Posts by Curmudgeon

    Hallo Kurt,


    was die Positionslichter angeht, bin ich von der Sachlogik ganz bei Dir, ich meine aber auf Fotos erkennen zu können, dass die vorne so ein Brett hatten, hier z.B.:


    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/79/SMS_S_97.jpg


    Was meinst Du?


    Die Scheuerleisten wären beim Lasercut sehr zu wünschen gewesen, ich brauche von dem vor allem die Reling und Vieles andere nicht. Verdoppelt tragen sie m.E. zu sehr auf, Tommis Hinweis auf die Evergreenprofile ist wertvoll, müsste noch ausmessen, welcher Durchmesser, bisschen beige/weiß gestrichen könnte das optisch ein echter Aufheller werden.


    VG


    Curmudgeon

    Hallo Kurt,


    ein prima Ergebnis !


    MIt den Leisten (Teil 21) bin ich bei mir wenig glücklich, mir gelang einfach das saubere Ausschneiden nicht und wenn man die Teile mit der weißen Rückseite nach außen klebt (Reste der schwarzen Begrenzungslinien sehen auch mies aus), dann werden diese Unsauberkeiten brutal sichtbar.

    Die Leisten 30 lasse ich deswegen sogar weg, einmal anhalten hat mich schaudern lassen.


    VG

    Curmudgeon

    4. Brücke und Maschinenraumoberlicht (Fortsetzung 2)



    Das Oberlich, wichtig ist es, hier zwei Löcher zu bohren, in denen die Abspannfäden von den Schornsteinen verankert werden können.

    Diese haben eine Besonderheit: Vom hinteren Schornstein nach vorne und vom vorderen Schornstein nach hinten beginnen zwei Fäden, die jedoch schnell zu einem zusammenlaufen.


     


    Einige Deckel bei den kleinen Oberlichten links sind mächtig schief geworden, die müssen nochmal runter.


    So sieht es erstmal aus. Ich wollte das große Oberlicht schon aufkleben, aber dann fiel mir auf, dass es wohl besser ist, den vorderen Schornstein erst anzubringen und ann stellten sich da verschiedene Superungsfragen, kurz gesagt, noch ist nicht viel auf den Rumpf geklebt.

    4. Brücke und Maschinenraumoberlicht (Fortsetzung)



    Die Säule des Steuerrads, die zugleich den Magnetkompass bildet, wurde gesupert, indem auf die Teile 25e beidseitig an passender Stelle Weißleim aufgetropft wurde, bis eine Kugel entstanden war. Diese wurde dann grün bzw. rot gefärbt.



    Die Positionslichter sind von der Detaillierung her enttäuschend. Die beigegebenen Teile (sie haben keine Nummer) sollten nicht wie vorgesehen AUF die Markierung an der Brückenschanz, sondern als im rechten Winkel von der Brückenschanz abstehendes Brett angeklebt werden. Sie müssen verlängert ausgeschnitten werden, denn Fotos vom Original zeigen, dass dieses Brett vorne im rechten Winkel nach oben geknickt war (siehe die Bilder die weiter unten folgen).

    Das winzige rote bzw. grüne Farbfeld sollte seitlich auf beiden Seiten um einen weißen Streifen von je gut 1mm ausgeschnitten werden. So kann man es zum tonnenförmigen Leuchtkörper rollen und auf das Brett kleben. Die Leuchtkörper liefen oben sich verjüngend zu, wer kann, kann versuchen, Weißleim in entsprechender Form aufzutropfen und dann weiß zu färben.

    Die roten bzw. grünen Flächen auf der Brückenschanz bzw. auf dem Brett sind zu übermalen.


    So sehen die Positionslichter aus. Hier sollte (rechtes Bild) ein Teil vom selben Maß aufgeklebt und auf dieses dann noch ein grünes bzw. rotes Rechteck aufgeklebt werden, optisch m.E. nicht sehr überzeugend.

