Großlinienschiff S.M.S. König / JSC / 1:250 - modifiziert [Baubericht-Wiederveröffentlichung]

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    • Großlinienschiff S.M.S. König / JSC / 1:250 - modifiziert [Baubericht-Wiederveröffentlichung]

      Hallo liebe Freunde,


      der folgende Baubericht war sowohl im Nachbarforum, als auch im Kartonisten-Forum online, daher werde ich ihn Stück für Stück hier wieder zu reaktivieren. Der Bau fand zwischen Januar und Dezember 2012 statt, als nach WHV Leipzig, HMV Von der Tann, WHV Seelöwe, HMV Mellum dann das fünfte Modell meiner zweiten Schaffensphase.


      In meiner Sammlung nimmt dieses Schiff nach wie vor einen besonderen Platz ein, da ich sowohl die Geschichte des Originals, als auch den Bau selbst als ausgesprochen faszinierend empfunden habe, Dieser JSC Bogen wird denen, die ihn kennen hier nicht sonderlch bekannt vorkommen, da ich das Modell komplett umgebaut habe, um es sozusagen auf HMV-Standard zu bringen - das war damals mein Anspruch, den ich erreichen wollte. Ihr könnt Euich ja dann selbst ein Bild machen, inwieweit das geglückt ist. cool2




      So, genug der Vorrede, los gehts. Viel Spaß beim lesen.
      Euer Peter
    • Hallo Freunde,

      [...]
      Ich baue, wie schon mehrfach an verschiedenen Stellen angedeutet, nun das Großlinienschiff S.M.S. König von JSC, natürlich, damit es zu meinen anderen Modellen und vor allem auch in den Schrank passt, im Maßstab 1:250.



      Da über dieses Schiff, bzw. dieses Modell in diesem Forum noch kein Bericht existiert, hier einige Angaben über die S.M.S. König.

      Meine Weisheiten über dieses Schiff beziehe ich aus mehreren Quellen:
      „Von der Nassau zur König-Klasse“ , Koop/Schmolke, 1999
      „Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905 – 1970“, Siegfried Breyer, Pawlak Verlagsgesellschaft, 1970
      „Die Schiffe der deutschen Flotten 1845 – 1945“, Hans-Jürgen Hansen, Verlag Gerhard Stalling, 1973
      „Planmappe Linienschiff Ostfriesland und König“, Koop/Schmolke, 1999
      „Vom Original zum Modell: Die Linienschiffe der Nassau – bis König – Klasse“, Koop/Schmolke, 1999


      Zunächst einige interessante technische Daten:


      Bauwerft: Kaiserliche Werft, Wilhelmshaven
      Kiellegung: 03.10.1911 als Ergänzungsbau S, BauNr: 33
      Stapellauf: 01.03.1913
      Indienststellung: 10.08.1914
      Einsatzverdrängung: 28600 t
      Länge (KWL): 174,70m
      Länge über Alles: 175,40m
      Breite (Außenhaut): 29,50 m
      Tiefgang (Konstruktion): 8,33 m
      Tiefgang (Einsatz): 9,19 m
      Leistung (Konstruktion): 43300 WPS
      Geschwindigkeit: 21,0 kn
      Fahrbereich: 8000sm bei 12kn, 4000sm bei 18kn
      Besatzung: 41Offiziere, 1095 Unteroffiziere und Mannschaften


      Bewaffnung:
      Schwere Artillerie: 10 x 30,5cm L/50 C/08 Schnellladekanonen in fünf Zwillingstürmen
      Mittlere Artillerie: 14x x15cm L/45 C/06 Schnellladekanonen in Kasemattaufstellung
      Leichte Artillerie: 6 x 8,8cm L/35 C/02 Schnellladekanonen, später ersetzt durch 2-4 x 8,8cm Flak Kanonen
      5 x 50cm Unterwassertorpedorohre (1x Bug, 4x seitlich)
    • Zum Vorbild an sich:
      Die S.M.S König wurde als Vermehrungsbau S in Auftrag gegeben und stellt im August 1914 in Dienst. Sie war das Typschiff der König-Klasse. Ihre Schwestern waren die „Großer Kurfürst“, „Markgraf“ und „Kronprinz“.
      Die große Neuerung gegenüber der Vorgänger-Klasse, der Kaiser-Klasse war die Aufstellung der Schweren Artillerie in der Mittschiffslinie, wobei je zwei Türme in Überhöhung vor und hinter den Aufbauten standen und ein Turm mittig zwischen den Schornsteinen saß.
      Durch diese Aufstellung konnte man die Panzerung kompakter und effektiver konstruieren und hatte den taktischen Vorteil im Gefecht 10
      Rohre an den Feind zu bringen, anstatt nur acht Rohre. Das Kaliber der SA von 30,5cm wurde beibehalten. Eine Kalibererhöhung auf 38cm fand erst bei der Nachfolger-Klasse, der Bayern-Klasse statt. Die Schiffe der König-Klasse galten als sehr seetüchtige Schiffe.



