Großlinienschiff S.M.S. König / JSC / 1:250 - modifiziert [Baubericht-Wiederveröffentlichung]

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    • Ich fahre fort mit den beiden Bordkränen (2x Teile 180-189) .

      Den Verlautbarungen der bisherigen Erbauer dieses Modells ist durchweg zu entnehmen, das die Konstruktion überarbeitungswürdig ist. Das sehe ich ähnlich. Der Ausleger besteht aus drei Teilen und muss zu einem zusammengefügt werden, der Ausschnitt am achteren Aufbau, der jeweils back- und steuerbord den Kranmast aufnehmen soll muss erweitert werden und die Detaillierung könnte deutlich mehr Feinschliff gebrauchen. Mal schauen. Ich halte mich grob an die Mastkonstruktion der HMV S.M.S. Baden, dann müßte eigentlich eine etwas ansehnlichere Version dabei herauskommen.



      Zunächst habe ich die beiden Ausleger gebaut, dazu habe ich Karton um zwei Zahnstocher gerollt, an den Enden verschlossen und mit je drei Verstärkungsringen bestückt.



      Die Original-Masten sind erheblich zu kurz. Ein Blick auf das schon mehrfach gezeigte Bild des achteren Aufbaus (s.o.) zeigt, dass die Oberkante etwa mit dem unteren Scheinwerferstand auf einer Höhe liegt.



      Der innere Stützmast ist mit einem Zahnstocher verstärkt und unten zusätzlich mit einem Podest für den Auslegerarm bestückt. Die seitlich um den Lüfter herumreichenden Lamellen musste ich etwa um 2mm kürzen, um dem Mast den notwendigen Raum zu geben.








      Die Bedienplattformen stammen aus dem Bogen, lediglich bedeckt vom mehrfach benutzten dunkelgrauen Tonkarton und umgeben von meiner Faden-Reling. Zwei Streben unterhalb stützen das Ganze ab.




      Einen Ausleger habe ich schonmal vorbereitet, dass heißt einige Laufrollen und Umlenkrollen angesetzt und anschließend am Mastfuß montiert.

    • nach der gestrigen Montage des Kranauslegers folgte die unvermeidliche Stellprobe - was ich nicht bedacht hatte, war, dass die Kanone ja auch irgendwie noch aus der Zurrstellung herausschwenken können muss. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/angry.png]



      Folglich habe ich den Kran demontiert, neue Befestigubgsstreben gebaut und erneut eingebaut. Der Winkel beträgt nun etwa 50° und die Ausleger sind etwas weiter ausgeschwenkt. Nun kann fleißig anvisiert werden. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]



      Die Kranseile eingefädelt, wobei ich mir aus der Baden - Anleitung die nötige Inspiration geholt habe. Mit schwarz gefärbtem Weißleim die Seile versteift und unter Zug trocknen lassen, in der Hoffnung, dass die Form nach Entfernung der Pinzetten erhalten bleibt.


    • Sodele, beide Kräne sind nun bespannt und auch mit einer Steighilfe auf der Oberseite des Auslegers versehen. Die Straffheit der Seile muss ich allerdings noch etwas optimieren...






      Der nächste Schritt sind gemäß Nummerierung und Anleitung die ersten Beiboote. Da ich aber heute nichts neues mehr beginnen will ist nun erstmal Zapfenstreich. Morgen gehts dann los mit der kleinen Beibootflotille. Habe mir da auch eine kleine Optimierung ausgedacht. Bin gespannt, ob und wie sie gelingt.
    • Wie angekündigt, folgen nun eine Reihe Beiboote.
      Insgesamt hatte die S.M.S. König 10 davon an Bord:
      2 große Kutter, einen Dampfkutter, zwei große Boote, zwei mittelgroße Boote, zwei kleine Boote, und ein Motorboot.
      Diese waren teilweise auf Schienen gelagerten Wagen untergebracht, teilweise wie üblich in Duchten.

