HMC Kestrel (alias Alert) 1:96 Shipyard

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    • HMC Kestrel (alias Alert) 1:96 Shipyard

      Hallo zusammen,
      der Baubericht beginnt mit einem Geständnis: Mein laufendes Projekt (HMS Bellona) ist doch noch nicht fertig! Man weiß doch, wie das endet! Nachher liegen da zwei Schiffe halbfertig auf Halde...und jedes Mal, wenn man dran vorbeikommt, kommt der Gedanke: "Ach ja, könntest Du mal weiter machen..." engel1
      Und doch...schließlich wollte ich ja meinem Alias möglichst schnell gerecht werden und habe daher vor ein paar Wochen die HMS Alert bei Slawomir Wojcik bestellt, die auch prompt kam, mit allem Zipp und Zapp, bedeutet: Segelsatz, Lasercut, Masten. Wobei es hier eher Mast heißen müsste, der Kutter bescheidet sich ja hier doch sehr.
      Der Gedanke war, zum Ausgleich für die vielen kleinen Kanonen, Tische, Stühle, Details, die jetzt bei der Bellona auf mich warten, nebenher ein kleines Projekt zu starten, so wie Lust und Laune es zulassen, und das man dann auch ohne Probleme mal mit ins Ferienhaus nehmen kann. (Wie sagt mein Sohn doch so schön: "Die Bellona ist ja schon irgendwie fett...")
      Nun ist die Alert hier schon mehrfach in großartiger Weise aufs Schneidbrett gelegt und tatsächlich fertig geworden klasse1 , so dass die Frage sich stellt, warum dann noch ein Baubericht. Die Frage ist berechtigt...und damit wäre der Baubericht hier eigentlich auch schon zu Ende,...wenn ich es nicht in meiner Vorstellung versprochen hätte mafia1 ,
      und es mir nicht so furchtbar in den Fingern gejuckt hätte, den kleinen "King´s Cutter" von Madoc Griffiths und Nat Drinkwater unter den cutter haue 1 ...zu nehmen.
      Wohlan also, legen wir los. Dies sei das Vorbild:


      Im Original heißt das Buch "A King´s Cutter", was die Sache wesentlich besser trifft. Der Kutter selbst wird nur kurz beschrieben, aber selbst diese kurze Beschreibung treibt Schweißperlen auf die Stirn, denn dies erfordert doch die eine oder andere Modifikation: ich zitiere mal aus R. Woodman, Kutterkorsaren, Ullstein Verlag 2. Auflage 1992, S. 11-13 (gekürzt):

      "Wie ein Gespenst ragte plötzlich das Heck des Kutters vor ihnen aus dem Nebel, von den achteren Davits hingen Bootsfallen herab und trieben in der Tide. Drinkwater erhaschte eine kurzen Blick auf eine geschnitzte Heckreling und ein von Eichenlaub umrahmtes Namens­schild: Kestrel. Dann kletterte er unter den gelangweilten Blicken einiger Freiwächter an Bord, fühlte einen riesigen Mast mit Baum und Gaffel über sich aufragen und sah die weiße Flagge mit dem St.­ Georgs-Kreuz achtern schlaff herunterhängen. [...] Der lange bewegliche Bugspriet kam durch einen Eisenring am Stevenkopf binnenbords und ruhte mit seiner Hausung in der massi­ven Beting der Ankerwinde. Achtern davon führte ein (Nieder-)Gang ins Vorschiff, einen langen, dunklen Raum, der bis zum Mast reichte. Der Mast selbst wuchs wie ein gewaltiger Baum aus dem Deck, umkränzt von seinen Nagelbänken, Belegnägeln, Umlenkblöcken und Tau­werkbunschen.


      »Wie viel Mann Besatzung, Mr. Jessup?« erkundigte sich Drink­water.

      »Die Sollstärke ist achtundvierzig, Sir, aber im Augenblick sind wir nur zweiundvierzig ... Hier ist die Ladeluke, Sir, sie führt nur auf eine Plattform, ein richtiges Zwischendeck haben wir nicht. Wir benützen sie als Segellast und Laderaum und schlagen darin auch die Hängemat­ten auf.« Jessup fuhr mit der Hand übers Dollbord der Backbord-Gig, die auf der Luke stand, und schritt nach achtern. Drinkwater fielen die zerschrammten Planken der Gig auf.

      »Die Boote werden hart rangenommen, wie?«

      Jessup lachte kurz und trocken auf. »Aye , Sir. Und wie! « Achtern von der Hauptluke erhob sich der Kombüsenschornstein, dann kamen das Kajüt-Skylight und der von einem bronzenen Kompaßhaus überragte Niedergang. Das Achterdeck wurde von der gewaltigen, geschwungenen Pinne beherrscht, die, mit Bronzebe­schlägen gehalten, auf dem Ruderkopf gelagert war; in den Pinnen­knauf war ein Vogelkopf geschnitzt, zu Ehren des Turmfalken, der dem Schiff seinen Namen gab.

      Mit Besitzerstolz streichelte Jessup den scharfen hölzernen Schna­bel und nickte zu einer kleinen, mit Vorhängeschlössern gesicherten Luke hinüber, die von Grätings gerahmt war und offenbar in die Achterpiek führte.

