Aurora - Russischer Kreuzer 1:250 Möwe-Verlag Wilhelmshaven

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    • Aurora - Russischer Kreuzer 1:250 Möwe-Verlag Wilhelmshaven

      Ich habe nach über 10-jähriger Abstinenz vom Karton-Modellbau einige einfachere Modelle von HMV und auch einen großen Teil der Hafenanlagen von HMV gebaut und freue mich über die Ergebnisse und bin - für meine Verhältnisse - zufrieden mit den Modellen.
      Nun soll endlich mal wieder ein Wilhelmshavener Modell auf die Helling, in den 1970ern/1980ern habe ich mehrere Modelle der Bundes- und Kriegsmarine gebaut die schon lang auf dem Grund des Kartonmeeres ruhen.
      Ich hatte schon eine ganze Reihe schöner alter Bögen im Magazin, aber vor zwei Wochen konnte ich vom Forumskollegen Günter Plath den der "Aurora" kaufen und dieses Modell reizt mich besonders. Ich denke die Attraktivität der russischen Kreuzer dieser Epoche ist Unwidersprochen und es ist halt ein "Wilhelmshavener" ! Also eine interessante und relativ seltene Kombination. Die Geschichte des Schiffes setze ich mal als bekannt voraus.




      Viel im Netz gestöbert, Bilder des orginalen Vorbildes aus verschiedenen Epochen, Bilder von Modellen in mehreren Maßstäben und Materialien ...... und schon fing ich an zu grübeln wie man dieses Modell vielleicht etwas aufwerten kann.
      Der Bogen zeigt spätestens auf den zweiten Blick doch einige Schwächen die man beheben könnte. Nur die einfache Ergänzung von Lasercut- oder Ätzteilen brächte wohl nicht viel, daher habe ich mich entschlossen ganz langsam und im Rahmen meiner Möglichkeiten Stück für Stück eine "schönere" Aurora aus dem Bogen zu bauen.
      Die ersten Ideen konnte ich nun schon einmal ganz ordentlich umsetzen und ich wage es dieses Projekt öffentlich zu machen, mehr als mich zu blamieren kann ja nicht passieren ......... verlegen1
      Das Spantengerüst habe ich 1:1 aus dem Bogen gebaut, allerdings unterfüttert mit 1mm Graukarton. Neben der zusätzlichen Stabilität bei dem schmalen und langen Rumpf bringt das auch etwas mehr Freibord um später den weißen Wasserpass und etwas vom grünen Unterwasserschiff erkennbar zu machen.
      Auf die Spanten kommen Back- und Hauptdeck und die haben mir im Original gar nicht gefallen. Zig-Meter lange Planken in gelb-orange ..... es mußte ein anderes Deck her. Also habe ich die Teile eingescannt, das gelb-orangene Deck digital "entleert" und ein Bild eines hellen, gescheuerten Holzdecks auf einer zweiten Ebene sichtbar gemacht. Der Ausdruck mit meinem HP-Laserjet hat auf Anhieb geklappt, keine Größenabweichungen.





      Nun geht es an die Bordwände ....... aber dazu morgen mehr, es ist Freitagabend und ich habe schon zehn Stunden Job hinter mir ..... noch ein Bier auf das neue Deck prost1 und dann ab in die Koje. Ich verspreche aber nicht zu sehr zu trödeln und - hoffentlich vergesse ich beim Bauen nicht das Fotografieren !

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,
      das veränderte Deck ist auf jeden Fall eine erhebliche Verbesserung.
      Vor langen Jahren hatte ich in Delmenhorst mit der Verwaltung zu verhandeln. Der Gesprächspartner hatte in seinem Büro ein fertiges Modell der WHV Aurora stehen, das mich sehr beeindruckte, zumal mir die Existenz dieses Bogens nicht bekannt war. Du wirst also ein sehr schönes Modell bekommen.
      LG
      Kurt