     


    Hier ein vorbereitetes Positionslicht, der eigentliche Leuchtkörper fehlt noch:


    Und hier einmal fertig, da muss noch ein besseres Bild her:



    Auch die Rettungsringe sind enttäuschend. Diese Winzlinge sind viel kleiner, als alles, was ich in 1/250 je an Rettungsringen gesehen habe. Sie wurden durch Rettungsringe von den Hafentorpedobooten ersetzt.


    Hier der Größenvergleich zwischen Sleipner und Hafentorpedobooten:



    Hier die Rettungsringe angebracht. Sie wirken sehr dick, vielleicht nehme ich da nochmal meine Schicht ab, aber bei kleinen Schiffen wirken derartige Teile, die eben eine bestimmte Größe und Dicke hatten, leicht klobig:


       


    Hier sieht man auch schon einen seitlichen Anbau 24 (was diese winzigen Aufbauten für eine Funktion hatten, weiß ich nicht, da haben doch stehend maximal drei Matrosen hintereinander reingepasst, Arrestzellen werden es wohl nicht gewesen sein).

    Hallo Tommi, hallo Kurt,


    vielen Dank für Eure netten Worte !


    Es wird Zeit etwas weiter zu kommen, Kurt sitzt mir ja schon im Nacken.


    Aber viel ist nicht fertig geworden, ich habe verschiedene Komponenten in Angriff genommen, muss aber noch sehen, in welcher Reihenfolge was auf das Deck kommt.


    4. Brücke (Teile 23-26, 48) (42 +8 = 50 Teile)

    • 23/25 = 25 +2 = 27T
    • 24 = 6 T
    • 48 = 2x1+2 = 6T
    • 26 = 9T


    Bevor die Decksaufbauten montiert werden, sollten die Scheuerleisten 21 angebracht werden. Diese waren beim Original Profile mit dem Durchmesser eines Halbkreises, man könnte sie also theoretisch durch entsprechende Polysterolstäbchen ersetzen, allerdings weiß ich nicht, ob es solche Formen gibt



    Hier ein paar Bilder von den aufgeklebten Streifen, der optische Eindruck ist eher unterwältigend.

     




    Die vier großen Fenster der Brücke 25 wurden verglast, die Schnittkanten ihrer Rahmen zuvor golden gefärbt. Baut man die „Sleipner“ in einem frühen Bauzustand, können sie weggeschnitten werden.


     



     



    Die Fensterausschnitte der inneren Teile 25b und 25c decken sich nicht mit denen an 25a, auch stehen diese Teile zu hoch (sie waren wohl so berechnet, dass sie unten vor die Kante von 25 geklebt werden sollen, was aber gar keinen Sinn macht). Hier muss unten und an den Seiten korrigiert werden, auch empfiehlt es sich, diese Teile nicht zu rillen, sondern entlang der Rilllinie zweizuteilen.

    Auch die kleinen Dächer auf dem Fensterwinkel wurden abgetrennt und separat aufgeklebt. Wenn man die Fenster ausschneidet, ist an ein Knicken nicht zu denken.

    Hallo Kurt,


    viel Erfolg mit der "Sleipner" !


    Gute Fotos sind im Netz erstaunlicherweise Mangelware, hier findet man nach unten gescrollt das m.E. beste: https://www.wettringer-modellb…age=Thread&threadID=73162

    Die vielen Taue am vorderen Mast erschrecken mich gehörig!


    Dieses Foto zeigt eindeutig an jedem Schornstein Steigeisen (die Frage stellt sich: gab es die auch auf der anderen Seite? Beim vorderen Schornstein wären sie dann aber mit der Dampfpfeife kollidiert) und Abspanntaue (vorderer Schornstein zwei nach hinten, hinterer vier) - beides im Modell nicht vorgesehen, aber gut zu ergänzen.


    Die Niedergänge haben alle kein Geländer, ich denke zumindest die, die zur Brücke führen, sollten eines bekommen.

    Die Geschütze sind etwas karg detailliert, da könnte man sich bei den Hafentorpedobooten bedienen.


    Auf der Back gab es definitiv eine Reling - die fehlt.


