TIE Fighter von 4Dpuzz (deutscher Vertrieb via Revell)

  • Als "Fingerübung" nach langer Pause wegen Umzug etc. habe ich mal den "Imperial TIE Fighter" von 4Dpuzz (deutscher Vertrieb durch Revell) in Angriff genommen. Preis in Deutschland knapp 40,- Euro, in den USA hie und da für die Hälfte zu haben, daber dann kommen Porto und Zoll dazu, was es im Endeffekt nicht günstiger macht.


    Die Revell-Version unterscheidet sich NUR durch einen Aufkleber auf der Stirnseite der Packung von der US-Version.


    116 vorgestanzte Teile aus 3-lagigem Karton, aufgebaut wie einwellige Wellpappe (im Gegensatz zu 3D-Puzzles mit Schaum zwischen 2 Kartonlagen), machen dieses Modell zu einem perfekten Einsteigerbausatz, da das Auschneiden der Teile entfällt. Puristen mögen nun rufen "das ist ja dann kein richtiger Kartonmodellbau", ich sehe das anders: Mit solchen Modellen bringt mam auch Einsteiger zum Kartonmodellbau und die werden wegen "Überalterung" dringend benötigt, finde ich.


    Außerdem macht es Spaß, einfach mal relativ zügig ohne viel Aufwand ein Modell fertig zu bekommen. Dauerprojekte habe ich zur Genüge. Zumal ich zu der Fraktion gehöre, der das Ausschneiden nicht wirklich Spaß macht, dafür aber der Zusammenbau um so mehr. Da es ein Modell komplett aus Karton ohne Schaum ist sehe ich es daher als "Baubericht-würdig" an. prost2


    Los gehts. Das ist alles in der Schachtel - außer der Maßstabswürfel natürlich:



    Anleitung, Klebstoff (amerikanisches Produkt, vergleichbar mit UHU Flinke Flasche), schwach klebende Klebsstreifen um Teile - wenn nötig - bis zum Trocknen des Klebers in Position zu halten, und die Bogen mit den Teilen. Diese sind ca. 1,25 mm dick.


    Besonders hervorzuheben (auch um zu zeigen, dass die Modelle wirklich einsteigerfreundlich sind - es gibt noch einen ganzen Schwung aus der selben Serie) ist der schon erwähnte Klebstoff



    sowie ein "Ausbrechtool" aus dem Modell-Karton, um schmale Stege am Rand und im Innern einiger Teile herausdrücken zu können:


    Gruß aus MG und "Just glue it!"
    Marco

  • Hier das Ausbrech-Tool in Aktion:


     


    Braucht man das? Als gestandener Modellbauer sicher nicht, denn da hat man wohl genug Alternativen im Bastelwerkzeug. Aber es ist halt in der Packung wirklich ALLES drin, um das Modell bauen zu können, was ich absolut positiv sehe - eben wirklich einsteigerfreundlich. Doch selbst für "Profis" ist das Werkzeug praktisch, denn einige Schlitze in den Bauteilen sind SEHR eng und man hat Probleme, die korrespondierenden Nasen hinein zu bekommen. Mit dem Ausbrechtool kann man diese Schlitze auf die nötige Breite drücken, bevor man sich mit den Bauteilen abmüht (und ein Verknicken riskiert), da es aus dem selben Material wie die Teile besteht und damit auch die selbe Dicke hat.

    Gruß aus MG und "Just glue it!"
    Marco

  • Das Modell ist klassisch als Spantenkonstruktion plus äußere form- und farbgebende Hülle konstruiert.


    Los gehts mit den zwei Spantenträgern, die über die ganze Breite des fertigen TIE Fighters gehen (also von Solarflügel zu Solarflügel).



    In diesen Basisträger kommen zunächst runde Spanten als Träger für die formgebenden Spanten des Cockpits:



    Hier merkt man schon beim Zusammenbau: Das sitzt alles SEHR fest. Im Grunde nicht schlecht, man muss nicht befürchten, dass das Modell irgendwann auseinanderfällt. Klebstoff benötigt man nicht wirklich, ich habe zur Vorsicht trotzdem je einen Tropfen an Kreuzungspunkten aufgebracht. Beim Zusammenstecken muss man aber echt vorsichtig sein, sonst verknickt man die Teile, weil es so schwer geht. Dies ist eine kleine Falle für Einsteiger - auf dem Bausatz ist als Einstiegsalter der Bastler 10 Jahre angegeben, hier sollte aber ein Erwachsener helfen. Mit den Folgespanten wird es einfacher, da man dann leichter Gegendruck aufbauen kann, ohne in Gefahr zu geraten, die Teile zu knicken.


    Weiter geht es dann mit Längspanten, welche die Basisspanten verbinden:



    Schon lässt sich die bekannte Form des TIE Fighter Cockpits erahnen. Ein erster Bastelerfolg, der zum Weiterbau ermutigt. Je mehr Spanten eingebaut sind, umso einfacher geht es von der Hand, da Schlitze und Nasen immer wenige händisch ausgerichtet werden müssen (zum Teil über 6 Bauteile gleichzeitig hinweg, was bei den ersten 3 Spanten doch etwas Fingerfertigkeit erfordert).


    Es geht dann auch zügig weiter. Vorsicht ist geboten, weil einige Bauteile SEHR ähnlich aussehen, es aber im Detail nicht sind (leicht andere Winkel, leicht andere Position der Nasen und Schlitze). Hier sollte man daher tatsächlich immer nur das sofort zu verbauende Teil aus den Bogen lösen und auch gleich einbauen. Dabei wie beim Teppichbodenverlegen ("3x messen, 1x schneiden") lieber 3x kontrollieren, ob man das richtige Teil für die richtige Stelle hat, da der Rohbau von vorne und hinten als auch von oben und unten sehr ähnlich aussieht. Die Spanten habe ich auch hier nur mit einem Tropfen Kleber an den Kreuzungspunkten gesichert. Damit stellt man sicher, dass ggf. beim Anbau der Außenhülle das Ganze noch ein wenig beweglich und anpassbar ist, ohne auseinanderfallen zu können.


    Das fertige Spantengerüst sieht dann so aus:


      


     

    Gruß aus MG und "Just glue it!"
    Marco

  • Hier die ersten Bauteile der Außenhülle. Um sicheren Halt zu geben habe ich hier Klebstoff auf die Kante des jeweiligen Spants aufgebracht. Ich nehme dazu übrigens nicht den mitgelieferten Kleber sondern UHU Flinke Flasche mit ganz dünner aufgesetzter Metalltülle für die Dosierung. Die Öffnung der Tülle des mitgelieferten Klebers ist für meinen Geschmack etwas zu groß.





    Das Ganze wirkt schon jetzt sehr stabil und die Passung der ersten Außenteile ist sehr gut.

    Gruß aus MG und "Just glue it!"
    Marco

  • Ich habe auf Ebay vor Jahren mal ein Set mit verschiedenen Silikon- und Metalltüllen gekauft. Die passen alle wunderbar auf die kleine herausdrehbare Tülle der "Flinke Flasche"-Flasche:


    Gruß aus MG und "Just glue it!"
    Marco