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      Wenn alles gleich gültig ist, wird alles gleichgültig.
      (Ralf Dahrendorf)
    • Vielen Dank für Euren Zuspruch und die Aufmerksamkeit. Natürlich habe ich die Bauberichte der russischen Kreuzer von Hans-Jürgen und auch die der japanischen Kriegsschiffe von Tommi aufmerksam studiert, dabei stieg natürlich die "Latte" im Anspruch an ein Modell stetig.
      Es gibt viele Bilder der AURORA im heutigen Zustand, ich bin mir aber nicht sicher ob wirklich alle Details 100% korrekt restauriert wurden. Ich gehe davon aus, daß zum Beipiel die seitlichen 15,2cm Geschütze während des 1.Weltkrieges noch von einem Splitterschutz umgeben waren, so sieht man es auf zeitgenössischen Fotos und auch auf dem Bogen des Möwe-Verlages. Die restaurierte AURORA hat aber keinen mehr .... ?
      Zunächst stellt sich aber in der Reihenfolge des Baues für mich die Frage der Gestaltung der Bordwände. Auf dem Bogen sind diese aus jeweils zwei Teilen konstruiert. Am Bug sind die massiven Anker, Ketten, Klüse usw. dominant aufgedruckt um dem Bastler alternativ das Anfertigen der Details zu ersparen. Sehr nett, mich stört der Aufdruck aber gewaltig. Versuche den Aufdruck zu übermalen oder anders abzudecken habe ich schnell aufgegeben und mich entschlossen auch die Bordwände am Rechner zu bearbeiten und neu auszudrucken. Ich mußte länger mit Farbe, Kontrast und Sättigung experimentieren und einige Bögen Modellbaukarton 160g opfern, letztlich hat es aber ganz gut geklappt. Den Grauton kann man guten Gewissens mit den Originalteilen des Bogens kombinieren.



      Die Bullaugen habe ich ausgestochen (mein erster Einsatz eines Locheisens) und die Kanten mit einem Messington farblich abgesetzt. Die Buntmetallfassungen scheinen auch im Original nicht lackiert worden zu sein. Dann mit dunkelblauem Transparentpapier hinterklebt.
      Die beiden vorderen Teile liessen sich gut an die Deckskante anfügen und auch die Rundung des über dem Steven ausladenden Decks war kein Problem.
      Die Bordwände dann bündig, "auf Taille", an die Spanten anzulegen war allerdings unmöglich. Es hätte unweigerlich Knicke und Falten gegeben und die hätten meine Motivation für den Bau sicher arg gedämpft. Also habe ich auf jeder Seite einen senkrechten Schnitt gesetzt und, wie bei einer Gesichtsstraffung, das überschüssige Material etwas nach hinten gezogen. Die Schnitte habe ich so gesetzt, daß sie später von den Ankern und dem Ankerlager zum größten Teil verdeckt werden, damit kann ich leben (die Schnittkanten werden später noch kaschiert).





      Heute geht es mit den hinteren Teilen der Bordwand weiter, da gibt es auch ein paar kleine Probleme zu lösen ........

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      die Umfärbung der Decks ist Dir hervorragend gelungen ! Auch die aufgedruckten Anker vorne mussten einfach weg. Deinen Schnitt werden sie später nahezu restlos verdecken.

      Die Aurora hatte -wie alle russischen Kreuzer- ursprünglich keine Schutzschilde. Die sind später dazugekommen, wann weiß ich nicht genau.

      Es gibt noch in 1/200 Modelle von Quest, Dom Bumagi und Oriel. Das Modell von Dom Bumagi hat eine irrwitzige Detaillierung und ebenso detaillierte Konstruktionszeichnungen, da denkt man, man hat die Originalunterlagen der Werft in der Hand. Wenn Du supern willst, böte dieser Bogen eine gute Vorlage, es müsste nur alles auf 80% verkleinert werden.

      Curmudgeon
    • Hallo Curmudgeon,
      Danke für den Tip ! Ich habe mir Modelle aus den genannten Bögen schon vielfach angeschaut, auf die Idee Details dieser Modelle zu skalieren und auf der 1:250-AURORA zu verwenden ist mir vor lauter Bäumen im Wald noch nicht gekommen !
      Ich habe neidisch die tollen 15,2cm-Canet-Geschütze von Hans-Jürgen beäugt und gegrübelt wie ich das ähnlich hinbekommen könnte ......
      ... da kommt Dein Tip genau richtig.
      Mit dem Splitterschutz meinte ich aber nicht die am Geschütz angebrachten Schutzschilde sondern die über die an den seitlichen Balkonen angebrachten Erhöhungen, eine Art "massive Reling".
      Wenn ich das so durchhalte wird am Ende nicht sehr viel vom alten Möwe-Bogen übrigbleiben, aber das ist auch nicht das Ziel welches ich mir gesetzt habe.