    Und die Kabine achtern (Teil 27) hatte auch im hinteren Bereich einen goldenen Handlauf, der sollte ergänzt werden.

    Außerdem gab es hinten recht lange Backspieren, diese sind auch zu ergänzen.


    Die Fallreeps scheinen kurioserweise nur oben bei der Plattform eine Reling gehabt zu haben.


    Die Masten haben an je zwei Stellen eine verdickende Umwicklung - aber nur in der Anleitung, entsprechende Teile fehlen., lassen sich aber leicht ergänzen.


    Ich bin gespannt, was Dir noch so alles ein- und auffällt !



    VG

    Curmudgeon

    Hallo Otto,


    wer schafft denn sowas, zwei Indienststellungen innerhalb von 24 Stunden !


    Meinen Glückwunsch sowohl Nagato als auch Good Hope machen sich prima und die Takelage is ja ohnehin eine Deiner besonderen Stärken.

    VG

    Curmudgeon

    Hallo Otto,


    mit den Schornsteinen ist die prägnante Silhouette der Good Hope entstanden. Die absolut stramme Verzurrung und die fein ausgeführten Details machen diese zu besonderen Schmuckstücken.


    Hattest Du eigentlich schon die SMS Scharnhorst oder die SMS Gneisenau gebaut?

    VG

    Curmudgeon

    Als schöne und sehr sinnvolle Beigabe gibt es zur Sleipner eine Festmachertonne:


    Neben der eigentlichen Tonne gehören ein Beschlag und ein Festmacherring zu dieser Teilgruppe:

    Der Beschlag soll rückseitig verdoppelt werden, wobei auf dem Verdopplungsfeld ein zweiter Beschlag aufgedruckt ist. Da hier eine Verschiebung im Bereich von mm-Bruchstücken schon zu völligem optischen Murks führen würde, habe ich beide Teile separat ausgeschnitten und dann verklebt. M.E. sollten derartige Verdoppelungsideen in Fortfall kommen, da man rückseitig verklebte Teile kaum derart präzise ausrichten kann.


    Beim Ring fehlt innen die Kennzeichnung, die darauf hinweist, dass das Innere auszuschneiden ist.


     

    Die Tonne lässt sich gut formen, ausgiebiges Kantenfärben ist anzuraten.



    Fertig, der Ring lässt sich sogar beweglich platzieren:

       



    Derartige Tonnen mit passender Nummerierung (ich meine die "Hohenzollern" mal an A4 oder A5 gesehen zu haben) wären mir als Zugabe zu allen BÖgen der kaiserlichen Marine sehr willkommen.

    3. Außenhaut (Fortsetzung 2)

    Montage

    Schwierig wurde es zum Heck hin. Hier zeigten die Bordwände eine ausgeprägte Neigung nach unten abzuwandern. Dem konnte nur entgegengewirkt werden, indem in sehr kleinen Abschnitten -1cm und weniger- verklebt wurde und zwar ein Abschnitt mit UHU, der von einem Abschnitt mit Weißleim dahinter gesichert wurde, weil hier ein schnelles Abbinden unabdingbar ist. Der Übergang zwischen Bordwand und Deck büßte dabei auf die letzten ein, zwei Zentimeter seine Rundung wieder ein.



    Zum Heck hin gehts abwärts:


    Auch das saubere Verkleben des Übergangs zwischen Bordwand und Deck 19a wurde immer schwieirger:

    Hier sieht man, dass die Bordwand an zwei Stellen etwas hochsteht. Dort musste vorsichtig etwas Weißleim untergehoben werden und dann die Bordwand vorsichtig angepresst werden, was natürlich die Gefahr von Knicken erhöhte.


    So sah es dann am Ende aus:

         





    Abschließend eine Übersicht über die Probleme, die ich hatte:


    1) Obwohl das Deck exakt ausgerichtet wurde, ragte die Bordwand an backbord (Abschnitt hinter der Back) leicht nach unten über, während sie an steuerbord nur knapp hinkam.


