Grumman F6F-3 Hellcat der Royal Navy; AJ-Model im Maßstab 1:33

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    • Grumman F6F-3 Hellcat der Royal Navy; AJ-Model im Maßstab 1:33

      Liebe Bastologen,

      schon ist es soweit! Die Hellcat wird sofort angeschnitten arbeit2 arbeit1 tanz 1 Den Bogen habe ich kürzlichst schon hier vorgestellt:

      Grumman F6F-3 Hellcat von Marek Pacynski im Maßstab 1:33

      Ich werde die britische Hellcat des, mir bis letzte Woche völlig unbekannten, AJ-Model Verlages bauen. Im Bogen gibt es weder einen Hinweis auf den Konstrukteur noch auf das Erscheinungsdatum.



      Zum Modell habe ich einen fast fertigen Baubericht gefunden, der mich schon mal optimistisch stimmt:

      papermodels.pl/thread-7818.html

      Darüber hinaus ist der Bausatz ja identisch mit der MPModel-Hellcat. Zu der gibt es zahlreiche Fotos von fertigen Modellen sowie einen reichhaltig bebilderten Baubericht bei Konradus:

      konradus.com/forum/read.php?f=…3&t=271143&filtr=0&page=1

      Es sollte also irgendwie zu schaffen sein, hoffe ich mal, zumal ich in der englischen Textanleitung den Hinweis gefunden habe, daß der Bau dieses Modelles nicht allzu schwer sei zwinker2

      Dieses Modell ist dann der finale Vorbereitungsschritt zur Halinski-Hellcat. Mit der Kawasaki Ki-61 Hien (Tony); Kartonowy Arsenal 2/2001; Maßstab 1:33 möchte ich mich generell etwas in die Halinski-Thematik einarbeiten. Das hier dokumentierte Modell ist dann mein Einstieg in die Grumman Hellcat. Der Flieger unterscheidet sich zwar grundlegend vom Halinski-Exemplar, aber ich kann hier schon mal die Formgebung des Flugzeuges sowie vor allem die mutmaßlich sehr biestige Cowling anhand praktischer Erfahrung etwas verinnerlichen. Ich werde hier mutmaßlich auch auf den Lasercut vom Answer-Modell verzichten, da bei meiner eigentlichen Ziel-Hellcat ebenfalls kein Spantensatz vorhanden ist. Das alles sollte mir dann im besten Falle später bei der Halinski-Bastelei etwas helfen.

      Auf dem untenstehenden Bild habe ich die Erläuterungen zur Exportgeschichte der Hellcat abfotografiert:



      Ich werde dann die Tage die ersten Baufortschritte dokumentieren...
    • @Chris A.: Das ist mein Quarantänemodus freu1 Am Osterdienstag ist die Herrlichkeit aber leider vorbei. Dann klaut mir die Arbeit wieder jeden Tag meine kostbare Bastelzeit brüll1


      Und los geht's, wie von der Anleitung befohlen, mit der Cockpitsektion. Wie sich das gehört, habe ich mir auch gleich beim Kantenfärben mal einen schönen Schnitzer an der Kopfstütze geleistet grr Da muß dann wohl mal wieder so eine wunderbar nervige Farbmischaktion herhalten kotz1 (So ungefähr dieser Grünton müßte es doch sein ostern 1 )
      In Sachen Detaillierung erinnert mich mein Cockpit fast schon an die handgezeichneten Neunzigerjahre-Bögen, die ich mittlerweile hier liegen habe. Trotzdem habe ich mich gegen eine wilde Superungsaktion entschieden und werde alles so bauen, wie im Bausatz vorgesehen. Die Sektion mit dem Armaturenbrett gefällt mir schon jetzt sehr gut und ich will einfach sehen, wie das weitergeht. Das stark gesuperte Cockpit im Konradus-Bericht überzeugt mich jedenfalls nicht bis zum bitteren Ende. Vielleicht ist das hier ja so ein Bogen, bei dem in diesem Bereich weniger mehr ist. Ich bin gespannt...