      Um erstmal den ersten Schwung unterzubringen habe ich mal ein kleines Dock gebaut, damit in meiner Werft nicht eines aus versehen unter die Räder kommt.



      Ich beginne mit den großen Kuttern. Da die im Bogen enthaltenen Boote sehr schlicht gehalten sind, daher standen diese alle auf meiner Tuning Liste.
      Ich habe aus dem Baden Bogen (ältere Version) die Boote gescannt und auf dem bekannten hellgrauen Karton und auf weißem 160gr Papier gedruckt. Meine Absicht ist den Rumpf und die Kajüte in grau zu bauen, die restlichen Teile, also die farbig gedruckten Teile in Weiß.



      Let's see. Da die Bauweise an sich schon dutzendfach gezeigt wurde, zeige ich dann nur die entsprechenden Ergebnisse.

      So, der erste Prototyp ist gebaut, allerdings ohne die kleinen Zurüstteile. die werde ich kommende Woche anbringen. Das Schwesterboot
      ist soweit schon vorbereitet und liegt in Einzelteilen parat. Zwischenfazit: es hat hingehauen, wie ich mir das vorgestellt habe,
      allerdings bin ich zunächst auf dieselbe Macke dieser Konstruktion hereingefallen, die ich im BB der vdT (hier : Beitrag 274) schon beschrieben habe. Nun gut, nachgelesen, umgebaut und dann montiert.





      Ich finde, das Ergebnis sieht ganz vernünftig aus und passt auch zum bisher gebauten Modell ohne fehl am Platz zu wirken.

    • Es geht weiter mit der Beibootflottille. Die beiden kleinen Beiboote kamen zunächst dran. Here we go:







      Die beiden großen Barkassen waren der zweite und gleichzeitig letzte Streich des heutigen Abends.
      Ich hatte mir ja als Vorlage für die Beiboote die der SMS Baden (1. Auflage) für meine Bauweise präpariert und musste feststellen, dass
      keine Heckspiegel auf dem Bogen enthalten sind, also mal wieder Bleistift und Geodreieck bemüht und nachkonstruiert.

      So schauts nun aus mit dem kleinen Yachtclub:





    • Dann kamen die beiden Motorboote dran. Auch hier habe ich die Vorbilder aus dem Bogen der S.M.S. Baden (1. Auflage).
      Zusätzlich kamen noch Scheuerleisten außen dran, die Sitze wurden erhöht und ein Steuerruder habe ich auch noch irgendwo gefunden.



      Die Barkassen weisen bauartbedingt ein leicht nach unten abfallendens Heck auf, was auch bei denen der vdT so war, und was auch andere kartonbauer schon festgestellt haben. Um diesen optische Lapsus zu egalisieren habe ich auch hier ein Dollbord außen herum montiert. Nun ist die Oberkante gerade.

      Ehe ich nun mit den Transportwagen beginne, hier die versprochenen Bilder der Barkassen mit erhöhtem Dollbord.







    • Einige Stahlarbeiten habe ich in verkleinertem Massstab auch gerade fertiggestellt, die Transportwagen erinnern mich sehr an die
      Transportzüge, auf denen die Panzer früher verladen wurden. Ist ein schöner Zug zusammen gekommen.

      Auf den Bildern ist erkennbar, dass der Konstrukteur die ganzen Einzelteile mit einzelnen Klebelaschen zu verbinden gedachte. Diese
      Bauweise schien mir zu "schlabbrig", daher habe ich die je vier Einzelteile auf passend graues 80gr Papier geklebt und einfach zum
      Rechteck mittels einer Klebelasche verleimt. Hat ganz gut geklappt.







      Zusätzlich habe ich Laufrollen und Bremshandräder spendiert, so ganz ohne dürfte das Verschieben und Anhalten dieser Trümmer etwas
      kompliziert geworden sein. Die großen Wagen sind mit Zwillingslaufrollen versehen.
      Ob das Ganze so authentisch ist, weiß ich nicht, über diese Wagen habe ich nicht ein Bild gefunden.