      »Unser Pulvermagazin.« Jessup deutete nach vorn auf die Kano­nen. »Wir haben insgesamt zwölf, Sir, zehn Dreipfünder und vorn zwei lange Vierpfünder, das gibt eine Breitseite von zusammen neunzehn Pfund. Die Länge ist zweiundsiebzig Fuß, Sir, übers Batte­riedeck gemessen, und sie verdrängt hundertfünfundzwanzigTon­nen . . .« Er verstummte mißtrauisch, immer noch damit beschäftigt, den Neuankömmling auszuloten. »Sind Sie schon auf Kuttern gefah­ren, Sir?«"

      Äh, nein, sorry, aber ich will genau den bauen daumen1 . Doch dafür muss einiges geändert werden: Heckspiegel, Davits, zwei Gigs, ein Kombüsenschornstein, eine geschnitzte Ruderpinne (wie stellt der sich das denn vor frech 5 ) und andere Kanönchen (eher kleiner), dafür keine Drehbassen. Die Länge jedenfalls passt zwinker2 ...
      Das Lasercutgeschnittene Spantengerüst passte wie immer super, ich habe das dem Bausatz beiliegende genommen...mit Folgen...



      ...denn die Spanten des Lasercuts haben ein Kielschwein von 1,5 mm Stärke, das des Bausatzes von 1 mm. Und dann noch eine Abweichung. Das Deck sollte laut Bauplan auf 0,5 mm-Karton verstärkt werden, im Lasercut ist es 1,0 mm stark les 2
      So kommt es dazu, dass hier schon das erste Mal etwas nicht richtig passt...aber noch ohne große Konsequenzen (im Bild ist es nur aufgelegt).



      Die Spanten wurden dann (s.o.) mit Papier verkleidet, damit sie sich nicht so durchdrücken...und jetzt kann es mit der ersten Beplankung losgehen...in der Form lässt die Dichtigkeit des Rumpfes doch noch sehr zu wünschen übrig frech 1 .
      Bis die Tage und viele Grüße
      Nat
    • Hallo zusammen,
      es ist ein bißchen weiter gegangen. Immer wieder fallen mir kleine Ungereimtheiten auf. Das Deck, das im Lasercut zu "fett" ausgelagt war - und das ich trotzdem eingebaut habe (ha jo...wenn´s halt da ist... augenbraue1 ) - habe ich schon erwähnt, jetzt fiel mir auf, das sich die Bordwand (i.e. Teil 23) ebenfalls im Lasercut befindet, dabei soll die gar nicht auf 0,5 mm verstärkt werden... denk1 . Im Zweifelsfall werde ich mich ab jetzt für die Bauanleitung entscheiden, basta! Mal sehen, was da noch kommt.
      Zunächst müssen wir den Rumpf dichtkriegen, was ja mit Hilfe einer vertikalen Beplankung als erste Schicht geschieht.


      Das klappt auch wie erwartet ganz gut, wenn da nicht...ja, Moment mal, da passt doch die Planke 8 gar nicht mehr auf den Spant, sondern liegt nur noch auf dem Papier auf! "Sach mal, Leute..." raunzt der Schiffsbaumeister seine Mitarbeiter an. Nein, Alkohol oder andere Drogen waren nicht im Spiel, die dockyard hands beteuern aufrichtig, alles richtig gemacht zu haben...
      Der Chef geht näher ran:


      Tatsächlich ist ein Verschub um 3 mm zu erkennen. Wenn wir so weitermachen, passt das hinten am Heck nicht mehr! Der Fehler ist schnell gefunden. Hier hat jemand zu genau auf Kante gearbeitet und dazu noch auf der schwarzen Linie ausgeschnitten statt außen an dieser entlang...und dann sieht es so aus. Von nun an werden die "Planken" genau zwischen die Spanten geklebt, ohne Rücksicht auf genauen Anschluß. Und siehe da, es klappt: Fertig ist die erste Lage!



      Der Heckspiegel bleibt zu, schließlich soll da später der Name des Kutters prangen...
      So, die Werft macht für heute Feierabend...kommt gut nach Hause...und nicht wieder im "Old George" versacken, right?! Morgen soll es schließlich weitergehen...
      Bis die Tage und viele Grüße
      Nat
    • Hallo Nat

      Schönes Projekt! Die Erstbeplankung zeigt eine saubere Rumpflinie. Die kleine Ungenauigkeit fällt hier ja nicht auf, da noch die Planken darüber geklebt werden. Sie könnte wohl kummuliert aus ev. etwas knapp geschnittenen Streifen und vor allem aber den Papierstreifen die Du auf die Spanten aufgeklebt hast entstanden sein.
      Könnte es zudem sein, dass Du das Spantengerüst nicht gestrakt hast? (rechtwinklige Kanten der Spanten mittels schleifen der Rumpfform angepasst) Das wäre eine zusätzliche Erklärung, dass eine so grosse Lücke entsteht bei der Erstbeplankung.

      Aber wie gesagt, es fällt (noch) nicht ins Gewicht.
      Sehr wichtig ist aber nun, dass Du die Planken erstmal versuchsweise ev. aus einer Kopie in der Länge überprüfst. Könnte sein, dass diese jetzt zu kurz sind. Dann müsstest Du sie etwas länger lassen und die "weissen Enden" nachfärben.

