Angraf / Wagon 120A / 1:25

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    • Hallo zusammen,

      ein kurzes Lebenszeichen von mir - und dem Waggon.

      Die Kleinteile die an den Drehgestellen noch zu verarbeiten sind, motivieren mich gerade nicht, also flugs was größeres ausgesucht. Trenn- und Außenwände und jede Menge Teile für die Fenster. Die Teile für die Fenster im Bogen waren nicht ganz so optimal, also hab ich das etwas abgeändert. D.h. ich hab mal wieder ein paar Kopien von den Fenstern gemacht und daraus einen Prototypen (rechtes Bild, unten Mitte) gebaut. Damit war ich zufrieden, d.h. es wird so umgesetzt.

      Die letzten 2 Tage ja habe ich dann nur Fensterteile ausgeschnibbelt und mal alle Teile am Schreibtisch ausgelegt.



      Jetzt heißt es alles zusammen zusetzen und die Teile zu verdichten. Das wird ein wenig dauern. Aber es geht voran.

      Bleibt Gesund!

      Gruß,
      Stephan
    • Hallo zusammen,

      danke für die netten Kommentare und die Daumen.

      Ich hab die ganzen Teile dann "verdichtet" und so vor mich hin gebastelt, immer am überlegen was ich in welcher Reihenfolge mache. Handlich ist das Teil am Ende ja nicht, deswegen ist ein "Schlachtplan" hilfreich, um zu vermeiden das Teil ständig umzudrehen oder zu kippen.

      Zuerst mal die 6 Teile für die Wände zusammengebaut und mit den Tischchen, Abfalleimern den Schaltern für Licht/Heizung (vermute ich mal) vorbereitet, die Endstücke in Form gebracht. Der Wände sind mit 1 mm Karton im Kern versehen, das ist stärker als im Bogen vorgegeben, aber so konnte ich die Fenster mit mit meiner Adaption auch beweglich gestalten. Zum anderen gibt das der ganzen Konstruktion auch mehr Stabilität.



      Dann wurden die Trennwände Abteil/Einstiege montiert sowie die Akku-Packs angebracht. Anschließend ging es dann ans Verschließen des Kastens



      Das hat gut geklappt, d.h. die langen Vorarbeiten haben sich ausbezahlt. Bei den Einstiegen habe ich die obere Strebe kräftig mit Karton verstärkt, sozusagen einen massiven Türsturz eingezogen. Die Konstruktion gibt das her. Damit ist der Kasten sehr stabil und er hängt nirgends durch, wenn man ihn anhebt, bzw. wenn er nur auf den Achsen der Drehgestelle sitzt.



      Noch ein paar Blicke hier und Da auf den Wagon





      Und damit hat es sich schon mit den Neuigkeiten.

      Die Sitzgruppen kann ich leider noch nicht montieren, da sich gezeigt hat das die Schalter für Licht/Heizung an den Kopfstützen anstossen. D.h. im Bogen sind die Markierungen zu niedrig. Das ist mir nicht aufgefallen. Ich hatte zwar vieles im Blick, aber das ist mir durch die Lappen gegangen. Die Sitzgruppen können also nicht stumpf an die Wand geklebt werden.

      Ein Abstand der Sitzgruppen von 1.5 mm ist erforderlich, und da hab ich mir gedacht das ich da noch Armlehnen anbringen könnte. Das sieht dann wie gewollt aus und wie eine Recherche im Netz gezeigt hat, sind Armlehnen auf der Wandseite nicht verkehrt, nur Der Abstand ist dann geschummelt.

      Schönen Gruß,
      Stephan
    • Hallo Freunde,

      danke1 für die Daumen und die Kommentare.

      @maxl das hat sich fast von selbst ergeben, ist ein nettes Gimmick. Nur Fenster putzen hab ich vergessen

      @Uwe F. die Schummelei hat es gebraucht, denn bei den Türen hätten die Sitzgruppen am Fensterrahmen gekratzt. Das mit den zus. Armlehnen verkauf ich mal als "muss so sein" happy 2

      Die zusätzlichen Armlehnen auf der Fensterseite sind ähnlich wie die am Flur, nur etwas kürzer, enden also an der unteren Kante der Sitzbank. War die einfachste Lösung und hat schlicht den nötigen Abstand gebracht. Sieht auf alle Fälle nicht so verkehrt aus.

      Für den Fahrgastraum waren noch die Gepäckablagen zu machen. Die ursprüngliche Idee, das wie beim Bus zu lösen (Rahmen mit PS-Stäbe als Einlage), hab ich aber schnell verworfen. Also hab ich versucht die wie gegeben aus dem Bogen zu bauen. Die Teile waren mit 0.5er Karton zu verstärken, durch beidseitige Laminierung war das also knapp 1 mm. Ich war reichlich skeptisch ob das wirklich was wird, denn die Streben sind recht filigran. Also einfach begonnen und mal probiert wie sich das entwickelt.

      Das war eine echte Strafarbeit, ging aber doch komplett ohne mich zu verschneiden. Allerdings ist der linke Zeigefinger taub, nicht vom Messer, sondern vom anpressen des Lineals. Es waren insgesamt 710 Freiräume zu schaffen. Die kurzen Kanten wurden gestichelt, das ging flott, aber die längeren Kanten wurden ganz vorsichtig am Lineal geschnitten. Dabei wurden immer 4 Schnitte an einer Kante gemacht, um das Material nicht zu stressen. Am Ende waren somit 5680 Schnitte gemacht, nur um die Löcher rein zu bekommen. Damit hätte man auch ein ganzes Modell ausschneiden können.



