Schmalspur Diesellok V29

  • Nach der "großen" Dampflok wird es nun wieder etwas beschaulicher. Ein Wunsch aus dem Forum deckt sich 100% mit meiner nächsten Idee... der V29 einer kleinen Drehgestell Diesellok aus den 1950er Jahren, von Jung in einigen Exemplaren für Kleinbahnen gebaut. Hauptsächlich bekannt sind die drei Maschinen, die von der DB als Ersatz für die Dampfloks auf den süddeutschen Meterspurstrecken beschafft wurden. Der Aufbau ist so einfach wie genial. Im Grunde wie eine Köf II azufgebaut wurden 2 Triebdrehgestelle kurzgekuppelt und auf den Drehpunkt ein mittiges Führerhaus aufgesetzt. Auch beim Motor hatte man keine Experimente gemacht, in der Lok sind 2 Stück der luftgekühlten KHD 8-Zylinder mit ca. 140 PS am Werke...
    Die Loks bewährten sich nach Kinderkrankheiten gut, und wurden immer wieder herumgereicht. Zwei Maschinen kamen aus der Pfalz letztendlich zur Walhallabahn, wo sie letztendlich mit Betriebseinstellung ausgemustert und leider verschrottet wurden. Der verbliebenen Maschine erging es besser, sie kam zur MEG (nun schließt sich auch der Kreis zu meinen MEG Modellen frech 1 ) und nach Betriebseinstellung über die DGEG zur DEV nach Bruchhausen Vilsen. Dort ist sie betriebsfähig erhalten.

    Eine sehr ähnliche Lok wurde von Jung an die Kreisbahn Emden-Pewsum-Greetsiel geliefert, optisch etwas anders und mit geändertem Antrieb, damit sie die geforderten 55 km/h erreichen konnte. Auch diese Lok ist leider nicht mehr vorhanden.


    Nach so viel Vorrede (ich finde die Loks aber auch so interessant!!!) geht es nun sehr langsam los. Erstmal baue ich wieder ein Mockup um die Grundformen richtig hin zu bekommen.
    Das Führerhaus ist noch recht leicht (bekommt aber auch dann noch eine schöne Inneneinrichtung!)



    Die Vorbauten sahen nach den ersten Zeichnungen die ich hatte noch viel einfacher aus, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

    In jedem Fall muss erstmal eine Art Gerüst her, aud das die Außenhaut gezogen werden kann. Hier könnt ihr schon sehen, daß die Ecken der Aufbauten fast überall gerundet sind.



    Das wird an der spitz zulaufenden und zusätzlich nach vorn abfallenden Nase deutlich und erfordert etwas mehr Arbeit bei den Anschlüssen an die Wände.

    Weiteres Erschwernis ist die gerundete Front, die natürlich nachgebaut wird. Aber ich denke das bekomme ich hin.



    Hier der aktuelle Stand, es geht nun daran, die Abwicklung der Rundungen zu machen.



    Das Schöne ist daran, dass die beiden Drehgestelle bis auf ein paar Anbauten unter dem Rahmen identisch sind.


    Ich hoffe, ich kann euch bald mehr zeigen.

  • Moin Gunnar,


    das ist ja mal wieder so ein seltener, aber "habenswerter" Vogel.

    Tolle Vorbildauswahl. Wie ich an anderer Stelle schon einmal

    angemerkt habe, hier noch einmal ein Vorschlag für den Fall,

    dass Du mal wieder einen Waggon bauen möchtest:


    Der preuss PwG. Da gibt es Musterzeichnungen und

    Unterlagen ohne Ende - nur leider kein Kartonmodell.


    Jetzt bleibe ich aber ersteinmal bei dieser "Kleinen" hängen.


    Peter

  • Absolut richtig, Michi!


    Ich denke bei der KOK wird sie dann nicht mehr so zügig unterwegs gewesen sein... grins 2

    Leider währte ihr Leben dort auch nicht mehr lange.


