Kleiner Kreuzer S.M.S. ARCONA tropenfarben mit UWS HMV 1:250

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    • Hallo Zusammen,

      Otto - Du hast Recht, ich überlege aber einfach den Schulterbügel auf der jeweils linken Seite abzuknipsen. Das dürfte ohne große Gewalt gehen und dann bleibt nur ein Bügel über, halt nicht verdoppelt. Schauen wir mal.

      Mein Vergleich der Masten hat nun zu dem erfreulichen Ergebnis geführt, daß die Masten im Vergleich zu S.M.S. UNDINE nur in drei Punkten verändert wurden:
      - es wurde eine zusätzliche Stenge angebracht, vermutlich aufgrund der Brückenhöhe im NOK fierbar, angebracht
      - die Arme des Semaphors wurden entfernt
      - eine zusätzliche Rah wurde unter der Bramsaling angebracht.
      Zur Verdeutlichung habe ich mal Bildausschnitte der S.M.S. ARCONA auf die Zeichnung der S.M.S. UNDINE aufgelegt, ich denke die Unterschiede - und auch die Übereinstimmungen bis zum Top der ersten Stenge - sind erkennbar.



      Danach werde ich die Masten dimensionieren ..... pc3
      Der Grund für den Unterschied könnte die vorgesehene Verwendung in Übersee gewesen sein, man hat auf die ostsee-tauglichen Winkarme verzichtet und eine leistungsstärkere Funkanlage mit aufwendigeren Antennen eingebaut. Oder so ..... denk1
      Morgen geht es leider nicht weiter, Notdienst am Pfingstmontag traurig1 , aber i will be back,
      viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,
      daß der Bügel an den MKs nicht verdoppelt sein wird, ist nicht unbedingt ein Manko. Zuweilen grübele ich, ob die Verdoppelung von Kleinteilen sie nicht zu massiv erscheinen läßt. Ich neige dazu, daß der nicht verdoppelte Bügel sogar etwas besser wirken dürfte.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn alles gleich gültig ist, wird alles gleichgültig.
      (Ralf Dahrendorf)
    • Moin Markus,

      hast Du das Buch über S.M.S. ILTIS von Nottelmann/Wischmeyer schon bekommen? Auf Seite 51 oben wirst Du bezüglich der MKs fündig werden.

      Viele Grüße,
      Klaus

      PS: Am kommenden Samstag besuche ich das Focke-Museum. Das modell von S.M.S. BREMEN kenne ich noch aus dem Überseemuseum. Das ist aber auch schon wieder 20 Jahre her...
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

      arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/

      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus,
      leider hat auf den Kontakt über die von Dir verlinkte Seite des Arbeitskreises noch niemand reagiert. Gibt es noch eine andere Bezugsquelle ?
      Wie man auf den Bildern sieht gab es die C97 und die Nachfolgemodelle mit einer Schulterstütze, die aber auch abmontiert werden konnte.
      Ich werde die kleine Ungenauigkeit auf die oben genannte Weise bereinigen.

      Vielen Dank und Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      bitte entschuldige die Verzögerung bei der Bestellung. Der angegebene Kontakt geht an unseren Schatzmeister der leider kürzlich völlig überraschend verstorben ist. Ich kümmere mich um die Bestellung!

      Viele Grüße,
      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus,
      keine Ursache, das ist natürlich ein überzeugender und sehr trauriger Grund für die Funkstille.
      "Ehrenamt" ist ohnehin nicht immer einfach, ich bin seit heute "Coronabeauftragter" in unserem Tennisclub, am 11. Juni starten wieder Mannschaftsspiele, und da wir u.a. eine Mannschaft in der 2.Bundesliga haben ist nun schnell viel vorzubereiten. Registrierung der Zuschauer, Laufwege festlegen, 100 Schilder aufhängen usw. usw, Da wird es sicher auch kleinere Verzögerungen beim Bau der S.M.S. ARCONA geben.
      Die Masten werde ich aber am Wochenende wohl fertig bekommen, Bilder und Bericht kommen dann.

      Viele Grüße
      Markus
    • Moin Markus,

      Dein Kleiner Kreuzer macht sich bestens. ja 2
      Hinsichtlich der Verdoppelung von feinen Bauteilen bin ich immer seeeehr vorsichtig. Denn wie Kurt richtig anmerkt, werden die Bauteile durch Vedoppelung sehr schnell zu stark.
      Falls erforderlich, betone ich bei solchen Bauteilen partiell gerne mit einem kleinen, punktuell aufgetragenen Weissleim-Tropfen. So kann man auch einfachen Karton an den richtigen Stellen "verdicken".