      Gerade habe ich die Erker der Kasematten am Heck gebaut, dort war ursprünglich ein leichtes Geschütz zur Torpedobootsabwehr eingebaut. Die Kasematte ist auf dem Bogen nur aufgedruckt, ich wollte sie aber auch 3-dimensional darstellen. Hoffentlich sieht es nach dem Anbau der Bordwand auch noch gut aus ......



      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,
      das geht aber schon gewaltig in die Richtung einer Neukonstruktion.
      Was das Ausleihen von Teilen von besser gestalteten Bögen anbelangt, kann ich Dir dazu nur raten. Es geht besser als man denkt und wertet das Modell enorm auf. Der einzige Nachteil ist, daß sich die Bauzeit verlängert, doch spielt der Zeitfaktor bei unserem Hobby nicht die entscheidende Rolle,
      LG
      Kurt

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    • Hallo Markus,

      ah, verstehe, zu diesem Splitterschutz kann ich leider nichts sagen.

      Gerade die Geschütze, die Du erwähnst, sind beim Dom Bumagi-Bogen (bei meinem Händler 25 EUR plus Porto) extrem detailliert. Der Quest-Bogen (14 EUR plus Porto) ist insgesamt schlichter gehalten, übertrifft das WHV-Modell aber immer noch deutlich.

      Die aufgedruckte kasematte konnte auf keinen Fall so bleiben, Deiner Superung trifft es m.E. gut.

      Curmudgeon
    • Vielen Dank für Eure Beiträge, den Dom Bumagi-Bogen der Diana in Grau habe ich inklusive LC-Satz bei eBay für 30,- Euro im Sofortkauf erworben, den gab es da gerade. Ich werde ihn wohl nicht bauen, aber man kann ihn ja wieder dort anbieten (...nachdem man die Teile geklaut hat ....). Das Quest-Modell ist ja hier in der Galerie zu bewundern, die Geschütze gefallen mir aber nicht so gut wie die von den Oriel-Bausätzen. Aber bei den Details bin ich ja noch lang nicht, erstmal habe ich andere Probleme ....... und Erfolgsmomente.
      Die hinteren Bordwände mit den Kasematten passen prima, allerdings sollte man rechtzeitig daran denken den letzten Fortsatz der Bodenplatte zu entfernen - keine Ahnung was man sich in Wilhelmshaven bei diesem Appendix gedacht hat ? Ich finde keinen Sinn, also ab damit.



      Und damit es nicht langweilig wird habe ich die hintere BB-Seitenwand, die schon prima saß, wieder abgerissen. Ich hatte aus Versehen (Unaufmerksamkeit, Unkonzentriertheit, Blödheit .......) einen falschen Ausdruck der Wand verbaut, die Seite hatte auf einmal vorn ein melancholisches Grüngrau und hinten ein fröhliches Sommer-Blaugrau, das ging gar nicht. Aber das kriege ich wieder hin und dann ist der Rumpf erstmal geschlossen. Der Wasserpass folgt viel später als weiß-grüner Umleimer und auch die weiteren Details, Anker, Ketten, Steigeisen, Spieren usw. werde ich am Ende anbauen da ich den Rumpf im weiteren Bau wohl noch oft in die Hand nehmen muß.
      Danke für "Superung", ich würde etwas bescheidener "Verbesserung" sagen. Super ist sicher noch etwas anderes ..... schwitz1
      Viele Grüße
      Markus
    • Moin Markus
      Dein Projekt gefällt mir sehr gut, vor allen Dingen wie du mit deiner Einstellung ans Werk gehst. Der hintere Teil Deiner Aurora wird wohl als Partydampfer verwendet , so mit blauer Verglasung muhaha1 Aber weiterhin viel Spaß beim Bau der Aurora.
      Bis denne Werner der Marineoldi kaffee1 und nach dem Stapellauf prost1

      es ist mehr als ein Leitspruch:
      Ich habe mich von der Arbeit verabschiedet, nicht vom Leben.
    • Hallo Markus!

      Anläßlich einer Kreuzfahrt zu den Hauptstädten an der Ostsee
      kamen meine Frau und ich 2007 auch nach ST. Petersburg.

      Bei etwas trübem Wetter konnte ich Aufnahmen von der Aurora machen.