      Hier zunächst der Prototyp an Bord



    • die ganze Mahalla, auch bereit smit den montierten Booten







      Ich konnte mir natürlich eine Probeaufstellung an Deck nicht verkneifen:







      Frage mich nur, wie so der Feuerkampf funktionieren sollte, denn egal, wie die Wagen hin und hergeschoben werden, sie stehen irgendwo im Weg herum. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/confused.png]
      Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass bei einer Vielzahl von Bildern dieser Schiffe gar keine Boote an Deck zu sehen sind, sondern nur noch eine ganze Menge Rettungsinseln...
    • Was die Aufstellung der Boote anbelangt, habe ich meine längst verschütteten Schachkenntnisse hervorgekramt und ein Rochade probiert. Das Ergebnis war in jedem Fall eine etwas sinnigere Verteilung, die auch die Nutzbarkeits von Turm C wieder sicherstellt.





      Eine weitere Superungsbaustelle dieses Bogens sind die verschidenen Skylights, die im Original relativ lieblos ausgestaltet wurden. Keine farbigen Scheiben, flach und einfach nicht ansehnlich. Daher kamen auch hier wieder abgewandelte Skylights der S.M.S. Baden zum Einsatz. Hier zunächst mal nur die großen mittigen Skylights auf dem Heck.



      Und dann ging es direkt mit den Ankern weiter. Wie Ihr vielleicht schon ahnt, stammen auch diese Teile von der S.M.S. Baden und sind nicht die Originalen.





    • Anschließend kamen die Ankerspills und die Ankerketten dran,


      Auch die Spills sind natürlich von der Baden. Aus Ermangelung an LC- oder Ätzteilen habe ich die Handräder ausgestichelt und anschließend
      eingefärbt. Hat glücklicherweise ganz gut funktioniert. Die Ketten hatte ich noch irgendwo im Fundus. Jetzt ist doch tatsächlich der erste
      Farbtupfer auf der S.M.S. König angekommen... [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]







      Es scheint so zu sein, dass wenn ich in die noch verbliebenen Punkte der Bauanleitung schaue, nun langsam aber sicher in den Bereich der Endausrüstung mit haufenweise Kleinteilen vorgestoßen bin. Es folgen nun noch alle möglichen Skylights, Niedergänge, Poller, Lüfter, Kisten und Wellenbrecher. Die große Hauptaufgabe wird natürlich noch die Errichtung der Masten und das Anbringen der Takelage sein.

      Habe natürlich noch den ein- oder anderen Extrapunkt auf der Liste, mal sehen, wie ich das alles so umsetzen kann, was noch zusätzlich auf das Modell soll.


      Sodele, an dieser Stelle erstmal wieder eine kleine Unterbrechung der Reaktivierung dieses Bauberichts, jetzt gehts an die frische Seeluft.

      segeln1
      Liebe Grüße

      Peter
    • Schönen guten Morgen,

      @Klueni: vielen Dank Tommi. Wir haben dieses Jahr unser Timing irgendwie ungünstig gewählt. Während die beiden letzten Jahre hier Sonne pur war, kommt der Regen dieses Jahr durchgehend quer. Die Phasen, in den mal ein paar Stunden Regenstille, geschweige denn Sonne da sind, sind recht rar gesät. Aber nun gut, hilft nix, Ostfriesennerz an und los.


      Da gerade mal wieder eine Front durchgeht, hier ein paar weitere Schritte im König Baubericht.



      es geht weiter mit einer ganzen Serie von Pollern. Im Bogen sind sie grau vorgesehen, Bilder in entsprechender Literatur geben allerdings
      Aufschluss darüber, das sie schwarz gepönt waren, mit weißer Oberkante. Gesagt getan, schwarzes Tonpapier und weißer Karton führten zum ersten Schwung der großen Poller, die back- und steuerbords entlang der Bordwände aufgestellt wurden.






