Frachter SS Baychimo in 1/250, konstruiert von David Hathaway

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Frachter SS Baychimo in 1/250, konstruiert von David Hathaway

      New

      Die Baychimo ist eines der größeren Modelle von David Hathaway. Das Original musste 1931 im Eis vor Alaska aufgegeben werden und driftete dann noch Jahrzehnte als Geisterschiff.
      Wahlweise könnte man auch die "Angermanelfven" bauen. Unter diesem Namen fuhr der Frachter ursprünglich für die Baltische Reederei.



      Un an dieser Stelle habe ich schon die erste Frage: Fotos vom Original zeigen m.E. einen deutlich höheren Schornstein oder irre ich mich da:

      thevintagenews.com/2018/02/05/ss-baychimo/

      elitereaders.com/ss-baychimo-m…ghost-ship-of-the-arctic/

      canadashistory.ca/explore/tran…ion/s-s-baychimo-icebound
      Sollte ich den Schornstein verlägern?

      Außerdem zeigt das Foto vom dritten Link ein recht ausgeprägtes Gerüst auf dem Deckshaus vor dem Schornstein, das im Modell nicht vorhanden ist.


      Die Anleitung kombiniert wie bei David Hathaway üblich Text und Skizzen. Man muss etwas aufpassen, die angegebenen Nummern in der Bild- bzw. Text-Anleitung weichen
      wiederholt untereinander und von den Nummern an den Teilen ab.





      Teile 1-18 (Grundplatte, Mittelträger, Spanten ) (21 + 16 = 37 Parts)

      HIer erwartet einen das wohlbekannte Gerüst vieler Schiffsmodelle. Folgendes ist zu beachten:


      1) Die Lager für die Masten können durch das seitliche Ankleben von Winkeln verbreitert werden, so hat der Mastfuß später eine größere Klebfläche
      2) Um den Teilen 17 und 18 besseren Halt am Mittelträger zu verschaffen wurde in passender Höhe ein Winkel am Mitteträger angeklebt, auf dem 17 bzw. 18 dann aufruhen.
      3) Die Löcher für Anker und Ankerketten sollten ausgestochen werden. In diesem Fall sind aber die ersten beiden Rumpfsektionen schwar zu färben, um Blitzer zu vermeiden.
      4) Die Textanleitung schreibt, dass Spant 5 nach vorne zeigen muss, es ist aber Spant 13 - neben dem Teil steht dies auch korrekt.

      Spant 13 irritiert: Was sollen die schwarzen Flächen darstellen?




      Damit das "lower well deck" (19) genug Auflagefläche hat, ist der untere Teil der Spanten 13 und 15 mit verdoppelten Teilen zu bekleben. Die oberen Kanten dieser Teile wurden farblich passend zu Deck 19 angelegt, um Blitzer zu vermeiden:




      So sieht dann der fertige erste Bauschritt aus:




      Teile 19-25, 26, 38-41 (Decks, Wänder der Brücke bzw. des achteren Aufbaus, Seitenwänder der LAdeluken ) (32 + 21 = 53 Teile)

      Die drei Decks (19-21) verfügen über ausgedehnte Schanzen. Um Blitzer zu vermeiden, sollten diese alle am oberen Rand schwarz gefärbt werden:



      Wie man sieht, sind am Deck zwei Ausschnitte zu machen, ein großer hinten und ein kleiner im Bereich der Kommandobrücke:


      Mir ist leider zu spät eingefallen, dass man hier anders hätte vorgehen können: Beim Mittelträger und den Spanten alle über das Hautdeck hinausragenden Teilstücke abschneiden und aus dem Hauptdeck keine Flächen ausschneiden. So bekommt man ein viel leichter zu verlegendes und stabileres Hauptdeck.
      Die weggeschnittenen Teile kann man dann wie vorgesehen als stabilisierendes Gerüst in die Aufbauten einkleben.

