SEAT Marbella – Eigenbau – 1:24

  • Liebe Automobilisten,


    neigen eigentlich ausschließlich Frauen dazu, ihren Fahrzeugen liebevolle Kosenamen zu geben? Ich kenne gleich mehrere Vertreterinnen der holden Weiblichkeit, die sich mit größter Selbstverständlichkeit diesen Spaß erlauben. Bei Männern habe ich das Phänomen hingegen noch nicht wahrgenommen. Pflegt man(n) diesen Spleen eher im Verborgenen, habe ich eine verzehrte Wahrnehmung oder ist diese These von Mario Barth'schem Ausmaß einfach grundsätzlich Quatsch?


    Wie dem auch sei. Neben meinem eher langfristigen und halbwegs ernsthaften Gasometer-Projekt gibt es eine kurzfristige Spaß-Baustelle, die hier dokumentiert werden soll. Gegenstand ist ein kultiger Kleinstwagen der 80er und 90er Jahre: der SEAT Marbella! Werfen wir doch einmal einen Blick in eine Werbebroschüre von 1992...



    Warum wähle ich ausgerechnet einen der schmucklosesten "Oldtimer", den man heute kaum noch auf den Straßen sieht? Nun, ein Marbella wurde vor genau 20 Jahren zum ersten Auto, das die Dame des Hauses ihr Eigen nennen konnte. Für schlappe 100,- Euro erworben und liebevoll "Bodo" genannt, düste die kleine Kiste zu Partys und Konzerten im ganzen Umkreis. Zwar konnte es im Winter schon mal vorkommen, dass der Weg zum Steuer nur durch den Kofferraum führte, doch Bodo wurde heiß geliebt. Umso größer war die Trauer, als er nach zwei Jahren seine letzte Fahrt in die Presse antreten musste.


    Wegen des hohen emotionalen Wertes habe ich also versucht, einen Marbella zu konstruieren, um im Speziellen "Bodo" nachzubauen. Gar nicht so einfach, denn es ist mein erstes Automodell (interessieren mich sonst nicht sonderlich, diese fahrbaren Untersätze.) Doch nach einigen Versuchen war schließlich ein brauchbares 3D-Modell entstanden. Die Texturierung wurde dadurch erschwert, dass wir es hier mit der denkbar ungünstigen "Black Edition" zu tun haben.



    Ich habe das Modell bereits einmal farblos zusammengesetzt, um grundsätzlich die Baubarkeit zu prüfen. Morgen wird der Bogen (sicherheitshalber mit einigen doppelten Teilen ausgestestattet) im Copy Shop gedruckt und anschließend zusammengesetzt. Seid also dabei, wenn wir Bodo wiederbeleben tanz 2


    Viele Grüße

    Jens

  • Hallo Jens,


    so eine kantige Kiste schreit geradezu danach, als Kartonmodell adaptiert zu werden happy1 Und dann auch noch im "richtigen" Maßstab ja 2 Dem Projekt folge ich doch mal mit erhöhter Aufmerksamkeit ausguck1


    Gruß,


    Daniel.

  • Ja Jens,

    Ein Emotionsloses Auto, aber nicht das häßlichste. Als ich in der Lehre war, konnte man das Auto noch neu erwerben. In der MOT eine Autozeitschrift konnte man eine kurze Zusammenfassung des Auto lesen: Diese Auto hat den Charme einer U Bahn, nur leider nicht so Zuverlässig wie die Bahn. Dieser Satz hat sich bei mir eingebrannt. Aber Quadratisch Praktisch gut….

    Wünsche gutes Gelingen!

    Lg

  • Hallo Jens,


    wie war das noch? Gehen zwei Pandaweibchen durch den Wald. Auf einmal sagt das eine: "Guck mal da vorne: Das ist mein Expanda."

    Der Seat Marbella als Zwillingsbruder des Fiat Panda ist einer jener fast vergessenen Alltagshelden für das kleine Portemonnaie und hat zumindest ein Papierdenkmal verdient. Schön, dass Du es ihm setzt!

    Ich habe übrigens eine heftige Schwäche für den Citroen Visa, der in einer ähnlichen Preis-, Leistungs- und Vergessenheitsklasse rangiert. Allerdings gab es von ihm zur Einführung ein Kartonmodell.

