Graf Götzen von GPM in 1/250 konstruiert von Herrn Jakunin

  • Hallo,


    bei diesem Baubericht muss ich eines vorwegschicken: Ich weiß nicht, wie weit ich kommen werde und ich sehe -leider- eine gute Chance, dass der Bau abgebrochen werden wird.




    Allgemeine Anmerkungen


    GPM hat –ich denke speziell für den deutschen Markt- den auf 1/250 herunterskalierten Bogen, den zuerst Dom Bumagi im Sortiment hatte, herausgebracht. Ich habe ihn vor einigen Jahren inklusive Lasercut extrem preiswert (6,45 EUR) bekommen können.




    Obwohl der Bogen einen kompletten Lasercut enthält, empfinde ich ihn als recht lieblos gemacht.



    Weist die Dom-Bumagi-Ausgabe einen rückseitigen Druck auf, entfällt dieser bei GMP. Bei manchen Teilen ist dies nur ärgerlich, heißt es doch z.B. den Schornstein innen per Hand zu schwärzen. Die gut sichtbaren Innenseiten der Schanzen passend hellgrau zu färben, läuft m.E. schon deutlich in Richtig Zumutung. Einige Teile wie die Flaggen werden sogar nutzlos, da es sie jetzt nur noch zur Hälfte gibt und auch die Markierungen auf der Innenseite der Beiboote, die angeben, wo der Rahmen mit den Duchten hinkommt, fehlen so vollkommen.



    Dom Bumagi: komplette Rückseite grau und zusätzlich Kontur der Beiboote:




    Dom Bumagi, Rückseite Flaggen, Schornsteine etc.:



    Dom Bumagi, Bogen mit Bordwänden und seine Rückseite:



    Das gesamte Spantengerüst gibt es nur im Lasercut. Wenn das also nicht passt (Dimension, Dicke), ist man geliefert. Zum Glück habe ich das Dom-Bumagi-Modell, so dass dessen auf 80% verkleinertes Spantengerüst verwendet werden konnte.



    Alle Verstärkungsmaße wurden 1:1 aus dem 1/200-Modell übernommen, sind also alle um 20% falsch.



    Der Karton selber ist ausgesprochen dick, ich würde ihn auf gut 1/3mm schätzen, auf jeden Fall wirkt er haptisch im Vergleich zum Karton von HMV oder PSW sehr starr. Kleine zu rundende Teile dürften zum Dauerproblem werden, auch Knicke könnten schwer sauber durchzuführen sein.



    Die PC-generierte Anleitung wurde ausgesprochen lieblos –ich bis versucht rotzig zu sagen- reproduziert, was sie zu reinem Augenpfeffer macht. Auch hier empfiehlt es sich dringend die Anleitung vom Dom-Bumagi-Modell zu verwenden.




    Zum Vergleich Dom Bumagi:


  • Teile A-Y (Grundplatte, Mittelträger und Spanten) (31+16 = 47 Teile)


    &


    Teile 14-27 (Decks und Außenhaut)


    Die Umkonstruktion auf Wasserlinie ist leider selten eine exakte Wissenschaft. Hier betrifft das die vier Teile Y, die zur Grundplatte umfunktioniert werden. Dazu wurden die auf dünnem Papier kopierten Teile auf 1mm Karton geklebt.



    Hier ergeben sich leider gleich 2 Fehlerquellen:


    1) Die „Grundplatte“ dürfte in 1/250 nur 0,8mm dick sein.


    2) Die Beplankung des UWS soll wohl auf die untere Hälfte des Profils von Y geklebt werden.



    Y dürfte somit wohl insgesamt nur 0,5*0,8mm, d.h. 0,4mm stark sein.




    Die Spanten, die entsprechend gekürzt werden müssen, sollten vor dem Verkleben angehalten und ggf. in der Länge beschnitten werden. Bei mir kam es vor, dass einige Spanten exakt ausgeschnitten etwas zu niedrig waren.






    Die durch die zu dicke Grundplatte eintretende Verschiebung nach oben merkt man am Backdeck 15 sofort, dieses darf auf keinen Fall auf 1mm Karton aufgeklebt werden, hier genügt Verdoppeln auf dem dicken GPM-Karton.


    Analog gilt dies natürlich auch für das Hauptdeck 14 und das Achterdeck 16. Damit müsste man insgesamt auf die richtige Höhe kommen.