    2) Die Bordwände standen vorne leicht über, hinten dagegen fehlten knapp 2mm so dass der Mittelträger beschnitten werden musste. Da sich mit dem Ansatz des Hauptdecks an Spant 15 für das Deck eine sehr präzise Längsausrichtung ergibt und mit dem Anschluss des Beginns der Wölbung der Bordwände direkt hinter dem gewölbten Teil an Deck 19 für die Ausrichtung der Bordwände ein ebenso präziser Ansatzpunkt bietet, könnte hier eine Ungenauigkeit in der Konstruktion vorliegen.

    Hier sieht man, wie hinten nach dem Kürzen des Mittelträgers der Rumpf oben etwas auseinanderklafft.


    3) Die Bordwand steuerbord begann beim Verkleben der gewölbten Kante oben nach kurzer Zeit unten Wellen zu werfen. Deswegen musste hier schon frühzeitig auch unten verklebt werden.


    4) Die gewölbte Klebefläche an Deck 19 wird auf den letzten Zentimeter hinten eher lästig.


    5) Es besteht durchgehend die Gefahr, dass man die Bordwand nicht AN Deck 19a klebt, sondern dass sie sich leicht AUF Deck 19a schiebt. Hier muss man immer wieder aus verschiedenen Perspektiven prüfen, ob alles glatt ist und ggf. nachbessern. Zum Heck hin ist mir das nicht mehr gelungen.




    Zwischendurch kam mir die Idee, dass man die Montage auch ganz anders ausführen könnte und zwar so:


    Deck 19/19a wird noch nicht aufgeklebt, sondern nach gründlichem Drucktrocknen und Vorformen klebt man zuerst die Bordwände an das Deck. Dies bietet den großen Vorteil, dass man von hinten Gegendruck geben kann und so m.E. den Übergang zwischen Deck und Bordwand perfekt hinbekommen müsste.

    Nach dem Trocknen wird das Ganze dann dem Spantengerüst übergestülpt und dabei das Deck oben auf Selbiges geklebt.

    Abschließend werden dann die Bordwände mit den Laschen unten am Spantengerüst verklebt.


    Nachteile:

    • es wird nur schwer möglich sein, die Spanten an die Bordwände zu kleben, dies ist aber m.E. nur im Bereich der Back, wo die leicht konkav zu biegenden Bordwände nach außen abstehen, ein Problem
    • wenn man für den vorderen Mast eine Hülse unten ans Deck setzt, muss der Ausschnitt im Spantengerüst sehr präzise gemacht werden, damit es hier beim Überstülpen nicht zu Problemen kommt

    3. Außenhaut (Fortsetzung)


    Montage


    Jetzt wurde der vordere Abschnitt, d.h. die Back, verklebt. Auch hier zunächst oben, woben die gerundeten Teile des Backdecks nach einer Passprobe etwas nach oben gebogen werden mussten. Das Zwischendeck war hier hinderlich, ob es am Ende einen formgebenden Nutzen hat, vermag ich nicht zu sagen. Vorne wurde gleich nach der Verklebung oben auch der Bug geschlossen und dann unten vorsichtig UHU zwischen Bordwand und Laschen gehoben


    Vor dem Verkleben, die Bordwand ist leicht konkav vorgerundet -dies ist auch erforderlich, weil sie m.E. ein gutes Stück zu hoch ist:



    Bordwand und gewölbten Abschnitt der Back stumpf zu verkleben, ist nicht ohne, zum Glück kommt hier nachher die Scheuerleiste 22 drauf:


         


    Immerhin, die seitliche Wölbung ist gelungen, keine Knicke.



    Einige Aufnahmen von unten zeigen, dass die Bordwand nach vorne hin immer mehr auswandert, bis sie an der Spitze knapp 1mm übersteht:


       


    Auch an steuerbord ergab sich derselbe Überstand.

