Fokker Dr. 1 im Maßstab 1:33 von Modelik

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Fokker Dr. 1 im Maßstab 1:33 von Modelik

      Der Baubericht von @Gerd über den schwarzen Orlik-Dreidecker hat es mir derart angetan, daß ich mir das Teil auch besorgen mußte. Dann dachte ich mir, daß der ganz klassische "Rote Baron", in farblicher Hinsicht, sehr gut direkt neben dem schwarzen Flieger ausgestellt werden kann. Da ich aber verschiedene Wege zum Ziel gehen wollte, habe ich mir den Roten nicht von Orlik, sondern als Modelik-Bogen bestellt. Nun ist es so, daß ich auf dem Gebiet der Luftfahrt im Maßstab 1:33 totaler Anfänger bin. Obendrein ist der Modelik-Flieger das viel einfachere Modell. Also kommt er jetzt zuerst unters Messer, auch wenn es mir eigentlich nur um die schwarze Maschine geht. Spannend finde ich an den Flugzeugen aus der Zeit des ersten Weltkrieges, daß sie allesamt im Grunde "offene Cabrios sind". Ich muß also keine Scheiben basteln und alles Interessante liegt offen und ist gut einsehbar. Den roten Baron an sich finde ich gar nicht mehr so spannend, ich hatte mal ein Computerspiel, in dem ich mit dem Flugzeug den Himmel "aufräumen" konnte. Das habe ich bis zur absoluten Übersättigung auch getan flieger 1 MG1

      Das Modell an sich hat @Spitfire schon mal hier im Forum gezeigt. Der Bogen ist sehr einfach gestrickt, es gibt nur zwei Seiten mit Teilen und einige Fragmente sind noch auf dem lasergedruckten Umschlag drauf. Ich habe mir noch den LC-Satz zum Modell geleistet und wenn man einen bestimmten Bestellweg wählt, bekommt man noch eine von der Firma Wojcik übersetzte deutsche Textanleitung dazu klasse1





      Ich rechne beim Bau mit großen Herausforderungen, da im Bogen nahezu kein Cockpit vorgesehen ist. Cockpits sind aber im Rennwagenbereich mit meine größte Leidenschaft und ich möchte auch hier eins umsetzen. Da muß also ein hohes Maß an Scratchbauweise ran. Davor gruselt mir noch ein Wenig. Die erste Recherche hat mich auch gleich mal leicht verwirrt. Wenn ich nach "Fokker Dr. 1 Cockpit" google, bekomme ich verschiedenste Versionen angezeigt kratz1 Ich werde mich daher versuchen, an diesem Baubericht aus dem polnischen Konradus-Forum zu orientieren. Da wurde alles gesupert, was irgendwie möglich ist:

      konradus.com/forum/read.php?f=1&i=320938&t=320911&page=1


      So gut werde ich es wahrscheinlich nicht hinbekommen. Ich hoffe aber, daß ich am Ende ein einigermaßen ansehliches Cockpit hinkriege. Über jede Menge schlaue Ratschläge zur Umsetzung würde ich mich sehr freuen.


      Jetzt baue ich aber erstmal drei Viertel des Rumpfes.
    • @Gerd: Bei den Teilen eins bis drei gebe ich dir Recht, die sind gut konstruiert. Ab Nummer vier geht es mit dem Grübeln los. Für die obere Rumpfabdeckung gibt es nur ein großes, durchgehendes Teil, obwohl da ja noch ein Loch fürs Cockpit hingehört. Das muß ich jetzt wohl in Eigenregie anpassen, unter Berücksichtigung der oberen Rumpfkrümmung, wohlgemerkt regen1 Mal sehen...


      Jetzt muß ich mir aber erstmal Gedanken über meine Cockpit-Eigenkonstruktion machen, das wird auch lustig schwitz1
    • @Curmudgeon: Ich habe mich an diversen Google-Bildersuchen und den Schablonen in meinem Orlik-Modell orientiert. Ich werde hier kein hundertprozentiges, naturalistisches Cockpit zimmern können. Allerdings habe ich versucht, den Steuerknüppel und die Pedale aus mit Zigarettenpapier umwickeltem Draht, Kleber, Farbe und Lack zu basteln.