      Ihre Geschichte, sei es Einsätze, ihre Rolle im Matrosenaufstand, etc. kann bei Interesse hier nachgelesen werden:
      de.wikipedia.org/wiki/SMS_K%C3%B6nig_(1913)
      Abschließend hierzu nur die Anmerkung, das die S.M.S. König noch immer in Scapa Flow auf Grund liegt und ein begehrtes Tauchziel ist.
    • Aufi geht’s:
      Der Bogen (JSC Nr. 252) beinhaltet 1233 Teile, verteilt auf 14 DIN A4 Bögen und bietet nicht allzu viele Detaillierungen an. Dazu werde ich
      dann, wenn es soweit ist, entsprechende Anleihen aus meinen HMV Bögen nehmen.
      Der Bogen an sich ist etwas älteren Jahrgangs, leicht angegilbt und hat den Druckstand 1993.
      Das Oberdeck, bzw. die Decks sind für meinen Geschmack farblich sehr hässlich und vor allem auch in der Struktur zu grob gestaltet. Hier habe ich etwas nachgeholfen und ein für mich ganz ansprechendes Ergebnis vorbereitet.
      JSC verwendet in diesem Bogen einen ziemlich dicken und groben Karton, ich würde vermuten, dass es sich um 200gr/m2 Karton handelt. Hier werde ich entsprechend der Art des Bauteils einzelne Abschnitte, bzw. Teile auf 160gr oder 120gr Karton neu ausdrucken.
    • So, nun ist es passiert, ich habe meine ersten Bogen von JSC angeschnitten. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]
      Der Karton schneidet sich in der Tat so fest, wie er sich anfühlt. Bei tragenden Teilen wird das von Vorteil sein, wenn's filigran wird, muss
      auf dünneren Karton umgesetzt werden . Zum Bau: Die Bodenplatte besteht aus drei Einzelteilen (Teile 1, 2, 3), die untereinander mit je drei Klebelaschen verbunden werden. Das saubere fluchten der Platten ist klar.
      Vor der Hochzeit der drei Teile habe ich die Außenseiten der Klebelaschen schwarz gepönt, um später Blitzer zu vermeiden.





      Ein kurzes Wort zur Bauanleitung, ehe es weiter geht. Im Umschlag des Bogens befindet sich eine Skizze zu den einzelnen Bauabschnitten, wobei man schon halbwegs im Modellbau beschlagen sein sollte, da die schriftliche Anleitung teilweise recht holprig vom polnischen ins Deutsche übersetzt wurde.

    • Wie in mehreren anderen BB über JSC Modelle erläutert, so ist auch hier der Rumpf nicht mittels einer klassischen Spantenkonstruktion aufgebaut, sondern im für diesen Verlag typischen Kastensystem.
      Sinn und Zweck ist einerseits die Längsstabilität, anderseits eine gewisse Verwindungssicherheit zu erzeugen.
      Das dürfte auch alles funktionieren, doch zunächst gilt es, das Ganze auch plan und ohne Verwindungen, und vor allem sauber rechtwinklig zu
      bauen. Schauen wir mal. Die Konstruktion besteht im Kern aus acht Kastenelementen. Auf der Längsachse sitzen nur die beiden Bug und Heck abschließenden Kästen (Teile 4 (Heck) und 9 (Bug). Mit einem Überstand von je grob 3cm wird die nächste Reihe außen angesetzt (Teile 7 (heckwärts) und 11 (bugwärts)) und in der Schiffsmitte verbinden die beiden äußeren Kästen (Teile 13) das Ganze zu einem geschlossenen Körper.
      Die einzelnen Teile habe ich mal sinngemäß hingelegt, um das Ganze zu verdeutlichen:



    • Nachdem die einzelnen Kästen montiert sind, habe ich die drei Bug-Kästen (Teile 9, 2x Teile 11), sowie die drei Heck-Kästen (Teile 4, 2x Teile
      7) als Gruppe zusammengeklebt, wobei jeweils eine Platte (Bug Teil 12; Heck Teil 8) als Abstandshalter der beiden parallen Kästen fungiert.

      Anschließend habe ich jede der beiden Gruppen auf die Platte gesetzt und mit Gewichten belegt. Für mein Empfinden passen die Teile gut zu den Markierungen.




      Anschließend habe ich die beiden äußeren Kästen (Teile 13) angesetzt, auch hier kann ich zumindest anhand der Markierung nicht feststellen, ob ein Millimeter für die Spanten fehlen wird, das wird sich gleich zeigen.





      Habe übrigens die Grundplatte mit kleinen Klebestreifen auf das Brett geklebt und zusätzlich mit meiner Barschaft beschwert, so sollte das Ganze plan bleiben und sich nicht hochwölben.
    • Der zweite Arbeitsschritt heute Abend war das montieren der Querspanten (Teile 14 - 33).



      Die von Ole benannten Passungenauigkeiten konnte ich nicht in solch gravierendem Maße feststellen, was sich nicht durch etwas Seitendruck
      regeln ließe. Sehr angenehm fand ich die sehr klare Nummerierung der Spanten, Mißverständnis, Unklarheiten etc. kommen nicht auf. Mit Spant 14 im Heck beginnen und dann einfach nach vorne arbeiten. Eine Besonderheit sind die Spanten 32, bei denen ein Druchbruch für die
      Ankerkettenführung hineingeschnitten werden soll und deren obere Klebelaschen Richtung Bug zu falzen sind, also entgegen der Richtung wie die anderen Spanten.