      Vor der Montage der Dechs habe ich die Aufbauwände und die Wänder der Ladeluken auf die Decks aufgeklebt. Alle Klebelaschen wurden hierbei entfernt und durch hinterklebte Winkel ersetzt. Hier zum Beispiel die vorderste Ladeluke:

    • New

      Teile 19-25, 26, 38-41 (Decks, Wänder der Brücke bzw. des achteren Aufbaus, Seitenwänder der Ladeluken ) (Fortsetzung)

      Aufbauwand mit hinterklebten Klebelaschen:



      Vor der Montage des Hauptdecks sollten die Punkte durchnadelt werden, durch die später Fäden der Takelage etc. geführt werden:



      Das führt mich zu meiner nächsten Beobachtung: Das Foto auf dem dritten Link des vorherigen Beitrags zeigt eindeutig. dass schmale Wanten vorhanden waren. Deren Herstellung ist mir leider trotz verschiedener Versuche mit mehreren bekannten Methoden nie befriedigend gelungen, optisch stören mich die aufeinandergeklebten Fäden einfach zu sehr. Schade, dass es hier nicht einmal eine Schablone gibt, nach der man ein Laserteil erstellen könnte.

      Das Backdeck mit ausgestochenen Löchern für die Ankerketten bzw. in der Schanz - die Löcher in der Schanz sind oval - leider sind die entsprechenden Löcher in der Bordwand rund.




      Das war es fürs Erste. Die Bordwände sind mittlerweile montiert, waren aber vor allem im Heckbereich kniffelig. Dazu demnächst mehr.

      Curmudgeon
    • New

      Hallo Lars,

      eine interessante Historie hat das Schiff. cool1

      Ich wünsche dir viel Spaß beim Bau des Modells. Der Bogen macht - von außen betrachtet - einen sehr guten Eindruck.
      Werde öfters mal bei dir vorbeischauen.


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • New

      Moin, alter, ärgerlicher Kerl -why? grins 2
      viel Erfolg bei diesem tollen Modell!
      Bei Davids Bögen muß man immer damit rechnen, daß Teilenummern nicht immer richtig sind. Das ist eben so!!! Ich habe schon einige Sachen von David gebaut; super, schön konstruierte Modelle, nach interessanten Vorbildern.
      Bin gespannt wie dieser alte Dampfer wird
      Gruß
      Ralph
    • New

      Ein sehr interessanter Bau, den schaue ich mir auch an. ausguck1
      Ich habe mir den Bogen auch vor einiger Zeit bestellt und möchte irgenwann das Modell als ANGERMANELFEN der Baltischen Reederei bauen.
      Die Wanten könnte man doch recht einfach selbst zeichnen und lasern. Wenn es soweit ist gib mir doch mal die vom Modell abgenommenen Längen durch, dann versuche ich es mal. Ich kann sie dann ja auch gebrauchen ......
      Viel Spaß beim Bau,
      Gruß Markus
    • New

      Ein schönesModell, und vor allem wieder einmal eins von David. Fürmcih gehören diese Modelle zu den ausgewogensten auf dem Markt.
      Daher bin ich immer gerne dabei!
      Und das mit den Teilenummern, wie sagte mir mal ein Kollege eines anderen Verlages? "Es sind halt keine plug'n play-Modelle"... happy1

      Viel Spass bei diesem schönen Dampfer!

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • New

      Servus Lars,

      ich habe das Modell als Angermanelfven in der Vitrine stehen.
      Soweit ich das noch in Erinnerung habe, ging mir der Bau recht flüssig von der Hand
      und macht auch was her: 3. Platz bei der GoMo 2016 in Wien.

      Dieses Schiff wurde von den Engländern als Kriegsbeute von den Deutschen einkasiert und mehrmals umgebaut. Ich denke das Modell von David zeigt nicht den letzten Bauzustand.

      Viel Spass beim Bau
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • New

      Hallo,

      vielen Dank für das vielfältige Echo !

      Auch ich schätze die Modelle von David Hathaway sehr und habe über die Jahre von seinen Schiffen schon eine ganze Reihe gebaut. Das Highlight für mich ist dabei die "Peder Skram".

      Hallo Markus,

      vielen Dank für Dein Angebot, ich werde dann zusehen, die Außenmaße exakt abzunehmen. Den Fotos zufolge waren die Wanten schmal und hatten nur ein "Fach" oder wie da der Fachausdruck lautet.


      Hallo Gerhard,

      ich habe auch etwas geschwankt, so ein kleiner Frachter aus der Kaiserzeit passt sonst 100% in mein Beuteschema, aber die Geschichte der Baychime war einfach zu verlockend.