      Ich habe mal begonnen, die Textpassagen des Konradus-Berichtes durch den Google-Übersetzer zu schicken. Der Bastelkollege dort ist der Meinung, daß das Cockpit für den Maßstab viel zu groß sei. Ich finde ebenfalls, daß hier ein Wohnzimmer von einem Pilotenarbeitsplatz entsteht. Das geht schon fast in Richtung 1:25 kratz1 Ich habe meine bisherigen Basteleien mal neben ein 1:33 Referenzcockpit gestellt. Ist schon irgendwie leicht zu groß, selbst wenn man die spezielle Großartigkeit des gemeinen durchschnittsamerikanischen Piloten mit einkalkuliert, für den diese Maschine ja eigentlich entwickelt wurde muhaha1

    • Hei Daniel,

      irgendwo muss der von dem dicken PW 2800 Double Wasp ganz vorne vorgegebene Rumpfquerschnitt dran doch hin! Von der mit dem gleichen Triebwerk ausgestatteten Thunderbolt sagten die Piloten, dass man feindlichem Beschuss ausweichen konnte, indem man im Cockpit hin- und herrannte. Britische Piloten, die von der Seafire mit ihrem anganliegend geschneiderten Cockpit auf die Hellcat umstiegen, müssen sich wirklich wie im Tanzsaal gefühlt haben. Die Hien führte wie die Spit, Me 109, Mustang etc. auch den Rumpfquerschnitt so schmal wie möglich hinter dem flüssiggekühlten V-12 weiter. Dazu waren Japaner ja damals noch mehr als heute eher von zierlicher Statur.
      Ich denke, dass das Cockpit schon authentisch ist.

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke

      07.12.2019 Baubeginn Wettbewerbsmodell EMD F-7B. Aktuell: Details an den Seitenwänden.
    • Hallo Martin,

      Recht hast du natürlich. Ich sollte eigentlich schon vor dem ersten Stückchen Außenhaut Anbringen gesehen haben, daß die Hellcat ein gewisses "Dickschiff-Potential" hat. Der Pilotensitz-Problematik habe ich mich heute mal, in einer völlig nerdigen Aktion, bewaffnet mit Lineal und Taschenrechner zugewandt. Ich habe mein "Sofa" mit den Sitzen der Halinski Wildcat (links) und Hellcat (rechts) verglichen, die Breite genau ausgemessen und jeweils mit 33 multipliziert.



      Dabei bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: Die Wildcat hat im Modell eine Sitzbreite von 1,45 cm, was im Original 47,85 cm entspricht. Bei der Hellcat von Halinski sind es 1,55 respektive 51,15 cm. Herr Pacynski langt mit 1,85 cm im Modell und 61,05 cm im Original zu oh1 Na gut, sehen wir es als Spezialanfertigung für einen ausgiebigen Pilotenhintern. Wobei, so ein voluminöser Pilot ist bei einem Trägerflugzeug keine gute Idee. Durch die zusätzliche Masse verlängern sich ja auch Start- und Landestrecke. Aber vielleicht wurde für unser schwergewichtiges Fliegerass ja auch das Flugdeck der HMS Emperor etwas verlängert, wer weiß happy1

      In ganz praktischer Hinsicht löst der Luxussessel auch so einige Schwierigkeiten aus. Die erste Anprobe ergab, daß der Sitz, bei Montage auf den vorgegebenen Markierungen, mit dem Steuerknüppel in Konflikt gerät. Also habe ich alles etwas nach hinten versetzt...



      ...um dann zu realisieren, daß ich die Dinstanzstückchen komplett opfern muß, um die Sitzbank überhaupt irgendwie ins Cockpit operiert zu bekommen. Das ist mir dann, leider alternativlos viel zu nah am Steuerknüppel, auch ganz gut gelungen.