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Hallo Ludwig ,
      zum Glück sind diese Fotos so alt , dass kein copyright da einschränkt !
      Ich erhielt einige Hefte über die Kaiserliche Marine aus Frankreich , auch
      hier eine Fülle von Originalfotos , nur wir in der BRD schränken uns ein ??
      Toll finde ich Dein Fahrmodell vom SMS Derfflinger , den ich als Modell
      im M 1/100 vor über 40 Jahren gebaut habe . Meiner wurde verkauft :

      Bei einer länge von 210 cm und 26 kg Gewicht , da bin ich froh , wenn
      ich das Modell mit dem neuen Besitzer einmal treffe und fahren sehe .
      LG Jürgen
    • Gnost wrote:


      Für Markus stellt sich jetzt allerdings die Frage: "Wie baue ich einen Affen?" denk1

      Viele Grüße
      Ludwig
      ..... nicht auch noch der Affe ! traurig1
      Ich arbeite schon seit Wochen an dem Hund der sein Zuhause auf der Back der S.M.S. ARCONA hatte.



      Das wird der reinste Streichelzoo streichel1
      Zurück zum Thema, Tommi hat natürlich recht, die (abnehmbare) Schulterstütze muß nicht wirklich verdoppelt werden, in natura fällt sie recht schlank im Vergleich zum Geschütz aus. Ich entferne also nur die zweite Stütze und das Thema ist erledigt.

      Viele Grüße
      Markus
    • So, da bin ich wieder, nach einer schweigsamen Woche in Klausur. les 2
      Die Bauanleitung sieht nun, grob dargestellt, das Anbringen der Reling, die Fertigung und Befestigung der Masten, den Bau der Rettungsboote und Davits und dann noch eine überschaubare Anzahl kleiner Anbauteile an der Bordwand vor. Und dann die Takelage ......
      Ich kann mich mit der Reihenfolge nicht anfreunden und so habe ich viele der letzten größeren Teile in dieser Woche gebaut, sie bisher aber nicht angebracht.
      Die Reling habe ich bis zum Ende zurückgestellt, also erstmal die Masten. Diese weichen, wie oben erwähnt, von denen der SMS UNDINE im Bogen, erheblich ab. Die Masten haben eine zusätzliche Topstenge und sind im Modell somit etwa 3cm höher als die der Undine, an der Bramsaling ist eine zweite Rah angebracht, die Semaphor-Anlage fehlt und es sind keine fest montierten Steigeisen oder Leitern an den Masten angebracht. Die Wanten führen zur unteren Saling, darüber hinaus gab es nur frei hängende Drahtleitern und vermutlich einen Bootsmannsstuhl, also ein Sitz (oder "Sitzhose" aus Segeltuch) mit dem man eine Person über eine Talje wie im Aufzug nach oben ziehen konnte. Ich hatte schon einmal das Vergnügen (1977), Lampenwechsel in 15m Höhe nachts im Fehmarnbelt, unglaublich gegen wieviel stehendes Gut man auf dem Weg nach oben knallen kann.
      An dieser Takelage deutet nichts mehr auf eine Notbesegelung hin, sie komplett den Anforderungen der modernen und weitreichenden Funkentelegraphie-Anlage angepasst.
      Die Fertigung der nackten Masten ging ganz gut, Masten und Bramstengen sind aus dem Bogen (mit einer Seele aus Stahldraht), die anderen Teile aus nacktem Stahldraht gefertigt.
      Die winzigen Laternen passen nicht ganz, sie sehen eher nach modernen, elektrifizierten Laternen aus. Hier hätte Herr Brand ruhig etwas größere Laternen mit Kamin spendieren können, so sind sie auf zeitgenössischen Fotos zu sehen.
      Getakelt, soweit es vor dem Stellen der Masten möglich ist, habe ich mit UniThread 6/0, sehr unproblematisch und empfehlenswert. Mit Weißleim-Tröpfchen habe ich noch einige Blöcke an den Signalleinen und einige Isolatoren dargestellt. Bleibt noch der Großmast ... frech 2


      Dazu gehören noch die gut konstruierten Scheinwerfer, die recht imposant wirken. Da ich keine Laser-Folie habe, habe ich Kunststofffolie mit einem stumpfen Messer geritzt um der Linse eine Struktur zu geben. Kann man machen, ist aber sehr unauffällig wie man sieht. Innen habe ich die Scheinwerfer mit der blanken Seite einer Alufolie ausgekleidet und dann noch Handräder angebracht - abgeguckt bei Kurt zwinker2