      Vielleicht können Dir die Bilder beim Bau Deiner Aurora helfen..

      Viel Erfolg wünsche ich.

      Gruß

      Adolf Pirling





    • @Werner: Das ist der Salon für die "Blaue Stunde" !
      Die Party-Decks und Party-Dampfer haben bei mir immer eine rote Verglasung ! verlegen2

      @Adolf: die Fotos sind von bestechender Qualität, da sieht man einiges was auf den Bildern im Netz nicht zu erkennen ist.
      Wieder sind die fehlenden Splitterschutzwände und die Bullaugen in den überhängenden Barbetten der schweren Geschütze deutlich zu erkennen.
      Alle Fotos aus der Zeit des 1. Weltkrieges zeigen die AURORA mit geschlossenen Barbetten und hochgezogenen Splitterschutzwänden anstelle der Reling: Unbenannt-1.jpg
      Auch die leichte Artillerie zur Torpedobootsabwehr war noch an Bord. Ich vermute, daß diese Änderungen erst mit dem Umbau zum Schulschiff erfolgten.
      Inzwischen habe ich auch die hintere BB-Seitenwand neu angefertigt und angebaut. Es ging am Heck nicht ganz "nahtlos", sieht bei Tageslicht aber ganz gut aus, auch die innen liegenden Kasematten. Jetzt bzw. morgen geht es an Deck weiter.



      Gruß Markus
    • Moin Markus,

      verfolge schon eine Weile hier Deinen sehr interessanten Baubericht!
      Viel Erfolg weiterhin!! daumen1 daumen1

      Bleibe weiterhin hier dran! freu 2
      Gruss

      Holger


      Es gibt sicher im Leben..................
      WICHTIGERES ALS KARTONMODELLBAU...
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      NUR WAS SOLLTE DAS SCHON SEIN....??? kratz1 ????????????
    • Hallo Markus,

      bin gerade erst auf Deinen Baubericht gestoßen - ein sehr interessantes Projekt, um so mehr, als ich wie Harald das Schiff auch in St. Petersburg in Natura gesehen habe.

      Bisher sehr fein gebaut und verbessert! klasse1

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Vielen Dank an Euch alle für die netten Kommentare und Anregungen ! daumen1
      Neben den Bildern von Adolf Pierling habe ich im Netz noch eine ganz tolle Seite scalenews.de/kreuzer-aurora-walkaround-222/
      gefunden auf der sehr viele Details aus dem Decksbereich zu sehen sind. Ganz begeistert bin ich von den Bildern der Munitions-Transportschiene, den Stützen dazu und dem Viererpack Granaten welches daran hängt. Aus heutiger Sicht sicher eine archaische Methode der Munitionszufuhr, aber für einen Modellbauer sehr reizvoll.
      Wie schon geschrieben bin ich mir aber nicht im Klaren welche Einzelheiten zur Zeit des 1.Weltkrieges/Revolution schon so vorhanden waren, das Schiff wurde ja in der Folge mehrfach umgebaut, modernisiert und nach der Versenkung komplett restauriert ........
      Ich habe ja gerade mal Kleben gelernt, vielleicht sollte ich mir da nicht zuviel hochkomplizierte Aufgaben stellen. Aber einiges werde ich sicher noch ergänzen.
      Heute morgen habe ich erstmal die Verstärkungen der Seitenpanzerung in Angriff genommen. Wenn man die Teile zunächst mit den Klebelaschen fest und sauber an die Bordwände klebt lassen sie sich später gut "einklappen" und bündig verbauen.



      So geht es langsam weiter, an den Unterbauten der Schornsteine, also eigentlich die Dachkonstruktion des Maschinenbereichs, sind auch noch etliche Luken, Schotten usw. zusätzlich aufzusetzen. Es müßten auch deutlich mehr Kohlenluken an Deck. An die Arbeit .......

      Viele Grüße
      Markus
    • @Klaus-Gerhard: Ich fürchte ich kann im Verlauf des Baues nicht auf alle Konstruktionsfehler hinweisen, werde mich aber bemühen die wichtigsten zu erwähnen.
      Gerade bin ich an einem eigentlich ganz einfachen Teil des Bogens fast verzweifelt. Als erster "Kasten" sollte der Unterbau des 3.Schornsteins, Teil 34a (alle Wände am Stück) und 34b (Aufbaudeck) auf das Deck kommen. Also geritzt, geschnitten und die umlaufende Wand geschlossen. Decksprung ? Hat der Konstrukteur vergessen, ich habe es nicht kontroliert und dann sieht es so aus:



      Also die Querwände herausgeschnitten, freihand die Wölbung nachgeschnitten und nach einiger Fummelei passte es dann.



