H.M.S.-Victorious Oriel-Verlag reskaliert auf 1:250

  • Hallo zusammen,


    leider hatte eine Krankheit den Neuanschnitt eines Bogens verzögert. Ich habe mich für die „H.M.S.-Victorious“ aus dem Oriel-Verlag entschieden. Der Bogen ist im Maßstab 1:200 erhältlich. Ich möchte ihn aber in 1:250 bauen, da ich alle meine gebauten Modelle in der Größe vergleichen möchte.

    Das heißt, alle verbauten Kartonteile werden eingescannt und auf 80% ausgedruckt sein. Die einheitliche Größe meiner Modelle ist mir wichtiger, als Qualitätsunterschiede beim Ausdruck.


    Bild 1: Die Victorious aus dem Oriel-Verlag soll es sein, aber in 1:250


    Nun hatte ich bei meinem letzten Flugzeugträgerbau (H.M.S-Ark Royal) alle Flugzeuge vorab gebaut und hinterher passte das Modell leider nicht. Die Flugzeuge hatte ich damals umsonst gebaut. Diesen Fehler werde ich diesmal nicht machen. Aber in den Fingern gejuckt hat es mich schon. So habe ich vorab einmal einer reskalierte Buccaneer gebaut.


    Bilder 2 und 3: Eine vorab gebaute Buccaneer


    Doch zurück zum Träger. Ich musste einen Weg finden, um nachzuprüfen, ob die Reskalierung korrekt durchgeführt worden ist. Dazu habe ich auf jeden Originalbogen außerhalb der Teile einen Strich von 10 cm aufgezeichnet. Nach der Reskalierung sollte der Strich genau 8 cm lang sein.


    Bild 4: Genauigkeit der Reskalierung überprüfen


    Es gibt zwar durch das Zeichnen und Abmessen immer noch Ungenauigkeiten, doch denke ich sollten diese tolerabel sein.

    Und noch eine Herausforderung gibt es zu meistern. Der Bogen hat zwar eine Bauzusammenfassung in (schlechtem) Deutsch, jedoch sind die lokalen Hinweise immer in russischer Sprache gehalten.

    Hier hat mir auf meinem Handy der GoogleÜbersetzer zusammen mit der Handy-Kamera wertvolle Dienste geleistet. Auf dem Display wurden dann alle Begriffe online in Deutsch angezeigt.


    Bilder 5 und 6: Der Google-Übersetzer leistet wertvolle Dienste


    Er kennt selbst Begriffe wie backboard und steuerboard.

    Ich werde das Modell als Wasserlinienmodell bauen. Dazu habe ich zuerst das „Wasserliniendeck“ ausgeschnitten. Das Modell ließe sich aber auch als Vollrumpfmodell bauen.

    Im Original hat das Wasserliniendeck eine Dicke von 2 mm. Reskaliert brauchte ich das Wasserliniendeck nur noch auf eine Dicke von 1,6 mm zu bringen.

    Ich hatte mir Bristolkarton in einer Dicke von 0,5 mm besorgt. Den reskalierten Ausdruck hatte ich auf 160 gr. Karton gemacht. Ich habe den Ausdruck mit Sprühkleber auf den Bristolkarton aufgeklebt und dann ausgeschnitten.


    Bild 7: Das „Wasserliniendeck“ ist schon einmal als ein Kartonstück auf Bristolkarton aufgeklebt


    Jetzt brauchte ich das Wasserliniendeck nach dem Aufkleben nur zweimal noch auf den Bristolkarton mit Sprühkleber aufzukleben und wieder auszuschneiden. Dann hatte ich meine benötigte Dicke.


    Bild 8: Das „Wasserliniendeck“ wird in der richtigen Dicke auf ein Brett aufgeklebt


    Eine Dicke von 1,6 mm gibt auch später für das Anbringen der Bordwände ausreichend Klebefläche. Noch erkennt man nicht, wo Bug und Heck sind, das wird sich aber schnell ändern.

    Das wärs erst einmal mit dem ersten Schritt der „Kiellegung“.


    Gruß Axel


  • Moin Axel

    Da wünsche ich dir dochalles Gute zm Bau deines neuen Modells. Ich hatte das Modell auch schon im Plan, aber ich werde keine Träger mehr bauen.


    viel Spaß

    Otto

  • Hallo Axel,

    das ist ein ehrgeiziges Projekt für das ich Dir gutes Gelingen und viel Spaß wünsche.

    LG

    Kurt

    32907-die-kartonmodellbauer-signatur-1-jpg
    Meine Untaten


    Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man überhaupt eine hat.

    (Heinrich Heine)

  • Hallo Axel


    bei den Längs & Querspanten spielt der Skalierungsfaktor 0.8 keine Rolle bezüglich der Dicke.

