U-Boot Typ VII-C/41 von ThaiPaperWorks 1:72

  • So, leeve Lüüd, ich versuche es noch einmal und hoffe, dass ich dieses Mal zum Wettbewerbsende ein fertiges Modell abliefern kann.


    Die Messlatte ist mit den ersten Modellankündigungen hier zum Wettbewerb gleich ordentlich hochgelegt worden. Also musste für mein Modell ebenfalls etwas Besonderes her; am liebsten etwas, was es hier im Forum noch nicht gab. Aber was könnte das sein? Das Fischerviertel in Ulm von Wediul wäre doch genial und war schon vor Wettbewerbsbeginn mein Top-Favorit! Aber hier hat mich Kurt darauf hingewiesen, dass keine Dioramen erlaubt sind und somit fielen auch meine anderen Favoriten von Wediul heraus. Was nun?


    Und wie ich so meine Modellbaubogensammlung erneut durchsehe, finde ich folgenden Lasercutsatz in einer Versandmappe versteckt...



    Er gehört zu einem U-Boot des Typs VII-C/41 und ich hatte den Satz bereits 2013 gekauft. Die zugehörigen Dateien von ThaiPaperworks habe ich auf der Festplatte auch schnell gefunden. Als ehemaliger U-Boot-Fahrer kann ich da (eigentlich) gar nicht Nein sagen und werde das Modell angehen. Vielleicht kann ich zwischendurch auch ein wenig U-Boot-Technik vermitteln.


    Außerdem habe ich noch die Planmappe mit vielen Plänen für die Konstruktion eines Modells wiedergefunden, aber ob ich die brauchen werde, weiß ich an dieser Stelle noch nicht. Ich kann mich dunkel erinnern, dass ich sie seinerzeit für eine geplante eigene 1:100-Konstruktion beschafft hatte.



    Damit wird der Wettbewerb noch etwas schiffslastiger und es heißt Daumen-drücken, dass der olle Jabietz endlich mal wieder ein Modell fertigbekommt – außer seinen eigenen Konstruktionen, zu denen er aber derzeit überhaupt keine Lust hat.


    (Bilder des fertigen Modells von Kooklik, dem Konstrukteur)


    Bekannt geworden ist dieser Bootstyp natürlich vor allem durch den Roman und Film „Das Boot“, wobei dort genaugenommen das Vorgängermodell, also vom Typ VII C, im Mittelpunkt der Handlung steht.



    Zum Vorbild ist wohl nicht viel zu sagen. Aber vielleicht noch, dass die Außenhülle und der Druckkörper im Vergleich zu den vorherigen Typ-VII-Baureihen verstärkt wurden. Des Weiteren konnten diese Boote sehr schnell tauchen und hatten einen Schnorchel anstelle des 8,8-cm-Deckgeschützes. Am Bug waren auf Backbordseite 4 druckfeste Behälter für jeweils ein 5-Mann-Floß installiert und der Turmaufbau wurde durch ein zweites Flakpodest verlängert.


    In Laboe liegt mit U-995 das letzte in Deutschland erhaltene U-Boot vom Typ VII-C/41 und kann dort besichtigt werden. Die beiden folgenden Fotos habe ich dort aufgenommen – das zweite Bild ist von der Aussichtsplattform des Marineehrenmals fotografiert. Auf dem Bild ist allerdings nichts von den vier Rettungsbehältern auf dem Oberdeck zu erkennen. Ich tippe mal, dass diese auf Grund von Korrosionsschäden zurück gebaut wurden. Dadurch sind auch viele andere Dinge wie z.B. Flutschlitzmuster, Torpedorohrklappen, Sehrohr, Schnorchel, Flak nicht mehr original.



    Trotzdem werde ich mich an U-995 orientieren und (hoffentlich) am Ende auch dessen Wappen am Turm anbringen.

    Lieben Gruß
    Andreas


    Modellbaubögen und Platinen vom "Bugsier 17/18", Fregatte Klasse 122, Feuerschiff "Fehmarnbelt", Schubverband "THYSSEN II", Schnellboote der Klasse 143A und 148, Forschungsschiff "Poseidon", Pontonanlage, "Neuwerk", Schwimmdock, Lotsenboote und die Leuchttürme Travemünde und Kiel gibt es exklusiv nur hier: www.jabietz.de/shop

  • Der Modellmaßstab ist mit 1:72 angegeben. Das bedeutet, dass das Modell etwa 93 cm lang wird. Gedruckt werden sollen die etwa 850 Bauteile auf 29 DIN-A4-Bogen. Einige Bogen entfallen vielleicht durch die Verwendung der lasergeschnittenen Spanten.


    Das verwendete Papier soll eine Grammatur von 70g/m² oder 190g/m² aufweisen. Das steht mir direkt nicht zur Verfügung. Ich verwende mein Verlagspapier, welches mir in vier Stärken zur Verfügung steht und welches ich entsprechend verdoppeln könnte. Die Spanten aus dem Bogen sollen zusätzlich mit 1 mm Karton verstärkt werden.


