Die Geschichte von der etwas anderen Altstadt

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    • 4. Kapitel
      oder Wie aus einem Thai-Restaurant das Restaurant "Goldene Zeit" wurde


      Warum dieses zweite Haus mir bisher am meisten Spaß gemacht hat, werdet ihr im Laufe dieses Bauberichtes wahrscheinlich verstehen.

      Aber erstmal zur Problematik: Wenn man durch die Fenster in ein Haus hineinsehen kann, hat man bei normalen Räumen die Möglichkeit, an der Fensterinnenseite in den nicht sichtbaren Bereichen Techniken anzuwenden, die zwar ihren Zweck erfüllen, aber nicht unbedingt schön aussehen. Da es aber in einem Restaurant gewöhnlicherweise keine inneren Trennwände gibt, sondern es sich um einen etagenfüllenden einzigen Raum handelt und wenn dieser dann auch noch von drei Seiten einsehbar ist, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Das bedeutet, dass die Fenster auch innen einen Rahmen haben und die Räume schon tapeziert sein sollten, sonst sieht es komisch aus. Alles mit Gardinen zuzuhängen entspricht nicht unbedingt der Einrichtung eines Restaurants und da ich bei diesem Haus wieder mal einen "Kreativitätsanfall" hatte, war Phantasie gefragt.

      Aber fangen wir doch lieber ganz vorne an. Hier erstmal die Einzelteile, bei denen ich diesmal sofort die Dächer abgetrennt habe.



      Die linke Seite des Gebäudes macht keine Probleme, da sie direkt an Haus 1 angebaut wird. Also keine Fenster ausschneiden und erstmal vernachlässigen.

      Beginnen wir mit der Rückseite des Gebäudes, in dem sich neben etlichen Fenstern auch eine Hintertür befindet. Also zuerst die Löcher in die Wand schneiden.



      Und schon haben wir die erste Spezialaufgabe. Die Innenseite der Fenster sind später natürlich durch die vorderen Fenster sichtbar, also müssen die Fenster auch von innen eingefärbt werden. Und mal sofort passende Fensterrahmen ausschneiden.



      Nach dem Motto "Massivbauweise ist der beste Lichtschutzfaktor" bekommen Erdgeschoss und 1. Etage dann gleich eine Verstärkung aus Finnpappe...



      ...und die Fensterlaibungen werden eingeklebt. Im späteren Bauverlauf habe ich mir die Mühe mit den Laibungen aus den zum Bausatz gehörenden "Streifen" dann nicht mehr gemacht, sondern die Finnpappe lieber sofort in den richtigen Farbtönen eingefärbt - sieht sauberer aus und erspart viel Kantenfärberei.



      Manche Fotos sind leider etwas unscharf, aber oft weiss der Autofocus meines Knipsers nicht, was ich eigentlich fotografieren will und gibt sich zwar alle Mühe, aber... naja.

      Was war mit den Rahmen von vorhin? Ach ja, schau'n wir mal von innen.



      Und von außen sieht's im Erdgeschoss nun so aus:



      Die schmalen Fensterstege auszuschneiden, ist nicht so einfach. Wenn ich jetzt @Pitje heißen würde, dann hätte ich das besser hinbekommen, aber wenn ich ihm jetzt den Auftrag für den Fensterbau übergeben würde, wär's ja nicht mehr mein Modell und meine Unzulänglichkeiten zeigen wenigstens, dass ich's selbst gebaut habe. Außerdem fürchte ich, dass Pitje gar keine Termine mehr frei hat, um fremder Leute Fenster zu schnitzen zwinker2 .

      So, zehn Fotos pro Beitrag. Dann müssen wir wohl noch eine Fortsetzung folgen lassen.
    • 4. Kapitel
      Teil 2

      Kümmern wir uns nun um die Fenster der ersten Etage. Bei diesem Gebäude habe ich noch die Technik benutzt, erst die Fenster aus dem Gebäude und dann die Scheiben aus den Fenstern zu schneiden. Ich bin erst später auf die Idee gekommen, lieber zuerst die Scheiben aus den Fenstern zu entfernen und danach die Fenster aus den Gebäuden zu schneiden, weil sich so die Scheiben besser heraustrennen lassen und die Stege zwischen den Scheiben nicht ganz so leicht beschädigt werden. So ein Projekt ist auch immer ein Lernprozess - -aber das wisst ihr ja selbst.