      Der derzeitige Zustand sieht jetzt so aus. Ich finde das, trotz des zu großen Sitzes und der mäßigen Detaillierung, echt schön anzusehen grins 3

    • Hallo Daniel,

      was noch zur Breite der Sitze beigetragen haben könnte: Man saß ja auf den Fallschirmen, deswegen hat die Sitzfläche so eine hochgezogene Vorderkante. Ich kenne mich mit der Abwärtsfliegerei kaum aus, aber ich halte es für möglich, dass die amerikanischen Schirme stetig weiterentwickelt wurden und mit der Zeit an Volumen zunahmen. Ich nehme kaum an, dass auch bei den Amis im Krieg die Versorgungslage so üppig und das Leben so bequem waren, dass man spürbar in die Breite gehen konnte, eher im Gegenteil. Das Cockpit sieht jedenfalls schon sehr gut aus!

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke

      07.12.2019 Baubeginn Wettbewerbsmodell EMD F-7B. Aktuell: Details an den Seitenwänden.
    • danke1 , @Martin für deine Einschätzung. Ich zweifle allerdings langsam immer mehr am Maßstab. Warum, erkläre ich im nächsten Beitrag. Vielleicht fehlt mir aber auch einfach ein Bißchen Nachhilfe in Brutalismus oh1

      Zunächst habe ich noch die Seitenwände ins Cockpit geklebt. Auf der rechten Seite sollte ich da was rausschneiden, wodurch so eine Art Schranktüren entstanden sind. Da wir ja sowieso schon ein Wohnzimmer als Cockpit haben, wurde also flugs eine Hausbar draus gezimmert. Weil das Teil dadurch ziemlich labil wurde, habe ich von hinten an allen möglichen Stellen 0,5 Millimeter-Pappe angebracht.



      Zuvor bin ich noch über Teil Nummer 18 gestolpert, das im Bogen vorhanden ist, aber auf keiner der Skizzen auftaucht kratz1 Damit war dann die Ausstattung des Cockpits, abgesehen vom oberen Gurtzeug, abgeschlossen und ich habe Spant "C" vorne angebracht.



      Ich finde, es ist ein wunderbares Cockpit geworden freu1 Im Anschluß wurde die innere Verkleidung angebracht. Hier paßte alles auf Anhieb wunderbar. Allerdings war es ein völlig dämlicher Schachzug, Teil Nummer 21 oben aufs Armaturenbrett zu leimen, da es dort überhaupt nicht hingehört und die dadurch notwendig gewordene Notoperation mir fast das Modell gekillt hätte regen1 brüll1



      Da ich glücklicherweise alle Orlik-Reserveflächen aufhebe, konnte der Havarist flugs ersetzt werden. Teil Nummer 21 wird, wenn man es richtig macht, von oben mit Kleber befeuchtet, nicht am Armaturenbrett fixiert, jedoch trotzdem über ihm eingesteckt und dann vorsichtig nach oben hinten weggezogen, bis es schön an den vorgesehenen Haltepunkten hängenbleibt. Es montiert sich fast wie von Geisterhand, gesetzt den Fall, man versaut es nicht schon ganz am Anfang grr
      Es schließt sich das nächste Problem an: Spant "C" hat Untermaß, weil ich es richtig gut machen wollte und ihn gleich vor dem Einbau mal prophylaktisch in eine schöne Form geschliffen habe stirn1 Unten habe ich die Ummantelung an den Flügelholmen ausgerichtet, da stimmt alles soweit. Somit liegt das Problem oben und ist aufgrund Dessen mit ein Bißchen simpler Ausstopferei gut zu beheben frech 2 lala1



      Jetzt mußte ich herausfinden, ob mein Modell überhaupt noch am Leben ist. Also noch schnell den nächsten Sektor gezimmert und probeangebracht. Paßt wie angegossen. Fazit: Operation mißlungen, Patient lebt pirat1



      Spantenschleifen werde ich ab jetzt bleiben lassen. Die Teile sind bei diesem Modell zwar nicht unterdimensioniert, aber an der Untergrenze einer guten Paßgenauigkeit gehalten. Einfach nur gut und ein Bißchen zu großzügig ausschneiden muß dann hier reichen.

