Großlinienschiff S.M.S. König / JSC / 1:250 - modifiziert [Baubericht-Wiederveröffentlichung]

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      Schönen guten morgen Freunde,

      herzlichen Dank für Eure freundlichen und motivierenden Zuschriften. danke1

      @Günter Plath, @Cux-Holger, @petcarli, @Juergen: der JSC Bogen der S.M.S. König bietet eine sehr gute Ausgangsbasis, die sich nahezu beliebig erweitern lässt. Dank der Möglichkeit zu scannen und neu zu drucken kann man die Formen glücklicherweise auf andere Kartons übertragen und so eine komplette Neukonstruktion umsetzen.
      Schön, dass Ihr bei der reaktivierung des nun mittlerweile sieben Jahre alten Bauberichts folgt und Ihr Spaß am mitverfolgen habt. Mir hat der Bau seinerzeit sehr viel Freude bereitet.

      Weiter gehts nun zum Endspurt.


      Die Takelage:


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      Die Spätschicht hat heute Abend einen Auftrag bekommen, mit dem sie so nicht gerechnet hatte. Kurzfristig wurde das gute alte Großlinienschiff eingeplant.
      Unter Murren ging es an die Takelage des vorderen Mastes. Die ersehnte Lieferung besten Takelgarns ist angekommen. leider nicht das
      wonder-wire. Von Cris habe ich schon länger nix mehr gehört, hoffe er ist wohlauf.

      Stattdessen habe ich einem Tipp folgend dünnste Anglerschnur gekauft. Wer will kann sich hier was davon bestellen. KLICK
      Vorweg genommen: unglaublich dünn, reißfest, gut zu bearbeiten, in 28521 Farben erhältlich und mit 2,20€ extrem günstig.

      Hier das Ergebnis der Spätschicht, der Schichtleiter hat dafür sogar mal ein Bier ausgegeben. Im Ernst, mit diesem Garn, ergänzt durch den ein- oder anderen Isolator macht das Ganze im Gegensatz zur Takelage der vdT schon ein ganz anderen Eindruck.
      Auch wenn die dort schon nicht ganz verkehrt geraten ist.





      Zunächst einmal wurde die Masten für sich getakelt, wobei die Bilder der bereits erwähnten Literatur und auch die Planmappe einen sehr guten Ansatz boten, um zumindest die Charakteristik so nachzuempfinden, das das Modell authentisch wird.
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      [...]
      zwischen mit dem Sohnemann die Legogeschenke aufbauen, schlemmen vorbereiten und schlemmen, einen Hexenschuss verdauen (woher der kam weiß der Teufel - es geht aber schon wieder [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/rolleyes.png] ) habe ich an der Takelage des achteren Mastes ein wenig weitergetüftelt.
      Auch hier ist die Bildgrundlage recht spärlich, bzw. die vorhandenen Bilder blenden gerade die interessanten Teile aus. Aber gut, die
      Takelage anderer Linienschiffe, etwas Phantasie und der Blick in die Planmappe (auch wenn es Bauzustand 1918 ist) gaben schließlich die
      Richtung an.

      Jedoch habe ich die Abspannungsseile des achteren Mastes zunächst nochmal gelöst und enger um den Mastfuß herum befestigt. Wie sollen die Kräne denn sonst an die achteren Boote kommen? Die erste Abspannung war nur der Tatsache geschuldet, dass die Relings gute Befestigungspunkte abgaben. Nun entspricht es den Bildern und Plänen.

      Da neulich die Frage nach der Montagetechnik aufkam, habe ich die Montage ein wenig mit Bildern begleitet, soweit, wie ich bis jetzt
      gekommen bin. Die paar Strippen bedeuteten übrigens etwa fünf Stunden gefriemel. Das Trocknen an den Fixpunkten ist das a und o.

      Zunächst habe ich für die Funkanlage mittels einer Art Richtbank den Doppel-Dipol gebaut.



      Als Nächstes folgte die Halterung für die Fahrteichtungsanzeiger. Hierzu habe ich dünnen Messingdraht verwendet, den ich später schwarz gepönt habe.



