Marineluftschiff L 13 - 1:250 - Thorsten Brand

  • Guten Morgen zusammen,


    Es ist an der Zeit, einen weiteren Baubericht zu rekonstruieren.


    Auf der Zamma 2014 begann ich ein neues Projekt.
    Ich blieb meinem Standard treu und begann ein Schiff, aber ich begab mich damit in die Luft und baute somit ein "Luftschiff" grins 2


    Es handelt sich um das Marineluftschiff "L 13", welches von Thorsten Brand konstruiert wurde und als Freedownload zu bekommen ist.


    Es waren eine Menge Blätter auszudrucken, wobei ich das Schiff von 1:144 auf 1:250 herunterskalierte.
    Die Unterkonstruktion wurde auf 160g/m² und die Hüllensegmente auf 80g/m² Karton ausgedruckt.


    Auf den ersten Blick schien das Modell sehr gut durchkonstruiert und kein Anfängermodell zu sein.
    Wie recht ich damit hatte, wird sich später noch zeigen!


  • Der Bau begann mit dem Modellbauständer, welcher vom Konstrukteur im Bogen mitgeliefert wird und auf dem das Modell während der Bauphase ruhen soll.


    Dies sind Ansichten aus der Bauanleitung und stellen den Modellbauständer dar, so wie er gebaut werden soll.
    Er besteht aus einem Unter- und einem Oberteil, wobei das Oberteil abnehmbar sein soll.




    Ich baute erstmal nur das Unterteil da ich das Modell in 1: 250 baue und denke, daß mir das Unterteil zum Lagern ausreichen wird...


  • Das Innere des Modells besteht aus einem Mittelträger mit einer dreieckigen Grundform.


    Hier eine Ansicht aus der Bauanleitung...




    Bereits auf der Zamma erbaute ich diesen und schaffte ihn unfallfrei nach Hause. Er besteht, wie im Bild der Bauanleitung zu sehen, aus 15 Teilen. Zusammengeklebt wurde es mithilfe von Klebelaschen.
    Am Heck wurden Schlitze eingeschnitten, in denen das Leitwerk später eingebaut wird.
    Als Kleber verwende ich Uhu extra.
    Ein Tipp hier: Finger weg von Weißleim, sonst verzieht sich das Luftschiff wie ein Korkenzieher!
    Für Interessierte: Das Modell hat nun eine Länge von 58cm und wird wenn es fertig ist, ca. 65cm lang sein.




    Nun gehts als nächstes mit dem Leitwerk und der Spantenkonstruktion weiter.
    Dafür muss ich aber erstmal die weitere Vorgehensweise herausfinden.


    Bis demnächst sagt
    Peter matrose1

  • Es geht weiter...


    Bereits zu Beginn stellt sich heraus, dass das Modell kein Einfaches wird, denn zuerst musste ich mich nocheinmal gründlich mit der Konstruktion des Luftschiffes befassen und die weitere Vorgehensweise erkunden.


    Aber erstmal der Reihe nach:


    Thorsten Brand sprach mich auf einen Fehler an, den ich gemacht hatte:
    Im Heckbereich des Schiffes befinden sich die erwähnten Schlitze, in die später das Leitwerk des Schiffes eingeführt werden soll.
    Leider habe ich beim Bau des Mittelträgers die Teile vertauscht, sa daß die Schlitze nun falsch positioniert waren.


    Also ging es daran das Heck vorsichtig auseinanderzunehmen, neu auszudrucken und wieder zusammenzubauen...




    Nun sind die Schlitze korrekt positioniert.

  • Nun hatte ich beschlossen, mich mit dem kompliziertesten Teil des Modells auseinanderzusetzen: Dem Leitwerk.
    Dafür wurde höchst filigrane Schneidarbeit nötig.