      Weißt Dueigentlich, wo die Leitern (Teil 80) hinkommen? Die Textanleitung verweist auf eine Skizze, aber da finde ich nichts und auch in einem anderen Baubericht steht drin, dass keine Angabe gefunden werden konnte.

      Curmudgeon
    • New

      Hallo Lars,
      eigentlich ist nur die Länge interessant. Die Webeleinen (also die Querstricke auf denen man klettert) wurden hier nur zwischen zwei Wanten gespannt. Ansonsten ist Anordnung ziemlich standardisiert, die Wanten sichern nach vorn und haben daher einen leichten Versatz nach achtern. Vermutlich kann man die Wanten anderer Schiffe z.B. Auguste Viktoria oder Schwan II einscannen und in entsprechender Länge als Vorbild fürs Lasern verwenden.

      Gruß Markus
    • New

      Curmudgeon wrote:



      Weißt Dueigentlich, wo die Leitern (Teil 80) hinkommen? Die Textanleitung verweist auf eine Skizze, aber da finde ich nichts und auch in einem anderen Baubericht steht drin, dass keine Angabe gefunden werden konnte.
      Servus Lars,

      ich habe mir den "Kleinen" noch mal genau angeschaut. Ich habe damals keine Leitern verbaut, nur Niedergänge - und das waren LC-Teile, also nicht aus dem Bogen. Ich vermute, dass Leitern für die Angermanelvfen Version nicht vorgesehen waren.
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • New

      Hallo Gerhard,

      das könnte sein, denn bei der Baychimo gibt es z.B. bei der Kommandobrücke oben noch die Kompassplattform, da müsste eigentlich eine Leiter hinführen.


      So, weiter im Text: Die Latrinen (27 und 28) wurden nicht vor den Bordwänden angebracht. Sollten sich bei letztgenannten leichte Verschiebungen ergeben, könnte man dann bei den latrinen das noch nachträglich zurechtmogeln.



      Teile 29-32 (Bordwände) (33+ 4 = 37 Teile)


      Die Bordwände bereiteten mir einige Probleme:
      a) Trotz exakten Ansatzes an den Markierungspunkten verschob sich die Bordwand nach vorne hin um knapp 1mm. Hier passten dann die Schanzteile nicht exakt aufeinander und mussten getrimmt werden – ein mühseliges Unterfangen.
      b) Der Streifen 31c (auf dem Bogen fälschlich als „31a“ bezeichnet (31a ist eine Lasche) passt nicht wie angegeben auf die Lücke zwischen 29/31 und Heckteil 31b, in Kartonstärke ist er viel zu sperrig für die massiven Biegungen, die er machen muss. ich sehe hier nur eine Lösung: das Teil spalten.


      Vor der Montage der Bordwände sollte man, um Blitzer zu vermeiden, die Kante der Grundplatte rot und die Ränder der hochgeklappten Schanzteile auf den Decks anthrazit gestrichen haben.

      Auf die Bordwände kann man etliche kleine Klappen kleben. Die kommen bei mir erst in der Endmontage dran, sonst läuft man beim Weiterbau Gefahr, sie durch Berühren etwas abzurubbeln.Die Konturen für diese Klappen wurden teilweise übermalt, um Blitzer zu vermeiden.

      Die Bordwände 29 und 31 erhielten vorne und hinten im oberen Bereich (Übergang zu 31b) Klebelaschen.



      Am Heck muss man bedenken, dass Teil 31b NICHT exakt auf der Bordwand 29 bzw. 31 zu ruhen kommt. Hier ist ein schmaler Spalt vorgesehen, AUF den der oben erwähnte Streifen 31c geklebt wird.



      Auf die Schanzen kommen 10 schwarze Streifen, die leider keine Nummern erhalten haben. Auch hier war ich zuerst etwas skeptisch, ob sich diese Teile, die alle schnurgerade sind, an die z.T. vorhandenen Rundungen der Bordwand anpassen. Die Sorge war unbegründet, alles passt exzellent! Allerdings sollte man zuerst die Schanzstützen (Teile 33, immerhin 52 Stück) anbringen und dann die Streifen aufkleben, so lassen sich die Stützen leichter positionieren und außerdem stützen die Teile 33 die schwarzen Streifen ab.