      Viel Spass weiterhin!
      Beste Grüsse
      Peter
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    • Och..."gestrakt", kann man das essen? Tja, lieber Peter und Fritz, das habe ich natürlich nicht gemacht. Bei den zwei Holzschiffen, die ich gebaut habe, war das Schleifen immer die Arbeit, die ich am wenigsten gern gemacht habe...jetzt mal ehrlich: Muss ich das hier etwa auch machen verlegen1 ? Egal, jetzt ist es eh zu spät. Und dass der Rumpf dadurch um ein/zwei Millimeter breiter geworden ist, beginnt sich schon bei der Zweitbeplankung zu zeigen...gut, dass noch eine dritte draufkommt...noch besser, dass der Rumpf wieder gekupfert wird (mit der "Bellona-Methode")...und am besten, dass ich den Rumpf über Wasser auch wieder schön Schwarz und Ocker pöne ostern 1 ...
      aber versprochen: beim nächsten Projekt werde ich ganz dezent und vorsichtig anschleifen bzw. straken grins 3 . Sobald die zweite Schicht drauf ist, melde ich mich wieder...
      Bis dahin und viele Grüße
      Nat
    • Hallo und Ahoi,
      mit tatkräftiger Hilfe der Werftarbeiter, die nebenan an der Bellona werkeln, konnte es am Kutterchen weitergehen...sorry, der Diminutiv bietet sich einfach an, wenn neben der Kestrel dieser Riesenbrummer seinen Schatten wirft...
      ...und diese schütteln auch schon kräftig die Köpfe, denn jetzt zeigt sich etwas das ungenaue (oder besser etwas zu vorschnelle lala1 ) Arbeiten am Spantengerüst...auch bei der zweiten Beplankung zeigen sich Spalten und fehlende Millimeter...
      der master shipwright der Bellona schüttelt nur mild lächelnd sein weises Haupt, die Stifte an der Kestrel verweisen auf den Beitrag oben und versichern: "Des basst scho!" (guck mal, da ist ein Bade drunter...)





      Tja, hier werden alle Fehler schonungslos offengelegt.






      Nun ja, wir werden sehen...auf jeden Fall wird das fehlende Ende an Backbord noch mit einem passende 0,5 mm starken Pappplättchen gefüllt......und dann gehen wir vorsichtig an die dritte Beplankung, die ich nicht mehr auf 0,5 mm Pappe aufkleben werde, sondern auf 220 g/m2 -Papier. Ich fürchte, das ganze wird sonst zu dick...

      In dem Bogen trifft halt perfekte Konstruktion auf modellbauerischen Enthusiasmus und dem (nicht immer zielführenden) Mut zur Lücke. Das Wichtigste ist dabei Spaß, Entspannung und der Augenblick, wenn man das Werk anschaut und sagt..."ach ja, nicht perfekt...aber einfach schön geworden..." foto1

      Bis die Tage und viele Grüße

      Nat
    • Ahoi Mr. Drinkwater,

      wenn ich denn schon mal auf dem Drinkwater'schen Werftgelände unterwegs bin, schaue ich mich auch gleich mal auf dieser Helling hier um. Grandiose Idee, aus der Alert eine Kestrel zu machen! daumen1 Du hättest kaum ein besseres literarisches Vorbild wählen können, um ein Schiffchen aus dieser Zeit zu bauen. Der Autor, Richard Woodman, hat mit seinem Geburtsjahr 1944 zwar diese Zeit auch nicht live erlebt, war aber selber über Jahre hinweg ein aktiver Fahrensmann, ehe er im Rang eines Captains 1997 in den Ruhestand ging. Und dass der Mann Seeerfahrung hat, merkt man beim Lesen, zumal auch der Übersetzer fast aller Drinkwater-Bände, Uwe D. Minge, ebenso viele Jahre Seemann und später Kapitän a.D. war. Ich hatte das große Glück, mit ihm befreundet zu sein, und er sprach stets mit größter Hochachtung und Bewunderung von Woodman. (Uwe D. Minge fing später selbst an zu schreiben, veröffentlichte unter den Pseudonyms Paul Quincy und Ole Groothus mehrere maritim-historische Romane, ehe er kurz vor Vollendung seines 65. Lebensjahres für immer von uns ging.)

      Aber ich schweife ab; zurück zu deinem schmucken Schiffchen. Da du im Eröffnungsposting dieses Threads berichtest, dass der Kutter fertig gebaut ist, erübrigen sich damit ja leider mehr oder weniger kluge Ratschläge, insofern bleibt mir nur die eine Frage: Wann geht es denn hier endlich weiter? motz1 grins 2

      Es freut sich auf die Fortsetzung dieses Bauberichtes

      Bonden

      P.S.: Falls es interessiert: Für die Seite Age of Sail habe ich vor einger Zeit mal eine Rezension der Drinkwater-Reihe geschrieben. Klick mich!
      Rezensionen zu den einzelnen Bänden gibt es dann hier: Klick!

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Ein herzliches Ahoi in die Runde,
      ganz herzlichen Dank für die vielen likes...ich wusste gar nicht, dass das so ein Ansporn sein kann hüpf1 ...
      @Bonden: Deine Begeisterung (und auch die Rezensionen zu den Drinkwater-Bänden, die ich umgehend gelesen habe) teile ich uneingeschränkt. Passenderweise lese ich die Reihe gerade wieder von vorn bis hinten durch (allerdings auf englisch, weil es da einfach nochmal besser und authentischer rüberkommt) und bin auch gerade im Band "1805" (deutsch "Die Wracks von Trafdalgar"), denn...nota bene...tatsächlich war gestern Trafalgar Day, ich hatte es fast vergessen.