      Die Beiboote. Ich habe die gelaserten Decks aus dem LC-Satz als Unterlage für die, teilweise verdoppelten, Decks und Duchten aus dem Bogen verwendet. Dadurch wird die Konstruktion sehr stabil und lässt sich gut in die vorbereiteten Rümpfe "zwingen", ohne das sie knicken oder sich verziehen. Die Decks mit leichtem Decksprung geben damit den Booten eine ordentliche Gesamtform.
      Die winzige Jolle habe ich gleich auf den Lagern Backbord achtern angebracht, sie hat keine eigenen Davits und ist später (auch bei Kurt abgeschaut) schwer zwischen dem anderen Kleinkram anzubauen.



      Der Einbau der Davits weicht nun wieder vom vorgegebenen Bogen ab. Die Davits sind auf der Innenseite der Bordwand drehbar angeschlagen, nicht wie bei SMS UNDINE und anderen Schwesterschiffen, außenbords.
      Eigentlich kein Problem, Schlitz in die seitlichen Schanzkleidkästen, dazu eine kleine Scheibe auf den Schlitz, Davit einkleben ........
      Aber dann stimmt die Lage der Taljen nicht mehr und die an Stangen angebrachten Rollfender für den Rumpf passen nicht mehr in die vorgesehenen Lager an den Davits. So wie auf dem zweiten Bild (0,5mm Messindraht mit zwei Stücken Kabelisolierung) sollte es aussehen .....



      Jetzt werde ich erstmal in Ruhe den zweiten Mast takeln und mir zwischendurch Gedanken zu dem Problem mit den Davits machen. Hat jemand eine Idee ? Bisher fällt mir nur ein die Stange mit den Fendern als "Blender" vor die Bootslager zu setzten ohne sie durch die Davits zu führen kratz1

      Demnächst mehr aus diesem Theater,
      viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen, vielen Dank für die über Nacht erschienenen anerkennenden Daumen !
      Ein erfahrener Bastelkollege hat mich "auch über Nacht" mit vielen guten Bildern der Fenderstangen bzw. "Rumpfpolstern" versorgt. Daraus kann man vieles über die Funktionsweise dieses Schutzes ableiten, sie wurden zum Drehen der Davits aus den Halterungen gezogen und abgelegt. Wenn die Boote komplett ausgeschwenkt waren wieder in die Halterungen eingeschoben. Man kann sich gut vorstellen, daß diese Fender ein starkes Schaukeln der Boote verhinderten wenn sie im Zuge eines Bootsmanövers bemannt wurden bzw. wenn darin gearbeitet und das Aussetzen vorbereitet wurde. les 3
      Durch die veränderten Abstände der innenbords angebrachten Davits bleibt mir nur die Möglichkeit die Fenderstangen durch die Bootslager zu führen, davor ist einfach kein Platz mehr.



      Um die Halterungen an den Davits nicht zu "unterschlagen" und um die mittige Position der Taljen darzustellen muß ich die Davits zerschneiden und neu zusammenfügen. Die Halterungen für die Fenderstäbe werden tiefer angesetzt, die Ausleger verkürzt.





      Das Ergebnis ist "befriedigend", ich finde ein recht glaubwürdiger Eindruck der Lagerung der Boote.



      Auf dem rechten Foto habe ich die Klebemarkierungen auf der Bordwand bereits mit weißer Farbe kaschiert.
      Dieser Aufwand des Umbaues der Davits ist zum Glück nur zweimal notwendig, bei den mittleren Kuttern auf dem Hauptdeck. Der große Kutter und die Dampfbarkasse hatten keine Fenderstäbe und die anderen Boote hängen ohne Bootslager in den Davits, da gibt es dieses Problem nicht.

