HMC Kestrel (alias Alert) 1:96 Shipyard

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    • Ahoi Christian,
      grundsätzlich hast du Recht: das wäre die bessere Version. Bei der Bellona habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass die Beplankung mit Pappplättchen, die nachher kupferfarben gestrichen werden, eine sehr ökonomische Lösung ist, die auch von der Wirkung her einiges hergibt verlegen2 ...ich werde mal versuchen, ob sich am Wochenende Gelegenheit gibt, die Farbe aufzubringen happy 2 . Generell hoffe ich, dass die jetzt kommenden dunklen Monate uns die Zeit geben, uns alle verstärkt auf der Werft aufzuhalten. Meinen Sohn konnte ich schon motivieren freu1 ...
      Bis dahin und liebe Grüße (und vielen lieben Dank für die likes und Kommentare @Christian [AnobiumPunctatum], Bonden, Fritz [petcarli], Peter_H und den Nibelung Hagen von Tronje)
      Nat
    • AnobiumPunctatum wrote:

      Hmm, ich würde die Plättchen nict bemalen, sondern eine dünne Kupferfolie aufkleben. Ich glaube Bonden, hat es bei der Mercury auch gezeigt.
      Nee nee, mein Modell ist da kein Vergleich. Der gute @Nat Drinkwater hat sich ja ganz bewusst für Kartonplättchen entschieden - und das wäre jetzt eine ziemliche Zumutung, da passgenau Kupferplättchen draufzukleben. Ich denke, mit einer guten Kupferfarbe sieht das richtig toll aus. daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Ahoi in die Runde,
      auch bei der Kestrel ein kleines Update. Am Wochenende ist tatsächlich der Nachbarbauplatz, auf dem mein Sohn die Mercury baut, mit der Kupfer(papp)beplankung fertig geworden, Zeit also, die "Porzellanbeplankung" happy1 in eine kupferne zu verwandeln. Gestern abend war es soweit. Et voilà, zunächst will das Ganze gut abgeklebt sein:



      Getrocknet...und umgedreht:



      Und hier der Beweis: Auch die Mercury ist fertig, endlich kann es an Deck weitergehen freu 2



      Bis die Tage und liebe Grüße

      der große und der kleine Nat happy 2 happy 2
    • Ahoi zusammen,
      die Vielzahl der Baustellen führt dazu, dass auf dieser Baustelle im Schatten der Bellona lange Zeit nichts passierte. Doch jetzt brauchte ich mal nach so vielen Stückpfortendeckeln eine kleine Abwechslung...und da kommt der Kutter gerade recht.
      Weiter ging es also an Deck. Nach Bauplan sollte nun hinter dem Bratspill der Schornstein kommen...das jedoch gilt nur für die Alert, nicht aber für die Kestrel. Hüpfen wir nochmal an den Anfang des Bauberichts, wo der Kutter ja beschrieben wurde. Da war die Abfolge der "Aufbauten" von Bug zum Heck ja folgende:
      Niedergang (erste Gräting), Mast, Nagelbank, Luke, Schornstein, Skylight, Niedergang, Gräting über dem Pulvermagazin. Und zu allem Überfluss muss auch noch ein Boot auf die Luke schwitz1 ...
      Die Reihenfolge wird also geändert. Die Anzahl der Decksöffnungen stimmt soweit, nur deren Abdeckung muss kreativ variiert werden.
      Aber bis zum Mast können wir dem Plan folgen und wieder mal ungläubig staunen: Allein die Nagelbank - die eigentlich keine ist, weil sie gar keine Belegnägel aufweist, die Taue werden an Mastklampen und unten an einer Beting belegt - besteht aus 25 Teilen. Da möchte man ja schon fast wieder aufgeben, aber das Teil fügt sich so schön zusammen, dass der Bau einfach nur Spaß macht.



