Großer Kreuzer "S.M.S. Victoria Louise" HMV 1:250

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    • moin1 Anselm,

      Hast Du die Bordwände in einzelnen Stücken an das Rumpfgerippe geklebt (wie es die Bauanleitung zeigt), oder vorher beide Teile zu einem Stück verbunden und dann geklebt? Wann hast Du die kleinen Bänke von den unteren Kasematten (Teile 36 l und k) eingebaut? Vorher, zusammen mit der vorgerundeten Bordwand, oder später in die montierte Bordwand mit Geschütz hinein?

      Viele Grüße,
      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

      arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/

      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Lieber Klaus,

      die Bänke unter den Kasematten hatte ich vorgeformt und bereits in die Bordwände eingebaut, bevor ich diese ihrerseits angebracht habe. Das zweite Bild von Beitrag 32 lässt es erahnen. Ich hatte ich noch einige weitere Fotos gemacht, die ich euch bisher vorenthalten habe und die jetzt Klarheit schaffen. Erwischt! Die Bordwände habe ich übrigens erst zusammengefügt, nachdem sie ihren Platz gefunden hatten. Sonst wäre mir die gesamte Bordwand zu unhandlich geworden.



      Lieber Kurt, werter Nibelung, liebe alle,

      da die Back offenbar gerne gesehen wird, habe ich ihr noch ein Geschütz spendiert. Den Zusammenbau, das Innenleben und den Mechanismus für den Abschusswinkel kann man den Bildern zu den Einzelteilen entnehmen. Die beiden Teile 142a und b oben links wurden nicht benötigt, da ich auf die Drehbarkeit (wie schon erläutert) verzichtet habe.

      Als nächstes werde ich mich dem vorderen Gefechtsmast (Teilegruppen 92 bis 97) zuwenden, der ein echter Blickfang des Kreuzers ist.

      Bis bald
      Anselm






    • Hallo Anselm,

      danke für die klare Antwort auf meine Frage (sogar mit Fotos daumen1 ). Warscheinlich wäre es schlauer, den Einbau der Kanonenrohre in den Kasematten nicht gleich zu Beginn zu machen, sondern erst nach dem Einbau der Bordwände. Ich glaube, ohne Rohe lassen sich die Kasemattwände bestimmt einfacher montieren. Die Bordwandhälften sidn sehr geschickt im Bereich der Steigeisen geteilt. Vom Schnitt sieht man später nichts mehr. Das ist wirklich eine tolle bogenkonstruktion!

      Viele Grüße,
      Klaus
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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Liebe Kartonmodellbauer,

      wie erwartet hat der nächste Bauabschnitt mit dem vorderen Mast viel Zeit in Anspruch genommen. Durch Volkmars Baubericht war ich ja schon vorgewarnt, dass es nicht einfach werden würde. Erschwerend kam hinzu, dass ich beschlossen hatte, weitestgehend aus dem Bogen zu bauen und nur ausnahmsweise auf die Ätzteile zurückzugreifen. Dazu mussten aus den zu verdoppelten Teilen 92b (unten) und 97d (oben) jeweils die Zwischenräume zwischen den schmalen Stegen ausgestichelt werden. Das möglichst kreisförmiger Runden dieser etwas labberigen Teile war langwierig und eine große Herausforderung. Da der untere Ausguck (Bilder 1 und 2) auch noch am Boden eine kleine „Nase“ hat (siehe Bilder), war ich letztendlich froh nicht das Ätzteil genommen zu haben. Nach oben soll das Teil nämlich als Kreis abschließen. Wie man das geformt bekommt, ist mir etwas rätselhaft.

      Der obere Teil (Bild 3) enthält einen unschwierig zu bauenden Scheinwerfer, von denen noch weitere bei den geöffneten Luken des untersten Decks folgen werden. Bis auf das flügelförmige Teil 98 (Bilder 4 und 5) und die beiden kleinen Leitern habe ich alles aus dem Bogen gebaut. Perfekt sind die Teile nicht, aber ich bin beim Mast trotz des Versuchs, möglichst sorgfältig zu arbeiten, an meine Grenzen gestoßen. Bisher fand ich die Einstufung der Victoria Louise mit sehr schwierig als etwas zu hoch gegriffen. Jetzt habe ich aber meine Meinung geändert. Der Mast hatte es echt in sich! Die Anleitung war auch nicht immer einfach zu interpretieren, aber bis auf die zwei Teile 98d konnte ich alle Rätsel lösen.