    Das Leitwerk besteht aus vier Teilen (1, 2, 3, 4), wobei die Rahmenkonstruktion ausgeschnitten werden soll.
    Jeweils von der Vorderseite und der Rückseite wurden diese Rahmenkonstruktionen mit fein ausgeschittenen Rahmenelementen (jeweils Teile a und b) verstärkt, so daß zum Schluss dreifache Kartonstärke entstand.
    Diese dreifache Kartonstärke war aber nur in den jeweiligen Bereichen der Rahmenkonstruktionen vorhanden - die Bereiche die in den Mittelträger eingeführt werden sollen, behielten ihre einfache Kartonstärke.


    Das Kleben mit dickflüssigem Uhu Extra war hier schier unmöglich und es entstand eine üble Aktion mit viel Flucherei, da mir die Teile an der Schneidmatte festklebten und nur mit Mühe vor der Zerstörung bewahrt werden konnten. brüll1


    Das Teil 2 versuchte ich dann mit dünnflüssigem Uhu schwarz zu verkleben, woraus eine ähnliche Sauerei wurde.


    Die Teile 3 und 4 verklebte ich dann mit Weißleim - mit der Konsequenz, daß sich die Teile verzogen... grummel wut1




    Hier der Zustand kurz nach dem Verleimen.


  • Während das Leitwerk nun vor sich hintrocknete, entschloss ich mich die Spantenringe auszuschneiden, welche im Bereich des Leitwerkes sitzen - um die Teile einfach mal lose zusammenzustecken und zu schauen, wie das Ganze so passt...


    Da im Modell nur Meterangaben vorhanden sind, wurden vor dem Ausschneiden der Spantenringe und Trocknen der Leitwerkteile die Spantenringe und deren Position auf dem Mittelträger von mir durchnummeriert.
    Anschließend wurde das Heck lose zusammengesteckt.




    Hier kann man schon sehen, welch geniale Konstrution Thorsten Brand geleistet hat.
    Die Teile passen trotz Skalierung super genau zusammen! ja 2


    Beim Zusammenstecken stellte ich aber fest, daß die Spantenringe recht labil sind und entschied mich, sämtliche Spantenringe aufzudoppeln.
    Meine Entscheidung wurde durch die Tatsache gestärkt, dass die Leitwerkteile für meinen Geschmack zu unsauber gebaut waren und sich auch - wie oben beschrieben, verzogen hatten.


    Also fangen wir nochmal von vorne an... Böse1


  • Nun ging es erstmal daran alle Spantenringe (32 Stück) grob auszuschneiden und aufzudoppeln.




    Beim Leitwerk entschied ich mich, nun eine andere Vorgehensweise zu versuchen...
    Das Ausschneiden der Teile vor dem Zusammenkleben macht die Sache zu schwierig:
    Ich hatte hinterher unterschiedliche Schnittstärken und das Kleben auf den millimeterbreiten Stegen war alles andere als ein Kindergeburtstag, wie ich schon oben schrieb...


    Nun nahm ich mir die vier Hauptteile und klebte sie einfach auf dreifachen Karton auf, um sie anschließend auszuschneiden.
    Mal schauen, wie das nun funktioniert.




    Grund der Ausstichelei der Rahmenkonstruktion ist, daß diese Rahmenkonstruktion nach Aufbringen der Außenhaut wie beim Original im Gegenlicht durchscheint.
    Außerdem zeichnen sich die Rahmen beim Modell plastisch durch die Außenhaut ab - ebenso wie beim Original. ja 2

  • Nachdem die aufgedoppelten Teile nun alle durchgetrocknet sind, gehts ans Ausschneiden.


    Die Spantenkonstruktion des Luftschiffes ist in 5 Segmente unterteilt.
    L1 (vorn) bis L5 (achtern)




    Bevor die Konstruktion zusammengebaut wird, werden die Teile erstmal alle ausgeschnitten und in je ein Tütchen für jedes Segment verstaut.