    Witzigerweise ist in der aktuellen Ausgabe der Oldtimer Markt ein kurzer Artikel, in dem genau auf die von Dir zitierte originelle Werbung für Kleinwagen wie Käfer, Ente, Panda und Twingo eingegangen wird. Beim Panda gehen gerade die Preise durch die Decke: 75% Preissteigerung in den letzten sechs Jahren. WHOW!


    Viele Grüße, Martin

    03.11.2022 fertig: Spitfire MK.V auf Schwimmern, Models by Marek, 2. Anlauf.

    Baupause: Dassault Super Mystére, GS 2022 1:33

    Baupause: Boeing 307, 1:50

  • Daniel Schön, dich als Auto-Experten dabei zu haben. Vom Detailgrad deiner Modelle werden wir hier allerdings weit entfernt sein. Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen 1:24 und 1:25? Lediglich eine Präferenz der verschiedenen Hersteller? Oder hat sich einer der Maßstäbe in bestimmten Bereichen als Standard durchgesetzt. Wie gesagt, ich bin auf dem Automobil-Segment ohne jede Kenntnis :/


    Thomasnicole05 Ein tolles Zitat, danke für dieses Bonmont :D


    Martin Der Citroen Visa sieht klasse aus, da stimme ich dir voll zu. Gibt es ein Bild von dem offiziellen Kartonmodell? Wenn es interessiert, kann ich gerne die Marbella-Broschüre komplett abfotografieren. Ich hatte früher einen Twingo, den sieht man im Gegensatz zum Panda/Marbella ja noch gelegentlich auf der Straße. Er war aber auch deutlich ausgereifter als seine rudimentären Vorgänger. Zumindest würde ich das als Laie mal behaupten.


    Grüße

    Jens

  • Hallo Jens,

    ich habe den Bogen des Werbemodells für den Citroen Visa noch, war in 1:15, also ein ziemlicher Brocken und der Entwurf sah sehr nach Hubert Siegmund aus. ich fürchte, ich habe den Scan verloren, könnte ihn aber nach meinem Urlaub wieder anfertigen.

    Du bist einer der wenigen, die den Visa als schön bezeichnen. Ich brauchte als Fahranfänger wegen der Versicherung ein Auto mit einem möglichst kleinen Motor und da kam der Visa Special bzw. Club mit seinem vom 2CV abgeleiteten 34 PS-Motörchen gerade recht. Die Liebe zu diesem bisweilen eigensinnigen, aber wenn er lief hochkomfortablen Auto kam erst mit der Zeit, aber dann nachhaltig.

    Viele Grüße, Martin

    03.11.2022 fertig: Spitfire MK.V auf Schwimmern, Models by Marek, 2. Anlauf.

    Baupause: Dassault Super Mystére, GS 2022 1:33

    Baupause: Boeing 307, 1:50

  • Hallo Martin,


    ein einfaches Foto vom Bogen würde reichen, du musst dir da keinen Aufwand machen. Bauen werde ich ihn wohl nicht, aber die Art der Konstruktion und Gestaltung interessiert mich.


    Und, äh, von "schön" würde ich jetzt vielleicht nicht uneingeschränkt sprechen. Meine wenig differenzierte Wertung "klasse" bezog sich eher auf den schrulligen Retro-Charme. Ich freue mich immer, wenn ein kleines, kantiges und buntes Auto aus dem letzten Jahrhundert auf der Straße zu sehen ist. Eine willkommene Abwechslung zum (gefühlten) grau-silbernen Einheitsbrei der heutigen Modelle.


    Viele Grüße und noch einen schönen Urlaub

    Jens

  • Und los geht's!


    Wir beginnen mit den Stoßstangen, denn die Karosserie muss leider noch einmal gedruckt werden. Mir ist bei der Illustration ein kleiner Fehler unterlaufen, den ich so nicht stehen lassen möchte.



    Auf den Kunststoff-Elementen verläuft ringsum ein dünner, türkisfarbener Zierstreifen. Dieser ist natürlich sehr willkommen in dem ansonsten fast ausnahmslos grau-schwarzen Modell. Die seitlichen Teile sind zweimal vorhanden und das Ergebnis sieht so aus:



    Moment, da fehlt doch ein Teil? Ja, ein Stück des seitlichen Stoßfängers sparen wir uns, denn auch das Original hatte nicht mehr alle beisammen:



    Das vordere Nummernschild ist – anders als sein hinteres Pendant – ein gesondertes Bauteil. Weil wir den Namen des tatsächlichen SEAT-Händlers von einst nicht mehr herausgefunden haben, lohnt hier ein genauer Blick:



    Das war's auch schon vorerst. Bis bald und: "Bitte fahren Sie vorsichtig. Immer."