      Die Gesamtansicht zeigt dafür meines Erachtens, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Die Victoria Louise hat jetzt ein Gesicht bekommen. Das wird dann mit den drei Schornsteinen, die als nächstes auf dem Programm stehen, noch weiter fortschreiten.

      Bis bald
      Anselm









    • Klasse, es geht weiter! daumen1

      Der Gefechtsmast ist ein Hingucker und offensichtlich eine schwierige Baugruppe. Danke dass Du so genau berichtest und warnst, damit weiß ich was auf mich zukommt und wo ich besonders aufpassen muss.

      Viele Grüße,
      Klaus
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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Lieber Hagen, lieber Klaus, liebe Liker

      danke für eure anerkennenden Worte und Gesten! Es freut mich, wenn ihr an meinen Erfahrungen teilhaben könnt. Dann lohnt es sich auch mal etwas ins Detail zu gehen.

      Lieber Kurt,

      dann habe ich wahrscheinlich die richtige Entscheidung getroffen. Dass Biegen von Papier ist wohl dem von größeren Ätzteilen vorzuziehen.

      Viele Grüße
      Anselm
    • moin1 ,

      den Ätzteilsatz habe ich nicht, nur den Lasercutsatz. Bisher habe ich aber noch kein Teil davon verbaut. Ärgerlich finde ich nur, dass Steigeisen und Relingteile für den weißen Rumpf auf einer ockergelben Platine angeboten werden.Ob man will oder nicht, muss da dann zum Pinsel gegriffen werden und die entsprechende Teile müssen umgefärbt werden.

      Schön sind natürlich die gelaserten Teile für den kleinen Balkon auchtern und die große Saling im Fockmast. Schon dafür lohnt die Anschaffung.

      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Irrungen und Wirrungen bei den Schornsteinen



      Ein optisches Highlight sind eigentlich bei jedem Schiff der oder die Schornsteine. So erst recht bei der Viktoria Louise. Das Zusammensetzen der Teile beim ersten Schornstein war ein echter Genussbau und das Ergebnis gefiel mir auch sehr gut. Zur Verfeinerung gibt es dann noch die Ätzteile. Allerdings geben Bauanleitung und Titelbild keinerlei Hinweise darauf, wie diese anzubringen sind. Wie bei HMV üblich, werden die Modellaufnahmen offenbar immer vor Herstellung der Ätz- oder LC-Teile gemacht.


      Da die Ätzteile auf dem Beiblatt zur Platine als Steigeisen bezeichnet werden, unterlief mir ein ärgerlicher Irrtum. Ich habe die zusammenhängenden kleinen Ketten auseinander geknipst und diese U-Profile dann leiterähnlich auf den 22 Markierungen auf jeder Seite des Schornsteins angebracht. Eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat, da diese Winzigstteile nur unter der Lupe mühsam in Position zu bringen waren und mir immer wieder von der Pinzette sprangen. Nachdem ich einige Stunden für die vermeintlichen Steigeisen des vorderen Schornsteins aufgewandt hatte, habe ich den fertigen Schornstein dann flugs auf seinem Podest angebracht. Richtig befriedigt hatte mich das Ergebnis nicht und ein geringes Störgefühl blieb.








      Fortsetzung folgt

      Anselm
    • Bevor ich mich dem zweiten Schornstein zuwandte, fiel mir zufällig ein Bild im Baubericht der SMS Wiesbaden von Werner (Marineoldie) ins Auge. Die dortigen Schornsteine hatten Fußpeerde wie Kränze um die Schornsteine. Momentan wurde mir damit klar, wie die Ätzteile anzubringen waren. Ein mir von KlabauterKlaus zugespieltes Foto der Viktoria Louise, bei dem Matrosen auf diesen Fußpeerden stehen, schuf dann endgültige Klarheit. Nur leider reichten jetzt meine Ätzteile nicht mehr, da ich schon mehr als ein Viertel zerrupft hatte. Außerdem lässt sich diese Filigranarbeit nicht an einem bereits montierten Schornstein durchführen.

