USS Alarm - 1:275 waldenmodels + scratch

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    • USS Alarm - 1:275 waldenmodels + scratch

      Hallo alle miteinander,

      ich brauche mal wieder was schiffiges, bei dem ich einfach einen Plan abarbeiten kann!
      Außerdem habe ich auf meinem Steampunkdiorama Platz für einen Hafenbereich gelassen, der mit einem Wasserfahrzeug gefüllt werden will.
      Die Suche nach dem passenden Kandidaten hat mich zu waldenmodels.com geführt und ich bin bei der USS Alarm gelandet.
      Ein größeres Experimental-Spierentorpedoboot mit gewaltigem Rammbug und einer fetten Kanone vorne drauf!

      Mehr über das Schiff werde ich im Folgenden berichten, oder ihr lest schonmal auf der wikipedia nach.

      Wie ihr ja schon von mir gewohnt seid, werde ich den Bogen nur als Grundlage verwenden, daher wird im Folgenden wenig Aufschlussreiches für euch kommen, ob der Bogen gut baubar ist oder nicht - schonmal sorry dafür.

      Soviel vielleicht aber doch - es gibt eine ausführliche Geschichte in Deutsch und einige übersichtlich numerierte 3D Zeichnungen.
      Die Bauteile sind auf 2 Seiten verteilt und nach Baugruppen numeriert. Der Bogen gibt "254" Teile an.
    • Rumpf

      Nach reichlicher Überlegung habe ich mich dafür entschieden, mit dem Rumpf anzufangen! denk1

      Das Modell ist als Wasserlinien und Vollrumpfvariante baubar...ich entscheide mich natürlich für den Vollrumpf, da sonst der größte Teil des Rammbugs verloren geht.
      Auf knapp 19cm Rumpflänge tummeln sich 23 Spanten! Überwasser sind es dagegen nur 8.
      Die Rumpfbeplankung wäre mit einem großen, durchgehenden Teil pro Seite vorgesehen...ich mache aber wieder meine Graupappeplankentechnik. Ein Dranhalten des vorgesehenen Rumpfteils lässt mich vermuten, dass es ziemlich exakt passen dürfte. Aber das wäre halt nicht mein Stil frech 6
      Deswegen gibts jede Menge 1mm breite Graupappestreifen.






      Der nächste Eintrag kommt dann, wenn der Rumpf geschlossen ist.

      Viele Grüße
      Ludwig
    • Hallo Ludwig,

      sehr interessantes Modell.
      Auch die anderen Modelle auf waldenmodels.com sind sehr ausgefallen aber auch sehr interessant.
      Sieht man nicht alle Tage. ja 2 Was es so alles gibt. cool1


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo Ludwig,

      da hast Du dir aber wieder etwas feines auf die Matte gelegt.
      Der Anfang sieht schon wieder sehr verdächtig nach einem Top Modell aus.
      Da werde ich auf jeden Fall immer wieder vorbei schauen. ausguck2

      LG Ralf
      Wenn ich mich in meinem Bürostuhl zurück lehne, klappen mir die Augen zu.. Bin ich eine Puppe? kratz1
    • Hallo ihr!

      Ja bei waldenmodels gibts ein paar wirklich ausgefallene Modelle! Das Spindelschiff habe ich auch gekauft, das wäre für dieses Diorama aber zu ausgefallen und auch etwas zu lang.

      Der Rumpf ist seit heute geschlossen!




      Heute habe ich mich mit dem Deck beschäftigt. Das gelbliche Originaldeck ist mir zu gelblich und ich habe wieder meine Deckstechnik angewendet...auf schwarzen Tonkarton wurde mit einem groben Borstenpinsel in Längsrichtung des Schiffes die gewünschte Farbe aufgetragen (helles Grau/Braun). Anschließend habe ich das Originaldeck draufgelegt und die Deckskonturen mit dem Messer durchgeritzt und das zerfledderte Originaldeck dann abgezogen.
      Im nächsten Schritt kommt das neue Deck dann auf dem Rumpf und es geht ans Schleifen.