      Kleines Zwischenfazit: Ich war anfangs sehr skeptisch, was diese JSC Konstruktion angeht, dies muss ich zum jetzigen Zeitpunkt revidieren. Das Ansetzen der Spanten war eine angenehme Arbeit, die man in aller Ruhe durchführen konnte. So wie ich das sehe, ich der Rumpf bis jetzt auch völlig spannungsfrei. Mal sehen, wie es morgen nach dem Durchtrocknen aussieht. Wenn jetzt noch die Bordwände halbwegs passen, bin ich von dieser Konstruktionsweise überzeugt!

    • Ich habe mir zwei Möglichkeiten überlegt, wie ich das Loch zwischen den Kästen gefüllt werden kann. Erste Idee war einen der Spantenkästen, die in meinen Reserveausdrucken sind, etwas zu modifizieren und dann dazwischen einzusetzen. Fand ich aber nicht besonders gut. Mit der anderen Idee habe ich die kreuzweisen Stabilisierungsspanten wieder aufgegriffen, die ich seinerzeit bei der S.M.S. Von der Tann
      schon eingebaut habe, um das Deck besser abzustützen, weil dort die Abstände für meinen Geschmack auch zu groß waren. Und dieses "Loch" hier ist etwa dreimal größer, als bei der vdT.
      Wie man sehen kannt, habe ich mich für Variante zwei entschieden.



      Was die Außenwände angeht, werde ich das ganze erst echt prüfen können, wenn die Wände an der Reihe sind, das die fast durchgehend aus mehreren übereinanderliegenden Streifen bestehen, da die Knicke der Panzerung etc. nachgebildet werden sollen.

      Ich werde als Nächstes die Abstände zwischen den Außenspanten mit den ebenfalls bei der vdT verwendeten Torsionsdämpfern überbrücken, damit auch diese Deckteile noch besser abgestützt werden.
    • ch sagte ja weiter oben, dass ich die Originaltextur der Decks sehr häßlich finde.
      Was habe ich nun dagegen getan? Im Wesentlichen habe ich die Textur der Decks der vdT übernommen und in die eingescannte Vorlage eingefügt, anschließend habe ich die Klebeflächen der Aufbauten in demselben beige-Farbton gefärbt, um schon von vornherein weiße Blitzer zu vermeiden, entsprechend habe ich die Klebelaschen in grau eingefärbt.

      Das Ganze habe ich zunächst mittels probeweise ausgeschnittener Schablonen mit den Originalteilen verglichen, um etwaige Verzerrungen
      zwischen scannen und drucken (manchmal sind diese Geräte nicht gut kalibriert) auszuschließen, danach habe ich die zu verbauenden Teile auf 160gr/m2 Karton gedruckt.

      Hier kurz der Vergleich neu (links) - alt (rechts):



      Das Artilleriedeck (Teil 34), so die Bezeichnung in der Anleitung, soll zunächst mit den back- und steuerbords der Spantenkästen entlanglaufenden Decks (Teile 35L/R) verbunden werden. Dazu empfiehlt sich eine vorherige Anprobe. Insgesamt passt das Deck super zum Rumpf, lediglich die Klebefalze habe ich um 1,5mm weiter innen nach oben knicken müssen. Die vorderen beiden Decks (Teile 36 R/L) werden separat an den Spanten festgeklebt, schließen aber natürlich bündig mit dem Hauptteil ab.





      Nachdem ich nun sicher war, das alles vorbereitet ist, habe ich das Deck festgeklebt. Passt - puh! Die Passgenauigkeit ist für mein Empfinden sehr gut!!




    • So, der Rumpf ist durchgetrocknet und immer noch schön gerade, also kann es mit der nächsten Sequenz losgehen.
      Es folgt das Hauptdeck und Seitenartillerie (Teile 37 - 46), so die Überschrift in der Bauanleitung.

      Zitat aus der Bauanleitung:

      Die Seitenelemente des Elementes 37, nach Verklebung der Elemente 38 im Vorschiff, aussteifen mit dreieckigen Rippen 39. Schmale
      Kleberandverbindungen zuerst abbiegen und nachher von innen mit früher verklebten je vier Elementen 40 - 46 zukleben.

      ??????????


      In Verbindung mit der Zeichnung, den Bögen und einem Blick in Ole's Baubericht habe ich das Prinzip dann doch verstanden.

      Also mit meinen Worten: wenn man das Hauptdeck (Teil 37) vorbereitet, indem man die Aufbauwände (Teile 38) an die entsprechenden Markierungen setzt, anschließend alle Aufbauwände herunterklappt, diese mittels der Dreieckprofile (Teile 39) abstützt und mit den zuvor vervierfachten Profilteilen (Teile 40R-46R, 40L-46L) die Kasemattenöffnungen verstärkt.

      Was mir zunächst nicht schmeckte, war die Tatsache, das das gesamte Element sozusagen auf dem Kopf gebaut wird, d.h. auch die 14 Kanonen der MA umgekehrt einzusetzen sind. Aber das Umbauen für die Montage von unten nach oben wäre zu aufwändig. Wird aber auch gehen.



      Auch für dieses Deck habe ich natürlich die gepimpte Variante verwendet.