      Notgedrungen habe ich deshalb den vorderen Schornstein wieder ausgebaut und mit fünf Reihen Fußpeerde versehen. Die beiden unteren Ringe mussten aus Mangel an geätzten Fußpeerden dann unverziert bleiben. Dafür habe ich die beiden Steigeisenleitern belassen. Bei den beiden anderen Schornsteinen hat es dann für fünf bzw. sechs Kränze von Fußpeerden gereicht. Auch das war eine etwas mühselige Arbeit.

      Fazit: Die Schornsteine haben Spaß gemacht und ich hoffe, dass meine Erfahrungen denen, die über einen Ätzteilsatz verfügen, weiterhelfen. Der LC-Satz enthält diese Fußpeerde übrigens nicht.

      Viele Grüße und bis zum großen Stelldichein der Lüfter.
      Anselm






    • Hallo Anselm,
      Fußpferde geben den Schornsteinen doch so richtig Tiefe. Wenn der Ätz- oder LC-Satz keine Fußpferde bietet, lassen die sich recht gut mit eingekleben Metallstiften und einem rundum gezogenen dünnen Faden darstellen.Eine weitere Alternative ist es, statt der Metallstifte kleine Kartondreiecke zu verwenden, wie es die Mannheimer bei ihren Bögen machen.
      Schau doch mal hier Tsingtau Zerstörer Z51
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn alles gleich gültig ist, wird alles gleichgültig.
      (Ralf Dahrendorf)
    • Hi Anselm,

      ergänzend zu Kurts Info die Fußpferde betreffend kann man diese auch aus halbierten Laserleitern oder aus zerteilten Laserrelings herstellen - letzteres mache ich bei meinen kaiserlichen Modellen immer...

      Servus
      hvt
      "Frauen und Kinder zuerst!" - diese alte Seefahrerregel finde ich gut!
      Denn wenn ich ins Wasser darf, sind die Haie schon satt....... happy1

    • Lieber Kurt, lieber Hagen,

      vielen Dank für eure Anregungen! Ich werde darauf zurückgreifen, wenn ich einmal ohne Ätzteilsatz mit entsprechenden Teilen arbeiten muss. Im vorliegenden Modell habe ich die Schornsteine aber schon eingebaut und möchte mir diese Fummelarbeit ersparen; zumal die Gefahr, andere Teile abzureißen, sehr groß ist. Außerdem werden die unteren Teile der Schornsteine wahrscheinlich weitestgehend von den vielen Rettungsbooten verdeckt werden, so dass das Fehlen der Fußpeerde nicht weiter auffallen dürfte.

      Viele Grüße
      Anselm
    • Die große Parade der Lüfter






      Bei einer Besatzung von 31 Offizieren und 446 Mann musste auf der Victoria Louise für eine ausreichende Belüftung Sorge getragen werden. Dazu diente eine Vielzahl von Lüftern aller Größen. Einige wenige größere Lüfter hatte ich schon zuvor eingebaut. In Bauabschnitt XI. waren jetzt weitere 79 Lüfter in 16 unterschiedlichen Ausführungen an Bord zu bringen. Manche bestehen aus einem Teil, andere dagegen aus zwei oder drei. Insgesamt sind 179 Teile zu verbauen. Eine echte Fleißarbeit, die aber nicht besonders anspruchsvoll war.


      Schwierig war allerdings bei den Anleitungsskizzen immer den richtigen Standort zu finden. Auf dem Hauptdeck befinden sich dazu überwiegend kreuzförmige Markierungen, während die Zuordnung auf Back und Schanz eindeutiger auf der Skizze erkennbar war. Einige Lüfter konnte ich nicht zuordnen und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob alle ihren richtigen Platz gefunden haben. Empfehlenswert ist in jedem Fall, vier Lüfter 149 vor dem Einbau von Teil 87 (Brückendeck) einzubauen. Zwei dieser Lüfter konnte ich nicht mehr einbauen. Die anderen beiden habe ich noch unter das Brückendeck fummeln können.