    3. Außenhaut (Teile 21-22) (6+14 = 20 Teile)


    Ein Gedanke vorab: Wenn man die Scheuerleisten 21a/b bzw. 22a/b direkt nach den Bordwänden anbringt, sollte man zusehen, den Rumpf ab jetzt so wenig wie möglich anzufassen


    Hier müssen die zu rundenden Abschnitte, die auf die entsprechenden Abschnitte des Decks 19 geklebt werden, sehr präzise ausgeformt werden, um Knicke etc. zu vermeiden, die sich optisch verheerend auswirken würden.


    Diese Abschnitte bieten eine große Klebefläche, daher entschied ich mich dafür, die Außenhaut nicht von hinten nach vorne, sondern von dem Abschnnitt hinter den Markierungen für die Geschütze ausgehend nach hinten und vorne anzukleben, um einen möglichst exakten Übergang von 19a zur Außenhaut (21-22) zu gewährleisten.


    Hier soll es losgehen:


    Um bei dem Segment mit der Markierung für das Geschütz nicht stumpf verkleben zu müssen, wurde eine große Lasche aus dünnem Papier hinterklebt:




    Alle kleinen Einschnitte wurden mit Weißleim zusammengeholt und mit einer Lasche aus dünnem Papier hinterklebt. Diese war nicht stark genug, viele Einschnitte klafften wieder auf.

    Auch das lange, spitz zulaufende Teil achtern wurde zuerst stumpf verklebt und dann von hinten mit einer Lasche aus dünnem Papier versehen

     


     


    Wie man sieht, ergibt das einen deutlich ausgeprägteren Bogen, als Deck und Grundplatte vorgeben. Es ist klar: Das wird spannend.


    Montage


    Als Ansatzpunkt drängt sich wie gesagt die Wölbung, die direkt hinter den am Deck vorhandenen Wölbungsabschnitt anschließt, auf. Hier muss ein glatter Übergang erfolgen, weil eine Lücke optisch unschön wäre.


    Es wurde vor hier ausgehend zunächst nur oben immer in Abschnitten von ca. 2,5 cm nach hinten verklebt, bis am Heck die Kurve immer mehr zunahm.


    Der Übergang an backbord:

    Wie man sieht, passt das hier alles sehr gut, auch die Markierung für das Geschütz auf 19a und 21 ist voll zur Deckung gebracht. Das dritte Bild zeigt aber auch, wie die kleinen Schlitze in 21 trotz hinterklebter Streifen wieder etwas aufklaffen.


    Auch von der Seite gut anzusehen:

    2. Deck (Fortsetzung)


    Die zu rundenden seitlichen Abschnitte am Hauptdeck 19 vorformen. Wie sich bei der Montage der Bordwände zeigte, ist der hinterste Abschnitt eher hinderlich. Er sollte weggeschnitten werden.


    Zuerst das Holzdeck 19a auf das Hauptdeck 19 kleben und dann dieses nach gutem Durchtrocknen aufkleben. Die Längsausrichtung hinten ergibt sich von alleine, vorne genau darauf achten, dass der mittlere Strich des Holzdecks genau auf dem Mittelträger 2 liegt.




    Das montierte Holzdeck:

       


    Zwischendurch die 12 Bekohlungsluken (?) ausschneiden, montiert werden sie aber erst später, jetzt bescheht noch die Gefahr, dass man sie beim Anfassen des Modells beschädigt oder wieder abreißt.


    Für die auf dem Hauptdeck zu verklebenden Fäden der Takelage gibt es leider keine Markierungen. Ich habe deren Position so gut es ging anhand der Bauskizzen bestimmt und am Übergang zwischen Hauptdeck und Holzdeck Löcher gebohrt.

    Diese werden zwar von der Bordwand weitgehend verdeckt werden, aber vielleicht sieht man noch genug, um sie später behutsam mit einer Nadel so aufweiten zu können, dass man die Fäden der Takelage in ihnen verkleben kann.

       


    Das aufgeklebte Deck:






    2. Deck (Teile 19-20) (22 + 7 = 29 Teile)


    Hier wird es etwas problematisch.