      Die zweite große Änderung, die ich ausprobiere, ist die Verwendung von grauem Tonkarton, anstelle der Originalteile, die ich ja ohnehin auf
      etwas dünneren Karton hätte umsetzen wollen. Die Grautöne des Kartons (etwas dunkler für die Bordwände, etwas heller für die Aufbauten) entsprechen ziemlich genau den Druckfarben des Bogens.
      Ich verspreche mir davon ein stimmigeres Aussehen, da Kantenfärben etc. nicht notwendig ist.

    • Bei diesem Deck habe ich also einen dunkelgrauen Ausdruck verwendet, um die Aufbauwände darzustellen, auf dieses Deck habe ich dann ein auf weißem Karton gedrucktes Deck geklebt.
      So habe ich die Farbeffekte beider Drucke genutzt , sowie ein recht stabiles Deck erhalten.



      Die Profile (Teile 40R - 46R, 40L - 46L) werden in die Kasemattenausschnitte geklebt, schwarze Färbung nach unten, also so, dass man sie sehen kann. Man sollte die Teile beschriften und man sollte eine Wechselklinge fürs Skalpell da haben, die erste ist nach dem Geschnitze definitiv nicht mehr zu gebrauchen.



      Wie weiter oben kurz erörtert, habe ich ich Schienen plastisch gestaltet, indem ich entlang der Schienen gerillt habe. Im der
      Seitenansicht kommt das ziemlich gut heraus.

      Anstatt der dreieckigen Stabilisitatoren (Teile 39) verwende ich Bristolkarton.





      Durch das Verkleben der beiden Decks aufeinander hat sich das Ganze etwas nach oben gewölbt, etwas Gewicht drauf wird das wieder
      korrigieren, hoffe ich.



    • Hallo Peter,

      freut mich, dass dieser Baubericht auch wieder reaktiviert wird! Ich will ja die "König" auch noch mal irgendwann bauen, da hoffe ich doch auf den einen oder anderen hilfreichen Tipp aus Deinem Bericht!
      beifall 1
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Moin Peter,

      Klasse, die KÖNIG hatte ich mir früher auch schon mal ausgeguckt.....,
      freue mich auf die Reko des Bauberichts hier !!!! klasse1 freu 2 daumen1

      Aber die KÖNIG bauen, komme ich sicher selbst nicht dazu,
      es warten noch zuviel ungebaute Bögen auf mich... arbeit2 grins 2
      Gruss

      Holger




      Kartonmodellbauer machen keine Pausen,
      sie geben dem Skalpell und den Scheren nur Zeit..
      sich zu erholen !
    • Schönen guten Morgen Freunde,

      ich danke Euch sehr für Eure Zuschriften. danke1
      @petcarli: habe den Kaiser-Bogen auch irgendwo im Fundus, der wäre ebenso ein guter Modifikations-Kandidat, da hast Du ja schon sehr gut vorgelegt und ein tolles Modell gebaut! klasse1
      @Hagen von Tronje: dann hoffe ich, einige Tipps hier mit reinstellen zu können. Wenn ich dieses Schiff noch einmal bauen wollte, würde ich allerdings darauf warten, bis gpm endlich seine Version herausbringt. Ist zwar schon lange angekündigt, muss ja aber irgendwann einmal soweit sein. daumen1

      @Cux-Holger: die König ist ein tolles Modell. Wenn man einige Kaiserliche schon gebaut hat, ist das zwar immer irgendwie nach Schema F, aber dennoch hat dieses hier echt großen Spaß gemacht. Vielleicht sortierst Du Deinen Stapel ja nochmal um. grins 2 zwinker2


      Weiter gehts nun mit den nächsten Bauschritten bei SMS König:

      [...] als erstes habe ich den Bug - und Heck-Steven mit Hilfe je eines grauen Tonkartonstreifens überklebt. Der Streifen besteht aus demselben Karton, wie später die Bordwand. Sinn und Zweck der Übung ist mögliche weiße Blitzr von vornherein auszuschließen, für den Fall, dass die Bordwände vorne oder hinten nicht ganz bündig abschließen.

    • Der nächste Schritt gemäß Bauanleitung sind die 14 Geschütze der mittleren Artillerie (Teile 47 - 54).



      Die Montage an sich ist selbsterklärend und für WK I Schiffsbauer von anderen Modellen im Prinzip bekannt.
      Die Teile für die Höhenrichtung der Kanonen (Teile 47, 48, links oben im Bild) lasse ich weg, weil ich die Kanonen, wie schon bei der vdT starr
      bauen werde.


      Die Grundplatte (Teil 49) wird verdoppelt, die Geschützwand (Teil 50) zu einem Zylinder geformt und auf die Grundplatte gesetzt. Die
      Geschützdecke (Teil 53) mit zuvor gefärbten Kanten oben aufgesetzt und die Kanonen vorne angeklebt.

      Ursprunglich ist das Rohr mit nur einer äußeren Schale und einer Überlappung von etwa 3mm zwischen den beiden ursprünglichen Rohrschalen vorgesehen, in der Planmappe und auf Bildern sieht man allerdings noch eine dritte Schale, drum noch die zusätzliche Ummantelung. Die innere Schalle habe ich über die gesamte Länge zugeschnitten, das so das Rohr natürlich stabiler wird. Das Rohr bleibt offen, was bei dem grauen Karton auch direkt den gwünschten Effekt bringt.