      Das Gewimmel auf den Decks hat damit noch mehr zugenommen. Richtig wild wird es werden, wenn auch noch die Rettungsboote an Bord kommen. Das dauert aber noch bisschen.


      Viele Grüße

      Anselm







    • Lieber Klaus,

      genau dafür schreibe ich meine Bauberichte. Sie sind zwar zugegebenermaßen textlastig, aber ich möchte gerade den Nachbauenden etwas Hilfestellung und Orientierung geben. Ich selbst konsultiere die Bauberichte meiner Vorbauer sehr häufig. Gerade jetzt stellt sich wieder ein Problem bei der Ruderstandsanzeige (Teilgruppe 161 k-o) . Leider finde dazu kein genaueres Foto weder bei HMV noch bei uns oder den Blauen.

      Lieber Kurt, lieber Otto,

      der Lüfterbau ist wirklich grenzwertig. Das ist der Grund, warum z.B.ich nie das Modell der Cap Arcona erwerben wollte. Monatelanges Bauen von Lüftern und Rettungsboote ist mir zu eintönig.

      Herzlichen Dank auch an alle, die diesen Bericht still oder als Tramper ja 2 begleiten. Ich merke wieder, wie sehr mich Zuspruch und Interesse motivieren.

      Bis bald
      Anselm
    • Lieber Kurt,

      das wäre sehr hilfreich. Ich verstehe übrigens auch nicht, wie 161 k und o ineinander passen, insbesondere bei den Ätzteilen. Außerdem ist mir auch nicht klar, warum bei Teil 161 k die beiden "dreieckigen Zacken" nicht einander gegenüberstehen, sondern offensichtlich nebeneinander anzuordnen sind.

      Leider kann man in den von mir eingesehenen Bauberichten dazu keine Bilder finden. Ich habe den Eindruck, dass diese Teilegruppe in den meisten ausgespart wurde.

      In freudiger Erwartung
      Anselm
    • Lieber Kurt,

      bitte entschuldige zunächst meine reichlich verspätete Antwort! Ich war in den letzten Wochen sehr beschäftigt und habe erst jetzt etwas Zeit gefunden, zwei Fotos zu schießen, um mein Problem zu verdeutlichen.

      Herzlichen Dank für deine Fotos und deine Bemühungen, sie herauszusuchen! Nichts geht über Ordnung auf der Festplatte! Mein Problem liegt aber leider nicht achtern vom Mast 161 sondern vordern. Die Skizze der Bauanleitung und die daneben liegende Baugruppe aus dem Bogen (Foto 1) geben mir noch immer Rätsel auf. Ich habe bisher noch kein Modell gesehen, bei dem diese Baugruppe verbaut wurde. Ich habe auch meine Zweifel, ob ich die winzigen aber relativ dicken Ätzteile richtig gebogen kriege. Wie sie zusammenpassen sollen, ist mir sowieso ein großes Rätsel.

      Fazit: Ich werde zunächst auf diese Teile verzichten und hoffe auf spätere Erkenntnisse oder Erleuchtungen. Falls jemand noch eine Idee hat, rennt er bei mir offene Türen ein.


      Viele Grüße
      Anselm

    • Hallo Anselm,

      vielleicht löst sich das Rätsel wenn man weiß was das Ding ist: es ist die Winde zur Beförderung von Munition der Mastgeschütze. Die steht links neben dem Großmast auf den vier auf Deck eingezeichneten Punkten und hat von der oben liegenden Winde Seilführungen hinauf zur Mars. Ich glaube Du solltest sie schon jetzt einbauen. Wenn erst die Laufbrücke darüber leigt könnte es eng werden.

      Vielleicht hilft das?

      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Lieber Klaus,

      vielen Dank für deine Erklärung! Sie leuchtet mir ein. Irgendwie muss die Maschinenkanone auf der Plattform ja mit Munition versorgt werden. Dass ein Matrose mit Munition dazu immer die Leiter hoch klettert, kann ich mir auch nicht vorstellen.

