Kleiner Kreuzer S.M.S. ARCONA tropenfarben mit UWS HMV 1:250

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    • moin1 Markus,
      Dein Kreuzer nimmt Formen an. Und der Rumpf ist "zu"! Ein Grund zur Freude.
      Wenn Du den weißen Farbtopf gerade offen hast, dann tupf noch auf die Anschlagpunkte der Davits aussen an der Bordwand. Ich habe den Bogen auch und gesehen, dass dort die Markierungen der Davits von der UNDINE sind.
      Hast Du schon mal beider Rumpfhälften vereint? Das sieht bestimmt klasse aus.

      Viele Grüße,
      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

      arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/

      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus,

      locker probiert habe ich es schon einmal .............. happy 2



      Gut aussehen wird es erst nach der stabilen "Hochzeit" und dem kaschierenden Wasserpass. Und das dauert nicht mehr lang, ich werde beide Teile in Kürze fest "verheiraten". Lieber bevor die Aubauten über das Schanzkleid herausragen, dann kann ich vernünftig Hand anlegen. Etwas Druck und sanfte Gewalt könnten notwendig sein um das Ergebnis zu verbessern.
      Und am Ende werden auch alle Knicklinien und überflüssigen Markierungen auf dem Rumpf nochmal kaschiert, der weiße Farbtopf ist immer bereit.

      Viele Grüße
      Markus
    • Vielen Dank für Euren Trost und Zuspruch ! verlegen2
      Vielleicht habe ich auch etwas zuviel erwartet, ich denke, wie Fritz so richtig sagt, lenken später unzählige Details und andere Strukturen von den Unsauberkeiten ab. Und wie schon einmal erwähnt - besser als das Heck des Galerie-Modells auf der HMV-Seite. Es ist also wohl wirklich nicht so einfach.
      Zu meiner Zufriedenheit habe ich auch das Maschinenhaus mit neuer Dachaufteilung und einen der Lüfterköpfe probegebaut.



      Geht sehr gut, der Lüfterkopf wirkt ohne Standrohr gewaltig, daher habe ich die Teile nochmal minimal verkleinert, dann dürften die Proportionen auf den Standrohren gut passen.

      Genug für dieses Wochenende, Dank des 1.Mai kann ich ja in Kürze wieder eine 3-Tage-Schicht einlegen,
      viele Grüße
      Markus
    • Servus Markus,

      macht sich gut dein Model bisher.
      Ich schau nach wie vor gerne vorbei.

      Das mit dem 1.Mai und 3-Tage Schicht ist ein interessanter Ansatz. Da können wir ja einiges an Baufortschritt beobachten. freu 2


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo Zusammen,
      mit dem Rumpf habe ich mich versöhnt und ich spüre einen starken "Suchtdruck" weiterzubauen .... arbeit1
      Heute wollte ich eigentlich gar nichts dazu posten - nun aber doch.
      Ich habe die wohl endgültigen Lüfter zum Vergleich der Proportionen vor dem Screenshot der Arcona verglichen und versucht zu fotografieren, es passt gut und alle veränderten Teile für diesen Bereich des achteren Maschinen-/Lüfterhauses habe ich zusammen.



      Kurz darauf fiel mein Blick nochmal auf das Modell vor dem Bildschirm und ich dachte, davon muß ich auch ein Bild machen.
      Ohne Kommentar, halt ein Schnappschuss. foto1



      Am Tag der Arbeit - logisch - geht es dann hier weiter.

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen,
      der "Tag der Arbeit" ist da und ich habe heute früh meine kreativste Arbeitsstunde gleich genutzt.
      Das ist erfahrungsgemäß - erstaunlich - die erste Stunden nach dem Aufstehen (Nein, nicht 11-12 sondern 6-7 Uhr !), noch im Pyjama mit der ersten Tasse Kaffee. kaffee1
      Das Sammelsurium an versuchsweise gebauten Maschinenhäusern, Standrohren usw. lichtete sich und ich konnte die zu verwendenden Teile auswählen und es ergibt sich ein völlig neues Maschinenhaus mit dem der S.M.S. ARCONA näherungsweise entsprechenden Aussehen.