      Im Turminneren bringt ein kleiner Bristolkartonstreifen noch etwas mehr Stabilität, da der graue Karton (130gr/m2) nicht so super stabil ist.




      So, der Prototyp passt soweit, auf geht's mit der Serienproduktion... [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/rolleyes.png]

    • Ja, Peter - wenn ich sie nicht im Stapel liegen hätte, die alte JSC-"König", würde ich wohl auch auf eine Neuerscheinung warten. Aber mir widerstrebt es zum einen, die alten dann einfach liegenzulassen oder gar zu entsorgen - und zum anderen hat mein Beschaffungsamt dauerhaft geschlossen im Angesicht der ungebauten Kartonstapel und der zu erwartenden Restlaufzeit... grins 2

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Hagen von Tronje wrote:

      Ja, Peter - wenn ich sie nicht im Stapel liegen hätte, die alte JSC-"König", würde ich wohl auch auf eine Neuerscheinung warten. Aber mir widerstrebt es zum einen, die alten dann einfach liegenzulassen oder gar zu entsorgen - und zum anderen hat mein Beschaffungsamt dauerhaft geschlossen im Angesicht der ungebauten Kartonstapel und der zu erwartenden Restlaufzeit... grins 2

      Servus
      hvt
      da hast Du wohl recht - wobei ich bspw. sowohl die WHV Tirpitz, als auch die gpm Tirpitz im Stapel habe, würde ich glaub ich, nicht auf die Idee kommen, die WHV Version zu bauen, wenn die detailliertere vorhanden ist.
      Was das Beschaffungsamt angeht: das tut manchmal seltsame Dinge - auf einmal sind Sachen da .... grins 3
    • Die zweite Fließbandetappe ist geschafft, die Podeste sind angefertigt und werden nun in das Artilleriedeck eingebaut.









      Einen Probeeinbau habe ich gemacht, es passt und der graue Karton hat genau die Wirkung , die ich mir erhofft habe... [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png] [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]



      Ich empfehle übrigens dringend, die Podeste sauber zu nummerieren, sonst heisst es puzzeln... [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/biggrin.png]
    • Gestern ging es nach meinem letzten Beitrag noch weiter mit dem Artilleriedeck, aber nachdem ich dann irgendwann fertig war, habe ich
      mich sofort in Morpheus' Arme begeben, anstatt direkt zu berichten. Der Wecker ist unter der Woche ja doch unerbittlich (und hätte heute früh
      fast ein unrühmliches Ende an irgendeiner Wand genommen [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/biggrin.png] )

      Der Einbau der Podeste geschah entsprechend der Nummerierung, die Passform war ganz gut.





      Wie man sehen kann, ist noch etwas Spannung in dieser Baugruppe, so dass die sich etwas nach oben wölbt, aber längst nicht mehr so, wie den Abend zuvor.
    • Nach der erfolgten Montage der Podeste habe ich nochmal eine kurze Anprobe durchgeführt und einen kleinen Höhenunterschied zwischen den Aufbauwänden des Artilleriedecks und den Spantenkästen festgestellt, den ich mit einem Stück Bristolkarton überbrückt habe. Die Kartonunterfütterung muss ich nun natürlich bis ganz in den Bug fortsetzen, um nicht irgendwo in der Mitte dann eine Stufe im Deck zu haben.



      Anschließend noch die Kanten der Klebefläche des Oberdecks auf der das Artilleriedeck ruhen wird in grau nachgefärbt. Die beige Nachfärbung im Zuge des Ausdrucks war zwar schon nicht schlecht, aber direkt in grau wäre besser gewesen. Gleich merken für's nächste Mal.

      Dann kam die Hochzeit, also die Befestigung auf dem Rumpf der König. Auch hier war die Passgenauigkeit erste Sahne.



      Mein Ansatz, die Kanonen nach erfolgter Hochzeit einzusetzen war im Prinzip nicht schlecht, da die Kanonen dabei geschont wurden, erwies
      sich aber bei den mittleren sechs (drei Backbord, drei Steuerbord) Türmen als ziemliche Würgerei, da dort irgendwie die lichte Höhe der
      Kasematten geringer war. Hat aber denn doch irgendwann funktioniert. Für etwaige Nachbauer daher hier der Tipp: Einbauen bevor die Montage erfolgt, oder am Besten einkleben, bevor die die Podeste eingesetzt werden, wenn man die Türme nicht drehbar bauen möchte.

      So sieht's nun aus mit der mittleren Artillerie:



    • Sodele, hier nun noch die S.M.S. König in ihrer jetzigen Gestalt, also mit Ende der ersten Bauwoche.
      Ich bin ziemlich gut voran gekommen, so dass ich das Teil gut mit zum Stammtisch nehmen kann, ohne mich für den Transport verkünsteln zu
      müssen.

      Insgesamt habe ich diese Woche 27 Stunden in der Werft verbracht und die Zeit ist vergangen wie im Fluge. Dieses Modell macht wirklich sehrgroßen Spaß, was man hoffentlich auch beim Mitlesen merkt. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/biggrin.png]

      So schaut's aus:



    • während meiner Dienstreise habe ich mir, weil mir schon klar war, dass die Abende frei sein würden, meine mobile Werft eingepackt. Ich wollte
      mal das erste Truppenversuchsmuster für die Bewaffnung bauen, in Form des Turms C der schweren Artillerie.