      Mein Problem sind die Teile 161 k und o. Zunächst einmal passen sie offensichtlich nicht ineinander, da 161k dafür zu viel Höhe hat. Warum es zwei Ätzteile gibt, verstehe ich auch nicht, denn ich gehe davon aus, dass 161o die Innenseite darstellt und 161k die Außenseite. Das macht bei Ätzteilen keinen Sinn. Dazu kommt noch, dass die beiden "Giebel" (161k hat die Form einer viereckigen Hausfassade) nebeneinander liegen und nicht einander gegenüber. Eine Fehlkonstruktion??

      Ich neige dazu, auf diese Winde zu verzichten. Man sieht nicht viel von ihr und die Ätzteile, die ja seinerzeit auf dem Stand um die Jahrtausendwende etwas gröber ausfielen, lassen sich kaum in die richtige Form biegen. Ich habe den Eindruck, dass viele (oder sogar alle) meiner Vorgänger zu derselben Entscheidung gekommen sind.

      Viele Grüße
      Anselm
    • moin1 Anselm
      mIch auf alle Fälle ,ich habe genau so rum gedocktert wie du obwohl ich die Erklärung von Klaus kannte, Trotzdem noch viel Spaß
      Und das es dir Spaß macht. sieht man an deiner sauberen Bauweise und an deinen Problemlösungen
      Bis denne Werner der Marineoldi kaffee1 und nach dem Stapellauf prost1

      es ist mehr als ein Leitspruch:
      Ich habe mich von der Arbeit verabschiedet, nicht vom Leben.
    • Lieber Werner,

      danke für deine anerkennenden Worte! Es ist ganz tröstlich, dass nicht nur ich mir bei diesem Modell an manchen Stellen den Kopf zerbreche, wie es gemeint ist. Es kostet mich immer etwas Überwindung, zu einer Lösung zu kommen, wenn etwas nicht eindeutig ist oder nicht perfekt werden kann. Trotz allem betrachte ich das Modell aber immer wieder gerne und habe noch viel Spaß beim Bau, auch wenn es manchmal etwas zäh wird. Aber das brauche ich jemanden mit dem Mut und dem Durchhaltevermögen, eine Bismarck zu bauen, wohl nicht zu erzählen.

      Bald gehts weiter.

      Bis dann/denne
      Anselm
    • Liebe Freunde der gelben Flotte,


      anbei ein kurzer Überblick über den derzeitigen Arbeitsstand. Die beiden großen Masten sind fertig und haben mittlerweile ihre Plätze gefunden. Das etwas langwierige Formen der Masten gehört nicht gerade zu meinen favorisierten Bauabschnitten. Den achteren Mast habe ich mittels zweier Zahnstocherenden in der dafür vorgesehen Auslassung im Arbeitsdeck verankert (Bild 1). Auf der Plattform dieses Mastes hat noch die letzte Maschinenkanone ihren Bestimmungsort gefunden. Wie die Munition da hochgelangen wird, steht noch in den Sternen. Weshalb mich dieser Bauabschnitt so lange aufgehalten hat, verstehe ich im Nachhinein auch nicht.

      Wie dem auch sei, kann ich jetzt mit den beiden großen Davits, dem langen Laufdeck und den übrigen Halterungen für die Armada der Rettungsboote beginnen. Da ich auch hier nach Möglichkeit auf Ätzteile verzichten werde, ist jetzt etwas Ausschneide- und Ausstecharbeit angesagt.

      Bis auf bald
      Anselm



    • Liebe Kartonmodellbauer,

      ich habe letztes Wochenende die Schlagzahl etwas erhöht, so dass ich von einigen Fortschritten berichten kann. Zunächst waren die beiden großen Davits 162 dran, bei denen es einiges auszusticheln gab, da ich wie angekündigt aus dem Bogen gebaut habe. Die beiden Haken habe ich allerdings dem Ätzsatz entnommen.

      Danach habe ich das lange Laufdeck 163 (Bild 3) vorbereitet. Vor dem Einbau sind aber zunächst die Gestelle für die große Flotte der Bei- und Rettungsboote zu montieren. Für alle Gestelle und kleineren Davits (Teile 164a-i, Bild 4) gibt es Alternativteile aus dem Ätzsatz. Diese habe ich aber verschmäht und es in keinster Weise bereut. Dabei fiel mir dennoch auf, dass der Ätzsatz wohl leicht fehlerhaft ist. Teil 164b des Ätzsatzes hat abweichend vom Bausatz nur drei statt vier Beine, während Teil 164c im Ätzsatz dafür 5 Beine hat (anstelle von 4).