      Hier sehr ihr die Wandinnenkonstruktion (habe ich auch so nur bei dieser Wand benutzt) mit Fenster- und Türrahmen.

      Der Blick auf die Außenwand:



      Die Innenwand mit tapeziertem Erdgeschoss und erster Etage. Warum diese beiden Stockwerke die selbe Tapete bekommen haben, seht ihr im weiteren Fortgang dieses Gebäudes.

      Für die Fensterinnenrahmen habe ich eine etwas unorthodoxe Methode verwendet, die ich so im weiteren Bauverlauf auch nicht wiederholt habe (rustikal aber... naja).



      Die etwas schmuddelige Tapete ist mit voller Absicht verwendet worden. Es sollte schon, passend zu einer "Altstadt" ein etwas uriges Ambiente vermittelt werden und da früher in solchen Etablissements auch noch geraucht werden durfte...

      Kommen wir jetzt noch zu den Fenstern der zweiten Etage, deren Konstruktion ähnlich dem bisherigen Verlauf ist. Allerdings habe ich mich dort entschieden, die Fensterrahmen innen nicht aufzukleben, sondern nach passgenauen Zuschnitt der Fensteröffnungen in der "Tapete" mit Farbstiften aufzumalen. Vieles von dem, was ich hier so umgesetzt und ausprobiert habe, ist hinterher beim fertigen Modell sowieso nur noch schwer oder gar nicht mehr sichtbar.





      Und so sieht die Innenverkleidung der zweiten Etage dann "tapeziert" aus:



    • 4. Kapitel
      Teil 3

      Legen wir die Rückseite des Gebäudes mal an die Seite und widmen uns der Frontseite.



      Wie man sieht, hat der Konstrukteur einen Erker vorgesehen. Für ein reines "Außenmodell" kein Problem, aber...

      Doch zuerst mal ein plötzlicher Einfall. Ich habe die Frontseite mal eben mit Hilfe meines Farbdruckers kopiert und ein paar Vorsprünge ausgeschnitten...



      ...und auf die Frontseite aufgeklebt. Habt ihr eigentlich die kleine Alarmanlage wahrgenommen, die der Konstrukteur des Bogens am Fenster rechts vom Erker platziert hat?





      Und wie man sieht, auch direkt Fensteröffnungen und Erker-Aussparung herausgeschnitten und mich vom kompletten Gaststätten-Fenster getrennt. Warum? Zwei Gründe: erstens verfüge ich nicht über das "Pitje-Talent", um die unzähligen, klitzekleinen Scheibchen herauszutrennen und zweitens würden so winzige Gucklöcher, auch wenn es unheimlich viele sind, die Einsicht in die Gaststätte sehr erschweren. Also wird es im Erdgeschoss neue Fenster geben.

      Aber kommen wir zuerst zur Eingangstür. Da auch hier solche kleinen Scheibchen vorgesehen sind, musste ich mir da etwas Eigenes einfallen lassen. Wozu gibt es weiße selbstklebende Aufkleber? Diese haben sich für die Konstruktion im Erdgeschoss als sehr hilfreich erwiesen, da die Fensterrahmen ja auch von hinten zu sehen sind und selbstklebendes Papier keine unschönen Kleberänder hinterlässt. Also auch die Tür herausschneiden und dieses Filigranwerk...



      ...auf die Overheadfolie kleben, probieren...



      ...basst scho (wie der @Juergen jetzt sagen würde), und etwas zurechtstutzen...



      ...und einen Blick von hinten auf die Tür werfen.



      Ja, ich weiss, was ihr sagen wollt: Leimreste an der Unterkante. Hab ich dann aber noch versucht, wegzukratzen. Außerdem mache ich meine Fotos immer direkt nach der Verleimung, wenn der Leim noch feucht ist und der trocknet ja farblos.

      Und weil's mit den Aufklebern ja so gut ging, hatte ich mein Material für die Fenster des Restaurants auch gefunden. Sieht dann so aus:



      Ach, wir sind ja schon wieder bei 10 Fotos. Gut, lege ich noch einen Beitrag nach. Dann muss es für heute aber genug sein...
    • 4. Kapitel
      Teil 4

      Das sieht dann von vorn so...