      An sich ist das Ergebnis auch gar nicht so übel, allerdings ist das gesamte Kunstwerk zu klein (niedrig) geraten. Den zugehörigen Spant habe ich modifiziert, weil ich Armaturenbretter nur bei aktuellen Nachbauten der Maschine gesehen habe. Ich kann als Ausgleich jetzt nur noch auf der anderen Seite den Sitz minimal nach unten verschieben, aber der Steuerknüppel wird deutlich zu tief liegen. Morgen überlege ich dann mal, was ich noch an Details ins Cockpit reinpacken kann. Das holzfarbene Dreieck, das eigentlich von innen sichtbar sein sollte, werde ich jedenfalls nicht reinbekommen. Ich hätte vielleicht doch auch die rote Maschine von Orlik ordern sollen. Schlauer ist man hinterher denk1
      In der Anleitung stand noch, daß man im Cockpitbereich die Innenwände grau anmalen soll. Um durchscheinenden Farbirritationen vorzubeugen, habe ich einfach das ganze Flugzeug von innen gegraut.
    • @Chris A.: Das ist ja schön, daß mir noch ein Flugzeugsachkundiger über die Schulter schaut ja 2 Heißt "etwas größer" und "aus Holz" etwa, daß man da einen funktionierenden Sternmotor reinpflanzen und losfliegen kann? ausguck1 Das wäre doch mal ein ziemlich krasser RC-Flieger...


      Beim Papierflieger (Ich finde den Begriff irgendwie abwertend in Bezug auf das, was ich hier bastle kratz1 ) ging es nun erstmal mit langweiligem Rumgoogeln weiter. Ich bin dann auf der Suche nach Cockpitinstrumenten irgendwann auf diese Seite hier gestoßen pc2

      retroplane.net/instruments/instrument.htm


      Es folgte einiges Rumprobieren. Schließlich habe ich eine Grafik mit diversen Cockpitinstrumenten negativiert, in eine Word-Datei gepackt und mal so ungefähr nach Augenmaß verkleinert. Daraus habe ich mir dann Instrumente für meinen Dreidecker gezimmert.





      Originalgetreu ist das nicht wirklich. In der Dr. 1 sind, glaube ich, ein ziemlich simpler Kompaß und noch zwei Instrumente, die ich nicht kenne, drin. Ich habe jetzt zwei Instrumente verbaut, die 1917 mit Sicherheit nicht existiert haben. Ich strebe hier eher die grobe, aber ansehliche, Interpretation eines Dr. 1-Cockpits an. Mir gefällt's jedenfalls bisher, auch wenn ich noch nicht so ganz weiß, wie ich den Kasten demnächst oben verschließen soll kratz1
    • Ja schau mal an, der Daniel geht unter die Fliegerbauer! flieger 1
      Du hast Dir da einen absoluten Klassiker ausgesucht, den ich auch noch bei mir liegen habe. Ich weiß nicht, wie viele ich von diesem überproportional bekannten fliegerischen Klettermaxe früher von WHV und Schreiber gebaut habe.
      Ich mache es mir jedenfalls genüsslich popcornmümmelnd in der ersten Reihe bequem und werde Dir beim Bau aufmerksam zugucken.

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke

      25.08.2019 Fertig: Messerschmitt Kabinenroller, Ichiyama, skaliert auf 1:24

      In Vorbereitung: Das exakte, extreme Gegenteil!
    • Vielen Dank für eure Likes und Komplimente freu 2

      @Alfred und @Martin: Das ist doch im Grunde nur ein Rennwagen mit Flügeln auto2 flieger 1 ...und Bordkanone MG1

      Als Nächstes habe ich mich um den Sitz gekümmert. Er stammt so in der Form aus dem Bogen. Die Gurte sind Eigenkreationen. Ich glaube, beim Maßstab 1:33 ist meine Grenze in Sachen Detaillierung erreicht. Viel kleiner kann ich Draht leider nicht biegen kratz1
      Das große Abdeckungsteil muß schließlich korrekt zerschnitten werden. Im Bogen gibt es dazu keine Hilfestellungen. Also habe ich das Teil am Rumpf angepaßt und dann die Cockpitumrandung als Schablone genommen. Die vordere Kante ist auf diese Weise schon mal ganz gut geraten. Dann wurde das Cockpit installiert. Den Steuerknüppel habe ich daraufhin nochmal etwas nach hinten versetzt. Jetzt wirkt es einigermaßen "gewollt".