    • Nachdem die Gestelle ihren richtigen Platz auf dem Hauptdeck gefunden haben (was einiges an Recherche erforderte), ist das Gewusel aus dem Deck noch größer geworden. Es war dann schon nicht mehr ganz einfach, das Laufdeck 163 zu verkeilen. Mit etwas Anpassungsarbeiten ist es mir dann leidlich gelungen. Jetzt konnte ich auch endlich die schon länger vorbereitete kleine kreisförmige Plattform vor dem achteren Mast anbringen. Hier soll eine kleine Leiter (160f) den Aufgang vom Laufdeck ermöglichen. Der Ätzsatz bietet aber unter dieser Nummer nur einen zu großen Niedergang an. Da ich mittlerweile über einen kleinen Fundus von Ätzteilen verfüge, werde ich eine der Reserveleitern der PLANET ersatzweise einbauen. Die Montage muss noch erfolgen.

      Auf dem Deck tobt schon jetzt der Bär. Noch unübersichtlicher wird es werden, wenn dann die Beiboote auf ihre Plätze kommen. Bis dahin ist es mehr weit. In jedem Fall macht es mir immer wieder Freude, die Victoria Louise zu betrachten und mich an den vielen Details zu erfreuen.

      Bis dann
      Anselm







    • Lieber Otto, lieber Hagen,

      es freut mich, dass euch die alte Dame gefällt. Sie ist einfach immer wieder schön anzusehen.


      Liebe Freunde des kaiserlichen Kartonmodellbaus,

      Ich komme allmählich auf die Zielgerade und damit steigen Motivation und Bautempo. Zunächst war die interessante Heckgalerie 165 (ist das der richtige Ausdruck?) mit der goldenen Heckzier dran. Die Galerie kann weitestgehend aus Ätzteilen zusammengesetzt werden, von denen ich wegen der Reling und der Bodengräting gerne Gebrauch gemacht habe. Leider habe ich die Markierung auf der Bordwand nicht beachtet und die Galerie bündig mit dem Deck angebracht. Ob das so richtig ist? Aus den Zeichnungen und Fotos des Bausatzes kann man das nicht eindeutig entnehmen. Viele meiner Vorgänger sind aber ähnlich wie ich verfahren, so dass ich es so belassen habe.

      Daneben kommen auf Backbord noch einige Gerätschaften an die Bordwand, von denen ich vermute, dass sie der Rettung aus Seenot dienen. Das achtere Teil erinnert dabei an eine überdimensionale Klopapierrolle. Klaus kann sicher genauere Auskunft geben. Hier habe ich nur bei den Teilen 166b und e wegen der Löcher auf den Ätzsatz zurückgegriffen.

      Zu guter Letzt habe ich noch drei Scheinwerfer angefertigt. Warum drei? Eine Klappe wollte ich geschlossen darstellen. Zufälligerweise hatte ich mich bei der Montage der Bordwände für die Klappe Backbord achtern entschieden. Das war goldrichtig, denn dadurch ist die Montage des Niedergangs 167 möglich, von dem ich als nächstes berichten werde.

      Und noch ein Nachtrag: Die Leiter 160f, für die ich auf den Ätzsatz der PLANET zurückgegriffen habe, hat genau gepasst (letztes Bild).

      Bis dann
      Anselm







    • Lieber Kurt,

      vielen Dank für die Klarstellung! Ich hatte das auch vor kurzem irgendwo in einem Baubericht gelesen, war aber zu faul gewesen, noch einmal nach der genauen Bezeichnung zu recherchieren. Da fehlt mir sozusagen - im Gegensatz zu dir und anderen - die kaiserliche Erfahrung. Bisher hatte ich aus dieser Epoche nur die SMS Beowulf gebaut.