      Der hintere "Scheibenlüfter" hatte ein unkonventionelles Standrohr, unten ein fast rechteckiger Querschnitt der sich nach oben hin zu einem runden Querschnitt, ähnlich einer Orgelpfeife, verändert.
      Das passt alles ganz gut, es zeichnet sich aber ein Problem bei diesem Bogen ab welches mich weiteren Bauverlauf wohl noch oft stören wird: der Farbton des "98er-Gelb". Man könnte auch "Dampfergelb" dazu sagen, ein Ockergelb. Leider hat der Farbton auf den Bögen einen ganz leichten Rotstich und wirkt daher eher Orangegelb. Das gleiche bei den Lasercut-Teilen, die wiederum knapp daneben liegen und zudem wesentlich farbintensiver leuchten. Wenn dann noch die selbstgedruckten Teile und gefärbte Kanten dazu kommen hat man ein wildes Durcheinander der Farbgrade auf kleinstem Raum.
      Ich hoffe, daß später das Auge beim Betrachten des Modells diese kleinen Unterschiede etwas kompensiert, beim Bauen finde ich es erstmal störend.
      Den fertigen Aufbau wollte ich nicht direkt an Deck verkleben sondern den "Schwung" nutzen und gleich die nächste, wichtige Aufgabe in Angriff nehmen - die Vereinigung von Unter- und Überwasserschiff.

      Beide Teile passten ganz gut aufeinander, es bleibt aber naturgemäß eine deutliche Naht die mit einem schwarzen Streifen, dem verdoppelten Wasserpass, verdeckt werden soll.



      Die Theorie lies sich gut in die Praxis umsetzen, der schwarze Streifen, mit Weißleim eingestrichen, passte sich gut an und es kommt ein ganz passabler Vollrumpf dabei heraus.





      Den ersten der vier Streifenteile (Bb achtern) hatte ich noch mit UHU-Schwarz geklebt, das ist aber nicht zu empfehlen, da muß ich auch nochmal nachbessern. Der Streifen bleibt relativ steif und passt sich nicht so gut der Form an.
      Die Entscheidung, beide Rumpfteile bereits jetzt zusammenzufügen, war wohl richtig, ich mußte nur zwei Propellerblätter nachkleben.
      Nicht auszudenken was später an Schornsteinen, Lüftern oder gar Masten als Kollateralschaden übrig geblieben wäre ..... verlegen1
      Der gesamte Rumpf liegt nun für den weiteren Bau in einer zugeschnittenen "Styropor-Bettung" und kann nun hoffentlich schadensfrei weiter bearbeitet und ausgerüstet werden.



      So, die 8-Stunden-Schicht ist rum, aber ich denke wenn ich die verpassten Mahlzeiten nachgeholt habe schippel und klebe ich noch ein wenig ........ das Maschinenhaus kann ja nun an Deck ! tanz 2

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      Deine Feiertagsschicht war erfolgreich! Der vereinte Rumpf kann sich sehen lassen. Auch Deine Neugestaltung der Lüfter macht sich gut. Hast Du den Rohrquerschnitt des hinteren Lüfters von einem Foto abgeleitet?

      Zum "richtigen" Gelbton der Kaiserlichen Schiffe streiten sich die Gemüter. Von Zitronengelb bis Orange gibt es auf Modellen und Kartonmodellbogen fast alles zu sehen. Eine Normierung der Farben erfoklgte erst mit dem RAL-System in den 1920ern. Tatsache ist jedoch, das schmutzige Stellen an Bord nachgestrichen wurden und der Farbton zur Ausbesserung mit Augenmaß angemischt wurde. Das hatte zur Folge, dass die Schiffe mit der Zeit immer drunkler wurden. Besonders auf Fotos aus dem Ersten Weltkrieg sieht man das bei Aufnahmen von Schiffen zum Kriegsende hin.