      Das war dann heute eine Runde Nervenkrieg, zum Glück mit glimpflichem Ausgang kaffee1 kippe1
    • hi,

      Die Hellcat war neben der P-47 das größte einmotorige Flugzeug im zweiten Weltkrieg und stellte so ziehmlich alles auf Seiten der achsenmächte weit in den Schatten.

      Für mich sieht deine hellcat wen ich meine 1/72 hellcat mit den anderen Jägern die ich aus dieser Zeit habe , recht passend aus was die grösse betrifft.

      Lg toby
    • Die Größe passt schon so. Großraumbüro ist eben Großraumbüro. Vergleich mal eine F-5E und eine F-14. Da hast genau das selbe Bild. Nur moderner grins 2
      Hier ein Screenshot von einem unserer letzten (DCS) Ausflüge. Staffelkamerad in der F-14 und ich in der F-5:

      Die F-14 ist halt auch nen Wohnzimmer.Und das Cockpit von ner F-5 ist schon geräumig. Hab mal dringesessen im Original.

      Sorry für Offtopic aber das passte gerade so schön rotwerd1
      Nächster Stammtisch im Rhein Main Gebiet am 11.07.2020 ab 1700 (Thread)
      Verkümmerte Werke - Bauberichte und Fertiges
    • Chris A. wrote:

      Die F-14 ist halt auch nen Wohnzimmer.Und das Cockpit von ner F-5 ist schon geräumig. Hab mal dringesessen im Original.
      Joo,
      habe vor 2 Jahren zum ersten Mal eine F14 aus der Nähe gesehen (auf der Yorktown in Charleston). Mann oh Mann. Ich war völlig platt von der GRöße. Sie stand am Rande des Landedecks. Da war nach links und rechts nur vielleicht 2 meter Platz. DAs muss beim Anflug ganz schön heftig sein.
      Gruss, Holger zwinker1
    • Hallo Daniel,

      wunderschönes Vorbild hast Du Dir ausgesucht. UNd ich persönlich finde es toll, hier mal Abwechslung zu
      Halinski-Modellen zu sehen. Der Flieger scheint ja auch nicht schlecht konstruiert. Jedenfalls sieht das Alles bislang
      sehr gut aus. Frohes Schaffen über Ostern !!
      Gruss, Holger zwinker1
    • danke1 , @Chris A. @Freto und @Holger für eure Rückmeldungen ja 2

      Off-Topic war der Ausflug in die Flugsimulatorwelt überhaupt nicht. Ich hatte überhaupt keine Ahnung von den Größenverhältnissen bei derartigen Flugzeugen und das Bild vom Formationsflug hat genau das Thema getroffen. Nachdem ich jetzt ein paar Flieger aus verschiedenen Epochen gebaut habe, war ich der Meinung zu wissen, wie groß so ein Einsitzer ist. Daß da plötzlich ein Ungetüm um die Ecke kommt, das die Kawasaki Hien beinahe im Rumpf transportieren kann, konnte ich ja nicht ahnen happy1 Ich bin von der Realitätstreue der Größe jetzt auch überzeugt. Ich habe mir zum Modell eine Tiefziehkanzel zum Fly Model Nr. 82 bestellt und die ist sogar noch leicht zu groß. Es kann ja auch nicht sein, daß sich alle Hellcat-Konstrukteure in den Dimensionen vertun. Somit muß das hier so stimmen mafia1
      Zum Thema Halinski: Ich baue erst seit zwei Jahren Kartonmodelle und habe bisher noch keinen Halinski-Overload. Im Gegenteil, die Halinskis, die gerade hier im Forum gebaut werden, finde ich teilweise mächtig beeindruckend. Alleine dieser Hubschrauber... cool1 Und die hier beschriebene "Britcat" baue ich zwar auch, weil sie in ihrer Aufmachung mächtig interessant ist, der Hauptgrund für den Bau ist jedoch, daß ich mir Kenntnisse über den Flugzeugtyp aneignen will, um im Folgenden meine Halinski-Hellcat nicht in den Sand zu setzen. Ich glaube, das war eine gute Idee, denn so habe ich zumindest die grundlegende Form schon mal umgesetzt.