  • Hallo Jens,

    den Stoßfängern und dem Nummerschild nach zu urteilen, können sich unsere Automobilfreunde auf ein schönes Modell freuen.

    LG

    Kurt

  • Ein sehr interessantes Vorbild. Ich bin ja eigentlich Panda-Fan (das Original) hatte aber eine Zeit lang auch einen Marbella "Jeans" auf dem Hof. Praktisch der "Ur"-Panda ohne die Fire-Motoren und bessere Hinterachse. Für ein 34 PS Wägelchen enorm flott. Wer heute versucht in einem "normalen" Auto eine Waschmaschine o.ä. zu transportieren, wird sich wundern, was in das kleine Ding so hinein passt.


    G. Giugiaro, der Schöpfer u.a. des Golf 1 und des ISO Grifo hat einmal gesagt, der PANDA (das Haushaltsgerät auf Rädern) sei seine beste Schöpfung gewesen. Das als Designer des Jahrhunderts!


    Hinsichtlich der tollen Werbung für den PANDA möchte ich einmal an die Anzeigenkampagne von FIAT erinnern, die mit einem "Duell" mit der Bundesbahn begonnen hat. Auch heute noch traumhaft gut. Da gab es auch ein tolles Buch dazu:




    Die tolle Kiste. Geschichten, Plaudereien, Betrachtungen rund ums kleine Auto Broschiert – 1. Januar 1991

    von Ekkehart Rudolph (Herausgeber), im Antiquariat manchmal noch für ein paar Euro zu bekommen. Ein tolles Buch, eben nicht nur für Panda-Fahrer.



    Es, gab es auch ein Werbemodell des PANDA von FIAT. Das wurde von H. Sigmund konstruiert und in den Autohäusern verschenkt. Eine Abbildung davon gibt es im Hubert Sigmund Buch auf Seite 55.


    Ich freue mich jedenfalls sehr auf den Baufortschritt und das fertige Modell.


    Gruß

    Peter

  • Hallo Peter Wehrhahn, vielen Dank für diese hochinteressanten Hintergrundverweise! Von dem "Werbeduell" wusste ich genauso wenig wie vom Panda-Modellbogen. Das Buch habe ich prompt bestellt.


    Unterdessen sind die Räder entstanden. Vermutlich der zeitaufwendigste Abschnitt dieses einfachen Modells.



    Viele Grüße

    Jens

  • Vielen Dank für die bisherigen Likes und: Hallo Harry, auch an dich einen Dank für den Zuspruch. Das Modell habe ich mit Sketchup konstruiert. Die Idee dazu kam mir schon vor etwa einem Jahr, damals scheiterten aber die ersten Umsetzungsversuche noch. Ich musste erst einmal herausfinden, was die Kernelemente eines Automodells sind und wie man sie umsetzen kann. An dem erneuten Anlauf habe ich dann vielleicht ein bis zwei Wochen gearbeitet.


    Nun wird das Fahrgestell, sofern man diesen einfachen Unterboden überhaupt so nennen kann, zusammengesetzt. Vier Verstrebungen schaffen eine solide Basis.



    Und an dieser Stelle für alle Panda/Seat-Fans noch ein kleiner Bonus: Ich habe vorhin entdeckt, dass die "tolle Kiste" im Jahr 2005 Teil der MTV-Serie "Pimp My Ride UK" war. In dieser sehr zeitgeistigen Sendung wurden runtergekommene Schrottlauben im besten Sinne aufgemotzt. Ein Video der kompletten Folge findet sich bei Facebook (auch ohne Account nutzbar).


    Viele Grüße

    Jens

  • Hi Jens,


    sehr schöner Bericht ... mit Erinnerungswert an eine Spanienreise in den 1980ern, wo wir für 14 Tage ab Malaga Airport einen Seat Panda, den Vorgänger, mit 45 PS für die Rundreise gemietet hatten. Der war absolut brav und machte treu was er sollte ... wenn ich jetzt in SUV-Zeiten mal Tochters ebenfalls braven Lupo kriege fehlt es mir automobilistisch irgendwie an nichts ... denk1 ... fährt, Sitz passt, Musik ist drin ... reicht ...


    Freu mich auf die Fortschritte von Deinem Marbella !