      Beim Deck den Absatz geritzt, ausgeschnitten ....... krumm und schief ! Der erhöhte Teil der Seitenwände unterscheidet sich in der Länge um fast 2mm, das war mir auch nicht aufgefallen. Außerdem ist die Stufe beim Deck deutlich zu hoch bemessen und das gesamte graue Deck ist auch fast 2mm zu lang für den Aufbau ............. da wäre es fast um die Aurora geschehen gewesen ..... haue 3



      Dann aber doch tief Luft geholt, Deck an der Stufe abgeschnitten, Stufe verkürzt, graues Deck verkürzt, rechte Seitenwand bearbeitet, probiert, nachgeschnitten, probiert .......... und gerettet. Mir ist noch nicht klar ob auf dem Holzdeck irgend ein Gerät montiert war, die Fotos und das Quest-Modell geben auch keine Auskunft. Soll ich es mit einer Reling versehen ?



      Wenn also jemand diesen Bogen anscheidet ist größte Vorsicht geboten, viele Teile passen nicht wirklich auf Anhieb zusammen. Ich schon "gespannt" wie es weitergeht, jetzt ist erstmal Pause angesagt - oder gleich Feierabend .....

      Viele Grüße
      Markus
    • Die Verägerung über das völlig verpeilte Teil 34 habe ich schnell überwunden, wenn ich die Kanten gefärbt habe geht das schon einigermaßen. Und es juckt ja auch in den Fingern weiterzumachen ......
      Der Unterbau der beiden vorderen Schornsteine (Teil 35) ist wieder ohne größere Eingriffe sauber zu bauen, da werde ich aber noch Luken, Schotts und Handläufe ergänzen bevor es weitergeht.



      Ein größerer faut pas ist dem Zeichner/Konstrukteur dann wieder beim Teil 36, dem gepanzerten Untergeschoß des Brückenhauses, unterlaufen. Dieser war hatte wohl niemals eine gerade Rückwand sondern war über alle Epochen und alle Schwesterschiffe immer rund bzw. rundoval. Ich habe den neuen Decksabschnitt gerade nur aufgelegt, noch nicht verklebt.



      Das ist meiner Ansicht nach schon ein größerer Fehler und den werde ich beheben, da kommen dann auch noch einige Kleinigkeiten drumherum die auf dem alten Möwe-Bogen fehlen.

      Kurz und bündig für heute,
      viele Grüße
      Markus
    • Markus Bodeux wrote:

      Kurz und bündig
      Moin Markus...

      "Kurz und bündig" bin ich von Deinen Arbeiten begeistert !! freu 2
      Ja, so ein alter WHV Möwe Bogen.....

      Aber man kann sehr viel noch draus rausholen.......,
      habe auch sehr häufig, im Laufe der Zeit, an alten Möwe-Bögen dran gearbeitet ! arbeit1

      Freue mich schon auf deine weiteren, interessanten Arbeiten ! daumen1
      Gruss

      Holger


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    • Nur ein kleiner Fortschritt, nach Feierabend bleibt wenig Zeit und im Moment trocknen Kleber und Farbe ja durch bevor man den Karton damit erreicht ......
      Ich habe einige Schotts und Luken und die beiden Niedergänge ergänzt, im alten WHV-Bogen war da gar nichts. Den gepanzerten Unterbau der Kommandobrücke habe ich rund gebaut und aus dem Orel-Bogen habe ich die Stützen für das Brückendeck verkleinert eingebaut.