      Weiter gehts,
      viele Grüße
      Markus
    • Hallo Zusammen,
      wie Kurt so richtig schreibt, ein "bemerkenswertes" Modell, in jeder Hinsicht.
      Der "stille Mitbauer" Klabauterklaus hat mich dezent darauf hingewiesen, daß die S.M.S. ARCONA im Gegensatz zur S.M.S. UNDINE keine ausgebauten Kasematten, "Schwalbennester", für die achteren Maschinenkanonen hatte !
      Die Kasematten waren bei diesem Schiff, wie auch bei einigen anderen Schiffen dieser Epoche, nach innen versetzt eingebaut, so daß die Bordwand einen durchgehenden Verlauf hat.
      Da ich bisher alle markanten Unterschiede zwischen den beiden Schwesterschiffen umgesetzt habe, habe ich mich entschlossen die Abriss-Birne rauszuholen und das Problem mit dem Mut der Verzweiflung anzugehen. Also Abriss der achteren "Schwalbennester" ....... traurig1



      Anschließend habe ich mit Papierstückchen, Leim und Farbe herumgebastelt, bis ich eine angenähert realistische Darstellung der Kasemattenöffnung erreicht hatte. Mehr gewollt als gekonnt, aber die Abweichung vom Vorbild hätte mich auf Dauer wohl mehr gestört.



      Ich habe leider kein gutes Foto dieses Bereiches der ARCONA, vielleicht kann aber Klaus später einen kleinen Bildausschnitt einstellen der die Kasematte im Original zeigt.
      Das war der kleine Einschub, später geht es mit "echten" Fortschritten weiter ......... happy 2

      Viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      Du hast es also doch getan! oh1 Ich wusste von dem Detail erst, als ich Dir die Meldung geschrieben habe. Den Abriss hast Du sofort im Kopf erwogen und bist nun zur Tat geschritten. Das ist natürlich mit eibem hohen Risiko behaftet, aber der Umbau geht offensichtlich ohne Schaden von der Hand.

      Ich bin gespannt wie es weitergeht!

      Klaus



      S.M.S. ARCONA 1909 beim USA-Besuch
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Klaus - vielen Dank, das ist ein MEGA-Foto !
      Die achtere Kasematte ist allem Anschein nach für eine abendliche Party mit amerikanischen Gästen vorbereitet, die Kasematte lag - ich hoffe ich habe es richtig im Kopf - offen zwischen Kommandantenkabine und O-Messe. Die Metallblenden sind geöffnet, Fenster eingesetzt und die Maschinenkanonen vermutlich von den Pivots abgenommen. Toll.
      Die Schutzschilde der 10,5cm-Geschütze sind hier, 1909, noch gelb gestrichen, bei der Rückkehr nach W´haven 1910 waren sie weiß.

      Zurück zum Modell, der Einbau der Davits auf der Innenseite der Bordwände ist vollbracht. Die achteren Davits des Dampfbootes und des großen Kutters hatten je einen kleinen Unterbau als Ausgleich zum vorderen Davit der auf einem höheren Aufbau steht. Alle anderen erhielten unten eine runde Scheibe, die sich wohl beim Original mit dem Davit drehte. Insgesamt finde ich die Anordnung der Boote so recht glaubwürdig.



      und von oben:



      Die beiden Masten habe gestern auch noch gestellt, es war absolut richtig die Takelage, soweit möglich, vor dem Einsetzen der Masten anzubringen. Ich habe UniThread 6/0 verwendet und kann sehr gut am Mast arbeiten wenn nicht noch ein ganzes Schiff daran hängt.
      An den eingebauten Masten mußte ich nur noch die Wanten und einige Stage anbringen, die Antennen und Signale am achteren Mast folgen sobald die Restarbeiten an Deck (Reling, einige Lüfter und Kleinteile) vollbracht sind.



      Bug- und Heckzier habe ich angebracht, dazu mußte am Heck der Anker, der sehr früh in der "Undine-Position" angebaut wurde, wieder abgerissen und versetzt neu angebracht werden. Zwei überzählige Klampen gehören auf die Bugspitze vor der Reling und man sollte sie weiß lackieren. Die beiden Tauchen in der Bauanleitung überhaupt nicht auf.



      Der geneigte Zuschauer wird feststellen, daß sich ein Propellerblatt während des Baues verabschiedet hat, es ist aber noch vorhanden und kommt wieder dran. Die umgebauten achteren MK-Kasematten erfüllen ihren optischen Eindruck, ich verzichte aber lieber auf hochauflösende Makros ....... lala1
      Das ist der aktuelle Stand, nun geht es rundum an die Reling und die letzten Kleinteile.
      Und natürlich baue ich noch einen anständigen Ständer,

      viele Grüße
      Markus
    • Hallo Markus,

      das sieht sehr schön aus! daumen1
      Es ist schon ein anderes Schiff als eine "Weiße UNDINE" enstanden! Die Unterschiede machen was aus. Du hast Dich ganz schön ins Zeug gelegt! Damit möchte ich weder Kritik am Bogen noch am Konstrukteur äussern. Die Umstände dazu wurden ja schon versöhnlich hier im Therad erläutert. Ich überlege, eine "Weiße UNDINE" zu bauen, auch wenn die Darstellung nicht dem Vorbild entspricht. Die aussen liegenden Davits, die Schwalbennester achtern und vor allen die Grove-Lüfter über dem Maschinenraum gefallen mir besser. "Meine" Farbgebung würde dann den sehenswerten Werftmodell der UNDINE im Kieler Schifffahrtsmuseum folgen.