      Der zweite Akt des Abends waren die ganz großen Poller. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/wink.png] Also die Ankerpoller und die Heckpoller (so die Bezeichnung in der entsprechenden Planmappe). Sie unterscheiden sich eigentlich nur im Durchmesser von den zuvor gebauten Pollern.

      Also, ich muss schon sagen, die weißen Pollerköpfe sehen recht gewöhnungsbedürftig aus, auch wenn es die Bilder zeigen (nicht nur bei
      diesem Schiff, sondern quer durch die Bank) überlege ich, ob ich nicht schwarze Pollerköpfe drüberklebe. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/confused.png] . Oder: "Watt mutt, dat mutt?" Mal sehen!



    • Der folgende Abend begann mit den bei mir ungeliebten Niedergängen. Davon waren 15 Stück auf dem Oberdeck unterzubringen.
      Auch hier erforderte die Originalvorlage dringend der Optimierung. Habe mir erst überlegt, ob ich irgendeine Faden-Konstruktion versuchen
      sollte, wurde dann aber auf evtl. Ätzteile Restbestände aufmerksam gemacht, was mich dazu bewog den Fundus umzukrempeln.

      Siehe da, von der S.M.S. Von der Tann war noch massig Restmaterial vorhanden, um die Niedergänge vernünftig gestalten zu können.
      Auch für den kartonalen Anteil habe ich bei der Von der Tann Maß genommen und auf grauem und schwarzen Tonkarton umgesetzt.

      So wurden die Teile sukzessive montiert:






      und an Deck untergebracht:







    • Ein kleines Schrittchen im Kleinteilefinale der S.M.S. König habe ich noch gemacht, indem ich noch einige Skylights für Bug und Heck gebaut und montiert habe. Nun bin ich auch gemäß Bauanleitung an diesem Punkt angelangt. Für die, die es interessiert, insgesamt bin ich bei Position 243 von 297 angekommen.



      Langsam wirds auf dem Deck voller. Und der Eindruck kommt auch langsam in die Richtung, die ich erreichen will.


      [...]


      Den heutigen Abend habe ich neben dem Verfolgen der olympischen Spiele damit verbracht die gesammelten Skylights in der bereits vorgestellten Manier zu komplettieren.

      Hier einige Eindrücke:







    • Danach folgten diverse Kabeltrommeln. Diese sind im Original nicht vorgesehen, insofern musste ein Blick in die Planmappe Aufschluss gegen, wo und wieviel davon zu bauen sind.





      Wie schon bei den zuvor gebauten Modellen, habe ich die Trommeln mit Garn umwickelt. Zur weiteren Detaillierung habe ich LC-Teile verwendet. Um das übliche Synonym zu verwenden: es sind süddeutsche Lasercuts. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/wink.png]

      Hier in Paradeaufstellung



      und später an Bord.





      Dieser Kleinkram braucht seine Zeit, wertet aber den Gesamteindruck gegenüber der schlichten Grundversion doch etwas auf, finde ich.
    • Auf dem Deck sind zwar Einzeichnungen für die Rollen (Bezeichung habe ich aus meinem vdT Bogen gespickt ) vorhanden, es ist bogenseitig aber nicht vorgesehen solche Teile tatsächlich zu montieren. So musste der schon vielfach bemühte Baden-Bogen wieder herhalten. Acht Stück waren zu bauen.
      Gesagt getan:







      Als Abschluss des Abends habe ich die Kutter zusätzlich mit Riemen und Rettungsringen versehen, ehe ich die Beibootflotte fest auf der König untergebracht habe.

    • Hallöle Freunde,

      gestern und vorgestern waren prima Strandtage mit Sonne satt, heute wieder grau in grau und knackiger Wind. Nutze also die Gelegenheit, den BB weiter zu übertragen.


