Schleuderschiff Bussard 1:250 JSC

  • Hallo Freunde des gefalteten Kartons.

    "Flieger grüß mir die Sonne", das galt bei der Kriegsmarine nur recht eingeschränkt. Es gab keine Marineflieger, auch das Personal für Bordflugzeuge gehörte der Luftwaffe an. Pläne für Flugzeugträger gab es zwar, doch wurde diese nicht mehr realisiert bzw. blieben in der Bauphase stecken.

    Da die Reichweite von Flugbooten begrenzt war, verfiel man auf die Lösung, den Seeaufklärern mit Katapultschiffen mehr Aktionsradius zu verschaffen. Die Schiffe hatten Kerosin zum Betanken an Bord und konnten bis zu drei Flugboote aufnehmen. Man findet diese Schiffe nicht in der Liste der Deutschen Kriegsschiffe, da diese der Luftwaffe zugeordnet waren.

    Der Bogen von JSC erlaubt den Bau der großen Schleuderschiffe Sperber und Bussard. Die Unterschiede sind bis auf die Fla-Bewaffnung gering. Somit besteht der Bogen fast völlig aus identischen Teilen. Wie bei JSC üblich, gibt es feine Grafik, die aber sehr empfindlich reagiert und einen recht dicken Modellkarton.



    Es gibt auch einen LC-Satz, der einige nützliche Teile enthält, aber wieder Reling noch Niedergänge. Diese Politik ist mir nicht verständlich, da gerade Reling und Niedergänge sehr zum optischen Eindruck eines Modells beitragen.



    Auf dünnerem Karton gibt es noch Teile für drei BV 138 C-1 Flugboote. Davon können zwei in Winterbemalung gebaut werden. Diese Dreimotorer sahen zwar etwas ungewöhnlich aus, waren aber sehr erfolgreiche Baumuster



    Die Bussard überlebte den Krieg und war Teil von Trumans Kriegsbeute. Nachdem man sich dort mit der Katapulttechnik vertraut gemacht hatte, wurde das Schiff 1947 nach Belgien verkauft, wo es zum Saugbagger umgebaut wurde.

  • Servus Kurt,


    FP1 antwortet also doch! flieger 1

    Der Baubericht von unserem Tronjer wird dir da eine gute Hilfe sein um die Ecken und Kanten, als auch die Ösen und Haken des Bogens zu meistern.

    Und bei der BV138 ist sein Kurzbaubericht Pflichtlektüre.


    Ich bin gespannt wie es dir gehen wird.


    Liebe Grüße


    Wiwo


    Nachtrag: Sichere den Bogen mit den Flugzeugteilen mit einem Schutzspray, da der Druck sonst beim formen der Teile bröselt.


    Wiwo

  • Moin Kurt,


    das ist ein sehr interessantes Schiff, das ich auch in meiner kleinen Sammlung habe.

    Ich bin sehr auf Deine Version gespant. Vor allem auch die faszinierenden "Fliegenden Holzschuhe" von Blohm & Voss ! freu 2


    lg.

    Tommi


    PS:

    Mal sehen, was Du zeigst. Ich guck nämlich schon länger nach einem kleinen Nachfolger des Z-39.....Ich würde vielleicht den Bogen dann auf 1:200 hochskalieren und auf HMV-Karton ausdrucken..... denk1 Vor hüpf1 allem hat der "Purche" nur 3 x Zwozentimeter Flak....

  • Hallo Otto,

    schön Dich dabei zu haben.

    Hallo Wolfgang, Danke für den Tipp. An welche Art Schutzspray denkst Du, farbloser Mattlack?

    Hallo Thomas,

    da der Karton suboptimal ist und die Druckfarbe an den Kanten bricht, ist das Umkopieren auf HMV Karton eine gute Option. Besser noch wäre der Karton von Jabietz, den gibt es blanko in seinen Shop.

    LG

    Kurt

  • Hallo Kurt,

    ein interessantes Modell. Das habe ich auch im Fundus und werde deshalb deinen Bericht

    gerne verfolgen.

    l.G.Günther

  • Wie immer bei JSC die Überraschung wie das Spantengerüst konstruiert ist. Hier fangen wir mit einem nach unten offenen Kasten an, der auch gleichzeitig das Heckteil darstellt.



    Er wird nach vorne um das Bugteil ergänzt.


  • In dieses Konstrukt werden von unten einige wenige Spanten eingesetzt. Es gilt aufzupassen, da einzelne Spanten für den Bussard und andere für den Falken bestimmt sind.



    Danach haben wir einen nach unten offenen Korpus, der offenbar schon die Kontur des Schiffsrumpfs darstellt.