    Beste Grüße von Frank

  • Hallo Jens,


    ich habe in meinem Stapel eine auf 1:24 herunterskalierte Kopie des Baubogens zur Markteinführung des Visa gefunden und am 04.08. einen Baubericht dazu begonnen. Klick!


    Viele Grüße, Martin

    03.11.2022 fertig: Spitfire MK.V auf Schwimmern, Models by Marek, 2. Anlauf.

    Baupause: Dassault Super Mystére, GS 2022 1:33

    Baupause: Boeing 307, 1:50

  • Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen 1:24 und 1:25? Lediglich eine Präferenz der verschiedenen Hersteller? Oder hat sich einer der Maßstäbe in bestimmten Bereichen als Standard durchgesetzt.

    Der Unterschied? Ich glaube, der ist zu vernachlässigen. Im Nachbarforum hat mal jemand nebeneinander die F104-Starfighter von GPM und Kartonowa Kolekcja gebaut, offiziell beide in 1:33. Nachmessen an den fertigen Modellen hat dann ergeben, daß der Kartonowa-Flieger tatsächlich den Maßstab 1:31 hatte. Ich stelle Autos in 1:24 und 1:25 völlig schmerzfrei nebeneinander in die Vitrine. Das sieht man nicht ach1

    Was die Präferenz angeht würde ich sagen, daß der 25er Maßstab eher aus dem polnischen Raum kommt, während in Tschechien die PKW/Rennwagen-Sparte konsequent in 124 umgesetzt wird. Dafür konstruieren die Tschechen ihre Lastwagenmodelle in 132, während in Polen Nutzfahrzeuge auch rigoros in 125 verwirklicht werden. Eine ganz tolle Aktion in dieser Hinsicht war übrigens das hier: https://modelyf1.cz/modelik/ Der polnische Modelik-Verlag hat ein paar Autos des tschechischen Konstrukteurs Rado Radevicz als Offsetdruck veröffentlicht... und konnte es sich dabei nicht verkneifen, den Maßstab von 1:24 auf 1:25 zu ändern kratz1


    Zu deinem Marbella (Bei dem du dir um Drucke gegen die Laufrichtung des Papiers keine Gedanken machen mußt - Da gibt's nicht viel zu runden frech 1 ) : Die Felgen machen echt was her, wie ich finde. Die sollten auch ohne weiteres weiter auszuschneiden und offen darstellbar sein. Allerdings, die Seitenflächen der Reifen sind bei Fahrzeugmodellen meistens in etwa so konstruiert:



    So kann man wunderbar die leichte Wölbung umsetzen... Was aber andererseits viele Modellbauer davon abhält, überhaupt ein Automodell anzuschneiden denk1


    Hast du im Vorfeld deiner Konstruktion ausreichend Downloadmodelle anderer Konstrukteure gesichtet? Oder bist du noch an ein Bißchen mehr Anschauungsmaterial interessiert?


    Gruß,


    Daniel.

  • Der Ursprung des Unterschieds zwischen 1:24 und 1:25 ist meines Vermutens im Angloamerikanischen bzw. metrischen Maßsystem zu finden:

    Ersteres hat viel mit der Zahl zwölf als Grundlage zu tun, weil zwölf Zoll (inches) einen Fuß ergeben und 1:24 ist nunmal ein Zoll gleich zwei Fuß.

    Letzteres ist einfach eine simple Division: 1:25 sind 4 Prozent der Originalgröße.

    Ähnliche kleine Differenzen gibt es auch bei Flugzeugmodellen: Im Plastikmodellbau herrschen 1:24, 1:32, 1:48, 1:72 und 1:144 vor, bei Kartonmodellen sind das 1:33, 1:50 und 1:100.

    Logisch, die ersten Plastikmodelle kamen auch aus England, während z.B. die Kartonmodelle des NSFK, mit denen im WK.2 die Erkennung von Flugzeugmustern geschult wurde, in 1:33 waren . Später haben GELI und osteuropäische Herausgeber diesen Maßstab weitergeführt, Schreiber und WHV brachten in der Nachkriegszeit Modelle in 1:50 bzw. 1:100.


    Viele Grüße, Martin

    03.11.2022 fertig: Spitfire MK.V auf Schwimmern, Models by Marek, 2. Anlauf.

