gehen.
      Ich freue mich auf den Bau.

      Viele Grüße
      Roland


      Das werden die ersten Arbeiten sein:
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      Hallo zusammen,

      zunächst bedanke ich mich ganz herzlich für das Interesse der zahlreichen Liker und die guten Wünsche für den Bau.
      Das motiviert und freut mich sehr.

      @ Hans-Jürgen: meiner Aversionen richten sich keinesfalls gegen das Modellbogenwerk "Mittelalterliche Stadt". Allein für den Bau von Architekturmodellen kann ich mich immer noch nicht so richtig erwärmen.

      @ Klaus: Die "Westerplatte" ist ein polnischer Stückgutfrachter, Baujahr 1967 auf der Danziger Werft (wie Salvagemaster dankenderweise schon schrieb).
      Schlagzeilen machte das Schiff am 18.12.1976, als es gegen 18:35 Uhr auf der Unterelbe, stromabwärts fahrend, bei einem Überholmanöver im Strombereich Schulau, das stromaufwärts fahrende Küstenmotorschiff "Westwind" rammte.
      Bei dieser Kollision verloren vier Besatzungsmitglieder der "Westwind" im ca. 2°C kalten Wasser der Elbe ihr Leben.

      Ein paar wenige Daten der "Westerplatte":
      Länge: 153,5m
      Breite: 19,8m

      Zum Modell:

      Die LC-Spanten sind aus den Bögen getrennt und geordnet.



      Aus dem Bauplan ist der Aufbau des Rumpf-Spantengerüstes ersichtlich.



      Heute Abend werden die Spanten verschliffen (die kleinen Reste der Verbindungsstege) und mit dem Verleimen begonnen.


      Viele Grüße
      Roland
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      Mit einbrechender Dunkelheit trocknen die Spanten des UW-Schiffes jetzt ruhig vor sich hin....
      Der Konstrukteur hat sinnigerweise genau in Höhe Wasserlinie eine plane Zwischenfläche angeordnet, auf der das UW-Spantengerüst jetzt auf dem Hellingbrett liegt.
      So lassen sich nach dem Trocknen bequem erste Strackarbeiten durchführen und vielleicht sogar das UW-Schiff bereits beplanken.
      Das muss ich aber erst prüfen.
      Danach wird der Spantenaufbau nach oben fortgesetzt.

      Viele Grüße
      Roland



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      Hallo Roland,
      schön daß es losgeht: diese klassischen Frachter gefallen mir auch sehr. Schöne Linien, wie Bild 7701 schon ahnen läßt! Bin gespannt, wie es am Heck läuft, denn die hintersten Spanten lassen starke Verdrehungen erwarten. Aber wenn man Deine UWS schon gesehen hat, muß man sich keine Gedanken machen. Viel Erfolg!

      Beste Grüße
      Claudia
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      Hallo zusammen,

      @ Helmut: keine Grund, zu drängeln! Für Altersgenossen sind immer Plätze reserviert. Speisen und Getränke folgen (Für die Jungen Stehplätze und Selbstversorgung! happy 2 )
      So ein LC-Spantensatz erleichtert die Arbeit sehr und schafft durch seine exakte (in der Regel) Maßhaltigkeit gute Voraussetzungen für einen passgenauen Folgeaufbau.
      Den Geldbeutel erleichtert er allerdings auch. denk1
      @ Claudia: Vielen Dank für Deine guten Wünsche und die Vorschusslorbeeren, ich gebe mein Bestes arbeit1
      Am Modell wurde der Mittelspant im Bereich der Ruderanlage beidseitig mit den Teilen Nr. 37 (die wiederum jeweils auf 0,5mm Pappe aufgeklebt sind) verstärkt.
      Der Streifen, Teil Nr. 38, wird nach Aufbringung der UW-Beplankung gemäß der Bauanleitungsskizze geformt und verleimt.
      Das noch freistehende, sehr knickempfindliche Kielstück unter dem Ruder ist durch diese Verstärkung jetzt etwas geschützter.

      Weiter geht der Bau mit der Montage des Überwasser-Spantengerüstes.

      Viele Grüße
      Roland



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      Hallo Roland,

      Ein Frachtschiff in der Größe! Das ist mal eine Ansage und gleichzeitig willkommene Abwechslung. daumen1
      Da muss ich unbedingt dabei sein!
      Ich wünsche gutes Gelingen. Der Grundstein für Erfolg ist mit dem sauberen Spantengerüst ja bereits gelegt.
      Viel Spaß.

      Lieben Gruß
      Ralf

      Ein Lächeln kostet nichts, ist aber viel wert. happy 2
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      Hallo Roland,
      wenn ich so dein Spanten Gerüst sehe einfach KLASSE.
      Bei deinen sehr guten Vorarbeiten sehe ich auch keine Probleme für das Unterwasserschiff und Beplankung aber man kennt das ja nicht anders von dir.

      Allein dein Spanten Gerüst sind schon Packung Lübecker Marzipan wert.

      Grüßle,
      Reinhold
      Du sollst den Karton und die Kartonmodellbauer ehren.
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      Reinhold wrote:

      Allein dein Spanten Gerüst sind schon 10 Packung(en) Lübecker Marzipan wert.
      Herzlichen Dank für Deine Worte, Reinhold!
      Das mit dem Lübecker Marzipan habe ich mal ein bisschen präzisiert - nicht als Eigenlob, sondern aus reiner Gier grins 2

      @ Ralf: auch Dir danke ich für die guten Wünsche und freue mich über Dein Interesse an der "Westerplatte"


      Viele Grüße
      Roland
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      Hallo Roland,

      bei einem solch tollen Frachter muss ich einfach dabei sein. Ich hatte auch immer mal mit einem Frachter geliebäugelt, doch nun bin ich ganz im Segel-Bereich und es macht mir so viel Spaß, dass ich keinen der Bögen, die ich besitze, nicht bauene wollte und ich kenne so viele Bögen, die mich noch reizen könnten und die Victory wäre das Größte!