    Bristolkarton mit einer Dicke über 1mm zu schneiden ist kein Spass, da ist Buchbinderkarton eine gute Alternative.

    Viel Vergnügen mit dem alten Engländer ....

    LG KaEm

    viderimus nil posse creari de nihilo

    oder

    Wie soll ich wissen was ich denke bevor ich höre was ich sage

  • Moritzleo : Hallo Otto, vielen Dank. Ich finde Flugzeugträger sind die interessantesten grauen Schiffe. Sofern ich die Victorious hinbekomme, wird es sicherlich nicht mein letzter Flugzeugträger sein.

    Kurt: Wieviele Jahre erzähle ich nun schon, dass ich diesen Träger bauen will? Ich denke, es wird sich, wie bei der Ark Royal auch, an der Bordwand entscheiden, ob ich den Träger hinbekomme.

    Klueni: Hallo Tommi, ja die Ark Royal und die Victorious hatte ich als Jugendlicher auch von Airfix. Jedoch im Maßstab 1:720.

    KaEm_DKmB: Hallo, na so ganz stimmt deine Rechnung nicht. Beispielsweise hängt die Länge eines Querspants schon davon ab, wie dick ich den Mittelspant mache. Bei der Dicke der Querspanten gebe ich dir Recht.
    Ich benutze Bristol-Karton mit einer Dicke von 0,5 mm. Bei Bodenplatte und Längsspant brauche ich schon drei Lagen hiervon. Diese verklebe ich mit Sprühkleber. Das geht völlig wellenfrei. Aber um den Längsspant auszuschneiden und in der richtigen Dicke zu verkleben, da habe ich schon einen Abend für gebraucht.


    Gruß Axel

  • Beispielsweise hängt die Länge eines Querspants schon davon ab, wie dick ich den Mittelspant mache

    Ich meine, die Dicke des Mittelspant beeinflusst nur die Breite des Schlitzes im Querspant, nicht aber dessen Länge.


    Gruß

    Roland

  • allo zusammen,

    Heute habe ich mich um den Mittelspant gekümmert. Allein das Aufkleben auf die vorgesehene Dicke war ein tagesfüllendes Programm.


    Bild 1: Der fertige Mittelspant


    An diesem Spant sind zwei Dinge sichtbar. Der große Ausschnitt in der Mitte ist der Ausschnitt für den Hangar. Ich beabsichtige den Hangar in der Rumpfmitte einzubauen.

    Dann fehlen die Schlitze für die Mittelspanten. Das hat folgenden Grund:

    Aus dem Bogen, so wie er angeboten wird, kann man ein Vollrumpfmodell bauen. Ich baue „nur“ ein Wasserlinienmodell. Das unterste Deck (meine Grundplatte) ist das Wasserliniendeck. Das heisst, der Mittelspant ist eh schon einmal nicht so hoch. Nur die Schlitze für die Querspanten gehen hier tiefer als das Wasserliniendeck. Das heisst, ich müsste wenn ich die Schlitze für die Querspanten ausschneiden wollte, den Mittelspant mehrfach durchschneiden und unterteilen. Das wollte ich aus Stabilitätsgründen nicht. Ich werde die Querspanten in der Mitte unterteilen.


    Bild 2: Der Mittelspant auf dem Wasserliniendeck


    Als nächsten Schritt werde ich im Hangarbereich die Querspanten erst einseitig einbauen. Dann den Hangar von der anderen Seite hineinschieben und dann die Querspanten von der anderen Seite an den Hangar setzen. So mein Plan.


    Gruß Axel

  • Moin Axel,

    viel Spaß und Erfolg mit diesem Projekt. Ich freue mich auf Deinen Bericht-

    Jochen

  • Flens: Hallo Jochen, ich hoffe, ich werde hier wie bei der Ark Royal nicht wieder Schiffbruch erleiden, wo hinterher an der Bordwand nichts mehr passte.


    Hallo zusammen,


    In der letzten Woche war ich ausschließlich damit beschäftigt, Spanten auszuschneiden und auf die richtige Dicke zu bringen. Bei einem Schiff dieser Größe kann das ein wenig dauern. Dafür habe ich die Querspanten im Mittschiffbereich schon gesetzt.


    Bild 1: Die Querspanten im Mittschiffbereich sind gesetzt


    Als nächste Schritte muss ich die Querspanten im Bug- und Heckbereich komplettieren. Danach kann ich das nächste Deck einziehen. Auf dieses Deck kommt dann der Hangar.