      Bis bald!
      Ludwig
    • Stahlplatten am Rumpf

      *mühsam ernährt sich der Elefant im Porzellanladen*

      Dieses alte Sprichwort trifft auch bei der USS Alarm zu..es geht sehr gemächlich vorwärts.
      Im Internet findet man verschiedene Bilder der USS Alarm...einmal mit einem völlig glatten Rumpf, fast wie bei einem perfekt gespachtelten Plastikmodell, auf anderen Fotos sieht man die einzelnen Stahlplatten sehr deutlich... Da die genieteten Stahlplatten wesentlich interessanter aussehen, will ich versuchen, diese Optik nachzuahmen und habe meinen Nietenroller bemüht.
      In schwarzes Scherenschnittpapier habe ich 4mm breite und etwas mehr als einen Zentimeter lange Rechtecke geritzt und bin dann mit dem Nietenroller von hinten drübergegangen. Das erzeugt eine sehr schöne Struktur. Dann habe ich die Streifen auseinander geschnitten und diese auf den Rumpf aufgeklebt.




      Zum Schluss kamen, wie beim Original, schmale Streifen/Bänder über das Unterwasserschiff und ich habe das UWS mit dunkelroter Farbe dünn übermalt, sodass die Struktur nicht verloren geht.


      Das war's schonwieder.
      Bis bald
      Ludwig
    • Moin Ludwig
      Sehr schön. wie sauber du ein solch kleines Schiff baust. Die Idee mit den 1 mm Graupappenstreifen grenzt ja schon bald an Selbstkasteiung.
      Eine geniale Idee mit dem Nietenroller. Ist bei mir gespeichert. Bein den Moderen Schiffen nicht zu gebrauchen, da sie alle geschweißt sind, aber vielleicht bauen ich noch ein 1. WK Modell

      Otto
    • Hallo alle zusammen!

      in den letzten Tagen habe ich wieder ein paar Kleinigkeiten geschafft.
      Es wurden die Bordwände samt Stützen angebracht



      Außerdem habe ich die Vertiefung vorn im Bug "befüllt". Hier möchte ich Nachbauern zusätzlich zum MIttelspant zwei weitere kleine "Stützen" rechts und links neben dem Spant empfehlen, auf denen man die einzusetzende "Tasse" besser auflegen kann.


      Tja und dann kam noch die "Füllung" in Form einer 15" Vorderladerkanonen samt Takelung...Ich nehme mal an, die hätte man im Angriffsfall eh nur einmal abfeuern können. Das Rohr ist massiv aus Zahnstocher, der Rest ist gelasert und die Takel aus Draht.


    • Außerdem habe ich den Schornstein gebaut.
      Die Teile habe ich auf schwarzen Tonkarton übertragen, um die selbe Farbe, wie beim Rumpf zu kriegen.
      Ließ sich sehr gut bauen diese "Rohr-in-Rohr-Konstruktion"!


      Im Baubogen sitzt der Schornstein exakt gerade auf dem Boot, was die meisten historischen Bilder bestätigen. Das bekannte Modell, das auch vor 2 Jahren auf der Gomo zu sehen war zeigt einen etwas geneigten Schlot..auch davon gäbe es Bildbeweise..vielleicht wurde auch das einmal umgebaut. War ja immerhin ein "Versuchsschiff".

      Schönen Sonntag!
      Ludwig
    • Servus Ludwig,

      schaut sehr gut aus!
      Die Nietung der Platten kommt optisch sehr gut zur Geltung!

      Ein Augenöffner ist der Dahlgren Vorderlader mit 15"!
      Das ist ein Kaliber von 38,1cm!
      Über den Rückstoß denk ich lieber nicht nach.
      Das Gewicht des Rohres ist auch nicht ohne.
      Das würde auch die Rumpfform erklären, die an der Stelle ordentlich Auftrieb liefern muß.

      Tja, es war damals ein Experiment ....

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo ihr!

      Danke für's Reinschauen!
      Bei der dicken Kanone frage ich mich eh, wie das gehen soll. Könnte mir vorstellen, dass man vielleicht vor der Ausfahrt geladen hat und im Ernstfall eh nur einen Schuss hätte abfeuern können. Aber 1880 hätte ein einziger Treffer mit so einer Mumpel sicher auch ein größeres Schiff mindestens schwer beschädigt.

      Ich habe endlich mal wieder ein paar Kleinigkeiten gebaut und das Deck weiter gefüllt.
      Jetzt fehlen noch Anker und Beiboote und die "Schraube".






      Viele Grüße
      Ludwig
    • Servus Ludwig,

      das mit der dicken Knallbüchse geht sich schon aus.
      Zum Laden wurde das Gerät auf seinem Schleifrapert ganz nach hinten gezogen, sofern der Rückstoß dazu nicht gereicht hat und vorne war der Bug offen.
      Damit ist genug Platz zum Hantieren mit der Ladung und den diversen dazu benötigten Gerätschaften.

