Danziger Kogge / 1299 / 1:250 / Scratch

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    • @Bonden Kogge Nummer Eins existiert nicht mehr (die haben damals zwei Jungs von Freunden zum spielen bekommen. Ich glaube nicht, dass sie dort in einer Vitrine aufbewahrt wurde). Kogge Nummer Zwei hast Du ja schon in Husum gesehen. Eine Kogge aus dem Doppelpack wohnt jetzt in Bremen (ob das Modell noch existent ist?). Die anderen kann ich aber zum Schlussbild dieses Beitrages hier zusammenstellen!

      Aus Rinde kommst Du, zur Rinde wirst Du... engel1
      KoggenKlaus
    • Das Ruder kam ans Heck. Damit das wertvolle Stück bei einer Grundberührung nicht verloren ging, wurde es mit zwei Sorgleinen gesichert.



      Was kam als nächstes an die Reihe? Hier ein Ratebild: denk1



      Der Draggen kommt später vorn an den Bugspriet. Die Anker sind aus dem mittlerweile berühmten Schreiber-Bogen skaliert gebaut.



      Der Steuerbordanker ist mit angeschlagener Trosse klar gezeigt. Beim Backbordanker war mit die Ankertrosse unterhalb des Backbord laufenden Bugspriets ein wenig zu eng.Bei einem größeren Modell könnte an in dem Bereich ein wenig mehr machen. So begnüge ich mich mit einem klarierten Anker.



      So präsentiert sich nun die Danziger Kogge aus Hamburg. Beim Vorkastell ist nun ein wenig Trickserei bei der Montage angesagt.
    • Moin Klaus,
      Du baust ja viele Details ein. klasse1
      Deine Stockanker sind der Hammer und nicht so plump wie meine.
      Auch sind Deine Anker sorgfältig gesichert.Was für ein Tau verwendest Du.
      Mir gefallen auch die Rotsporn Fässer in dem Laderaum.
      Der Farbton Deiner Kogge ist dunkler als bei meiner.Das kommt wohl auch der Realität näher.
      In der Wakenitz wurden mal Eichenstämme gewässert.Die waren auch dunkel bis schwarzbraun.
      Einen Gruß von der Waterkant ,aus dem schönen Schleswig Holstein,
      Thomas
    • Ahoi Klaus

      ja wirklich Klasse, da gibt es für mich sehr viel zum abschauen. Der Maßstab von 1:72 bietet sich natörlich schon an, das eine oder andere bisschen detaillierter zu bauen, obwohl es bei 1:100 genau so möglich wäre.
      Die Farbe...ja, schon besser....ich wollte ja den Farbton des Schreiber Modells behalten, aber das lassen wir einfach mal auf uns zu kommen.
      Gefällt mir wirklich gut, die kleine Danziger Kogge.....
      Helmut Baum 1
      aus dem Bergischen
    • Vielen Dank für die Zustimmung und die anerkennenden Worte! freu 2
      @Gnost: ja, so eine Koggenrumpf hat durchaus Eleganz. Beim Bremer Wrack ists dann das große Achterkastell was das Schiff so plump wirken lässt.

      Auf meiner kleinen ist nun das Bugkastell aufgesetzt. Um das Vorstag zu führen, musste ich in den Kastellboden vorab ein kleines Rechteck schneiden um das Tau hindurchführen zu können. Das Kastell sitzt vorn auf dem Steven auf und ist über eine Leiter erreichbar.

    • Anstatt dessen sind die Taljen aus Fadenstücken geklebt, die herzförmigen Jungfern aus Papier geschnitten und alles dunkelgrau angepinselt. So passt besser ins Gesamtbild (finde ich)

      Das Spill mit dem aufgewickelten Fall ist auch aufgebaut. Die Spaken sind so eingesteckt, dass sie die Drehrichtung des Spills nach oben blockieren und von einer Planke gestoppt werden (daher die Treppenförmigen Abstufungen auf den Spillwangen)

    • Jetzt kommt der vorbereitete Mast an Bord freu 2
      Er ruht unten auf Deckshöhe in einer Mastplatte, einem sog. "Fisch". Auf Wikingerschiffen hatte das deutlich längere Teil Ähnlichkeit mit einem Fisch so dass sich der Name erhalten hat. Der Mast ist mit einem Kranz Keilen im Mastloch gesichert. Die Wanten laufen vor dem Toppkastell auf dessen Knaggen. Das Kastell selbst ist mit zwei Tauwulings - bei mir Fliegenbindengarn - am Mast gesichert.