      Nota bene: Dank @petcarli ( danke1 Fritz) weiß ich jetzt, dass Shipyard mit der Beschriftung 1,0 mm immer meint, auf insgesamt 1 mm Material zu verstärken, nicht die Pappe auf 1mm-Graupappe zu kleben. Da reicht also beim festen Shipyard-Karton tatsächlich eine einseitige Verstärkung mit ca. 0,5 mm starkem Graukarton, um schließlich durch das unverstärkte Aufkleben der anderen Seite auf 1mm Gesamtstärke zu kommen. So jedenfalls passte das Ganze einwandfrei...und wirkte darüberhinaus auch noch Klingen- und Gelenkschonend grins 3 .
      Nebenbei eben die erste Gräting (die ja auf der Kestrel als Abdeckung des ersten Niedergangs dient (s.o.)) gebaut, dank Lasercut wirklich keine Hexerei...und weil wir so schön im Schwung sind, auch gleich die erwähnte Hauptluke zur Last...dazu die "Haspel-Nagelbank" und ab damit an Deck:



      Hier muss also das Boot drauf...nur, woher nehmen? Der Bausatz sieht keine Boote vor, die gehören aber ohne Wenn und Aber zur Kestrel mafia1 . Die Gig der Bellona bietet sich da geradezu an. Ein Scan, ein Versuch, denn auf die Luke müssen erst die Bootslager drauf, ehe es nach achtern weitergeht und ich weiß, wie Skylight und Schornstein (und die schönen kleinen Pumpen) hier zusammenpassen.
      Auch hier wieder mit Augenmaß verstärken, dann heißt es millimetergenau auszusticheln:


      Die Konstruktion mit Spanten ist zunächst recht wabbelig, nach den ersten Versuchen habe ich es aufgegeben, die Spanten innen auszuschneiden und bin der Konstruktion gefolgt. Bis auf das dritte Bodenbrett passte das wirklich gut, und mit aufgeklebten Ruderbänken ist das Bötchen schon erstaunlich stabil. Stellen wir es mal an Deck, die Beplankung dann besser erst morgen, zu groß ist es jedenfalls nicht.



      Ein zweites Boot der Art kommt übrigens später an Heckdavits. Wozu der kleine Kutter die braucht? Na, das verrat ich dann morgen zwinker2 ...
      Bis dahin und liebe Grüße
      Nat
    • Hallo Nat,

      ich habe das mit der Dicke zumindest so interpretiert und die Besitzer haben mir beide auf Englisch diese Sache auf der Intermodellbau so bestätigt. Wenn ich verstärke, wird in der Regel digital nachgemessen und hundertprozentig lege ich mich nicht ganz genau fest. Bisher war ich immer mit dem Ergebnis zufrieden.

      Was machst Du denn nun mit der Nagelbank. Schaffst Du Nägel nach Gefühl und genügend Abstand?

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Nat,

      auch wenn die Segler jetzt nicht unbedingt zu meinen Favoriten gehören (nur basteltechnisch gesehen - aussehen tun sie alle sehr gut, aber der Bau..... frech 2 ), schaue ich doch hin und wieder mal in entsprechende Bauberichte und bewundere Euch Segelschiffs-Künstler.... oh1

      Servus
      hvt
      "Wir hoffen, im Sommer jedem Bundesbürger eine Impfung anbieten zu können!"

      Schön, das zu hören - leider hat man vergessen, das Jahr dazu zu sagen... lala1
    • Ahoi alle zusammen,
      die Modifikationen an der Kestrel halten das Werftpersonal in Atem. Ich war doch recht erstaunt, wie gut sich das Bötchen bauen ließ, die Rumpfteile passten...oder besser, würden passen...perfekt zusammen, etwas mehr Sorgfalt hätte dem Kahn allerdings gut getan rotwerd1 ...
      Jedenfalls habe ich die braun gedruckten Seiten nach innen geklebt, außen ist das Boot also weiß; mal sehen, wahrscheinlich kommt da noch der ein oder andere Farbkleks drauf, denn so hell darf das gar nicht sein, wenn man bedenkt, wozu diese Boote auf der Kestrel dienten...
      Aber zunächst zwei/drei Bilder vom Baufortschritt:



      Man sieht jetzt schon, gerade von unten, dass der Rumpf doch etwas, sagen wir, kantig geworden ist, aber im Großen und Ganzen bin ich mit der Gig sehr zufrieden. Auch auf Deck macht sie sich ganz nett, die Bootslager musste ich selbst fertigen...und natürlich fehlen noch Pinne und Riemen:



      Ach ja, ich wollte ja noch erzählen, warum die Boote so wichtig waren, dass ich deshalb die ganze Deckskonstruktion umkrempele...aber lassen wir Richard Woodman selbst erzählen:

      "Nun gab der Kommandant leise die nötigen Befehle. Das Großsegel wurde skandaliert, die Fock backgesetzt. Sie holten das nachgeschleppte Beiboot längsseits und lenzten es trocken. Drinkwaterstand an der Reling, als der in einen weiten, dunklen Umhang gehüllte britische Agent zu ihm trat und zum Land hinüberstarrte.

      »Ihr Glas, Sir, geben Sie mir Ihr Glas!« Die Stimme war befehlend, fast anmaßend, alle Bonhommie daraus verschwunden .

      »Gewiß, Sir, sofort.« Er holte das Glas aus seiner Manteltasche und reichte es dem Mann. Der suchte schweigend den Strand ab und gab es dann zurück. Griffiths erschien.

      »Sie übernehmen das Boot, Mr. Drinkwater, und setzen unseren Gast an Land .«

      Es dauerte einen Moment, bis Drinkwater begriff, daß er immer noch nicht Feierabend machen konnte. Die Besatzung drängte sich schon in die längsseits dümpelnde Gig. […]

      Als sich das Boot dem Strand näherte, wuchs der Mont Jolibois immer drohender über ihnen empor. Links sah Drinkwater weißes Wasser, wo die Brandung um die Felsen von Muron schäumte. Jetzt war er dankbar, daß Griffiths auf einer Landung bei Niedrigwasser bestanden hatte. So wurden möglichst viele Gefahrenstellen erkennbar, konnten ihnen Deckung und einen gewissen Sicherheitsspielraum geben , falls sie strandeten. Vom lotete der Buggast schon mit dem Bootshaken die Wassertiefe.

      »Grund, Sir!« zischte er, und im nächsten Augenblick setzte das Boot auf, hob sich noch einmal und lief dann endgültig auf. Ohne daß der entsprechende Befehl fiel, kamen die Riemen leise polternd ein, und zu Drinkwaters Erstaunen sprang die gesamte Crew über Bord und stabilisierte das Boot. Dann hoben sie es in einem gemeinsamen Kraftakt an, dessen Perfektion nur langer Übung zu verdanken war, und drehten es mit dem Bug zur See. Drinkwater kam sich auf seiner Ducht wie ein überflüssiger Narr vor, als er so dasaß und wieder dorthin blickte, wo sie hergekommen waren.

      »Fertig, Sir.« Die Stimme ließ ihn herumfahren. Hinter ihm erhob sich der Passagier und krabbelte auf den Rücken eines Seemanns, der daneben im Wasser stand. Ein kleiner Brecher hob das Boot noch einmal an und warf es krachend wieder auf den Sand. Mit dem Agenten auf dem Rücken watete der Seemann zum Strand ; Drinkwater ließ sich nicht erst bitten, streifte seine Schuhe ab und folgte ihnen spritzend mit der Reisetasche. Oben auf dem Strand setzte der Seemann seine Last im Trockenen ab, und der Agent zupfte seinen Umhang zurecht.

      »Reine Routine «, sagte er mit einem Anflug seines alten Humors und griff nach der Tasche. »Stiefel mit eingetrockneten Salzrändern haben die unangenehme Eigenschaft, die Herkunft ihres Trägers zu verraten.« Er hob die schwere Tasche an. »Also dann, bonsoir, mon ami, und vielen Dank.«

      »Gute Nacht «, sagte Drinkwater zum Rücken der Gestalt, die schon in die dräuende Dunkelheit verschwand, hinter der sich das revolutionäre Frankreich verbarg."
      (Richard Woodman, Kutterkorsaren, a.a.O. S. 21f.)