    Die exakte Umkonstruktion auf Wasserlinie wird dadurch bedeutend erschwert, dass man kaum klare Anhaltepunkte für die Außenhaut 26&27 hat. Diese gibt es nur ganz vorne am Backdeck. Dann folgt ein Abschnitt mit Schanzen. Da es hier keine von hinten zu verklebenden Hälften der Schanzen gibt, lässt sich nicht exakt bestimmen, um wieviel mm die Bordwände hier über das Hauptdeck hinausragen.


    Ganz fatal wird dies im mittleren Bereich der Goetzen. Hier sind auf das Hauptdeck zahlreiche Kabinen (Teile 17-24) aufzukleben, auf die dann das Bootsdeck 25 kommt. Wenn sich hier etwas in der Gesamthöhe verschiebt, wird die Bordwand entweder das Brückendeck nicht ganz erreichen –das wäre dann der optische Exitus für das Modell- oder die Bordwand steht leicht über –hässlich, aber vielleicht noch erträglich.


    Nach hinten folgen ein zweiter Abschnitt mit Schanzen und der anspruchsvolle Heckspiegel, auch hier nirgends ein klarer Anhaltepunkt.


    Somit besteht eine nicht unbeträchtliche Gefahr, dass sich die Außenhaut bei der Montage fatal verschiebt. Eigentlich sollte man bei einem derartigen Modell von hinten anfangen, da sich vorne leicht etwas mogeln lässt, aber in diesem Fall wird das kaum gehen.



    Zusätzliche Probleme – Schwächen der Konstruktion


    Das Hauptdeck passt überhaupt nicht. Es ist gut 1mm zu lang. Wenn man sich an den Markierungen für die Masten orientiert, liegt dieser Fehler zwischen hinterem Mast und dem das Hauptdeck abschließenden Spant „T“. Das Hauptdeck hinten entsprechend zu kürzen, bedeutete die Decksumrandung und einen Teil der weißen Markierung –wohl Deckshäuser- wegzunehmen.



    Das Achterdeck 16 soll laut Anleitung sowohl nach vorne als auch nach hinten überstehen. Leider weist Teil 16 keinerlei entsprechende Markierungen auf, so dass man 16 nur nach Gefühl aufkleben und damit leicht eine Verschiebung von ca. 1mm bewirken kann.




    Ich werde also in nächster Zeit mit den Teilen 14-27 experimentieren. Wenn deren Montage glatt gelingt, dürfte es eigentlich keine grundlegenden Probleme mehr geben - vom dicken Karton abgesehen.

  • Moin Curmudgeon
    Da werde ich doch glatt zum Zuschauer. Ich hatte immer vor mir dieses Schiff in 1 : 100 zu kaufen, aber ich denke, ich werde die Finger davon lassen. Mal schauen, wie weit du kommst oder ob es schon bald auf der Abschrottungshalde landet.


    viele Grüße


    Otto

  • Servus Lars,


    interessant, daß GPM den Bogen in 1:250 herausgebracht hat.
    Schade, daß die Qualität nicht dem entspricht, was GPM bei anderen Bögen an guter bis sehr guter Qualität schon geboten hat.


    Vorallem, da es ja den 1:250er Bogen von Dom Bumagi noch immer gibt.


    Liebe Grüße


    Wiwo

  • Ich lese gerade den Roman "Eine Frage der Zeit" von Alex Capus. Es geht darin um die drei papenburger Schiffbauer die am Tanganikasee die in zig-Kisten zerlegte GOETZEN wieder aufbauen. Sie geraten in den Kriegsbeginn und erfahren all die kommenden Katastrophen. DerRoman ist sehr zu empfehlen und könnte über Motivationstiefs hinweg helfen les 2


    Klaus

  • Servus Lars,


    deine Motivation dieses Modell zu bauen muss sehr hoch sein.
    Bei den vielen geschilderten Problemfeldern. Da gibt es schönere Bögen.


    Ich bin gespannt, wie weit du kommst.




    Grüße


    Jürgen

    Servus aus der Oberpfalz


    "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)

  • Hallo Otto, WiWo und Jürgen,


    ich muss mir jetzt für die kommenden Schritte Zeit nehmen. Schon das Niederschreiben hat geholfen, mir über einige Probleme klar zu werden.


    Wie gesagt, die Gesamthöhe muss stimmen und natürlich ist das Heck nicht ohne.



    Curmudgeon




    Hallo Klaus,


    prima Tipp, das Buch habe ich mir gleich bestellt. Ist vielleicht auch was für meinen Vater.