      Was man dort oben gemacht hat? Dem Gegner zum Beispiel Töpfe mit Fäkalien aufs Deck geworfen. Oder ihm glitschige Seifenlauge gegeben die das fremde Deck zur Rutschbahn machte. Oder Eiserne Dreizacke geworfen in die die ausrutschende, gegnerische Mannschaft dann gefallen ist. Und klar: Pfeile wurden von hier oben auch verschossen. Und Speere geworfen.





      So langsam kann nun erkennen was das mal werden soll... grins 3
    • Das Segel hat pfeilartige Streifen im Stile meiner Abschlussplankengestaltung bekommen. Das ausgedruckte Papier habe ich in Kaffee gefärbt und beide Seiten verleimt. Dann habe ich es in Form gebogen und mit Liektauen versehen. Nachdem Gordings und Geitaue aufgeleimt waren, kam das Ding an die Rah. Die Zeisinge, die Leinen die das Segel an der Rah halten, habe ich mit einer einfachen Wicklung von Serafilgarn imitiert.



      Soweit die aktuellen Fortschritte. happy 2
      Viele Grüße,

      Klaus
    • Sagmal Klaus wo hat denn bei einer Kogge eigentlich die Mannschaft geschlafen?
      Bei der San Salvador waren im Heckkastell zumindest ein paar Betten eingebaut (ob das eine Anpassung für den modernen Touri-Verkehr ist weiß ich aber nicht). Und die Hängematte kam ja erst deutlich später...
      Ich nehme an, man hat einfach an Deck geschlafen? Denn unten drin war ja alles voll mit Fässern oder?

      Viele Grüße
      Ludwig
    • Ahoi @KlabauterKlaus

      Prima, prima, aber ein wenig erstaunt bin ich über das Topkastell. Es sieht so wuchtig aus, und durch die besondere Art der Anbringung hat man das Gefühl, dass der Mast da ganz schön viel zu tragen hat und die Gefahr des Abbrechens besteht, da die dort wirkenden Kräfte so ungleich verteilt sind. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Aber du bist hier unser Prof. Dr. Kogge, also bin ich davon überzeugt, dass das alles seine Richtigkeit hat. zwinker2

      Weiterhin gutes Gelingen wünscht

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Moin,

      klasse dass ich einen Teil meiner Begeisterung für Koggen an Euch weitergeben kann! daumen1

      @Hartmut und @Gnost: Ich mache es mir einfach bei der Beantwortung der FRagen und zitrere mich selber aus
      die-kartonmodellbauer.de/index…lbinger%2BKogge#post93591



      KlabauterKlaus wrote:

      Etwas zum Leben an Bord: Die 11 Mann Besatzung arbeiteten wahrscheinlich in Wachen zu je fünf Mann. Eine Person bleibt bei der Rechnung übrig: der Koch. Tatsächlich – so bestätigen Funde und Untersuchungen - achtete man auf den Schiffen auf gute Ernährung die von einem Koch zubereitet wurde. Es gab wechselweise Fleisch- und Fischtage. Der Schiffer (Schiff-Herr: er war zugleich Eigner und Kapitän) führte sogar einen besonderen Geldbetrag mit um während der Reise »grüne Speise«, also Gemüse und Obst, frisch einzukaufen.
      Die Frage zum Schlafen fehlt aber noch: Die Männer schliefen im sog. "Hautfass": Das war ein Schlafsack aus Seehundfell mit der Fellseite nach innen genäht. Man legte sich auf Matten an- oder wirklich unter Deck auf die Ladung. Im Winter ruhte der Schiffsverkehr und im Sommer wurde nur mit günstigem Wind gesegelt. Wenn der nicht wehte, wurde eben in einer ruhigen Bucht gewartet. Die Einführung von geschlossenen Kastellen bedeutete einen ernormen Komfortgewinn!

