Kleiner Kreuzer S.M.S. ARCONA tropenfarben mit UWS HMV 1:250

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    • Kleiner Kreuzer S.M.S. ARCONA tropenfarben mit UWS HMV 1:250

      Vor etwa 20 Jahren war mein erstes HMV-Modell das Kanonenboot S.M.S. PANTHER im Tropenantrich. Ich hatte den Bogen kurze Zeit nach dem Erscheinen gekauft, 1. Auflage Konstrukteur Markus Wiekowski, und war von der Passgenauigkeit und Baubarkeit des Modelles - auch für einen nicht sehr erfahrenen Kartonisten - begeistert.
      Nun kommt nach zwei Jahrzehnten endlich das nächste Modell der Kaiserlichen Marine im Tropenanstrich "unters Messer".
      Ich habe mich für den Kleinen Kreuzer S.M.S. ARCONA entschieden, er ist Hauptbestandteil des HMV-Clubmodells 2014 und besticht durch seine für die Zeit typische, schlanke und fast zerbrechliche Formgebung.

      Die ARCONA erhielt den Tropenanstrich mit weißem Rumpf und ockergelben Aufbauten im Juni 1908 bei der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven und reiste anschließend via Suezkanal nach Asien. Das Schiff blieb bis Februar 1910 auf der Ostasiatischen Station, am 7.2.1910 traf sie in Sabang den Kleinen Kreuzer S.M.S. LEIPZIG und war damit offiziell abgelöst. Während des Aufenthaltes im Fernen Osten unternahm S.M.S. ARCONA zahlreiche Reisen im Pazifik, oft wurde nach Naturkatastrophen auch Hilfe geleistet und 1909 erhielt das Schiff den Auftrag das Deutsche Reich bei den Feierlichkeiten in San Franzisco anlässlich des Wiederaufbaues nach dem schweren Erdbeben von 1906 zu vertreten. Bevor ich ins Plaudern komme ........ les 3 Wikipedia oder "Die deutschen Kriegsschiffe" Band 1 von Hildebrand/Röhr/Steinmetz kann ich empfehlen.

      Das Modell ist baugleich mit dem Bogen des Schwesterschiffes S.M.S. UNDINE welches im HMV-Verlag in der grauen Version mit Unterwasserschiff erschienen ist. Ich werde die S.M.S. ARCONA nicht im Rahmen des Tsingtau-Dioramas aus dem Clubmodell 2014 bauen, sondern als Einzelmodell, kombiniert mit dem Unterwasserschiff aus dem Bogen der S.M.S. UNDINE. Vielleicht baue ich auch die eine oder andere Leuchtdiode ein ...... denk1 ...... schauen wir mal.



      Nun habe ich mich mit allen verfügbaren Materialien eingedeckt und es kann losgehen. Natürlich habe ich mir den Baubericht des Tsingtau-Dioramas mit der Arcona von Kurt und einen Baubericht der S.M.S. UNDINE aus einem Nachbarforum auf die Favoritenleiste gelegt und werde mir dort gelegentlich Hilfe holen.

      Alle Besucher und Beobachter sind natürlich herzlich Willkommen, Kritik, Anregungen und Tipps jederzeit erwünscht,