      Danke an dieser Stelle auch für die gestreckten Daumen! danke1


      [... ]
      Es gibt also einige Neuigkeiten zu zeigen, wenn nicht nicht sonderlich spektakulär.
      Ich habe insgesamt 16 Kohlenwinden gebaut, die ich dem Derfflingerbogen von HMV in der vereinfachten Version entnommen habe. Der eigentliche Bogen sieht sie nicht vor. Die jeweiligen Standorte habe ich dem Plan in der Planmappe entnommen.

      Hier einige Eindrücke:



    • Heute Abend wende ich mich den allseits beliebten Torpedoschutznetzen zu. Da ich die König im Bauzustand 1914 nachempfinde, bleibt mir
      sozusagen nichts anderes übrig. Macht aber nix. Der Bogen selbst gibt nur eine Schablone und als vierfach zu verklebende Streifen als Spieren vor. Der Rest, also die Auflager etc. muss man selber konstruieren.
      Die Spieren habe ich nicht bogengemäß gebaut, sondern als Rundstab aus Karton geformt. 28 Stück sind dazu notwendig.



      Die Auflager befinden sind entlang der seitlichen Panzerung. Ich nehme die vordere und achtere Kante als Maß. Grauen Karton verdoppelt, die Wasserlinie als Schablone genommen, auf den Karton übertragen und dann einmal nach Steuerbord gespiegelt.



      Insgesamt sind 13 Spieren entlang der Auflager zu verteilen, die 14. ist bugwärts zu montieren. Dazu muss dann der Abstand zueinander 3,5 cm betragen. Abgestützt werden die Auflager durch Streben, die alle 2cm angebracht werden.




      Anschließend habe ich zunächst die Auflager montiert.






      Die Spieren werden in die vorher eingeschnittenen Ausschnitte gesetzt, wobei sie Richtung Bug zeigen.

    • Dann habe ich die "Takelage" der Torpedonetzanlage angebracht. Die Zugseile habe ich ähnlich verlegt, wie ich es bei der vdT gemacht habe und wie es auch auf den Bildern, die ich von der König habe, zu erahnen ist.




      Wie oben angedeutet, hat mir die Schnürsenkel-Version gut gefallen, also habe ich mich bei diesem Modell für diese Lösung entschieden. Das Ergebnis finde ich sogar ganz ansprechend.

      Urteilt selbst.



    • Zu den noch fehlenden Teilen gehören die Relingeinfassungen der Decks. Begonnen habe ich zunächst mit dem Artilleriedeck. Da ich auch hier Garnrelings verwende (s.o.) habe ich die einer Platine verbaut und muss nun erstmal neue herstellen.

      Habe mittels meiner Relingplatine weitere 1,5m Reling fabriziert und um das Artilleriedeck, sowie die Bugpartie gebaut. des weiteren kamen
      einige Niedergänge an Bord, die ich mit Hilfe von gpm Standard-LC-Teilen erstellt habe und die Flaggenstöcke an Bug und Heck dazu.
      Eine Platine mit Reling muss noch sein, dann ist dieser Part abgeschlossen.



    • Irgendwann später war es dann soweit - ich habe einen großen Abschnitt fertigstellen können, nämlich das Einfassen der Decks mit der Reling. Die geknickte Kante oberhalb der Kasemattgeschütze war dabei eine kleine Herausforderung immer die korrekten Abstände zu erhalten. Hat aber letztendlich ganz gut hingehauen. Des Weitern habe ich den Stiegen noch die entsprechenden Handläufe verpasst. So ist nun auch dem Arbeitsschutz Rechnung getragen worden ... [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/biggrin.png] Die Montage der Relings erfolgte übrigens komplett mit Kittifix. Perfekt für diesen Zweck, finde ich.