      Wo wir gerade bei Halinski sind zwinker2 Ich hätte mir hier gewünscht, nicht nur die Scheiben für die Rundumsicht hinter dem Cockpit, sondern auch noch ein Gegenstück für die Innenseite einzubauen. So ein Teil ist im Bogen nicht vorhanden, weshalb ich die Rückseite des Bauteiles mit Bleistift ergraut habe. Die Scheibchen habe ich aus irgendeinem Abfallplastik gebaut und mit doppelseitigem Klebeband fixiert.



      Noch eine Rumpfsektion später sieht es nun so aus. Ich finde es jetzt schon mächtig geil hüpf1


      Ich dachte immer, daß die Sowjets, zumindest im kalten Krieg, die Spezialisten für Gigantomanie waren. Schließlich hatten sie die deutlich fetteren U-Boote, das kaspische Seemonster, die Antonow 225 und noch einige andere Riesen im Programm. Im zweiten Weltkrieg hatten hier aber scheinbar die Amerikaner die Nase vorn. Ich kriege mich wegen der Überdimensionierung dieses Fliegers immer noch nicht ein stirn1 happy1
    • danke1 , @Chris A. und @Martin

      Martin, irgendwann habe ich diese ganzen Flieger gebaut (bis auf die B-29, da weiß ich nicht wohin damit heul1 ) und in Reihe nebeneinander stehten. Es gibt zwar bei mir keinen Größenvergleich mit Messerschmitts, aber ich habe die Kawasaki Hien ja schon im Bau und es wird noch eine Hurricane, die Bell P-39 und eine Brewster Buffalo geben. Das wird ziemlich interessant werden hüpf1 Irgendwann mal grr

      Im nächsten Bauabschnitt habe ich mit sehr wenigen Teilen sehr viel Zeit und einige Nerven totgeschlagen arbeit1 schwitz1 Es geht hier umd das Frontsegment aus den Spanten "A" und "B" mit ihren Ringen. Nach dessen Montage mußten in die großen Löcher die Abgaskanäle reingefummelt werden, was dann den Großteil an Zeit und Nerven kostete.





      Der Ring mit Spant "A" wird später komplett hinter der Cowling verschwinden und dankenswerterweise gut die Hälfte dieses Gemurkses mit in die ewige Unsichtbarkeit nehmen grins 1
      Als Nächstes muß ich das Segment mit dem bisher entstandenen Flugzeugrumpf vereinen. Hoffentlich haut das hin engel1
    • Ich habe die Bugsektion nun mit flinker Flasche angebracht. Positiv gesehen trocknet das Zeugs sehr langsam, wodurch man das Bauteil noch lange hin- und herjuckeln kann, um es in die optimale Paßform zu bringen (Was mir leider nur zu ungefähr 92 Prozent gelungen ist grr ) Negativ gesehen wollen einige Klebelaschen aus unerfindlichen Gründen überhaupt nicht abbinden, weswegen ich den Arbeitsschritt dann doch mit Weißleim abgeschlossen habe. Ich bin hier auch nicht ohne eine halbe Stunde Anpassungsgefummel durch das große Bugloch ausgekommen. Mit dieser Technik werde ich die Hecksektion also nicht montiert bekommen, denn da gibt es dann kein Montage- und Korrekturloch mehr kratz1



      Holger wrote:

      Der Flieger scheint ja auch nicht schlecht konstruiert.
      Das hat sich dann jetzt, hier und heute erledigt motz1 Zum Mitarbeiter des Monats ernenne ich deswegen den Konradus-User "Kilminster", ohne dessen Pionierarbeit ich hier voll in die Soße getreten wäre danke 2 Es werden sich nämlich im polnischen Teil des Papierinternets böse Geschichten von schlimmen Konstruktionsfehlern erzählt, die auf dem folgenden Foto auch gleich beide zu sehen sind. Um mich Stück für Stück beschwerdefrei vorzubasteln, habe ich schon mal das linke innere Flügelhautfragment gebaut:



      Zum Einen gibt es zwischen Rumpf und Flügel vorne diesen häßlichen Spalt, der auf dem Bild links zu sehen ist und der am Ende irgendwie mit selbstgeschnitztem Flickwerk geflickt werden muß. Zum Anderen sitzt der Fahrwerksschacht um zwei Millimeter versetzt an der falschen Stelle und mit "Tie Down" bekommen wir dieses Problem leider auch nicht gelöst happy1 Da ich aber diesmal, "Kilminster" sei dank, bereits vorgewarnt war, habe ich einfach angefangen, mich um die Tretmine herumzubasteln zunge 2





      Jetzt bin ich höchst gespannt, was die Versetzung der Fahrwerksschächte um zwei Millimeter für Auswirkungen auf den Rest des Flügelskelettes hat. Somit habe ich schon mal einen Berg Spanten geschnippelt, damit ich dann bei der nächsten Bastelsitzung nahtlos anknüpfen kann.



      Hoffentlich geht mir wegen dieser Geschichte nicht das ganze Modell drauf ausguck2
    • Hallo Daniel,

      ich sollte Dir beim nächsten Stammtisch einen ausgeben, da Du den "Vorturner" für meine eigene blaue H-Cat von Pacynski machst und ich jetzt vorgewarnt bin. Die Improvisation gehört beim Kartonmodellbau nun einmal dazu, da führt leider kein Weg dran vorbei und gehört irgendwie auch zu den Herausforderungen dieser Bauweise...

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke

      07.12.2019 Baubeginn Wettbewerbsmodell EMD F-7B. Aktuell: Details an den Seitenwänden.
    • Hallo Martin,

      ich glaube, den nächsten Stammtisch können wir uns erstmal an den Hut stecken, das wäre ja eigentlich kommenden Freitag gewesen brüll1

      Martin wrote:

      Die Improvisation gehört beim Kartonmodellbau nun einmal dazu, da führt leider kein Weg dran vorbei und gehört irgendwie auch zu den Herausforderungen dieser Bauweise...
      Das stimmt wohl... AAAAAHBÄR das hier ist konstruktionstechnischer Mist. Als passionierter Computerzocker a. D. erinnert mich das an diverse Electronic Arts-Titel, die einfach bei 75% Entwicklungsstatus völlig verbugt auf den Markt geschmissen wurden. Dann gab es ein paar halbherzige Updates und bevor alles halbwegs funktionieren konnte, war das Spiel veraltet und der Support wurde eingestellt wut1
      Der Unterschied im Kartonmodellbau: Hier gibt es in den wenigsten Fällen ein Update, einige wenige nachträglich zur Verfügung gestellte "Flickendownloads" möchte ich hier lobend erwähnen ja 2 Ach so, ich sollte mal zeigen warum ich mich schon wieder so extrem künstlich aufrege frech 1

      Zunächst das Tragflächenskelett. Baut sich prima. Den Fahrwerksschacht habe ich bewußt abgeknickt, weil es sonst Ärger mit der Flügelhaut gibt. Das wurde dann später wieder im Flügel geradegeschoben.