      viele Grüße
      Markus
    • Los geht es mit dem Unterwasserschiff aus dem Bogen der S.M.S. UNDINE. Da es sich um eine Konstruktion von Peter Brandt handelt bin ich ganz zuversichtlich, daß ich es ohne allzuviele Beulen und Dellen hinbekommen werde.
      Zunächst wird ein konventionelles Spantengerüst gebaut. Der Karton kommt mir etwas dünn und weich vor, die Spanten sind aber dicht gesetzt und ich habe nicht an UHU-Schwarz gespart. Die Aussenhaut besteht später pro Seite aus nur drei Teilen und ich hoffe sie nach gutem Vorformen ohne allzu großen Druck anbringen zu können, sonst könnte es doch Beulen geben .......
      Über den Längsspant wird dann ein "Blindkiel" geklebt, welcher später nicht zu sehen ist. Er bietet für die Aussenhaut Klebelaschen und eine gerade Auflage für den endgültigen Kiel.
      Seitlich kommen auf den Seiten je zwei lange und zwei kürzere "Blindplanken" auf die Spanten, auf den Querspanten finden sich kleine Strichmarken für die korrekte Ausrichtung.
      Und da kommt schon das erste, kleine Problem........ ich habe mit 34d angefangen und diese lange Blindplanke einfach nicht korrekt ausrichten können. Schon die Wölbung des Streifens erscheint mir verdächtig und ich habe dann mal schnell in einen Baubericht des UWS im Nachbarforum geklickt - Fehler in der Bauanleitung.
      Die Nummern der Teile 34b bis 34i sind seitenvertauscht, was in der Bauanleitung auf die BB-Seite soll gehört tatsächlich auf die StB-Seite !
      Ich habe mal die falschen Buchstaben mit den korrekten in rot überschrieben.



      Wenn man so die Seiten tauscht passen alle Blindplanken ohne Probleme auf die entsprechenden Markierungen.
      Heute ist alles gut durchgetrocknet, das Konstrukt schon ziemlich stabil und im Laufe des Tages werde ich die Aussenhaut vorbereiten ......



      ......... hoffentlich kann ich heute Abend positives Berichten.

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo alle zusammen,
      schön, daß Ihr dabei seid und mir auf die Finger schaut ......... pc3
      Am Ende des Tages habe ich den Rumpf noch nicht geschlossen und es gibt auch einige Beulen - zur Not wird es doch wieder ein Wasserlinienmodell.
      Ich habe zunächst die beiden großen Seitenteile angesetzt und dann Segment für Segment zum Kiel hin geschlossen. Das hat ganz gut funktioniert, an den Enden der vorgesehenen Schlitze haben sich dann aber doch einige Verwerfungen ergeben.
      Ich denke bei vorherigem Verkleben und Formen der Teile hätte es genau so ausgesehen.



      Zum Glück liegen diese Beulen im Bereich der Plattengänge und ich hoffe diese verdecken einige Unschönheiten. Die Nähte zwischen den Segmenten werden noch farblich mit einem haarfeinen Strich roter Acrylfarbe versehen.
      Die Teile für den Bug- und Heckbereich sind in jeder Hinsicht mit einem gewissen Übermaß versehen, das war in der Länge beim Ansetzen sehr hilfreich, im Bereich der Wasserlinie liegt alles sauber an.



      Merkwürdig ist der "Überstand" am Bug, dort sollen die geschlitzten Segmente über dem Blindkiel auf Stoß zusammengeführt werden. Füge ich sie so zusammen dann stehen sie weit von den Spanten und dem Kiel ab, mit viel Luft dazwischen. Stutzen ? Damit werde ich mich dann morgen in Ruhe beschäftigen, am Heck sieht es etwas einfacher aus.

      Viele Grüße
      Markus
    • Moin Markus,
      da bin ich gespannt wie diese Schiffchen so wird.
      Darf ich Dich wg. der Beulen auf die Wattemethode erinnern? Zur Erinnerung: "Wasserliniendeck" an den problematischen Stellen vom Mittelspant her u-förmig einschneiden, dann mit Hilfe von Wattebäuschen die Beulen wegdrücken.
      Wer nicht glaubt, daß das funktioniert, besuche die Ausstellung "Preußen in Nordschleswig von 1864 -1920" , da wird die HMV-Undine in Sonderauflage in 1:100 ausgestellt. Ich weiß wovon ich schreibe, ich habe das UWS mit Hilfe von Watte super hinbekommen. Wobei ich Stöße teilweise nachgeschnitten habe, wobei ich die Teile an der Wasserlinie angehalten habe, dann zum Kiel gezogen habe und dadurch die "Keilbreite" ermitteln konnte. Also: Ausschneiden, anpassen, nachschneiden, anpassen, Kante färben, kleben.
      08/15 kann fast jeder!
      Deswegen baue ich gerne Modelle, von denen ich erwarte, daß sie nicht immer passen. z.B. jetzt während der CoronaGeschichte die Sibajak.
      Ich freu mich auf Deinen Baubericht
      Gruß
      Ralph
    • Hallo Zusammen,
      vielen Dank für die rege Anteilnahme und die guten Tipps. danke1
      Ralph, das hört sich gut an und ich werde es bei nächster Gelegenheit probieren, für die ARCONA kommt es leider zu spät .... verlegen1
      Ich habe heute morgen früh angefangen die Teile lange anzuschauen, fast zu hypnotisieren, und habe viel probiert - ohne Klebstoff.
      Letztlich fügten sich die anscheinend zu langen Teile Stück für Stück einigermaßen passabel zusammen.
      Am Bug habe ich zuerst von achtern kommend die langen Teile auf Stoß gegeneinander geklebt, dann die anderen Segmente mir einer Pinzette einzeln gerundet bzw. geknickt. So ließen sie sich tatsächlich einzeln, auch mit Kontakt zu dem Blindkiel darunter, anlegen und auf Stoß verkleben. Es bleiben zwar einige "Narben, ich finde es aber ganz brauchbar.