      Der provisorische Ständer hat was! Er hebt das Modell angenehm an und betont die schönen Rumpflinien!

      Viel Freude noch beim Endspurt!

      Klaus
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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Zusammen und vielen Dank für Eure netten Kommentare und Likes ! freu 2
      Auch wenn man auf einigen Bildern den Eindruck bekommen kann - das Schiff ist ja noch nicht fertig.
      An diesem Wochenende habe mich den restlichen Bauteilen aus dem Bogen gewidmet. Zunächst waren da noch 6 "Winkerstände", die über die Bordwände herausragen, anzufertigen. Klein, aber dank der hervoragenden Fotoätzteile, leicht zu bauen. Auf späteren Bildern sind sie an ihren Positionen zu erkennen.
      Dann die Positionslaternen, die sehr klein ausgefallen sind. Im Original waren sie höher mit einem zylindrischen Kamin, da sie wohl noch/auch mit Petroleum betrieben werden konnten. Sie gehören an die äußere Front der Brückennock, nicht an die Seite !



      Desweiteren mußten noch die Blenden der 10,5cm-Kasematten angebracht werden. Ich wollte gern den Druck der Konturen sichtbar machen, keine strukturlosen weißen Schnipsel, und habe sie daher seitenverkehrt verwendet.
      Steuerbord achtern hatte ich schon früh das Schott in der Bordwand geöffnet um beispielhaft ein Fallreep anzubringen. Bei allen Vorzügen der guten alten HMV-Ätzplatine: es sind keine Stufen+Wangen für das Fallreep vorhanden. Also habe ich die aus dem LC-Satz zwischen die geätzten Geländerteile geklebt. Kein Problem, aber beim lackieren der Stufen kommt es zeitweise zu beänstigenden Verformungen des Papiers ....... die sich nach dem Trocknen aber wieder zurückziehen.



      Ein weiteres, interessantes Anbauteil an der Bordwand ist der Rettungsbojen-Apparat, mir ist aber nicht bekannt wie erfolgreich dieses Gerät bei "Mann über Bord" wirklich eingesetzt werden konnte.
      Interessant auch weil - es an der vorgegebenen Stelle völlig falsch platziert ist ! haue 3 Zu allem Überfluss ist der Apparat auch noch komplett mitten auf die Bordwand aufgedruckt, so daß man zunächst nicht umhinkommt und das Ding auch dort fest verklebt. Und später fragt man sich, wie man eigentlich die Backspier anbringen soll, die genau über diesen Apparat verläuft und eigentlich dicht an der Bordwand sitzt ..... ?
      Ein Blick auf ein Foto des Schiffes löst das Rätsel: der gesamte Apparat sitzt nicht auf der Bordwand, sondern an der Oberkante des Aufbaudecks.



      Rechts dazu im Vergleich in der vom Konstrukteur vorgegebenen Position. Also muß die Abrissbirne wieder ran.
      Ein sehr unangenehmer Job, da ich mit Weißleim geklebt hatte, aber letztlich konnte ich die Situation mit Farbe, darüber erst Klar- dann nochmal Mattlack, die Situation retten. Zudem verdeckt die Backspier einiges und lenkt von den kleinen Unregelmäßigkeiten ab. Auch hier habe ich zur Auflockerung mal eine Pforte im Schanzkleid geöffnet.



      Zuletzt noch Fotos des komplett bestückten Back- und Achterdecks mit allen Details.



      Noch ein Hinweis: die Ausrichtung der Kegel des Ruderstandsanzeigers am Großmast ist in der Bauanleitung falsch angegeben. Der grüne Kegel an Steuerbord zeigt mit der Spitze nach oben, der rote an Backbord mit der flachen Seite.