    Curmudgeon

  • Hallo Lars,
    Das Problem des zu dicken Kartons bei den LC-Spanten besteht bei allen 1:250 Modellen von GPM.
    Leider sind bei vielen dieser Modelle,die Spanten nicht mehr auf Papier beigegeben, so daß man keine Chance hat, das Problem zu korrigieren. Bei der Goetzen müsst man das noch etwa in den Griff bekommen können. Bei Modellen, bei denen beim Spantengerüst mehrere Lagen des zu dicken Kartons zu verkleben sind (z.B. bei Kasematten) hat man keine Chance.
    Zusätzlich sind in der Konstruktion noch einige Kinken drin. Somit ist auch der Bau der DOM Bumagi Version nicht unproblematisch.
    Ich drücke Dir die Dauemen.
    LG
    Kurt

    32907-die-kartonmodellbauer-signatur-1-jpg
    Meine Untaten


    Der König sei der bess're Mann

    Sonst sei der bess're König!

    ( Matthias Claudius)

  • Verlängerung des Rumpfes
    Das Problem mit dem zu langen Deck wurde zuerst angegangen. Statt der erwogenen Kürzung des Hauptdecks wurde das Spantengerüst verlängert.
    Dazu erfolgte genau in der Mitte die Teilung.


    Anschließend wurden am vorderen Teil vier deutlich überstehende Stücke Karton angebracht, von denen die beiden hoch aufragenden den Mittelträger der hinteren Sektion einfassen.


    Nun ließ sich der Spalt durch Schieben regulieren, bis das Hauptdeck glatt passte. In dieser Position wurde dann verklebt und anschließend am Boden ein passend zugeschnittenes Stück Karton eingefügt.




    Deckshäuser (17-18, 20-24) (Teil 19 konnte ich nicht finden)

    Nun folgten 11 Deckshäuser mittschiffs. Hier konnte der Lasercut verwendet werden, allerdings erwiesen sich dessen Profilteile als etwas klein. Beim großen Deckshaus 18 konnten die Profilteile daher nicht verwendet werden, es mussten die auf 80% verkleinerten Teile vom 1/200 Dom Bumagi Modell zum Einsatz kommen.


    Die Gerüste in den Deckshäusern waren alle etwas zu hoch, gut 0,5mm mussten jeweils weggenommen werden, damit die Profile nicht über die Seitenwände hinausragten.


    Hinzu kamen noch insgesamt 30 aufzuklebende Schotten


    Aus den Deckshäusern 17 und 20 wurden die schwarzen Quadrate ausgeschnitten, die Deckshäuser innen entsprechend eingefärbt. Ebenfalls gefärbt werden mussten die nach außen offenen Deckshäuser 21-24, da man sonst durch die verglasten Bulleyes weiß gesehen hätte.



    Die Montage der sehr stabilen Deckshäuser gestaltete sich unproblematisch.


    Deckshaus 17 fertig:


    Deckshäuser 17 und 18 montiert, 20 in der Fertigung:


    Deckshäuser 22 in der Fertigung. Das Gerüst innen wird von der Konstruktion her ganz bewusst in zwei ungleich lange Anschnitte geteilt, der kürzere muss nach vorne, dann wird kein Bulleye verdeckt.




    Deckshäuser 21 montiert, es empfiehlt sich eine Beschriftung, zumal bei Bogen folgender Fehler vorliegt: Die Teile 23-24 wurden einfach nur gespiegelt. Ihre an die Außenhaut stoßenden Profile berücksichtigen aber die Wölbung der Außenhaut und weisen unten einen kleinen "Bauch" auf. Durch das Spiegeln gelangt dieser "Bauch" bei 23 beim "L"-Teil und bei 24 beim "R"-Teil nach oben. Diese Teile müssen also gedreht werden, damit sich das Profil korrekt anpasst.


  • Die Deckshäuser bis Nr. 22 montiert, die meisten Schotten werden nach der Verlegung von Deck 25 unsichtbar sein:





    Alle Deckshäuser montiert. Ob ein so geschlossenes Mittelschiff in den Tropen das Angenehmste war?




    Im Anschluss an die Teile 17-24 kamen die Aufbauwände 31 und 32 an Bord. 31 erwies sich dabei deutlich zu breit für den Zwischenraum in Spant "D". Da mir das Herumsäbeln am 1mm starken Spant (an beiden Seiten hätte knapp 1mm weggenommen werden müssen) nicht geheuer war und 31 in seiner originalen Form auch seitlichen Überstand gehabt hätte, habe ich stattdessen 31 in der Mitte geteilt und verschlankt. Da hier ein Schott aufzukleben war, blieb die Operation fast unsichtbar.


    Halbierte und gekürzte Wand montiert (Die Kante oben muss braun gefärbt werden, um farblich einen glatten Übergang zur Einfassung des backdecks zu erzielen):

    Die beiden vorstehenden Abschnitte von 31 wurden zuerst stumpf aufgeklebt und dann von hinten mit einem Winkel gesichert.