      Am Heck passte es noch besser, mit Fingergefühl runden, biegen, mit Weißleim etwas gefügig machen ..... und es geht.
      Damit war das Unterwasserschiff geschlossen, mit der Watte hätte ich vielleicht auch noch einige der verbliebenen Beulen und Dellen vermeiden können. Aber wird ja noch mit einigen Teilen "geschönt".




      Fast über die ganze Länge wird ein Dockkiel aufgeklebt, seitlich werden je zwei Plankengänge aufgeklebt.



      Dann kam noch etwas Detailarbeit mit den Wellen und den Propellerlagern. Ich habe die Wellen aus Evergreen-Rundprofil zunächst nur in die Wellentunnel gesteckt und dann die beiden Schraubenlager auf die Enden gesteckt, alles ohne zu verkleben. So hatte ich die Möglichkeit sie symetrisch und nicht mit einer "Welle mit Knick" zu verbauen. Etwas Farbe auf die blanken Wellenteile und das sieht ganz ordentlich aus.


      Das Ruder erfordert etwas saubere Stichelarbeit die sich aber lohnt.



      Jetzt fehlen nur noch die beiden Schrauben und auf der Oberseite die beiden Zapfen für die Passung des Überwasserschiffes, dann hat der Bogen der S.M.S. UNDINE schon seinen Dienst getan.
      Trotz der anfänglichen Skepsis, es ist mein zweites UWS nach dem Schlepper Hermes, bin ich mit dem Bau zufrieden, letztlich haben alle Teile gepasst, die Konstruktion ist in Ordnung. Bleibt der kleine Fehler in der Bauanleitung für die Teile 34.
      In den nächsten Tagen geht es dann über Wasser mit der ARCONA aus dem Tsingtau-Bogen weiter.

      Frohe Ostern, viele Grüße und bleibt gesund
      Markus
    • Hallo Zusammen,
      erneut vielen Dank das überraschende Lob und Gefallen für das Unterwasserschiff. tanz 2
      Nach zehn Stunden Notdienst habe ich mich noch entschlossen heute Abend das UWS abzuschließen, es fehlen ja noch die Propeller.
      Der LC-Satz der S.M.S. UNDINE bietet die Teile für die Nabe aus hauchdünnem goldfarben beschichteten Papier, die Propellerblätter aus ebenso beschichtetem festen Karton.
      Der Bau der Naben forderte schon meditative Ruhe und Geduld, das hauchdünne Papier kann man fast nur mit der Pinzette fassen und halten.



      Das Ergebnis überzeugt mich aber von Material und Farbe, ein sehr schöner metallischer Glanz !

      Die Blätter habe ich dann etwas gerundet und gegenläufig auf die Naben gesetzt, allerdings erst nachdem ich die zerbrechlichen Naben an den Wellenenden befestigt hatte. Sieht gut aus, ich glaube ich werde keine Farbe verwenden sondern den Glanz dieser tollen Beschichtung behalten.