      Dieser Turm sitzt mittig zwischen den Schornsteinen und trägt keine Fliegersichtzeichen.

      Die Geschütztürme waren auch Teil meiner Tuning-Liste meiner König-Variante. Ich habe dazu die gesamte Baugruppe gegen die
      HMV-Version der S.M.S. Derfflinger getauscht. Dieses Modell ist weitaus detaillierter und logischer konstruiert, als die originale JSC Variante.

      Da diese Geschütze schon mehrfach hier vorgestellt wurden, lasse ich nur mal Bilder sprechen:











      Zwei Anmerkungen:

      Ich habe auch hier die gescannten Teile komplett entfärbt und auf einen mittelhellgrauen 160gr Karton gedruckt, der der Druckfarbe des Bogens entspricht. Kantenfärben etc. ist auch hier nicht notwendig.

      Ein weiterer erwünschter Nebeneffekt ist, das durch dieselbe Kartonfarbe- und Struktur der gesamten Aufbauten die mehr- oder weniger
      zusammengewürfelte S.M.S. König dennoch wie aus einem Guss wirkt.

      Die Knickkante der Turmdecke, die noch grau durchschimmert wird nachher in der Hauptwerft noch nachgepönt.
      Anschließend geht es erstmal wieder mit den Folgearbeiten am Rumpf weiter.
    • Als Nächstes war das Oberdeck (Teil 64) fertigzustellen. Dazu habe ich mir zunächst mittels einer Schablone die Unterfütterung auf den Bristolkarton übertragen und anschließend das Deck darauf geklebt. Die Verbindung zum Artilleriedeck geschieht mit Hilfe einer etwa 5mm breiten Klebelasche, die unter das Artilleriedeck geschoben wird.







      Schwere Literatur drauf - und trocknen lassen.




      Währenddessen habe ich die Ankerkettenpodeste (Teile 233 und 234) verdoppelt und zur Montage vorbereitet. Auch wenn diese Teile erst gegen Ende an der Reihe wären passen sie gut in den Arbeitsfluss hinein.



      Zunächst mal der Rumpf von vorne. Ist schon ein mords Bügeleisen, die König. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/cool.png]

    • Irgendwann war es nunmal so weit, die Bordwände sind an der Reihe. Der Schritt, mit dem der Erfolg eines Modells steht oder fällt. Ich sagte ja
      schon, dass ich sie aus dem dunkelgrauen Tonpapier baue, mit dem ich schon die Kasematten gebaut habe.

      Der Rumpf wird auf jeder Seite von vier Segmenten, je einem Bug und Hecksegment und zwei Wandsegmenten dazwischen verkleidet.

      Die Montage beginnt der Nummerierung gemäß am Heck. Teil 67 verbindet die beiden Baugruppen 68/69R und 68/69L. Jeweils das
      Teil 69 bildet die Stufe, die den Gürtelpanzer der Außenwandung darstellen soll.



      Leider drücken sich bei dem dünnen Karton die Klebelaschen an der Rumpfunterkante etwas durch, was einerseits am dünnen Karton (130gr/m2) aber auch am noch feuchten Kleber liegt. Ist aber nicht so super dramatisch, da der Wasserpass noch eigens durch schwarzen Tonkarton nachgebildet wird.




      Dennoch werde ich beim nächsten Modell, bei dem ich diese Bautechnik verwende Ausschau nach dickerem Karton halten.
    • zunächst, ehe ich die Bordwände fertigmontiere, muss ich mir einfallen lassen, wie ich die leichten Dellen, die durch den dünne Karton zu sehen sind von vornherein ausschließen kann.
      Mir sind zwei Alternativen dazu eingefallen.

      1. Verdoppeln der Bordwände: würde auf jeden Fall genug Dicke haben, aber die Wände sehr unflexibel machen und bei den Bauteilen mit Stufe extra Probleme mit sich bringen, oder 2. quasi einen inneren Wasserpass einziehen um die Wände später ganz normal montieren.

      Ich habe Variante 2 den Vorzug gegeben.

      Dazu habe ich von dem hellgrauen 160gr Karton vier 5mm breite Streifen abgeschnitten und auf die Klebelaschen gesetzt. So dienen diese Streifen später ihrerseits als Klebefläche für die Bordwände und nix drückt mehr durch.



    • Die Bordwände (Teile 70/71 R/L) hatte ich gestern schon montiert, es folgten nun die weiter vorne anschließenden Wände (Teile 72/73 L/R). Bei deren Montage und Anbriongung ist auf die die richtige Reihenfolge und Seite zu achten, d.h. es ist hilfreich auf der Rückseite zu notieren wer wer ist. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/wink.png]

      Nach der Befestigung der ans Heck anschließenden Bordwandreihe sieht es so aus, als ob die Idee mit dem "inneren Wasserpass" das gewünschte Resultat erreicht hat.







      Die Bugsektion (Teile 74 - 77) besteht aus dem Steven (Teil 74) und den beiden dreitteiligen Bug-Bordwänden (Teile 75-77 L/R). Die Wände sind zu einem Z-Profil zu verkleben.