      War nur ein Versuch, es klappt aber ganz gut mit dem skalieren auf 80%, einige Teile werden allerdings sehr filigran ........
      Morgen Abend kommen wieder zwei oder drei Schnipsel dazu.
      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo, erstmal vielen Dank für den digitalen Applaus der geneigten Zuschauer ! Da freue ich mich wirklich! danke1
      Heute habe ich die knappe Zeit am Feierabend genutzt mir mal die inzwischen eingetroffenen Bögen der Diana von Dom Bumagi und der Aurora von Orel (Oriel, Orjel) genauer anzuschauen. Den Bogen von Orel finde ich sehr unübersichtlich und die Relation der unzähligen Teile, die anscheinend mit dem Würfelbecher über die Bögen verteilt wurden, zur den Instruktionen nicht angemessen. Der Anreiz für mich das Modell im Original in 1:200 zu bauen ......... sehr gering.
      Der Bogen von Dom Bumagi wirkt dagegen sehr aufgeräumt, der Druck schärfer und es ist eine Vielzahl von Kontruktionszeichnungen aus allen möglichen Perspektiven vorhanden. Top, da juckt es mich das Modell im Original zu bauen ....... aber geht ja nicht alles auf einmal.
      Ich habe probeweise die Stütze des unteren Brückendecks von Orel mit 80% kopiert, ausgestichelt und grau lackiert. Auf dem Bild neben dem von WHV vorgesehenen grobschlächtigen Teil. Leider ist es viel zu klein, es fehlen fast 2mm zwischen der Signalnock und der unteren Bordwand, ich denke das sieht man auf dem Bild deutlich.



      Schade, ich werde es nochmal mit dem Teil von Dom Bumagi probieren oder die Skalierung etwas anpassen, denn insgesamt gefällt mir das filigranere Teil doch besser.
      Daneben ein schnell noch gebautes, ebenfalls mit 80% kopiertes Geschützrohr von Orel, das sieht gut aus und die Geschütze (14 brauche ich) dürften ähnlich denen der Askold, die Kurt skaliert auf 1:250 gebaut hat, absolut machbar sein.
      Ich melde mich dann am Wochenende wieder wenn ich mich für die endgültige Form der Stützen entschieden habe. Es soll ja am Ende ein "aufgewertetes" Möwe-Modell bleiben und kein vollständig verkleinertes Modell aus den 1:200er Vorlagen.

      Soviel für heute,
      viele Grüße
      Markus
    • Markus Bodeux wrote:

      Den Bogen von Orel finde ich sehr unübersichtlich und die Relation der unzähligen Teile, die anscheinend mit dem Würfelbecher über die Bögen verteilt wurden, zur den Instruktionen nicht angemessen.
      Hallo Markus,
      das ist tatsächlich eine Unsitte von Oriol und vielen osteuropäischen Verlagen. Wo noch etwas Platz auf dem Bogen ist, wird irgendein Teil hingequetscht ohne Rücksicht auf eine sinnvolle Anordnung.
      Welche Wohltat dagegen, wenn man z.B. einen Bogen von MMV oder Jabietz baut. Da sind die Teile alle in Gruppen zusammengeführt. Dafür zahle ich auch gerne ein paar Taler mehr.
      Was die Detaillierung und die Konstruktion anbelangt, sind die Bögen von Oriol zumeist sehr gut. Ich verbaue gerne Kostruktionen von Alexander Kuztow. Da gibt es auch keine endlosen Seiten mit Schablonen.
      LG
      Kurt

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      (Ralf Dahrendorf)
    • Nachdem ich alle Teile der 15,2cm-Geschütze, auf vier Bögen verteilt, gefunden hatte konnte ich gestern Abend ein Geschütz fertigstellen.
      Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, es ist baubar und kommt dem Vorbild sehr nahe.



      Die Schutzschilde aus dem Möwe-Bogen wirken relativ groß und verdecken leider auch viel von der schönen Kanone. Sie entsprechen aber weitestgehend dem Vorbild, anders als die heute auf dem Museumsschiff montierten Schutzschilde. Sie sind kleiner und haben einen senkrechten Frontpanzer, anders als zur Zeit der Revolution.



      Sehr gute Informationen und Vergleichsmöglichkeiten bietet diese hervorragende Seite: keu-ocr.narod.ru/
      Ähnlich wie in Deutschland scheinen die Plankammerbestände der Kaiserlich Russischen Marine weitestgehend erhalten zu sein, daher gibt es sehr gute Modelle im Bauzustand bis 1914. Die Bürokratie versagte während des Krieges zunehmend und die Aktenlage wird immer dünner, das habe ich selbst bei einigen Wochen Recherche im Bundesarchiv erlebt.

      Nun werde ich erstmal das Deck mit den Details bestücken bevor ich weiter "in die Höhe" baue. Da werden die Bootslager und die Transportschienen für die Munition eine Herausforderung, ich habe noch nicht genau herausgefunden wie sie 1917 ausgesehen haben. Aber wird schon ..........