      @Bonden; Das Toppkastell ist so eine Frage... in den beiden eingangs gezeigten Siegeldarstellungen ist das Ding da. Und hier ist auch gut zu sehen:



      'drüben bei Segelschiffmodellbau haben wir ja schon über die Befestigung diskutiert. Die miniatur ist so detailreich, da kann man nicht sagen dass es so ein Kastell nicht gab. Die Normannenschiffe, die Nefs, hatten auch Toppkastelle. Wenngleich nicht so große wie die Danziger Kogge hier happy 2

      Auf der Miniatur ist auch gut zu sehen, was bei einer Kriegsfahrt an Bord so los war. Ein gut geworfener Krug mit Fäkalien konnte da eine Waffe sein! (stellt Euch jetzt das Häufchen-Emotie an dieser Stelle vor grins 3 )

      KlausvonunzuKogge...
    • Oh Mann: Da ging der Koggenbau so flott los und kam dann doch ins stocken...

      In den letzten Tagen habe ich aber endlich wieder Zeit gefunden, mein kleines Modell zu vollenden.

      Als das Segel gesetzt und halbwegs getakelt war, kam ich auf die Idee eine passende Figur über das Modell "laufen" zu lassen. Das hätte ich mal viel früher tun sollen, die Probe wurde aber bestanden, es passt von den Höhen fast alles ganz gut. Mit Ausnahme der Pinne, die viel zu hoch hing. Ein kleiner Druck mit den Fingern half. Damit sich das Ding nicht wieder hochbiegt, kam gleich ein Steuermann ans Ruder.



      Das Segel wird mit einem Bügelrack am Mast gehalten (historisch genauso belegt wie ein Kugelrack), Das Rack wird mit Racktaljen bewegt. Die Bulin führen beiseits an die Bugsprietspitze. Dafür war das Ding eigentlich nur da, um einen möglichst hohen- und möglichst weit vorn liegenden Hohlepunkt für die Bulin zu schaffen.

      Am Segelfuß greift mittig eine Mittelschot, aussen Schoten. Das Segel hat Geitaue und nach vorn Gordings. Brassen gehen ab, auf Toppnanten habe ich mangels historischer Nachweisbarkeit verzichtet.Nach vorn werden die Unterlieken mit Halsen geführt.



      Zu noch etwas war der Bugspriet gut: Er diente als Führung eines Draggen. Damit konnte sich die Kogge im Enterkampf an den Gegner klammern. Damit ein Seil nicht direkt zerhackt wird, hat mein Draggen eine Kette aus gedrehtem Litzendraht als Vorlauf bekommen.

    • Ich habe überlegt zum Toppkastell eine Strickleiter hinauf laufen zu lassen. Aber auch so etwas habe ich bei keinem mittelalterlichen Siegel oder einer ernst zu nehmenden Rekonstruktion beobachten können. Vielmehr ist auf dem Siegelbildern von Winchelsea und Dover (Normannenzeit) dargestellt, wie Männer sich mit Klimmzügen an den Wanten hinauf bewegen.

      Das Kreuz als Zeichen des friedlichen Handels - oder des gerechten Streits - kommt an die Mastspitze. Darunter flattert der Danziger Wimpel.

      Das vorbereitete Achterkastell mit Leiter und Danziger Flagge vollenden das Bild.

      Eine einsame Figur auf dem Kastell soll ein wenig die Größenverhältnisse schildern. Die Zinnen bieten guten Schutz vor feindlichen Bogen- und Armbrustschützen.

      Tja, und damit ist meine Rekonstruktion einer Kogge nach dem Danziger Siegelbild von 1299 vollendet. Es heißt ja öfter, das Mittelalter sei so farbenfroh gewesen (eine Ansicht die ich teile). ich denke, das finale Bild meiner Kogge kann durchaus das Adjektiv "farbenfroh" verdienen happy 2

      Bevor ich Galeriefotos mache, will ich das Resultat erstmal sacken lassen. So geht es mir immer, der "Neuzulauf" muss sich erstmal eingewöhnen...







      Das war jetzt Kogge Nummer Sieben! Und es hat mal wieder Spaß gemacht! Und Spaß hat es auch wieder hier im Forum mit Eurem Interesse, den Fragen und Tipps und Daumen gemacht! Vielen Dank dafür! daumen1

      Andere Koggenbaustellen sind ja aktuell noch offen. Mal sehen wie da weiter gehen wird.

