Kriegsfischkutter, Kriegsmarine, Mannheimer Modellbaubogen, 1:250

  • N'Abend Freunde,


    Nach Fertigstellung des Schweren Kreuzers CHIKUMA möchte ich eeeeendlich mal wieder etwas Neues anfangen.


    Ich will mal versuchen, die Deutsche Kriegsmarine des zweiten Weltkrieges im Modell größenmäßig quasi "von unten her" aufzubauen.....

    Und ich starte mit einem sehr kleinen Vertreter, nämlich einem Kriegsfischkutter, im Original 24 m lang.

    Das Wasserlinienmodell ist vom Mannheimer Modellbaubogen-Verlag und weist jede Menge Details auf, gebaut werden können zwei Modelle, eines davon mit Tarnschema.

    Alle bisherigen in diesem Forum gelisteten Bauberichte über Schiffsmodelle dieser Provenienz waren sehr positiv bewertet, einige fertige Modelle durfte ich bei Kurt bewundern


    In 1:250 ist der Kleene dann keine 10 cm lang, der Baubogen weist 429 Bauteile auf, der dazugehörige LC-Satz nochmals 64 .

    Natürlich wird wieder gemalt und ggfs. gesupert, wo es geht.


    Das ist übrigens mein erstes deutsches Kriegsschiff aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, welches ich in meiner zweiten Kartonmodellbau-Karriere baue.

    Schaun mer mal, ich fange einfach mal an.....


    .....und zwar......ÜBERASCHUNG ......mit dem Spantengerippe... grins 1

    Der Mittelspant ist vierfacher Karton, Halbspanten und Grundplatte sind verdoppelt, Steven und Achterteil wurden aufgrund trüber Erfahrungen mit über- und abstehenden Teilen mit Sekundenkleber stabilisiert.


      


    Hier das Spantengerüst in voller Größe, und nun muss es unter Beschwerung trocknen:


      


    Und das ist das Deck, mit wunderschönen Fischungen.....da muss ich was mit machen.... lala1



    Bis denne

    Tommi

  • Hallo Thomas,

    da wünsche ich Dir ganz viel Spaß und bin überzeugt, daß Du den haben wirst.

    LG

    Kurt

    32907-die-kartonmodellbauer-signatur-1-jpg
    Meine Untaten


    Der König sei der bess're Mann

    Sonst sei der bess're König!

    ( Matthias Claudius)

  • Gibt es wieder selbst gehäkelt Fußmatten? Ich freue mich schon auf großen Spaß mit einem kleinen Modell.

    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Tommi,


    ein interessanter Kontrast zu deinem letzten "Schiffchen". Ich bin mir sicher, dass du dich auch auf diesem begrenzten Raum austoben wirst.


    LG

    Thomas

  • Naja,

    immerhin ist eine "Wumme" an Bord, damit in Deinem Beuteschema...


    Ich wünsche Dir und uns viel Spaß mit dem Bogen...


    Gruß

    Volkmar

  • N'Abend Freunde,


    Kurt, Gerd, Otto, Thomas (Classic), Thomas D., und Volkmar:

    Herzlich willkommen beim Bau dieses winzigen Kriegsschiffs-Vertreters, nehmt Platz, machts Euch gemütlich, Pappkorn kommt gleich ! freu 2


    Jaaaa, dieses Deck.....

    Ich bau ja bei meinen Modellen zuallermeist einen grau abgesetzten "Wassergraben" zwischen Decks- und Bordwandkante.

    Hier kann Wasser in die Speigatten ablaufen, können beim Modell Bordwandstützen, Reling etc. bequem platziert und unsichtbar verklebt werden.

    Möglicherweise ist das ja real-schiffsbautechnisch nicht ganz richtig....Aber es juckte mir in den Fingern und ich hab die schönen Fischungen ausgestochen.



    Das Deck wurde an den Kanten mit Weißleim gegen Ausfransen gesichert und mehrfach mit mattem Klarlack gegen Ausbleichen gestrichen.

    Zudem lassen sich so eventuell daneben gegangene Farbspritzer etc. an Deck besser entfernen.

    Desweiteren hab ich achtern eine Mannluke ausgestochen und den entsprechenden Teil im Spantengerüst geschwärzt.



    Das Deck wurde mit lösungsmittelhaltigem Kleber auf eine Deckskopie aus HMV-Karton aufgeklebt und exakt ausgerichtet, Rand und Kanten mit Weißleim gesichert.