      Hier einige Übersichten:







      und einige Detailaufnahmen:




    • Es ließ sich ja irgendwie nicht weiter aufschieben, die höchst beliebten Masten kamen nun unweigerlich dran.

      Die Anleitung ist, was die genaue Bestückung der Masten und Takelage angeht reichlich kryptisch, insofern müssen Koop&Schmolke
      unterstützen. Die Bildersammlung im Buch "Von der Nassau zur König-Klasse" ist ausreichend aufschlußreich. Die Planmappe hilft mir
      hier übrigens nicht viel weiter, weil sie den Baustand mit dem nach der Skagerrakschlacht eingebauten Pfahlmast samt Takelung zeigt. Ich baue jedoch den Bauzustand 1914, also zu Kriegsbeginn.

      Zunächst kommt das Krähennest dran. Unterhalb sind die Abspannungen des Mastes schon vorbereitet.
      Auf der Spitze des dicken Mastes sitzt der Feuerleitstand. Unterhalb wird die große Hauptrah montiert und die Spreizen in Richtung Bug und
      Heck. Ich verwende wie bei der vdT dünnen Federstahl, der eigentlich für Mobilées gedacht ist. Für die korrekten Längen befinden sich im Bogen immerhin entsprechende Schablonen.



      Und nun ran an den Speck.
      Habe die gestern begonnene Arbeit an den Masten fortgesetzt. Die einzelnen Stengen etc. habe ich entsprechend den Bildern von
      Koop&Schmolke nachempfunden. Der achtere Mast ist ähnlich aufgebaut, wie der vordere, nur das kein Feuerleitstand oben montiert ist und das die Hauptrah etwas schmaler war.

      Die Abspannung habe ich, wie bei der vdT mit etwas dickerem Garn gemacht, damit sie optisch von der Takelage, bzw. den Antennen zu
      unterscheiden ist.
      Hier zunächst ein Rundblick um die S.M.S. König:



    • Zunächst habe ich die gestern montierten und nunmehr durchgetrockneten Mastspitzen nebst Krähennestern schwarz gepönt. Die in den gestrigen Bildern etwas seltsam anmutenden Fäden, die auf den v-förmigen Spreizen zu sehen waren, habe ich entfernt. Die dienten während des Trocknens des Klebers als Halterung, damit die V's nicht umklappen und umgekehrt antrocknen.




      Des weiteren war Tag der Aufstiegshilfen. Znächst wurden die Steigleitern der Geschütze montiert,





    • Heute Abend gabs wieder einige weitere davon (also Details..) Auf einem der Bilder der König bei Koop&Schmolke sind an den Enden
      der Hauptrahe des vorderen Mastes aufgespreizte Elemente (Antennen-Gruppendipol?) zu sehen.

      Habe mir überlegt, wie man die wohl nachbilden könnte und bin wieder an einer Fadenkonstruktion hängen geblieben. Habe mir also eine entsprechende Vorlage gebaut und doppelseitig eingefädelt. Das Ganze muss natürlich deutlich steifer als eine Reling werden, insofern habe ich heute abend zunächst einfach mehrfach Weißleim aufgetragen.








      Morgen wird das schwarze umrahmende Garn noch zusätzlich mit Lack behandelt. Schauen wir mal, ob der Effekt wie beabsichtigt herauskommt. An anderen Linienschiffen dieser Zeit kann man ähnliche Teile übrigens auch sehen, bspw. bei der Helgoland Klasse und der Kaiser -Klasse. Weiß jemand zufällig, um was es sich hierbei handelt?

      Des weiteren wurde der Arbeitsschutzfaktor erhöht, indem ich einige Rettungsringe bayerischer Herkunft an neuralgischen Stellen verteilt
      habe,



      Eine Treppe zum Steuerstand stand noch auf der Liste.



      und einige Positionslampen sind noch in die Masten gekommen.