      Viele Grüße aus Hamburg,

      Klaus
    • Moin Klaus,
      die Kogge ist sehr detailliert,das hätte ich für 1/100 nicht für möglich gehalten.
      Aber in 1/250, da kann ich nur stauen.Die Farbgebung ist gefällig,das Mittelalter war bunt.
      Ich bin auf Deine nächste Kogge gespannt.
      Einen Gruß von der Waterkant ,aus dem schönen Schleswig Holstein,
      Thomas
    • Hallo Klaus,

      herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung! Wieder tolle Detail und ein sehr informativer Baubericht.
      Anfangs habe ich mich mit dem Mastkastell schwer getan, aber jetzt im fertigen Zustand passen die Proportionen gut, wie ich finde!

      Na dann bleibt jetzt nur noch die Vorfreude auf die Galerieaufnahmen
      Viele Grüße
      Ludwig
    • Hallo Klaus,

      wieder eine sehr feine kartonale Umsetzung eines historischen Schiffes, die Dir da gelungen ist! klasse1

      Solche Bilder faszinieren mich imme oh1 - und bestärken mich gleichzeitig in der Überzeugung, von Seglern weiterhin die Finger zu lassen.... lala1 grins 2

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Hallo Klaus, das ist ein sehr schönes Modell, wobei mir selbst der Bau eines Seglers im Maßstab unterhalb von 1:100 kaum machbar erscheint. Toll präsentiert (Rinde!!!) nebst interessantem Hintergrundwissen - danke! Bei der Größe des Toppkastells könnte man Zweifel anmelden. Ich denke aber, dass es so richtig dargestellt ist. War für die Bemannung des Kastells wirklich keine Strickleiter vorgesehen? denk1 Die Rekonstruktion der historischen Kogge scheint mir übrigens wesentlich fundierter zu sein als etwa die der 100 Jahre jüngeren NAO ( der "Santa Maria") des Mittelmeeres bzw. des Atlantiks. Liegt es am Bremer Fund von 1962? VG Heinrich
    • Servus Klaus,

      gratuliere zum Stapellauf!
      Dein Modellbau fasziniert mich immer wieder und auch die kleine Danziger Kogge begeistert mich! Ein feines Schiffchen!
      Deine fachlichen Kommentare sind schließlich der Zuckerguss über ganzen Baubericht.

      klasse1 cool1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • moin1 ,

      Fertig ist die Kogge dann doch noch nicht...

      ich habe Besuch vom schlechten Modellbaugewissen und Admiral Selbstkritik bekommen:
      Beide rieten mir, die Rechercheunterlagen nochmal anzusehen. Auf dem Siegel sieht man doch sehr deutlich den Überhang des Heckkastells über das Ruder gehend. Also habe ich mir ein Herz und einen Cutter genommen und das Kastell vom Modell gelöst und mit viel Trickserei weiter nach achtern gesetzt. Das kommt dem Siegelbild nun nahe und die Leiter zum Kastell passt nun auch mittig zwischen Zinnen und Spill.

      Die lange Fahne habe ich dabei auch gestutzt (siehe die Kogge auf dem Siegel von Elbing, 1380).

      Der Wimpel im Topp wurde ebenfalls zum "Flögel" (einem Windrichtungsanzeiger) gestutzt (auch sowas zeigt das Siegelbild)

      Tja, und wo ich so in Fahrt war, musste das Segel mit den Winkeln auch weg. Die Winkel waren mir zu aufdringlich und das rund geblähte Segel war mir zu gekünstelt. Ausserdem lag das Unterliek schon fast auf der Bordwandkante auf. Das neue Segel ist deutlich kürzer, hat kein Dekor und auch längere Reffbänsel.



      Als nächstes kam das Schiff vom Rindensockel. Auch der gefiel mir nicht mehr. Zu dem dunklen Schiff wollte ich nun lieber etwas helles haben welches das Modell nicht "verschluckt"



      Die Versuchung war auch kurz da, das Modell in eine Wasserfläche einzuarbeiten. dazu waren mir aber die Formen des Unterwasserschiffes zu reizvoll als dieses Verschwinden zu lassen.