      Schnell noch die beiden Passungen für das Überwasserschiff gebaut, kein Kunstwerk, und damit kann der Undine-Bogen endgültig in die Schublade. Mit den nun überzähligen Teilen des Arcona-(Tsingtau-)Bogens kann daraus bei Zeiten noch ein schönes Wasserlinienmodell der Undine gebaut werden.



      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen,
      vielen Dank für Euer so erfreuliches Feedback ! hüpf1
      Ich habe mir heute auch mal die Galeriebilder der S.M.S. UNDINE auf der HMV-Homepage angeschaut und im Vergleich - habe ich anscheinend weniger "Mängel" im UWS als das Galerie-Modell. happy 2
      Gerd - da kann ich Dich nur ermuntern, alle Schiffe des Kreuzergeschwaders und die Stationäre auf der Ostasiatischen Station sind alle sehr attraktiv und bis auf die Flußkanonenboote auch sehr "rank" und elegant. Dazu die Farbgebung ...... Hingucker.
      Ich habe auch schon sehnsüchtig auf die 1:200 Modelle der Gneisenau und Scharnhorst von GPM geschielt, aber vorher ist noch ein dicker Stapel Bögen abzuarbeiten. Die beiden auf 1:250 zu skalieren und zu bauen ist ja auch keine Kleinigkeit.
      Die S.M.S. ARCONA macht in der nächsten Zeit noch genug Arbeit, es soll keine "umgefärbte" UNDINE werden (die war nie in den Tropen und hatte nie diesen Anstrich) sondern eine echte ARCONA. Dazu müssen einige signifikante Merkmale verändert werden ....... aber alles zu seiner Zeit.
      Jetzt werden erstmal wieder Spanten geschnippelt ......

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      seltsamerweise juckt es viele Kartonmodellbauer den Propeller, als meist einziges Teil an ihrem Modell, bemalen zu wollen. Während der Rest des Schiffes mit gefärbten Kanten auskommen kann, soll der Propeller - und vielleicht noch die Schiffsglocke - einen Klecks Bronzefarbe abbekommen. denk1 Ich finde wenn Farbe, dann auch alles oder zumindest ein überwiegender Teil damit sich ein harmonisches Gesamtbild ergibt.

      Dein Gebautes Teil sieht doch richtig gut aus, ich würde es lassen wie Du es gebaut hast und wie es die anderen Kollegen es auch schon für gut befunden haben. Das UWS sieht richtig schnittig aus. Die Schiffe der GAZELLE-Klasse galten als gute Seeschiffe. Der Rumpf bestätigt dieses Aussage schon! daumen1

      Viele Grüße,
      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

      arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/

      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Markus
      Ich muss mich den Kollegen anschließen. Der Rumpf ist sehr schnittig und sieht sehr gut aus. Das was nicht so gut geworden ist, sieht man doch nur, wenn das Teil auf dem Rücken liegt und das wird bestimmt nicht gemacht. Auch die gewölbten Schraubenblätter gefallen mir gut. Ich schaue gerne weiterhin zu.

      Lg

      Otto
    • Servus Markus,

      sieht super aus. ja 2

      Was mir auffällt:
      die Propeller sehen proportional sehr groß aus.
      Besonders wenn man Bild DSCN5890.JPG betrachtet.
      Das mag aber so gewesen sein.


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo Zusammen,
      vielen Dank für Eure Beifallsbekundungen und Anmerkungen. Die Schrauben belasse ich im ursprünglichen Glanz und übermale sie nicht.
      Den tatsächlichen Durchmesser kann ich nicht kontrollieren da ich keine entsprechenden Unterlagen habe. Ich gehe aber davon aus, daß Peter Brandt den realen Durchmesser dargestellt hat. Grundlage für das Modell der UNDINE dürfte ein Plan im Maßstab 1:100 aus dem Sievers-Verlag gewesen sein, dort sind auf einem Vorschaubild die recht großen Schrauben zu erkennen. Im selben Verlag gibt es auch einen 1:100 Plan der ARCONA, 2 A0-Pläne und 64 Din-A4-Seiten für 64,- Euro, das ist mir zuviel Geld und zuviel Papier für die Umsetzung der Unterschiede der beiden Schiffe bei einem 1:250-Modell. les 2

