Dampfschlepper WOLTMAN; Passat 1:250

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    • Dampfschlepper WOLTMAN; Passat 1:250

      Moin zusammen,

      nach dem Mammut-Projekt USS INDIANAPOLIS habe ich - sozusagen als „Entspannungsübung“ - den Bau des Schleppers WOLTMAN von Passat „dazwischengeschoben“.Allerdings ohne Baubericht, den habe ich mir gespart, weil ein Kollege im Nachbarforum bereits einen sehr ausführlichen und umfassenden Baubericht abgeliefert hat, dem war nichts hinzuzufügen…

      Aber ein paar Angaben zum Original können ja nicht schaden:

      Die WOLTMAN ist der letzte Seeschlepper mit Dampfantrieb und kohlegefeuertem Kessel in Deutschland. Erbaut wurde das Schiff im Jahre 1904 auf der Schiffswerft der Gebrüder Sachsenberg in Rosslau an der Elbe im Auftrag von Strom- und Hafenbau (heute HPA) für die Finanzdeputation (der heutigen Finanzbehörde) in Hamburg. Es ist 22,24 m lang, 5,54 m breit und hat einen Tiefgang von rd. 2,20 m. Die Maschine leistet 240 PS (177 kW) und verleiht dem Schiff eine Fahrt von rd. 8 kn.

      Einsatzgebiete des Schleppers waren die Unterelbe und die Elbmündung. Der Schlepper war, nachdem Cuxhaven im Zuge desGroß-Hamburg-Gesetzes im Jahre 1938 an Preußen gefallen war, bis 1975 für das - später Niedersächsische - Wasser- und Schifffahrtsamt in Cuxhaven auf der Unterelbe und der Elbmündung im Einsatz. Nach wechselvollen Jahren mit verschiedenen Besitzern (u.a. wurden einige Szenen des Fernsehfilmes „Das Rätsel derSandbank“ von 1984 auf der WOLTMAN gedreht), vielen technischen Problemen und einer Kesselhavarie, übernahm im Jahr 1994 der neu gegründete „Förderverein Schleppdampfer WOLTMAN e.V.“ das Schiff. Nach erfolgreicher Reparatur des Rumpfes, der Kesselanlage und der Maschine konnte der Schleppdampfer am 12.Januar 1994 wieder in Betrieb genommen werden.

      Der Förderverein hatte sich bei seiner Gründung das Ziel gesetzt, das Schiff wieder - soweit möglich - in den technischen Originalzustand des Jahres 1904 zu versetzen, es als technisches Kulturdenkmal in Fahrt zu halten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

      Der Zustand des Schiffes machte eine umfassende Restaurierung erforderlich. Die noch vorhandenen Originalpläne machten es der Organisation „Jugend in Arbeit“ e.V. möglich, Mannschaftsraum, Salons und Kajüten zu rekonstruieren.

      Der Schleppdampfer WOLTMAN bekam einen neuen Kessel, der dem Original exakt nachempfunden war. Der Rumpf, die Maschinenanlage sowie alle technischen Einrichtungen wurden restauriert. Der Schornstein wurde auf seine alte Länge gebracht.

      Schließlich kam der Schlepper nach erfolgreicher Abnahme durch den GL und die See-BG im Juni 2004 wieder in Fahrt.

      Das Passat-Modell ist Ende 2018 erschienen und wurde von Dr. Henning Budelmann konstruiert.

      Beste Grüße aus dem halbhohen Norden

      Fiete