    Im kostenlosen Download (ich weiß nicht, wo dieser aktuell noch erhältlich ist) sind drei Versionen dabei: eine mit leichten Alterungsspuren, eine Basisversion und eine für ein Weißmodell bzw. zum Selbstfärben. Hier ein Vergleich von drei wahllos ausgesuchten Teilen…



    Ich habe mich für die verwitterte Version entschieden.


    Des Weiteren sind mehrere Korrekturen in die Konstruktion des U-Bootes eingeflossen, die alle dokumentiert wurden. Ich verwende die Revision „H“.


    Die Art der Teilenummerierung ist neu für mich und, wie ich finde, ziemlich genial. Die einzelnen Bogen sind mit Buchstaben „durchnummeriert“ und die Teile jedes Bogens beginnen immer wieder mit der Nummer 1. In der Bauanleitung, die aus 11 Seiten besteht, wird dann beispielsweise von A-7R gesprochen, was so viel bedeutet wie: Bogen A, Bauteil 7, rechts (also Steuerbordseite). Siehe folgenden Ausschnitt von Anleitungsseite 1…


    (Bild aus der Anleitung von Kooklik)


    Mit dieser Art der Nummerierung wird automatisch auf den Bogen verwiesen und man könnte sich eine Teileliste sparen. Ich find’s ziemlich genial.


    Genug der Worte, demnächst folgen die ersten Taten…

    Lieben Gruß
    Andreas


    Modellbaubögen und Platinen vom "Bugsier 17/18", Fregatte Klasse 122, Feuerschiff "Fehmarnbelt", Schubverband "THYSSEN II", Schnellboote der Klasse 143A und 148, Forschungsschiff "Poseidon", Pontonanlage, "Neuwerk", Schwimmdock, Lotsenboote und die Leuchttürme Travemünde und Kiel gibt es exklusiv nur hier: www.jabietz.de/shop

  • Hallo Andreas


    Schön, dass Du wieder mit dabei bist! U-Boote sind ja so gar nicht mein Ding. Aber bei DIESEM Modell werde ich dann doch gerne zuschauen. Konnte ich doch das Vorbild in Laboe anlässlich unserer Ostsee-Reise auch selber besichtigen (wo wir uns auch immer noch sehr gerne an die Stadtführung durch Lübeck unter kundiger Leitung erinnern daumen1 ).

    Es gibt nur wenige Modelle, von denen ich das Vorbild je live gesehen habe, das zweite wäre die Vasa lala1

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Freude mit dem Modell und viel Erfolg im Wettbewerb!


    Beste Grüsse

    Peter

  • Hallo Andreas,

    U-Boote sind eine ganz faszinierende Spezies und man sieht sie hier leider viel zu selten. Ich freue mich auf deinen Baubericht

    Viele Grüße

    Gerd

  • Moin Andreas,

    Du erwähnst ein paar "bauliche Veränderungen" an U 995. Ich vermute mal, dass das während der Zeit passiert ist, als es als KAURA für die norwegische Marine unterwegs gewesen ist. (Habe es damals Mitte der 60er Jahre auch mal in Molde gesehen, aber leider nicht fotografiert...)

    Gutes Gelingen wünscht

    Fiete

  • Peter_H : U-Boote sind im Modellbau allgemein nicht oft vertreten. Viele denken vielleicht so wie ich: "Naja, ein bisschen Rumpf, der Turm und fertig. Die wenigen Kleinteile am Turm halten nicht großartig auf". Weit gefehlt, denn auch aus dem Rumpf kann man eine Menge machen. Ich habe gedacht, ich würde die ersten vier Sektionen schneller fertig bekommen, aber dem war nicht so.

    Und ... wir erinnern uns auch immer wieder gerne an euren Besuch in Lübeck. Wir hatten aber auch richtig tolles Wetter an dem Tag.


    Gerd : Ich freue mich auch. Mittlerweile habe ich die vierte Sektion fertig und den Baubericht mit Fotos auch schon vorbereitet. Ich starte damit am Montag, denn nachher geht es übers Wochenende zum Weihnachtsmarkt nach Bremen freu1 .


    Fiete : Stimmt. Ich habe jetzt sogar gelesen (ich finde den Artikel leider nicht wieder), dass U-995 und zwei oder drei andere Boote dieses Typs gar keine Rettungsbehälter mehr bekommen haben. Ich werde mir also ein anderes Vorbild aussuchen müssen. Mal sehen, welches Boot auch noch ein schönes Turmwappen hatte.

    Lieben Gruß
    Andreas


    Modellbaubögen und Platinen vom "Bugsier 17/18", Fregatte Klasse 122, Feuerschiff "Fehmarnbelt", Schubverband "THYSSEN II", Schnellboote der Klasse 143A und 148, Forschungsschiff "Poseidon", Pontonanlage, "Neuwerk", Schwimmdock, Lotsenboote und die Leuchttürme Travemünde und Kiel gibt es exklusiv nur hier: www.jabietz.de/shop

  • Moin Andreas,


    DAS (1:72) ist ja mal ein sehr ungewöhnlicher Karton-Modell-Maßstab!