      Nach dem UWS geht es jetzt über Wasser weiter, es beginnt mit dem üblichen Bau des Spantengerüstet, dem Einschieben der Stringer und den zu verdoppelnden Böden der durchgehenden Kasematten. Der achtere Mast steht später in der hinteren 10,5cm-Kasematte, daher habe ich vorsichtshalber ein Loch gebohrt. Vielleicht muß da ja ein Kabel durch ..... zwinker2
      Für die beiden 10,5cm-Kasematten sind zur Stabilisierung auch verdoppelte Dächer vorgesehen, dabei muß man (wie Kurt in seinem Baubericht schon anmerkte) beim Dach der achteren Kasematte an eine Durchführung für den Mast gedacht werden, die ist im Druck nicht vorgesehen.
      Die kleine Heck-Kasematte erhält nur einen verdoppelten Boden, für sie ist kei Dach vorgesehen.



      Vor den Kasemattenböden habe ich noch das Hauptdeck aufgeklebt, die Stecklaschen liegen natürlich unter den Kasemattenböden und daher ist diese Reihenfolge sinnvoll.
      Anschließend habe ich die beiden Aufbauwände die die 10,5cm-Kasematten umschließen vorbereitet. Schots verdoppeln, Bullaugen ausstechen und verglasen, ritzen, knicken und etwas vorformen. Ich habe dann zunächst die beiden zum Deck zeigenden Wände satt verklebt und gönne ihnen viel Zeit zum antrocknen. Später werden die Wände dann langsam nach vorn bzw. achtern angearbeitet. Um eine vernünftige Form zu erlangen werde ich mir dafür viel Zeit nehmen.



      In der Zwischenzeit, in der die Wände durchtrocknen, widme ich mich der Geschütze die in den Kasematten aufgestellt werden.
      Vier 10,5cm-Schnell-Ladekanonen und zwei 3,7cm-Maschinenkanonen.
      Die 10,5cm-Sks werden überwiegend aus dem Bogen gebaut, nur der Antrieb für die Höhenrichtung, die Zieloptik und die beiden Handräder sind im LC-Satz enthalten. Den Rohren habe ich ein Seele aus dünnem Stahdraht spendiert, dadurch werden sie schön gerade und ich kann sie später einsetzen wenn die Lafetten schon in den Kasematten stehen.






      Für die 3,7cm-Mks sind deutlich mehr LC-Teile vorhanden, nur der Sockel mit dem kegelförmigen Pivot wird aus dem Bogen gebaut. Ich habe mich entschieden nur den Sockel mit der Lafette weiß zu lassen, die Waffe selbst war, nur so habe ich es auf zeitgenössischen Fotos gefunden, komplett brüniert. Durch die vielen LC-Teile - sehr angenehm zu bauen.



      Jetzt muß ich erstmal Rembrandts Nachtwache fertigbauen, morgen geht es dann mit den Kasemattenwänden und Vor- und Achterdeck weiter.

      Danke für die Aufmerksamkeit les 3 und viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen und vielen Dank für die rege Beteiligung. daumen1
      - Kurt, das habe ich schon bei der Behandlung der Kasematten-Wände gemerkt, daß da mit den Bordwänden ein fieses Geduldsspiel auf mich zukommt. Ich werde mir viel Zeit lassen und bin mal gespannt ob meine Nerven durchhalten .......

      - Jürgen, genau dieses Foto habe ich mir in maximaler Auflösung, 12 MB groß, heruntergeladen. Es ist kurz nach der Indienststellung entstanden, noch keine Geschütze an Bord (!), und die Merkmale der Arcona sind gut zu erkennen. Allein schon die dominanten, für diese Klasse singulären, Lüfter auf den hinteren Hauptdeck. Da habe ich auch schon zaghafte Versuche gemacht, viel Probieren, "try and error"-System, zum Trost erspare ich mir die "Ritterhelm"-Lüfter.