    A) Die Platte 19c ist in der Anleitung (Skizze 3) unsichtbar, es entsteht der falsche Eindruck, dass die obere Lage des Hauptdecks die Teilnummern 19a und 19c hat.


    B) Die Back (20) ist rückseitig bedruckt, um sie exakt auf das Spantengerüst kleben zu können, leider ist dieser Druck massiv verrutscht und kann so bei der Ausrichtung nicht helfen. Dies macht aber nichts.

       

    Vor der Montage der Back empfiehlt es sich das Holzdeck 20a aufzukleben, es lässt sich so auch mit etwas Druck sauber ausrichten und anpressen.


    C) Neben der Back sind zwei schmale braune Streifen auf dem Bogen zu sehen, die zwei durchgezogene Strichmarkierungen aufweisen. Leider haben sie keine Teilnummer. Diese Streifen sollen an den Markierungen jeweils in drei Teile geteilt und auf die braunen Felder der Back aufgeklebt werden.



    C) OBACHT: Ein Blick voraus zeigt, dass beide Masten STUMPF aufgeklebt werden sollen. Da die Masten sehr dünn sind, ist es m.E. ohnehin unerlässlich, sie mit einem Drahtkern auszustatten, wenn man sie nicht gleich durch einen Draht ersetzen will. Eine stabile Anbringung und saubere Ausrichtung auf dem Hauptdeck bzw. auf dem Dach des achteren Aufbaus ist m.E. stumpf verklebt nahezu unmöglich. Daher sollte man rechtzeitig in das Hauptdeck (Teile 19 und 19a) sowie in das Dach 27b Löcher bohren und die Masten unten heraus entsprechend verlängern, so dass sie im Deck bzw. im Aufbau versenkt werden können. Vorne ist an der richtigen Stelle ein Einschnitt im Mittelträger unerlässlich. Um hier eine möglichst stabile Verankerung zu gewährleisten, habe ich um das Loch im Heck eine Hülse montiert und auch den Einschnitt im Mittelträger unten mit Podesten und seitlich mit gewölbten Wänden versehen.


     



    Das fertige Konstrukt zur Aufnahme der Hülse unter dem Deck:

     


    Probe mit einem Drahtstück:



    Auf keinen Fall sollte man übrigens -wie in der Anleitung gezeigt- die Platten 19b, 19c und 19d jetzt aufkleben. Damit hätte man sich dazu verdammt, die Wände der Brücke (23), des großen Oberlichts (26) bzw. des achteren Aufbaus (27) 100% exakt vorzuformen, um sie auf ohne jeden Hakler auf diese Platten stülpen und gleichzeitig verkleben zu können. Hier sind m.E. überquellender Klebstoff (dürfte aber auf keinen Fall Weißleim sein, der die Wände dort, wo sie außen um die Platten gestülpt werden müssen, labberig macht – ein Verformen bis zum totalen Katastrophe ist hier sehr gut möglich) und ein „Haken“ von einzelnen Abschnitten der Wände beim Überstülpen als massive Problemzonen -die das Modell dann auch optisch schwer beeinträchtigen- vorprogrammiert.

    Die SMS Sleipner -hier schon von Jochen gebaut- stand auch bei mir gleich nach der Anschaffung ganz oben auf der Liste.


    Mein Bau geht allerdings lange nicht so flott vonstatten, bislang hat es gerade für den Rumpf gereicht.


    Bilder vom Original habe ich im Netz recht wenige gefunden. Wie schon bei der Vorstellung erwähnt, bietet der kurze historische Film einen guten Blick auf den hinteren Teil der Sleipner an steuerbord.

    1. Spantengerüst (Teile 1-18) (33+24 = 57 Teile)


    Die Passgenauigkeit ist sehr gut, trotzdem sollte man alle Spanten vor dem Verkleben trocken einpassen. Bei mir war es ratsam, an den Seiten der Spanten die schwarzen Markierungslinien komplett wegzuschneiden, während sie oben und unten stehenbleiben mussten, damit die Spanten auf die Höhe des Mittelträgers kamen.