    Das montierte Backdeck (Die Einfassungen der Löcher für die Ankerketten (Teile 43, 44) wurden schon vor seiner Montage aufgeklebt):



  • Wand 32 und das Achterdeck:





    Das Bootsdeck (25) käme zwar als nächstes dran, aber erst wenn die Bordwände (26, 27) fertig vorbereitet sind, kann man durch Anhalten abschätzen, wie stark ihr Überstand im Bereich des Bootsdecks ist und das Bootsdeck entsprechend dick gestalten. Bei mir war es so, dass ich die Oberseite des Bootsdecks auf dem recht dicken GPM-Karton verdoppelt habe, so dass insgesamt eine dreifache Stärke entstand.



    Zur Probe aufgelegtes Bootsdeck:








  • Die Bordwände 26-30 vorzubereiten bietet Raum für einige Superungen. Während beim Bogen von Dom-Bumagi die Bulleyes ein dezentes dunkles Blau aufweisen, hat GPM hier ein liebloses Schwarz –man verzeihe mir den Ausdruck- reingerotzt.


    Normalerweise verglase ich Bulleyes nicht, aber das sah so besch –eiden aus, dass ich es doch gemacht habe.


    Dem Lasercut liegen noch aufzuklebende Rundfassungen für die Bulleyes bei, diese sollten aber zuerst mit Messingfarbe behandelt werden und außerdem erst in der Endmontage angebracht werden, da sie ansonsten beim Anfassen des Rumpfs leicht wieder abgerubbelt werden können.
    Vor dem Verglasen mit Kristal Klear wurden die Bulleyes mit Messingfarbe eingefasst:




    Außerdem gibt es auf jeder Seite drei Doppelschwingtüren (den korrekten Namen kenne ich nicht). Diese kann man rillen und aufschneiden, dann wirken sie optisch lebendiger.




    Da GPM wie gesagt auf die rückseitige Bedruckung verzichtet hat, muss im Bereich der Schanzen und mittschiffs großzügig grau gefärbt werden:






    Derzeit ist der Stand folgender:


    Das Bootsdeck 25 muss noch aufgeklebt werden.


    Danach stellt sich die Frage, wie bei den Bordwänden vorzugehen ist. Mittlerweile neige ich doch wieder dazu beim Heck zu beginnen. Hier fallen insgesamt 6 der 8 Teile der Bordwände an.


    Die Frage ist, ob man diese 6 Teile zuerst alle miteinander verbinden sollte und dann komplett aufzieht oder ob man Scfhritt für Schritt vorgeht und wo man dann anfängt.
    Der Heckspiegel 30 und das darunterliegende ca, halbkreisförmige Teil 29 werden besonders schwer anzupassen sein, denn hier muss in verschiedene Richtungen gerundet werden, was der dicke Karton nicht gut mitmacht. Von daher sollte der Anfang hier gemacht werden. Ich werde beide Teile durch mit einer dünnen, schwarz gefärbten Lasche verbinden und wohl auch die an 27 und 28 stoßende Vorderkante von 29 mit einer solchen Lasche hinterkleben.



  • Servus Lars,


    die Rumpfverlängerung ist dir sehr gut gelungen.
    Auch die Bulleyes mit der Messingfarbe gefallen mir sehr gut.


    Zu den Bordwänden:
    Ich würde auch mit dem Heckspiegel beginnen. Da er schwer anzupassen ist.



    Grüße


    Jürgen

    Servus aus der Oberpfalz


    "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)

  • (...)
    Außerdem gibt es auf jeder Seite drei Doppelschwingtüren (den korrekten Namen kenne ich nicht).



    (...)

    ... es sind "Schanzkleidpforten" rotwerd1
    ... ein "Spiegel" ist ein plattes Heck, ein "Spiegelheck". Du hast ein schönes rundes "Dampferheck" welches ich auch als erstes anbringen würde. Falls an den Seiten etwas nicht passt, lässt es sich zum Heckteil einfacher korrigieren. Ausserdem hättest Du die Chance, von Innen noch Anpassungen vornehmen zu können. Die Bullaugen sehe klasse aus und haben die Arbeit gelohnt! daumen1


    prost2 Klaus

  • Hallo Klaus,


    vielen Dank für die Tipps hinsichtlich der Terminologie!


    Der Capus ist mittlerweile eingetroffen und liest sich flott, ich bin schon bis zum Kriegsausbruch gekommen.