      Doch zurück zur Werft. Das Schiffchen ist beileibe noch nicht fertig (die Bemerkung oben bezog sich auf die hier schon fertigen Kutter, besonderes den von Klueni, den ich mir immer wieder staunend ansehe - das kostet immer fast ´ne halbe Stunde, ehe mich davon losreißen kann oh1 ).
      Das Schiffchen konnte wegen der übersichtlichen Maße mit zum Herbsturlaub auf Rügen kommen und dort wurde nun kräftig die dritte Beplankung aufgezimmert.
      Das klappte besser als erwartet...auch wenn vorne und hinten ein wenig korrigierend geschnitzt werden musste. Aber die Klinkerbeplankung ist schon was ganz eigenes grins 3 .
      Aber...und hier bin ich dann doch ganz froh, dass noch ein wenig Farbe zum Einsatz kommt...ein wichtiger Rat an alle Mitbauer:
      NIEMALS BEIM BAUEN CHOKO-COOKIES ESSEN haue 3 ... das gibt ganz böse Flecken rotwerd1 !!



      Bleibt noch die Pfuscherei an Bug und Heck zu melden:



      ...aber im Großen und Ganzen nicht gar so schlimm. Nichts, was ein paar Eimer Farbe und guter Wille nicht lösen könnten sauber1 .
      Hier noch ein Gesamtüberblick:



      ...und dann soll unser Schiffchen schöner werden: Der Kiel steht auf dem Programm!
      Und es bleibt die Frage: Kupfern oder nicht?
      Bei Brian Lavery, Nelson´s Navy S. 70 heißt es, dass "all naval vessels" eine Kupferbeplankung bekommen haben...
      dann wäre aber die schöne Klinkerbeplankung fast weg...es sei denn, ich nehme die Beplankung auf 80 mg-Papier vor, um die Plättchen den Planken besser anpassen zu können...
      Auf einem Bild eines Kutters aus demselben Buch, der mir als Vorlage für die Farbgebung und die Anordnung der Davits dienen soll, fehlt diese:



      Was meint ihr?
      Viele Grüße von einem etwas unentschlossenen, trotzdem recht zufrieden grinsenden
      Nat
    • Ahoi Nat,

      zumindest das wohl bekannteste Buch für dein Schiff(svorbild), der AotS-Band von Goodwin, geht offensichtlich nicht von einer Kupferung aus. Und wie du ja selbst schreibst, wäre es dann schade um die schöne Klinkerbeplankung, die man dann kaum noch sehen würde. Und zu Lavery: Sein von dir zitiertes bekanntes Werk trägt den Untertitel "The Ships, Men and Organisation 1793 - 1815". 1793 lag die Alert bereits seit 14 Jahren vor Amerikas Küste auf dem Grund des Meeres.
      Also lass die Kupferung einfach weg. zwinker2

      Gruß

      Bonden

      Ach ja: Der Rumpf sieht richtig klasse aus! daumen1

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    • Nat Drinkwater wrote:

      ...und dann soll unser Schiffchen schöner werden: Der Kiel steht auf dem Programm!
      Und es bleibt die Frage: Kupfern oder nicht?
      Bei Brian Lavery, Nelson´s Navy S. 70 heißt es, dass "all naval vessels" eine Kupferbeplankung bekommen haben...
      dann wäre aber die schöne Klinkerbeplankung fast weg...es sei denn, ich nehme die Beplankung auf 80 mg-Papier vor, um die Plättchen den Planken besser anpassen zu können...
      Jetzt melde ich mich auch mal zu Wort.
      Die Kestrel ist ja fiktiv, also ist es eher eine Frage des Zeitpunkts (Bauzustand), Geschmacks oder wie die Frage im Roman beantwortet wird.

      Wo sich bei mir als Freund von Fakten aber die Haare sträuben sind Halbwahrheiten. motz1 Sorry das geht nicht, das bringt ja den Leser Leser nicht weiter. und verbreitet sich so rasant.das man später - auch mit Fakten- kaum noch gegen ankommt. Ich möchte niemanden zu nahe treten aber Das Internet sorgt ja inzwischen in allen Bereichen des Lebens für mehr Verwirrung als das es neu erlangtes Wissen in die Köpfe bringt.

      Das Cover des Anatomy Bandes über unsere Alert zeigt einen weißen Unterwasseranstrich, das ist richtig! Im Buch steht aber auch, das nach dem Stapellauf das Schiff ohne Mast und unausgerüstet nach Deptford überführt wurde, und dort neben der endgültigen Ausrüstung auch eine Kupferung angebracht wurde.

