Fregatte "BRAUNSCHWEIG" F 225 Möwe-Verlag 1 : 250

  • Fregatte Braunschweig F 225



    Diese elegante Fregatte mit ihrer auffällige Silhouette wurde als letztes von 5Schiffen auf der Stülken-Werft in Hamburg gebaut. Ursprünglich als Geleitboot entworfen, erkannte man doch recht schnell, daß das Schiff von der Größe und der Bewaffnung eher einer Fregatte entsprach.



    Alle Schiffe mit der Bezeichnung BRAUNSCHWEIG (wie z.b. das Linienschiff , diese Fregatte und neuerdings die Korvette ) waren bzw. sind Patenschiffe der Stadt Braunschweig. Ich selbst konnte das Schiff Mitteder 80er Jahre in ihrem Stützpunkt Wilhelmshavenbesichtigen.



    Länge: 109,83 m
    Breite:
    10,50 m
    Tiefgang: 4,61 m
    Geschwindigkeit:
    30 kn
    Bewaffnung: 2 - 100 mm


    6 Flak 40 mm
    4
    UTR 533 mm
    2 UAW
    Raketenwerfer



    1989 wurde die BRAUNSCHWEIG außer Dienst gestellt und als Ersatzlieferant für zwei dort eingesetzte Schwesterschiffe (KARLSRUHE
    und EMDEN) an die türkische Marine abgegeben. Der Verlag vermerkt hier allerdings „an Griechenland abgegeben“. Das stimmt nicht.



    Als die EMDEN als türkisch „GEMLIK“ einem Brand zum Opfer fiel, stellte man die BRAUNSCHWEIG außerplanmäßig als “GEMLIK“ in Dienst.


    Einige Relikte der Fregatte "Braunschweig" befinden sich noch hier in der Partnerstadt,im Marineheim.



  • Das Modell wurde sicherlich recht häufig gebaut. .Eigentlich könnte ich mir diesen Baubericht sparen, allerdings wurden für die Nachbauten vermutlich die Erstausgaben des Bogens verwendet. Bei meinen Unterlagen handelt es sich um die Ausgabe 1996, überarbeitete Wiederauflage 2005. Ich muß dieses erwähnen, da ich mit diesem Bogen erhebliche Schwierigkeiten habe und mit dem Druck nicht zufrieden bin. Die Bauunterlagen habe ich 2010 gekauft.



    Es handelt sich um 4 Baubögen A 3 und einer Bauanleitung. Eine genaue Zeichnung fehlt, dafür ist eine ganz schlechte Foto-Seitenansicht vorhanden. Mit dieser kann man im Prinzip nichts anfangen.


  • Spantengerüst



    Der Aufbau ist ja allgemein bekannt. Die Grundplatte ist eine Glasplatte um die Konstruktion plan zu halten. Die
    Bug- und Heckpartie wurde entsprechend vorgeformt. Der Bug aber noch nicht verklebt, da ich erst einmal die Paßgenauigkeit zum Deck abwarten wollte.



    Die Bordwände sollen nach der Montage oben ca. 1 mm über dem Deck stehen. Also mußte der Überstand eingefärbt werden.



    Die Beplankung ging reibungslos. Gearbeitet wurde, wie es sich gehört, von der Mitte aus. Sehr schön das
    hier ein Markierungspunkt vorhanden war. Durch diesen Fixpunkt gab es keine Maßschwierigkeiten.

  • Deck



    Das Deck war eigentlich das Auffälligste an dem Bausatz und der größte Mangel an diesem Modell. Es war tiefschwarz (normal gibt es ja keine Steigerung von schwarz!!)



    Eine solche Farbe hat das Original nie gehabt. Das schlimmste aber ist, sämtliche Markierungen, Minenschienen und sonstige Details sind verschwunden – einfach alles weg.Hier einmal zum Vergleich die „BRAUNSCHWEIG“ aus der Galerie und das von mir zu bauende Deck.