      Ich habe gerade mal den HMV-Bogen von Gomez zu SMS PANTHER neben den ARCONA-Bogen zum Vergleich gelegt, und finde meine Aussage oben gleich bestätigt schwitz1

      Viele Grüße,
      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus,
      den merkwürdigen Querschnitt des Lüfterrohres habe ich den Originalfotos und den von Dir zur Verfügung gestellten Bildern des 1:100-Modells entnommen. Die Formveränderung ist mir nicht so extrem wie auf diesem Bild gelungen, aber andeutungsweise zu erkennen.
      Und noch ein Vergleich der Gelbtöne: links Scharnhorst JSC, mitte Panther Gomes, rechts Arcona, unten LC-Satz Arcona.
      Die Markierungen für die Davits kaschiere ich übrigens erst dann wenn die Davits innenbords angebracht sind zwinker2



      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen,
      es ist natürlich am Wochenende noch weitergegangen, nach dem Maschinenhaus mit den typischen Arcona-Lüftern waren die beiden Unterbauten für die Schornsteine an der Reihe. Da ich an diesen keine signifikanten Unterschiede Undine-Arcona feststellen konnte wurden sie unverändert aus dem Bogen gebaut. Ich schildere den Bau nicht bis ins Detail, Kurt ist in seinem Baubericht "HMV Clubmodell 2014 Tsingtau" detailliert mit vielen Fotos darauf eingegangen. Erwähnen muß ich aber nochmal das "Frühchen", kleiner wäre dieser Lüfter kaum überlebensfähig. Insgesamt passte alles sehr gut, sauber Schneiden und mit viel Geduld knicken und formen ist hier aber angsagt.



      Anschließend kam der Wellenbrecher bzw. Splitterschutz vor den vorderen 10,5cm-Geschützen an die Reihe und danach konnte mit den beiden gerundeten Streifen die seitlich noch offene "whaleback"-Back geschlossen werden. Passte auch sehr gut, auch die beiden kleinen Bug-Kasematten.



      Nun geht es mit der Brücke weiter, den Sockel und den leicht gepanzerten Unterbau habe ich gerade fertig gestellt. Für die Brücke selbst habe ich wieder ein neues Teil ausgedruckt. Schaut man sich Fotos von SMS UNDINE und SMS ARCONA in diesem Bereich genauer an, stellt man fest, daß die Arcona nur zwei statt drei rechteckige Fensteröffnungen an der Brückenfront hat. Auf dem Bildvergleich links Bauzustand 1910, rechts 1903, jeweils nur zwei Öffnungen, die Mitte geschlossen.




      Da es nun auch vermehrt zur Verwendung von größeren Teilen aus der Ätzplatine und dem LC-Satz kommt habe ich mich nach einem passenden Farbton für Ausbesserungen und die Lackierung der geätzten Teile umgeschaut.
      Sehr gut passt der Farbton "Sunny Skin" von Vallejo, Nummern siehe Foto. Dünn aufgetragen nimmt man damit den LC-Teilen ihre zu intensive Farbausstrahlung.



      Der RAL-Farbton "Ocker-Gelb" von Vallejo, den ich z.B. bei den Masten der MONTE ROSA 1:1 verwenden konnte, haut voll daneben. Der Druck bei der Arcona geht halt deutlich mehr ins rötliche.

      Soviel für heute, am Wochenende geht es munter weiter,
      viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      auf Deinem Fotovergleich hast Du noch einen Detailpunkt: Der Wellenbrecher vorn ist erhöht und hat halbrunde Öffnungen für die Geschützrohre. Ein Detail, an dem sichu.v.a z.B. auch DRESDEN und EMDEN unterscheiden zwinker2

      Das wird gut! Viele Grüße,

      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

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    • Hallo Zusammen,
      die Brücke hat mich nun einige Tage in Anspruch genommen. Sockel, Splitterschutzwand und Leitern habe ich schon einmal an Deck montiert.



      Die Leitern aus der Ätzplatine der SMS UNDINE liessen sich hervorragend bearbeiten, beste Qualität.
      Dann ging es an die Brücke selbst, da ich die Front mit nur zwei Fenstern darstellen wollte konnte ich hier keine Teile aus der Ätzplatine oder dem LC-Satz verwenden. Fenster ausgeschnitten, Bulleyes gelocht, alles verglast, und dann noch Kompass, Maschinentelegraph und Ruder aus dem Bogen gebaut und in Position geklebt.