      ...aus und von hinten so:



      Die Tapete für die Innenwand und die Finnpappe für den Lichtschutzfaktor 30



      Aber die Anbringung dieser Teile erfolgt später, da vorher noch der Erker vorbereitet werden will. Aber das ist Thema beim nächsten Beitrag.

      Gehabt euch wohl, geehrte Begleiter dieses Bauberichtes.
    • 4. Kapitel
      Teil 5

      So, dann wollen wir uns mal mit dem Erker beschäftigen. Normalerweise werden die Klebekanten ja nach innen umgeknickt und der Erker einfach auf die Wand geklebt. Normalerweise - ja, aber dann ist's nichts mit hineinsehen. Also erstmal das große Loch in die Wand schneiden und den ausgeschnittenen Erker probehalber hineinsetzen. Der Trick ist der, dass die Klebekanten nach außen umgeknickt werden und der Erker von hinten in die Wand eingesetzt wird. Dies muss allerdings vor Anbringen der Wandverstärkung passieren.



      Die Fenster sind auch schon rausgeschnitten und es fehlen noch ein paar Verstärkungen aus Finnpappe.





      Die Fensterrahmen habe ich diesmal wieder aus Selbstklebeetiketten hergestellt und auf das Fensterglas aufgebracht.



      Nun noch die Wandverstärkungen des Erkers aus Finnpappe, was etwas fummelig war, da ja die Innenwände genau in den Erker passen müssen.



      Weiter im nächsten Teil...
    • 4. Kapitel
      Teil 6

      Das sieht dann von innen so aus:



      ...und von außen so:



      Auf dem nächsten Foto sehr ihr dann die Außenwand, die Wandverstärkung und die Tapete für die Innenverkleidung (diese allerdings seitenverkehrt, da sie ja mit der sichtbaren Seite nach innen zeigen wird.



      Die Wandverstärkung ist angebracht:



      Die Fensterinnenrahmen habe ich der Einfachheit wieder aus Selbstklebeetiketten ausgeschnitten:



      Und nachdem die Innenwand tapeziert ist, sieht das dann so aus:



      In der zweiten Etage habe ich es mir dann etwas leichter gemacht. Dort gibt es weiße Tapete und die Fensterrahmen sind nur aufgemalt. In dieser Etage wird es nicht so viel Einblick geben, da kann man sich die Mühe sparen.

      Im nächsten Schritt kommt dann wieder meine "patentierte Klapptechnik" zum Einsatz. Der Fußboden des Restaurants hat einen Holzfußboden bekommen und für den weiteren Fortschritt des Baus habe ich Front und Rückseite des Gebäudes bereits mit dem Fußboden verleimt (allerdings nicht, wie sonst üblich auf die Grundplatte, sondern die Klebekante unter die Grundplatte geklebt), so dass man wieder nach Belieben die Wände herunterklappen oder aufrichten kann.





      So viel mal für den Moment.

      Viele Grüße
      hj
    • 4. Kapitel
      Teil 7

      Bevor wir uns dem Innenausbau zuwenden, nochmal zwei Bildchen in den Rohbau.



      Das zweite Foto ist durch den Hintereingang ins Gebäude hinein fotografiert.

      Jetzt aber endlich zu den "Innereien". Da es sich bisher um ein "Klappmodell" handelt, nehme ich zum Anprobieren immer mal wieder einen Gummiring, um zu sehen, wie das Ganze wirkt und ob alles passt.

      Zuerst zwei Zwischendecken, oder soll ich sagen Zwischenböden? Egal, die Teile haben eine Doppelfunktion und je nach Sichtweise (von unten nach oben oder von oben nach unten) sind es eben Decken oder Böden.



      Beim ersten Zwischenboden bestand die Schwierigkeit darin, dass er genau in den Erker passen musste.



      Da man in diesem Gebäude Einblick von drei Seiten hat, muss man dann wohl auch eine Treppe in die erste Etage mit einplanen. Alles, was ihr ab jetzt seht, ist mehr oder weniger "from scratch" und mir so nach und nach bei meinen kreativen Einfällen in den Sinn gekommen. Da die Treppe an der linken Seitenwand befestigt wird, habe ich mir so gedacht, kann man von dort auch einen Eingang zum Keller integrieren und eine Seitentür, die (virtuell) ins Nebengebäude führt.

