Kreuzer RN Quarto skaliert auf 1:250 Modelik

  • Hallo Freunde des gefalteten Kartons,

    drei Messetermine stehen in diesem Jahr noch an und im Januar wartet die ZAMMA und noch kein Messemodell! Das muß sich ändern. Damit die Besucher nicht mit dem Spantenaufbau gelangweilt werden, bereite ich, wie immer, das Modell etwas vor. Der Baubericht wird natürlich nur schubweise voran gehen, wie eben so die Messetermine fallen.

    Aber was soll ich bauen? Zu kompliziert darf es nicht sein und auch nicht zu umfangreich, es soll ja nicht am Sankt Nimmerleinstag fertiggestellt werden und meine Restlaufzeit ist sicher auch begrenzt. Da reizt mich ein Thema, das kartonal eher unterbelichtet ist. Die Kontrahenten Kakanien und Italien im WK I. Einen kuk Rapidkreuzer habe ich schon gebaut und es gibt tatsächlich den italienischen Kontrahenten, den Quarto. Der Verlag Modelik bezeichnet ihn allerdings konsequent als "Quatro" zum Glück hat sich dieser Fehler nicht bis auf die Bordwand durchgezogen, dort steht der korrekte Schiffsname.



    Der Bogen besteht aus 12 Bögen, die ich von 1:200 auf 1:250 herunterskaliere. Wie sich das größenmäßig auswirkt möge dieser Vergleich eines Originalbogens mit der skalierten Version zeigen..



    und einer recht knappen Bauanleitung.



    Nun zum Schiff. Der Quarto gilt als bester italienischer Kreuzer des WK I. Er war mit 28 Knoten etwas schneller als sein österreichischer Kontrahent und mit den 12cm Geschützen stärker bewaffnet. Daß das Schiff so wenig bekannt ist, liegt vielleicht daran, daß es zu keiner Kampfbegegnung zwischen Rapidkreuzern und Scout Kreuzern kam. Auch war der Quarto an keiner spektakulären Unternehmung beteiligt.

  • Servus Kurt,


    du verwirklichst einen Traum von mir.

    Der Kreuzer steht schon lange auf Auftragsliste meiner Werft.

    Der gleichnamige Zerstörer ist in der österreichischen Marineliteratur wesentlich besser bekannt.


    Gutes Gelingen und viel Spaß auf der Zamma.


    Liebe Grüße


    Wiwo

  • Moin Kurt

    Das ist schon ein gewaltiger Größenunterschied, aber wie ich dich kenne, wird es kein Problem sein.


    viel Spaß


    Otto

  • Hallo Kurt,

    ich habe ja auch ein paar Modeliks auf 1:250 geschrumpft und damit immer sehr gute Erfahrungen gemacht, weil diese Modelle nicht mit allerkleinsten Teilen daher kommen. Für das nächste Jahr kann ich dir schon mal die Elbing ans Herz legen, auch ein nettes Modell. grins 3

    Ich bin auf deinen baubericht gespannt.

    Viele Grüße

    Gerd

  • Hallo Wolfgang,

    mit Deinem Interesse hatte ich schon heimlich spekuliert.

    Hallo Otto,

    das wird keine Probleme geben, ich habe schon einige Modelle auf 1:250 geschrumpft.

    Hallo Gerd,

    ich habe bereits die Tsingtau auf 1:250 geschrumpft, ich stimme Dir zu, daß sich die Bögen von Modelik sehr gut dazu eignen. Bei mir im Stapel liegt auch die Elbing, aber sie konkurriert mit einen großen Stapel anderer schöner Bögen, die alle dringend gebaut werden wollen engel1

    LG

    Kurt

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    Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man überhaupt eine hat.

    (Heinrich Heine)

  • Hallo Thomas,

    schön Dich dabei zu haben. Das Schiff ist nach dem Prinzip "Länge läuft" entworfen.

    LG

    Kurt

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  • Nun soll es aber los gehen. Die auf dünnem Papier gedruckten Spanten werden auf Graukarton geklebt.