    VG


    Curmudgeon

  • Moin Zusammen

    ... es sind "Schanzkleidpforten" rotwerd1 ... ein "Spiegel" ist ein plattes Heck, ein "Spiegelheck". Du hast ein schönes rundes "Dampferheck" welches ich auch als erstes anbringen würde. Falls an den Seiten etwas nicht passt, lässt es sich zum Heckteil einfacher korrigieren. Ausserdem hättest Du die Chance, von Innen noch Anpassungen vornehmen zu können. Die Bullaugen sehe klasse aus und haben die Arbeit gelohnt! daumen1


    prost2 Klaus

    in Fachkreisen wird das von @KlabauterKlaus genannte Dampferheck auch Kreuzerheck genannt. Das Spiegelheck ist in der Konstruktion und im Bau billiger als das Kreuzerheck. außer es kommt eine Ankertasche und ein Eissporn dazu, dass ganze wird dann noch besser wenn das ganze im Unterwasserschiff an der Stopfbuchse asymmetrisch wird. Das war die sogenannte Schneekluth Düse. Da waren die Harmstorf Werften in Lübeck, Flensburg; Büsum und Berlin der Vorreiter.


    Um noch mal auf das Kreuzerheck zurück zu kommen, es gab Schiffbaugesellen die konnten die vor gebogenen Platten über das Anwärmen dazu bekommen dass sie sich an die Spanten angeschmiegt haben und man so gut wie keinen Kettenzug brauchte. Denn Platz war zum arbeiten war wenig und das ganze lag dann noch auf den Kopf.


    Viele Grüße
    Arne

  • Moin Klaus;


    das Heck der " S M S BEOWULF " und der " S M S VICTORIA LUISE " sind ähnlich dem X Heck von Ulstein. XBOW.


    Als Vergleich für die " GRAF GOETZEN ", könnte man die noch fahrenden Schiffe " GOETHE " und " FREYA " nehmen.


    Die " GRAF GOETZEN " wurde 1913 auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut.
    Hier einmal ein Link zu Google Liemba (Schiff) – Wikipedia.


    Das Kreuzerheck hier einmal ein Link Heckform – Wikipedia ist eine Übersetzung. aus dem engl.


    Zu guter letzt habe ich noch einen Umbau der alten 12 Klasse der DGzRS gefunden. Auf der Kröger Werft wurden beiden Boote umgebaut.
    Sie bekamen das Kreuzerheck abgetrennt und dafür ein Spiegelheck. Der Umbau erwies sich als vorteil für den Halbgleiter.
    12-Meter-Klasse der DGzRS – Wikipedia


    Viele Grüße
    Arne

  • Bordwände (26-30)



    Die Montage erfolgte doch vom Heck her, weil man hier die entscheidenden Fehler machen kann. Zuerst wurden die Teile 29 und 30 mittels einer hinterklebten Lasche aus dünnem Papier verbunden. 29 erhielt außerdem vorne eine weitere Lasche aus dünnem Papier hinterklebt, damit die Teile 28 eine gute Klebefläche erhielten.






    Hierbei war es schwer, 29 genau an 30 auszurichten, Markierungslinien gibt es bei der Goetzen leider nicht. Dabei ist mir dann auch ein Versatz von ca. 1mm entstanden. Um dieses Maß fehlt es an Steuerbord, während es an Backbord zu viel ist.





    Insgesamt ist die Bordwand achtern passgenau, nur Teil 30 ist fehlkonstruiert. Zum ersten ist es knapp 2mm zu kurz – auch bei strammster Anpassung reicht es nicht ganz herum und zum zweiten entspricht seine Form nicht dem Bogen des Achterdecks.




    Deswegen musste an Steuerbord der ¼-kreisförmige Abschluss von 30 abgetrennt werden, denn hier war ein Stück von 2mm einzufügen. Dabei erwies sich die schwarze Rezerewa als vollkommen unbrauchbar, weil sie in einem deutlich anderen Schwarzton (dunkler) gehalten ist, als die eigentliche Bordwand. Ein weiteres Zeichen der lieblosen Arbeit von GPM an diesem Bogen.


    Hier sieht man, dass Teil 30 zu kurz ist, der 1/4-kreisförmige Abschluss wurde bereits entfernt:



    Hier sieht man, dass Teil 30 oben beim strammen Anpassen leichte Wellen wirft (ein ähnliches Problem kann bei den Flügelspitzen der Tragflächenbespannung auftreten und wird dort oft gelöst, indem winzige keilförmige Einschnitte vorzunehmen sind)



    Die Alternative besteht darin, dass Teil 30 etwas wegsackt, wie an Steuerbord geschehen:


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