      Die linke Seitenwand wurde mit Finnpappe verstärkt...



      ...und die Treppe ebenfalls aus Finnpappe gebaut und mit Holzverkleidung ausgestattet.





      10 Fotos, also weiter im nächsten Teil...
    • 4. Kapitel
      Teil 8

      Noch zwei Fotos von der unbestuften Treppe.



      Beim ersten Foto sieht man ganz gut, wie ich das Maß der Treppenstufen eingezeichnet habe. Das wird dann durch die Stufen verdeckt, nämlich so:



      Dann wollen wir die Treppe mal an der Seitenwand "anprobieren":





      Im nächsten Teil werden wir uns etwas intensiver mit dem ersten Zwischenboden auseinandersetzen...
    • 4. Kapitel
      Teil 9

      Wie ich schon erwähnt hatte, gab es bei diesem Modell eine ganze Reihe von Geistesblitzen. Einer dieser Einschläge war die Idee, das Restaurant über zwei Etagen zu bauen und mit einer großen Deckenleuchte durch ein "Loch" im Fußboden bis unten hin zu beleuchten. Deshalb habe ich mal eins,zwei, drei...



      zwei Löcher in den Fußboden der ersten Etage geschnitten, mit Fußbodenbelag versehen (sorry, schlechte Beleuchtung beim Knipsen)...



      ...und absturzsicher gemacht. Der Maßstab passt nicht wirklich so ganz, aber wenn das Ganze eingebaut ist, gibt es keine Möglichkeiten für Beobachter mehr, da etwas nachzumessen.



      Die kleine Öffnung ist (wie ihr euch sicher schon gedacht habt) der Treppenaufgang. Die ganze Geländerkonstruktion ist aus Finnpappe "geschnitzt" und mit meinen Aquarellstiften eingefärbt.

      Hier nochmal die Schritte so nach und nach:







      Die letzten beiden Fotos oben sind Blicke durch die Fenster von der Vorder- und der Rückseite des Gebäudes.

      So, einen Teil gibt's noch für heute...
    • 4. Kapitel
      Teil 10

      Klar, dass auch die Treppe ein Geländer benötigt, sonst schimpft die Berufsgenossenschaft.





      Sorry, die Fotos sind von der Reihenfolge etwas durcheinander. Zum Abschluss dieses Teils noch ein Zwischenstand der zu diesem Zeitpunkt fertigen Teile des zweiten Gebäudes.



      Dort kann man dann auch erkennen, dass die linke Seitenwand in Erdgeschoss und erster Etage von innen bereits tapeziert sind (stark verraucht, aber rustikal zwinker2 ) und auch die linke Seitenverstärkung der zweiten Etage schon passgenau bereit liegt.

      Beim nächsten Mal kümmern wir uns dann um die rechte Hauswand, die dann ebenfalls im Erdgeschoss neue Fenster bekommt.

      Bleibt mir gewogen. Viele Grüße
      hj
    • 4. Kapitel
      Teil 11

      Warum ich die Fenster des Erdgeschosses austauschen wollte, habe ich ja bereits bei der Vorderseite des Gebäudes erklärt. Da die Bauweise bei der Seitenwand sehr ähnlich ist (nur keine Tür eingebaut werden muss), kann ich mir die Erläuterungen sparen und lieber die Bilder sprechen lassen.





      Nachdem dann auch die restlichen Fenster ausgeschnitten waren, wurde es Zeit, alle vier Seiten des Gebäudes mal provisorisch zusammen zu stellen, um einen ersten Gesamteindruck zu bekommen.





      Drei Blicke von oben ins Häuschen...





      ...und schon wieder ist die Maximalzahl Fotos pro Beitrag verbraucht.

