Leichtbaujäger Folland Gnat / WHV / 1:50

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    • Leichtbaujäger Folland Gnat / WHV / 1:50

      Hallo Klebegemeinde,

      als Modell mit der Bau-Nr. 177 habe ich im Zeitraum von 15. – 24.07.2019 die Folland „Gnat“ zusammengeklebt – auch eine Maschine aus der Einfach-Serie früher Jets der 50er Jahre von WHV. Verbaut habe ich dabei 93 Teile, davon 28 nicht vom Bogen.

      Auch hier kann man das, was ich bei der „Swift“ und der „Javelin“ über die Vereinfachungen schrieb, voll übernehmen:

      - Nicht vorhanden ist die Cockpit-Inneneinrichtung – ist aber bei einer Kartonkabinenhaube, wie man sie damals eben konstruierte, aber auch nicht unbedingt nötig gewesen.

      - Natürlich fehlen wieder die Fahrwerksschächte – kennt man ja auch von vielen WHV-Fliegern (was mich auch nicht so stört, denn meine Flieger liegen normalerweise nicht auf dem Rücken.... grins 2

      - Was das Fahrgestell betrifft, hat der Konstrukteur hier die Vereinfachung nicht ganz so weit getrieben wie bei den oben genannten beiden anderen Vögeln: Auch hier sind zwar keine Fahrwerksbeine für das Hauptfahrwerk dabei, aber wenigstens so was wie Fahrwerksklappen, an die die Räder angeklebt werden sollen. Und für das Bugfahrwerk gibt es so was wie ein stilisiertes Fahrgestell.

      Ich habe hier natürlich für das Hauptfahrwerk wieder meine „Beine“ selbst gestrickt und silbern lackiert – das sieht in jedem Fall besser aus, als wenn die Räder direkt an den Klappen kleben und ist außerdem deutlich stabiler als die vom Konstrukteur vorgesehene Lösung.

      Für das Bugfahrwerk habe ich das stilisierte „Trumm“ verworfen und auch da eine eigene Lösung erstellt.

      Bei der Kabine habe ich mich wieder mit Schwärzen der weißen Fläche unter der selbst gezogenen Cockpithaube beholfen – das sieht aus normalem Abstand eigentlich recht passabel aus.

      Auch hier hätten dem Rumpf ein paar Rumpfringe mehr gut getan – die Formgebung wäre dann wesentlich gefälliger ausgefallen.

      Schaut Euch die Welt an, so lange es noch geht, denn wenn wir reich sterben, dann fahren die Erben.....
      (Ausspruch einer Dame auf der MS Albatros bei unserer Afrikafahrt) grins 2
    • Ein Problem bei diesem Modell scheint jedoch der Maßstab zu sein – ist das Modell doch um ca. 1 cm zu kurz und dieser eine Zentimeter fehlt auch bei der Spannweite. Ärgerlich ist, dass man das erst feststellen kann, wenn der ganzes Schmonzes zusammengeklebt ist. Den Originalbogen im Offset-Druck kenne ich nicht, mir lag nur der Nachdruck vor. Und hier, so meine ich, hat man von Seiten des Verlages ein wenig gemogelt: Die in der Bauanleitung erwähnten Skizzen sind nämlich nirgends zu finden (bei WHV ja oft auf dem Bogen), dafür sind 2 Modelle der „Gnat“ aufgedruckt und beim Druck hat man wohl auch ein Gerät benutzt, das den Rand nicht mitbedrucken kann und deshalb, so vermute ich, einfach das Ganze kleiner gemacht, bis es auf den Bogen gepasst hat. Böse1

      Jetzt hätte ich natürlich das zweite Modell vom Bogen scannen und etwas vergrößern können, aber dazu hatte ich keine Lust mehr, denn zweimal Bastelzeit für so was verschwenden, wollte ich dann doch nicht.

      Ein Problem ist auch die Art des verwendeten Drucks: Was ich bisher noch bei keinem meiner WHV-Modelle beobachtet hatte, geschah hier – der Kleber löste die Farbe des Drucks an und es gab dann wenig schöne blaue Flecken….

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      (Ausspruch einer Dame auf der MS Albatros bei unserer Afrikafahrt) grins 2
    • Zum Original einige Informationen (Quelle „Aircraft Enzyklopadie der Luftfahrt“ Bd. 101) – und ich brauche jetzt hierzu auch keine Ergänzungen / Belehrungen / oder sonst was……

      Die Folland „Gnat“ entstand, weil der Konstrukteur von Folland – interessanterweise derjenige, der zuvor für English Electric die monströse „Lightning“ konstruiert hatte – den seit dem Anfang der 50er Jahre zu beobachtenden Trend zu immer größeren Jagdflugzeugen durchbrechen und der RAF ein kleines, weniges und kostengünstiges Flugzeug anbieten wollte. Beschaffungsämter scheinen nämlich grundsätzlich nach dem Prinzip „Groß ist schön“ einzukaufen – siehe u.a. auch in späteren Jahrzehnten gewaltige F-15 „Eagle“ (die Kosten dafür waren ebenfalls gewaltig).

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    • So schuf Folland damals nach eingehenden Versuchen mit der kleineren „Midge“ die nicht viel größere „Gnat“, deren Jungfernflug 1955 erfolgte. Die RAF bestellte 6 dieser Maschinen zur eingehenden Erprobung des Leichtbaujägerkonzepts, war jedoch trotz herausragender Flugleistungen nicht davon überzeugt und wählte als Nachfolger für „Venom“ und „Swift“ die doppelt so schwere und teure Hawker „Hunter“, die allerdings u.a. auch über eine deutlich größere Waffenkapazität und Reichweite verfügte.