      Dann hatte ich die Qual der Wahl die umlaufende Reling und die Verkleidungen der Nock aus dem Bogen, der Ätzplatine oder dem LC-Satz darzustellen. Ich habe mich für die zusammenhängenden Teile aus der Ätzplatine entschieden.
      Die Platine habe ich mit Tamiya Fine Surface Primer Spray grundiert, gibt es in grau und weiß, und das funktioniert wunderbar. Eine deckende, sehr gut haftende Farbschicht auf dem Metall, ohne die winzigen Öffnungen und Schlitze in den Teilen zu verschließen. Sehr empfehlenswert !
      Die beiden Seitenteile kann man in Ruhe vorformen, dann lackieren und letztlich in Position kleben.





      So far, so good - wie der Brite sagt, nun kommt wieder ein Punkt an dem ich die vorgegebenen Bauschritte verlassen und verändern muß.
    • Im Bogen der Arcona ist auf dem Dach der Brücke nur ein runder Peilstand mit Kompass vorgesehen, ansonsten ist das Dach nicht begehbar und in der ockergelben Farbe der Aufbauten gedruckt.
      Das entspricht wohl dem ersten Bauzustand der ARCONA, schaut man sich aber Bilder aus der Zeit in Ostasien an, erkennt man, daß das gesamte Dach als Peildeck oder offene "fly-bridge" genutzt wurde. Dazu ist es rundum mit einer Reling versehen und sicher wurde auch Linoleum auf dem Dach verlegt.
      Hier zwei Bildausschnitte zur Verdeutlichung, man erkennt auf dem linken Ausschnitt auch Stengen und Leinen um über dem Brückenbereich Sonnensegel anzuschlagen. Vielleicht bastel ich diese Vorrichtung auch noch dran ........ denk1



      Auf dem zweiten Bild oben sieht man das original Brückendach und meine Linoleum-Variante. Die gesamte Reling in diesem Bereich mußte mit einem Relingskleid versehen werden. Mit den störenden Farbunterschieden die sich aus der kombinierten Verwendung von Ätz-, LC- und Bogenteilen ergibt, muß ich nun leider leben.





      Auch wenn mich die Farbunterschiede stören, so ist entspricht der Gesamteindruch nun ganz gut dem Bauzustand der ARCONA in Ostasien.
      Es war sicher richtig die Brücke separate Baugruppe fertigzustellen und erst dann an Deck zu verkleben, beim Anpassen der gerundeten Relingsteile usw. muß man doch hier und da etwas Druck ausüben und die gesamte Brücke ist recht fragil. Halt nur ein "kleiner geschützter" Kreuzer, ich glaube beim Einschlag einer 10,5cm Granate in diesem Bereich hätte auch der leicht gepanzerte "Splitterschutzstand" unter der Brücke niemand gerettet.




      Es kommen noch einige Stützen unter den Brückennocks dazu, dann geht es mit den Bootslagern und dem Laufgang auf dem Hauptdeck weiter.

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen,
      ich bin etwas überrascht und hocherfreut über den regen Zuspruch und die vielen Kommentare, ich hätte nicht erwartet, daß diese Modell doch so viele Mitbastler interessiert ! freu 2
      Ich bin auch etwas überrascht, daß ich nach 4 Wochen Bauzeit bereits soweit gekommen bin, zumal ja einige Änderungen vorgenommen wurden und ich nebenbei auch noch 40 Stunden in der Woche "Steine klopfen" muß.



      Rein "aus dem Bogen" wäre es noch etwas zügiger gegangen, aber ich habe ja Zeit und wollte das Modell dem Aussehen der S.M.S. ARCONA in der Zeit in Ostasien angleichen.
      @Kurt - eine berechtigte Frage, warum an der UNDINE für das Clubmodell 2014 keine Änderungen vorgenommen wurden. Ich vermute, daß es weder dem Verlag noch den an der Umsetzung beteiligten Konstrukteure bewußt war, das es derart signifikante Unterschiede zwischen den "Schwesterschiffen" gab.
      Wenn man sich als "Nietenzähler" outet müßte man auf einer vollständigen Neukonstruktion bestehen: die ARCONA war 20cm breiter als die UNDINE ! Mein Modell ist also etwa einen Millimeter zu schmal .... traurig1
      Der Aufwand wäre für ein Clubmodell, welches im weiteren mit den Dschunken, Kaianlagen usw. noch viele andere exklusive Teile enthält, ein großer Aufwand gewesen. Ein Zusatzbogen mit alternativen Lüftern und Brückenteilen hätte sich aber sicher machen lassen.