    • arbeit2 "Hi ihr. Da könnt'er mal kieken wie blöd unser Cheffe ist. Baut schon am Innen herum un merkt dabei jaar nich, dattet Dach noch offen is und et erin reechnen tun kann. Da kann icke nur eens zu saaage: frech 5 Da gloobt er, er könnte ohne uns zurechte kommen un wat isses Erjebnis? Keene Mütze off'm Koppe. Un wenn da itze et Corönchen rinfällt, dann tute wieder ma dumme kucke, der Depp, der frech 1 . Icke mach mich mal wieder von'n Acker, bevor er wieder off seenem Bit'n'Byte-Schredder herum hacken tut... Tschöhööö."
    • 4. Kapitel
      Teil 12

      Und noch drei Bildchen durch die Fensterlöcher:





      Zugegeben etwas dunkel, aber ist ja auch noch keine Beleuchtung drin...

      Weiter geht's mit der Fenstermontage der oberen Stockwerke.





      Wenn ihr euch jetzt fragen solltet, warum die Innenwände nicht bis ganz zum Rand der Außenwände reichen: Der Rand ist genau 2 mm breit und damit Innen- und Außenwände außen bündig sind und innen auch noch passen, dieser Rand entspricht genau der Stärke der Finnpappe von Vorder und Rückseite des Gebäudes, so dass später die Seitenwände mit den Außenkanten verbunden werden können. Dies ist praktisch als Ersatz für nicht mehr vorhandene Klebekanten.

      Jetzt ist eine wichtige Frage zu klären: Wenn man rundherum den ganzen Raum überblicken kann, wo verlegt und versteckt man die Stromleitungen? Beim ersten Haus war das einfach, da die hintere Hälfte des Gebäudes komplett leer ist und sich dort jede Menge Möglichkeiten ergaben, die Kabel offen zu verlegen.

      Kurz nachgedacht und wieder Material-Recycling betrieben. Wir hatten hier im Haushalt aus vergangener Zeit noch einige Luftballon-Haltestangen aus Plastik, die innen hohl sind und dabei einen Durchmesser haben, durch den ein Kabel prima hindurch zu schieben ist. Sieht jetzt so aus:



      Ein Stück dieses Rohrs (Länge reicht bis zur Decke der ersten Etage) wird genau in einer der Raumecken angeklebt und mit der Lochzange ein Loch an der passenden Stelle in den Fußboden gezwackt. So kann ich die erforderlichen Kabel (es werden bei diesem Gebäude insgesamt drei Lichtspender verbaut) im Dachgeschoss sammeln und eine einzige Zuleitung von oben bis unten in den Kabelkanal durchschieben. In die Zwischendecke 1. zu 2. Etage kann dann ebenfalls ein Loch hineingezwickt werden und von da geht ein weiterer Kabelkanal (davon später) bis zum Dachboden. Aber so weit sind wir noch lange nicht.

      Einen kleinen Beitrag lasse ich für heute noch folgen...
    • 4. Kapitel
      Teil 13

      Nachdem auch die dritte Wand an der Bodenplatte befestigt worden ist...



      ...sah das Ganze so (siehe oben) aus und ich brauchte nur noch die vierte Wand zu meinem "Gebäudestern" hinzuzufügen.



      Jetzt lassen sich die Wände hochklappen und man kann dafür sorgen, dass die Zwischenböden passgenau zurechtgeschnitten werden können. Bei dem bisherigen Bau hat sich ergeben, dass die Innenverkleidungen eine prima Auflagefläche für den Boden zwischen erster und zweiter Etage bilden. Zwischen Erdgeschoss und erster Etage liegt der Boden auf der Treppe und der Erkeraussparung auf. In der rechten Seitenwand ergibt sich durch die separaten Innenverkleidungen ein Schlitz, in den der Boden hineingeschoben werden kann.

      Klappen wir's mal hoch...



      ...nein, nicht so halb, sondern ganz und nehmen eine Taschenlampe zu Hilfe, um einen ersten Eindruck von Innenbeleuchtung zu bekommen:





      Das soll's für heute mal gewesen sein. Geht bald weiter. Noch einen schönen Pfingst-Feiertag an alle.

      Gruß
      hj
    • Hallo hj,

      Du (Dein Team) machst (macht) ja tolle Fortschritte bei den Bauarbeiten. Es ist immer wieder eine Freude hier in den Bericht zu schauen.