    Um den Mittelspant richtig auszurichten, klebe ich am Bug und Heck jeweils einen Querspant ein. Das Modell hat die in Osteuropa übliche geringe Spantenzahl, was aber der Verstärkung der Decks wegen kein Problem darstellt.



    Und wir haben sogar einen Stringer.


  • Auf die Spanten kommt der ebenfalls mit Graukarton zu verstärkende Decksunterbau.




    Das Backdeck ist in Whalbackform ausgeführt. Daher bekommt es noch einen zusätzlichen Unterbau.


  • Hallo Wolfgang,

    mal sehen, wie es mit den Bordwänden klappt, das werde ich aber erst auf der IPMS Messe in Houten am 25.11. ausprobieren,

    Hallo Günter,

    was man so braucht, hat der Bogen wohl an Bord, es ist keine Nacktvorstellung, somit muß ich auch wohl nichts selber basteln.

    LG

    Kurt

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    (Heinrich Heine)

  • We gesagt, keine Nacktvorstellung, die Abschlußwand beim Deckssprung hat Schotts zum Aufdoppeln.



    Und nun kommt das Linoleumdeck drauf.



    Man sieht jetzt schon recht deutlich, daß es ein schnittiges Schiff wird.


  • Mit der Farbe der Bordwände war ich nicht zufrieden. Sie waren zu dunkel und gingen mir zu sehr in einen grünlichen Ton. Ich hatte sie in der allerbesten Qualität ausgedruckt. Ein neuer Ausdruck lediglich in hoher Qualität stellte mich von den Farben her eher zufrieden.



    Auf der Back werden die Ankerklüsen plastisch gemacht,



    An die Trennwand kommen zwei Spinde, auch hier sind die Türen aufgedoppelt.



    Und nun wird das Modell bis zum 25.11. zur Seite gestellt.

  • Vorbereitung auf das Messe-Wochenende. Es ist eine gefühlte Unmenge an Bullauchen auszustanzen und zu verglasen.


  • Ich gehe bei der Beplankung nicht nach der Nummernfolge der Bauteile vor. Das Mittelstück der Bordwand weist eine Überlänge auf und soll in der Reihenfolge als zweites Teil angeklebt werden, was natürlich totaler Schwachsinn ist.

    Es geht somit mit der Bugsektion los. Referenzpunkt ist der Decksspung.



    Der Popo.



    Dann füge ich das Mittelteil ein. Ich habe die Bordwandsegmente an den Stoßpunkten mit Klebelaschen unterlegt. Es passt eigentlich gut, doch habe ich bei den Bordwänden fast 2mm Überstand in der Höhe, den ich mit den Skalpell abtrenne. Da ich das Modell herunterskaliert habe, muß ich natürlich hinsichtlich der Passgenauigkeit tolerant sein, es kann ja am Scanner liegen. Dieser große Überstand scheint mir aber doch überraschend. In der Bauanleitung steht, daß die Spantenteile mit Karton einer Stärke von 0,8-1mm zu verstärken seien. Ich verwende Graukarton einer Stärke von ca. 0,6mm. Das dürfte eigentlich hinkommen und hat in der Vergangenheit immer gut geklappt. Wer das Modell nachbaut, sollte daher für die Grundplatte und die Decks dickeren Karton verwenden, nicht aber bei den Spanten für die Aufbauten, da kommt es mit dem Graukarton richtig hin.

  • Wieder ein Spantengerüst. Eine Stellprobe. Hier kommt die Höhe einwandfrei hin.



    Und dann noch einmal mit aufgeklebtem Deck.


  • Der Aufbau hat zum Deckssprung hin eine Nische, vor der eine Stütze steht. Hier sieht man einen kapitalen Fehler des Bogens, die aufzudoppelnden Schotts haben alle die Scharniere auf der rechten Seite, was bei den Schotts an der Backbordseite schlicht falsch ist.



    Lässt sich leider nicht ändern, somit auf das Deck damit.


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