      Mir selbst wären die Unterschiede zwischen den beiden Schiffen der Gazelle-Klasse vielleicht gar nicht, oder zumindest nicht rechtzeitig, aufgefallen, wenn nicht eine "Klabauterlaus" zwinker2 mich vor Baubeginn auf die Unterschiede aufmerksam gemacht hätte. Vielen Dank dafür nochmals an Klaus. danke1
      Grundsätzlich ist die Festlegung auf ein genaues Aussehen in einem bestimmten Bauzustand bei den meisten Schiffen der Kaiserlichen Marine sehr schwierig da viele Quellen nicht frei zugänglich sind und man sich oft auf zeitgenössisches Fotomaterial verlassen muß. Und bereits damals hat man es mit der Zuordnung von Schiff und Namen nicht so genau genommen, gerade große Postkartenverlage haben Postkarten mit einer tollen Aufnahme eines Schiffes einer Klasse über die Jahre auch mit diversen Namen versehen, vertrieben. Es gibt die UNDINE mit der Bezeichnung "S.M.S. ARCONA" und umgekehrt, bei einigen Fotos wurde auch schon einmal retouchiert um Unterschiede anzudeuten.
      Genug der langen Rede zum Thema "Vorbildgetreu", es ist so und so ein sehr schönes Modell, der Bastelspaß identisch und das Ergebnis bleibt ein Kleiner Kreuzer in Tropenfarben. Wer Tips usw. zu den von mir vorgenommenen Änderungen haben möchte kann mich gern anmorsen. Lüfter austauschen ist wohl keine Kunst, und auch das Brückendach kann man - wenn man den möchte - umgestalten.
      Ab morgen geht es an die Schornsteine und somit an die ersten Schornsteinringe meines Lebens, ich bin schon gespannt und hoffentlich kann ich heute Nacht schlafen ..... verlegen1

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      Markus Bodeux wrote:

      eine berechtigte Frage, warum an der UNDINE für das Clubmodell 2014 keine Änderungen vorgenommen wurden. Ich vermute, daß es weder dem Verlag noch den an der Umsetzung beteiligten Konstrukteure bewußt war, das es derart signifikante Unterschiede zwischen den "Schwesterschiffen" gab.
      Wenn man sich als "Nietenzähler" outet müßte man auf einer vollständigen Neukonstruktion bestehen: die ARCONA war 20cm breiter als die UNDINE ! Mein Modell ist also etwa einen Millimeter zu schmal ....
      da wurde damals ein Neuling lediglich mit der Aufgabe des Umfärbens betraut, gleichfalls wurde dem Neuling gesagt, dass da keine Fehler korrigiert werden müssen, da das Modell passt. Der Neuling hat dann in Eigeninitiative eine Dschunke entworfen und plötzlich war das ganze Clubmodell bei ihm. Da Derjenige noch nie ein Grauen gebaut hat und schlicht und einfach keine Ahnung hatte, hatte er sich auf die Aussagen des Verlages verlassen. Der "Kontrollbauer" hatte nach Aussagen des Verlages aber auch keine Fehler in der Konstruktion gefunden.
      Als ich dann ein Ruderboot aus dem fertigen Bogen baute, hatte ich dann mehrere Tage lang sehr schlechte Laune..... Daraus habe ich dann auch Konsequenzen gezogen.
      Als "Nietenzähler" ist die Arcona allerdings 0,8mm zu schmal und nicht 1mm..... grins 2
      Um ehrlich zu sein kenne ich mehrere Konstruktionen, wo so Kleinigkeiten wie Rumpfbreite und Rumpfbreite mit Wallschienen nicht so ganz korrekt sind..... einer der Gründe warum es zu einem Modell XY keine Neuauflage gibt, denn Rumpfbreite nicht korrekt, Spantenriss aber nicht vorhanden.