    Der Mittelträger ist stumpf auf die Grundplatte zu kleben. Das war mir zu instabil, daher habe ich in regelmäßigen Abständen Winkel eingezogen.

     



    Auch etliche Spanten wurden mit kleinen Winkeln an der Grundplatte bzw. am Mittelträger fixiert, um eine exakte Ausrichtung zu gewährleisten.



    Die zur Aussteifung und zur besseren Anbringung der Bordwand eingezogenen Zwischendecks 2a und 2c sind anders konstruiert, als vergleichbare Teile früherer Modelle. Früher wurden Schlitze in die entsprechenden Spanten geschnitten und die Hälften der Zwischendecks eingeschoben. Man konnte versuchen, die Zwischendecks nach dem Einschieben zu verkleben, aber das saubere Anbringen des Klebers war ausgesprochen problematisch. Dort, wo die Zwischendecks an den Mittelträger stießen, tat man gut daran, auf selbigen Winkel zu kleben, auf denen die Zwischendecks aufruhen konnten. Außerdem neigten die oft sehr dünnen oberen Abschnitte der geschlitzten Spanten leicht dazu, sich zu verbiegen.

    Die hier gewählte Lösung stellt m.E. eine Verbesserung dar: Das Zwischendeck wird in einem Stück auf den entsprechenden Abschnitt des Spantengerüsts geklebt. Anschließend werden oben auf das Zwischendeck die fehlenden oberen Abschnitte des Mittelträgers und der Spanten geklebt. Dies ist etwas fummelig, weil diese Teile dünn ausfallen -die spitz zulaufenden oberen Abschnitte des Mittelträgers sogar sehr dünn- aber ohne weiteres machbar. Man könnte überlegen, diese Teile (2b, 2d, 4a, 5a, 16a und 17a) zu verdoppeln.


    Vorgesehen ist, dass die Markierungen auf den Zwischendecks nach oben zeigen, man kann es auch andersherum machen, was die Ausrichtung der Zwischendecks erleichtert.

       


    Das vorderste Feld vom Zwischendeck vorne kann schwarz gefärbt werden, wenn man auf der back die Löcher für die Ankerketten aufbohrt. Sehr wahrscheinlich aber ist dies nicht erforderlich, die Ankerketten werden die Löcher ausfüllen, so dass die Gefahr von Blitzern kaum gegeben ist.




    Blick auf das fertige Spantengerüst:


     

    Hallo Christoph,


    bei mir liegen noch einige mechanische Modelle in Reserve, sobald sich die Gelegenheit bietet, berichte ich gerne wieder.


    VG

    Curmudgeon

    Zum Abschluss die Arme ankleben und den Dschungel ergrünen lassen.


    Der fertige Jim funktioniert gut, leider natürlich ohne passende Geräusche:


     



    Von hinten sieht man, wo das Gestänge mit den Armen verbunden wird:



    Das wars, ein schönes Modell, das funktioniert und auch optisch anspricht.

    Die zweite Hälfte des Kastens mit der Vorderfront:


    Beide Hälften vorbereitet:



    Jim eingesetzt und die Laschen am Ende der Stange mit der Grundplatte verklebt. Dann muss diese Platte auf den Bodenm des Kästchens geklebt werden. Das war ziemlich fummelig, gar nicht so einfach UHU gleichmäßig unter die Platte zu schmieren .


     


    Im Vordergrund die Achse mit den Antriebsbananen.


    Anschließend muss die Achse durchgeführet und an einer Seite mit einem "Washer" sowie an der anderen mit der Kurbel (an der sich der zweite "Washer" befindet) fixiert werden:



    Die Kurbel im Entstehen, daneben die "Washer":


       



    So ganz 100% exakt passt die Kurbel nicht zusammen, aber am Ende beeinträchtigt das die Funktionalität nicht.




    Ganz wichtig ist folgender Tipp:




    Wenn alles montiert ist, vorsichtig kurbeln und die Bewegungen IM Kasten beobachten. Wenn die Banenen nicht den Kasten unter Jim in der gewünschten Weise mitnehmen, müssen sie gebogen werden, bis sie das tun.