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      auch ich habe vor Jahren einige Aufnahmen gemacht und hoffte, sie beim Bau der Aurora verwenden zu können. Leider liegen die Bogen heute noch ..

      .



      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

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      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
    • ... und hier noch zwei Bilder von der Totalen...
      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

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      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
    • Hallo Markus,
      die Marinegeschütze sind helungen.
      Hallo Hans-Juergen,
      das sind schöne Bilder, leider hattest Du sie etwas ungeordnet eingestellt, das habe ich für Dich erledigt.
      Bitte denke daran, zwischen zwei Bildern einmal die Leertasate betätigen und nach zwei Bildern zweimal die Eingabetaste. Dann klappt es auch mit der geordnetet Einstellung.
      LG
      Kurt

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      (Ralf Dahrendorf)
    • Hallo und vielen Dank für Lob und Interesse !
      Tolle Bilder Hans-Jürgen, vielen Dank ! Wenn Du an den Bogen gehst kannst Du mich mit Fragen anmailen, ich kann gern versuchen mit den Erfahrungen die ich hier gerade mache weiterzuhelfen.
      Es ist ein etwas langsamerer Bau als gewohnt, aber da ich viele Instrumente und Methoden zum erstenmal überhaupt anwende (Locheisen, skalierte Teile anderer Modelle usw.) dauern die Denk- und Planungsphasen meist länger als das Bauen. denk1
      Ich habe heute erstmal etwas Möwe-Originalkarton verarbeitet und mich an die gewölbten Panzerungen unter den Barbetten (Schwalbennester) gemacht, davor hatte ich gehörigen Respekt. Es ging aber besser als erwartet und der Druck ist weg. tanz 2



      Und einige Oberlichter und die schlichten Luken der Munitionaufzüge habe ich noch auf das Deck geklebt. Und 7% der schweren Artillerie habe ich auch schon fertig, fehlen noch läppische dreizehn 15,2cm-Geschütze. schwitz1



      Viele Grüße
      Markus
    • Es ist und bleibt ein spannender Baubericht, Markus!
      Schaue immer wieder gerne hier rein! freu 2 klasse1
      Gruss

      Holger


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    • Hallo Markus,
      ich bin nach längerer Abwesenheit vom Forum auf deinen Baubericht gestoßen. Das ist spannend: den alten Möwe-Bogen aufpeppen, aber nur so weit, dass das Modell noch als Möwe-Modell zu erkennen ist. Von der Aurora gibt es ja eine Vielzahl von Bögen und du hättest auch die Möglichkeit gehabt, auf einen moderneren Bogen zurückzugreifen. Genügend Bildmaterial hast du ja recherchiert, wobei man sagen muss, dass an der Aurora in St. Petersburg nicht mehr viel Original ist. Vor einiger Zeit gab es einen Streit, ob man den Originalrumpf, der irgendwo noch vor sich hin rostet, wieder aufbaut, aber es ist wohl bei der Diskussion geblieben...
      Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin viel Spaß!
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,
      ich freue mich sehr, daß Du in diesen Bericht geschaut hast, Deine russischen Kreuzer und Linienschiffe haben auch dazu beigetragen, daß ich mich jetzt der Aurora widme. Einen anderen Bogen, der die AURORA im Bauzustand des 1.Weltkrieges/Revolutionszeit besser darstellt habe ich in 1:250 nicht gefunden. Daher habe ich den alten Möwe-Bogen in Angriff genommen.
      Die wenigen älteren, meist osteuropäischen, in 1:250 fand ich noch schlechter in der Wiedergabe, alle anderen in 1:200 zeigen den früheren Bauzustand.
      Heute möchte ich die recht markante Transportschiene für die Munition der schweren Geschütze bauen, auf der Steuerbordseite trägt sie auch den Laufgang, der Brücke und achteren Kommandostand verbindet. Ich habe die Schiene auf der Bauskizze von Oriel rot eingezeichnet, grün den Abschnitt der heute noch auf der AURORA vorhanden ist.