    @ Peter:
    Ja, der Pwg ist interessant, ich hatte dazu schon mal Material gesammelt, war aber nicht sehr weit gediehen. Aber es ist im Hinterkopf.

  • Super Super Super freu 2 freu 2 freu 2

    Wird wieder ein Hingucker in Deiner doch schon grßen Modellpalette klasse1

  • Heute nur ein Bild. Die eine Hälfte der Haube ist beklebt, morgen geht es ans zerlegen und ins Reine zeichnen.



    Wenn das erledigt ist, sollte das Meiste dann leichter gehen.

  • Endlich geht es ein bisschen weiter an der V29. Hatte leider so gut wie keine Zeit übrig.


    Der Unterbau wurde nochmal ins Reine gezeichnet und auch die Plätze für die Versteifungen markiert.



    Dann kam das Vorderteil der Nase dran. Nach zerschneiden der ersten Version und Nachzeichnen habe ich nun ein Teil, das gut passen sollte.

    Ich hoffe, man erkennt auch die sehr kleinen Einschnitte an der Spitze. Dadurch ergibt sich fast automatisch die gewünschte Wölbung an der Stirn.



    Die Spitzen werden über einen kleinen Stab gerollt passend geformt und dann mit 80g Papier Streifchen hinterklebt.




    Von hinten muss es ja nicht hübsch aussehen. Es sei denn man möchte die Haube geöffnet bauen. Aber einen Motor habe ich nicht gezeichnet!

  • Hier dann das Ergebnis der Haube, auch schon mit einigen gezeichneten Zurüstteilen wie den Lüftern.

    Das Aufdoppeln der Türchen hat, finde ich einen tollen Effekt und Lohnt sich immer!




    Wie ihr seht, gibt es schon eine grobe Zeichnung vom Fahrwerk. Es ist dann das Nächste das entworfen wird.

    Dann geht es schon in den Rein-Bau.

  • So, Vorgeplänkel vorbei - es wird ernst!


    Nach den Mockups wird nun das richtige Modell gebaut. Dieses Mal von unten nach oben zwinker2


    Also geht es mit den Rädern los. Die Jung Loks hatten keine Speichenräder, die Radscheiben sind 6 fach gelocht.

    Die Räder bestehen aus drei Scheiben, die Löcher habe ich mit einer Lochzange gestanzt, das ging ganz gut, Der Radkörper ist mit 1,5mm Finnpappe aufgedoppelt, der Spurkranz mit o.6mm Graupappe.



    Die Loks haben einen Außenrahmen, zwischen den Rädern befinden sich die Getriebe, diese habe ich mit einem Innenrahmen imitiert.




    Außen drum kommt dann der Außenrahmen, dieser ist mit Graupappe verstärkt. Hier die ganzen Fahrwekrteile, noch ohne jegliche "Deko".



    Die Innenrahmen hatte ich nochmal gebaut, in der Zeichnung hatte ich etwas verschoben kratz1



    Geht gleich noch etwas weiter...

  • Die Achslagerblenden werden aus mehreren Ebenen mit Verstärkungen aus dicker Pappe gebaut.

    Die Kanten mit feinem Pinsel und grauer Farbe eingefärbt.



    Nun kommt erstmal der Innenrahmen mit den Rädern unter den Flachrahmen, anschließend der Außenrahmen darum.



    Dann die Achslagerblenden anbauen.



    Nun noch die zwei Kästen an den Rahmen anbringen.


     


    Die Pufferbohle ist auch schon angeklebt. Als Nächstes kommen die Sandkästen, Ferderpakete, der Puffer und noch ein paar Kleinteile an das Drehgestell.

    Das Meiste ist schon gezeichnet und gedruckt.


    Danach geht es mit dem anderen Drehgestell weiter, dort sind ein anderer Kasten und ein Druckluftkessel unter dem Rahmen. Interessant, bei der Lok ist jede Drehgestell Seite anders!


    Also, bald geht es weiter...