      Hier, wie auch bei der Hecksektion machte es wegen der in die Bulleyes hineinragenden Klebelaschen keinen Sinn durchsichtig zu verglasen mit dahinterliegendem Raum, sondern ich habe einfach schwarzen Tonkarton hinter die ausgestochenen Öffnungen geklebt. Die Fenster werde ich noch verglasen, indem ich noch Lack, Kleber oder Ähnliches eintropfe.
      Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich, was so am besten wirkt?

      Die nun trockene Bugsektion wird als Nächstes montiert, da sie direkt an die Aufbauwände stößt und somit ein Fixpunkt vorgegeben ist und ich eine evtl. auftretende Ungenauigkeit mit der Bordwandlänge im Mittelteil besser korrigieren kann.
    • Sodele, der Rumpf ist geschlossen. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/biggrin.png]

      Hiermit läuft die S.M.S. König nun von Stapel !

      Die Bugteile passen vorne relativ gut von der Höhe her, hinter dem Ansatz zur Aufbauwand ist das Ganze etwa 2mm zu flach. Hier muss später
      der Wasserpass diesen Streifen verdecken.



      Beim Einsetzen der noch fehlenden zweitvordersten Elemente ergab sich zu beiden Seiten ein etwa 2mm breiter Spalt, den ich mit einem passenden Bordwandstreifen ausgefüpllt habe. Zum Kaschieren wird da später ein Fallreep heruntergehen.

      Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Der graue Karton hat sich rein optisch als eine gute Wahl erwiesen, so dass der gewünschte Effekt einer homogenen Farbgebung ohne Blinker, Blitzer etc. eintritt. Allerdings sind die Bordwände länsgt nicht so stabil, wie bspw. bei der vdT, wo die Panzerung nicht mittels einer Knickkonstruktion dargestellt wird, sondern mit verfünf(!)fachtem Karton.
      Sollte ich ein Modell nochmal auf diese Weise bauen, wird umkonstruiert werden.

      So sieht die S.M.S. König zum Ende der zweiten Bauwoche nun aus:





    • Zunächst beginne ich die Woche mit einigen Modifikationen am Rumpf der S.M.S. König.

      Der Wasserpass zeigt hinter dem Rumpf einige Blinker und am Heck einige Wellen, dies will ich dadurch beseitigen, indem ich einen dunkelgrauen Kartonstreifen von 3,5mm Höhe um das Schiff klebe, der eine einheitliche Optik bringen soll. Dunkelgrau habe ich gewählt, da dies gem. "Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer" von S. Breyer bei den Kaiserlichen die richtige Farbe der Wasserlinie waren.





      Die zweite Massnahme war die Anbringung der Bugwappen (2x Teil 269). Die beigefügten Wappen sind weder besonders hübsch, noch entsprechen sie dem Wappen der König.
      Einige Recherchen führten mich zum forum-marinearchiv.de wo in einem Thread eine ziemlich umfassende Auflistung aller möglichen
      Wappen der kaiserlichen Zeit gezeigt wird. Falls der Link nicht zur Anzeige der Wappen führt, einfach registrieren und los geht's.





      Drittens habe ich die Namenstafel im Heck montiert, diese ist nicht im Bogen vorgesehen, die vdT war mit ihrer Tafel das Vorbild.





      Im Bogen ist ein verdoppeln, bzw. plastisch darstellen von Luken und Türen nicht vorgesehen, also habe ich etwas am Computer gewurschtelt und mir da einen kleinen Vorrat in den beiden Grautönen, die ich verwende angelegt.

    • Die ersten Aufbauten kommen nun an die Reihe.

      Ich will das Brückenhaus separat bauen und erst, wenn es im Großen und Ganzen fertig ist auf den Rumpf setzen, daher habe ich mir erstmal die Grundplatte aus den beiden Einzelteilen der Deck-Scans zusammengephotoshopt. Mal sehen, ob's klappt, wie ich mir das denke.



      Das Fundament des Brückenhauses (Teil 78) habe ich etwas umgestaltet , das Aufbaudecks hat eine Struktur bekommen und die Farbgebung habe ich vom rotbraun des Originals (rechts) in einen gefälligeren und dem HMV Schema entsprechenden dunkleren Ton gewechselt.





      Wie man sehen kann, ist diese Konstruktion ohne Spanten etc. gedacht und bekommt natürlich die üblichen Bristolkartonstreifen als Unterfütterung.







      Die Lüftergitter (Teile 80) sollen anleitungsgemäß einfach hinter die Ausschnitte gesetzt werden, was mir allerdings nach dem Vergleich mit einem entsprechenden Bild als nicht ausreichend vorkommt, insofern habe ich einen etwa 2mm starken Rand dazwischengesetzt, um die Tiefe der Lüfter darzustellen.





    • So, die erste Lüfter-"Schlacht" ist geschlagen und wie ich finde relativ erfolgreich. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/squint.png]

      Der Bogen sieht vor, die Lamellen mittels einzelner Dreiecke auszurichten, was mir als eine ziemlich unpräzise Freihandmethode
      erscheint, insofern habe ich mir die Lamellenhalter der vdT als Vorbild genommen und der notwendigen Höhe entsprechend Bleistift und Geodreieck bemüht und selbst was konstruiert.