      Der Bogen hat dafür einen zu verdoppelten Streifen vorgesehen der von rechteckigen Pappstücken getragen wird. Das gefällt mir nicht, zumal ich nicht weiss wie ich den Streifen durchlöchern soll ohne ihn zu zerstören.
      Also habe ich mich entschlossen die Schiene und auch die Träger aus einer dünnen Kunststoffplatte zu schneiden und das Lochprofil durch Bohrungen anzudeuten.



      Die Munition wurde, Granaten und Kartuschen/Patronen getrennt, über die Aufzüge aus den Munitionsbunkern an Deck gefördert und dann in 4er-Bündeln an die Schiene gehängt und zu den jeweiligen Geschützen geschoben.
      Ich bin schon gespannt ob es klappt, heute Abend sollte ich es wissen. .....
      Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und viele Grüße
      Markus
    • Hallo Kurt,

      Kurt wrote:

      Bitte denke daran, zwischen zwei Bildern einmal die Leertasate betätigen und nach zwei Bildern zweimal die Eingabetaste. Dann klappt es auch mit der geordnetet Einstellung.
      entschudlgung, aber das ist alles in der Eile passiert. Als ich mit dem Eimstellen beschäftigt war, wurde ich von der obersten Heeresleitung für einen Auftrag verpflichtet.
      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

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      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
    • So, meine Tagesaufgabe habe ich wohl einigermaßen bewältigt. Ich habe die erwähnten Transportschienen und Stützen aus einer dünnen Kunststoffplatte gertigt und total durchlöchert.
      Zunächst ein Vergleich zwischen der rechteckigen "Stütze" aus dem Möwebogen und dem entsprechenden "mit der Axt aus dem Stamm geschlagenen" Teil von mir. Dann alle Teile erstmal beidseitig grau grundiert.



      Der Anbau ist im Bereich der Schornsteinunterbauten natürlich unproblematisch, danach etwas fummelig mit den kleinen Stützen. Sie sehen etwas unsymetrisch aus, im Original waren die ersten zwei rund, die dritte hatte einen Knick und die vierte dann wieder rund.
      Die Stützen auf der Steuerbordseite sind etwas höher und die Schiene ist eher "hängend" angeklebt, da oben auf diese Stützen später noch der Laufgang kommt. Am achteren Aufbau sind sie noch nicht verklebt.





      Wenn noch mehr Gerät an Deck kommt, besonders Beiboote, Davits, Winden, Lüfter ......... dann macht sich diese krude Konstruktion ganz gut dazwischen. Und natürlich möchte ich je noch ein 4er-Pack Granaten und Kartuschen dranhängen .......

      Das war es fürs Wochenende, an den kommenden Feierabenden werde ich wohl etwas Möwe-Originalkarton verbauen.

      Viele Grüße
      Markus
    • Nach einer arbeitsreichen Woche inklusive Nachtdienst nun auch wieder ein Lebenszeichen von mir.
      Ich habe nun die Stützen der 1:200-Aurora von Oriel in Originalgröße unter meine Brücke gebaut, die Skalierung auf 1:250 war deutlich zu klein.
      Dabei habe ich aber ein Problem übersehen welches mir eigentlich bekannt war. Ich hatte in einem Baubericht in einem anderen Forum gelesen das auch die eigentlichen Möwe-Stützen etwa 2mm zu weit vorne sitzen und somit nicht korrekt auf dem Seitenpanzer. Das Problem habe ich nun auch und suche nach einer Lösung.



      Ich denke ich werde an "jeder Ecke" etwas herummogeln, also den Frontpanzer verstärken so das die Brücke minimal nach hinten rutscht, den Seitenpanzer etwas anfüttern damit er weiter nach vorne kommt. Fummelkram, hätte ich mich an den Baubericht rechtzeitig erinnert wäre es sicher einfacher gewesen.



      Ich hoffe morgen ist das Problem gelöst ......

      Viele Grüße
      Markus
    • Nach viel Fummelei und einigen Ausgleichsmaßnahmen sitzt das Deck der gepanzerten unteren Brücke nun einigermaßen und ich denke ich kann darauf "aufbauen".



      Die Front der Brücke habe ich nochmals komplett verkleidet da im Original wohl auch nie ein Absatz zu erkennen war.





      An BB und Stb erhält die Nock noch eine Reling und auf der Frontseite fehlen noch die beiden Niedergänge. Dann werde ich aber erstmal im "Erdgeschoss" weitermachen, Rettungsbootlager, Lüfter, Schornsteine .....

      Viele Grüße
      Markus