      Eine kleine Anmerkung, wahrscheinlich aber schon zu spät: der Treppenausschnitt (Bild Haus2_0830, ff) scheint mir etwas knapp. Hier würde man sicher nicht ohne Bücken (oder Beulen) in das obere Geschoss kommen. Das wird man beim geschlossenen Gebäude aber wohl kaum merken, wenn man durch die Fenster schaut.

      Viel Spaß beim Weiterbauen.

      Viele Grüße
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
    • 4. Kapitel
      Teil 14

      Jetzt kümmern wir uns mal um den Beleuchtungskörper für die erste Etage und das Erdgeschoss. Bewährte Technik und bewährte Ausführung...



      ...aber bei der Ausführung der Lampe bin ich über ein Bauteil gestolpert, das vorher nicht eingeplant war. Ich musste eine LED-Taschenlampe ausmustern, weil da irgend etwas beschädigt war und sie nur noch beim Festhalten des Schalters geblinkt hat. Beim Zerlegen dieser Lampe zwecks Abfallsortierung fiel mein Blick auf die Linse und diese hatte es mir sofort angetan und wurde augenblicklich als Deckenlampe verhaftet. Ein vom Durchmesser gleichgroßer Ring aus Finnpappe als Abstandshalter, in den ich eine sternförmige Aussparung hineingeschnitten habe und die beiden nächsten Fotos zeigen die Deckenlampe einmal im aus- und einmal im eingeschalteten Zustand.



      Durch die Lichtbündelung dieser Linse wird der Lichtstrahl gezielter auf die Bodenaussparung im Zwischenboden zwischen dem Erdgeschoss und der ersten Etage gerichtet, so dass das Erdgeschoss etwas besser ausgeleuchtet wird, als wenn es diese Linse nicht gäbe.

      Deshalb anschließend nochmal ein paar Fotos mit provisorisch zusammen gesteckten Teilen und einigen "Einblicken" durch diverse Fenster.







      Es muss an meiner Kamera liegen, dass das Licht so einen bläulichen Schimmer hat. Die LED's bringen weißes Licht heraus, aber auf den Fotos wirkt es leider etwas bläulich.

      Bis später. Gruß
      hj
    • 4. Kapitel
      Teil 15

      Ein paar Deckenbalken auf Vorrat, um die Zimmerdecke der zweiten Etage vor dem Herunterfallen zu bewahren...



      ..., die dann in rustikal braun eingefärbt an die Seitenwände geklebt werden und dabei ist dann die nächste Aufgabe sichtbar, nämlich...



      ...wie versteckt man das Anschlusskabel der Beleuchtung?

      Da ich hier nicht, wie im ersten Gebäude, einen doppelten Boden einbauen möchte, musste ich mir etwas Anderes einfallen lassen. Aber mal der Reihe nach.

      Die zweite Etage soll auch wieder mehrere Räume enthalten und außerdem wäre eine Treppe ins Dachgeschoss ja auch mal etwas Feines. So etwa:









      Und damit wäre dann das "Versteck" für das Kabel auch schon mal vorbereitet.

      Eigentlich wollte ich noch weiter machen, aber da es zur Zeit Probleme beim Hochladen von Bildern gibt, werde ich die Fortsetzung verschieben. Bis dahin.

      Viele Grüße
      hj
    • Martin wrote:

      zum Abstauben hervorragender Ideen. Danke dafür
      Hallo Martin,

      das ist für mich der Hauptzweck dieses Forums. Gute Ideen abstauben und wenn möglich auch welche zum Besten geben.. Lernen kann man nur, wen einem jemand gute Tipps gibt. Wenn ich überlege, wie viele gute Ideen ich selbst hier schon abgestaubt habe... Hiermit möchte ich mich nochmal ausdrücklich bei @petcarli bedanken, der mich durch seinen "Treppentipp" beim Limburger Dom überhaupt erst auf die Idee gebracht hat, ein Modell nicht nur einfach "nach Bogen" zu bauen, sondern auch eigene Ideen einfließen zu lassen. Damit hat er bei mir genau den Nerv getroffen, der mir den Kartonmodellbau erst so richtig schmackhaft gemacht hat. Wenn ich bedenke, dass mich diese "einfachen" Häuschen jetzt schon fast ein halbes Jahr lang beschäftigen (neben meinen anderen Hobbies selbstverständlich) und mir immer noch Kleinigkeiten einfallen, wie ich die Fertigstellung "in die Länge ziehen" kann... Auch einfache Modelle haben Potential, man muss sich nur selbst herausfordern. Ein weiterer Vorteil bei den einfachen Modellen: wenn's mal in die Hose geht, ist der finanzielle Verlust überschaubar und kann leicht ersetzt werden.

