Hecktrawler "Carl Kämpf" / WHV / 1:250

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    • Hecktrawler "Carl Kämpf" / WHV / 1:250

      Halle Freunde des geknickten Kartons,

      als Modell Nr. 191 aus meiner Werft entstand der Hecktrawler „Carl Kämpf“ – sozusagen als Gegenstück zum Fischdampfer „Nürnberg“, einem klassischen Seitentrawler.

      Wie dieser stammt er auch aus Wilhelmshaven und gebaut hatte ich an ihm von 27.02.20 bis 05.03.20.

      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
    • Der Bogen hatte die Bestell-Nr. 1024, sollte also m. E. aus der Zeit stammen, in der auch die „Nürnberg“ in diesem Verlag entstand – schließlichte hatte diese die Nr. 1027; aber trotzdem ist die „Carl Kämpf“ erstaunlicherweise wesentlich besser detailliert und feiner ausgearbeitet als der Fischdampfer….

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    • Sei es wie es sei – mir hat der Bau viel Spaß gemacht und ich musste hier auch gar nicht soviel herumdoktern wie bei der „Nürnberg“, was man schon an der verbauten Teilezahl sieht: Verbaut wurden 353 Teile, davon nur 105 nicht vom Bogen – bei der „Nürnberg“ musste ich noch, wenn man mal von den doch recht vielen Teilen für die Wanten absieht, ca. 200 Teile selbst „stricken“.

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    • Wie zumeist bei den Bogen aus WHV war alles ziemlich passgenau – ergänzt wurden u.a. Schanzkleidstützen, Laser-Reling, Rahen / Stengen / Ladebäume, die kleinen Lüfter und diverse Kleinteile an den Masten sowie natürlich die Takelage.

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    • Zum großen Vorbild:

      Hecktrawler unterschieden sich von herkömmlichen Fischereifahrzeugen dadurch, dass das Fangnetz über das Heck ausgebracht und eingeholt wird. Dafür ist eine schräge Aufschleppe eingebaut, über die das Netz an Deck gehievt wird.

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    • 1954 wurde diese Technik zum ersten Mal erprobt und zwar bei den englischen Trawlern „Fairfree“ und „Fairtry“ – vorher war diese Heckaufschleppe eigentlich nur bei Walfangmutterschiffen eingebaut. In den 60ern wurde diese neue Heckfangtechnologie dann allgemein gebräuchlich.

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    • Demzufolge war seinerzeit der Hecktrawler „Carl Kämpf“, 1957 von der Rickmers Werft in Bremerhaven gebaut, schon sehr modern ausgestattet.

      Der Trawler war eigentlich schon eine richtige Fischfabrik, denn der Fang wurde nach dem Einholen durch Luken in den darunter gelegenen Auffangbunker geschüttet und vor dort zum Schlacht- und Sortierplatz weitertransportiert.

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    • Bis 1979 fuhr das Schiff für mehrere Reedereien in Bremerhaven unter gleichem Namen. Seit 1980 ist der Trawler nicht mehr im Lloyds Register aufgeführt – also wurde er vermutlich
      verschrottet.

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    • Und hier zum Abschluss mal der Vergleich zwischen der „Carl Kämpf“ und der „Nürnberg“ (vorne). Man sieht deutlich den Unterschied in der Konstruktion – der Hecktrawler wirkt in jedem Falle entschieden moderner.

      Dass es auch bei den Modellen einen Qualitätsunterschied gab, kann man jetzt hier nicht unbedingt mehr feststellen – nicht umsonst habe ich den alten Fischdampfer mit mehr als 300 Teilen (inklusive Wanten) aufgemotzt….



      Das war's von meiner Fischereiflotte - nach den beiden Fischereifahrzeugen und dem Kümo "Audentia" wird es Zeit, sich wieder mal den Grauen zuzuwenden...

      Wenn also in nächsten Zeit mal der eine oder andere Bericht über ein ziviles Fahrzeug hier auftaucht, dann ist es ganz gewiss eine Konserve aus dem Schwarzen Kartonisten-Loch - der Bau meines aktuellen Kriegsschiffes wird sich wohl geraume Zeit hinziehen... denk1

      Servus
      hvt
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
    • Moin Hagen...

      Das weckt Erinnerungen...

      Ich hab den Dampfer vor gefühlten 100 Jahren gebaut. Gelandet ist er als Ausstellungsstück im Natureum in Balje zusammen mit der Conti Belgica und dem Bussard und dem Eisbrecher Stettin...