    Anschließend wurde der Rand mit hellem Grau (an die Bordwandfarbe des Baubogens herangemischt), sauber gestrichen.



    Den 3D-Effekt kann man hier schön sehen:


  • Und dann kam das Deck auf die Spanten, wurde gut ausgerichtet und muss jetzt unter Beschwerung eine Nacht lang ruhen.

    Ich denke, dann verzieht sich nix mehr!




    Alsdann sind schon die Bordwände an der Reihe...


    bis die Tage

    Tommi

  • Hallo Tommi,


    geht ja heiter weiter. Jetzt volles Kontrastprogramm.

    Abo ist gezogen hüpf1

    Gruß
    matz


    ____________________________________
    Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
    (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916 +2001)

  • .....

    Ich bau ja bei meinen Modellen zuallermeist einen grau abgesetzten "Wassergraben" zwischen Decks- und Bordwandkante.

    ...

    Möglicherweise ist das ja real-schiffsbautechnisch nicht ganz richtig....Aber es juckte mir in den Fingern und ich hab die schönen Fischungen ausgestochen.

    ...

    Öhm...ist ja gut gemeint, sieht vielleicht auch echter aus, ist aber in der Tat real-schiffbautechnisch verkehrt. Du hast den sogenannten Wassergang mit viel Mühe abgeschnitten. Der gehört aber dorthin. Der Wassergang ist nicht etwa ein Entwässerungsgraben sondern eine besonders stabile Planke zwischen Schanzkleid und Deck. Bei den alten Seglern war diese Randplanke sogar dicker als die normale Decksbeplankung und war ein strukturell wichtiger Beitrag zum Längsverbund.

    Ich habe leider kein Beweisfoto für die Existenz der Wassergangplanke auf den KFKs finden können. Es gibt aber einen indirekten Beleg: Lothar Wischmeyer, - ein bekannter Name in Marinehistorikerkreisen -, stellt auf der Webseite Arbeitskreis historischer Schiffbau Bilder seines KFK Modells aus, welche klar den klassischen Wassergang erkennen lassen. Link zum Wischmeyer Modell

    Für alle, die noch vorhaben den KFK zu bauen, lasst den Wassergang so wie er im Bogen vorgesehen ist.

    Alles Gute für den weiteren Bau Klueni.

    Ich bin immer fasziniert von deinen Werken.


    Bernhard

    Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal mal war. (Yogi Berra)

  • Hallo Klueni,


    der vermeintliche Wassergang ist das sogenannte Leibholz in das die Decksplanken mit ihrer Fischung (Verzahnung) eingeklinkt sind. Ist z.B in diesem Artikel schön erklärt. Wurde im Holzschiffsbau lange so gemacht, bei den modernen Yachten sind auch die Decksplanken anders verlegt. Vermutlich hat Bernhard da nicht unrecht.

    Gruß
    matz


    ____________________________________
    Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
    (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916 +2001)

  • Moiiiin,


    zunächst erstmal allen Likern, sowie Matz, Kurt und Otto ein dickes Dankeschön!!!


    Bernhard und Matz:

    Besten Dank für Eure Ausführungen und Hinweise, so detailliert und genau wusste ich das natürlich nicht.

    Allerdings war mir durchaus klar, dass ich mit den Leibhölzern was eigentlich Wichtiges entferne. lala1

    Andererseits sieht es jetzt aus modellbauerischer Sicht wirklich richtig gut aus….in den Makros sieht man das natürlich überdeutlich.

    In Normalsicht wirkt es jedoch so, als komme das Leibholz leicht plastisch heraus.

    Mit den späteren Schanzkleidstützen und dem Schandeckel dürfte sich eine klasse Optik ergeben….deswegen lasse ich es so wie es ist.


    BTW….leider ist eine kleine Baupause angesagt….Karpaltunnel-Op.



    Bis die Tage

    Tommi

  • Moin

    Dann wünsche ich dir eine Gute und schnell Besserung.


    Gruß aus dem Schwarzwald

    Carsten matrose1

    Schöpferische Pause


    Fertig:
    - Rathaus Bremen, 1:160, Schreiber Bogen


    schiff1

  • Moin Tommi,

    Oha - das mit dem Karpaltunnel ist nicht gut.

    Gute Besserung und daß das schnell verheilt!

    Übrigens: was ist schlimmer als das Karpaltunnelsyndrom?



    das Porzellansyndrom ------------------- : wenn man nicht alle Tassen im Schrank hat nein1 ----- lach 2

    Gruß

    Ralph

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