      Bis dahin sind aber noch einige Hürden zu nehmen, heute ein freier Tag und ich werde einen ersten Angriff auf die Bordwände starten.

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen, vielen Dank für alle Liker und Beitragsschreiber, das Modell scheint ja doch einige zu interessieren obwohl es schon einige Bauberichte zu ARCONA und UNDINE im Netz gibt.
      @Prinz Eugen 9 Jürgen, vielen Dank für den Link, dabei ist ein Foto welches ich noch nicht kannte. Die seitliche Aufnahme, fast ein Seitenriss im Tropenanstrich, ermöglicht es sehr gut die Höhe der Masten aus dem Verhältnis zur CWL zu plotten.
      Die ARCONA hatte deutlich höhere Masten als die UNDINE, zudem eine andere Teilung und mehr Rahen. Vermutlich hatte die ARCONA eine andere, stärkere Funkanlage, ich habe dazu aber keine Quelle gefunden.
      Die Semaphore am achteren Mast, welche man z.B. auf der Aufnahme im KW-Kanal kurz nach der Indienststellung noch erkennen kann, wurden wahrscheinlich vor der Ausreise nach Ostasien beim Werftaufenthalt Sommer 1907 abgebaut.
      Die Masten der UNDINE sollten beim Modell demnach eine Höhe von ca. 13,7cm von der Wasserlinie aus haben, die der ARCONA etwa 16,1cm. Das bringt mich weiter, vielen Dank ! happy 2

      Inzwischen habe ich an den Feierabenden die Geschütze in die Kasematten eingesetzt (Rohre werden aber bis zum Bauende wieder herausgezogen) und die Kasematten mit den jeweiligen Decken geschlossen. Natürlich habe ich Kurts Baubericht aufmerksam gelesen und darauf geachtet, daß die achtere Kasematte keine "zue" zwinker2 Zwischendecke bekommt. Da muß ja ein - nicht im Bogen vorgegebenes - Loch hinein durch das später der Mast geführt wird.



      Millimeter für Millimeter ließen sich die Decken gut mit Weißleim der Form folgend einpassen. Back- und Achterdeck passten dann auch sehr gut auf die Spanten und Aufbauwände der Kasematten.



      Dann ging es an die Konfrontationstherapie mit meinen Phobien - den Teilen der Bordwände.
      Sauber ausgeschnitten, Bullaugen gelocht, verglast, Knicke geritzt und dann habe ich mit den Teilen am Bug angefangen. Nach mehrmaligem "Anprobieren" habe ich mit dazu entschlossen die Teile unten beginnend an der Wasserlinie zu verkleben. Die eingeklebten Laschenstreifen habe ich schwarz eingefärbt, da sie hinter den verglasten Bullaugen des nächsten Streifens liegen. Die Ansatzpunkte finden sich an der Kasematte und von dort aus habe ich zum Bug hin geklebt, immer nur auf den Laschen der Wasserlinie, nicht auf den Spanten !



      Das passte wunderbar und ohne große Fummelei. Dann habe ich die oberen Streifen wieder an der Kasematte angesetzt, aufgeklebt und zum Bug hin geschlossen.



      Einen kleinen Versatz und Probleme gab es in dem Bereich in dem die beiden Streifen mit der Kasemattenwand zusammen kommen, da soll eigentlich alles in einer Ebene auf Stoß eingepasst werden. Ich habe mich aber entschieden die oberen Streifen über diesen Bereich zu kleben, alles andere hätte Verstümmelungen und hässliche Stellen ergeben.