      Also bleibt weiter fleißig, versorgt mich weiter mit guten Ideen und wenn einer mit meinen Ideen etwas anfangen kann - umso besser.

      Viele Grüße
      hj
    • 4. Kapitel
      Teil 16

      Nachdem ich in der letzten Woche wegen Problemen beim Upload der Bilder abbrechen musste, hoffe ich, dass es diesmal ohne Probleme weiter gehen kann.

      Erstmal zwei Bilder, die schon zuletzt hätten dabei sein sollen:



      Das kleine Loch in der Bodenplatte dient wieder zur Durchleitung des Stromversorgungskabels.

      Als nächstes folgt die Bodenplatte des Dachgeschosses.



      @Automatix: Natürlich hast Du Recht, was die Treppenausschnitte angeht, aber erstens würde ich sonst zu viel Bodenfläche beim Gebäude verlieren, zweitens kann das im eingebauten Zustand sowieso keiner mehr nachmessen und drittens habe ich den Eindruck, dass der Konstrukteur es mit dem Maßstab nicht wirklich so genau genommen hat, wenn ich mir die Größenverhältnisse der Eingangstüren zum Rest der Häuser so ansehe. Ich werde deshalb auch keine Figuren im Modell platzieren, da ich davon ausgehe, dass man dann erst recht erkennen könnte, wie riesig die Haustüren ausgefallen sind...

      Nachdem die Decke des Dachgeschosses vorbereitet war, konnte ich die Raumaufteilung der 2. Etage vornehmen.







      Fortsetzung folgt...
    • 4. Kapitel
      Teil 17

      Mal den Deckel probehalber auflegen...





      ...und bitte nicht wundern über die Kabelführung. Ist zu diesem Zeitpunkt alles noch provisorisch.

      Da ich im Dachgeschoss noch Platz für die elektrischen Verbindungen benötige, muss ich den Dachbodenraum etwas abteilen, zumal es ja auch ein Fenster gibt, durch das man hineinschauen können wird.



      Und jetzt noch ein Blick von der Seite in die 2. Etage, wo man erkennen kann, wie das Kabel durch die Treppe verdeckt wird und wo man einen Blick auf die tapezierten Wände und die Stützbalken der Decke werfen kann.



      Und noch zwei Blicke aus der Totalen, eins ohne und eins mit Beleuchtung der unteren beiden Etagen:



      Fortsetzung folgt...

    • Nur mal so als kleinen Einwurf:

      Die Geschosshöhen in Altstadthäusern nehmen von unten nach oben ab. die erste Etage war nicht selten ein ganzes Stück über 3m hoch. Und nu passe da mal eine schöne Tür ein! Da ist mit 2m Höhe nicht allzu viel gewonnen.

      Insofern schon passend.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Railgoon wrote:

      Die Geschosshöhen in Altstadthäusern nehmen von unten nach oben ab
      Hallo Andy,

      vielen Dank für Deine Aufklärung. Das beruhigt mich etwas. Allerdings finde ich nach wie vor einige der Haustüren recht groß, um's mal nicht provokativ zu sagen: Türklinken auf Augenhöhe. Hat aber auch so seinen Vorteil: man muss sich beim Durchs-Schlüsseloch-schauen nicht bücken und den Rücken verrenken happy1 .


      siehart wrote:

      ich bin ja mal gespannt, ob und wie nach der vollständigen Einrichtung der Kühlschrank mit offener Tür und dem darin verstauten Wocheneinkauf dargestellt wird ...
      Hallo siehart, (und an alle anderen, die jetzt erwarten, dass sämtliche Räume voll möbliert werden...)