      Das mit dem ordentlichen Arbeitsplatz wird bei mir auch nichts mehr sauber1 Dann geht's aber los. Von den Fahrwerksschächten habe ich ja schon berichtet. Alleine diese Nummer ist ja an sich schon ein Aufreger. Weiter geht's dann beim Ankleben des inneren Flügelhautelementes. Von Anpassen will ich hier gar nicht reden, weil zumindest unten schlicht und einfach nichts so wirklich paßt. Den Fehler an der Vorderseite kannte ich schon und habe in weiser Voraussicht ein Stückchen Papier als Klebelasche für die spätere Retuschieraktion eingeklebt. Über die ganze Breite des Flügels mußte ich dann unten einen sehr miesen Kompromiss eingehen, damit die Oberseite des Flügels halbwegs am Rumpf sitzt. Oben geht es dann leidlich in Ordnung, allerdings ist hinten zwischen Flügel und Rumpf ein Spalt für dessen Verschließung mir noch die Idee fehlt. Darüber hinaus ist am Rumpf eine leiste mit Nieten angezeichnet, die ich aber mit dieser Konstruktion beim besten Willen nicht sichtbar machen kann. Die grundlegende Form stimmt, aber man sieht nur den oberen Strich der Nietenleiste, was ich nicht so wirklich als meinen Fehler ansehen will motz1 Als Konstrukteur sollte man eigentlich wissen, daß der Übergang von Flugzeug und Tragfläche der Knackpunkt eines solchen Modelles ist und sich mal eine halbe Stunde mehr Zeit zum Passig machen der Teile nehmen grr Für ein gut zu Ende konstruiertes Modell zahle ich auch gerne mahl zehn Euro mehr. Das ist dann immer noch spottbillig im Vergleich zu vielen anderen Hobbies.





      Das äußere Element der Flügelhaut paßt sich dann allerdings wunderbar an das Innere an. Selbst das Aufeinanderschieben mit dem sehr langen Klebelaschenring ist überhaupt kein Problem.



      Was mir erst jetzt so richtig bewußt wird: Der Flieger wird am Ende wirkich vierzig Zentimeter Spannweite haben oh1 Der muß dann wohl oben unter der Decke parken flieger 1

      @Martin: Du solltest vielleicht, da du ja sowieso die "Little Joe"-Maschine zweimal hast, am Übergang von Flügel und Rumpf irgendwie hybrid zwischen den beiden Bausätzen arbeiten kratz1 Vielleicht kommt so etwas besseres raus. Und vielleicht macht es auch Sinn, den Zarkov-Sitz ins Pacynski-Modell zu kleben, was meinst du dazu?

      Gruß,

      Daniel.
    • Hallo Daniel,

      die "bezahlpflichtigen Betaversionen" kenne ich als alter Skyrim-Fan extrem gut. Das Spiel habe ich mir bewusst erst ein Jahr, nachdem es herausgekommen ist, gekauft, da es zum Erscheinungszeitpunkt mehr Bugs hatte als ein Straßenköter Flöhe. Wenigstens ist es so gut zu modden, dass eine riesige Community praktisch alle Fehler inzwischen behoben hat.
      Die in Kartonmodelle hineinkonstruierten Passungsfehler kehle ich extrem gut, ich habe allerdings i.d.R. den Fehler auf mich geschoben, vielleicht manchmal zu Unrecht. Da hilft meist nur, ganz behutsam hauchdünne "Späne" abzuschneiden, bis alles passt.
      Zur Spannweite des Modells: Das Original hatte 13,08m Spannweite und meines Wissens die größte Flügelfläche aller Jagdeinsitzer des 2. WK. die 40 cm kommen also problemlos hin.
      Richtig erkannt: Der Vorteil von Downloadmodellen ist, dass man problemlos Teile mehrmals drucken, skalieren, umfärben kann etc. Genau deshalb habe ich mir den Zarkovbogen für dergleichen Korrekturen geholt.
      Bleib dran, die Maschine wird!