      Viele Grüße
      Anselm
    • Liebe Begleiter meines Bauberichts,

      die Victoria Louise hat noch einmal deutlich ihr Aussehen verändert, denn ich hatte mich entschieden, bereits jetzt die Relings aus dem Ätzsatz anzubringen. Als nächster Schritt sollen dann die Beiboote und Barkassen auf das Deck kommen. Wenn man danach die Relings anbringen möchte, läuft man ständig Gefahr, die Boote vom Deck zu reißen. Also wollte ich spätestens in dieser Phase dazu tätig werden. Die Bauanleitung ist dabei übrings wenig hilfreich, denn die noch fehlenden Relings sind im Bogen nicht vorgesehen. Auch die Anbringung will genau überlegt sein. Dabei helfen die beigefügten Skizzen zum Ätzsatz. Außerdem sollte man genau darauf achten, alle Relings bis auf die gelbe Reling am Bug weiß zu färben. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. Die Relings werten meines Erachtens das Modell noch einmal deutlich auf.

      Daneben kamen noch viele Kleinteile wie z.B. Poller, Klampen, Flaggenstöcke und einiges anderes Gerät an Bord. Das Teil 169 wird wohl auf der Backbordseite analog zu 169a auf Steuerbord angebracht. Auch hierzu schweigt die Bauanleitung. Die etwas rudimentäre Bauanleitung mit den oft zu schematischen Zeichnungen setzt immer wieder einiges an Erfahrung und Geduld voraus. Allerdings verbaue ich die erste Auflage des Bogens. Vielleicht sind die Zeichnungen der zweiten und dritten Auflage etwas aussagekräftiger. In jedem Fall hoffe ich, dass mein Bericht meinen bastelnden Nachfolgern etwas weiterhelfen kann.

      Jetzt erst ist mir aufgefallen, dass die Steigeisen, die ich an den Schornsteinen verbaut habe, für die Bordwände gedacht waren. Die Anbringung ist aber wohl nicht gerade vergnügungsteuerpflichtig, wie ich Volkmars Baubericht entnehme. Ich kann deshalb gut auf darauf verzichten. Bereits jetzt nehme ich die Victoria Louise nur noch ungern in die Hand, da man schon zu viele Teile abreißen kann. Mit den Steigeisen an den Bordwänden wäre das immer eine Zitterpartie geworden.

      Viele Grüße
      Anselm









    • moin1

      Das Modell sieht mal toll aus, auch die Bilder selbst sind klasse.
      Danke für das Zeigen und den Bericht, weiter so, mir macht es Spaß
      dabei zu sein.
      klasse1 und danke1

      Gruß aus dem Schwarzwald

      Carsten
      Baustelle:
      - Leuchtturm Helgoland 1:250, DSM

      Werft:
      - Mary Arctica 1:400, JSC
      - MS Unterelbe 1:250, HMV

      Fertig:
      - Rathaus Bremen, 1:160, Schreiber Bogen

      schiff1
    • New

      Lieber Carsten,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Es freut mich sehr, dass dir die Bilder Freude bereiten. Mich selbst erfreut der Anblick des Modells auch sehr, was vor allem die Detailfülle und die Schönheit des Schiffes angeht. Meine Erwartungen sind da deutlich übertroffen worden. Das Modell ist eine echte Werbung für den Kartonmodellbau und die ganz spezielle Ästhetik der aus Karton gebauten (Schiffs-)modelle. Außerdem bin ich jetzt echt motiviert, was das Fotografische angeht. Beleuchtung und Hintergrund werde ich für die Galeriebilder (vielleicht noch in 2020) dann noch optimieren.

      Viele Grüße und herzlichen Dank an alle, denen der Bericht einen Daumen wert war

      Anselm
    • New

      Hallo Anselm,
      habe Deinen gesamten Bericht leider nicht "live" verfolgen können, aber komme wenigstens noch gerade rechtzeitig zur Fertigstellung. Gratuliere Dir herzlich zu diesem wunderbaren, sehr aufwändig zu bauenden Modell, dass m.E. ein absolutes Highlight im HMV-Programm darstellt. Spendierst Du der Prinzessin noch eine Vitrine? Vor allem bewundere ich auch Deine offensichtliche Materialtreue gegenüber dem Karton, selbst bei kleinsten Details. Ganz toll!
      Viele Grüße,
      Henrik