      Eine Kupferung bei geklinkerten Schiffen ist naturgemäß aufwändiger als auf einem glatten Rumpf. Soweit ich weiß wurde der geklinkerte Rumpf an den zu kupfernden Stelle dafür vorher mit Holzleisten aufgefüttert. Das habe ich in einem Artikel gelesen, kann aber dafür adhoc leider keine Quelle nennen. So ich hoffe niemanden verprellt zu haben, das war jedenfalls nicht meine Intention.
    • Chapman wrote:

      Im Buch steht aber auch, das nach dem Stapellauf das Schiff ohne Mast und unausgerüstet nach Deptford überführt wurde, und dort neben der endgültigen Ausrüstung auch eine Kupferung angebracht wurde.
      Ahoi @Chapman danke für diese Info - das wusste ich nicht, da ich das Buch ja selbst nicht habe, sondern eben nur von den mir bekannten Abbildungen des Buches von einem ungekupferten Rumpf ausgegangen bin. (Deshalb auch mein "geht offensichtlich nicht von einer Kupferung aus"...)
      Da dein Beitrag unmittelbar auf mein Posting folgte, nehme ich an, dass er als Replik auf mein Geschreibsel zu sehen ist, oder irre ich mich da? Wenn, dann verstehe ich deine Einlassungen zum Thema Halbwahrheiten und Internet an dieser Stelle nicht, denn ich habe mich ausdrücklich nicht auf irgendwelche Internetquellen bezogen - sieht man einmal vom Coverbild des bewussten AotF-Bandes ab. zwinker2

      Als Angebot an dich, @Nat Drinkwater , da dich das jetzt ja vielleicht reichlich verwirrt: Wie Chapman ja richtig schreibt, ist die Kestrel fiktiv. Aus meiner Erinnerung an den Roman gibt es dort keinen Hinweis auf das Baujahr und die Herkunft des Schiffes. Die Royal Navy hat damals auch kleinere Schiffe, die der zivilen Schifffahrt bzw. der Fischerei dienten, aufgekauft und für ihre Zwecke umgerüstet; ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die nachträgliche Kupferung der Rümpfe dieser kleinen Einheiten nicht unbedingt mit Priorität A belegt war. Vielleicht war die Kestrel einst ein Handelssegler, wer weiß? Und es würde auf jeden Fall zu den Drinkwater-Büchern passen, wenn du dich bezüglich deiner Kupferung wie auch immer entscheidest, denn in den Drinkwater'schen Erlebnissen gilt sehr oft das Motto "Es könnte durchaus so gewesen sein." verlegen2

      Gruß

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
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    • Ahoi in die Runde,
      ich denke, die Frage ist zumindest für mich entschieden. Dem Großmeister schwedischer Schiffsbaukunst folge ich da dann doch gern danke1 . Also vielen Dank für deine Information, Mr. Chapman, ich werde das dann wohl so machen, dass ich einfach die "Bellona-Methode" anwende und die Plättchen auf normale Pappe ausdrucke und stumpf aufklebe. Dadurch verschwindet zwar der Klinker im Unterwasserschiff, aber wir alle wissen: Er ist da! freu1 Das erinnert mich an die Cockpits der beiden Halinski-Spitfires, die ich vor Jahren gebaut habe: Super detailliert, und dann setzt man den Piloten rein und macht die Haube zu...und man sieht nix mehr motz1 ...
      @Bonden: Zum Baujahr habe ich eine Vermutung: irgendwo (ich such das noch raus) erwähnt Griffith einen ähnlichen Kutter, der ´91 oder ´93 gebaut worden sein soll, also nehme ich an, dass die Kestrel ungefähr so alt sein wird. Ich habe gerade nochmal nachgelesen, selbst bei dem Werftaufenthalt, als das Mittelschwert nachgerüstet wurde, wird eine Kupferbeplankung nicht erwähnt. Egal! Die kommt jetzt drauf!

      Vorher aber sollte der Kiel angebracht sein und das Überwasserschiff gestrichen...was denn? Die Belegschaft mault? Ist euch das zuviel Arbeit? Ok, dann beschränken wir uns heute halt nur auf den Kiel...aber Leute, um den Rest kommt ihr nicht herum!!



      Hah, da ist er ja schon! Etwas unscharf, aber man erkennt wenigstens die groben Umrisse. Am Steven hat ein 0,8 mm Proxxon-Bohrer gute Arbeit geleistet, denn hier wird ja später das Großstag belegt...
      Und so sieht der Kleine jetzt aus...na sowas, da hat sich doch tatsächlich die Mercury meines Sohnes mit aufs Bild geschmuggelt...da stiehlt der uns doch glatt die Show frech 1 ...



      Vielleicht ist dann ja morgen Zeit, die kleinen Barkhölzer anzubringen, dann das Überwasserschiff zu streichen...und die Kupferspezialisten anrücken zu lassen.
      Also nochmal vielen Dank für eure Hilfe (@Bonden, @Chapman daumen1 ),
      viele Grüße und so long
      Nat
    • Bonden wrote:

      Da dein Beitrag unmittelbar auf mein Posting folgte, nehme ich an, dass er als Replik auf mein Geschreibsel zu sehen ist, oder irre ich mich da? Wenn, dann verstehe ich deine Einlassungen zum Thema Halbwahrheiten und Internet an dieser Stelle nicht, denn ich habe mich ausdrücklich nicht auf irgendwelche Internetquellen bezogen - sieht man einmal vom Coverbild des bewussten AotF-Bandes ab.
      Moin,

      das sich deine Aussage nur auf das Coverbild der Alert Anatomy bezog war halt nicht klar. Als Unbeteiligter musste ich so wie es da stand missverstehen, habe ich dann ja auch. Deswegen mein Faktencheck und meine Anmerkung im Bezug auf Halbwahrheiten. Von letzteren fallen einem einige auf und andere, in wichtigeren Bereichen des Lebens ( insbesondere die bewusst gestreuten) mangels Wissen halt nicht.

      Nat Drinkwater wrote:

      .