      Viele Grüße
      Fritz
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      Hallo zusammen,

      @ Fritz: große Freude meinerseits, dass Du dabei bist.

      Herzlichen Dank auch für die gehobenen Daumen, Hagen und Stephan.

      Auf der Werft erfolgten weitere Arbeiten am Rumpf-Spantengerüst.
      Das ist jetzt bis auf die Deckplatten fertig zusammengebaut.
      Nachdem diese dann verklebt sind, folgt das Verschleifen (Stracken) und die Vorbereitungen für das Aufbringen der UW-Beplankung.
      Das Beplanken beginne ich dann am Heck.
      Wie schon mehrfach erfolgreich angewendet, werde ich bei der Beplankung wieder mehrere Beplankungssegmente exakt vorformen und mit selbst gefertigten Klebelaschen aneinander verleimen, ehe diese Baugruppen auf das Spantengerüst aufgezogen werden.
      Für das Kantenfärben der UW-Beplankungsteile verwende ich einen Faber Castell Aquarellstift Wachholdergrün 9201-165, der den grünen Farbton optimal trifft.

      Die Bilder zeigen den aktuellen Bauzustand.


      Viele Grüße
      Roland



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      Hallo Roland,

      sehr guter Baufortschritt.
      Die Form des Frachters ist schon sehr schön sichtbar.

      Was mir auffällt:
      du beschwerst das Spantengerüst in keinster Weise und lässt es einfach so austrocknen.
      Befürchtest du nicht das es sich verzieht ?


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
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      Hallo Jürgen,

      Juergen wrote:

      du beschwerst das Spantengerüst in keinster Weise und lässt es einfach so austrocknen.
      freilich beschwere ich nach dem Verleimen das Gerüst jeweils für ca. 5-8 Stunden, was völlig ausreichend ist.
      Denn UHU-Kraft (Lösungsmittelhaltig) bleibt auch nach dem "Trocknen" elastisch und soll Spannungen geringfügig ausgleichen können.
      Entscheidend für die Qualität der Klebstelle ist deshalb auch nicht die Trocknungszeit, sondern die Kraft, mit der die Klebestelle zusammengepresst wird.
      Mit diesem Klebstoff hatte ich noch nie Probleme mit trocknungsbedingtem Verzug.

      Viele Grüße
      Roland
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      PRT wrote:



      Mit diesem Klebstoff hatte ich noch nie Probleme mit trocknungsbedingtem Verzug.
      Hallo Roland,

      Ja, stimmt, auch ich arbeite sehr viel mit diesem Klebstoff , Uhu Kraft, und bin sehr begeistert!
      Gruss
      Holger


      Kartonmodellbau....
      am besten vom frühen Morgen, bis zum Abend....,
      für mich reinster Genuss und erlabend ! freu1
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      Hallo zusammen,

      auf der Werft wurde das Deck verklebt.
      Das erfolgte ohne jegliche Probleme. Vor der Verklebung erhielten die Deckplatten in bestimmten Bereichen eine leicht konkave Wölbung.
      Nach dem Austrocknen der Klebstellen wird das gesamte Skelett nochmals geschliffen (gestrakt) und die Deckkanten gefärbt.

      Dann ist der Rumpf fertig zum Beplanken.
      Erste Vorbereitungen bestehen darin, die Bordwände auf Maßhaltigkeit, bzw. Übereinstimmung mit den Spantenskelett (Länge, Höhe) zu überprüfen.
      Die Ergebnisse zeigen, dass die Bordwand-Beplankungsteile so konstruiert sind, dass sie bündig mit der Deckskante, nach unten exakt bis Mitte des durchgehenden Längsspant (planes Zwischendeck) reichen und diesen 0,5mm überlappen. Von 1mm Materialstärke dieses Längsspant bleiben somit 0,5mm für die Auflage der UW-Beplankungsteile.
      Genau so verhält es sich mit den jeweils verfügbaren Auflageflächen an den Radialspanten (siehe auch Bilder)
      Exakt genau passt auch die Gesamtlänge der Bordwände.

      Damit wird erneut deutlich, mit welcher maßlichen Präzision auch bei diesem Modell, das Rumpf-Spantenskelett und die Beplankung aufeinander abgestimmt sind (ebenso z.B. LENIN und K. KHLEBNIKOV).
      Diese Genauigkeit ist nach meiner Erfahrung mit handgeschnittenen Spanten nur sehr schwer zu erreichen.

      Viele Grüße
      Roland









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      Moin Roland,
      mein lieber Schwan,das sieht selbst am Heck wieder perfekt aus. ja 2
      Ich selbst ,in den 70 zigern als Lehrling , stand mit an der Presse.
      Auf der rechten und linken Seite der Presse je 3 Jungs . In der Mitte stand ein erfahrener Schiffsbauer mit dem Schablonen für die Rundung.Und dann los,hin und her,das war eine Schweiß treibende Arbeit.
      Einen Gruß von der Waterkant ,aus dem schönen Schleswig Holstein,
      Thomas