      Die Testpiloten waren jedoch von der „Gnat“ beeindruckt und verwiesen auf ihr Potential als Fortgeschrittenen-Trainer. Folland reagierte darauf, entwickelte eine zweisitzige „Gnat“ und diese wurde dann von der RAF als Schulflugzeug eingeführt. Das Ganze erinnert ein wenig an die „Top Gun“-Schulungen in den USA, wo die kleine „Skyhawk“ dann die wendigen MiGs simulierte…

      Bei der RAF wurde die „Gnat“ als Schulflugzeug dann auch erst 1978 durch die BAe „Hawk“ abgelöst, war jedoch bei der berühmten Kunstflugstaffel, den „Red Arrows“, noch einige Zeit im Einsatz.

      Als Einsatzmaschine war die „Gnat“ im Ausland erfolgreicher: So flog sie in Finnland bei zwei Jagdstaffeln bis 1972, wo sie sich auch unter den extremen klimatischen Bedingungen in Nordfinnland als nahezu unverwüstlich erwies. Jugoslawien kaufte 2 Maschinen und setzte sie für Schulungszwecke ein.

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    • Wichtigster ausländischer „Gnat“-Betreiber jedoch war Indien, das Ende der 50er Jahre 25 Maschinen kaufte, dazu noch weiter 20 Bausätze zur Montage im eigenen Land. Die Erprobung verlief so erfolgreich, dass Hindustan Aeronautics Ltd. (HAL) dann eine Fertigungslizenz erwarb und von 1962 bis 1974 insgesamt 213 „Gnat“ unter der Bezeichnung „Ajeet“ baute.

      Im ersten Konflikt mit Pakistan erwiesen sich dann die indischen „Gnats“ als gefährliche Gegner der pakistanischen F-86 „Sabres“ – sechs bestätigte F-86-Abschüsse 1965 brachten der „Gnat“ den Spitznamen „Sabre-Slayer“ ein. Im zweiten Konflikt 1971 konnten die nur mit 2 Bordkanonen bestückten „Gnats / Ajeets“ wieder eine Reihe von Luftsiegen erringen. Nach diversen Modernisierungen wurden diese Maschinen in Indien erst in den 90er Jahren ausgemustert (soweit die Informationen aus Bd. 101 der „Aircraft Enzyklopadie der Luftfahrt“).

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    • Hier die „Gnat“ im Vergleich zur Supermarine „Swift“ – auch wenn man eine Maßstabsungenauigkeit mit einrechnen muss, sieht man doch recht deutlich, wie sehr sich die „Stechmücke“ (so die Übersetzung von „Gnat“) größenmäßig von der „Swift“ unterscheidet.

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    • Und noch mehr fällt sie natürlich größenmäßig im Vergleich zur Gloster „Javelin“ ab, wie man hier deutlich erkennen kann. Im direkten Zweikampf aber hätte sie wohl die Piloten der beiden Großen schwindelig geflogen… grins 2

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    • Das Action-Foto zum Abschluss (wie üblich selbst montiert, und falls hier Unklarheiten aufkommen sollten – es handelt sich um das Kartonmodell).... zwinker2

      Die „Gnat“ führt hier einen Testflug über den Wolken durch….


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      (Ausspruch einer Dame auf der MS Albatros bei unserer Afrikafahrt) grins 2
    • Und nochmals in Schwarz-Weiß – passend zu den 50ern…



      So, jetzt habt Ihr es überstanden - das war's von den Einfachmodellen aus den 50ern; wenn demnächst wieder was Fliegendes kommen sollte, ist es optisch auch ein wenig anspruchsvoller (hoffe ich wenigistens...).

      Servus
      hvt
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    • Moin Karl-Heinz,
      ich habe diesen Bogen noch als Uralt LI-Druck. Falls Du Lusthast, kannst Du mir ja die Maße der betreffenden Teile mitteilen und ich messe nach. Du musst einen Digitaldruck haben, da diese die Farbauflösungen haben. Daswar für mich der Grund, diese Sorte von Bögen nicht mehr zu verarbeiten. Am besten Offset oder Tintenstrahl, aber kein Laserdruck!
      Gruß aus Flensburg
      Jochen
    • @Flens

      Hallo Jochen, danke für das Angebot! Hast Du die Gnat schon verbaut? Ansonsten wird es schwierig, denn ich kann nur Länge über alles und Spannweite vom fertigen Modell abnehmen - den Bogenteil mit der zweiten Maschine habe ich entsorgt....


      @Gerd
      @Classic
      @N8 FALKE
      Vielen Dank für Eure Likes! freu 2 danke1

      Servus
      hvt
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    • @Ingo
      @Adam G
      Vielen Dank für Eure vielen Daumen! freu 2 danke1

      @Flens

      Hallo Jochen,
      wem willst Du den diese Sammlung ungebauter Bögen einst vererben? grins 2
      Ich habe inzwischen den Kauf neuer Bögen eingestellt (wohl ein paar Jahre zu spät denk1 ), weil da vermutlich mindestens die Hälfte bis 2/3 der bisher angesammelten Bögen im Altpapier landen werden - es sein denn, einer meiner Ahnen hieß Methusalem.... grins 2

      Servus
      hvt
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      (Ausspruch einer Dame auf der MS Albatros bei unserer Afrikafahrt) grins 2