      Und so sieht der Kleine jetzt aus...na sowas, da hat sich doch tatsächlich die Mercury meines Sohnes mit aufs Bild geschmuggelt...da stiehlt der uns doch glatt die Show frech 1 ...
      Schön wenn man nicht alles alleine bauen muss.So ein Kind hätte ich auch gerne.
    • Ahoi in die Runde,
      tja, da gebe ich euch recht, es ist wirklich sehr schön, den Kartonmodellbau-Virus weitergeben zu können. Neben der Mercury meines Sohnes ist übrigens noch die HMS Enterprise meiner Tochter im Rennen, die liegt allerdings etwas auf Eis, weil sie während ihres Studiums erstens kaum noch Zeit hat und zweitens andere Interessen im Moment Vorrang haben...aber sie möchte dran bleiben. Geplant ist ein kleines "Fliegendes Geschwader" aus Bellona, Mercury, Enterprise, Kestrel und...etwas später...Antigone (Belle Poule)...haha, und ich darf mich dann Kommodore schimpfen käptn1 foto1 ... Zur Te ilnahme hier in der Runde muss ich beide aber noch überreden... flüstern1
      Aber zurück zur Kestrel:
      Wie versprochen haben die dockyard hands Überstunden gemacht und die kleinen, dünnen, fisseligen, kaum sichtbaren und sehr schwer auszustichelnden oberen Hölzchen an den Rumpf gekleistert:



      Nun kann es also an den ersten Anstrich gehen...HALT! Mensch, stellt nochmal die Eimer weg! Wer will denn da schon loslegen!? Erst müssen wir die Wasserlinie festlegen! Ratlos kratzen sich die Werftarbeiter die Köpfe...also dafür sind wir doch nicht zuständig. Gut, dass der master shipwright der Bellona eine Idee hat: Im Legokasten gekramt und eine "Zeichenmaschine" gebaut, mit der die Wasserlinie unspektakulär angezeichnet werden kann. So, Jungs, jetzt dürft ihr...aber erst morgen, heute warten andere Aufgaben...



      Bis dahin und viele Grüße
      Nat
    • Ahoi in die Runde,
      es ist soweit: Die Alert ist nun endgültig zur Kestrel geworden! Nachdem die hands letztens noch gerade zurückgehalten werden konnten, mit dem Anstrich loszulegen, war es jetzt nicht mehr zu verhindern:



      Hinter dem Malerkrepp, das für gerade Linien sorgen soll - und das auch getan hätte, wenn ich sofort nach dem Farbauftrag abgezogen hätte kratz1 - verbirgt sich das typische Royal Navy ocker. Wobei dies ja nach neueren Untersuchungen sogar einen Stich ins Rosa gehabt haben soll...
      Die richtige Farbe der Victory
      ...na ja, das hat es auf meiner Werft leider nicht...mein shipyard verfügt leider nur über den "klassischen" gelblichen Farbton.
      Und...tata...hier ist die HMC Kestrel:



      Und wo wir schon so schön farbig werden, müssen wir uns zwangsläufig auch um den Heckspiegel kümmern. Hier sind Künstler gefragt! Und spätestens hier bin ich dann raus. Wie gut, dass man Fachleute in der Familie hat und die am Wochenende auch noch Zeit und Lust haben, blöde Aufträge von ihrem alten Papa anzunehmen. Sohn und Tochter haben sich der Herausforderung gestellt:



      ...und gemeinsam entschieden, welches Schild ans Heck...und welches später auf den Modellständer kommt.
      "Und hiermit taufe ich dich auf den Namen...Kestrel!"
      Meine Tochter durfte (eine klitzekleine) Sektflasche schwingen und die Transformation der Alert zur Kestrel ist damit offiziell vollzogen. Das mir das jetzt keiner mehr verwechselt haue 3 !
      Bringen wir das Schild der Vollständigkeit halber auch noch an...und beim Aufkleben der Schanzkleider fällt natürlich wieder auf, dass irgendwas nicht stimmt. Entweder passen die hinteren Balken oben drauf nicht...oder es hat mal wieder irgendeiner hier Mist gebaut...ok, ich versteh schon, alles schaut unschuldig in die Luft lala1 ...dann war ich es wohl. Kommt ja Farbe drauf zwinker2 ...



      ...bleiben jetzt noch die restlichen Abdeckungen an Steuerbord...und dann wird gekupfert!
      Bis dahin und viele Grüße
      Nat
    • Ahoi Nat,

      sehr schön, dass es auch hier stetig weitergeht. Und bleib auf jeden Fall bei der klassischen Farbe - ich wette, in 50 Jahren kommt man durch neue Untersuchungen darauf, dass das mit dem schweinchenrosafarbenen Anstrich der Witz des Jahrhunderts ist. frech 5 kotz1 Das viele Geld, das für das Umstreichen verschwendet wurde, hätte man mal lieber in eine zügige Restaurierung der abgenommen Stengen und Rundhölzer verwendet und die alte Dame endlich wieder ordentlich aufgetakelt. motz1
      So, das musste ich jetzt einfach mal loswerden - jetzt fühle ich mich wohler. verlegen2

      Und ich bin nun sehr gespannt auf deine Kupferung! daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Sehr schönes Modell des kleinen Kutters.

      zur Kupferung des Unterwasserschiffs
      Im AotS-Band wird die Kupferung nicht erwähnt, in "British warships in the Age of Sail" von WInfield wird dagegen angegeben, dass der Kutter von Anfang an gekupfert gewesen ist.
      Da Goodwin nirgends Quellen für seine Informationen angibt, lassen sich seine Schlüsse nicht nachvollziehen. Ich gehe u.a. davon aus, dass das rekonstruierte Spantgerüst nicht passt. Ich habe bisher keinen historischen Beleg gefunden. Aus diesem Grund traue ich bei den Angaben dem Winfield mehr als dem AotS.