      Offenbar wurde die Gig auf See durchaus nachgeschleppt, und dass sie so angeschrammelt aussieht, nun ja, dass hat dann ja auch seine Gründe grins 3 ...
      Hinter der Gig bemerkt man übrigens mein verändetes Skylight. Ich habe Teil 81 nach vorn versetzt und statt mit einer Gräting mit einem Fenster versehen, die filigranen Gitter habe ich einfach eingeritzt, dahinter kommt der Schornstein 89...



      Den dahinter liegenden Niedergang werde ich wie den Kompass mit Hilfe eines Bauteils aus der "Belle Poule" konstruieren, auch wenn ich erstmal gucken muss, wie der überhaupt auf diesen Kuttern aussah.
      @petcarli: Ne, die "Nagelbank" bleibt so wie sie ist, ohne Belegnägel. So kommen die Hands auch besser dran, das Boot nimmt schon recht viel Platz ein zwinker2 ...
      Bis dahin
      Nat
    • Ahoi @Nat Drinkwater

      es ist immer wieder eine Freude, euch auf eurer Werft einen Besuch abzustatten, Meister Drinkwater. Der König braucht Schiffe, jawohl, und nicht nur die fetten Dreidecker, auch die kleineren Einheiten sind enorm wichtig! Und so entsteht hier in diesem schönen Hafengelände ein Schiff nach dem anderen, und auch wir liefern dazu unseren bescheidenen Beitrag. Euer Kutter wird ein Schmuckstück, das ist jetzt schon zu erkennen, genau wie eure Bellona.
      Wohlan denn - die Pflicht ruft. Gehabt euch wohl, Sir - und kommt doch mal auf einen Becher Rum bei mir vorbei! Auf meiner Werft sind die Arbeiten am Großmast nahezu abgeschlossen - das sollten wir so unter Werftmeistern begießen, will ich meinen.

      Also, bis dann!

      Gruß

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
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      Ahoi zusammen,
      tja, @Bonden, das hat man nun davon, wenn man einer lieben Einladung folgt und auf dem Werftgelände der Mercury "versackt"...da kann es ja hier ja nicht weitergehen.
      Trotzdem: Vielen Dank für die Blumen...und die Einladung. Wobei: Auf deinem Werftgelände lunger ich eh schon immer viel zu lange rum. Aber das ist auch eine unschätzbare Hilfe klasse1 und es ist einfach immer wieder klasse, wie konsequent und kompetent du an die Details gehst. Ich sehe zu und lerne... pc2 ...
      So, Rausch ausgeschlafen...und weiter geht es hier:
      Nach einigem Rumsuchen im Netz habe ich Holzmodelle des ungefähr kontemporären Kutters HMS Hunter gefunden, und der hatte an der Stelle im achteren Bereich des Decks tatsächlich einen Niedergang. Da also ist meine Vorlage!
      Ein Scan des Niedergangs der "Belle Poule" lieferte das Rohmaterial, das mit Hilfe von GIMP entsptrechend aufbereitet und zurechtgestutzt wurde:



      Unten links erkennt man das Kompasshäuschen, auch der "Belle Poule", das zwar laut Woodman aus Messing sein sollte, aber...so what! Das hier tut´s auch grins 3 .
      Nach ein bißchen Nachfärben und Anpassen der Größe, dem Aufbringen von Türen und Beschlägen konnte das Ganze auf Deck angebracht werden:



      Die Gräting ist auch schon drauf, und das Kompasshäuschen befindet sich in brauchbarer Entfernung der noch zu installierenden Ruderpinne.
      Aber jetzt kommen erst mal...die Kanonen...
      Och ne, da hab ich jetzt direkt keine so große Lust drauf...da gehe ich doch erstmal wieder zur Bellona: Da geht es jetzt schließlich in die Höhe. Das ist etwas spannender als Kanonen takeln, aber...keine Bange, da gehe ich trotzdem bald dran. Watt mutt, datt mutt!
      Zum Abschluß noch ein Überblick:



      Es wird verlegen2 ...
      Liebe Grüße
      Nat