    Mein Plan ist, die Spantenkonstruktion von Leitwerk aus nach vorn - Segment für Segment - zusammenzubauen.
    Aber bis dahin ist erstmal ordentlich Schnippelei abgesagt!!


    Bis dahin liebe Grüße wünscht
    Peter matrose1

  • Hallo Peter...


    Eigentlich ist es ja schade diese aufwändige Konstruktion später unter der Hülle verschwinden zu lassen. - Auf jeden Fall faszinierend was Du zeigst. - Sieht nach einer Menge Arbeit aus.
    Zeppeline fand ich schon immer faszinierend ich werde auf jeden Fall Deinen Baubericht aufmerksam verfolgen...


    Gruß


    Günter

  • Moin liebe Bastelfreunde,


    Moin Günter,
    Ich freue mich, dass Du dabei bist!! prost2
    Ja, da hast Du recht - es ist wirklich schade dieses wirklich geniale Konstruktionswerk unter der Hülle verschwinden zu lassen!!



    Quote from Hans-Peter

    Das ist ein tolles Modell, ich habe noch nie einen aus Karton erstellten Zeppelin gesehen. Das betrachte ich jetzt bis zum Ende!


    Hans-Peter

    Moin Hans-Peter,
    Klasse, dass Dir mein Bericht gefällt!
    Bitte geize nicht mit Füllfunk!! prost2 grins 2


    Quote from Stefan

    Peter,
    freut mich sehr, dass du deinen L13 wieder aktiviert hast.

    Moin Stefan,
    tolles Bild, vom Original!! beifall 1 ja 2
    Schön, dass Du dabei bist!! prost2

  • Nach einigen Monaten Pause, bedingt durch meine Dozententätigkeit an der Städtischen Feuerwehrschule, durfte ich auf der Intermodellbau 2014 vier schöne Tage unter Freunden verbringen und konnte so einiges am Luftschiff voran treiben.


    Wie oben schon erwähnt ging es nun ans Auschneiden der Teile.
    Diese hatten die Monate lang gut vor sich hintrocknen können und waren wirklich bretthart geworden.
    Dementsprechend mühsam war das Ausschneiden und der Klingenverbrauch hoch... aua motz1




    Nun wurden die Spantenringe mit einer Markierung (schwarze Linie) versehen, um die obere Position auf dem dreieckigen Mittelträger zu markieren.
    Dies erleichterte das Positionieren erheblich.
    Anschließend wurden die Ringe auf ihrer Position auf dem Mittelträger - beginnend von der Mitte aus nach achtern - festgeklebt.




    Um sofort etwas Längssteifigkeit in die Konstruktion zu bekommen, wurden auch direkt schon drei Längsspanten - auf Höhe der jeweiligen Kanten des Mittelträgers - mit eingeklebt.


  • Nachdem die Spantenringe bis zum Heck auf den Mittelträger geklebt waren, wurden die Leitwerksteile eingesetzt und verklebt.
    Diese hatte ich zuvor auf dreifache Kartonstärke geklebt und nun ebenfalls nach dem monatelangen Durchtrocknen mühsam ausgestichelt.




    Anschließend wurden die Leitwerkteile ordentlich mit Sekundenkleber durchtränkt und durften dann über Nacht auf der Intermodellbau ausdünsten... lala1


  • Anschließend wurden die restlichen Längsspanten ausgeschnitten und eingeklebt.
    Begonnen wurde hier am Bug.
    Sofort lässt sich die schöne aerodynamische Form des Schiffes erkennen...




    Weiter gehts mit den Längsspanten mittschiffs...




    ... nach achtern.




    Leider hatte ich es hier nicht mehr geschafft die Längsspanten am Heck zu Fotografieren, da ich die letzten Minuten des Feierabends auf der Messe ausnutzte um die Unterkonstruktion zu vollenden.
    Ich saß allein am Bastelstand und die Wach- und Schließgesellschaft trat schon ungeduldig von einem Bein aufs Andere... mafia1 lala1 grins 2

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