      Nun bleibt an Restarbeiten noch die Verarbeitung von sehr vielen Steigeisen an der Bordwand, von denen im LC-Satz mit Abstand zu wenig vorhanden sind, und die Antennen zwischen Bramsaling und dem Top der Funkstengen.
      Danach melde ich mir mit dem Abschußbericht zurück,

      viele Grüße
      Markus
    • moin1 Markus,

      die Position des Rettungsapparates und die Kegel des Fahrtrichtungsanzeigers werden auch bei der UNDINE relavant sein. Oder sind die beiden Dinge in dem UNDINE-Bogen korrekt?

      Klasse wie Du Dich durchbeisst und auch vor Abrissarbeiten keien Scheu hast! daumen1

      Viele Grüße,
      Klaus
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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Moin Markus
      Das Schiff hast du bis jetzt ganz toll gebaut, vor allem mit den ganzen kleinen Teilen. Ich kenne das ja von der Undine. Es macht immer wieder Spaß reinzuschauen.
      Vor allem das letzte Bild gefällt mir, mit der Beschreibung der Bälle. Das war bisher für mich ein Rätsel.

      lg
      Otto
    • Hallo Klaus,
      der Bogen der Arcona hat die im Bogen der Undine enthaltenen Fehler 1:1 übernommen, da Dirk die Anweisung bekommen hatte, das Modell nur umzufärben, der Bogen enthalte keine Fehler.
      Ich zitiere aus meinem Baubericht zum Tsingtau Diorama:

      Kurt wrote:

      Bei der Halterung für den Fahrstandsanzeiger ist mal wieder Neese. Da ist dann Eigenbau aus Federstahl- und Silberdraht angesagt (Bild 3). Die Kegel werden angebracht (Bild 4). Es sei angemerkt, daß die Bauanleitung meiner Meinung nach die Anbringung verkehrt herum vorschlägt. Aber darauf falle ich nicht herein. Ich finde das nur irre, denn es ist ja nicht so, daß man bei HMV nicht Bescheid weiß. Bei meinen bisherigen Kaiserlichen von HMV war die Stellung der Kegel korrekt angeben.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

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      (Ralf Dahrendorf)
    • Hallo Zusammen,
      vor dem letzten Baubericht muß ich doch noch einen kleinen Exkurs einschieben.
      Ein Modell mit Unterwasserschiff braucht einen Ständer. Für die Bilder oben habe ich einen Ständer eines kleinen Holzsegelbootes ausgeliehen, welches mein Vater vor Jahrzehnten gebaut hat. Klabauterklaus gefiel dieser Ständer gut, da er recht unauffällig ist und die Form des Unterwasserschiffes frei zur Geltung kommt.
      Gestern Abend kam mir dann der Gedanke einen Ständer aus Plexiglas zu bauen. denk1 Der wäre ja auch nicht gerade "dominierend".
      Also heute morgen auf den Dachboden und eine kleine Plexi-Platte aus der Restekiste hervor gezaubert. Die vier Ecken rechtwinkelig abgesägt, eine passende Grundplatte aus dem Rest, Kanten etwas geschliffen und mit Klarlack behandelt. Das kam dabei heraus:



      Sehr schlicht, aber mir gefiel er. Nur ein Schiffsname fehlt ......... und da fielen mir die gelaserten Namenszüge der AURORA ein.
      Also in Photoshop S.M.S. ARCONA als schwarz-weiß-JPG-Datei eingetippt, den Laser angeworfen und normale Graupappe druntergelegt. Etwas goldenen Acrylfarbe, ein rechteckiger Streifen Verpackungsfolie aus der "Preiserlein"-Verpackung und nun sieht er so aus:



      Beim "S.M.S." ist der Abstand mißlungen, aber für den ersten Versuch bin ich zufrieden, ich denke das ist eine gute alternative zu den massiveren Ständern aus Holz. Geht schnell und kostet fast nix. spar1
      Und das Schiff steht fest und sicher darin:



      Jetzt aber wieder an den Antennenbau, es ist ja noch etwas zu tun.

      Viele Grüße
      Markus
    • So, nicht perfekt aber etwas besser. Schwer die Buchstaben auf der dünnen, empfindlichen Folie nachzubearbeiten.



      Es ist ja auch nur ein schnell gebauter Prototyp, ich werde mir auch noch einen "klassischen" bauen, dunkles Holz mit
      zwei messingfarbenen, runden Säulen die den Kiel tragen.
      Wer solche gelaserten Buchstaben haben möchte kann sich gern melden, das ist zum Glück nicht aufwendig.

      Viele Grüße
      Markus