      Die Ablagen haben nur an der äußeren Kante etwas Farbe bekommen, da der Druck sehr helles Grau ist, fällt bei den Löchern die weiße Schnittkante nicht so auf - zumindest bilde ich mir das ein.

      Bevor die Sitzgruppen dann eingebracht wurden, habe ich noch die Schalter die nach unten gezeigt haben, um 180° gedreht, so das diese auch nach oben zeigen und nicht hinter der Kopfstütze der Sitzgruppe verschwinden. So schaut es auch besser und stimmiger aus.

      Sitzgruppen eingebracht, hier und da noch eine Kleinigkeit bei den Sitzgruppen an den Türen korrigiert und dann die Gepäckablagen montiert. Damit ist der Fahrgastraum soweit fertig und der Wagon präsentiert sich von weitem so:



      Dann ein paar Blicke in den Wagon geworfen







      Als nächstes werde ich mich an die Enden des Wagons machen, d.h. Toiletten montieren und die letzte Türen montieren. Danach werde ich mich um das Dach kümmern, die Idee ist das zumindest teilweise abnehmbar zu machen. Die Segmentierung des Wagons bietet sich ja da schon fast an. Wie ich das aber löse, weiß ich noch nicht genau.

      Schönen Gruß,
      Stephan
    • Hallo Stephan,

      Da kann ich auch nur sagen geeeeeeeennnnnnnniiiiiiiiiiaaaaaal !

      Tja, dass war sicher eine Sissiphus-Arbeit, aber ich staune wie sauber Du dieses Aussticheln geschafft hast. Ich glaube, dass ich nicht einmal auf solch eine Idee gekommen wäre. In der Menge und der Dicke hätte ich das sicher auch nicht geschafft!

      Viele Grüße
      Fritz
    • New

      Hallo Freunde,

      ganz herzlichen danke1 das Ihr hier noch vorbei schaut und so aufbauende Kommentare da lasst. Auch die vielen Daumen freuen mich sehr. Zugleich tut es mir leid das ich nicht mehr so aktiv im Forum bin, ich schau regelmäßig rein, bin dann aber irgendwie "Maulfaul". rotwerd1


      Weiter im Text: d.h. die Enden des Wagons mussten fertig gestellt werden, bevor man sich dem Dach widmen kann. Also erstmal die Türen montiert, an einem Ende kamen ein paar Ablagen, am anderen noch ein Schaltschrank sowie jeweils eine Toilette.



      Diese ist eher spartanisch eingerichtet, aber zweckmäßig. Auch wenn einem hier wohl das Schicksal öfters einen Streich spielt motz1



      Ach ja - bevor die Türen montiert werden konnte, musste das Endstück des Dachs vorbereitet werden, damit die Tür bzw. der Türrahmen auch korrekt platziert werden konnte. Auch hier hab ich ich wieder der Gummibänder bedient - sanfte Gewalt um das ganze die Form zu geben.



      Das Dach habe ich in mehrere Segmente unterteil, da es besser handzuhaben ist und ich einen Teil abnehmbar gestallten wollte.

      Die Lampen waren im Bogen einfach ein graues Kästchen, was der Milchglashaube der Neonröhren wohl nahe kommt. Aber das hat mir nicht so gefallen. Außerdem war ja der Plan noch Licht ins Innere zu bringen. Also die Lampen ein wenig "gepimpt". Nicht sonderlich edel, aber brauchbar.



      Und dann ging es stumpf ans Dach, Segment für Segment. Wie man im nächsten Bild sieht, kann man das Mittelteil des Dachs herausheben. Somit kann dann mit dem Licht später ein "Triptychon" realisiert werden. Wenn das mittlere Segment auf ist, ist ein Ende beleuchtet, in die Mitte kann man von oben rein sehen und das andere Ende dann unbeleuchtet. Wenn das Mittelteil eingesetzt wird, ist der ganze Wagon mit Licht geflutet.



      Hier nochmal ein Blick auf ein Ende. Die Beleuchtung bleibt bis nach dem Wettbewerb aus (Reglement GS 2020), die HW kann ich momentan leider nicht verbergen. Wen es interessiert: das war eine einfache 20 LED Lichterkette mit Batteriefach, also "low cost" (ca. 4 €) und "brain dead simple".



      Hier soll man erkennen können das das Dach in der Flucht ist.



      Damit ist für mich ein großer Bauabschnitt fertig, die Verkleidung des Dachs ist eigentlich nur noch Pflicht, die Kür mit dem Wagenkasten wurde akzeptabel beendet.

      Ein Manko: Die Scheiben sind nicht absolut plan, sondern ganz leicht gebogen. Das führt zu unerwünschten Reflexionen. Das Material ist das gleiche das ich bereits bei der Tram und dem Bus verwendet habe. Ich denke das Problem sind die dünnen Rähmchen, die dem Plastik nicht genügend Widerstand entgegen setzen, wenn es Temperaturbedingt minimale Schwankungen gibt. Who knows ...

      Mittlerweile habe ich doch etliche Sachen angepasst und leicht abgewandelt, damit es passt bzw. so wird wie ich es mir vorstelle. Ich empfinde das als spannende Herausforderung, wenn man nicht nur nach Plan baut, sondern ein wenig mit in die Planung einbezogen und gefordert wird. Irgendwie hab ich das Gefühl als ob der Konstrukteur genau das bewirken wollte: Im großen und ganzen passt es, aber denk dich da rein und dann siehst Du schon was zu tun ist. Sei kreativ. arbeit2

      Schönen Gruß,
      Stephan