      Ich kann nicht sagen ob die da noch stehen ist schon eine ganze Ewigkeit her...

      Danke fürs Zeigen...

      LG Günter
    • Günter Plath wrote:

      Das weckt Erinnerungen...

      Ich hab den Dampfer vor gefühlten 100 Jahren gebaut.
      Bei mir auch.....
      meine gefühlten 100 Jahre rechnen sich auf das Jahr 2001 zurück...,
      wo ich auch dieses Modell gebaut hatte.. happy1

      Hier mein Hecktrawler, nun 19 Jahre alt,
      gerade eben aus der Vitrine rübergeschwommen:


      Hatte damals noch keine Bulleys und Brückenfenster "verglast"...,
      da "wagte" ich mich noch nicht ran, gerade ans Ausschneiden der Brückenfenster... frech 2 happy1


      Dein Trawler sehr gut gebaut, Hagen ! klasse1
      Gruss

      Holger





      Das Beste braucht Zeit zum Wachsen
      und wird nie ohne...
      den einen einen oder anderen Stolperstein
      erreicht....

    • Moin Hagen, sehr schönes Modell und schön gesupert!

      Ich freue mich ja schon auf die VIKINGBANK vom Passat-Verlag. Es gibt leider zu wenig Modelle von (west)deutschen Heckfängern. Der MDK-Verlag bietet für die ostdeutsche Hochseefischerei allerdings schon eine recht gute Auswahl.
      Viele Grüße Nils
    • @Günter Plath
      Vielen Dank, Günter! Bei mir war's das erste Mal, dass ich den Trawler gebaut hatte - in der Jungend ging natürlich nur "Bismarck", "Scharnhorst" und co..... grins 2
      Danke auch für die Daumen ! danke 2

      @Cux-Holger
      Na Dein Hecktrawler sieht ja auch nicht übel aus - sogar schon mit Laser-Reling, wenn ich richtig sehe. Bei meinem ersten Kartonmodell nach dem Wiedereinstieg in den Kartonmodellbau 2005, dem Linienschiff "Schleswig-Holstein", wusste ich noch gar nicht, dass es sowas gibt und bin erst durch ein Kartonmodellforum (es war seinerzeit "papership") darauf gekommen...
      Das mit den nicht verglasten Scheiben - das stört mich nicht, denn das mache ich bei meinen Modellen nach wie vor nicht - die einzige Ausnahme war der Hilfskreuzer "Wolf", dessen Kartonscheiben schwarz waren. Da ich ihn mattschwarz umlackiert hatte, um den Beschreibungen in der Literatur nahezukommen, wären schwarze Fenster auf schwarzem Grund jetzt nicht so optimal gewesen.... grins 2
      Da blieb mir nichts anderes übrig, als hier zu "verglasen".... schwitz1
      Vielen Dank auch für Deine zahlreichen Daumen! freu 2

      @Unterfeuer
      Danke, Nils - auch für die Info zu dem neuen Modell vom Passat-Verlag! danke 2

      @Juergen
      Vielen Dank, Jürgen - auch für die Daumen! klasse1

      @Rainer A.
      @Scorpion1963
      @Didibuch
      @AR-MEN
      Vielen Dank für Eure Likes! freu 2
      Servus
      hvt
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
    • Hagen von Tronje wrote:

      sogar schon mit Laser-Reling, wenn ich richtig sehe.
      Moin Hagen

      Danke daumen1 ....
      Nein, zu der Zeit gab es noch kein Lasercut, es war so um 2001 rum....,
      es ist eine ÄTZTEIL-Reling.

      Dieser Trawler CARL KÄMPF......
      und die WHV Modelle des Frachtschiffes SOLINGEN und des Combifrachters HAMBURG...
      waren meine ersten Einstiegsmodelle wieder in den Schiffskartonmodellbau,
      nach einer jahrzehntelangen Pause, von meiner Jugendzeit her.

      Ich hatte gleich mit meinen ersten o.a. Wiedereinstiegs-Modellen mit ÄTZTEIL- Reling-Verarbeitung angefangen,
      um Ätzteil-Reling und Niedergänge "einübend" zu verarbeiten,
      auch um mich gleich von vornherein vom allgemeinen Bretterzaun zu verabschieden. happy 2
      Gruss

      Holger





      Das Beste braucht Zeit zum Wachsen
      und wird nie ohne...
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    • Ja, Holger, egal ob Ätzteil oder Laser - Hauptsache kein Bretterzaun mehr.... ja 2
      Was Ätzteile betrifft, da bin ich allerdings ähnlich ablehnend wie bei dem Verglasen von Fenstern - noch als ich Plastikmodelle baute (vor allem endlos viele Flieger im Maßstab 1:48), habe ich evtl. beiliegende Ätzteile für die Cockpitinneneinrichtung in der Regel direkt der Endverwertung zugeführt grins 2 - ich mag das Blechzeugs einfach überhaupt nicht (wahrscheinlich reicht mir mein Helm schon für den absolut lebensnotwendigen Anteil an Metall aus happy1 ).