      Ich schaue jetzt mal, ob ich irgendwo Holztexturen rumfliegen habe. Leider bekomme ich keine Baumarktprospekte brüll1
    • Hallo Daniel,

      Das wird wieder ein Hingucker.. ja 2

      Schau mal im Netz unter kostenlose Texturen. Da hole ich mir meine Holztexturen auch. Komme leider zur Zeit nicht an meinen PC sonst könnte ich Dir einen Link einstellen.

      LG Ralf
      Wenn ich mich in meinem Bürostuhl zurück lehne, klappen mir die Augen zu.. Bin ich eine Puppe? kratz1
    • danke1 , Ralf, Stephan, Curmudgeon und Dieter für eure Daumen!

      @N8 FALKE: Ich habe mich letztendlich für Packpapier entschieden. Das gibt auch eine ganz gute Sperrholzattrappe ab.

      Ins Cockpit habe ich noch das dreieckige Sperrholzteil und ein Rohrgestell aus Draht mit Zigarettenpapier eingebaut. Bevor ich den Rumpf oben schließen konnte, mußte ich noch einen zusätzlichen Spant einziehen. Das sah mir einfach zu wackelig aus. Den Deckel mußte ich hinten genauso anpassen, wie zuvor den Vorderen. Das Verschließen an Sich war kein Spaß, die Abdeckung muß auch nochmal angepaßt und zugeschnitten werden. Ich habe es aber schließlich irgendwie bewältigt frech 2



      Ins Cockpit habe ich schließlich noch ein letztes Instrument eingebaut und dann die schwarze Umrandung angebracht. Ab jetzt baue ich nur noch streng nach Plan zwinker2

    • Hallo Daniel,

      ein Flieger - und noch dazu der rote Dreidecker - da muss der Nibelung als langjähriger Fliegerbegeisterter (neudeutsch wohl "Fan" genannt grins 2 ) in jedem Fall mit dabei sein!

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • danke1 erstmal, an alle Daumendalasser klasse1

      @Hagen von Tronje: Deine Flieger sind ja eher ein paar Jahrzehnte später unterwegs. Ich habe momentan an der frühen Entwicklungsphase der Luftfahrt einen Narren gefressen. Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten sind mir dann aber doch etwas zu heftig, um sie zu kartonisieren. Von daher müssen jetzt diverse Weltkrieg-Eins-Flieger ran. Da gibt es ein paar ziemlich ulkige Konstruktionen. Man war sich ja zu der Zeit scheinbar noch nichtmal sicher, ob der Propeller vorne oder hinten hingehört kratz1


      Gerd wrote:

      da hast du den Rumpf aber sauber hinbekommen.
      ...und kaum hast du das geschrieben, habe ich fachmännisch die Flügel demoliert stirn1 brüll1 Aber mit dem Rumpf hast du absolut Recht, damit bin ich ziemlich zufrieden, auch wenn das am Ende nicht so wirklich spaßig war.


      So, da war ja was mit den Flügeln. Ich will nicht meckern, aber hier geht es nicht anders: Das ist echt ein lausiger Modellbaubogen. Es gibt überhaupt keinen Spantenplan. Ich mußte mir alles irgendwie zurechtpuzzlen und dann gibt es auch noch zu viele Spanten. Egal, wie man es dreht, man hat am Ende irgendwas übrig. Ich habe mich schließlich für diese Variante hier entschieden:



      Den riesigen Bock, den ich mir geleistet habe, sieht der fachkundige Betrachter ebenfalls schon in obigem Foto. Ich habe mich in völlig idiotischer Weise dazu hinreißen lassen, in der Mitte aller Flügelelemente eine Knicklinie durchzuziehen stirn1 stirn1 stirn1 Die kann ich zwar beim Zusammenfügen wieder etwas rausretuschieren, aber ein perfektes Ergebnis kann ich mir so abschminken. Dann habe ich das obere Element fertiggestellt:





      Von oben ist es gerade noch tolerabel. Die eigentlich runde Kante ist eine mittelschwere Katastrophe und von unten drücken sich die Spanten durch, da ich sie an der Unterseite fixiert habe kotz1
      Das ist zwar nur ein Genre-Übungsflieger, aber letztendlich ärgert mich jedes versaute Modell. Ich bitte euch daher um ein paar Ratschläge, ob/wie/wo man in so einem Flügel die Spanten anklebt les 2 kratz1
      Ich werde den Flieger aber auf jeden Fall fertigbauen. Die ganze Sch..., die ich hier fabriziere, werde ich bei der schwarzen Dr. 1 dann schon mal besser machen ausguck1
    • dranduleta wrote:

      Deine Flieger sind ja eher ein paar Jahrzehnte später unterwegs.
      Was den Kartonmodellbau betrifft, ist das richtig (wenn auch einige Bögen der alten Drahtkisten im Stapel liegen) - aber in 1:48 Plastik habe ich eine ganze Reihe der damaligen Frontmaschinen aus dem WW I auf dem Regal stehen....