      Viel Spaß weiterhin mit dem Modell! Das wird gut.

      Gruß pianisto
    • Hallo Dirk,
      die Unzulänglichkeiten des Bogens sind tatsächlich nicht dem armen Neuling anzulasten, sondern dem Auftraggeber. Trotz alledem lässt sich aus dem Bogen des Clubmodells auf jeden Fall ein attraktives Schiff bauen und die Dschunken finde ich überaus gelungen.
      Der Bogen bietet einen schönen Grundstock für ein Tsingtau Diorama. Ein guter Zusatzbogen ist ja bereits vorhanden, der zusammen mit dem Clubmodell eine ansehnliche Kombination ergibt und man soll ja nicht die Hoffnung aufgeben, daß da noch etwas kommen könnte freundlich1 engel1

      Und nur so nebenbei, Wolfgangs kuk Tender in der weißen Version fügt sich auch gut in das Gesamtbild ein.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn alles gleich gültig ist, wird alles gleichgültig.
      (Ralf Dahrendorf)
    • Hallo Zusammen,
      Zeit für einen weiteren Arbeitsnachweis.
      Die Schornsteine waren ja an der Reihe und ich konnte auf die Schornsteinringe aus dem Lasercut-Satz für die graue SMS UNDINE zurückgreifen. Warum diese Ringe im "Tsingtau"-Lasercut-Satz nicht enthalten sind - rätselhaft.
      Die Ringe sind sehr dünn und empfindlich, umso erfreulicher konnte ich sie ohne große Gewalt über die vorgeformten und geschlossenen Schlote schieben. Anschließend habe ich kleine Tröpfchen Weißleim auf die Markierungen gegeben und die Ringe dann in die endgültige Position gebracht. Sorry für das unscharfe Foto .... verlegen1



      Die Steigeisen - diesmal aus dem "Tsingtau"-Lasercut-Satz, waren bei der ARCONA nicht an der Stirnseite, sondern beidseitig am Schornsteinmantel angebracht. Also etwas mehr Arbeit, auch hätte ich mir vorher eine Hilfslinie anzeichnen sollen. Geht aber.
      Nach Montage der Ringe und Steigeisen habe die Schornsteinmäntel direkt auf den Positionen verklebt da ich die "weichen" Details möglichst nicht mehr zwischen die Finger nehmen wollte.
      Durch vorher eingestochene Löcher habe ich dann die Schornsteinstage eingefädelt und die vorbereiteten Kappen auf die Schornsteine aufgesetzt. Diese waren bei der ARCONA schwarz, nicht wie im Bogen vorgegeben, ockergelb. Auch die Positionen und die Bemessung der Dampfrohre und Typhone weicht von UNDINE ab, daher habe ich sie aus Draht gefertigt, etwas pimalauge nach den verfügbaren Fotos. So kommt es dem Original aber recht nah.



      Die Stage werde ich erst spannen wenn die Davits montiert sind und ich die Boote probeweise aufsetzen kann. Oft genug kommen sich diese später in die Quere .......
      Dann blieb am Wochenende noch etwas Zeit um die "Kleinmöbel" für das Achterdeck zu bauen und dieses dann zu möblieren. In den nächsten Tagen geht es dann mit der Back weiter, dann rundum Poller und Bewaffnung.



      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      das sieht spitze aus! daumen1
      Das Modell füllt sich immer rmehr, Du warst sehr fleissig. Die Arbeiten an den Schornsteinen waren sehr umfangreich, alleine schon die ganzen Steigeisen zu verkleben waren ja eine Heidenarbeit! Das sieht klasse aus!