    Baupause: Dassault Super Mystére, GS 2022 1:33

    Baupause: Boeing 307, 1:50

  • Frank_N Schön, dass ich Urlaubserinnerungen wecken konnte. Freue mich über dein Interesse happy 2


    Daniel Danke für die Ausführungen zum Maßstab, sehr lehrreich. Was die Wölbung der Reifen angeht... Das verkaufe ich jetzt im Nachhinein mal als bewusste Designentscheidung, denn die Räder des Marbella sind ja so schmal, da ist ja eine Wölbung kaum mehr von Nöten grins 3 Aber im Ernst: Ich habe vor allem Modelle gesichtet, die einfacher Natur sind und mich daran orientiert (z.B. dieser Toyota hier). Wollte mir für's Erste nicht zu viel zumuten. Daher habe ich auch die anfängliche Überlegung, das Innenleben nachzubilden, sehr schnell wieder verworfen. Die Reifenkonstruktion sieht überzeugend aus; da werde ich in der Zukunft mal ein bisschen mit experimentieren.


    Martin Das klingt sehr einleuchtend, danke für diesen Hintergrund!


    Nachdem ich gestern die grafisch korrigierte Karosserie noch einmal ausgedruckt habe, steht dem Weiterbau heute nichts mehr im Wege:



    Der Tankdeckel steht beim Marbella sichtbar nach außen ab, das versuche ich auch im Modell anzudeuten. Auch die Türschlösser und Blinkerleuchten hab ich auf die Seitenteile geklebt, das sieht man im Endeffekt aber kaum. Hätte ich mir auch sparen können.



    Front und Heckscheibe sind fest mit dem Dach verbunden; der Übergang wird leicht gerundet dargestellt. Beim Zusammenkleben kamen mir zunächst Zweifel, ob diese Form der Darstellung so eine gute Idee war. Hätten klare Kanten dem Marbella nicht doch besser gestanden? Vielleicht, aber mit dem Ergebnis bin ich auch zufrieden. Und das Original hat natürlich ebenfalls runde Übergänge. Übrigens ist die blaue Moosgummi-Matte nagelneue. Wurde direkt angeschafft, nachdem ich hier im Forum gelesen habe, dass es sich darauf besonders gut runden lässt.



    Vorn hat der Mabella zwei kleine Kotflügel, die natürlich nicht fehlen dürfen.



    Die bereits angefertigten Stoßfänger werden angeklebt – und tragen maßgeblich zur markanten Optik des Marbella bei. Auf der Heckklappe erahnen wir Aufkleber der Bands "Astra Kid" und "Angelika Express". Typischer Sound der frühen 00er Jahre, muss man aber nicht kennen. Den Schriftzug "Schreinerlein" hatte bereits der Vorbesitzer appliziert.


    Und damit wünsche ich freie Fahrt ins Wochenende

    Jens

  • Mit Vollgas geht es weiter:



    Aus einigen übereinander geklebten Streifen entstehen zwei "Zierleisten", die auf das Dach geklebt werden. Haben diese Leisten irgendeine Funktion? Oder sehen sie nur "schön" aus? Ich habe wirklich keinen blassen Schimmer von Autos.



    Ungefähr über den Blinkleuchten hat der Marbella zwei kleine "Ausbuchtungen", die nach hinten geöffnet sind. Ich stelle sie im Modell dar – habe aber auch keine Ahnung, was ich hier eigentlich bastele.



    Bevor nun die Karosserie auf den Unterboden gesetzt wird, setze ich in die vordere Stoßstange eine Verstrebung ein. Denn mir ist aufgefallen, dass die Stoßstange alles ein wenig nach außen drückt und der Marbella dadurch vorn zu breit wirkt. Das eingesetzte Teil zieht die Seiten ein bisschen zusammen. Ein Teil des hinteren Stoßfängers fehlt auf diesem Bild, denn das Original hatte hier ebenfalls ein kleines Defizit. Diese Entscheidung werde ich am Ende noch korrigieren, denn mit wirkt das Modell so einfach zu unvollständig.



    Den Auspuff sieht man ohnehin kaum, also mache ich darum kein großes Aufheben.



    Abschließend erhält der Marbella noch seine Außenspiegel und einen Scheibenwischer für die Frontscheibe (hinten hatte das Original keinen).


    Tja, und damit ist der Seat Marbella auch schon fertig. Zum Abschluss werde ich noch ein paar Fotos vor hellem Tonpapier machen – dann auch mit vollständigem Stoßfänger ringsum.


    Viele Grüße

    Jens

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