      Aber wie immer im Modellbau gilt: Du bist der Werftmeister und wenn die das Schiff ohne Kupferung besser gefällt, baue es so.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • AnobiumPunctatum wrote:

      Sehr schönes Modell des kleinen Kutters.

      zur Kupferung des Unterwasserschiffs
      Im AotS-Band wird die Kupferung nicht erwähnt, in "British warships in the Age of Sail" von WInfield wird dagegen angegeben, dass der Kutter von Anfang an gekupfert gewesen ist.
      Da Goodwin nirgends Quellen für seine Informationen angibt, lassen sich seine Schlüsse nicht nachvollziehen. Ich gehe u.a. davon aus, dass das rekonstruierte Spantgerüst nicht passt. Ich habe bisher keinen historischen Beleg gefunden. Aus diesem Grund traue ich bei den Angaben dem Winfield mehr als dem AotS.

      Aber wie immer im Modellbau gilt: Du bist der Werftmeister und wenn die das Schiff ohne Kupferung besser gefällt, baue es so.
      Moin Christian,

      du bist ja früh wach.
      Ebenfalls zur Kupferung: In meinem Alert Aots-Band findet sich folgendes
      Quelle:Goodwin, Anatomy of the Ship Alert Band
      Offenbar gibt es eine Menge Fehldrucke von dem Band motz1 , mal existiert nur das Cover ein anderes Mal fehlen Seiten. Was bei mir wohl fehlt? kratz1 zwinker2

      Edit: Was die Klinkerung der Alert bzw ihrer Klasse betrifft, die ist m.E. fraglich. Goodwin gibt ja hierfür keine Quelle an. Warum auch, er ist ja der Meinung das alle Kutter bis um ca 1800 geklinkert waren. Wie wir inzwischen wissen ist das nicht richtig. Denn bekannte Ausnahmen bestätigen eben nicht diese Regel. Insbesondere bei den auf privaten Werften für von der Navy in Auftrag gegebene Einheiten muss das nicht zwingend zutreffen. Wie die Pläne der Sherbourne, Lurcher & Ferret sowie Trial beweisen. Die Frage ist also wo ist der Beweis für eine Klinkerung z.B der Alert Klasse?
    • Zur Klinkerbeplankung.:

      Es ist eine Frage wo die Kutter gebaut wurden. Nach Informationen, die ich von Alexander erhalten habe, wurden Kutter, die auf Werften am Ärmelkanal in aller Regel klinker gebaut, auf anderen Werften kraweel.

      Gemäß dieser Aussage passt die geklinkerte Beplankung zur Alert.

      @Chapman

      benfalls zur Kupferung: In meinem Alert Aots-Band findet sich folgendes
      Quelle:Goodwin, Anatomy of the Ship Alert Band
      Da muss ich nächste Woche glatt noch einmal nachsehen, ob mir diese Stelle bisher entgangen ist, die Info deckt sich auf jeden Fall mit dem Winfield.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Ein herzliches Ahoi in die Runde,
      erst einmal danke an Chapman und an Christian: Eure Diskussion hier hat eine Menge an Information geliefert. Und mich in meiner Entscheidung bekräftigt, die Kestrel auf jeden Fall zu kupfern! klasse1 Und jetzt weiß ich auch, dass sie in irgendeinem kleinen shipyard an der englischen Kanalküste gebaut worden ist daumen1 ...
      Ein Blick auf die Werft zeigt, dass nur wenig passiert ist: Die oberen Abschlußbretterchen (Schanzkleider?) sind mittlerweile drauf und gestrichen...



      ...doch das Ordnance board hat die Kupferplatten noch nicht geliefert. Mal wieder typisch, dass irgendso´n großer Pott vorgeht motz1 ...
      Naja, nicht ganz...da mein Sohn noch am Kiel und den Barkhölzern der Mercury baut und wir gemeinsam ans Unterwasserschiff gehen wollten, wird es noch ein wenig dauern...die dockyard hands werden solange zur Bellona abkommandiert...wie, ihr wollt euch frei nehmen?! Faule Bande!!
      Bis dahin und liebe Grüße
      Nat

      P.S.: Bevor ich´s vergesse: Ganz lieben Dank für die vielen "Daumen-Hoch" dafür1 !!
    • Wenn Du die Alert kupfern möchtest, bleibt von der schönen Klinkerbeplankung nicht allzu viel zu sehen. Es gibt einen Artikel von Roger Cole, der beschreibt, wie die Kupferung mit Füllhölzern auf die Klinkerbeplankung aufgebracht wird.

