Gesuperte Canon-Katze (Munchkin)

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    • Gesuperte Canon-Katze (Munchkin)

      Liebe Kartonviecherfreunde

      Wahrscheinlich kennt jeder von euch diesen Moment von Ausstellungen, Treffen oder Stammtischen: da bringt ein anderer Kartonmodellbauer ein Werk mit, das einen unwiderstehlich begeistert. Bekanntermaßen führt dies zu akuten Symptomen wie sofortiger Bestellung beim Kartonmodellshop des Vertrauens oder zu einem Download. In Extremfällen wird das Ding dann sogar umgehend gebaut.

      Letzteres erlebte ich, als Dieter Rohr bei der Ausstellung im Münchner MVV-Museum (hist. Trambahnen, Busse etc.) mit einem ganzen Koffer voller Kartonkatzen und anderem Getier aus dem Canon Creative Park aufkreuzte. Die Munchkin-Katze faszinierte mich sofort: ihre Körperhaltung, ihre Konstruktion: einfach genial, was der japanische Konstrukteur da geleistet hat.

      Der Bau der Munchkinkatze sollte trotz der geringen Teilezahl nicht unterschätzt werden, zumal wenn man noch nie eine Figur gebaut hat. Die Konstruktion ist absolut passgenau: so sehr, daß wohl kaum jemand so perfekt genau bauen kann, daß nicht irgendwo winzige, aber spürbare Abweichungen entstehen. Ich habe sämtliche Klebelaschen entfernt, sie aber von einem Ausdruck auf 80g-Papier gleich wieder übernommen, um sie von hinten an die Bauteile zu kleben. Damit sollen „Stufen“ zwischen den verklebten Kartonschichten vermieden werden.
      Wichtig ist das Vorformen. Das geduldige Zurechtbiegen, nicht nur der Kopfteile, zahlt sich aus. Auch habe ich immer nur eine Lasche auf einmal verklebt und stets gewartet, bis der Kleber komplett getrocknet war. Trotz Vorformung entsteht bei Körpern eine gewisse Spannung / ein gewisser Zug, der nicht unterschätzt werden sollte. Es besteht also das Risiko, daß das eben erst verklebte, aber noch nicht ausgehärtete (und feuchte) Teil unter Spannung aus seiner Position gezogen wird und hässliche Spalten entstehen. Geduld zahlt sich hier aus. Wichtig: das Kantenfärben (habe ich leider nachholen müssen!).

      Der Bau des Modells verlief problemlos. Was mir irgendwie nicht ganz gelungen ist, sind die Ohren. Möglich, daß ich den Kopf nicht ganz richtig gerundet habe (an der Konstruktion kann es nicht gelegen haben): auf jeden Fall musste ich die Öhrchen anpassen. Dann war die kleine Mieze fertig, durfte zusammen mit Dieters Katzen zum Stammtisch mit, und erkundete zudem neugierig die kleine Grünanlage in unserem Quartier.



    • Nur eines fehlte ihr: Schnurrhaare (plus ein paar „Antennen“ über den Augen). Aber steife, gleichmäßig dicke Borsten von einer Bürste zu verwenden, das geht natürlich nicht. Doch ich hatte Glück: Michi bot spontan an, mir einen „Superungs-Satz“ mitzubringen: echte Schnurrhaare von seinen beiden Stubentigern, die solche zum Glück ab und zu verlieren. Gesagt, getan: ein wunderschön gestalteter Umschlag (Michi kann nämlich auch großartige Comics zeichnen!) landete beim nächsten Stammtisch in meinen Händen. Ja, da staunte meine Mieze nicht schlecht!



      Mit der feinen Kanüle einer Diabetikerspritze stach ich Löcher durch den äußeren und inneren Katzenschnauzenteil. Natürlich mussten die langen Haare deutlich gekürzt werden, aber sie wiesen immer noch die gewünschte Krümmung und Verjüngung gegen die Spitze hin auf, die Plastikborsten eben nicht gehabt hätten.





      Danke also an Dich, Michi! Mein kleiner Kartontiger sieht mit Schnurrhaaren um Längen besser aus, und die kleine Geschichte von der Superung mit echten Katzenhaaren läßt jeden, der sie hört, schmunzeln. Es ist ja auch etwas Spezielles: Superung für einmal nicht mir LC- oder Ätzteilen, sondern mit Katzenschnurrhaaren. Und ein schöner Beweis dafür, wie sich Kartonmodellbauer selbst mir den ausgefallensten Dingen aushelfen. „Ausgefallen“ kann man hier durchaus wörtlich nehmen....

      Beste Grüße
      Claudia
    • Servus Claudia,

      jaaaaa, die Schnurrhaare machen erst die Mieze von Welt aus! augenbraue1
      Gut, daß Michi entsprechende Vorräte hat.
      Ich könnte dir einen kompletten Fellbausatz anbiten, reicht für zwei Maine-Coons.
      Stammt aus der Vorjahresernte ........ lala1

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Ohhh, wie süühhhßßßß!
      Wie sie sich durch die Blümchenwiese schnuppert, das könnte glatt auch unser kleiner Blindfisch sein (von der Fellfarbe und der Beinlänge mal abgesehen!)



      wiwo1961 wrote:

      Ich könnte dir einen kompletten Fellbausatz anbiten, reicht für zwei Maine-Coons.
      Stammt aus der Vorjahresernte ........ lala1

      Strick' Dir doch 'nen Pulli d'raus!
      ROMANES EVNT DOMVS !

      (was bisher geschah...)
    • Hallo liebe Kollegen!

      Miezi kommt vor lauter Freude über die Däumchen und netten Kommentare gar nich mehr aus dem Schnurrmodus heraus und trägt ihre echten Katzenhaare so stolz wie noch nie! Besten Dank euch allen!

      Wolfgang: der "Fellbausatz" ließ mich laut prusten! lach 2 Ich hoffe doch, daß die Haare strikt nach Farben getrennt sind....? high five1 cool1 Tät' aber sicher genial ausschauen, so nach zehn Jahren Haare sortieren und festkleben. Maine Coones sind wunderschön, echte Stubenlöwen! Freunde von mir haben eine goldbraun Getigerte mit weißen Pfoten und ebensolchem "Lätzchen".

      Was kommt wohl als nächstes? Echt befiederte Vögel?

      Beste Grüße
      Claudia