      Viele Grüße, Martin
      Meine Machwerke

      07.12.2019 Baubeginn Wettbewerbsmodell EMD F-7B. Aktuell: Details an den Seitenwänden.
    • Hallo Martin,

      wenn du jetzt hier die Skyrim-Keule auspackst, dann sei herzlich eingeladen zu einer kleinen Offtopic-Party zwinker2 Ich bin immer wieder völlig überrascht, wie Angehörige anderer Generationen auf den gleichen sinnlosen Mist abfahren, wie selbst und meine Alterskollegen oh1 Mein aktueller Skyrim-Spielstand ist bei 196 Stunden. Die Hauptquest ist durch und ich habe noch einen ganzen Eimer voll Nebenquests zu erledigen. Bis jetzt hatte ich viel Glück, allerdings ist mir bei der letzten Sitzung die dämliche Pferdesalami "Schattenmähne" abhanden gekommen und selbstredend über die nächsten vier Spielstunden nicht mehr aufgetaucht. Bis ich das realisiert habe, waren auch schon einige ältere Spielstände ohne diesen Fehler überschrieben. Ich könnte kotz1 Ein Freund hat die überarbeitete HD-Version gespielt und sie beim berüchtigten Diebesgilden-Bug in die Ecke geworfen. Wurde scheinbar nur die Grafik überarbeitet und auf den Rest gepfiffen. Und jetzt kommst du daher und behauptest, du hättest das Monster Skyrim mit Community-Content bugfrei bekommen kratz1 Wenn dem so ist, schicke mir bitte mal eine PN, in der drinsteht, was du da alles wie reingeladen hast, das würde mich brennend interessieren. Das Gute an der Zockerei ist: Auf Skyrim habe ich gerade keine Lust und in Fallout 3, New Vegas und 4 kenne ich schon jeden Quadratzentimeter. Meine spärliche Freizeit wird jetzt nur noch in Kartonmodellbau investiert. Da hat man dann im besten Falle sogar in der Realität noch eine Trophäe in der Hand freu1 Offtopic-Party Ende tschö1

      Womit wir dann auch bei der Hellcat angekommen wären...

      ...die andere Seite sieht nun (leider???) so aus:



      Das bedeteutet, das zumindest dieser Fehler auf meine Kappe geht und somit vermeidbar ist. Da ich jetzt bei diesem Modell schon so viele Dinge verbockt habe, die ich bei späteren Basteleien definitiv besser umsetzen werde, wandle ich den Flieger sogleich in eine ebensolche um. Also, Neustart. Der nachbestellte Bogen ist soeben eingetroffen. Diesmal kommt dann der Lasercut rein, die Segmente werden gleich mit flinker Flasche verklebt, der Sitz verkleinert und die Flügelwurzeln vor dem Kleben anständig angepaßt. Außerdem kann ich nun bei den Flügelhäuten etwas Überstand lassen und die Fahrwerksschächte schon ganz zu Baubeginn um zwei Millimeter versetzen. Für die Cowling und den Motor habe ich nun auch jeweils noch einen Extraversuch frei daumen1 Und wenn das alles den Bach runtergeht, dann baue ich einfach das fertig, was bis jetzt schon entstanden ist. Ist ja schließlich auch noch irgendwie ein akzeptabler Modellansatz grins 1

      Gruß,

      Daniel.
    • Hallo Martin,

      das müssen wir sowieso mal ausgiebig beim Stammtisch besprechen. Über die Drohnengeschichte bin ich auch schon gestolpert, kann mir aber irgendwie keine ferngesteuerten Flieger in 1:1 am Ende der Vierzigerjahre vorstellen.

      Allerdings bin ich von der Konstruktion der Paczynski-Hellcat immer noch völlig abgegessen und habe da gerade überhaupt keine Lust drauf. Die ganzen Drohnenflieger basieren natürlich auf dem identischen Bausatz und ich nehme man an, daß sich niemand die Mühe gemacht hat, die Fehler rauszukonstruieren brüll1 brüll1 brüll1

      Gruß,

      Daniel.
    • Stimmt, Du hast da ja Deinen ausführlichen Frust erlebt. Irgendwann, wenn es mich überkommt, gehe ich da auch dran.
      Drahtlos ferngesteuerte Fahrzeuge gab es allerdings schon vor mehr als 100 Jahren, natürlich überhaupt nicht vergleichbar mit den heutigen.
      Meine Machwerke

      07.12.2019 Baubeginn Wettbewerbsmodell EMD F-7B. Aktuell: Details an den Seitenwänden.