    Die Paßgenauigkeit war in Ordnung, es mußte nichts korrigiert werden.


    compBS_13aFregatte Braunschweig.jpg

  • Es geht weiter mit meinem Baubericht. In der Zwischenzeit wurden die Aufbautenwände montiert und das Deck anschließend verklebt. Diese Arbeiten wurden in der beschriebenen Reihenfolge durchgeführt, da die Wände mit Stecklaschen befestigt werden.


  • Die Mängelliste geht weiter:


    Die Aufbautenwände weisen leider doch erhebliche Farbabweichungen, z.T. auf dem gleichen Bogen gedruckt, auf. Das linke Teil hat einen grünlichen Unterton, während rechts eine normale grau Farbe gedruckt wurde.


  • Positionslichter!



    Laut Bauanleitung sollen die Pos.-Lichter rot und grün angemalt werden. Das ist schon etwas ungewöhnlich. Aber überhaupt nicht möglich brüll1



    Backbord - rot - war bereits gedruckt!
    Steuerbord - grün - war schwarz




    Hier deckt auch keine einzige andere Farbe. schüttel1


  • Ich stelle für den Bau sicherlich nicht die größten Ansprüche an die Bauunterlagen. Aber was hier geboten wurde und wird, paßt einfach nicht. Einiges kommt leider noch!



    Die grauen Schiffe der Marine haben z.T. ja an den Aufbauten Steigleitern die oft dunkel unterlegt sind. Auch hier wurde der Versuch gemacht. Das Ergebnis siehe anliegende Fotos.


    Nur zur Klarstellung: Ich beziehe meine Aussagen nur auf den mir gelieferten Bausatz. Welche Qualität grundsätzlich die noch beim Verlag vorhandenen Bausätzte haben, vermag ich nicht zu sagen.


    Eine Ersatzlieferung ist von daher wenig hilfreich.


  • Die Aufbautenwände werden nicht fest verklebt, sondern mit Klebelaschen in Schlitze gesteckt und dann verklebt. Mir hat diese Bauweise doch sehr zugesagt und ist exakt.



    Das anzubauende Teil wird mit den Laschen in die vorbereiteten Schlitze gesteckt. Anschließend habe ich dieses dann angepunktet und nach dem Erhärten restlich verklebt. Die Laschen wurden nicht umgebogen sondern so belassen.



    Beachten muß man nur, daß die Laschen nicht vor der Befestigung mit Kleber versehen werden, sondern erst danach. Nicht-Lösungsmittelhaltiger Kleber weicht die Laschen auf - und nichts ist mehr mit der Montage. Ich habe Uhu - flinke Flasche - schwarz verwendet.


  • Die Paßgenauigkeit war o.k. Lediglich das Schornsteindeck ist ca. 1 mm zu lang. Das kann auch einer Ungenauigkeit von mir geschuldet sein.



    Das Teil läßt sich problemlos kürzen. Eine Kürzung ist immer noch besser als wenn 1 mm fehlt


  • E-Meßstand



    Der E-Meßstand befindet sich auf dem Achterdeck. Durch den "Schwarz-Druck" sind auch hier alle Markierungen verschwunden. Das Befestigen des Kreisringes ist auf der vorgesehenen Markierung also nicht möglich. Ich habe ihn "nach Gefühl" verklebt. Aber so war er evtl. vorhanden.


  • Raketendeck



    Die Erstellung ist etwas schwierig zu verstehen. Es fehlen hier die erforderlichen Linien zum Rillen. Obwohl ich
    wirklich Zeichnungen lesen kann und beruflich laufend damit zu tun hatte, kann ich mit diesem Teil so nichts anfangen.



    Erst wieder der Blick in die Galerie hat mir geholfen. Die Seitenteile müssen abgeknickt werden. Die erforderliche Rillung kann ich wieder nur nach Gefühl machen. Das bedeutet aber auch, das dieses nicht genau werden kann.