      Viele Grüße,
      Klaus
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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Markus,
      da hast Du ja ordentlich gewerkelt. Ich habe seinerzeit den Ätzsatz der Undine verabeitet, den ich bei Slawomir noch entdeckt hatte. Daher kann ich zum LC-Satz des Clubmodells nichts sagen, Benjamin hatte mir netterweise ein Exemplar der Bugzier aus dem LC-Satz zur Verfügung gestellt, so daß ich wenigstens da die Undie an die Arcona angleichen konnte.
      Scornsteine sind bei SM Schiffen immer ein ordentliches Stück Arbeit. Du hast das prima gemeistert.
      LG
      Kurt

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      (Ralf Dahrendorf)
    • Hallo Zusammen,

      vielen Dank für die Kommentare, bei dem von @Juergen mußte ich - sorry - etwas schmunzeln happy1 , bei "abwechslungsreich" fallen mir Jürgens tausend Deckenstreben und die 54 Bordflugzeuge der SHINANO ein, bei meinem Minimodell sind schon 8 Poller-Paare monotone Massenfertigung.
      @Prinz Eugen 9 Jürgen, ich habe eine Reihe von Bildern der SMS ARCONA, die ermöglichen mir ja den Bau der von der UNDINE abweichenden Details. Leider kann ich keine kompletten Bilder hier zeigen, da ich keine Rechte an diesen Fotos habe. Viele der guten Fotos deutscher Kriegsschiffe sind heute noch urheberrechtlich geschützt, z.B. das von Dir gezeigte zweite Foto der ARCONA unter der Holtenauer Hochbrücke. Es ist von Renard in Kiel, der hat sein Archiv an Foto Drüppel in W´haven verkauft und dieses ist heute im Besitz des Verlages der W´havener Zeitung. Für das Posten im Netz sind Tantiemen an den Verlag zu bezahlen, daher bitte etwas vorsichtig mit dem Posten solcher Bilder.
      Das Foto selbst ist genial scharf, ich habe eine 13MB große Ausführung die sehr beim identifizieren der Details hilft.
      Mit den weiteren "Kleinmöbeln" für die Back ging es etwas heute etwas schleppend weiter, der Aufruf "wiwos Tender sollte jeder mal bauen" kam mir dazwischen, ich bin ihm gleich gefolgt und eine Version mit Aufbauten in "98er Gelb" als Gouvernements-Fahrzeug für Tsingtau begonnen. @Scorpion1963 Norbert, wenn er fertig ist kannst Du ihn vielleicht an Deinen Galerie-Thread anhängen, man könnte dort die diversen wiwo-Tendermodelle sammeln, jeweils ein neuer Tread wäre kaum sinnvoll.



      Im Foto der Arbeitsnachweis für heute, morgen geht es dann mit der Bestückung der Back und der Verteilung von Pollern, Klampen und Relingsteilen weiter.

      Viele Grüße
      Markus
    • Moin Markus
      Leider hast du mit den Fotos Recht. Man muss in der heutigen Zeit vorsichtig sein mit den Urheberrechten, denn die Geier (Abmahnfirmen mit den sogenannten Rechtsanwälten) lauern immer um ihre Taschen zu füllen.
      Ich habe hier einen dicken Wälzeer von 1926 liegen: Unsere Marine im Weltkrieg 1914 - 1918. Leider sind keine Bilder von der Arkona dabei.
      Es sind Berichte von folgenden Schiffen im Band: SMS Karlsruhe, Königsberg. U-Boote, Torpedoboote, Minenleger, Minensucher, Marineflugwesen uvm.

      lg

      Otto
    • Hallo Otto ,
      nur wenn Du gewerblich so ein 120 Jahre altes Foto , das ein Kunstwerk darstellt nutzt , dann kann es bestraft werden .
      Wenn ein Foto mehr als 70 Jahre alt ist , kann es jeder nutzen und auch weitergeben , allerdings kostenlos !
      Alle Erfindungen , Patente und auch Fotos der Deutschen gingen als Siegerbeute an die vier Sieger 1945 !
      Russland lieferte freiwillig ab 1990 einiges zurück , Zeichnungen und Fotos der deutschen Marine , die dann
      die BRD einfach liegen gelassen hat . Freiwillige archivierten in Freiburg im Archiv diese Schätze für uns !
      Ich selber nutze trotzdem nur Bilder zur Veröffentlichung , die ich über die Quellen in Russland erhalte !
      Bauen wir also lieber die Modelle als Kunstwerk , dann sind Fotos davon geschützt !
      LG Jürgen
    • Hallo Zusammen,
      in der letzten Woche ging es an den Feierabenden damit weiter die vorbereiteten Kleinteile an Deck zu verteilen. Die Back sieht nun schon recht ordentlich aus, ich habe ein recht dünne Kette von Weinert-Modellbau verwendet. Die LC-Kette wirkt zwar auch schon recht gut, die Metallkette ist aber nochmal etwas dreidimensionaler, logisch.