      Die Vorgänger sind zwar recht nett und oft auch ulkig, sind mir aber dann in der Summe doch zu "versponnen" im doppelten Wortsinne.... grins 2
      Eine Ausnahme: Den Wright Flyer habe ich in Plastik auch mal gebaut....

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • dranduleta wrote:

      @Chris A.: Das ist ja schön, daß mir noch ein Flugzeugsachkundiger über die Schulter schaut ja 2 Heißt "etwas größer" und "aus Holz" etwa, daß man da einen funktionierenden Sternmotor reinpflanzen und losfliegen kann? ausguck1 Das wäre doch mal ein ziemlich krasser RC-Flieger...
      Das könnte man wohl tun wenn man denn noch Verbrenner fliegen würde. Auch als Umlaufmotor. Ich flieg aber nur noch elektrisch seit 1996 grins 2
      Etwas größer heisst 1,80 Spannweite.
      Aber jetzt guck ich Dir erstmal weiter zu daumen1
      Grüße aus Dietzenbach

      Nächster Stammtisch im Rhein Main Gebiet am Freitag, 11.10.2019 ab 19:00 (zum Thread gehts hier lang ;))
      Verkümmerte Werke - Bauberichte und Fertiges
    • New

      @Chris A.: Es gibt dann jetzt wieder was zum Gucken happy1

      Ich führe hiermit wieder mal einen nervlich bedingten Modellwechsel durch schwitz1 Und sooo schlecht sieht der Flieger ja auch gar nicht aus grins 1 Ich werde jetzt wohl immer mehrere teilaktive Baustellen gleichzeitig rumliegen haben. So fixiere ich mich nicht so sehr auf die Umsetzungsprobleme bei einem einzigen Modell. Im Großen und Ganzen ist das etwas entspannter. Und abwechslungsreicher natürlich auch...

      Zunächst habe ich mal die Motorabdeckung gebaut. Das war mit den doch sehr originell gestalteten Klebelaschen gar nicht so einfach. Danach ging es an den Motor. Ich habe für die Zylinder insgesamt 144 Teile gezählt. Das erfordert schon etwas Durchhaltevermögen. Ich möchte nicht wissen, wie lustig sowas ohne LC-Teile ist regen1 Bemalt habe ich den Lasercut mit silberner Acrylfarbe aus einer der drei gängigen Drogeriemarktketten. Man sollte Farben allerdings möglichst woanders kaufen, das könnte sich positiv auf die Qualität auswirken...



    • New

      danke1 , Martin, Dieter und Stephan für eure ja 2

      Wie das mit dem Verstehen immer so ist stirn1 Wenn man dann mal was gerafft hat, ist es oft schon zu spät... Ich habe jetzt zum Beispiel verstanden, warum der Kollege bei Konradus so einen dicken Motoranker eingebaut hat: Die ganze Motor/Propellersektion ist im Rumpf und auch nur dort verankert. Da der bei mir schon hermetisch verschlossen ist, muß also mal wieder eine MacGyveristische Improvisation ran grins 1 Na gut, so toll war es dann auch wieder nicht zwinker2 Ich habe in das untere Loch der Motorabdeckung ein kleines Distanzstückchen eingearbeitet, wo ich dann den Motor drangeklebt habe. Jetzt stimmt sowohl die Gesamtproportion als auch die Stabilität. Der Motor hängt allerdings verdammt weit vorne. Andererseits würde alles andere in der Endansicht schlechter aussehen.
      Damit der Propeller mehr Aufklebefläche hat, habe ich in die einzelnen Rotorblätter kurze Zahnstocherspitzen integriert. Allerdings muß sich mein Propeller gegen den Uhrzeigersinn drehen, um die Luft nach hinten zu schieben. Wahrscheinlich heißt das, daß ich ihn falschrum konstruiert habe kratz1 Ist am Ende aber auch egal, weil sowieso alles festgeklebt ist.
      Nebenbei vergleiche man nochmal die silberne Farbe der Nagelspitze mit derjenigen aus der Acryltube grr