Diesellok V 200; Maßstab 1:45; Modell von Gunnar Dannehl

  • Hallo zusammen,


    es ist nun eindeutig an der Zeit, mit dem ganzen "Man könnte ja mal", "Man müßte ja nun doch", "Eigentlich sollte man ja" und "Ich will ja an sich auch schon die ganze Zeit" gründlich Schluß zu machen, zumal ich dazumals zu den vordersten Quenglern bezüglich der allgemeinen Veröffentlichung dieser wunderschönen Lok gehört habe lala1 Also bin ich heute in den lokalen Copyshop gewandert, habe mir den formidablen Papierklotz auf 160-grammiges Papier drucken lassen und die ganze Geschichte schlußendlich noch mit einer halben Dose Zaponlack eingenebelt happy birthday4



    Der teuerste freie Download aller Zeiten ist dann am Ende bei stattlichen Zwanzig Euro gelandet, wenn man den Lack noch anteilig mitrechnet brüll1 Das sind normalerweise Halinski-Gefilde. Und genau deshalb habe ich den Bogen auch nicht gleich nach der Veröffentlichung angeschnitten krank1 Aber irgendwann kommt man auch einfach nicht mehr drumherum. Und nachdem ich gerade vor lauter Halinski, Robert Blaschke und stumpf verklebten Tourenwagen schon fast keinen Bock mehr zum Basteln habe, kommt doch so eine Eisenbahn mit größeren Bauteilen für zwischendurch gerade recht lok1


    Ich habe mit den Rädern angefangen:



    In der Version "so detailliert, wie der Bogen nur irgendwie hergibt". Den Maßstab habe ich auf 84 Prozent des Originals verkleinert gewählt. Die Wahrheit liegt bei 1:45 irgendwo zwischen 84 und 85 Prozent, von daher paßt das schon, zumal es ja auch zwischen den Auffassungen der verschiedenen Konstrukteure kleinere Unterschiede bezüglich der Genauigkeit des Maßstabes gibt. Das ist in diesem Falle relevant, weil ich die Württembergische T3 von Schreiber versemmelt habe und nun noch irgendeine Maschine brauche, die meinen Rungenwagen zieht.



    Die fahrlässige Vermischung völlig falscher Epochen ist mir dabei reichlich egal, ich bin ja schließlich kein Eisenbahnbastler zwinker2


    Gruß,


    Daniel.

  • Hallo Daniel,


    bei diesem deinem Baubericht bin ich diesmal sehr gerne dabei. Rennwagen sind mir halt zu hektisch und militärisches Fluggerät eher suspekt.

    Da ich ja vor kurzem die exzellenten Ergebnisse deines modellbauerischen Könnens in echt bewundern konnte, freue ich mich ganz besonders darauf, was du aus diesem Bogen zauberst.Standesgemäßes Beförderungsgut für diese Lok gibt es aber auch. zwinker2 Ich wünsche dir bestes Gelingen! daumen1


    Schöne Grüße

    Andreas

    Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
    Goethe


    Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
    Fast Goethe

  • Hi Daniel,


    die V200 in 1:45 ... da sitz ich gleich in der ersten Reihe und wünsch viel Spaß und gutes Gelingen !


    Beste Grüße von Frank

  • UIIii - Daniel! happy 2

    ...stell den Papierkorb recht weit weg und erstelle eine Lokomotive mit der Dir eigenen sauberen Bauweise daumen1 daumen1!


    werde gerne zusehen und wünsche viel Erfolg ja 2



    herzlichst

    Bernd

  • Moin Daniel,

    die V 200 war auf der Vogelflug Linie zu Hause.

    Spur 0 ist mein Maß der Dinge(zur Zeit jedenfalls). grins 1

    Ich bin dabei.

  • Da schliesse ich mich doch gleich mal neugierig an und bin dabei! daumen1

    Ich hab die V200 ja in 1:50 gebaut (80% skaliert). Bei Fragen :?: - stell sie :!:

    Viele Grüße, Michael


    Der Mensch lernt und leimt - und alles klebt gut!

  • moin1 sen,


    und danke1 für Likes, Kommentare und das Platznehmen auf den gar nicht vorhandenen Sitzen kratz1 Noch 'nen extra Personenwagen bau' ich jetzt aber nicht für euch happy1



    die V 200 war auf der Vogelflug Linie zu Hause.

    Auf der bin ich auch zuhause, schon seit meinem zweiten Lebensjahr urlaub1 Zum bisher letzten Mal hab' ich mir den frustrierenden Bahntrip von Hamburg nach Fehmarn im Jahre 2016 gegeben, allerdings in stinknormalen überfüllten Regionalzügen motz1 Ich bin aber im Laufe der Modellrecherche auf einen schönen Artikel zum V 200-Eldorado Lübeck gestoßen cool1 https://www.bundesbahnzeit.de/…V200%20Hochburg%20Luebeck Gunnars Modell ist aber etwas südländischer angesiedelt, da steht irgendwas von wegen Kallsruuh unten drauf, was wiederum etwas besser zu meinem württembergischen Rungenwagen paßt... Gleich kommt einer und schimpft lala1



    ...stell den Papierkorb recht weit weg

    Mal sehen, diese ganz großen Bauteile sind nicht meine Stärke. Wie du weißt, liegt mir kleinteilige Cockpitfummelei deutlich besser. Die runde Ablage steht daher stets in frohlockender Reichweite zwinker2 Eine V 200 in "Rheingold"-Farbgebung wäre doch ein ziemlich gutes Zweitexemplar für eine baldige Stammtisch-Vergleichsbegutachtung augenbraue1



    Bei Fragen :?: - stell sie :!:

    Ich glaube ja nicht, daß dein Baubericht, in den ich ständig die Nase reinstecke, noch irgendwelche Fragen offen läßt grins 3 Aber ich werde sicherlich trotzdem darauf zurückkommen. Danke des Angebotes!