      Naja, nicht perfekt, aber optisch wird es am fertigen Modell wohl nicht allzusehr auffallen. Es kommt in den Bereich noch eine kleine Backspier und einige Steigeisen, die lenken vielleicht auch noch etwas von der "aufgedoppelten" Ecke ab.
      Bei den Bordwänden am Heck gehe ich genau so vor, die sind auch schon teilweise dran und ich bin guter Hoffnung.
      Davon demnächst mehr, für heute ist Feierabend,

      viele Grüße
      Markus
    • moin1 Markus,
      Den Bug hast Du gut hinbekommen. Das ist eine tolle Kartonkonstruktion von Peter Brandt! Immer wieder erstunlich wie sich mit wenigen Teilen so komplizierte Formen machen lassen. Der Tipp mit dem Loch für den Mast im Kasemattendeck ist gut! Vielleicht baue ich auch einmal eine "richtige" ARCONA oder eben eine "falsche" UNDINE im Tropenanstrich (den sie meines WIssens nie hatte). Dazu wird mir Dein Bericht dann sicher eine gute Hilfe sein.

      Viele Grüße,
      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

      arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/

      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Moin Markus
      Den Bug hast du sehr gut hinbekommen. Viele Kreuzer aus dieser Zeit hatten ja diesen Bug und auch der Tropenanstrich sticht hervor. Leider ist Peter Brandt viel zu früh von uns gegangen und er hätte uns mit Sicherheit noch einige schöne Modelle entworfen.

      Ich habe auch mal zwei Kreuzer aus der Zeit vom HMV gebaut. Ich glaube eins ist die Emden und das andere ??



      Kannst es ja wieder löschen.

      lg

      Otto
    • Hallo Zusammen,
      vielen Dank für Eure Beiträge, das motiviert sehr und ich kann Motivation nun auch gut gebrauchen. verlegen1
      Hilft ja nix, der abschließende Bericht zu den Bordwänden muß geschrieben werden.
      Ich habe zunächst die unteren Streifen der beiden Hecksektionen an den Laschen der Bodenplatte bündig verklebt. Vorher natürlich gelocht, verglast und die schmalen Verbindungslaschen zu den oberen Streifen eingeklebt. Dann habe ich mich alternierend auf beiden Seiten "nach oben gearbeitet" und dabei die Bordwände nur untereinander verklebt, nicht mit Spanten oder Stringern.
      Das ging soweit ganz gut, die Steuerbordseite ist nahezu perfekt, aber an Backbord - kam es doch zu unschönen "Wellen". Wie und warum kann ich nicht sagen, es sind minimale Momente der Unachtsamkeit oder das falsche Geführ in den Fingern beim Formen - nicht zu erklären. Ich bin trotzdem von dem streifenweisen Aufbau überzeugt, die Steuerbordseite zeigt ja den Erfolg.





      Ein zweites Malheur entspringt meiner kurzen Erfahrung mit Weißleim. Ich habe die schrägen Flächen hinter der achteren Kasematte, da springt die Bordwand nach innen, mit Weißleim verklebt und mit einem glatten Pinselstiel bis zur endgültigen Trocknung angeformt. Dabei ist an der Bb-Seite das Papier etwas aufgeweicht und die scharze Farbe der Schnittkante hat sich verteilt, sehr, sehr unschön. Also mußte ich leider zu etwas Farbe greifen, der Schandfleck bleibt aber.
      Die oberen Streifen zum Deck hin ließen sich wierum problemlos anbauen, auch die noch fehlenden Verkleidungen der Kasematten fügten sich brav ein.
      Insgesamt also gerade noch ein 4- würde ich sagen, ganz ohne Makel scheint es (bei mir) mit dieser Rumpfform nicht zu klappen.






      Weiter geht es jetzt mit Seitenkästen hinter den Schanzkleidern und dann muß ich improvisieren. Die Aufteilung der Lüfterpositionen auf dem achteren Maschinenhaus weicht ja von der SMS UNDINE ab und ich habe das Teil bearbeitet. Gleich mit auf den Bogen habe ich die markanten Lüfterköpfe (1xReserve) und die entfärbten, also weißen Schutzschilde für die 10,5cm-Geschütze an Deck, platziert.
      Zum Glück passt der ockergelbe Farbton gleich auf Anhieb. Hier der Vergleich Originalbogen - korrigierter Bogen:



      Ich bin schon gespannt wie sich die neuen Lüfter darstellen lassen ........
      Soviel für den Moment,

      viele Grüße
      Markus