      Schaut echt gut aus der Kleine.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


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      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo miteinander und ein Frohes Neues Jahr!

      Es geht weiter mit ein paar Kleinigkeiten. Viel ist eh nicht mehr zu machen an der Alarm.

      Antrieb
      Die Alarm war ein Versuchsschiff und hatte eine Art Vorläufer des "Voith-Propellers" und kein Ruder. Das hat sie wohl manövrierfähig gemacht ("dreht auf der Stelle") aber eben nicht die gewünschte Geschwindigkeit gebracht.
      Für ein Steampunk-Diorama ist das natürlich perfekt




      Außerdem wurde das Unterwasserschiff mit einer Siff-Schicht aus Watte und grünbrauner Farbe überzogen.
    • Hallo Klueni,

      ja die Alarm ist ein echt skuriles Modell. Der Rammbug ist genauso lang wie bei der eigentlich viel größeren Dupuy de Lôme und die hat schon einen ziemlich mächtig gewaltigen!
      Soviel Skurilität auf kleinem Raum was deshalb genau das Richtige für mich.

      Vielen Dank auch an alle "Gefälltmir"er

      Beiboote
      Zum (fast) Schluss waren noch zwei Beiboote zu bauen.
      Ich habe wieder wie bei mir üblich eine Form gebaut und über diese eine Schale aus Zellstofftaschentuch geformt. Diese dünne Schale wurde dann mit Papierstreifen beplankt und beim kleineren Boot innen ausgebaut. Das große bekam nur eine Plane.






      Und an den Davits
    • Gatling guns

      Als Sekundärbewaffnung habe ich noch zwei Gatling Kanonen gebastelt. EIgentlich müssten es vier sein, aber ich habs bei zwei belassen.
      Die Rohre sind aus 6 Besenborsten, der hintere Teil ist aus Drahtisolation. Eine kleie Kurbel aus einem Drahstück ist auch dran.


      Trittstufen wurden auch noch an die Bordwand gebaut.


      Die Verspannung des Schornsteins hatte ich zwischenzeitlich schonmal aus Besenborsten gebaut, das war aber viel zu klobig und ich habe es gebondent und durch Fliegenfischgarn ersetzt.

      Schlussendlich kamen noch zwei sächsische Fantasie-Fahnen an die Flaggstöcke und der Kahn war fertig!
    • Servus Ludwig,

      ein traumhaftes Modell! Gratulation zur Fertigstellung beifall 1 beifall 1 beifall 1
      Das von Wind und Wasser angenagte Aussehen und der "Bart" am UWS, Spitze!

      Liebe Grüße

      Wiwo

      PS.: IMG_1897.JPG möchte auch noch als Vorschau eingefügt werden. Also wirklich, kaum ist unser Wächter der Bilderordnung ausser Dienst, lässt auch schon die Disziplin nach .... zwinker1
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


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      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Ludwig,

      ein Haufen "Likes" sagt dann diesmal mehr als Tausend Worte! daumen1
      Die Antriebsanlage ist aj hochinteressant! Was es alles so gegeben hat! Danke u.a. für die Bekanntmachung!
      Was weht denn da für eine Flagge am Heck? Ist das Phantasie da das Modell später in einem anderen Zusammenhang erscheinen wird?

      Viele Grüße,
      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

      arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/

      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Ludwig,

      habe gerade erst Dein doch recht ungewöhnliches Schiffsmodell entdeckt - was da früher nicht so alles über die Wellen gefahren ist....

      Gratuliere zur Fertigstellung - sieht schon recht seltsam aus, dieses Dingens....

      Aber sehr fein gebaut! beifall 1

      Servus
      hvt
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
    • Hallo miteinander,

      danke für eure netten Kommentare. Das Schiff war echt ein richtiges Versuchsboot. Der Antrieb hat nicht so funktioniert und es wurden später noch andere Varianten verbaut. Außerdem steht in der Beschreibung, dass es durch Flutung von Wassertanks sozusagen "tiefergelegt" werden konnte und auch der Schornstein eingezogen werden konnte, um die Silhouette zu verkleinern oh1

      Was die Fahne angeht...das ist wie gesagt eine Phantasiefahne, weil das Boot eigentlich für mein Steampunk-Diorama geplant war. Ob das allerdings jemals fertig wird ist zur Zeit fraglich. Vielleicht kriegt das Boot sein eigenes kleines Diorama und noch eine US-Flagge...wir werden sehen.

      Viele Grüße
      Ludwig