    Die Drehgestell-Kästen habe ich, entsprechend Michaels Vorbild, nochmal moderat mit ein Bißchen extra Pappe verstärkt.



    Die kugelsichere Variante, die Gunnar bei seinem Testbau gewählt hat, war mir dann doch etwas zu aufwendig oh1 Insgesamt habe ich mir für die beiden Drehgestellkörper sehr viel Zeit genommen und maximale Sorgfalt an den Tag gelegt:



    Die sind am Ende auch super symmetrisch geraten, da sollte es keine Fehlerchen geben, die sich fortsetzen können. Die Räderfleißarbeit ist mittlerweile auch abgeschlossen schwitz1 Derzeit fräse ich mich mit einer Geschwindigkeit von einem Teileblatt pro Tag durch den Papierstapel arbeit1


    Gruß,


    Daniel.

  • moin1 ,


    ein erstes Fazit: Drehgestelle sind Sklavenarbeit schwitz1 Ich bin in diesem Bereich auf einige kleinere Ungereimtheiten gestoßen. Die erste ist durch die Skalierung bedingt. Dadurch, daß die Manschette auf 84% verkleinert ist, muß die Materialstärke der Blattfederpakete anders bemessen werden. Weil ich hornochsenmäßig alle verfügbaren Teile auf 0,6 mm verstärkt habe, mußte ich schlußendlich ohne die Rückseiten bauen. Am Ende ist ein kleiner Spalt geblieben, ideal wäre es wahrscheinlich, im Maßstab 1:45 die Rückseiten nochmal mit Blanko 80 Gramm Büropapier zu hinterkleben, anstelle der bedruckten Rückseiten auf 160 Gramm Papierstärke, die für den Originalmaßstab wahrscheinlich sehr gut konzipiert sind.



    Eine etwas klarere Verstärkungsanweisung auf dem Teileblatt wäre auch von Vorteil. Wenn da steht, "auf 0,6 Millimeter verstärken", dann mache ich das auch. Da bin ich ganz der germanistanische Bürokratieroboter Böse1 Daß nur die Hälfte der Blattfederteile verstärkt werden soll, steht dann ja in der Bauanleitung... Die habe ich aber erst gelesen, als alles bombenfest ausgehärtet war brüll1 Egal, für den 1:45er Maßstab war's ja fast in Ordnung grins 1

    Bei den rundlichen Sockelteilen sind zu viele Klebelaschen dran. Ich habe ein Bißchen rumprobiert, es hat sich als ideal erwiesen, die mittlere Lasche stehen zu lassen und die "Klappdeckel" dann stumpf zu kleben. Also genau NICHT so, wie auf dem ersten Foto les1 Dieses stammt noch aus der "Probierphase" lala1Die Streben hinter den Bremsbacken habe ich auf jeweils vorder- und rückseitig auf das gute alte "Brystol" geklebt, damit die Bremsbacken auf gleicher Höhe mit dem Spurring verklebt werden können.



    Das erste Drehgestell hat mich geschlagene zwei Tage lang beschäftigt frech 2 Und jetzt nochmal das Gleiche bauen...



    Das wird dann ein Bißchen schneller gehen, weil ich mir das ganze Rumexperimentieren mit Papierstärken und überzähligen Klebelaschen sparen kann. Ich habe jetzt auch mal die Spurweiten von Lokomotive und Wagen verglichen:



    Das paßt nicht oh1 Ist das irgendwie historisch begründet? Oder sind das die ganz normalen Unterschiede zwischen den Konstrukteuren, verstärkt durch ambitionierte Skalierungswissenschaft kratz1


    Gruß,


    Daniel.

  • Hi Daniel,


    bei meinen Rivarossi Spur 0 Gleisen ist das Innenmaß ... Schieneninnenseite zu Schieneninnenseite 32mm.

    Beim Herstellen meiner Radsätze verwende ich eine Lehre mit einer Dicke von 29mm, Radinnenfläche zu Radinnenfläche ... damit funktionierts ganz gut, dass die Radsätze auf die Schienen passen.


    Drehgestelle sind oft eine umfangreiche Geschichte ... sieht aber bei Dir bisher doch gut aus !


    Beste Grüße von Frank

  • happy 2

    hallo Daniel, lesenswerter Baubericht - - wie immer bei Dir daumen1

    aaalso - die Spurweiten vom Bogen sind mir recht egal (Pirling skaliert paßt nie nicht in 0)

    Ich habe für wenig Geld mal eine 0-Schiene aus Metall gekauft und die ist meine Richtschnur für alle meine Modelle

    Kannst Dir aber aus den guten Downloadschienen eine Standartschiene baschteln = zwischen den Schienenköpfen innen = 32mm =0


    herzlichst

    Bernd

  • Hallo Daniel,


    das ist die böse Falle beim ändern des Maßstabes - also beim Skalieren.


    du kannst nicht nur einfach Längen und Breiten verschieben ohne auch an die Dicken der Teile zu denken! Lektion 1 also als gelernt abhaken.


    Ansonsten sieht es doch gut aus!

    Beste Grüße


    von Andy


    32907-die-kartonmodellbauer-signatur-1-jpg What else?

  • Da schliesse ich mich an. Alles recht ordentlich! daumen1


    Zu den Materialstärken brauche ich ja nichts mehr zu schreiben. Ich hab das auch bei Norms TEE. Wenn er 1mm Pappe nimmt, nehm ich Pizza-Karton, das passt dann in etwa.

    Viele Grüße, Michael


    Der Mensch lernt und leimt - und alles klebt gut!