  • Die Teile werden miteinander verbunden und somit steht der Rumpf als "Weißmodell". Es wird also eine Doppelbeplankung der Bordwände geben, was der ganzen Sache, auch aufgrund des dicken Modellkartons, ausreichende Stabilität verleihen wird.



    Damit das Backteil gut aufliegt, lasse ich die Sache beschwert über Nacht trocknen. Die Unterkonstruktion erscheint praktikabel. Allerdings hat diese Konstruktionsweise eine hohe Fehleranfälligkeit. Wer nicht sehr genau arbeitet, wird bei der Beplankung Probleme bekommen. Überdies führt das Fehlen von Spanten und Stringern im Bugbereich dazu, daß dieser nicht genau dem Vorbild entsprechen wird.


  • Hallo Kurt,

    die vielgescholtene Spantenkonstruktion von JSC fand ich eigentlich in den verschiedensten Spielarten, gar nicht so verkehrt. Der Rumpf sieht doch schon mal sehr gut aus.

    Viele Grüße

    Gerd

  • Moin Kurt,


    diese Bauweise, zwar schon öfters gesehen, hab ich selbst noch nie ausprobiert.

    Ich glaube, ich würde dem Rumpf wenigstens eine Bodenplatte spendieren. D.h., Weissrumpf unten mit Uhu-schwarz versehen, satt auf Leerkarton kleben, leicht beschwert trocknen lassen und rundum alles, was nicht nach Rumpf aussieht, wegschnippeln.


    lg.

    Tommi

  • Hallo Gerd,

    die Konstruktionsweisen sind sehr ungewohnt und haben Vor- und Nachteile. Hier ist ein eindeutiger Nachteil die Fehleranfälligkeit der Konstruktion verbunden mit höherem Arbeitsaufwand. Die geringe Zahl von Spanten führt auch dazu, daß die Rumpfform recht einfach ausfällt gegenüber dem komplexen Vorbild.

    Hallo Thomas,

    daran hatte ich zuerst auch gedacht. Die nach unten offene Bauweise erweist sich aber beim Anbringen der Bordwände als vorteilhaft.

    LG

    Kurt

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    Meine Untaten


    Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man überhaupt eine hat.

    (Heinrich Heine)

  • Nun kommen die Bordwände dran, die natürlich verglast werden. Zum Zusammenführen der Wände in der Bugsektion gibt es Klebelaschen auf dem auf dünnerem Papier gedruckten Bogen.



    Das Anbringen der Bordwände ist dann überraschend einfach. Hilfreich ist dabei, daß man durch die offene Bauweise von der Gegenseite Druck ausüben kann und so die Wände schön glatt anliegend hinbekommt.



  • Nun steht das Mooringdeck an..



    Die Teile für die Innenverkleidung der Schanz sind auch im LC-Satz enthalten. Ich greife aber lieber auf die Bogenteile zurück, da sie farblich besser passen als angemalte LC-Teile.

    Überdies berücksichtigen die LC-Teile die Versauflöcher nicht. Man bekommt sie tatsächlich deckungsgleich hin, ansonsten passt die Innenverkleidung nur mangelhaft. Da müssen Pinsel und Farbe ran.


  • Ein dickes Stützelement. Die seitlichen Träger sind auch im LC-Satz enthalten. Auch hier verzichte ich aus den vorgenannten Gründen.



    Die Stellräder sind im LC-Satz enthalten.



    Der Bogen enthält keinerlei Poller (das gleiche Problem wie bei der Ievoli Black). Ich bastele daher Ersatz aus Evergreen Profilen und Abfallkarton.



    Mir ist es völlig unverständlich, daß der Verlag auf die Elemente völlig verzichtet, die dem Modell doch erst Tiefe verleihen.

  • Bei den Kabeltrommeln greife ich auf LC-Überschüsse aus meinem Fundus zurück. Die Spulenkerne belege ich mit Garn. Erst später habe ich gesehen, daß der LC-Satz Teile für die Kabeltrommeln enthält.



    Das fertige Mooringdeck. Die Anker stammen aus dem LC-Satz.


  • Hallo Jan,

    das mag sein, aber man hätte sich bei der 1:250 Version dann auch etwas mehr Mühe mit Zusatzteilen geben können.

    LG

    Kurt


    Und das ist das Poopdeck. Es wird mit der mittigen Verstärkung in die Bordwände eingesetzt.



    Bei den Bordwänden gibt es teilweise einen Überstand, der gewollt ist. Ich färbe die Ränder vorsichtshalber grau ein.


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