      Ich habe dann als Graupappe eine Plinte gebaut, die ich mit hellem Furnier beklebte.

    • Durch das zurückgerückte Achterkastell und das neue Segel hat das Modell seinen Charakter verändert (zum Guten, finde ich). Das Schiff wirkt nun viel schlanker und leichter als vorher. Es kommt vor allem dem Siegelbild näher. Das Bugkastell hat noch ein paar Danziger Wappen bekommen, an Deck sind noch drei weitere Figuren hinzugekommen. Ab und an liegt ein aufgeschossenes Tau herum und eine Kochkiste steht an Deck. Das war eine mit Steinen ausgemauerte Kiste in der bei ruhigem Seegang (sonst an Land) eine Feuer zum kochen entfacht wurde.

      So, ich habe kein schlechtes Modellbaugewissen mehr und Admiral Selbstkritik ist auch ruhig. Jetzt bin ich zufrieden! Ich hoffe Euch gefallen die Änderungen ebenfalls. Es ist nun ein ganz anderer, freundlicherer Anblick des kleinen Kriegsschiffes.

      Viele Grüße,

      Klaus







    • Moin Klaus,
      Deine Koggen OP ,vor allem die schlichten Segel ,gefällt mir. ja 2
      Sage mal die Wanten,das stehende Gut, hast Du schwarz dargestellt.
      Also bist Du der Meinung das die Taue geteert waren?
      Einen Gruß von der Waterkant ,aus dem schönen Schleswig Holstein,
      Thomas
    • Moin Thomas,

      Danke!

      Die Taue des stehenden Gutes wurden nicht bewegt und mussten daher wetterfest gemacht werden. Trensen, smarten und kleeden kannte man auch im Mittelalter. Unter diesem Link siehst Du wie es heute gemacht wird. Vom Prinzip her war es um 1300 aber nicht anders (natürlich ohne Drahtseile und ein anderer Teer kam zum Einsatz.)

      arbeitskreis-historischer-schi…r/ontour/peking-takelage/

      Die Taue waren nicht schwarz, eher dunkelbraun. Ich habe meine Darstellung mit dunkelgrau gemacht.

      Klaus
    • Servus Klaus,

      das Versetzen des Achterkastells war eine gute Idee! ja 2
      Schade, daß das Segel mit dem Winkelmuster ersetzt wurde, man hätte es sicher kürzen können. heul2
      Aber - zum Ausgleich - der neue Sockel bringt das Modell jetzt richtig zur Geltung! beifall 1

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Besten Dank für den Zuspruch! danke1
      Da bin ich beruhigt dass ich mit meiner Umbauerei auf ganz guten Kurs lag schwitz1

      Nochwas zum Thema »Kogge« als Abschluss: neben dem bekannten Wrackfund aus Bremen haben wir in Deutschland noch eine ebenfalls gut erhaltene, originale Kogge. Es geht um das Modell aus dem Jahr 1400 in der Stiftskirche Ebersdorf bei Chemnitz. Es ist eines der ältesten erhaltenen Schiffsmodelle in Europa und im historischen Wert etwa dem Matarò-Modell in Rotterdam gleichzusetzen. Bei beiden Modellen passen die Proportionen nicht ganz (beim Ebersdorfer Schiff schon eher), die sachliche Ausführung der Arbeit lässt aber auf Schiffbauer schließen, die ihr Handwerk verstanden und im Modell ihr Wissen uns heute übermitteln.

      de.wikipedia.org/wiki/Ebersdorfer_Koggenmodell

      Und wer etwas tiefer einsteigen will, dem sei dieses Dokument empfohlen (mit einigen technischen Zeichnungen)

      d-nb.info/1186521732/34

      Ich denke, das Modell ist nicht so besonders bekannt. Es stellt aber in seinen Details einen hohen Informationswert dar der durch den Bremerfund in seiner Wahrhaftigkeit bestätigt wurde.

      Nun folgen hier noch bei Zeiten die Galeriebilder. Ich glaube, die Danziger Kogge ist nun aber wirklich fertig... sauber1
      Viele Grüße,

      Klaus