      Servus
      hvt
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
    • Hagen von Tronje wrote:

      (wahrscheinlich reicht mir mein Helm schon für den absolut lebensnotwendigen Anteil an Metall aus ).
      ........... denk1
      DAS wird es sein... ! happy1

      Bei mir... ohne Rüstung....,
      bin ich trotz all meiner metallenen körperlichen Ersatzteilen,
      den Ätzteilen (aber auch zum Teil dem Lasercut) gut gesonnen.... grins 2
      Gruss

      Holger





      Das Beste braucht Zeit zum Wachsen
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      erreicht....

    • Hallo Karl-Heinz,

      Hagen von Tronje wrote:

      Der Bogen hatte die Bestell-Nr. 1024, sollte also m. E. aus der Zeit stammen, in der auch die „Nürnberg“ in diesem Verlag entstand – schließlichte hatte diese die Nr. 1027; aber trotzdem ist die „Carl Kämpf“ erstaunlicherweise wesentlich besser detailliert und feiner ausgearbeitet als der Fischdampfer….
      die NÜRNBERG ist beim LI im Juni 1956 erschienen, die CARL KÄMPF (Konstrukteuer W. Eggert) im Mai 1958. Letztere wurde in der Möwe Nr. 5 vom Mai 1958 beschrieben.
      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

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      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
    • Hallo Hans-Jürgen,

      vielen Dank für die Info daumen1 - hatte ich dann doch recht mit meiner Vermutung, dass die "Carl Kämpf" später erschienen sein muss, weil sie doch deutlich besser durchkonstruiert ist.

      Servus
      hvt
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
    • Danke, Kurt!

      Was Ätzteile betrifft, so habe ich in meiner Sammlung nur ein einziges Modell, das - allerdings noch nicht gebaut - damit versehen ist: das Nachtjagdleitschiff "Togo" - hier bleibt, wenn man die Funkmeß-Antennen einigermaßen vorbildgetreu nachbilden will, keine andere Lösung.

      Bisher konnte ich mich aber noch nicht dazu entschließen, die "Togo" anzuschneiden - vielleicht das Unterbewußtsein, das mich da einen Bogen um den Bogen (tolles Wortspiel grins 2 ) machen lässt - ich konnte mich bei den Plastikfliegern nicht mit Ätzteilen anfreunden und fürchte, das hat sich da irgendwie festgesetzt.... (müsste man mal Sigmund Freud daztu befragen).... grins 2

      Servus
      hvt
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2
    • Moin Karl-Heinz,
      Du solltest einfach mal Ätzteile ausprobieren! Dann schmeißt Du die LC-Teile weg. Diese Blechteile sind sehr viel besser zu verarbeiten und sehr viel robuster. Das Entfetten mit Spülmittel oder Aceton, das ich nehme, ist total simpel und das Grundieren mit z.B. Revell Sprayfarbe mache ich draußen, indem ich die Platine mit Tesafilm an einer Leiste befestige und dann aus ca. 30cm Entfernung sprühe. Danach kann man die einzelnen Farben gut auftragen. Ich bin inzwischen vom Saulus zum Paulus geworden und bin froh, meine damalige Phobie überwunden zu haben.
      Gruß aus Flensburg
      Jochen
    • Hallo Jochen,

      also die Vorarbeiten, die hier fällig sind, schrecken mich eher ab - wenn ich dafür schon in den Garten muss.... grins 2
      Bei Wind und Regen da rumsprühen zu müssen - zumeist wäre wahrscheinlich das Wetter genau dann tagelang besch.... , wenn ich weiterbauen möchte und dafür das Blechzeug brauche....

      Denke mal, dass ich kein Freund dieser Teile mehr werde - auch wenn mir der Covid-19 doch noch mehr Zeit zum Basteln lassen sollte... lala1

      Servus
      hvt

      PS: Wie geht's Euch in Flensburg? Hoffe, noch weitgehend virenfrei...
      Krisen sind auch immer eine Art Intelligenztest - die Intelligenten suchen nach Lösungen, die Dummen nur nach Schuldigen... grins 2