      Das tue ich mir natürlich nicht an. Es gibt einige Fenster, die regelrecht dazu auffordern, Innereien zu bauen und hineinzustellen, aber es wird auch jede Menge Fenster geben, durch deren Gardinen man schwer oder gar nicht hineinsehen kann. Ich bin nämlich Hobbybastler und kein Masochist. Aber'n bischen was geht schon noch. Kleiner Appetizer: Haus 6 wird nochmal ein kleines Highlight, also bleibt dabei...

      Und danke1 für die Kommentare und Daumen an alle Mitleser freu 2 .

      Gruß
      hj
    • 4. Kapitel
      Teil 19

      Die weiteren Arbeiten am Dachgeschoss muss man nicht im Einzelnen kommentieren, also lasse ich mal wieder Bilder sprechen und ergänze bei Bedarf Optik mit Lyrik frech 1 .







      Beleuchtungstechnisch war es so gedacht, dass die Fenster der Gebäuderückseite der zweiten Etage durch die oben zu sehende LED und der Flur der zweiten Etage durch die Treppenöffnung aus dem Dachgeschoss mit Licht versorgt würden.

      Die Dachgeschosslampe sieht etwas seltsam aus...



      ...aber das ist dadurch begründet, dass diese Lampe nicht blenden darf, wenn man durch das Fenster ins Dachgeschoss hineinschaut.

      Und so sieht das dann "unter Strom" aus:



      Leider hat das Licht dann doch nicht so ganz für die Fenster der zweiten Etage auf der Gebäudevorderseite gereicht, also musste ich etwas nachhelfen (keine Sorge, sieht man später nicht mehr).



      Im nächsten Beitrag machen wir einen kleinen Ausflug...


    • 4. Kapitel
      Teil 20

      Wie bereits angekündigt, machen wir jetzt einen kleinen Ausflug und zwar...

      ...in die Möbelfabrik. Der Fabrikant war zwar gar nicht erbaut von dem Gedanken, eine Großserie extra für mich auflegen zu müssen, aber er hatte keine Chance...

      arbeit2 "Er nu wieder. Sprüche klopfen und seine Sklaven springen lassen. Von wegen Ausflug. Wie er seinen Möbellieferanten überzeugt hat? Na wie wohl? So: haue 1 streichel1 ."

      Schraubi!!! Mach Dich vom Acker!

      Handwerker! Ich entschuldige mich für diesen vorlauten Racker. OK, wieder in medias res.

      Also, hier die Bilder aus der Schreinerei:


      Man nehme...



      ...von unten nach oben; ein langes "Brett" mit dem Lineal gleich große Abschnitte geteilt, viereckige Löcher herausgeschnitten, eichefarbig gebeizt und anschließend in gleiche Stücke zerteilt. Danach...



      ...rechteckige Papierstücke, auf die ein Stück Finnpappe geklebt wird, dann...





      ...kleben wir das Papier "um die Ecke" und betrachten uns die Teile von unten und von oben. Irgendwas fehlt doch noch, oder? Klar - Füße...



      Dann drehen wir das Ganze um 180 Grad um die Z-Achse und erhalten...



      ...mit Tischdecken versehene Tische für's Restaurant mit "perfektem" Faltenwurf an den Ecken.

      Fortsetzung...
    • 4. Kapitel
      Teil 21

      Nächster Auftrag an den Schreiner. Aus diesem komischen Gebilde mit Löchern und Strichen...



      ...schneiden wir mal die Oberkante ab...



      ...malen noch ein paar Striche...



      ...nehmen wieder das scharfe Messer zur Hand und schneiden etwas heraus...



      ...Lackierung Eiche rustikal...



      ...zeichnen uns ein zweites, ähnliches Gebilde, das dann auch im selben Farbton behandelt wird...



      ...und dann werden diese "langen Streifen" mit dem Messer in gleich große Teile zerteilt, die Schnittkanten ebenfalls Eiche rustikal gebeizt und zum Trocknen ausgelegt.



      Wenn man sich jetzt noch die Arbeit macht, die Teile mit Leim zu verbinden, bekommt man...



      ...jede Menge Stühle. Bevor diese Tische und Stühle auf der Baustelle angeliefert werden, müssen noch einige Vorarbeiten getroffen werden, aber dafür ist jetzt schon etwas spät. Das kommt dann im übernächsten Teil.

      Gehabt euch wohl, es geht bald weiter in diesem Theater.

      Viele Grüße
      hj