    • Heute Abend haben die etwas rätselhaften Konstruktionen an den Rahenden ihren Platz auf der König bekommen.
      Zur Behandlung der Garne habe ich den Tipp bekommen sie mit Sekundenkleber zu bestreichen, was die Festigkeit noch erhöhen soll.
      Gesagt - getan, der Erfolg war deutlich!



      Nach gutem Trocknen habe ich die beiden Rahmen mit Kittifix an die Rahen montiert und nach weiterem Trocknen den Rahmen mit revell-Lack schwarz gepönt, damit das Ganze einheitlich und wie aus einem Guß wirkt, wie es auf dem Bild zu sehen ist. Habe mal versucht in etwa den selben Blickwinkel einzunehmen, wie der Fotograf seinerzeit, Proportionen stimmen grob- puuh! [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/wink.png]



      Im Nachhinein bin ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden, nur hätte ein Abschleifen der leichten Grate, die sich durch das Kleber und Lackauftragen nun deutlicher hervorheben noch besser ausgesehen. Aber nun gut, fürs nächste Mal bin ich schlauer.


    • Ich wollte die König noch mit Kompassen, Steuersäulen für die Scheinwerfer und mit Feuermessbasen ausrüsten.
      Die beiden erstgenannten Baugruppen sind im Bogen so nicht vorgesehen, die Messbasen nur unzureichend ausgeführt. Habe mir aus dem gescannten Bogen der vdT entsprechend Anleihen genommen und auf dem bereits mehrfach beschriebenen hellgrauen Karton, den ich für die gesammelten Aufbauten verwende, gedruckt.

      Den Steuersäulen hab ich LC-Handräder verpasst und die Kompasse mit einer blauen "Kompassrose" bestückt.





      Die Kompasse habe ich entsprechend einer Koop&Schmolk'schen Schemaskizze über die Bestückung der Brücke aufgestellt.
      Die Steuersäulen habe ich frei Schnauze untergebracht. Ob und wo sie montiert waren weiß ich nicht, habe auch kein Bild gefunden, aber
      irgendwie werden die Scheinwerfer ja bedient worden sein. So habe ich mich grob an der Aufstellung auf der vdT orientiert.





      Die Messbasen kamen auf die Panzerstände auf der Brücke und auf den achteren Leitstand.

    • Beim "brainstormen", welche Details ich noch ergänzen könnte, viel mir zuerst auf, dass die König noch keine Positionslaternen hat. GEHT JA GAR NICHT! Daher habe ich nochmal bei der vdT geklaut und sie dann etsprechend gebaut und montiert. Die farbigen Elemente habe ich aus entsprechend gefärbtem Tonpapier erstellt.






      Achtern kam der Schraubenschutz hinzu, sowie die Steigeisen in plastischer Form.



    • Die letzten kleinen Trippelschritte werden noch gemacht, ehe nur noch die Takelage übrig bleibt. Die Backspieren hatte ich eigentlich noch
      gestern bauen wollen, kam aber aufgrund eines Überraschungsbesuchs dann doch nicht mehr dazu.
      Also heute. Es gibt unterschiedliche Bilder zu diesem Thema, worauf die König mit und ohne diese Spieren und deren Abspannung nach oben zu sehen ist.
      Meine Vermutung ist, dass sie entweder niedergelegt wurden,wenn "Klar Schiff zum Gefecht" befohlen wurde , oder aber, dass man sie, so wie
      einen Teil der Boote vor drohender Feindberührung von Bord gab. Der Turm A kann zwar noch drehen, aber muss dazu die Rohre auf volle Erhöhung stellen.





      An den Spieren sollen je zwei Verstärkungsringe und die angedeuteten Drehlager das Bild etwas authentischer machen.
    • heute Abend habe ich leider nur wenig geschafft. Ich habe die Ständer der Backspieren überarbeitet, bzw. korrigiert. Habe einen
      freundschaftlichen Rat bekommen, wie sie tatsächlich aussahen und habe die Konstruktion entsprechend angepasst. Dauerte länger, als angenommen, zumal beim ablösen der alten Ständer auf der Steuerbordseite erstmal ein häßlicher Kollateralschaden am Deck entstand [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/angry.png] , der beseitigt werden musste, was aber gottlob ganz gut geklappt hat.