      Es wird echt Zeit, dass ich mal wieder an meinen Papiermodellen weiter baue. denk1
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Ahoi in die Runde,
      es ist mir fast peinlich, aber es hat sich noch nichts getan...waren doch alle dockyard hands anderweitig beschäftigt. Da mussten die doch wirklich bei der Arbeit an der HMS Mercury helfen. Aber die ist jetzt soweit, die Barkhölzer sind dran, bemalt ist sie auch... daumen1
      (das hat mein Sohn echt gut hinbekommen, besonders die Galionsfigur...ob ich das bei der Bellona auch so schaffe...da bestehen große Zweifel...)
      ...und nun kann am Wochenende das Unterwasserschiff mit kleinen Plättchen versehen werden.
      Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, hier ein kleiner Blick über unser Werftgelände.
      Chatham Dockyard proudly presents: von vorne nach hinten...
      HMC Kestrel, HMS Mercury (mein Sohn), HMS Enterprise (meine Tochter), HMS Bellona (ähem...äh...ich):



      ...und nochmal nah drangehen:



      An Arbeit fehlt es also nicht happy 2 ...
      Bis die Tage und viele Grüße
      Nat
    • Moin Nat,

      oder sollte ich dich jetzt mit Herr Admiral ansprechen? grins 3

      Eine schicke Flotte hast Du auf dem Tisch, und wie ich sehe ist da sogar noch Platz für weitere Modelle. Hast Du weitere Kinder? zwinker2
      Jedenfalls falls Ihr vorhabt die Schiffe zu Takeln wird das eine Großbestellung an Garn und Blöcken.Da lohnt sich schon ein Gewerbeschein um an die Einkaufspreise zu kommen. happy1

      Den Vergleich Kestrel vs Fregatte finde ich interessant. Habe beide Bögen selber bei mir liegen. Da ich bislang nur die gelaserten Spanten der Alert lose zusammengesteckt habe fehlte mir ein echter Größenvergleich. Sooo groß ist die Fregatte im Vergleich ja gar nicht. denk1

      Grüße

      Joerg
    • Ahoi Mr. Drinkwater,

      da ist Euch erziehungstechnisch aber ein echter Doppelschlag gelungen - alles richtig gemacht. Respekt, Herr Kollege! daumen1

      Da die Perspektive etwas täuscht, frage ich sicherheitshalber nochmal nach, ob alle vier Schiffe im selben Maßstab entstehen?
      Interessant finde ich ja auch, dass sich der Sohn bei seiner Mercury offenbar für die gleiche Farbvariante entschieden hat wie ich mich bei meiner. Schwarz ist bunt genug, genau! grins 2

      Auf jeden Fall ist dieser familiäre Einsatz höchst lobenswert - die Flotte des Königs braucht laufend neue Einheiten im Kampf gegen den korsischen Schuft da drüben auf dem Kontinent. happy 2

      So, genug geplauscht - die Arbeit ruft!

      Es grüßt

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo Nat

      Ich bin begeistert ob dieser innerfamiliären Flottenerweiterung! Das nenne ich Effizienz zu Gunsten des Königs!
      Auf die Gefahr hin, dass es schonmal erwähnt wurde und ich es nicht gesehen habe: Darf ich fragen, wie alt Deine Kids sind?
      Auf jeden Fall ziehe ich meinen Hut vor diesen Leistungen!

      Beste Grüsse

      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Ahoi zusammen,
      @Bonden, Joerg, Fritz und Peter: Ja, das ist schon schön, wenn man das Hobby weitergeben kann daumen1 ...leider scheint das Kartonbau-Gen aber rezessiv zu sein, wenn nur 1/3 der Kinder in der Hinsicht Ambitionen zeigt zwinker2 . Mein (älterer) Sohn ist 16, meine (zweite) Tochter mittlerweile 23 - da lässt das Studium aber nur noch wenig Zeit, deshalb ist die Enterprise auch nicht mit umgezogen.
      Aber zumindest bei meinem Jüngsten habe ich da noch Pläne...Nikolaus und Weihnachten ist ja nicht mehr weit lala1 .
      Zum Maßstab: Die Schiffe sind alle im Maßstab 1:96. Uns ist auch aufgefallen, dass die Mercury im Vergleich zur Enterprise wesentlich bulliger wirkt. Was Farbe so ausmacht denk1 ...
      Doch zurück zu unserer Werft:
      Mittlerweile sind die Kupferplatten - oder was bei mir dafür durchgeht - angekommen und es kann losgehen.



      Der Ausdruck der worddatei (eine einfache Tabelle) wird nun kleingeschnippelt...



      ...und auf einen schmucken Haufen geworfen! So, und nun geht´s los. Zum Glück brauche ich keine Nägel, denn bei meiner Grobmotorik hätte ich heute mindestens zwei platt gekloppte Daumen...gut, dass ich nur kleben muss.
      Angefangen wird an der breitesten Stelle des Rumpfes oben an der Wasserlinie, und dann nach hinten verlängert, immer die vorderste Platte angehoben und die hintere drunter geschoben, da sie von vorne und von unten jeweils überlappen müssen, denn von dort ist ja der Wasserdruck am höchsten...irgendwie logisch denk1 ...
      Die zweite Reihe fängt dann folgerichtig einfach von hinten an, jede Platte wird leicht überlappend angeklebt, bis wir vorn dann wieder, der Linie der Rumpfes folgend, abschneiden müssen.
      So haben die dockyard hands gestern abend ganz entspannt und sehr beruhigend fünf Reihen geschafft.



      Na, ging doch ganz schnell. Leider verschwindet die Klinker-Beplankung tatsächlich nahezu vollständig, aber - mal ehrlich - unter Wasser hätte man die doch eh nicht gesehen frech 1 ...
      Mal sehen, wie weit wir am Wochenende noch kommen...
      Bis dahin und liebe Grüße
      Nat