  • Evtl. entsteht hier Eindruck, daß ich zuviel "mäkel". Aber für mich scheint es wichtig, doch Mißstände
    aufzuzeigen um nicht andere in diese Probleme laufen zu lassen.



    Aber eine Beanstandung habe ich noch und hoffe dann endlich, daß das vorbei ist.



    Zu den 4 Seiten A- 3 Bauunterlagen gibt es eine ausführliche Bauanleitung. Diese Bauanleitung ist recht
    ausführlich, da halt Zeichnungen fehlen. Jetzt gibt es aber folgendes Problem:


    hier einige Beispiele:


    Teile 17 - 17 m Aufbaudeck und Wände (Bg 1 + 2) ist aber auch auf Bg. 3 + 4
    Teile 19 -19f Deckhausdecke m. E-Stand (Bg.2) ist aber auch auf Bg. 3
    Teil 20-20e Deckhausdecke m. Aufbauten Ist aber auch auf Bg. 1
    Teil 21 Hinteres Schornsteindeck Bg. 1 ist aber auf Bogen 2




    grr



    es wird langweilig. Ich könnte das noch fortsetzen. Hier wurden offensichtlich irgendwelche beliebigen Seiten
    zusammen gedruckt. Daher dieses Durcheinander.


    Bei der Vielzahl Teilen ist es natürlich eine nervige Sucherei.


    Aber
    ich habe alle Teile gefunden und es geht weiter.



    Jetzt fällt mir gerade ein, einen "Hinweis" habe ich doch noch. Davon mehr im nächsten Thread!

  • Ich habe die Schlitze mit dem Messer eingeschnitten und dann mit einer Nadel etwas erweitert.


    Die Schlitze haben nach Meinung den Vorteil, daß Rundungen recht stabil und sauber erstellt werden können.


  • Teil 26
    Schornstein



    Den Schornstein habe ich nicht wie beschrieben gebaut, sondern ihn so montiert wie ich alle meine Schornsteine gern bau.



    Es wurde eine Unterkonstruktion aus Graukarton erstellt und darüber dann den bereits zusammengeklebten Schornsteinmantel geschoben. So habe ich einen axakten Sitz der Teile.


    Mich hat ein wenig gestört, daß die obere Schornsteinabdeckung genau mit dem Schornsteinmantel abschließt. Ich denke beim Original war diese Abdeckung etwas tiefer. Also habe ich sie auch ca. 2 mm unterhalb der Kante
    eingebaut. Vorher mußte aber der obere Rand noch geschwärzt werden.




  • 4 Torpedorohre


    Laut Bauanleitung sollen sie rückseitig 5 x gerillt werden.Flächengröße ca. 25 x 5 mm Dann zu einem sechseckigen (!!) Röhrchen verkleben und mit runden Scheiben von 1 mm verschließen.



    Das gefällt mir überhaupt nicht. Wie auf dem 1. Foto zu sehen ist, macht das keinen guten Eindruck. Ich
    habe einige Versuche unternommen z.B. die Rückseite leicht angefeuchtet. Hat aber alles nichts genutzt. Die Rill-Linien waren immer zu sehen.


    Dann habe ich aus der Reservefläche die 4 Flächen herausgeschnitten. Auf den Original-Flächen war noch ein kleines Quadrat gedruckt. Dieses kann aber meiner Meinung nach ruhig unterschlagen werden.



    Bild 1 zeigt die Röhrchen. Links das gerillte und rechts das normal über einen Zahnstocher gerollte.



    Bild 2 zeigt die Montage an Deck.


  • Moin Ludwig,


    "grand malör du kack" kann man da sagen.


    Hast du eigentlich mal mit dem Verlag Kontakt aufgenommen und diese Probleme geschildert?



    Ich muss ja auch so einiges an Modellen ändern, DIESEN Bogen hätte ich jedoch nicht angeschnitten, da wäre mein innerer Teufel durchgekommen.


    Da scheinst du leidensfähiger zu sein.



    Trotz der ganzen Problematik, scheint dir dieses Modell wirklich Spaß zu bereiten.

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