      Wie auf dem Bild zu sehen ist, waren es eigentlich 4 senkrechte Halter, es würde aber für mein Empfinden zu heftig aussehen, also habe ich etwas reduziert und nur zwei pro Seite eingebaut. Bei der Kartenherstellung würde man das "generalisieren " nennen, also wegelassen von Details, hervorheben des Wesentlichen.

      So ist es nun gelungen:





    • weiter ging es mit den 8,8er Kasemattgeschützen (6x Teile 83 - 88) des Brückenhauses. Diese Kanonen drehbar zu bauen wäre nur mit großen Friemelaufwand bei nur geringen Ertrag zu erreichen gewesen, so habe ich darauf verzichtet. Die Gehäuse sind übrigens mindestens um 2mm zu hoch für die Kasematten und die Ausschnitte der Wand, so habe ich erstmal entsprechend kürzen müssen.
      Den Türmen habe ich schwarze Turmdecken verpasst, für den Fall, das sie etwas aus den Ausschnitten herausschauen, was aber letztendlich nicht der Fall war.



      Die Kasematten selbst werden zu an der Vorder - und Hinterseite offenen trapezförmigen Kästen verkelbt und nehmen dann die Türme auf.





      Die Rohre sind nicht im Bogen enthalten, die Anleitung gibt an sie aus einem Holzstab bauen zu sollen. Morgen werde ich die Rohre aus Karton bauen und dann einsetzen.
      Der Einbau in das Brückenhaus selbst war einfach, die Baugruppen haben gut an die jeweilige Position gepasst.



    • Der Aufbau des Brückenhauses (Teile 89 - 91), auf dem später die Kommandobrücke ruhen wird kam noch unters Messer.




      In die flachen rechtwinkligen Ausschnitte sollen aufgedruckte Gitter hinterklebt werden. habe mir mal wieder einen Truppenversuch gegönnt und schwarzes Fliegengitter im 45° Winkel auf dunkelgauem Tonpapier übereinander verleimt und als Nachbildung des Gitters verwendet. Im Prinzip nicht schlecht, aber die Ausschnitte sind wohl zu klein, um diese Variante zur Geltung zu bringen.







      Im Inneren wird natürlich wieder eine Bristolkarton-Verstärkung eingebaut, die übrigens grau tapeziert wurde, um durch die
      durchsichtigen Bulleyes keinen weiß durchblitzenden Raum dahinter zu haben.



    • zunächst habe ich die Kanonenrohre der 8,8er Kasemattgeschütze des Brückenhauses gebaut. Wie ich oben schon schrieb, sind diese nicht
      vorgesehen, sondern sollen irgendwie aus Holz gebaut werden. Habe dennoch aus dem hellgrauen Karton mal probiert, wie eng man ihn
      rollen kann und so sechs Rohre aus 2,5 x 17mm mit äußerer Schale von 3,5 x 5mm versehen.
      Das Ergebnis ist ein Rohrdurchmesser von weniger als einem halbem Millimeter, also beinahe dran am Original.
      Auf gut Deutsch: 8,8cm in 1:250 = 0,35mm.
      U= 2 x r x pi ==> r =U/2 x pi ==> 0,79mm äußerer Umfang,
      Papierdicke 0,2mm ist 2x abzuziehen, bleiben rechnerisch 0,39mm ; passt! [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/cool.png]





    • Die Kommadobrücke, also das Brückendeck (Teil 92 Ober- und Unterseite), der Panzerstand (Teile 97 und 98), die Schanzmauer(Teil 93), sowie die Brückenverkleidung (Teil 100) habe ich danach in Angriff genommen. Die Schanzkleider (Teile 94 und 96) lasse ich weg, an ihre Stelle setze ich kommende Woche Relings mit Persenning drauf.

      Das Brückendeck wird umgekehrt miteinander verleimt, anschließend werden die Brückennocks (2x Teil 95) angesetzt. Warum das Teil nicht in einem Guß ist, kann ich mir nur so erklären, dass man die Möglichkeit haben soll die Nocks angelegt darstellen zu können. So baue ich aber nicht, also angeklebt.
      Ein doofer Nebeneffekt des Laserdrucks auf den hellgrauen Karton ist, das sich die Graufärbung des Decks sehr schnell abgreift, also
      unansehnlich wird. Habe mir also von meinem Ersatzausdruck eine Schablone gebaut, die Form auf den dunkelgrauen Tonkarton übertragen und das Deck nun in Tonkarton ausgeführt. So siehts besser aus und die Nocks sind stabil damit verbunden.



      Die Brückenfenster habe ich ausgestochen, mit Overheadfolie hinterklebt und die fünf Dachteile stumpf miteinander verleimt. Später will ich ein durchgehehendes Dach konstruieren, das in einem Stück an den Panzerstand grenzt.
      Die Schanzmauer (Teil 93) wird vorne an die Brücke geklebt. Um die Knickkanten etc. nicht zu sehen, habe ich von hinten gefalzt und
      umgekehrt aufgeklebt. sieht gleich viel besser aus.





      Der Panzerstand ist mir nur mittelprächtig gelungen.Da muss ich nochmal kosmetisch tätig werden. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/huh.png] Die beiden Dachebenen habe ich ebenfalls mit grauen Tonkarton beklebt.