      Und anschließend wurde "gestrippt" [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/biggrin.png]
      Wie schon gesagt, ich versuch immer Ringschlüsse hinzubringen, oder aber, so wie auf den Bildern zu sehen, gehe ich Schritt für Schritt vor, knüpfe Fixpunkte ein und zurre das Ganze ganz einfach über das Pinzettengewicht. Die Leinen zwischen den Masten werden ebenso gespannt, auch der Doppeldipol.






      Was nun noch fehlt, sind die Fahrteichtungsanzeiger, das Flaggenseil, das zur Zeit noch lose herumhängt und ein Sack voll Isolatoren. Ich
      denke, morgen wird die Takelage dann vollständig sein. So siehts bis dahin aus:



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      [...] die heiße Enspurtphase ist nun da, einige wenige Handgriffe noch, dann wird sie in Dienst gestellt. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png] [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png] Aber noch ist es nicht ganz soweit...

      Habe heute am achteren Mast noch die Fahrtrichtungsanzeiger montiert,



      etliche Isolatoren angebracht und das Kreuz am achteren Mast befestigt.






      Vorne kamen noch die beiden Fahrtanzeiger dazu.

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      So, der letzte Handgriff ist erledigt, dass Hissen der
      Reichskriegsflagge und des Geschwaderwimpels. Die Aufgabe des
      Geschwaderflaggschiffs des III. Geschwaders übernahm die S.M.S. König im August 1914 von der S.M.S. Prinzregent Luitpold.

      Damit ist die S.M.S. König nun fertig und wird Indienst gestellt!


      Der Bogen war ein relativ schlichter, aber sehr solide und passgenau gearbeiteter Bogen, den ich mit Anleihen aus Bögen in meinem Fundus versucht habe in der Detaillierung auf HMV Niveau zu heben. Mit Masse kamen die Anleihen von der S.M.S Derfflinger under S.M.S. Baden von HMV. Aus den insgesamt 1233 Teilen des Originalbogens wurden nun etwa 3300 Teile (wenn ich richtig mitkalkuliert habe). Die Netto-Bauzeit betrug ungefähr 450 - 500 Stunden in 19 Bauwochen.
      Ziemlich lange Pausephasen haben zu einer Bruttobauzeit von 10,5 Monaten geführt.

      Auf der Superungsliste standen die Decksstruktur, die schwere Artillerie, sämtliche Beiboote und etliches mehr, was aber so nicht ins
      Auge fällt. Um ein homogenes Gesamtergebnis zu erzielen, habe ich das Modell und die externen Baugruppen komplett auf entsprechend dunkel- und mittelgrauen Karton übertragen, um nicht ein Sammelsurium verschiedener Qualitätsstandards, Färbungen und Kartonstrukturen zu haben.
      Diese Arbeitsweise war mich Neuland, hat aber für meine Begriffe sehr gut funktioniert und führte zu einem stimmigen Modell, dass es so nicht gibt.
      Nächstes Jahr wird die König wohl von gpm erscheinen, bin sehr gespannt in welcher Detaillierung sie dort zu bauen ist.

      Das Projekt nach der Polarstern wird die S.M.S. Blücher von Hans-Jürgen Krüger sein, die ich auf dieselbe Weise zu bauen gedenke.

      Ich bedanke mich bei Euch für Eure Teilhabe an diesem Projekt, für Kritik, Hilfestellungen, Tipps und auch für manch aufmunterndes oder
      lobendes Wort. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]
      Nun noch eine Reihe von Bildern mit dem abschließenden Gesamteindruck:
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      und aus der Nähe:










      und an ihrem (damaligen) Liegeplatz in meinem Arbeitszimmer:





      Damit ist die Überführung dieses Bauberichts abgeschlossen. Die S.M.S. König liegt mittlerweile trocken und warm unter einer Vitrinenhaube in trauter Gesellschaft der S.M.S. Von der Tann, der FS Polarstern und der Hafenanlage - auch die noch unfertige S.M.S. Baden liegt gleich nebenan.


      Ganz herzlichen Dank nochmal für Euer Interesse, auch wenn dieser Bericht schon längst Geschichte ist. danke1


      Bis dann und liebe Grüße
      Peter
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      Hallo Peter,

      dankef ür die Wiederbelebung des Bauberichts daumen1 - wird mir dereinst eine große Hilfe sein, wenn ich auch den alten Eisenkrieger mehr aus dem Bogen heraus zu bauen gedenke....

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2