    Gruß Axel

  • Klueni: Hallo Tommi,

    Da ich das Modell von 1:200 auf 1:250 reskaliere, wird es für 1:250 definitiv keinen Spantensatz geben. Aber auch in 1:200 ist mir kein Spantensatz bekannt. Da muss ich jetzt durch.

    petcarli: Hallo Fritz,

    Ja bei Flugzeugträgern ist die Spantenkonstruktion etwas aufwändiger. Das wird mich noch etwas beschäftigen.

    Die Querspanten im Bugbereich habe ich fertig. Die Bilder gibt es morgen.

    Gruß Axel

  • Hallo zusammen,


    mit etwas Verspätung die Bilder vom Baufortschritt. Das Querspantengerüst im Bugbereich ist fertiggestellt.


    Bilder 1 bis 3: Querspanten im Bugbereich


    Ich will aber auch nicht unerwähnt lassen, dass es jetzt schon im Spantengerüst Passprobleme gibt.

    Etwa jeder 8. Querspant ist zu lang und ragt seitlich über die Grundplatte hinaus. Eine Anpassung ist leicht gemacht.

    Bei Querspant 3 zeigt sich aber auch, dass dieser in der Höhe zu kurz ist.


    Bild 4: Der Querspant 3 ist in der Höhe zu kurz


    Ich habe längere Zeit verglichen und nachgemessen. Könnte es an der Reskalierung liegen?

    Ein Nachmessen der Originalteile hat aber bereits ergeben, dass die Ursache der Passungenauigkeit bereits hier liegt. Meine Reskalierung stimmt von den Maßen her!

    Hier kann man noch leicht Anpassungen durchführen, aber wie soll das einmal aussehen, wenn die Bordwand draufkommt? Dann bleiben mir nur noch wenige und aufwendige Möglichkeiten.

    Als nächstes nehme ich mir einmal die Querspanten im Heckbereich vor.


    Gruß Axel

  • Moin Axel,

    Bei Querspant 3 zeigt sich aber auch, dass dieser in der Höhe zu kurz ist.

    Schau dir den Spant lieber nochmal an. Der ist zwar zu kurz, aber nicht nach unten wie du ihn eingebaut hast, sondern nach oben hin! So passt der Stringer nicht:



    mfg

    Johannes

  • Hallo Johannes,

    ich habs mir noch einmal angeschaut. Du hast Recht und ich habe es jetzt korrigiert.

    Vielen Dank.



    Das kommt davon, wenn man meistens den Blick von oben hat.


    Gruß Axel

  • Hallo zusammen,


    als nächste Teile habe ich die Heckspanten eingesetzt.


    Bild 1: Die Heckspanten sind soweit dran


    Anbei noch die Gesamtsicht. Man sieht, an Bug und Heck sind die Querspanten soweit eingesetzt. Nur in der Mitte ist noch ein relativ leerer Raum. Hier kommt in Kürze der Hangar hin.


    Bilder 2 und 3: Gesamtansicht


    Was sind die nächsten Schritte? Als nächstes wird das nächst höhere Deck aufgeklebt. Danach kann ich dann den Hangar aufsetzen und an der Seite die Querspanten hochziehen.


    Bilder 4 und 5: Das nächst höhere Deck ist zum Einbau bereit


    Gruß Axel

  • Hallo zusammen,


    Im nächsten Schritt habe ich das nächste Deck in das Spantengerüst eingezogen. Es passte überraschend gut.


    Bilder 1 bis 3: Das nächste Deck ist drauf


    Das Deck bildet Mittschiffs eine plane Fläche, die ich für den Hangar benötige. Der Hangar ist ein langer kastenförmiger Körper mit Öffnungen an beiden Enden. Ich kann mir vorstellen, dass später beim Lift in der unteren Position der Hangarboden gut sichtbar ist.


    Bilder 4 bis 5: Der Hangar ist auf dem Deck positioniert worden

    Nach dem Aufsetzen des Hangars kann ich aber auch die Querspanten im Hangarbereich anbringen.

    Hier hat wirklich alles sauber gepasst. Jetzt kann auch das nächst höhere Deck eingesetzt werden.


    Bild 6: Das nächst höhere Deck ist schon einmal aus seinen Einzelteilen zusammengeklebt


    Ich habe das nächst höhere Deck bereit aus seinen einzelnen Teilen zu einem Gesamtteil zusammengeklebt. Es muss jetzt nur noch auf die richtige Stärke gebracht werden.


    Urlaubsbedingt wird der Folgebericht erst in zwei Wochen kommen.


    Gruß Axel



  • Moin Axel,


    das ist ja wirklich ein sehr umfangreiches und komplexes Spantengerüst. Aber akribisches Arbeiten hier lohnt sich, denn wenn's untenrum passt, wird es außen- und obenrum ebenfalls hinhauen ! ja 2


    lg.

    Tommi

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