    Zwischendurch kann man den Dschungel vorbereiten, insgesamt drei Teile wollen ausgestichelt und mit gefärbten Kanten versehen werden:


     



    Eine Probe:



    Doch zurück zu Jim selber, unten muss die Stange noch mit zwei Winkeln verstärkt werden, deren Laschen später die Verankerung Kims auf dem Boden des Getriebekastens besorgen werden:

      



    Dann ist der Kopf einzukleben, das ist etwas fummelig und wahrscheinlich tut man gut daran, diesen schon einzukleben, bevor der Rumpf geschlossen wird, dann kann man die Laschen am Kopf besser anpressen:




    Nun muss der Getriebekasten entstehen, hier das erste Teil:

     


    Die auf der Innenseite erkennbaren zwei Laschen müssen an die jeweils nächste Wand geklebt werden, um dem Kasten Stabilität zu verleihen. So sieht das dann von innen aus:


    Hallo,


    Rob Ives ist als Konstrukteur zahlreicher mechanischer Modelle bekannt.


    Bei mir wartete schon seit gut 20 Jahren der "Jungle Jim" darauf, endlich auf seine Brust trommeln zu dürfen.




    Die Bauanleitung ist -wie gewohnt- sehr ausführlich, beim Bau muss man daran denken, dass Ives nicht nur die einzelnen Baugruppen in Buchstaben, sondern auch die zu klebenden Flächen durchnummeriert.

     


    Wie die Anleitung zeigt, erfolgt die Kraftübertragung hier -sehr passend- über zwei Banenen. Hier einmal die Teile:



    Angefangen aber wird am Kopf. Dabei fällt auf, dass der im Vergleich zum Titelbild dunkler ausfällt, Nasenlöcher und Mund sind kaum zu erkennen:



    Etwas trickreich ist der Rumpf, es gilt das lilane Gerüst rechtzeitig einzupassen.


     


    Auf diesen beiden Bildern sieht man unten den noch anzuklebenden Sockel.



    Es schließen sich die "Shoulder-pads" an:


     

    Hallo Klueni,

    Spitzenarbeit !


    Eine Überlegung: Wenn die runden Klappen für die Granaten sind, müssten sich ähnliche Teile bei allen Geschützen finden.

    Und eine Frage: Wie vertrauenswürdig ist die Seite eigentlich, d.h. wo soll das Foto der Z39 herkommen und ist das definitiv Z39?

    VG

    Curmudgeon

    Hallo Kurt,

    bei der Leipzig würde ich annehmen, dass die Granaten aus Munitionskammern unter den Türmen kamen. Da im Gegensatz zu den Kaiserlichen auf dem Hauptdeck keine Geschütze mehr standen, musste dort auch keine Munition mehr transportiert werden.

    VG

    Curmudgeon

    Hallo Günther,


    die zwei 15cm Geschütze waren tatsächlich so geplant. Man war der Überzeugung, dass eine Mischbewaffnung ausreiche, um gegen die Kleinen Kreuzer anderer Nationen einen guten Vorteil zu erreichen.

    Die Aufstellung hinten macht Sinn, denn wenn man vor einem überlegenen feindlichen Schiff fliehen musste, konnte man so noch Abschiedsgrüße senden und den Gegner so ggf. von der Verfolgung abbringen.

    VG

    Curmudgeon

    Hallo Otto,


    ein nachvollziehbarer Entschluss. Die Nagato von Dom Bumagi müsste vom selben Konstrukteur sein, also wahrscheinlich sehr ähnlich zum GPM-Modell.


    Die Anbauten rund um den Schornstein halte ich für sehr anspruchsvoll, wenn ich meine ungebaute Nagato vornehme und in der Anleitung schmökere, stockt mir da immer der Atem.


    Mit freundlicher Unterstützung der Werftaufsicht wirst Du auch dieses Dickschiff in Dienst stellen können !



    VG


    Curmudgeon