      Habe also nun das Ganze deutlich flacher und mit Abspannungen Richtung und Bug, Heck und Innenbords gebaut. die Befestigungen im Deck habe ich mit grau lackierten Stecknadelköpfen dargestellt. Die Spieren an sich habe ich so belassen.





      Bin so deutlich zufriedener, die alte Version wirkte schon irgendwie Fehl am Platze.

      die letzten Bauteile gem. Anleitung sind nun an der Reihe - die Hauptniedergänge. sobald die fertig sind, fehlt "nur" noch die Takelage.
      Da der Bogen nur eine recht spartanische Lösung anbietet, habe ich meinen Fundus der LC-Teile durchforstet und entsprechend Stiegen und Geländer von gpm, Relings von Hofmann und aus dem LC-Satz der Mellum sogar noch den Gitterrost (Wo habe ich den eigentlich vergessen einzubauen??? [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/confused.png] ) gefunden.
      Habe ein wenig bei der vdT gespickt, wie dort aus dem Ätzsatz das Ganze montiert wurde und habe eine Art Freihandkonstruktion aus den eben aufgeführten Fundstücken gebaut. Einmal für die Hecktreppe, einmal für die Bugtreppe. Dank Kittifix, was sich hier ganz hervorragend eignet, ist das Ganze sogar erstaunlich stabil.

      Hier zunächst die Ergebnisse des heutigen Abends:






      Da die einzelnen LC-Teile natürlich vorsichtshalber andersfarbig waren, habe ich am Schluss mit Revell Nr. 43 nachgepönt. Nun trocknen sie im Schrank und werden morgen, zusammen mit den noch zu bauenden Befestigungskränchen eingebaut.
    • Die zuvor vorbereiteten Hauptniedergänge fanden dann ihren Platz auf der S.M.S. König.
      Während die Position auf dem Achterdeck klar war, habe ich ein wenig die Quellen durchforsten müssen, um den zweiten Platz zu finden. Die
      Anleitung sieht zwar vor beide Niedergänge gegenüberliegend auf dem Achterdeck zu platzieren, eine derartige Anordnung habe ich allerdings auf keinem einzigen Bild der kaiserlichen Flotte von keinem Schiff gefunden. Da explizit zur König nichts zu finden war, hat ein Bild eines Schiffs der Kaiser-Klasse den entscheidenden Hinweis gegeben.

      Zur Befestigung und zum herauf- und herunterlassen des Niedergangs habe ich eine etwas umfangreichere Winde montiert. Der Ätzsatz der vdT hatte nur einen Winkel zu diesem Zweck vorgesehen, was mir aber nicht gefallen hat.



      Hier der vordere Niedergang:






      und Achtern:




      So, das Schiff an sich ist nun fertig, ich habe die Punkte auf meiner Superungsliste, die ich vorher erstellt hatte, abgearbeitet. Es fehlt nun noch die Takelage, die ich anbringen werde, sobald die wonder-wire-Lieferung da ist.

      [...]

      Habe ein Schmankerl noch völlig vergessen zu bauen und zu montieren - die Schiffsglocke! Geht ja gar nicht. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/rolleyes.png]


      Also gebaut und am hinteren Rand des vorderen Schornsteins angebracht. Ob die Position authentisch ist, weiß ich nicht, würde aber Sinn machen, wenn sie dort gewesen wäre, denke ich.




      Sodele, an dieser Stelle erstmal wieder ein Break, da die Wolken aufreißen und es wieder an die frische Luft geht. sommer1


      Viel Spaß und liebe Grüße
      Peter