      Dann ging es an den Bau der Bewaffnung, vier 10,5cm-Schnell-Lade-Kanonen stehen ja schon in den Kasematten. Sechs weitere habe ich mit weißen (!) Schutzschilden gebaut. Wie eingangs erwähnt, habe ich bisher nur Fotos der S.M.S. ARCONA mit weißen Schutzschilden gesehen. Die Geschütze sind gut konstruiert und lassen sich mit einem recht einheitlichen Ergebnis bauen.
      Dazu kommen noch 6 3,7cm-Maschinenkanonen auf Sockellaffette. Bis auf den Sockel kommen alle Teile aus dem LC-Satz und die kleinen Dinger sind auch überraschend "streßfrei" zu bauen. Anders bei den 6 Maschinengewehren auf Dreibein, da komme ich schon an meine Grenzen. Zwar sind die Dreibeine auch im LC-Satz enthalten, diese aber sauber auf den kleinen dreieckigen Grundplatten zu verkleben kostet einige Nerven. Da sowohl die Maschinenkanonen als auch die Anker etwas weiße Farbe brauchen, habe ich letztere auch gleich vorbereitet.



      Geschütze und Anker habe ich direkt an Deck verbaut, demnächst gibt es wieder aktuelle "Ganzkörper"-Bilder. Die beiden MG-Paare an Bug und Heck, direkt an der Reling, habe ich aber noch zur Seite gelegt, die würden mit hoher Wahrscheinlichkeit die weiteren Arbeiten nicht überleben. Ich hoffe die mittschiffs postierten Dreibein-MGs und die auf Sockeln hinter dem Schanzkleid stehenden MGs bleiben erhalten. Beim Takeln einmal mit dem Faden dahinter gehakt - und das wars ...... denk1


      Nun geht es an die Masten und da muß vor dem Bau auch etwas Denkarbeit geleistet werden. Sie müßten, auch schon erwähnt, beim Modell etwa 3cm höher sein als die im vorgesehenen Masten der S.M.S. UNDINE. Ich denke die Bram-Saling wurde etwas höher angesetzt und ein zweite, fierbare Spiere angebracht. Damit könnte ich den größten Teil bis zur Bram-Saling aus den vorhandenen Teilen bauen. Muß ich mir nun genauer anschauen .....

      @Moritzleo Hallo Otto, den "Schinken" von Mantey habe ich auch, ein schwerer Brocken mit vielen tollen Bildern.



      Allerdings wurde an zahlreichen Fotos von Schiffen und Personen auch retouchiert. Als Referenz für den Modellbau ist es leider nicht zu gebrauchen, auch der Text ist teilweise von "vaterländischem Patriotismus" geprägt. Falls jemand Interesse an dem überdimensionalen Buch hat kann er sich gern bei mir melden.

      Soviel für den Moment,
      viele Grüße
      Markus
    • @Curmudgeon gut aufgepasst ! Nein, im Gegenteil, ich bin mir sicher, daß die MK nur einen Bügel hatte.
      So habe ich auch die MKs für die Kasematten gebaut. Gestern Abend hat mich aber die Bauanleitung verunsichert, die den Anbau des zweiten Bügels an der gegenüberliegenden Seite der MK darstellt. Man sollte halt "ausgeschlafen" bei solchen Details sein. verlegen1
      Der zweite Bügel ist also eigentlich eine Verdoppelung des anderen, aber nun ist es passiert und die Geschütze sind fest an Deck montiert.
      Vielleicht merkt es nicht jeder ...... oder ich gehe doch noch einmal mit der Schere und sanfter Gewalt heran, das überlege ich mir noch.

      Danke für den Hinweis und viele Grüße
      Markus