    Auch auf die Gefahr, Eulen nach Athen zu tragen: "Embleme, Wappen, Mailings deutscher U-Boote 1939 - 1945, von Georg Högel, Köhlers Verlagsgesellschaft mbH Hamburg" da sind sie drin.

    Und, in Laboe erhältlich(?) von Eckard Wetzel: "Der U-Boot-Krieg im Nordmeer", ohne Jahresangabe, im Nebel Verlag GmbH, Utting, beschreibt die Einsätze von U 995.


    Liebe Grüße aus dem Westerwald, 250 m über NN,

    Robert

  • Hallo Andreas,

    Ein tolles Modell hast du da auf der Schneidmatte liegen. freu 2

    Vor ein paar Jahren habe ich das auch gebaut, allerdings mit Inneneinrichtung, bitte hier Klicken


    Zu dem Modell gibt es noch eine Ergänzung, eine offene Torpedoklappe bitte Etwas nach unten Scrollen , sollte der Link nicht funktionieren bitte hier KLICKEN


    Ich wünsche die viel Spass beim Bauen des Modells daumen1 und bin gespannt was du daraus zauberst.

  • Hallo Andreas,


    ein sehr interessantes Modell hast du dir ausgesucht. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Wettbewerb und

    Spaß beim Bau.


    LG

    Thomas

  • Boxer : Vielen Dank für den Hinweis. Das Buch mit dem Emblemen ist bestellt und müsste diese Woche eintreffen. Dann werde ich sehen, welches Wappen mir am besten gefällt. Idealerweise käme es auch von einem U-Boot, welches hier auf der Lübecker Flenderwerft gebaut wurde.


    Suncat : Ja, dein toller Baubericht ist mir sehr wohl bekannt. Eine ähnliche Inneneinrichtung gibt es ja auch von Revell in 1:72 ... das war seinerzeit auch der Anlass für die Anschaffung der Lasercuts, des Downloads und der Planmappe - ich erinnere mich wieder. Nun kann ich die Plastikteile der wunderbaren Inneneinrichtung hier im Wettbewerb natürlich nicht verwenden - aber auch eine Eigenkonstruktion aus Papier wäre mir an dieser Stelle zu aufwändig. Ich will jetzt endlich mal wieder ein "Fremdmodell" zu Ende bauen. Das würde mich vielleicht wieder mehr für meine eigenen Konstruktionen animieren.


    Thomas D. : Vielen Dank - wird schon schief gehen.

    Lieben Gruß
    Andreas


    Modellbaubögen und Platinen vom "Bugsier 17/18", Fregatte Klasse 122, Feuerschiff "Fehmarnbelt", Schubverband "THYSSEN II", Schnellboote der Klasse 143A und 148, Forschungsschiff "Poseidon", Pontonanlage, "Neuwerk", Schwimmdock, Lotsenboote und die Leuchttürme Travemünde und Kiel gibt es exklusiv nur hier: www.jabietz.de/shop

  • Moin Andreas;


    ich habe mal in eine bescheidene Liste reingeschaut.

    Auf der Flenderwerft wurde nicht viele U-Boote gebaut.


    Nach der Bauliste wurden 1940 U-120 und U-121 gebaut.

    1941 folgten die Boote U-85: U-86: U-87;U-88;U-89; U90 und 1943 U-306.


    Man sollte eins von den Gröner Büchern und / oder Marine Forum, bzw. Marine Rundschau zu Rate ziehen.


    Viele Grüße vom südlichen Rande der dänische Südsee

    Arne

  • Moin Arne


    Mir liegen andere Informationen für ein Boot vom Typ VII C/41 vor: http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/VII_C/41

    Lieben Gruß
    Andreas


    Modellbaubögen und Platinen vom "Bugsier 17/18", Fregatte Klasse 122, Feuerschiff "Fehmarnbelt", Schubverband "THYSSEN II", Schnellboote der Klasse 143A und 148, Forschungsschiff "Poseidon", Pontonanlage, "Neuwerk", Schwimmdock, Lotsenboote und die Leuchttürme Travemünde und Kiel gibt es exklusiv nur hier: www.jabietz.de/shop

  • Hallihallo,

    Nach dem Herzog-Werk wurden bei Flender folgende Boote gebaut:

    IIB: U120-U121

    VIIB: U83-U87

    VIIC: U88-U92, U301-U329, U903-U904


    Weitere Boote waren vorgesehen, jedoch nicht gebaut.

    VIIC: U330, U1331-U1350, U1351-U1400, vermerkt als „sistiert“, also eingestellt, bzw. abgebrochen.




    Viele Grüße

    Peter

  • Das würde mich vielleicht wieder mehr für meine eigenen Konstruktionen animieren.

    Den Seehund mit Inneneinrichtung?

    Oder Typ VII mit Inneneinrichtung?

    Oder Typ IX mit Inneneinrichtung?

    Bestell ich alle drei hüpf1

    Wobei alleine der Seehund mit Inneneinrichtung schon ein Knaller wäre. :love:


    Jetzt erstmal viel Spass mit dem Modell.